Vater meines ungeborenen Kindes möchte uns vor seinen bisherigen Kindern verschweigen - über Umwege von weiteren Kindern erfahren - großer Vertrauensbruch - was tun? Seite: 2

      • Hallo,

        da bist du ja echt auf einen ganz speziellen Vogel reingefallen.
        Dich zu grämen macht wenig Sinn, trotzdem muss man gucken warum du das zugelassen hast. Vermutlich warst du einsam und hattest einen starken Kinderwunsch.
        Jetzt fragst du dich, wie du das beste für dein Kind daraus machen kannst.
        Gibt es eine Familienberatungsstelle in deiner Nähe? Dort kannst du sicherlich eine Beratung in Anspruch nehmen. Das halte ich für enorm wichtig.
        Den Erzeuger deines Kindes musst du ja nicht als Vater eintragen lassen. Dann hat er zunächst auch keine Rechte. Jemand der sich so unehrlich verhält und quasi mehrere Leben nebeneinander her führt ist als Vater im sozialen Sinne wahrscheinlich nicht zu gebrauchen.
        Wie geht es dir und deinem Baby ? Das ist jetzt das wichtigste. Hol dir Unterstützung, wo du nur kannst.
        Alles Liebe

        • Danke!
          Danke, dass du nicht mit Vorwürfen sondern Vorschlägen kommst.

          Ich bin bereits in einer psychologischen Betreuung einer Schwangerschaftskonfliktberatung - was auch sehr gut ist, weil es mir ohne noch bedeutend schlechter ginge.
          Trotzdem stellt sich für mich jetzt eben - wie du ganz richtig sagst - die Frage, wie ich das beste für das Kind draus mache.
          Deshalb auch dieser Eintrag in diesem Forum - in der Hoffnung, von Menschen zu hören, die genau diese Erfahrung gemacht haben, irgendwann festzustellen, dass es noch Geschwister gibt, dass man verheimlicht wurde... und ob man das eben lieber überhaupt nicht erfahren hätte oder einfach deutlich früher oder es am Ende überhaupt keine Rolle gespielt hat... und ob man sich dann trotzdem einen Kontakt zum Vater gewünscht hätte oder nicht.

          • Dass er dich vor seinen Kindern verheimlicht hat, hat bei ihm ein Prinzip. Er ist konfliktscheu ohne Ende.
            Dass das passiert ist, braucht dein Kind ja erstmal nicht zu erfahren. Vielleicht wenn es schon richtig weit ist vom Alter her.
            Die Geschwister werden nicht miteinander aufwachsen. Irgendwann solltest du dann davon erzählen dass es Halbgeschwister gibt. Denke aber, es liegt nicht allein in deiner Hand ob es zu Kontakt zu den Geschwistern geben kann. Der Vertrauensbruch geht vor allem vom Erzeuger aus. Ihm wird ein Vorwurf gemacht werden können von deinem Kind. Aber nicht Dir.
            Und wie gut es mit dieser ganzen Hintergrundgeschichte umgehen können wird, hängt von der Persönlichkeit des Kindes ab und davon wie gut eure Beziehung sein wird.

        (29) 28.05.19 - 00:18

        Tolle Antwort! Schön, auch mal Ausnahmen lesen zu dürfen! :)

    Ich hab das Gefühl ihr habt leider ein paar Schritte übersprungen und du versuchst jetzt "das Kind zu retten was schon längst in den Brunnen gefallen ist"...

    Ist es nicht klar, dass man erst eine stabile Partnerschaft aufbaut bevor man ein "Kind in kauf nimmt" (nach deinen Worten...)?
    Wäre es nicht sinnvoll gewesen die Situation mit der Expartnerin vorher zu klären? Wieso hast du nicht darauf bestanden seine Kinder kennen zu lernen bevor du schwanger wirst?

    Leider kannst du das jetzt nicht mehr ändern.
    Wenn dein Partner so ist wie du beschreibst scheint er einige Dinge in seinem Leben ordentlich verbaut zu haben und ist nicht in der Lage sie vernünftig zu sortieren. Ich bezweifel leider, dass er jemals der Vater sein wird, den du dir für dein Kind wünscht. Aber um das jetzt zu ändern ist es zu spät befürchte ich.

