Familienvergrößerung Seite: 4

      • (76) 29.05.19 - 20:47

        Ich würde es nicht (hauptsächlich) von finanziellen Erwägungen abhängig machen.
        Andere Themen wären hier für mich ausschlaggebend. Geld kann auch ganz schnell weg sein (Scheidung, Unfall, Arbeitslosigkeit).

        (77) 29.05.19 - 23:14

        So viele schreiben immer materielles wäre nicht wichtig. Alles was man braucht ist Liebe ... aber das ist alles Käse ... die Technik zum Beispiel wird immer wichtiger, immer besser und immer teurer. Da hält man sein Kind nicht ewig fern.
        Mein ältester kommt in die 9. klasse einer Realschule. Ohne guten Computer/Laptop geht da nix ... wenn man 2 Schulpflichtige Kinder hat kommt das ganze auch gern x2.
        Das muss alles bezahlt werden. Solange sie klein sind ist das noch das kleinste Problem. Klein und genügsam sind sie aber die kürzeste Zeit.

        Was ist mit Nachhilfe, Vereine, Sport, Zeltlager, Musikschule, Reiterhof?!
        Ich hab am Wochenende für 2 Kinder im Kino Popcorn gekauft Zack 11€ weg. Und das waren nicht mal die großen Tüten und die Kino Karten waren noch gar nicht dabei.
        Saisonale Kleidung, vor allem Schuhe, Betreuungkosten...

        Du bist der Meinung materielles ist nicht nötig.
        Von Urlauben etc hältst du nichts. Lieber fährst du Rad ...

        Rad Ausflüge sind etwas ganz tolles. Aber eher etwas alltägliches und selbstverständliches für uns.
        Damit kann man ein Wochenende prima füllen aber ganz sicher nicht 6 Wochen Sommerferien. (Ja noch weit weg von Dir aber das kommt auch)
        Du schreibst du willst deinen Kindern einiges bieten ... was genau meinst du damit ?!

        Unterschätz nicht die finanzielle Belastung.
        Zu oft wird es einfach schön gemalt ...

        (78) 30.05.19 - 13:30

        Seid ihr eigentlich Mitglieder einer religiösen Sekte? Zeugen Jehovas feiern auch keinen Geburtstag meines wissens.

        Als Eltern schenkt ihr euch gegenseitig auch nie etwas. Kein Geburtstag, Weihnachten, Hochzeitstag, ihr ladet keine Freunde ein und feiert auch nie groß mit ihnen, ihr geht nicht ins Theater , ins Kino, zum Essen aus oder in die Sauna. Ihr seid keine Mitglieder in Vereinen, betreibt keinen Sport (da man dafür Ausrüstung oder ordentliche Laufschuhe oder ähnliches braucht) und habt keine Hobbys, die Geld kosten, richtig?

        Demnach seid ihr so speziell, dass ihr als Erwachsene schon zu einer Minderheit gehört. Ich kenne solche Leute wie euch nicht in meinem Umfeld. Weder Nachbarn, noch Freunde, Familie oder Kollegen.

        Als Kind wird man ausgegrenzt und ist immer "anders" oder wird schlimmstenfalls gemobbt. ... Der nie mit ins Kino darf, die immer zu anderen Kindern gehen müssen, um mals X-Box zu spielen, der allein abhängt, wenn Freunde im Verein unterwegs sind und ihren Hobbys nachgehen. Der nie im Freizeitpark war und meist anders gekleidet ist als Klassenkameraden, der nie Freunde zum Geburtstag einladen darf und irgendwann auch nicht mehr eingeladen wird, der nicht mit Freunden in die Pizzeria gehen kann oder in die Eisdiele. Bei Mädchen ist das noch ausgeprägter und der Konkurrenzkampf um die äußere Erscheinung noch viel schlimmer. Und die sind viel grausamer, wenn jemand anders ist, unmodern gekleidet o.ä.

        • Habe genug Hobbys die Kosten aber an sich nichts. Ich gehe nicht gern ins Kino Theater sonst was. Baden am See ist umsonst.rad fahren. Und wenn wir freuen treffen picknicken wir ...also da sehe ich null probleme

          Ihr seid alle so wahnsinnig materialistisch

              • Und Du glaubst, dass Kinder immer automatisch das gut finden, was ihre Eltern ihnen vorleben? Das klappt vielleicht, wenn Du die Kinder in einer Sekte aufziehst, in der alle so ticken, wie Du, und wenn Du den Kontakt zur Außenwelt unterbindest.

