Erbe an Kinder verteilen

Hallo ihr Lieben.

Mein Mann und ich möchten unser "Erbe" an unsere Tochter und unseren Sohn aufteilen.

Unsere Tochter hat bereits vor Jahren eine größere Wohnung bekommen. Diese hätte ich von meiner Tante geerbt. Die Tante hat sie dann gleich an meine Tochter überschrieben. Somit haben wir uns einmal die Notarkosten gespart. Die Wohnung wurde von der Tochter saniert und wieder vermietet. Die Mieteinnahmen erhält unsere Tochter schon seit Jahren.

Zusätzlich hat sie für ihr Haus noch einiges an Geld erhalten.

Unser Sohn hat für sein Haus auch einen Zuschuss bekommen. Etwas weniger als unsere Tochter.

Zu verteilen haben wir noch eine Neubauwohnung, eine kleine sanierungsbedürftige Wohnung und unser Haus das jedoch grundlegend saniert werden muss.

Mein mann und ich haben uns gedacht, dass unsere Tochter noch die Neubauwohnung erhält.

Unser Sohn würde dann unser Haus und die andere kleinere ältere Wohnung bekommen. Diese könnte er dann verkaufen um unser Haus zu sanieren.

Die Mieteinnahmen aus den beiden Wohnungen bleiben aber noch bei mir und meinem Mann.

Findet ihr, dass es einigermaßen "gerecht" verteilt ist?

Bevor wir mit den beiden darüber sprechen möchte ich gerne eure Meinungen dazu.

Vielen Dank!

Das was wir als gerecht ansehen, müssen Deine Kinder noch lange nicht so sehen. Deswegen würde ich mich mit den beiden zusammensetzen und das ausdiskutieren. Wir wissen ja auch nicht, welches der Kinder lieber das oder jenes haben möchte.
Vor allen Dingen sieh zu, dass DU und Dein Mann nicht zu kurz kommen und abgesichert seid - gut beraten lassen.
Ihr wisst hoffentlich auch, dass Schenkungen bis zu 10 Jahren zurück aufgehoben werden können, falls einer von euch ins Pflegeheim muss und das Geld nicht reicht.
Deswegen - erst gründlich beraten lassen und dann erst verteilen.
LG Moni

Ich finde es klasse, dass ihr sowas zu Lebzeiten klären wollt. Ich bin in der Finanzbranche tätig und habe nur zu oft gesehen, dass nichts geregelt ist und nach dem Tod eines geliebten Menschen sich die Köpfe eingeschlagen werden.
Ob es fair ist, lässt sich schwer sagen. Dazu hättet ihr die Immobilien einsetzen lassen müssen. Allerdings spielt dann noch die zeitliche Komponente eine Rolle. Ich denke, eure Kinder werden dankbar sein und weniger auf ihr Recht pochen. Sie werden sicherlich eure Entscheidungen so akzeptieren und froh sein, dass ihr an einem Tisch sitzt und diese Dinge regelt.
Wie alt seid ihr beiden? Alles alles Liebe!

Einwerten * nicht einsetzen

Wir sind 69 und 65. Finanziell sind wir ausreichend abgesichert.

Unser Sohn sagt immer er möchte nur, dass das Elternhaus nicht verkauft wird.

Unsere Tochter sieht eher den finanziellen Aspekt.

Die Sanierung der Wohnung die sie schon bekommen hat dauerte nur ein paar Wochen. Bei der Neubau Wohnung muss nichts mehr gemacht werden.

Die Sanierung unseres Hauses kostet weitaus mehr als die ältere kleine Wohnung beim Verkauf wert ist. Unser Sohn müsste selbst noch eine Menge Geld investieren.

Die Mieteinnahmen der Beiden wären am Ende aber in etwa gleich hoch.

Danke!

Hallo.