    Sehr schwierig.
    Auch wenn ihr euch nicht lange kanntet, bildet man sich ja immer ein den anderen zu kennen.... einschätzen zu können.

    Ich weiss dass es sich von Aussen immer leicht sagen lässt.... aber ich glaube inzwischen an den Satz "wer 1x lügt....".
    Was er sich geleistet hat, ist einfach keine Bagatelle. Es ist keine Notlüge oder ein versehentliches Vergessen....
    Er hat dich einfach von Anfang an belogen und betrogen, was sein Leben angeht.
    Das Grundvertrauen war leider nur ein Gefühl, das keinen Fakten stand hält.
    Und noch schlimmer: das ja auch zukünftig kein Vertrauen zulassen wird.

    Och weiss echt nicht, was in solchen Leuten vor sich geht. Es ist doch einfach klar, dass die Lügen irgendwann auffliegen werden....


    Was du nun tun kannst?
    Gute Frage....
    Was willst du denn gerade?

    Von Aussen würde ich auf Kontaktabbruch setzen. Diese Geschichte ist viel zu Energie raubend..... Energie, die du jetzt für dich und dein Kind benötigst.
    Und eine Lösung in dem Sinne gibt es ja auch nicht.....

    Wie bist du finanziell aufgestellt?
    Wird er Unterhalt zahlen können?

  • (32) 28.05.19 - 06:17

    Also ich weiß ja nicht, was der Mann sonst so für Qualitäten hat - aber Frauen einlullen, das kann er offenbar gut.

    Bei so vielen Kindern in so vielen Haushalten kann er aber definitiv kein besonders toller Vater sein, schon aus Zeitmangel.

    Was ich dir rate :
    - lass Dich auf ALLE testbaren sexuell übertragbaren Krankheiten checken - genau solche Menschen, die ohne Verhütung durch zig Betten hopsen, sind die Hauptüberträger. Und ich habe den Verdacht, dass es hier ne Dunkelziffer gibt - mit oder ohne weitere Kinder.
    - wenn er nicht reich ist : gehe davon aus, dass er dem Kind und Dir den Unterhalt schuldig bleibt, such Dir schon mal Informationen für den Unterhaltsvorschuss
    - ich würde alleiniges Sorgerecht anstreben
    - ich würde vielleicht doch mit den anderen Müttern noch mal Kontakt suchen, wie die das mit der Geschwistebeziehung sehen. Ggf. Aufschreiben, was Du jetzt als Information hast, falls es vorerst keinen Kontakt geben soll, du die Infos aber für später aufheben möchtest. Es gibt Konstellationen, wo getrennt lebende Halbgeschwister durch Einsatz der Eltern eine passable Beziehung aufbauen, aber Einsatz vom Vater ist hier ja schon mal Asche.
    - falls Du von Deiner Nachfolgerin Wind bekommst (und die gibt es, falls das Muster bleibt, in ca ein bis drei Jahren), steck ihr das mit der Kinderschar. Er wird das erneut verschweigen und sie steht am Ende genau so belämmert da wie du jetzt. Wenn man von ein oder zwei anderen Kindern weiß, urteilt man ja auch anders als wenn man von. "mindestens 5" anderen weiß.


    So, und nu versuche ich, den Stammbaum aus Idiocracy wieder aus dem Kopf zu bekommen. (das bezieht sich auf ihn, nicht Dich)

    (33) 28.05.19 - 06:52

    Hi,

    ich wollte dich gerne etwas zu deinem Post fragen. Du schreibst, dass du dir nicht sicher bist, ob er überhaupt wirklich von seiner Frau getrennt ist. Aber eine eigene Wohnung hat er, schreibst du. Warst du schon dort, oder kommt er immer zu dir? Was hat seine Frau gesagt, außer dass sie nichts von dir hören will?

    Warum konfrontierst du ihn nicht direkt damit, dass du seine restlichen Kinder übers Internet gefunden hast? Ich glaube, ich würde platzen... Respekt, dass du ihm noch keine Szene gemacht hast.

    Grundsätzlich würde ich sagen, ein Mann, der bei so etwas Grundsätzlichem wie der Zahl seiner Kinder lügt, lügt wahrscheinlich auch bei ganz vielen anderen Dingen.

