Wie ist bei euch so die Aufgabenverteilung?

    • (1) 29.05.19 - 17:42
      AliasZweifachmami

      Hallo ihr lieben

      Ich würde gerne mal wissen wie die Aufgaben/Rollenverteilung bei euch so aussieht ? Und wie bei euch ein typischer Tag so abläuft?

      Ich bin im Moment irgendwie so unzufrieden. Weiss aber auch nicht genau wieso. Es kommt wohl viel zusammen. Wir haben zwei Mädels im Alter von 3 Jahren und 8 Monaten. Ich bin bis September in Elternzeit und arbeite dann Halbtags. Mein Mann vollzeit und ist selbstständig mit einem Kleingewerbe (techniker für waschmaschinen/trockner und spülmaschinen) Er arbeitet echt hart und viel damit wir uns auch viel leisten können. Und dennoch fühle ich mich sehr allein gelassen was die Kindererziehung angeht. Er arbeitet von 6 bis 15.30 (wir sind kollegen) und hat dann eig jeden Tag noch Reperatur termine. Er ist selten vor 18 uhr zuhause und um 19 uhr gehen die kinder ins bett. Ich sehe zu das alles fertig ist. Er muss im Haushalt nix tun (auch nicht wenn ich arbeiten gehe), er muss nicht einkaufen oder kochen, die kinder sind bettfertig. Wir essen dann immer und er geht mit der grossen zähne putzen während ich der kleinen die nachtpülli gebe und sie hinlege. Dann bringen wir die grosse ins bett. Das ist dann schon zuviel für ihn. Das macht mich immer sehr traurig. Mittlerweile haben wir die Absprache das donnerstags keine reperatur termine stattfinden und mädelszeit ist aber wenn er dann eben mal um 16 uhr da ist beschäftigt er sich eher halbherzig mit der grossen maus. Sie bekommt gerade logopädie (ist sprachlich etwas zurück durch eine ohren op) und auch da zeigt er wenig interesse. Sei es ihr zu helfen oder wie die logo war und was wir als Eltern tun können. Es kommen immer sprüche das er mit seinem 12 stunden tag genug tut und alles andere meine aufgabe ist.ich sei auch in elternzeit und habe keinen stress etc. So sprüche machen mich auch immer sauer und ich sage ihm auch immer das er auch papa ist

      • Hallo,

        Mein Mann arbeitet auch bis 17/18 Uhr und macht trotzdem alles mit. Haushalt, nachts Aufstehen, Kochen, Einkaufen etc.
        Ich kann solche Männer wie deinen null verstehen und auch nicht das man sich das als Frau gefallen lässt.
        Vor allem der Satz „ wenn ich wieder arbeite, muss er auch nichts machen“.
        Sowas ist mir echt ein Rätsel.
        Kinder betreuen ist auch Arbeit!

        Lg

        Was du beschreibst, beobachte ich oft. Die Männer scheinen nicht zu sehen, was sie haben und daher nicht zu wissen, was sie verpassen.

        Du weißt nicht was dich stört? Du beschreibst es hier doch!
        Wir haben 4 Kinder mit Wunsch nach einem weiteren. Ich bin Vollzeit daheim, arbeite nur wenige Stunden flexibel vom Home Office. Mein Mann arbeitet bei einem internationalen Unternehmen und muss viel ins Ausland. Wir lebten auch schon im Ausland, er war schon über längere Zeit alleine im Ausland, normale regelmäßige Dienstreisen,... Als wir uns kennenlernten, war er frisch bei seinem AG und wusste was auf ihn zu kommt.
        Vorstellung und Realität ist natürlich immer etwas unterschiedlich. Wir haben uns aber, als es ernst wurde, genau darüber unterhalten, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen, wie wir uns unsere Elternrolle vorstellen,..Da waren wir uns sehr einig. Genau DAS ist doch auch wichtig. Für andere Familie würde es so nicht passen und das ist völlig ok so.
        Du bist unglücklich also muss sich etwas ändern. Hör auf ihm alles auf dem goldenen Teller zu servieren. Er arbeitet viel und anzufangen aufzurechnen, wäre für mich Quatsch. Das ist auch nicht meine Vorstellung von fairer Aufteilung. Aber ihr habt einen gemeinsamen Haushalt, in dem er sich neben der Arbeit auch bewegt, und vor allem, ihr habt - bewusst???- 2 gemeinsame Kinder.