Ich würde dem Sohn die Neubauwohnung schenken und der Tochter die sanierungsbedürftige andere Wohnung. Bisher ist die Tochter eh schon besser gefahren, als der Sohn.

LG

Und unser Haus?

Das soll ja auch nur einer kommen. Beiden zusammen möchten wir es nicht überschreiben.

Diese Vermutung hatte ich auch.
Aber schlußendlich ist die Lage der Immobilie stark vom Wert abhängig. Da kann die alte Wohnung goldwert sein, wenn sie am richtigen Fleck ist.

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Ohne zu wissen was genau alles wert ist & wieviel Aufwand man wo reinstecken muss, kann hier keiner eine vernünftige Aussage treffen.

Von daher Frage konkretisieren, oder noch viel besser: einen/zwei Fachmänner (Anwalt/Immobilienmakler) kontaktieren.

Die Sanierung der Wohnung der Tante hat vermutlich nicht mehr als 15.000 Euro gekostet. Genaueres wissen wir jedoch nicht.

Falls man die kleine Wohnung saniert, wären das wahrscheinlich auch max ca. 10.000 Euro.

Bei unserem Haus sind die Kosten deutlich höher. Neues Dach, Fenster, Keller trocken legen, Bäder neu ...

Das ist doch keine echte Sanierung?
Das ist nicht viel Geld

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Um das zu beurteilen müssten wir den Wert und die Lage der jeweiligen Immobilie kennen. Denn darum geht's, wenn man beiden Kindern gerecht werden will.

Du musst uns hier natürlich keine Zahlen nennen. Insofern Ihr selbst den tatsächlichen Wert nicht genau kennt,würde ich alle Immobilien schätzen lassen.

Keine voreiligen Schritte machen ohne Notar. Immerhin wollt ihr die Mieteinnahmen weiter einkassieren, obwohl Sohn oder Tochter die Eigentümer sind.

Des weiteren spielt der emotionale Bezug zu den jeweiligen Objekten eine Rolle.
Möglich z. B., dass eure Tochter die alte Wohnung gerne hätte, weil sie mit Oma dort schöne Erinnerungen teilt oder was weiß ich.

Nachdem eure Kinder offenbar eigene Häuser haben (oh Gott ein Haufen Immobilien😉) ist es vielleicht auch noch wichtig zu wissen was sie damit vorhaben.
Verkaufen? Vermieten? Eigenbedarf?
Keine Ahnung ob das für euch Eltern eine Rolle spielt was letztendlich damit passiert.

Vielleicht spielt die Distanz zu den jeweiligen Gebäuden eine Rolle? Ist es den weit verstreut? Leben eure Kinder in der Nähe?

Bei meinem Bruder und mir ging es zwar nur um eine Immobilie, aber wir alle, inklusive inzwischen verstorbener Eltern, waren uns einig, dass er das Haus bekommt.
In erster Linie weil er nur ein paar Kilometer entfernt davon wohnte (ich eine Stunde entfernt und wäre auch nicht mehr in die Heimat gezogen) und er die finanziellen Möglichkeiten hatte das Haus zu sanieren. Obendrein ist die Lage mehr schlecht als recht (Hochwasserzone). Dadurch würde er nie den realen Wert beim Verkauf erhalten. Seit dem Ableben der Eltern nutzt er es für sich.

Zum Notar werden wir sicherlich gehen damit das alles entsprechend geregelt werden kann.

Vermutlich werden die Kinder die Immobilien vermieten.

Wir wohnen alle nicht einmal 10 Minuten Fußweg von einander entfernt.

Euer Sohn bekommt eine Wohnung, die er sanieren kann und ihr behaltet die Mieteinnahmen? Und wenn er diese dann verkauft, saniert er euer Haus von Grund auf?

Ich würde dankend ablehnen. Warum saniert ihr nicht selbst, sondern wälzt das auf den Sohn ab? Irgendwie scheint die Arbeit bei ihm hängen zu bleiben im Vergleich zur Schwester. Zumal er die Sanierung ja irgendwie finanzieren muss, da ihr ja die Mieteinnahmen bekommen wollt.