    Ich weiß nicht, ob ich mit so jemand eine Beziehung führen wollen würde.

    Wünsche dir alles Gute für die restliche Schwangerschaft und gute Nerven für den Umgang mit ihm.

    LG

    • Hallo!
      Dass die Ehe nicht sonderlich gut läuft, liegt ja auf der Hand - sonst gäbe es das Kind in meinem Bauch nicht.
      Dass die beiden aber tatsächlich getrennt sind, scheint - wenn überhaupt - außer ihnen niemand zu wissen. Er hatte mir einmal erzählt, dass sie das nur wenigen engen Freunde erzählt hätten - wohl auch um die Tochter vor blöden Fragen im Kindergarten und so zu schützen. Ich habe allerdings (bis vor kurzem, als ich merkte, wie problematisch dieses kennenlernen zu sein scheint) nie in Betracht gezogen, dass nicht einmal die Familie davon weiß. Also weder Schwiegereltern noch Kinder oder irgendwer. Sondern im Gegenteil die ganze Zeit heile Welt gespielt wird und die Wohnung (in der ich oft war) - das zu deiner Frage - dazu dient, „in Ruhe arbeiten zu können“.
      Tja.
      Ich weiß, dass das viele hier als naiv ansehen.
      Aber manche Dinge sind einfach so absurd, dass man nicht mit ihnen rechnet.
      Z.b. dass man einem Kind nichts von einer Trennung erzählt.
      Oder dass man zwei Kinder erwähnt, aber zwei andere verschweigt (interessanterweise ist die eine „verschwiegene“ die Zwillingsschwester einer „erwähnten“ - ich meine: wie absurd ist das? Da kann man doch nicht mit rechnen? Ich kann auch überhaupt keinen Sinn dahinter erkennen...)
      Oder dass man sich wie verrückt auf das gemeinsame Kind freut, aber es geheim halten will.
      Dass man ein halbes Jahr Elternzeit nehmen will, ohne dass die restliche Familie davon weiß.

      • (35) 28.05.19 - 22:17

        Dass man ein halbes Jahr Elternzeit nehmen will, ohne dass die restliche Familie davon weiß.
        -----

        Wie können denn seine Familie, Freunde und sein Umfeld nicht wissen, dass er getrennt ist, aber mit dir überall als Paar aufschlägt? Geburtstage, Feiertage, Ausgehen mit seinen Freunden, Kollegen etc.? Zumal man dir die SS inzwischen ansieht. Habt ihr allen erzählt, dass du ein Kind von einem anderen bekommst und nur eine Bekannte bist? Ich verstehe gar nicht, wie sowas geht.

        • (36) 28.05.19 - 23:24

          Wir wohnen in unterschiedlichen Städten, da dürfte es recht einfach sein, unerwünschte Begegnungen zu vermeiden.
          Wenn ich bei ihm war, war das eben in der Regel ein Zweierwochenende - und die Personen, die in seinem Leben eine grössere Rolle spielen, waren nunmal die Kinder.
          Natürlich haben wir uns in der Stadt frei bewegt, sind ziemlich klar als Paar aufgetreten - aber entweder ist die Stadt groß genug, sein Umfeld klein genug oder seine Dreistigkeit ausgeprägt genug, dass er niemals fürchten musste, jemand könnte uns sehen, der es nicht soll.

          Ich weiß, werden jetzt auch wieder einige naiv finden, Fernbeziehung mit Kind und so. Aber: auch das war von Anfang an so angedacht - wie gesagt, wir hatten uns anfangs nicht unbedingt als Paar gesehen und trotzdem auf das gemeinsame Kind gefreut. Natürlich gab es auch Überlegungen, dann doch in seine Stadt zu ziehen, hatte mich auch dort auf Stellen beworben.
          Aber mein gesamtes soziales Umfeld ist in der anderen Stadt (wo ich auch gerade erst - endlich - hingezogen war.) Ich wäre nicht glücklich geworden dort - und ich bin mir sicher, dass das auch unserem Kind nichts gebracht hätte. (Habe das schon bei anderen mitbekommen, dass es nicht immer die beste Idee ist, einem Partner hinterherzuziehen, wenn man da ansonsten niemanden hat)
          Klar ist das die perfekte Ausrede dafür, den Kindern nichts zu erzählen, wenn ich ja „eh nie da bin“ (was halt bullshit ist. Denn ich bin trotzdem nicht aus der Welt).
          Und es ist wahrscheinlich auch eine perfekte Grundlage für eine kleine, heimliche Parallelfamilie.
          Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man auch das - mit offenen Karten - hätte meistern können. Zumal dieser Zustand niemals in Stein gemeißelt war, sondern eben ein Versuch, das aus heutiger Perspektive richtige zu tun.