        Alles Gute!

      • Wie ist es denn an den Wochenenden? Nach 12 Stunden im Handwerk bzw Kundendienst ist man schon ausgelaugt. Da noch Energie für die Kids zu haben stelle ich mir schwer vor.
        Vielleicht kann er Stunden reduzieren wenn du wieder arbeiten gehst? Auf Dauer werdet ihr vier so nicht glücklich :-/

        LG
        Muriel 🐇

        (6) 29.05.19 - 18:30

        Wir haben ein Kind (2Jahre).

        Morgens mache ich mich fertig für die Arbeit (9-17 Uhr) und das Kind für die Krippe. Mein Mann hilft manchmal beim Anziehen und Aufpassen bis ich fertig bin.
        Um 8:15 Uhr fahre ich mit Kind los und wir kommen wieder zusammen um 17:45 Uhr heim.

        Mein Mann arbeitet tagsüber vom Home Office (komplettes Arbeitszimmer) bis wir wieder zuhause sind oder ist auf mehrtägigen Dienstreisen im Ausland.

        An regelmäßigen Aufgaben hat er nur:

        - wöchentlichen Groß-Einkauf machen gemäß Liste (öfters gemeinsam mit mir)
        - Frisches Brot kaufen bzw Kleinigkeiten, die seit Wocheneinkauf fehlen besorgen
        - Müll wegbringen (Tonnen sind hinter unserem Einfamilienhaus bzw. Garage),
        - die Mülltonnen vor die Garage zwecks Müllabfuhr hinstellen (14tägig)
        - 10m x 10m Rasen mähen (14tägig)

        Alles andere ist im Wesentlichen meine Aufgabe, wobei er sich bei einzelnen Aufgaben auch schon mal beteiligt (zB gelegentlich mal Spülmaschine ein- oder ausräumt, selten mal eine Kleinigkeit kocht).

        Grundreinigung 1 mal wöchentlich macht Putzfrau.

        Kind wird von dem beaufsichtigt, der gerade kann.
        Wobei ich beides gleichzeitig kann, Haushalt und Kind beaufsichtigen. 😉

        Unterstützung von der Familie haben wir leider gar keine.

      • Mein Mann arbeitet im Schichtdienst, da ist jeder Tag anders. Wir arbeiten beide voll. Wenn er spät arbeitet, sieht er die Kinder kaum, macht dann ändert den gesamten Haushalt und ich muss Essen nur waren machen, wenn wir nach Hause kommen.
        Vor nicht allzu langer Zeit hatte er einen anderen Job und war da von 6:30 bis 18 Uhr unterwegs. Ich hab da natürlich morgens die Kinder fertig gemacht, war dann arbeiten, hab die Kinder geholt, sie betreut und Essen gemacht. Danach hat er die Kinder ins Bett gebracht und den Abwasch gemacht, weil ich abends immer noch ein wenig arbeiten muss.

        12 Std arbeiten am Tag finde ich echt viel. Da würde ich nicht erwarten, dass sich mein Mann auch noch um Haushalt und Kinder kümmert während die Frau den ganzen Tag zu Hause ist. Das ist die klassische Arbeitsteilung. Der Mann verdient das Geld und die Frau kümmert sich um Kinder und Haushalt. Dieses Lebensmodell hast du wahrscheinlich freiwillig gewählt..