So richtig "gerecht" erscheint es nicht, denn Sanierungen können ein Fass ohne Boden sein.

Wir würden die Mieteinnahmen für die Neubau- und die ältere kleine Wohnung behalten. Das möchte mein Mann so. Die Kinder bekommen die Mieteinnahmen erst wenn wir verstorben sind.

Dann könnte unser Sohn ggf. die ältere Wohnung saniert oder in diesem Zustand verkaufen und unser Haus sanieren.

Somit könnten eure Kinder die Erbschaft zu Lebzeiten von euch nie verkaufen. Niemand kauft eine Wohnung mit solchen Klauseln. Dann lieber ein Testament machen.
Ihr selbst habt noch einige Jahre vor euch, wenn ihr gesundheitlich nicht angeschlagen seid. Warum renoviert ihr euer Haus nicht selbst? Finanziell geht es euch doch nicht schlecht. Sollte etwas zwischen eure Altersvorsorge kommen, könnt ihr noch immer verkaufen.
Euer Sohn, der finanziell mit quasi weniger bis dato unterstützt wurde soll euer Haus mit dem Verkauf der alten Wohnung renovieren? Wenn die Sanierung eures Hauses bereits jetzt notwendig ist? Die Substanz wird ja nicht besser, wenn man noch damit wartet bis ihr nicht mehr seid. Da können locker nochmal 15 bis 20 Jahre oder mehr vergehen. Warum verkauft ihr nicht die alte Wohnung und saniert damit euer Haus selbst. Es kommt doch euch zu Gute.

Hallo, verteilt ist bereits

Tochter
Wohnung Tante (80m2)
Mieteinnahmen über Jahre
Geld für's Eigenheim

Sohn
Geld für's Eigenheim aber weniger als die Schwester

Noch zu verteilen sind.
älteren Wohnung (ca 45 m2).
Neubauwohnung (ca. 100 m2 + ca. 50 m2 Garten)
und unser Haus (ca. 200 m2 + 300 m2 Garten)


Ich würde nur von den Daten her dem Sohn das Haus und die Neubauwohnung geben.
Eure Tochter fährt seit Jahren besser. Die Sanierungsmassnahmen sollten meiner Meinung nach mit rein gerechnet werden.

Gruß Sol

Die Mieteinnahmen für die Wohnung der Tante + Neubauwohnung wären in etwa gleich mit den Einnahmen wenn unser Haus mal saniert/renoviert wäre. Die ältere Wohnung wäre dann aber nicht mehr da.

Wie siehst du das dann?

Der Punkt ist, das die Tochter die Mieteinnahmen der Wohnung jetzt schon hat und damit machen kann, was sie will. In die Neubauwohnung muss sie auch nicht investieren und bekommt später die Mieteinnahmen noch obendrauf.

Bis der Sohn etwa die gleichen Einnahmen hätte, müsste:
a) die kleinere Wohnung saniert werden
b) das Haus saniert werden
c) das Haus überhaupt noch in eurem Besitz sein - also nicht für Pflegekosten etc. verwertet sein
d) ihr BEIDE verstorben sein.

Ziemlicher großer Unterschied im Verleich zur Tochter.