          Es geht hier aber nicht um Deine Hobbys. Deine Kinder werden irgendwann in ein Alter kommen, in dem sie nicht mehr mit den Eltern an den See fahren wollen. Sie möchten dann mit ihren Freunden im Verein Fußball spielen, reiten oder tanzen lernen, im Schwimmverein mitmachen, turnen, Tennis spielen, vielleicht ist eins Deiner Kinder künstlerisch begabt oder würde gerne ein Instrument spielen... etc. etc.

          Klar, das kostet Geld. Manche Hobbys sind sogar richtig teuer, da noch jede Menge Equipment dazu kommt. Das willst Du dann alles verbieten, weil Du es zu materialistisch findest?

    Hey,

    Kleidung auftragen ist eine bestimmte Zeit machbar, sofern die Jahreszeit auch passt. Und der Wachstum... Ich werde neuerdings gefragt, ob ich Zwillinge habe. Damit sind nicht mehr meine Söhne (12 Monate Abstand) gemeint, sondern meine Mädels, die 2,5 und 4,5 Jahre alt sind. Die Kleine ist schon so groß, die zwei tragen überwiegend die gleiche Größe (fast gleich groß). Da wirds mit auftragen schwieriger und man muss doch mehr zukaufen.

    Oder erst Junge, dann Mädchen... Auch da ist (vom Typ abhängig!) die Zeit ggf. begrenzt, meine 4,5-jährige würde auf keinen Fall die Jungsklamotten anziehen. Sie findet schon die schwarzen Matschhosen doof. Und ich habe ihre Kleidungsvorliebe nicht vorgelebt... Theoretisch hätten wir also reichlich Kleidung in allen Größen, aber es wird nicht angezogen, weil es Jungssachen sind. Und erzwingen werde ich das nicht, ganz sicher nicht. Sie schaut gerne mal die Sachen der Jungs an und wenn ihr ein Pulli oder T-Shirt gefällt, wandert es in ihren Schrank, aber das ist an einer Hand abzählbar.

    Kann so kommen, muss natürlich nicht.

    Und dann kommt halt das Alter, in dem es heißt "ich mag das nicht mehr von XYZ anziehen". Das sollte dann auch ok sein und nicht Pflicht sein. Eigene Geschmäcker, eigene Vorlieben, eine Wünsche und auch mal selbst was Neues wollen. Das ist alles völlig in Ordnung, es sind ja eigenständige kleine Persönlichkeiten.

    Schuhe können gut ins Geld gehen, so auch weitere Anschaffungen. Hier sollte man nicht die Großeltern einplanen, das kann auch ganz schnell mal anders aussehen. Solange sie es machen, gerne, aber man weiß halt nie, was kommt. Hättest du mir vor 8-9 Jahren, als unser Erstgeborener 2 Jahre alt war, erzählt, dass wir eines Tages keinen Kontakt mehr haben werden, dann hätte ich gelacht. Aber genau so ist es. Es gibt die Großeltern nur noch auf dem Papier.

    Geburtstagsgeschenke werden im Laufe der Zeit teurer. Für die Kleinen fallen sie auch noch durchaus günstiger aus. Aber dann kommt Lego, Playmobil & Co. mit ins Spiel. Möchte man das den Kindern verwehren, weil man auch sparsam aufgewachsen ist? Man muss ja nicht Massen schenken (machen wir auch nicht), aber auch ein einfaches Set kostet da schnell paar Euro mehr (geh mal spaßeshalber durch den Laden und schau, was man da noch für 20 Euro bekommt). Ich gebe zu, dass ich die leuchtenden Kinderaugen am Geburtstag nicht missen möchte, wenn sie morgens an den Tisch kommen und dort ihre Geschenke sehen. Da müssen nun wirklich keine 10 Geschenke liegen, aber gar nichts? Sie tauschen sich auch mit anderen Kindern aus und das kann ganz schnell ein Stich ins Herz sein, wenn sie rausfinden, wie es bei anderen aussieht.

    Ich wurde sehr sparsam erzogen, auch was materielles angeht (naja, bei Kleidung war man dann nicht sparsam, das war schon übertrieben teuer, dafür gabs dann kein Spielzeug, da Kleidung wichtiger ist). Man muss nicht Massen schenken, aber es ist traurig, wenn man so gut wie gar nichts bekommt. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Und es lag nicht am Geld. Sparsam leben verteufel ich nicht, solange man sich bzw. vor allem den Kindern auch mal was gönnt (Kino, Eis an der Eisdiele, was auch immer - kleine Dinge, die einfach auch Geld kosten, aber auch ein Kinderherz mal höher schlagen lassen). Aber ich kann dir sagen, dass ich das, was mir vorgelebt habe, in dem Ausmaß verabscheue und mich auch durchaus mehrere Punkte traurig machen. Das nur mal am Rande zum "vorleben".

