Enttäuscht von Familie

    • (1) 29.05.19 - 22:15

      Hallo ihr Lieben.

      Muss mir mal gerade etwas Frust von der Seele schreiben. Weiß auch gar nicht, ob ich jetzt wütend oder enttäuscht bin oder was auch immer...
      Der Bruder meines Mannes liegt allem Anschein nach im Sterben in einem Krankenhaus ca eine Std von uns entfernt. Die beiden haben kein gutes Verhältnis und auch zum Rest der Schwiegetfamilie gibt es kaum bis gar keinen Kontakt. Trotz alledem möchte mein Mann gerne seinen Bruder besuchen und ich möchte ihn gerne als Unterstützung begleiten. Als ich nun eben meine Mutter fragte, ob sie wohl morgen auf unsere 3 Jungs aufpassen kann, damit wir hin fahren können, verneinte sie. Morgen muss sie mit meiner Schwester (wäre meine zweite Babysitternotlösung gewesen) und zwei meiner Tanten meine andere Schwester besuchen, weil die nämlich Liebeskummer hat.
      Da komm ich nicht mit. Meine Mutter weiß seit zwei Tagen um die Situation meines Schwagers, eben damit sie ggf als Babysitter einspringen kann wenn nötig. Und jetzt kann sie nicht, weil meine Schwester Liebeskummer hat? Und es ist nicht mal einer bereit zu sagen, gut, du hast auch Not, dann teilen wir uns auf und einer fährt den Liebeskummer trösten, der andere nimmt dir für einen halben Tag die Kinder ab. Nö. Einfach nö. Danke, liebe Familie! Ich versteh's nicht. Ich springe trotz meiner 3Kinder und SS immer ein wenn Hilfe gebraucht wird und frage selbst nur ganz selten. Ist es da zu viel verlangt wenigstens in einer solchen 'Notsituation' Unterstützung zu kriegen?
      Achja, ändern werde ich es ja eh nicht können, aber traurig macht es mich schon..

      Danke fürs Lesen.
      MfG KTF

      • Ich verstehe es das dich das traurig oder wütend macht.

        Hast du direkt gefragt ob es möglich wäre das einer der beiden da bleibt und völlig klargemacht, das es übermorgen für deinen Schwager schon zu spät sein könnte?

        Viele werden jetzt vielleicht sagen ja bleib du halt bei den Kindern und dein Mann fährt alleine aber das fände ich auch suboptimal. Ich würde meinen Mann in solch einer Situation auch bei mir haben bzw. Bei umgekehrter Lage begleiten wollen.

        Alles Liebe für dich, ich hoffe ihr findet eine Lösung. Erinnere dich nochmal, ob dir irgendwann mal jemand eine Notfallbetreuung angebiten hat, vei uns waren das mal die ein oder andere Erzieherin oder die Eltern von den Freunden unserer Tochter.

      Wenn es etwas gibt, was ich in den letzten Monaten gelernt habe, dann dass es absolut keinen Unterschied macht ob man immer springt wenn was gebraucht wird oder ob man die bitch com Dienst ist. Niemand dankt dir deine Hilfsbereitschaft, und nicht nur das, solltest du auch einen Quadratmillimeter Angriffsfläche bieten, wird das schamlos ausgenutzt.

      Ich wünsche dir alles alles gute dass du eine sinnvolle Lösung findest. Ich finde es toll, dass du bei deinem Mann sein willst, das ist nicht selbstverständlich in einer solchen Situation.

      • An dem Punkt 'sei einfach auch ein Arsch' bin ich auch schon mehrmals angekommen aber so bin ich nicht und so will ich auch nicht sein. Bin allerdings schon sehr an diese Haltung herangerutscht.
        Danke für deine Antwort

    Oh je, verständnisvoll ist anders. Ich würde sagen du kannst es nicht ändern. Also fahrt mit Kindern hin. Du kannst vielleicht draussen die Kinder betreuen und dein Mann geht rein. Wenn es ihm danach nicht gut geht, bist du aber zur Stelle und kannst auch fahren. Oder ihr habt Freunde wo ihr die Kinder noch unter bekommen könntet?
    Das mit der Familie würde ich mir merken und auch nicht mehr zur Verfügung stehen.
    Das man sich aufteilen kann, musst du meiner Meinung nach nicht sagen. Da kann man selbst drauf kommen. Es sei sei denn man will nicht.