        Ich kann schon verstehen, dass dein Mann ziemlich fertig ist, wenn er nach 12h Arbeit nach Hause kommt. Was ich nicht verstehen kann, ist, dass er nicht selbst den Wunsch hat, Zeit mit den Kindern zu verbringen. Sieht er sich denn nur als Erzeuger der Kinder und Ernährer der Familie? Man bekommt doch Kinder, weil man Zeit mit ihnen verbringen möchte und sie als Teil seines Lebens will. Nicht, um sie einfach nur zu ernähren. Er kommt ja nur auf maximal eine Stunde Kinderzeit am Tag, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.
        Wie sieht es denn am Wochenende aus? Erwartet er da auch, dass du den Haushalt erledigst und dich um die Kinder kümmerst?

        • (10) 29.05.19 - 19:48

          Ja in der woche ist es oft (bis auf Donnerstags) eine stunde. Manchmal ist er auch etwas eher da kommt eben auf die Reparatur drauf an. Ich habe keinerlei problem Haushalt und Einkauf, Termine und Kinder alleine zu managen wenn er arbeitet
          Wie gesagt ich verstehe das er kaputt ist und er müsste nicht 2 Jobs machen. Das tut er damit wir halt einen gewissen Luxus leben können. Was mich stört sind Aussagen wie "du leistet ja nix. Das bisschen Haushalt und einkaufen". Oder das dessinteresse an wichtigen Dingen wie der Logopädie. Immer muss ich es von mir sagen. Er fragt nie einfach mal nach oder erkennt es an was ich alleine manage/leiste. Ich sage dann auch immer das ich bald wieder arbeite. "Ja ja halbtags. Deine 6 stunden da.was ist das schon". Ja aber wieso arbeite ich nur 6 stunden?! Um mich um unsere kinder kümmern zu können!!! Auch dann werde ich einkauf, haushalt und termine alleine machen. Und das ist ok.es geht eben nur um die art wie er mich behandelt bzw das er auch meine sachen anerkennt.

          • Also mein Mann hat Schichtdienst und arbeitet 7 Tage und hat dann dann 2 Tage frei und alle 21 Tage 1 Wochende. Aber an den Tagen wo er um 14 Uhr Zuhause legt er sich meistens noch was hin das wird dann auch gerne Mal 17 Uhr. Oder wenn er um 6 von der Arbeit kommt bis um 14 Uhr. Am Haushalt beteiligt er sich auch nicht sooo viel aber er macht Kleinigkeiten wie Spülmaschine ausräumen, Wäsche ist zb auch seine Aufgabe ab und zu muss ich da helfen aber ansonsten hält er sich da schon dran.
            Putzen würde er auch, aber er macht es hat nicht so wie ich 😂. Kochen tut er ab und zu wenn er Lust hat. Ich bin schwanger und wir haben lange vorher geredet, wie wir uns das gemeinsam vorstellen und das wir uns definitiv beide drum kümmern. Ich arbeite von Zuhause bei freier Zeiteinteilung also arbeite quasi meistens so wie er seine Schicht hat damit wir auch Freizeit zusammen haben.
            Aber bei deinem Mann sieht es ja nunmal etwas anders aus 12 Std am Tag ist man wirklich geschlaucht auch handwerkliches ist ja nicht ohne. Aber fragen ob die Logo war bei Kind wurde mein Partner immer egal wieviel er arbeitet...nur das loben, anerkennen glaube nehmen viele zu ernst. Oftmals will die Frau gelobt werden oder anerkannt werden was sie so tut , tut es aber meistens beim Partner selber nicht...
            Lösungen gibt es bestimmt immer indem er VL noch einen Tag weniger arbeitet oder evtl jemanden einstellt? Kann ja auch jemand auf 450 Euro Basis oder sein. Paarzeit ist wichtig würde da auch ungerne drauf verzichten wollen.

      (12) 29.05.19 - 19:46

      Hallo
      Wir haben zwar keine Kinder aber mein Arbeitet am Bau. Zurzeit arbeitet er 12-14 Stunden täglich die letzten Wochen kam er immer auf 65-70 Stunden auch samstags muss er hin und wieder.