    Wenn dann auch noch die Schule ins Spiel kommt... Die Anschaffungen sind ordentlich und da ist nichts mehr mit auftragen, vom Geschwisterkind übernehmen,... Angefangen mit der Grundausstattung, dann kommt jedes Schuljahr eine Materialliste. Was die Bücher und Arbeitshefte alleine kosten, dann ggf. noch spezielle Stifte, Tuschkästen und hast du nicht gesehen. Dann kommst du mit gefühlt 4 Pinseln und anderen Größen (nicht in den üblichn Sets enthalten), paar bestimmten Bleistiften aus dem Laden und bist fast 30 Euro ärmer. So in etwa... Und da hast du nur den allerkleinsten Teil der Liste in der Hand.

    Mehrere Kinder sind toll, aber Geburtstag, Ausflüge oder mal ein kleiner Urlaub sollten auch drin sein. ICH bräuchte auch keinen Urlaub außerhalb, aber meine Kinder finden das schon mal schön, und das ist ihr ganz eigener Wunsch, der ihnen nicht vorgelebt wird. Es muss kein Luxusurlaub sein. Ein kleines Ferienhäuschen kann schon viel Freude bereiten. Geburtstage muss man natürlich nicht immer im XXL-Format ausrichten, auch Geburtstage für kleines Geld machen Spaß. Aber wenn alle ständig was weiß ich für Feiern ausrichten, kommt beim Kind vielleicht auch mal der Wunsch, was anderes zu machen... ;-) Sie sehen eben auch viel bei den anderen- egal was man selbst vorlebt.

    Inzwischen haben die Kinder schon recht früh Tablet & Co. Man muss nicht überall mithalten, aber komplett von allem ausgrenzen kann ganz schön nach hinten losgehen. Sollen die Kinder am Ende die Leidtragenden sein, weil man ihnen etwas anderes vorleben will und von diesem Weg auf keinen Fall abweichen möchte?

    Also Fazit: abgesehen von der Erstausstattung (die man beim zweiten dann ja in der Regel schon hat) kann man am Anfang noch recht günstig mit einem Baby oder auch Baby und Kleinkind durchs Land ziehen. Aber sie werden doch recht schnell teurer. Es ist eher die erste Zeit, die noch sehr günstig ist.

    Ach so, und dann kommen noch die möglichen Arzt- und Therapiekosten. Je nach Art, Umfang und Krankenkasse bleibt man evtl. auch da auf Kosten sitzen. Wenn mal eben hier oder da ein Anteil von 500 oder mehr Euro nicht erstattet und damit selbst getragen werden muss oder man auf 10 Sitzungen Ergotherapie eine Eigenbeteiligung von etwa 300 Euro hat, dann ist das auch nettes Geld, was "einfach so" weg ist. Sprachheilkindergarten war hier auch Thema, für gesetzlich Versicherte werden die Kosten übernommen, bei der privaten Krankenkasse schauts schon anders aus, da hatten wir monatliche Kosten von 150-400 Euro. Tja und das, obwohl das letzte KiGa-Jahr zu dem Zeitpunkt kostenfrei gewesen wäre. Den "Luxus" hatten wir also nicht (aber das war es auch wert).

    Um die eigentliche Frage zu beantworten: Wir haben bei der Familienplanung die Finanzen und den Platz berücksichtigt. Und natürlich unsere Nerven. ;-) Aber ich sag dir auch ehrlich, dass ich doch schon so manches Mal geschluckt habe, eben weil ich das Ausmaß so nicht erwartet hätte.

    Überlegt euch das gut. Und versuche den Gedanken, dass du auch so aufgewachsen bist und so auch empfindest, etwas beiseite zu legen, denn du bist du, deine Kinder werden eigenständige Menschen sein, die eigene Wünsche, Ideen und Vorlieben entwickeln. Natürlich bist du im gewissen Maße ihr Vorbild, aber sie werden nicht zwangsläufig deinen Lebensstil übernehmen. Schau, dass du offen für anderes bist. Das hat nichts damit zu tun, dass man materiell denkt oder was auch immer. Es ist schlichtweg eine Tatsache, dass nur das vorleben alleine nicht ausreicht.

    Und ich bin nicht strikt gegen ein zweites Kind, nur die Gedankengänge sollten etwas überdacht werden.

    LG erdbeerchen

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