  • Warum fahrt ihr nicht mit Kindern und du übernimmst vor Ort die Kinder, während dein Mann am Bett seines Bruders sitzt? So unterstützt du ihn mental, selbst zum Schwager zu gehen kannst du ja danach oder gar nicht, je nach Verhältnis. Ich fände es für den Kranken auch zuviel, seinen lange nicht gesehenen Bruder UND dann noch dessen kaum / nicht bekannte Frau. Das stört doch irgendwie, da ihr keinen Kontakt hattet bisher.

    Ich finde nicht, dass deine Mutter springen und alles sofort fallen lassen muss, weil euch spontan einfällt, mal Kontakt aufzunehmen. Macht euch weniger abhängig von Verwandten und bezahlt eine Kinderfrau, wenn ihr etwas vorhabt. Was für Umkehrschlüsse du daraus ziehst, musst du für dich entscheiden.

    Deine Schwester ist deiner Mutter wichtiger als ein für sie fremder Mann.....ein bisschen kann ich das verstehen, vor allem, weil ihre Verabredung schon länger steht.

    VG

    Jetzt plötzlich ist das Verhältnis ganz wichtig,wo war es die letzten Jahre?

    • Das war die Schwiegerfamilie zu der das Verhältnis nicht da war...
      Und was sie da will???
      Ernsthaft???
      Da fass ich mir an den Kopf bei solchen Kommentaren.
      Ohne Emphatie geht die Welt zu Grunde..
      Sorry aber sowas finde ich nicht ok..dann am besten einfach nix schreiben

      • (10) 30.05.19 - 23:29

        Die beiden haben kein gutes Verhältnis und auch zum Rest der Schwiegetfamilie gibt es kaum bis gar keinen Kontakt.


        Heißt er hat keinen guten Kontakt und sie erst recht nicht,nun ist es also sooooo wichtig?
        Ich würde Menschen die ich kaum kenne nicht an meinem Sterbebett haben sollen und der Mann kann ja fahren, da muss sie nicht mit.
        Was soll die Aufregung und diese Unterstellung,wer sich erst bewegt wen der arme Mann fast nicht mehr ist....
        Man hätte ihn ja auch mal besuchen können

Dein Mann kann auch alleine fahren, was willst Du dort?

  • (12) 30.05.19 - 21:29

    Deine Antworten sind Panne!
    Was soll sie da schon wollen. In der Nase popeln...
    Hier geht es nicht ums wollen, sie möchte ihrem Mann beistehen.
    Können kann man viel, geht aber nicht darum, was man alles kann! Vom Ding her, kann auch ihr Mann zuhause bleiben. Vom Ding her, kann auch die Decke einstürzen...
    Vom Ding her, kann auch die Mutter der TE mal dringend Unterstützung benötigen und da sagt die Tochter auch, geht nicht, weil eine Freundin Liebeskummer hat und da müssen dann alle Freunde Händchen halten.

    Jemand liegt im Sterben, es geht hier nicht um ein abgesagten kindergeburtstag.

    Ich fasse einige Aussagen einfach nicht. Bei solchen Äußerungen fällt mir bei urbia wirklich nichts mehr ein.

    • Sehe ich nicht so.
      Bis jetzt war der Mann nicht wichtig,der lag sicher schon eine Zeit und jetzt braucht keiner springen weil man sich bequemt dich noch einen Besuch zu wagen.
      Der Mann kann auch alleine fahren in so einer Situation.

      • (14) 31.05.19 - 00:11

        Es ist völlig egal, wie das bisherige Verhältnis gewesen ist.

        Es ist auch völlig egal, was wir selbst empfinden. Ob ich wollen würde, dass ein Geschwisterteil an mein Sterbebett kommt oder nicht, spielt hier keine Rolle.

        Eine Rolle spielt, dass die TE den Fall mit ihrer Mutter vorher abgesprochen und sie ihr ihre Hilfe zugesichert hatte und sie nun zurück zieht.
        Dabei ist es völlig wurst, ob sich die Brüder und die Schwiegerfamilie grün waren, der Tot ist etwas endgültiges.
        Auch Menschen, die sich nie verstanden, nie Kontakt miteinander hatten, empfinden oftmals das Bedürfnis sich ein „Letztes“ mal in die Augen zu sehen, sich evlt. Aussprechen oder verzeihen, es eben gut sein lassen. Einigen sterbenden ist das sogar sehr wichtig um in Ruhe und Frieden gehen zu können. Gibt Menschen die warten regelrecht darauf, dass sie sich von gewissen Menschen verabschieden können.

