Kinder Ü18 finanz. Unterstützung Eltern

    • (1) 25.05.19 - 19:45
      Ueber18Unterstuezung

      Hallo! Mich würde mal interessieren, in wieweit ihr finanziell eure Ü18-Kinder unterstützt, die schon in Ausbildung oder auch Studium sind (nicht mehr zur Schule). Zahlt ihr bei Bedarf oder regelmäßig Betrag X? Gerne, wer mag, auch mit konkreter Summe, die von eurem eigenen HH-Budget abgeht. Danke!

      • Für mich persönlich würde sich da nicht automatisch mit 18 etwas ändern, sofern das Kind in Ausildung (Schule, Studium, Lehre) ist.

        Ansonsten hängt es doch von vielen Faktoren ab und ein konkreter Betrag würde dir nix nützen, weil die Situationen unterschiedlich sind.

        - Wohnt Kind noch zu Hause?
        - Hat es Einnahmen (Lehrgeld, Nebenjob)?
        - Bekommt es Bafög?
        - Haushaltseinkommen der Eltern

        Ich habe bis zum Arbeitsbeginn auf meine Eltern bauen können.

        Habe in der Oberstufe zwar gekellnert, aber musste während des Studiums aufhören. Meinen Eltern war auch das Lernen wichtiger, als dass ich monatlich etwas Geld verdient habe.

        Mir wurden die FH Kosten gezahlt und ich bekam Essensgeld/Taschengeld. Dafür habe ich im Haushalt mehr Dinge übernommen als noch zur Schulzeit.

        Sie haben es gerne getan, ich bin Einzelkind. Ihr Gedanke war immer, wenn ich eine gute Ausbildung habe (und auch Leistung erbringe) sind sie mich schneller los als wenn ich jahrelang rumstudiere. Außerdem gehört mir (lt deren Aussage)das Geld sowieso als Erbe. Und wenn ich es jetzt besser brauchen kann um mir eine Zukunft aufzubauen als mit 50 dann, ja dann ist es so.

        Dafür ist für mich selbstverständlich, ihnen im Alter zu helfen wo ich nur kann.


        Meine Großeltern handhabten das nach ihren Möglichkeiten für meine Eltern genauso. Und ich werde den Weg bei meiner Tochter auch gehen.

        lg lene

        Natürlich würden wir unsere Kinder auch mit Ü18 noch unterstützen sofern sie eine
        Schule besuchen, eine Ausbildung machen oder Studieren.
        Wenn man es sich Finanziell leisten kann, muss man dies sogar, wobei es dann egal ist ob Finanziell oder in Naturalien.... Wenn es ganz dicke kommt muss man sein Kind bis zum 28. Lebensjahr Finanziell unterstützen sollte sich das Kind in Ausbildung oder Studium befinden....

      • Meine Tochter ist erst 2,5 aber ich schreib mal, wie ich es kenne.

        Meine Eltern hatten nicht viel Geld. Ich hatte Anspruch auf Ausbildungsbeihilfe (+die Ausbildungsvergütung) und im Studium dann volles BAföG. Meine Eltern haben mir immer mal, wenn es ging, was zugesteckt. Dazu bin ich immer jobben gegangen.

        Mein Mann hat von seinem Vater monatlich 500 Euro für Miete und Leben bekommen, dazu auch immer mal gejobbt. Zudem wurde ihm ein komplettes Jahr Auslandsstudium gesponsert.

        Seine Schwester hat während der dualen Ausbildung nicht so viel Unterstützung bekommen, hat aber auch noch (kostenlos) zu Hause gelebt + ein Auto.

        Also ich würde es bei meinen Kindern dann auch situationsabhängig machen, aber so lange sie noch in der Ausbildung sind unterstützen soweit es möglich ist.

        Lg
        K4ssio

        Hi,
        ich wurde im Studium auch unterstützt, indem ich den vollen Kindergeldbetrag und die Unterhaltszahlungen meines Vaters bekam. Nebenher habe ich noch gejobbt.