      Und er hilft mir im Haushalt usw. Gestern haben wir zusammen Abends 1 1/2 Stunden das Haus durchgeputzt. Er füttert auch morgens die Katzen und macht ihre Klos.

      Also ich denke das ist eine Charakter Sache bei deinem Mann.

      Das Problem bei euch ist nur nachrangig die aufgabenverteilung. Das Problem ist hauptsächlich das Desinteresse deines Mannes und wie sich das ändern lässt-puh! Ich bin auch in elternzeit und werde ab Herbst wieder in Teilzeit arbeiten, auch wir haben 2 Kinder, auch mein Mann arbeitet Vollzeit und hat einen stressigen Job. Dennnoch nimmt er sich Zeit für die Kinder, weil es ihm wichtig ist. Klar ist es ihm auch mal zuviel, aber er trägt seinen Teil bei. Die große bringt er immer ins Bett (inklusive vorlesen, bettfertig machen), mit beiden beschäftigt er sich, unternimmt auch mal was alleine. Er geht zu den Elternabenden im Kindergarten, nimmt kindlranktage, ist über alles im bilde-weil er es will! Schöne Grüße an deinen Partner- es geht auch anders!

      • (14) 29.05.19 - 20:11

        Kindkrank kann er nicht nehmen da er schon auf der arbeit ist wenn die kinder wach werden und ich dann eben feststelle das eines eventuell krank ist. Somit bleibe ich dann daheim.desweiteren ist es so das wir denselben arbeitgeber haben und ich die kindkrank tage meines mannes bekommen habe weil ich mehr Vertretungen habe und nur halbtags arbeite.das ist auch alles okay so. Ich bin auch lieber bei meiner kranken maus als auf Arbeit mich nicht konzentrieren zu können. Mich nervt eben nur das er meint er leistet mehr oder was er tut ist wichtiger/stressiger. Er sieht auch in der elternzeit nicht das bei mir auch genug geld fließt (miete, strom, internet/festnetz, Versicherungen, ein paar einkäufe, taschengeld kinder.....)wenn ich ihn daran erinnere heisst es" ja geld fürs nix tun"
        Wenn ich aber sage das ich dafür elterngeld bekomme um unser baby zu versorgen spielt er das alles wieder runter. Ja sie ist sehr pflegeleicht.weint nur wenn sie hunger hat ind schläft seit sie 3 wochen alt war durch. Trotzdem leiste ich auch etwas.

        • (15) 29.05.19 - 20:14

          Naja, Kinder sind ja auch mal mehrere Tage krank. Wir teilen uns die Tage auf. Ich finde es wichtig, dass der Papa auch Zeit mit dem (kranken) Kind verbringt und Verantwortung übernimmt und mein Mann sieht es genauso. Hätte dein Mann mehr Zeit mit den Kindern alleine, wüsste er vielleicht was es bedeutet und hätte mehr Respekt!

          (16) 30.05.19 - 05:46

          Hi,

          da würde ich aber mal sehr ernsthaft mit meinem Mann sprechen. Fahr doch mal für ein paar Tage weg und lass ihn mit dem Kind allein. Wenn ihr mehrere Kinder habt, umso besser. Und vielleicht noch ne genaue Liste machen, was täglich zu erledigen ist.
          Ganz ehrlich, Geld für's nixtun - Wahnsinn. Finde das unglaublich und du tust mir echt leid.

          Als ich noch in Elternzeit war hab ich den Haushalt, Einkäufe etc. alles zu 100% übernommen. Je mehr ich wieder arbeiten gegangen bin haben wir so nach und nach unser Modell gefunden. War nicht immer einfach. Prinzipiell war es mir ganz egal, was er übernimmt an Tätigkeiten. Er hat sich für die Wäsche entschieden, was eine große Hilfe ist. Klar schmeiße ich des öfteren dennoch ne Waschmaschine und verräume überwiegend alles in den Schränken. Großeinkauf macht auch er einmal die Woche. Das ist für uns gut so und er hat sich diese Dinge ausgesucht, da putzen nicht so seins ist und es mir tatsächlich auch zu oberflächlich wäre, von daher passt das mir gut.