        Es gibt nichts schlimmeres, als den Rest seines Lebens sich selbst zu sagen, „du hast dich nicht verabschiedet“. Dabei spielt es keine Rolle, wie dicke man miteinander war!

        Der Mann der TE hat das Bedürfnis sich zu verabschieden und er hätte zur Unterstützung gern seine Frau an seiner Seite, dass ist ein völlig verständliches Bedürfnis. Das will die TE dort, ihrem Mann zur Seite stehen. Egal wie dieses Treffen ausgeht, es ist endgültig. Das kann nicht jeder so „lari fari“

        Und selbst wenn sich der Mann der TE kurzfristig dazu entschieden hätte, was hat das mit „springen“ zutun?
        Jeder hat ja in seiner Familie eine eigene Definition zum Thema sich gegenseitig helfen. Ich empfinde es jedenfalls nicht so, als würde ich „springen“ wenn meine Schwester anruft und sagt hey, kannst du mal auf die kleinen aufpassen. Da braucht auch keiner im Sterben liegen. Nur, sollte sie aus solchen Gründen anrufen, dann würde ich gewiss schauen, dass ich die Kinder trotz anderer Pläne betreuen kann.

        Wer stellt sich bitte in dieser Situation hin und sagt, „naja, das Verhältnis war ja eh nicht so dicke, also, soll er (Mann der TE) doch alleine fahren und gut ist“.

        Als Schwiegersohn wäre ich wohl auch sehr enttäuscht und würde mir künftig überlegen, inwieweit meine Schwiegermutter mit meiner Hilfe rechnen könnte. Denn für jemanden der in solch einer Situation für mich entscheidet, was wichtig ist oder nicht, der könnte sich evtl darauf gefasst machen, dass ich ebenso übergriffig entscheiden würde, wann sie meine Hilfe tatsächlich benötigt oder es eben genausogut auch alleine könnte.

        • (15) 31.05.19 - 10:00

          "Eine Rolle spielt, dass die TE den Fall mit ihrer Mutter vorher abgesprochen und sie ihr ihre Hilfe zugesichert hatte und sie nun zurück zieht."

          Wo steht, dass sie ihr Hilfe zugesichert hatte? Sie weiß "seit 2 Tagen" von der Situation und wurde spontan gefragt, ob sie morgen aufpassen kann, hatte da aber bereits etwas für sie Wichtiges vor.

          • (16) 31.05.19 - 10:36

            „Meine Mutter weiß seit zwei Tagen um die Situation meines Schwagers, eben damit sie ggf als Babysitter einspringen kann wenn nötig. Und jetzt kann sie nicht...“

            Liest sich für mich schon danach, als hätte die TE es mit ihrer Mutter besprochen und diese hätte Ihr Hilfe zugesagt oder zumindest, dass sie irgendwelche Zeichen des Zuspruches gemacht hat, sonst wäre die TE auch nicht an ihre Mutter herangetreten, die ja „von der Situation Bescheid weiss, eben damit sie ggf als Babysitter einspringen kann“, sondern hätte sich gleich jemand anderen gesucht! Und würde nicht schreiben „und jetzt kann sie nicht“... dann käme es wohl auch nicht zu dieser Enttäuschung gegenüber der Mutter!

            ich lese hier eben nicht, dass die Mutter der TE spontan gefragt wurde ohne jegliche vorherige Absprache oder Ahnung des Geschehens!

            Vielleicht sollte man ggf gelesenes erstmal richtig verstehen, bevor man schreibt oder anderen unterstellt nicht richtig gelesen zu haben!

(17) 31.05.19 - 00:20

Wahrscheinlich ihren Mann unterstützen. Für ihn wird das mit Sicherheit auch nicht leicht. Sich von einem Familienmitglied für immer verabschieden. Wer weiß ob er danach noch fahren kann. Er braucht wahrscheinlich danach auch etwas trost.

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