          • Wow, ich lese mich gerade nach und nach hier durch. Also insbesondere in Sachen Wohnung wächst in mir die Vermutung, dass er nicht getrennt ist, dass niemand von dieser Wohnung weiß, sie sicherlich nicht in seiner Heimatstadt liegt und er dort seine Nebenidentitäten auslebt.

            Wahnsinn.

            • Es ist nicht so, dass niemand von der Wohnung weiß - nur läuft sie eben offiziell unter „Arbeitszimmer“ (wie ich mittlerweile weiß) sie ist zwar mittlerweile babytauglich eingerichtet, aber was soll‘s...
              Ich hatte auch schon Witze drüber gemacht, als ich eine Memory-Karte unterm Sessel gefunden hatte, dass das ja wohl besser sei als ein fremder BH 🤦🏻‍♀️
              Also seine Familie weiß durchaus von der Wohnung. Aber ich bin eben der „fremde BH“.
              Mittlerweile kann ich mir sogar vorstellen, dass diese Wohnung irgendein schräger Deal mit seiner Frau ist. So nach dem Motto: hier, nimm dir ne Wohnung, mach da was du willst, aber wehe, du bringst das Bild unserer perfekten Ehe in Gefahr!
              Ach, du hast dir ne Geliebte angelacht? Und die ist schwanger? Kein Problem, sorg einfach dafür, dass es keiner mitkriegt!

              (Ich wollte in dieser Wohnung meinen Mutterschutz verbringen, bis ich darüber aufgeklärt wurde, dass ich/wir da quasi unter Verschluss gehalten würden... mit der Ehefrau als einziger „Mitwisserin“.
              Kranke Welt.

(39) 28.05.19 - 06:57

Hallo,

beim Lesen des Anfangs dachte ich schon, dass es ziemlich naiv war, mit diesem Mann ein Kind in die Welt zu setzen. Als du schriebst, dass es noch 2 weitere Kinder gibt, von nochmal anderen Frauen, bestätigte sich mein Verdacht. Der Kerl streut seinen Samen und ist sich der Verantwortung gar nicht bewusst. Er hat 4, bald 5 Kinder, von 5 verschiedenen Frauen. Die jüngeren Kinder sind noch ziemlich klein. Mich würde viel mehr die Tatsache schockieren, dass mein Kind sicher nicht sein letztes sein wird. Ist jetzt zwar eine Unterstellung, wäre aber mein erster Gedanke. Du sagst selbst, dass ihr euch nicht richtig als Paar sehr. Mit diesen Mann wirst du nie eine richtige Familie gründen. Dein Sohn wird nie in einem normalen familieren Umfeld mit Vater und Mutter aufwachsen. Du wirst alleinerziehend bleiben. Während er munter weiter seinen Samen verstreut. Dein Sohn wird mit zahlreichen Halbgeschwistern aufwachsen. Der Mann folgt der Bibel: Seid fruchtbar und vermehret euch. Sucht sich aber den bequemsten Weg dazu aus. Er ist ein Blender und wird mit seiner vertrauenserweckenden Art auch die anderen Frauen eingelullt haben.
Ich würde an deiner Stelle zusehen, dass ihr einen geregelten Umgang findet und das nächste Mal aufpassen mit wem ich Kinder in die Welt setze.