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Ganz ehrlich? Würde ich nie machen. Einer von euch stürzt morgen, ist gelähmt, kann zuhause nicht mehr versorgt werden. 4000€/Monat ohne Kleidung, ohne Extras jeglicher Art - pro Person. Da ist ein Haus/eine Wohnung schnell weg. Ich würde nicht alles weggeben. Wovon wollt ihr im Alter/Pflegefall leben?
Ich würde erstmal schauen, dass wir als Paar auf lange Sicht gut abgesichert sind und dann den Rest vererben, sofern vorhanden. Ihr habt bereits jetzt sehr großzügig gegeben, das würde ich dir als dein Kind jetzt auch sagen.
Jetzt zum eigentlichen Thema: ob gerecht oder nicht könnt ihr am besten entscheiden, es kommt ja auch auf Lage und Nutzwert an. Grüsse

Für mich liest es sich so, als würde euer Sohn benachteiligt. Bereits in der jetzigen Situation: er hat weniger Zuschuss für seine Immobilie als seine Schwester bekommen, sie hat eine Eigentumswohnung geschenkt bekommen und hat Einkünfte durch Mieteinnahmen. Zudem erwähnst du, dass sich euer Sohn bzw seine Frau im Alter voraussichtlich eher um euch kümmern würden als eure Tochter.
Auf Basis dieser Informationen würde ich alle Werte (auch die bisher geflossenen wie Kapital für Immobilie, Eigentumswohnung und Mieteinnahmen der Eigentumswohnung) genau beziffern und auf dieser Basis eine gerechte Verteilung vornehmen.
So wie es sich liest, seid sowohl ihr wie auch eure Kinder finanziell gut aufgestellt. Also muss wahrscheinlich niemand "bevorteilt werden, weil er es nötiger hat“.

Alles gute, c

Hallo,

ich habe auch das Gefühl Euer Sohn kommt dabei schlechter weg 🤔

Die Tochter mit 2 Immobilien von denen Sie profitiert, der Sohn mit 2 in die er erst noch viel investieren muss (um dann aktuell noch nichtmal die Mieteinnahmen zu bekommen?)

Ich würde der Tochter die Sanierungsbedürftige Wohnung geben da Sie mehr Zuschuss erhalten hat UND von Ihren Mieteinnahmen jetzt schon profitiert.

Dem Sohn das Haus und die neuere Wohnung.

VG,
knackundback

Hallo
Ich finde es toll, dass ihr euch Gedanken macht.
Es liesst sich so, dass der Sohn schon jetzt benachteiligt wurde, damit es in Zukunft keinen Streit gibt, würde ich mich beraten lassen.
Alle Zuschüsse und die bereits überschriebene Wohnung der Tochter sowie die noch verbliebenen Immobilien schätzen lassen und gerecht verteilen.

Vielleicht wäre es auch eine Option die beiden Wohnungen zu verkaufen?
Wenn euer Haus sanierungsbedürftig ist, vielleicht wäre eine Barrierefreie Wohnung besser im Alter geeignet ?

Alles Gute

Die Neubauwohnung ist barrierefrei. Bei Bedarf könnten wir dort auch einziehen. Deshalb würde unsere Tochter die Mieteinnahmen erst bekommen wenn wir verstorben sind. Das würden wir so festschreiben lassen.

Wenn wir aus unserem Haus ausgezogen sind könnte unser Sohn mit der Sanierung unseres Hauses beginnen.

Das sind alles viele wenns...

Wenn ihr dann noch 20-Jahre in der Neubauwohnung wohnt, wer zahlt dann NK, Hausgeld, Renovierung,..?

Hallo,

ich sehe euer sanierungsbedürftiges Haus als Problem... ich würde tatsächlich mit den Kindern gemeinsam ins Gespräch kommen und eure Pläne inkl Vor- und Nachteile darlegen - nachdem ihr jedoch Termine mit Gutachter und Notar hattet.

Wenn der Sohn weiterhin bei seiner Meinung bleibt, dass euer Haus nicht weg soll und er es haben möchte, dann ist es sein „Problem“. Oder er überlegt es sich anders und würde das Haus später verkaufen.

Oder: ihr verkauft das Haus jetzt, kauft euch eine kleinere Wohnung, evtl mit späterer Option auf Pflege/Einkauf etc. und den Rest des Verkaufspreises bekommt der Sohn geschenkt...

Lasst euch doch mal mehrere Alternativen durchrechnen.