        Für unsere Kinder haben wir jeweils einen Fonds eingerichtet, beide laufen allerdings auf meinem Namen, mit denen wir dann ggf. ein Studium bzw. Kosten wie Miete, Auslandsaufenthalte usw. finanzieren können.
        Wird nicht studiert, wird das Geld zu gegeben Anlass ausgezahlt - wenn die nötige Reife vorhanden ist😉
        Sollten die beiden Nasen nicht wohl gedeihen, hauen wir Eltern die Kohle auf den Kopp.

        vlg tina

      • Hallo,
        Wie meine Vorrednerin schon schrieb, hängt das natürlich von vielen Faktoren ab.

        Generell würde ich meinem Kind immer den Betrag dazugeben, der noch fehlt, um über die Runden zu kommen.

        Ich selbst hatte während meines Studiums einen Kredit aufgenommen, um die Studiengebühren bezahlen zu können.
        Für meinen Lebensunterhalt habe ich weitestgehend gearbeitet (400 €-Job unter der Woche und Fliesbandarbeit vollzeit während den Semesterferien).

        Meine Eltern hatten Miete und NK für mein WG-Zimmer übernommen, weil meine Einkünfte dafür zu gering waren.

        Wieso fragst du konkret?
        Lg

        Wir sparen seit Geburt für die Ausbildung unserer Jungs. Momentan könnten wir uns das auch so leisten, aber wer weiß, wie es in 10 Jahren ausschaut.

        Und klar werden sie dann finanziell unterstützt.

        Brauchen sie es wider erwarten nicht für die Ausbildung, weil ihnen das Ausbildungsgehalt reicht, bekommen sie es dann für ihre erste eigene Wohnung.

      Wir haben bzw bekommen die Unterstützung von unseren Eltern völlig unabhängig vom Alter. Mein Vater sagt immer „lieber mit der warmen Hand schenken, als mit der kalten Hand vererben.“
      Ich habe mit 19 meine Ausbildung angefangen und so wenig Vergütung gehabt, dass es noch nicht mal meine Fahrtkosten gedeckt hat. Da habe ich von meinen Eltern noch Taschengeld bekommen.

      Meine Schwester hat mit 27 erst ihren Studienplatz für Medizin bekommen. Da sie dafür 300km von zuhause weg musste, haben meine Eltern sie bei der Wohnung unterstützt.
      Dafür wissen unsere Eltern, dass sie immer auf uns zählen können. Meine Mama hatte dieses Jahr einen schweren Unfall. Sie konnte sich zuhause nur schwer selber versorgen und finanziell war es kurzfristig mal eng. Da sind mein Mann und ich eingesprungen. Dieses Geld möchte ich von meinen Eltern auch nicht zurück haben (auch wenn sie es bestimmt versuchen werden). Sie haben uns viel gegeben, da ist das nur ein Bruchteil von dem.

    Meine Kinder sind noch nicht in dem Alter dass ich mich damit ernsthaft auseinander setzen müsste aber meine theoretische Vorstellung sieht schon so aus dass ich absolut bereit bin finanzielle Hilfe zu leisten sofern die Kinder auch wirklich etwas tun.

    Ob das nun eine Ausbildung ist bei der nur wenig vergütet wird und aufgrund dessen Finanzspritzen nötig sind oder studieren und währenddessen kein oder nur wenig Geld verdienen ist mir da egal. Ich wäre auf jeden Fall bereit nach meinen Möglichkeiten zu helfen.

    Nur bei einem Bummelstudium oder bei chronischer Unlust hätte meine Hilfsbereitschaft Grenzen.

    Hallo,
    Ich bin 36 und meine Eltern unterstützen mich bis heute.
    Im Studium haben die mir eine 1 Zimmer Wohnung gekauft. Ich habe mich Stipendium bekommen und war babysitten an Wochenenden. Aber meine Fahrtkosten und essen haben die auch bezahlt.
    Seit dem ich arbeite, geben die mir immer mal zu Kindertag oder so 100 Euro.
    Und letztes Jahr, wo ich ein Haus gekauft habe, haben die mir mit den Nebenkosten geholfen.
    Vor 5 Jahren haben die zu meinem Auto auch die Hälfte beigesteuert.

    Wenn ich es mir leisten kann, werde ich es bei meiner Tochter genauso machen.

    Und wenn meine Eltern in Rente sind, werde ich die selbstverständlich unterstützen, so gut, ich kann.