LG
Michaela

  • (40) 28.05.19 - 18:36

    Naja, daran, dass jemand zwei Kinder aus früheren Beziehungen hat, finde ich erstmal überhaupt nichts verwerfliches.
    Zumal er zu beiden ziemlich intensiven Kontakt zu haben scheint und sie sich auch gegenseitig sehr mögen - im Gegenteil finde (fand) ich es schön zu sehen, dass so etwas durchaus funktionieren kann (angeblich) und eben auch Halbgeschwister eine Bereicherung füreinander darstellen können - das Problem ist ja vielmehr, dass nur die Hälfte der Geschichte bei mir ankam. Zumindest eine der anderen beiden scheint eigentlich auch immer mit dabei zu sein (weshalb ich ihr Verschweigen wirklich nicht im Geringsten verstehe). Und das andere Kind, tja, ich vermute, das war die Erstaufführung der Geschichte, die ich jetzt mit meinem Kind wiederhole. Und DIE ist problematisch.
    Nicht einfach die Tatsache, dass es mehrere Kinder gibt.

(41) 28.05.19 - 07:35

Hallo, egal wie du dich entscheidest folgendes solltest du beachten.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__169.html
Strafgesetzbuch (StGB)
§ 169 Personenstandsfälschung
(1) Wer ein Kind unterschiebt oder den Personenstand eines anderen gegenüber einer zur Führung von Personenstandsregistern oder zur Feststellung des Personenstands zuständigen Behörde falsch angibt oder unterdrückt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Wenn du den Vater nicht an gibst, kannst du auch keinen Unterhalt fordern UND keine Ersatzleistungen beantragen.
Kein Unterhaltsvorschuss
Kein Kindergeldzuschlag
Kein Wohngeld
Kein Alg2

Kannst Du soweit in die Zukunft schauen und eine mögliche Notwendigkeit ausschließen?

Gruß Sol

  • (42) 28.05.19 - 09:38

    Liebe Sol,

    Das was du hier schreibst, ist nur teilweise richtig.

    Ich empfehle der TE zu diesem Thema eine qualifizierte Beratung in Anspruch zu nehmen.

    Wer rechtliche Beratungen erteilt ohne über die Befähigung zum Richteramt zu verfügen, riskiert im übrigen auch ein Bußgeldverfahren.

    VG

(44) 28.05.19 - 12:56

Danke für die Hinweise!
Allerdings habe ich überhaupt nicht vor, ihn nicht anzugeben. Und zwar nicht nur, weil ich natürlich auf Unterhalt angewiesen bin, sondern auch weil ich will, dass er sich wenigstens IRGENDWO zu unserem Kind bekennt.

Kennengelernt vor "etwa 1 Jahr"
Jetzt kommt bereits in 8 Wochen das Kind, du kennst niemanden von seiner Familie, hast nie mit ihm zusammengelebt.

Nach 1-2 Monaten Larifari sprichst du von "tiefem Grundvertrauen" und "wir haben es beide drauf ankommen lassen" #schock.

Meiner Meinung nach ist das ein wackeliges Gerüst, das vor dem leisesten Windhauch zusammenbricht.

Ich vermute (hoffe es für dich aber nicht), dass du in Kürze Ex Nr. 5 mit Kind Nr. 5 sein wirst und es bald eine Nr. 6 gibt.

Wie ER seiner 6jährigen Tochter von 3-4 (oder wieviel noch) weiteren Geschwistern erzählt, sollte nicht deine Sorge sein. Kümmere dich um dich, dein Kind und sorge dafür, dass es Unterhalt vom Erzeuger erhält.

Setz die rosarote Brille ab und werde erwachsen!

Hi Johanna,
Zu den Kindern gibt es ja auch Mütter. Ich weiß nicht, ob die vielleicht nicht wollen das die Kinder von weiteren Kindern ihres Vaters erfahren? Vielleicht will die erste Familie keinen Kontakt mehr zu deinem Partner haben? Vielleicht ist auch kein Kontakt mit dir gewünscht? Ihr solltet da nochmal genau drüber reden.
Du kannst deinem Kind aber ohne weiteres von seinen Geschwistern erzählen. Auf alles andere hast du keinen Einfluss.
Eine Patchworkfamilie zu haben ist schwierig und mit Kompromissen verbunden.
Wenn man schwanger ist, stellt man häufig alles in Frage. Das ist wegen der Hormone normal.
Was willst du denn? Willst du deinen Freund überhaupt noch? Wie könnt ihr euch wieder zusammen raufen? Oder willst du dich endgültig trennen? Dann mach das und kümmere dich um die Dinge die zu regeln sind: Vaterschaftsanerkennung/ Sorgeerklärung/ Unterhalt...
Viel Erfolg und eine schöne Restschwangerschaft wünscht TanteLillifee

(47) 28.05.19 - 08:32

Trenn Dich von ihm.
Gib ihn als Vater an und fordere Unterhalt für Euch beide.
Aber kein geteiltes Sorgerecht.
Informiere alle Mütter der anderen Kinder nach der Geburt.
Und bitte sie den Kindern die Möglichkeit geben sich kennenzulernen. Von Anfang an.

