Meine Mutter mag mich nicht :-(

Liebe Urbia‘s
Ich kann nicht schlafen, da mich etwas sehr belastet. Ich habe mir nun einige Stunden überlegt, ob ich hier einen Eintrag machen soll, da es evtl. schwierig sein könnte es richtig rüber zu bringen. Ich versuche es einmal. Meine Mutter und ich hatten noch nie ein gutes Verhältnis. Sie arbeitete Vollzeit, als meine Schwester und ich klein waren und unser Vater blib bei uns zu Hause. So ergab es sich, dass wir beide völlige Papakinder wurden. Wir hatten eine super schöne Zeit mit ihm am Tag, am Abend wurde es dann oft schwierig, weil unsere Mutter genervt von der Arbeit nach Hause kam und uns nur kritisierte und unfair behandelte. Sie nörgelte an allen drei herum, jedoch traf es mich am meisten. Als ich dann irgendwann auszog, weil das Verhältnis weiterhin schlecht war, bekam es meine Schwester ab. Irgendwann zog sie dann auch aus. Ich heiratete und bekam zwei Kinder. Aber alles war schlecht! Alles wurde kritisiert! Überall mischte sie sich ein! Sie sagte zum Beispiel zu meinem Mann: bist du sicher, dass du diese Frau heiraten willst? Oder: Wolltest du dieses Kind auch oder hat sie es dir untergeschoben? Vor ca. drei Jahren hatte sie das Fass zum Überlaufen gebracht und ich sagte ihr so gehörig meine Meinung zu meiner Kinderheit und allem, dass ich mich nachher wirklich befreit fühlte. Seither geht überhaupt nichts mehr. Jetzt ist sowieso alles schlecht was ich mache. Kurz nach dieser Zeit passierte etwas, was ich mir bis heute nicht richtig erklären kann. Sie krallte sich meine Schwester. Hätschelte und betüdelte sie, gab ihr Geld für Ausbildungen, läd sie regelmässig zum Essen ein, macht mit ihr einen auf „Best Friend“. Es kam bei mir so rüber, als wurde ihr bewusst, dass sie nun eine Tochter verloren hatte und sie sich nun bei der anderen grosse Mühe geben musste, damit diese ihr nicht auch noch abspringt. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist seither auf das Nötigste begrenzt. Ich hätte am liebsten keinen Kontakt, was aber schwierig ist, da unsere Kinder ja ihre Enkelkinder sind und ich ein gutes Verhältnis zu meinem Vater und meiner Schwester habe. Nun ist die Situation so, dass wir in unserem Dorf die Chance haben endlich ein Haus kaufen zu können. Ihr müsst wissen, dass dies hier sehr schwierig ist. Da die Häuser nur unter der Hand weggehen und meist völlig überteuert sind. Nach 5 Jahren erfolgloser Suche, haben wir nun nur durch grosses Glück die Chance ein Haus erwerben zu können. Leider gibt es trotz grossem Eigenkapital Probleme bei der Finanzierung. Es blib mir keine andere Wahl, als meine Mutter um Geld zu bitten. Es ist so, dass meine Mutter einen gut bezahlten Job hat und auch sehr viel geerbt hat. Ihr könnt euch vorstellen, wie unangenehm es für mich war sie um Geld zu bitten. Als sie wirklich die letzte Hoffnung war, habe ich sie dann angefragt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sie mich wieder behandelt hat. Sie beleidigte mich und warf mir vor, was ich schon mein ganzes Leben für eine schlechte Tochter sei, alles was ich mache sei schlecht. Am Anfang habe ich nichts dazu gesagt und dachte mir, dass sie mich doch beleidigen soll, wenn es ihr gut tut. Wenn sie mir nacher das Geld gibt, ist das für mich in Ordnung. Sie kam dann aber so richtig in Fahrt. Genoss es sichtlich, dass ich bei ihr nach Geld fragen musste. Irgendwann intervenierte ich, da ich mir nicht alles gefallen lassen wollte. Wir fingen wie schon so oft an zu streiten und sie sagte dann zum Schluss: weisst du ich habe genug Geld, es täte mir nicht weh es dir zu geben. Aber lieber spende ich die 150‘000.- als sie dir zu geben! Ich war so schockiert!
Ich sagte ihr dann, dass ich das dann wohl so akzeptieren müsse und habe aufgelegt.
Mein Vater ist der liebste Mensch auf Erden. Er würde mir das Geld sofort geben. Kann er aber nicht, wenn sie sich quer stellt. Ich bin nun natürlich zutiefst traurig. Ich erwartete ja nicht, dass sie mir das Geld als Erbvorschuss geben, ein Darlehen, damit ich das Geld als Sicherheit der Bank anzahlen könnte, hätte mir total ausgereicht. Für sie spielt es keine Rolle, ob ihr Geld auf ihrem oder unserem Konto ist, da sie genug hat und schlichtweg nicht braucht. Ich bin so enttäuscht, da sie sich offenbar nicht bewusst ist was das für uns bedeutet (oder es ihr egal ist...?) dass uns eine riesen Chance entgeht, welche wir höchstwahrscheinlich kein zweites Mal bekommen werden. Viel mehr aber weiss ich überhaupt nicht, wie ich mich zukünftig ihr gegenüber verhalten soll. Den Kontakt kann ich nicht abbrechen, wegen den Enkeln. Obwohl ich momentan gerade nichts lieber als das tun würde. Könnt ihr mir helfen? Wie würdet ihr euch gegenüber ihr verhalten? Ich weiss nicht, ob es richtig rüber gekommen ist, aber sie hat uns einen Lebenstraum zerstört. Sorry, dass es so lang wurde. Falls noch was unklar sein sollte, fragt einfach. Ich wäre so froh um Vorschläge von euch. Grüsse euch