Noch ist es bei uns nicht soweit, aber meine Idee ist ungefähr so:
Auf jeden Fall einen Fixbetrag im Monat. Ich denke, dass es für beide Seiten mühsam ist, wenn man jedes Monat quasi neu schauen muss, das Buch war notwendig, die Winterjacke teurer als gedacht, dieses Monat hat das Handy seinen Geist aufgegeben und zugleich braucht Kind neue Schuhe, ein neues Bügeleisen und will dem Partner etwas zum Geburtstag schenken....
Da sollen sie durchaus lernen mit einem Budget auszukommen (bei Notfällen helfe ich natürlich gerne) und auch den Bonus haben für das nächste Monat etwas zur Seite legen zu können, und sie sehen dass ein bisschen sparen etwas bringt.

Die Höhe ist im Prinzip vom Gesetzgeber eindeutig geregelt (bei uns in Ö in etwa 20% vom Nettoeinkommen der Eltern pro Kind). Das wird für mich allerdings auch die persönliche Grenze bei meinen Kindern sein. Extras gibt es da genau keine mehr. Aber Achtung! Das hat vor allem damit zu tun, dass meine Kinder aufgrund unseres Einkommens eh mehr als das aktuell höchste Stipendium (das ist sowas wie Bafög) von uns bekommen müssten. Damit müssen sie dann einfach auskommen.

LG

  • (19) 26.05.19 - 09:38

    Mal nur so aus Neugierde, gibt es bei den 20% pro Kind auch einen Selbstbehalt?
    Spätestens beim 5.Kind wird es sonst schwierig ;)

    • (20) 26.05.19 - 12:31

      Hallo!

      Gibt es natürlich, auch Eltern dürfen (irgendwie) überleben :-)

      Soweit ich weiß liegt der Selbstbehalt bei weniger als 1000 Euro pro Monat.

      Die 20 % sind übrigens natürlich nur eine fürchterlich grobe Hausnummer, die eigentliche Berechnung ist deutlich komplizierter (20 % passen nur auf ein Standardbeispiel mit 2 Kindern die studieren)
      Ganz grob: Kind über 15 hat Anspruch auf 22% vom Nettoeinkommen. Für jedes weitere Kind (mit Unterhaltspflicht) kann man 2% abziehen. Heißt: wenn man fünf Kinder hat, die alle über 10 sind und Anspruch haben, dann hat jedes Kind Anspruch auf 12% von Nettogehalt der Eltern. Auch das ist noch immer die einfache Version, denn da gibt es noch ein paar Feinheiten die reinspielen, zb Familienbeihilfe und Absetzbetrag (das ist ungefähr wie das Kindergeld in D), oder auch wenn ein Ehepartner zu Unterhalt berechtigt ist.

      Und: Unterhalt und Stipendium (grob Bafög) gehen auch nicht unbedingt Hand in Hand. In Österreich sind IMMER zuerst die Eltern beim zahlen dran. Erst wenn wenn da zu wenig rauskommt gibt es ein Stipendium - das die Pflicht der Eltern nie reduziert (die zahlen immer gleich) und auch nie zurück bezahlt werden muss.

      Soweit zum "kurzen" - und noch immer unvollständigem - Abriss.

      Fakt bleibt wohl: Kinder sind nicht billig ;-) egal nach welchem System.

      Aber hergeben mag ich meine auch nicht :-) und ein Studium werde ich ihnen auf jeden Fall ermöglichen! :-D

      LG

Hallo,
unsere Kinder sind auch noch klein - 4 Jahre und fast 1,5 Jahre alt aber wir sorgen da jetzt schon vor!
Es gibt für jedes Kind, seit Geburt, ein Sparkonto aber auf unseren Namen. Da zahlen wir (und auch Omas & Opas, Paten) jeden Monat/zum Geburtstag/Weihnachten, ein... Wenn wir (bis) zum Zeitpunkt von Studium/Ausbildung weiterhin die finanziellen Möglichkeiten haben wie jetzt, werden wir die Kinder da natürlich unterstützen und das Geld bleibt als Startkapital um evtl.
mal Eigentum zu erwerben oder dergleichen.

