Haushaltshilfe

    • (1) 30.05.19 - 10:54
      OPimAusland

      Hallo!

      Ich lebe in Deutschland und bin bei der DAK versichert.
      Meine Kinder sind 14 j. , 3 j. und 7 Monate.
      Im Herbst plane ich eine Op im Ausland, kann ich trotzdem eine Haushaltshilfe bekommen über die Krankenkasse?
      Ich werde erstmal nicht schaffen mich um Kinder/Haushalt zu kümmern und darf nicht schwer heben.



      Vielen Dank

      • Hallo,
        ich kenne mich nicht sooo gut aus. Aber soweit ich weiß, bekommst Du die Haushaltshilfe verschrieben. Dazu bräuchtest Du dann wahrscheinlich einen in Deutschland zugelassenen Arzt. Ich würde einfach mal bei der Kasse anrufen bzw. einen Beratungstermin vereinbaren. Oder suchst Du die Haushaltshilfe für direkt nach der OP im Ausland? Viele Grüße

      Nun, im Prinzip verhält es sich wie folgt:
      Ist die OP medizinisch notwendig, zahlt sie die deutsche Krankenkasse natürlich auch eine Haushaltshilfe.
      Da Du Dich aber im Ausland operieren lässt, gehe ich davon aus, dass es eine nicht medizinisch notwendige OP ist, also ganz grob eine so genannte Schönheits-OP, sonst würdest Du sie ja nicht im Ausland machen lassen, wo es für Selbstzahler oftmals billiger ist als hier.
      Dann steht Dir weder eine Krankschreibung, noch eine Haushaltshilfe zu. Du musst Urlaub nehmen und auch den Rest komplett privat organisieren und finanzieren.

      Bist Du Grenzgänger und gehst wegen der besseren Versorgung z.B. in die Schweiz für eine OP die auch von der deutschen Krankenkasse gezahlt wird, bekommst Du natürlich auch die Haushaltshilfe.

      • (5) 30.05.19 - 11:58

        Stimmt, eine Schönheits Op 😅

        Urlaub brauche ich nicht und auch keine Krankschreibung.
        Nur Hilfe im Haushalt und bei der Kinderbetreuung des kleinsten. Die großen sind ja im Kindergarten und in der Schule morgens bis mittags.

        • (6) 30.05.19 - 12:14

          Das im Ausland gesparte Geld kann ja dann direkt in eine von dir selbst bezahlte Haushaltshilfe fließen #pro!
          Für eine Schönheits-OP gibt es mit großer Wahrscheinlichkeit keinen von der Allgemeinheit gesponsorten Babysitter, ganz ehrlich, warum auch ;-). Dein Partner nimmt einfach Urlaub oder ihr guckt euch privat nach jemandem um, Nachbarschaft oder Kleinanzeigen wären Quellen, wo man Babysitter findet, evtl. BBS oder schwarze Bretter an weiterführenden Schulen!

    Schönheitsop?die Allgemeinheit soll dafür blechen dass du dir was aufblasen lässt?ist die Frage ernst gemeint?

    • (10) 30.05.19 - 17:17

      Wo steht was vom aufblasen?

      Ich habe nach großer Gewichtsabnahme eine Hautschürze, die Entfernung muss ich selber bezahlen und gehe wegen den niedrigen Kosten ins Ausland

      Bist du gewappnet, die Kosten für die komplette Behandlung im Falle von Komplikationen wie Nachblutungen, schlecht verheilenden Narben, aufgerissenen Narben, ungleicher Optik, Entzündungen, Nervenstörungen selbst zu tragen? Da kommen sehr schnell fünfstellige Summen zustande, die keine KK hier zahlen wird, nicht das Bett, kein Gespräch, keine Infusion, keine Blutentnahme, nichts. Ich weiß, das war überhaupt nicht deine Frage, aber ich würde es in die Überlegungen mit einbeziehen :-). Alles Gute & einen tollen neuen Look!

      (14) 30.05.19 - 19:15

      Wundheilungsstörungen sind grade bei solchen Straffungs-OPs ein sehr großes Thema - zeitaufwändig und natürlich auch kostenintensiv. Bei einer rundum Straffung können schon mal locker 3m Nahtfläche auf dem Körper zusammen kommen, das geht seltenst ohne notwendige Nachbehandlungen ab - aber es gibt Versicherungen, auch für Auslands-OPs. Nichts desto trotz: eine Haushaltshilfe bekommst Du nicht bezahlt und solltest Du Dich auf Kassenkosten behandeln lassen, kann und wird die Kasse das bei Dir zurück fordern.

      Prozesse vor dem Sozialgericht sind kostenlos. Wenn die Fettschürze wirklich stört, dann muss die Kasse die Entfernung zahlen. Inklusive aller danach noch folgenden Kosten. Also lieber mit Anwalt vor Gericht rumärgern und das Recht einklagen.

      Ansonsten greift SGB 5 § 52 Abs. 2:

      >>> (2) Haben sich Versicherte eine Krankheit durch eine medizinisch nicht indizierte ästhetische Operation, eine Tätowierung oder ein Piercing zugezogen, hat die Krankenkasse die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern. <<<

      Die Krankenkasse kann und wird auch erst viel später entstandene und in Anspruch genommene Leistungen zurückfordern - also selbst wenn dir ein Arzt etwas bescheinigt/verschreibt, kannst Du dann bei jedem Brief von der Krankenkasse zittern, ob sie Dir nicht auf die Schliche gekommen sind.

(15) 30.05.19 - 15:57

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