          LG

          Isabel

    Meinem Mann tut jede Stunde, die er mit dem Kleinen am Tag weniger hat, in der Seele weh. Wenn er da ist und der Kleine noch wach, dann liegt seine Aufmerksamkeit ganz bei dem Kleinen.

    Das ist eben eine Einstellungssache und so wie es sich anhört ist dein Mann da anders eingestellt.

    Warum macht dein Mann den Nebenjob? Seid ihr auf das Geld so dringend angewiesen? Ist euch Materielles so wichtig? Warum so viel Zeit für Arbeit opfern und sich später Vorwürfe machen, dass die schönste Zeit mit Kindern schon vorbei ist? War es damals auch sein Kinderwunsch oder eher deiner? Ist er jemand, der mit etwas älteren Menschen einfach mehr anfangen kann? Seid ihr als Familie ansonsten zufrieden oder flieht er vor dem Familienleben?
    (Sollen nur Denkanregungen sein).

    Die Aufgabenteilung sehe ich bei euch ans ich auch nicht als Problem...

    LG

    • (18) 29.05.19 - 20:42

      Wir wollten beide zwei Kinder und er hoffte auf zwei mädels die er behüten und beschützen kann. Er ist ein Mädelspapa durch und durch. Er weinte sogar als wir erfuhren das es auch beides mädels wurden. Am Anfang war er auch anders obwohl er schon soo viel arbeitete. Er hatte alles alleine renoviert und sämtliche möbel alleine aufgebaut (hatten uns komplett neu eingerichtet). Er machte den mädels richtig schöne zimmer ohne zu jammern das er aoo viel macht oder kaputt ist. Er spielte viel mit der grossen damals. Jetzt ist er immer öfters genervt. Er hat immer weniger geduld mit den kindern. Weint die kleine mal stöhnt er das ihm das schrille schreien in den ohren weh tut. Dann sage ich immer "hallo sie ist 8 monate". Dann kommt "ja ich habe nun mal empfindliche ohren bekommen". Er meckert das ihm sein fuss weh tut aber zum arzt will er auch nicht. Hält nicht viel von ärzten zumindest wenn es um seine eigene Gesundheit geht. Ich habe ihn gefragt wieso er so geworden ist. Er weiss es nicht. Ich weiss auch nicht was ich noch tun soll. Er müsste die selbstständigkeit nicht machen. Wir hätten auch so genug geld zum leben..zwar müsste man dann länger für extras sparen als so und könnte auch nicht allzu viel sparen aber es würde gut gehen. Eihm macht die selbstständigkeit aber spass. Es ist wie ein hobby und er soll es auch tun können. Wie gesagt donnerstags und am wochenende ist nix und auch so würde er wenn ich ihn brauche mal keine termine machen aber verstehe das wenige interesse nicht. Am stress kann es nicht liegen damals hat er wie gesagt mit Renovierung und allem drum und dran noch mehr zu tun

      • Irgendwo drückt der Schuh... das ist Fakt.
        Ich denke er ist trotzdem arbeitstechnisch überlastet, sodass er schneller gereizt und weniger motiviert ist.
        Eure Töchter können nichts dafür... und eine Beziehung wird nicht durch das Aufbauen von Möbeln begonnen und aufrechterhalten - nein, von dem gemeinsamen Verbringen von Zeit und das, weil man es gerne tut.

        Dein Mann bzw ihr solltet euch dringend zusammensetzen und mal schauen, was der wahre Grund ist für sein Verhalten.

        LG

    Ich kann deinen Beitrag absolut unterschreiben. Sehr gut.