(48) 28.05.19 - 09:46

Hallo,
Ich habe eine Bekannte, die aus ähnlich komplizierten Familienverhältnissen kommt. Ihr Vater war wohl so ähnlich drauf wie der Vater deines Kindes. Als meine Bekannte in der Grundschule war, fand ihre Mutter durch Zufall heraus, dass ihr Partner gerade mit einer anderen Frau noch ein kleines Baby bekommen hatte. Erst in der darauffolgenden Krise stellte sich heraus, dass er auch noch ältere Kinder aus einer Ehe hatte.

Meine Bekannte ist inzwischen eine erfolgreiche Frau mit glücklicher eigener Familie. Sie hat noch Kontakt zu ihrem Vater, hat aber ihre Halbgeschwister alle erst kennengelernt, als sie schon erwachsen war. Und die Verhältnisse zueinander sind eher kompliziert, teilweise sind psychische Probleme und Alkoholabhängigkeit im Spiel.
Der Vater ist sehr wohlhabend. Er hat meiner Bekannten frühzeitig eine große Schenkung ausgestellt da sie als uneheliches Kind sonst wenig Aussicht auf ein "angemessenes "Erbe gehabt hätte.

Das nur um dir zu zeigen, dass du sogesehen kein Einzelfall bist.

An deiner Stelle würde ich jetzt versuchen, alle Gefühle (Wut, Enttäuschung etc) soweit wie möglich auszublenden und mich sachlich um die rechtlichen und finanziellen Dinge zu kümmern.
Stell dich darauf ein, dass die emotionale Beziehung zu deinem Partner vorbei ist und versuche mit ihm auf sachlicher Ebene zu klären, ob und wie ihr in Zukunft rund um euer Kind zusammenarbeiten wollt und könnt. Auch wenn du allen Grund hast, auf ihn wütend zu sein, lass dich davon jetzt nicht leiten, davon hat jetzt keiner etwas. Such dir emotionale Unterstützung bei Freundinnen oder Famile.

Und dann sei deinem Kind einfach erstmal eine liebevolle Mutter. Das ist wichtiger als jede mögliche Beziehung zu Halbgeschwistern.
Ein echtes Geschwisterverhältnis scheint mir bei so vielen beteiligten Müttern und so großen Altersabständen nicht sehr wahrscheinlich. Aber in jedem Fall hätte ein Geschwister-Kennenlernen für dein Kind sicher auch noch 2-3 Jahre Zeit. Am Anfang ist erstmal die Eltern-Kind Beziehung wichtig. Konzentriere dich darauf. Versuche mit dir selbst ins Reine zu kommen und dich auf den kleinen Menschen, der bald bei dir ist, einzulassen.
Wenn du die Möglichkeit hast, zu den anderen Müttern Kontakt aufzunehmen, würde ich wohl einmal eine kurze Info geben, wenn das Baby da ist und anbieten, dass ihr euch jederzeit freut, wen die anderen Kinder ihr neues Halbgeschwisterchen kennenlernen.

Vom Vater des Kindes würde ich keine Vermittlung zwischen Frauen und Kindern erwarten. Sondern erstmal vor allem, dass er seiner (finanziellen) Verantwortung gegenüber eurem gemeinsamen Kind nachkommt. Und dann mal in Ruhe schauen, wie sich die nächsten Monate entwickeln.

Alles Gute

Hallo.

Ich habe nicht den Eindruck, dass du dir da einen ehrlichen, anständigen und zuverlässigen Partner eingehandelt hast.

Zahlt er für die ganzen Kinder Unterhalt?

Ich würde mich schon mal drauf einstellen, demnächst alleinerziehend und alleinverdienend zu sein.

Alles Gute!

Top Diskussionen anzeigen