Ich finde es jedenfalls toll, dass ihr euch früh genug Gedanken macht. So müssen sich die Kinder um nichts Gedanken machen und sich im besten Falle auch nicht unnötig streiten.

LG

Ich habe eher den Eindruck als wenn eure Tochter etwas schwieriger ist und es mit ein Grund ist, dass ihr jetzt schon alles aufteilen möchtet.
Irgendwie kommt euer Sphn schlechter weg...warum?Damit das Töchterchen keinen Stress macht?!
Nun, dann solltet ihr in eurem Alter aber nun wirklich wissen, dass dann erst Recht Stress von ihr kommen wird.

Ich habe 3 Geschwister, meine Eltern sind 81 Jahre und nicht mehr gut drauf, seit 2 Jahren kümmere ich mich ständig um Beide.Die anderen 3 sind kaum zu sehen, außer an Geburtstagen oder Weihnachten wenn es Geld gibt.
Bei uns wird später auch alles gerecht geteilt, meine Eltern legen darauf einen wahnsinns Wert, immer schon.

Ich bekomme nichts extra für das was ich leiste, es wird alles später "gerecht" aufgeteilt. Nein, ich muss auch nicht extra was haben, ich mache es tatsächlich gerne, dennoch ist es nicht fair und irgendwie sehe ich das bei euch auch so.

Genau den Eindruck hatte ich auch.
Wie schade!

Es ist sehr nett von dir, dass du dennoch deine Eltern unterstützt. Ich kann die oft neidgeprägten Erwartungshaltungen unter Geschwistern nie nachvollziehen.

LG

Ich hätte alle Immobilien beiden zu jeweils 50% überschrieben.

Wie sie das dann untereinander klären, soll dann deren Sache sein.

Die Tochter hat das Schäfchen im Trockenen,
der Sohn leider gar nicht.
Erst wenn die 10jährige Schenkungsfrist abgelaufenen ist und die Immobilie nicht zurück gefordert wurde, würde einigermaßen Gleichstand herrschen.

Die Mieteinnahmen, die die Tochter schon längst kassiert hat, muss man auf den Wert der Wohnung noch drauf rechnen.

Bisher wart Ihr ganz schön ungerecht.

Nö, ich finde es nicht einigermaßen gerecht verteilt. Deine Tochter ist bei der genannten Aufteilung klar im Vorteil. Das haben hier aber schon mehrere geschrieben, darauf gehst du aber gar nicht ein.
Mir kam auch als erstes der Gedanke, ob entweder die Tochter das Lieblingskind sei, aber so klang es dann stellenweise doch nicht, oder ob deine Tochter schon ihre Wünsche für die Zukunft geäußert hat und ihr keine Lust auf Stress habt.

Ich finde auch, die Tochter kommt bisher eindeutig besser weg....
Wenn du sagst, das am Ende euer Haus in saniertem Zustand (...und für die Sanierungskosten die Mini-Wohnung "draufgehen" würde) genauso viel Wert sein wird, wie die Neubauwohnung und die Wohnung der Tante, ist der Ist-Zustand ganz am Ende (nach euerer beider Tod) gerecht.
Bis dahin hat aber die Tochter bereits Mieteinnahmen und der Sohn noch jede Menge Arbeit am Hals.
Angenommen, bei der Vermietung der Wohnung der Tante kann diese nach Abzug aller Kosten monatlich 300 Euro als Miteinnahmen einstreichen (vermutlich ist es aber deutlich mehr, je nach Lage, oder?!) und weiter angenommen, mindestens einer von euch lebt noch mindestens 20 Jahre (was euch ja zu wünschen und statistisch gesehen nicht so unwahrscheinlich ist), hat die Tochter bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Sohn erstmalig etwas mit seinen Häusern anfangen kann, bereits
300 Euro x 12 Monate x 20 Jahre = 72.000 Euro erhalten.
Zudem: ich schätze, eure Kinder sind um die 40 Jahre alt?! Dann können sie JETZT wahrscheinlich Geld ganz gut gebrauchen, in 20 Jahren ist dein Sohn selbst in einem Alter, wo er schon darüber nachdenkt, wie er sein Hab und Gut am besten verteilt und vererbt.