Unser Tag sieht so aus:

Spätestens um 7h müssen alle aus'm Bett.
Der Große räumt sein Zimmer auf, mein Mann oder ich richten das Frühstück, der andere wickelt die Kleine.
Um 8h kommt die Zugehfrau 3x die Woche
Der Große macht Hausaufgaben, einer hilft, einer beschäftigt die Kleine
Wir arbeiten beide im Homeoffice
Um 11h macht einer das Mittagessen, der andere kümmert sich um die Kinder
Um 12 wird gegessen, mein Mann arbeitet dann wieder. Um 13h bringe ich den Großen zur Schule und kaufe evtl noch was ein, dann lege ich die Kleine hin und arbeite bis 16:15, dann koche ich das Abendessen, hole den Großen um 17h von der Schule. Wir essen gemeinsam, danach ist Familienzeit bis 19:30/20h. Ich bringe die Kleine ins Bett und mein Mann spült und kümmert sich um den Großen, meist kuscheln sie noch in seinem Zimmer und um spätestens 21:30h schläft er ein.

Bei uns werden fast alle Aufgaben aufgeteilt, auch wenn mein Mann Vollzeit arbeitet und ich Teilzeit.
Seine feste Aufgabe ist Rasenmähen, ich wasche die Wäsche (aufhängen macht der, der gerade in der Nähe ist).

Was ich bei Euch schade finde, ist dass dein Mann so desinteressiert ist. Jede Familie verteilt den Haushalt/Kinderbetreuung anders, da gibt's kein Patentrezept. Aber dass man einander liebevoll begegnet, dass sollte doch überall so sein.

Bei uns sind die Rahmenbedingungen genau so wie bei euch: Zwei kleine Kinder, mein Mann selbstständig und ich in Elternzeit.
Ich mache auch das Meiste alleine: kompletter Haushalt, Einkaufen, sämtliche Termine, Geburtstags- Familien- und Feiererledigungen, Kindergartentermine, Erziehung und Bespaßung der Kinder... Mein Mann arbeitet von 9-19/20 Uhr. Jede Woche hat er ca. 1-2 Abendtermine. Da kommt er dann gegen 22-24 Uhr Heim, je nach Dauer und Fahrtweg. Wir haben fast keine Unterstützung (meine Mutter kommt alle 2 Wochen für ein paar Stunden),so dass ich mich manchmal überfordert fühle und es ungerecht finde, dass wir so wenig Familienleben haben. Mein Mann hat sich im Geburtstagsjahr unseres 1. Kindes selbstständig gemacht. Damals dachte ich noch, soll er doch machen, wenn es ihn glücklich macht. Ich war naiv und wusste nichts von dem zeitlichen Ausmaß, bzw. wusste ich nicht, wie anstrengend das in Einklang mit Kindern zu bringen sein wird. Man hat ja auch keine Ahnung, wie anstrengend Kinder generell sein können und wie sehr man einen Partner eigentlich bräuchte, um diese groß zu ziehen (geschweige denn von einem „ganzen Dorf“..., schön wärs...). Trotzdem leistet mein Mann viel und ist alles andere als faul. Neben seinem krassen Arbeitspensum, fährt er die Große jeden Tag in den Kindergarten und steht meistens mit dem Kleinen in der früh auf, so dass ich noch eine halbe bis Stunde schlafen kann. Falls er Abends mal tatsächlich noch die Kinder sieht, liest er auch noch was vor oder hilft beim Zähneputzen oder Umziehen mit. Ich weiß, dass das viel ist und trotzdem bin ich oft unzufrieden. Ja wir haben Geld und es fehlt uns an nichts. Trotzdem hasse ich seine Arbeit manchmal und bin sauer, wenn er es wieder nicht schafft annähernd pünktlich zu Hause zu sein. Und manchmal kann ich meine Frustration darüber auch nicht verbergen. Oft bin ich neidisch über Familien, die immer gemeinsam miteinander zu Abend essen oder über Väter, die mit ihren Kindern am Wochenende alleine auf dem Spielplatz sind, damit sich die Frau mal eine Auszeit gönnen kann und mein Mann zu Hause Nebenkostenabrechnungen, Steuern und den Briefverkehr erledigt oder Arbeitsemails beantwortet und wieder keine Zeit für uns hat. Ja es ist oft hart obwohl wir eigentlich ein tolles Leben und wunderbare Kinder haben. Vielleicht bin ich undankbar oder ich jammere zu viel. Ich weiß es nicht. Ich wünsche mir einfach, das gemeinsame Projekt „Familie“ würde wirklich gemeinsam gelebt werden.