Guten morgen!

Ich verstehe bei sowas nie, wieso man davon enttäuscht sein kann. Ja, ihr wolltet ein Haus kaufen. Nein, offenbar könnt ihr es euch nicht leisten.

Sie war keine gute Mutter. Das liegt zurück und mit der Erkenntnis wirst du leben müssen. Du hast ihr die Meinung gegeigt und das musste sie schlucken.

Aber wie kommt man dann auf die Idee, etwas von ihr haben zu wollen? Würden deine kids ohne sie verhungern, ja, dann würde ich fragen, aber für etwas, was ihr euch nicht leisten könnt? Ihr kriegt soviel Kredit bei der Bank, wie ihr zu tilgen schafft. Braucht ihr mehr, solltet ihr das Haus eh nicht nehmen.

Und wenn man den Kontakt zu jemandem abbrechen möchte, dann tut man das. Melde dich einfach nicht mehr und sollte sie anrufen, geh nicht dran. Fertig. Die Kinder sind vorgeschoben, weil DU nicht loslassen kannst. Kein Kind braucht eine garstige oma, die sich nicht zu benehmen weiß.

Du bist erwachsen, auch, wenn du es nicht sein willst. Deine Mutter kannst du nicht ändern, deine Einstellung und deine Art mit ihr umzugehen schon.

Alles gute
Hopsi

Hi, verstehe ich dich richtig : du hast den Kontakt zu ihr abgebrochen und dann trotzdem nach dem Geld gefragt? Und du hast akzeptiert das sie dich noch runter macht?
Sei froh, daß sie das Geld nicht gegeben hat. Du hattest dir auf ewig anhören müssen das ihr das Haus nur ihr zu verdanken habt. Dazu wäre ich zu stolz.
Btw wäre mein Weg ein anderer gewesen.
Es gibt auch Banken die ohne Eigenkapital Kredite vergeben. Dann hätte ich halt mal einen Berater aufgesucht. Der sucht auch das beste raus.
Oder - wenn du wirklich keinen Kontakt willst - hättest du dir den Pflicht teil einklagen können. Geht halt einiges verloren an Geld.

Damit wärst du raus (zumindest bei dem ersten Tip).
Vielleicht findest du ja doch ein, ohne deine Mutter zu fragen ob sie dir Geld gibt. Wie hättest du es dann gemacht, der Kredit wäre zwar günstiger aber das Geld hättest du ja auch zurück zahlen müssen. Oder wolltest du das etwa geschenkt haben?? Das fände ich in der Tat auch irgendwie dreist.

Welchen Pflichteil,die Frau lebt und dies finde ich genau so daneben wie nach Geld fragen in der Situation.

>>>Oder - wenn du wirklich keinen Kontakt willst - hättest du dir den Pflicht teil einklagen können.<<<

Wie soll DAS denn funktionieren?

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Guten Morgen.

Ich verstehe so etwas sehr, weil ich auch gar keine Bindung zu meiner Mutter habe, obwohl ich selbst nach Kontaktabbrüchen ihrerseits immer versucht habe, mich bei unvermeidlichen Treffen freundlich und korrekt zu verhalten. Es geht mir dennoch sehr gut ohne sie.

Dass ein Kontaktabbruch schwer ist wg deines Vaters verstehe ich auch. Würde er euch denn nicht allein besuchen kommen? Was sagt er zu allem? Zu eurer Kindheit, einem möglichen Kontaktabbruch, der Geldsache?

Es ist immer leicht gesagt, dass man selbst nicht um Geld gebeten hätte, wenn man es nicht so bitter nötig hat. Der Immobilienmarkt ist wirklich vielerorts katastrophal geworden. Eure Situation tut mir sehr leid. Ich hoffe, ihr findet doch noch eine Lösung.