Zudem gibt es auch noch ein Konto auf das seit Geburt das Kindergeld geht. Im Moment sind wir auf das Geld nicht angwiesen aber man weiß nie was evtl. mal passiert. Sowas kann sich immer ändern. Dann haben wir Rücklagen für die Kinder z.B.: wenn Klassenfahrten anstehen, Fahrrad zu klein, etc.! Der Führerschein/Auto benötigt wird (zwingend für Ausbildung/Studium), Zuschuss zur 1. Wohnung oder den Kindern einen besonderen Wunsch/Traum zu erfüllen usw.

Das klingt jetzt irgendwie so als müssten unsere Kinder wohl nichts selbst tun für (ihr) Geld 😱... Nein, dass soll/wird so nicht sein 😉! Unterstützung/das Geld soll für grundlegendes sein - z.B.: Miete für ein WG-Zimmer um ein Studium räumlich überhaupt zu ermöglichen. Geld für Shoppingtouren o.ä. müsste natürlich selbst erarbeitet werden.
Deswegen laufen die Konten auch auf uns und nicht auf die Kinder. So könnte sie rechtlich gesehen mit 18 alles auf den Kopf hauen 🙈.

(23) 25.05.19 - 22:56

Meinen Eltern war immer wichtig, dass wir Kinder was ordentliches studieren und uns voll aufs Studium konzentrieren können. Anders kann man ein zeitaufwendiges Studium wie z. B. Medizin kaum in vernünftiger Zeit mit guten Noten abschließen.

Meine Geschwister und ich bekamen monatlich die Wohnkosten in der Studienstadt + 400€. Damit ist man nun kein Krösus, aber als Student braucht man nicht viel, ist kreativ und diese großzügige Unterstützung hätte gereicht um ohne Nebenjob durchzukommen. Neben der Uni und in den Ferien habe ich zusätzlich gearbeitet um mir meine Reisen und sonstige Extras zu finanzieren.

Unsere Eltern unterstützen uns auch sonst gerne: Wäsche waschen, Kühlschrank plündern,... Sie sind da wirklich sehr großzügig! Wir Studenten nutzen das nicht aus und sind sehr, sehr dankbar für die Unterstützung!

Nun unterstützen sie uns sehr großzügig beim Eigentumserwerb. Ihre Eltern haben ihnen auch geholfen, möglichst früh Eigentum zu erwerben. Dieser Startvorteil spart enorm viele Mietkosten.

Sollte ich mal Kinder haben, werde ich es genauso halten :-)

Die meiste Zeit meines Studiums habe ich Bafög bekommen (und/oder gearbeitet), das wurde dann nach und nach weniger, weil meine Eltern besser verdienten und sie zahlten dann einen Teil des Unterhalts. Ich hatte mein Studium noch nicht beendet, als der Anspruch auf Bafög bzw. Unterhaltszahlung erlosch und sie finanzierten mich trotzdem weiter. Jetzt habe ich kürzlich das Studium beendet und bekomme weiterhin monatlich noch etwas Unterstützung. Wir sind dabei immer wieder im Gespräch, was eben bei meinen Eltern möglich ist, was bei mir möglich ist etc.
Mir sind meine Eltern sehr wichtig und dass sie nicht aus Pflichtgefühl heraus zahlen, obwohl sie eigentlich nicht können und auch meine Gesundheit ist meinen Eltern wichtig und da sie weiter weg wohnen ist Geld eben noch die einfachste oder auch sinnvollste Unterstützung.
Ich werde auf das Geld verzichten, sobald ich einen festen Job habe, der als Einkommen genügt und dann nach und nach einen Teil zurückzahlen.

Was genau ist denn dein Anliegen? Vielleicht kann man dann näher drauf eingehen. Denke konkrete Summen bringen da nicht so viel, das ist ja doch alles sehr relativ.

Ich habe bis zum Ende meiner Ausbildung mit 24 BAföG und Taschengeld bekommen + Unterkunft, Essen und trinken. Ab der eigenen Wohnung mit 25 haben sie ab und zu den Einkauf übernommen.
Bei meinen Geschwistern lief/läuft es ähnlich.

Die Tochter von meinem Freund bekommt mit 18 nichts mehr, da sie keinen Anspruch mehr hat und keinen Kontakt will - also zahlt er auch nicht mehr freilwillig ♀‍🤷🏻

Ich habe keine Kinder und werde auch nie welche haben, von daher erübrigt sich die Frage.

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