  • Ach ja und mich stört es auch, dass mein Mann die wenige Zeit mit den Kindern oftmals unproduktiv verbringt. Sei es am Handy daddeln oder etwas lesen. Ausflüge gehen mit ihm zum Autowaschen oder zu seinen Eltern, wo er die Kinder auch eher abgibt, als mit ihnen Zeit zu verbringen. Klar liest er mal vor oder geht mit den Kindern (und seinem Handy) raus. Da muss man ihn dann aber darum bitten. Es fehlt die Eigeninitiative obwohl er seine Kinder über alles liebt (lustigerweise).

(24) 29.05.19 - 20:51

Mein Mann arbeitet bis 16 Uhr. Hat dann einen hat einen oft 11 bis 12 Stunden Arbeitstag hinter sich.
Ich mache so gut wie alles im Haushalt, weil ich den Abend mit ihm und den Kinder geniessen möchte.
Wir kaufen immer zusammen ein. Ich koche 2x täglich frisch. Am Wochenende kochen wir zusammen, gehen essen oder bestellen.
Am wochenende macht er auch oft viel im Haushalt. Gerade jetzt in der Schwangerschaft. Wir haben 4 Kinder zuhause, 8j 6j 16 Monate und 3 Monate. Die Kleinen bringen wir immer gemeinsam ins Bett.

(25) 29.05.19 - 21:20

Wir haben einen 4 jährigen Sohn. Mein Mann arbeitet 40, ich 25 Stunden. Unser Tagesablauf sieht so aus:
Ca 5:30 weckt unser Sohn meinen Mann. Die beiden stehen auf und frühstücken. Mein Mann macht das Kindergartenfrühstück für unseren Sohn fertig.
6:30 bringt mein Mann mir unseren Sohn und einen Kaffee ans Bett. Ich trinke im Bett Kaffee, kuschel und spiele mit unserem Sohn, gucke mit ihm Bücher an etc während mein Mann Zeitung liest.
7:15 geht mein Mann Duschen, Zähneputzen, Anziehen, während ich unseren Sohn dabei begleite, sich für den Kindergarten fertigzumachen. Wenn mein Mann aus dem Bad raus ist, springe ich schnell unter die Dusche, gehe Zähne putzen, ziehe mich an.
Ca. 7:50 verlassen mein Mann und unser Sohn das Haus.
Bis 8:30 mache ich den Haushalt, dann fahre ich zur Arbeit. Ich arbeite bis 14 Uhr, fahre dann meist direkt nach Hause. Manchmal kaufe ich noch schnell eine Kleinigkeit ein.
Ca 14:45/15:00 hole ich unseren Sohn vom Kindergarten ab und wir verbringen den Nachmittag gemeinsam.
Ca 18:00 kommt mein Mann von der Arbeit. Oft bringt er von unterwegs noch Brot mit.
Wir bereiten dann gemeinsam das Abendbrot vor, essen zusammen. Im Anschluss spielen wir oft noch etwas alle gemeinsam. Oder einer von uns zieht sich zurück und der andere verbringt Zeit mit unserem Sohn.
Ca 19:45 geht einer von uns (immer im Wechsel) mit unserem Sohn nach oben, Zähne putzen, Schlafanzug anziehen, waschen, Buch lesen und sich dann neben ihn legen, bis er eingeschlafen ist.
Der andere kümmert sich währenddessen um Liegengebliebenes, z.B. Spülmaschine oder Wäsche und ruht sich dann aus.
Wenn unser Sohn schläft, spielen wir meist noch etwas oder gucken was im Fernsehen oder trinken ein Glas Wein und reden. Anschließend gehen wir gemeinsam ins Bett, wo jeder noch rätselt oder liest.

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