Bezüglich deiner Mutter hast du alles gesagt. An deiner Stelle würde ich entweder in aller Konsequenz den Kontakt abbrechen, oder aber sie wie nicht existent behandeln. Bei Zusammentreffen nicht ansehen, ansprechen, reagieren (es sei denn, sie sagt etwas freundliches). Ich finde, gerade die Reaktion nach deinem Ausbruch, dass sie sich scheinbar bei deiner Schwester einschleimte, während sie zu dir noch ekliger wurde, anstatt um Verzeihung zu bitten, zeigt einen sehr ekligen Charakter und keine Reue. Was handeln deine Schwester nach dem scheinbaren Sinneswandel der Mutter gemacht?

LG

"Bitternötig haben" und ein Haus davon kaufen wollen, sind zwei verschiedene Sachen.

Sie hat dich dein Leben lang herablassend behandelt. Sorry, aber nie und nimmer hätte ich sie nach Geld gefragt. Damit bietest du ihr noch mehr Nährboden. Lasst euch lieber von den Banken beraten.
Dein Vater und deine Schwester können dich auch besuchen,wenn du keinen Kontakt zu deiner Mutter willst.

Genau das wollte ich auch schreiben. Ich würde nie jemanden um Geld fragen, der mich offensichtlich nicht mag, auch wenn es die eigene Mutter ist. Da würde ich mich lieber von der Bank beraten lassen, andere Verwandte um Hilfe bitten oder zur Not verzichten und woanders hin ziehen.

Es tut mir alles sehr leid!
Nein Dein Vater war kein guter Vater,der hätte Euch beschützen müssen und selbst heute duckt er lieber.
Finde ich genau so schlimm.
Wer sich kein Haus leisten kann,der braucht auch keines Kaufen ich kann absolut nicht verstehen wie Du nach Geld fragen konntest.
Bist Du Dir nichts wert?
Suche Dir eine gute Therapeutin und arbeite deine Kindheit auf und halte dich an Dein Familienglück!
Alles Gute!

Alles nicht schön gelaufen.
Mich wundert allerdings, dass du sie überhaupt um das Geld gebeten hast (noch dazu telefonisch), dir hätte klar sein müssen, was konmt. Du wolltest ein "Darlehn" von deiner Mutter, warum nimmst du das Darlehn nicht von der Bank? Oder sollte es doch eigentlich geschenkt sein? Sie hat nicht "euren Traum zerstört", finde ich. Es ist einfach, wie bei sehr vielen, finanziell nicht machbar!
Wie du mit ihr - unabhängig von dem nicht-"Leihen" - umgehen sollst....schwierig. ich denke, das kannst du dir nur selber beantworten. Du wirst sie nicht mehr ändern können. Du kannst sie nur nehmen wie sie ist und auf Abstand gehen.
Alles,Gute für dich/euch

Ihr könnt euch offenbar kein Haus leisten. Können viele nicht, ist keine Schande.
Mich wundert es, dass du deine Mutter nach Geld gefragt hast, nach allem was passiert ist. Dafür ist sie gut genug?! Da kann ich ihre Reaktion ehrlich gesagt auch verstehen ...

Dass euer Verhältnis bei der Ausgangslage schlecht ist verstehe ich. Auch, dass man den Kontakt nicht großartig pflegt. Aber sie ist euch nichts schuldig und hat auch nichts zerstört. Der Vorwurf ist ungerecht und ich würde aus Sicht der Mutter nicht anders handeln. Sie sieht sich doch eh bestätigt und dann kommt das Kind doch, denn für Geld ist man gut genug.
Als jemand der Kontakt zu einem Elternteil abgebrochen hat: Das passiert mit allen Konsequenzen und ohne Rosinenpickerei. Ich würde meinen Erzeuger ums verrecken nicht um Geld bitten.

Ja, du bist enttäuscht. Aber sieh es realistisch. Das Haus wird einfach zu teuer für euch sein...und Geld von deiner Mutter ist ebenfalls an Pflichten gebunden und würde dich noch viele Nerven kosten.
Ich habe Geld für ein Haus bekommen, auch ohne Eigenkapital. Vielleicht lässt du dich nochmal beraten.

Wie kann es also weiter gehen?
Brich den Kontakt wirklich und richtig ab. Dein Vater und deine Schwester können dich doch trotzdem sehen? Nur weil du mit deiner Mutter nicht redest ändert sich daran doch nichts. Meine Kinder würde diese Frau definitiv nicht sehen, wer so schlecht über mich denkt kriegt keine Chance meine Kinder negativ zu beeinflussen.

Ich hätte sie nie um 1Ct gebeten, sondern ignoriert.
Und das gewaltig.
Sich wegen Geld so erniedrigen zu lassen?
Sie tut nix als Dich zu verletzen, sie gehört defintiv auf die "mit Dir bin ich fertig-Liste". Und das schon vor dem Hauskaufplan.