Da die Tochter bereits die Wohnung der Tante geerbt hat und der Sohn aus emotionalen Gründen gerne das Haus hätte, fände ich folgende Lösungen irgendwie besser:

1). der Sohn erhält die Neubauwohnung und das Haus, die Tochter die Mini-Wohnung, dein Sohn hat dann zwar in Summe die wertvolleren Immobilien geerbt, aber im entgehen dafür jetzt (und ggf. noch eine sehr lange Zeit) die Mieteinnahmen.

2.) Wenn ihr es euch leisten könnt (und wollt): Ihr saniert die Miniwohnung und der Sohn bekommt sie JETZT und OHNE AUFLAGEN komplett überschrieben. Ihr behaltet die Mieteinnahmen bzw. lebenslanges Wohnrecht für euer Wohnhaus und die barrierefreie Neubauwohnung. Wenn es euch mal nicht mehr gibt, bekommt der Sohn das Haus und die Tochter die Neubauwohnung.....

Hallo,

ich sehe wie andere hier, gerecht ist das in meinen Augen nicht. Und zwar nicht nur aufgrund der Verteilung sondern auch wegen der ungewissen Wertigkeit des Hauses. Wenn es jetzt schon abzusehen ist, was alles kommt ist es später mit noch größeren Kosten verbunden. Erstens, weil unabsehbare Folgeschäden lauern und zweitens sich die Preise für eine Sanierung bestimmt nicht verringern werden. Die ältere Wohnung muss bestimmt auch mal renoviert werden.

Höchstens würde ich der Tochter die Neubauwohnung vermachen, jetzt die ältere Wohnung verkaufen und damit schon mal grundlegende Dinge am Haus sanieren lassen. Was von dem Geld übrig bleibt, dem Sohn vermachen.

VG, midnatsol

Hallo,
ich rate euch ab, die Immobilien zu überschreiben, solange ihr selbst noch davon profitieren wollt. Ich schildere mal den Fall meines Mannes (im folgenden "Sohn"):

Die Eltern überschrieben dem Sohn ihr Haus, damit er später Erbschaftsteuer sparen würde. Sie bewohnten das Haus zunächst weiter. Der Fachbegriff war hier "Nießbrauch-Recht".
Dann starb die Mutter sehr früh. Der Vater war bereits pflegebedürftig und zog in ein Pflegeheim. Vater und Sohn waren sich sofort einig, das Haus zu verkaufen. Keiner konnte sich um eine Vermietung Kümmern, geographische Lage war ungünstig...
Also wurde die Immobilie in Kapital umgewandelt. Der Vater musste zustimmen und bekam ab dato die Zinsen des Kapitals - wg seines Nießbrauch-Rechts.(Damals gab es noch Zinsen...)
An diesem steuerlichen Problem - Kapital gehört dem Sohn, Zinsen muss der Vater versteuern - hat sich jedes Jahr wieder eine ganze Steuerberatungs-Kanzlei die Zähne ausgebissen...

Also nein, von so einer Verquickung der Besitztümer und Interessen würde ich die Finger lassen!

LG!

Ich finde die Aufteilung auch alles andere als gerecht. Deine Tochter wird sehr bevorzugt.

Sie hat bereits eine Wohnung bekommen plus mehr Geld als ihr Bruder für das Eigenheim. Fair wäre es, die Wohnung der Tochter zu schätzen plus die Mieteinnahmen zusammenzurechen. Dann das Geld, das sie für ihr Haus bekommen hat dazu addieren. Gibt Summe X.

Das vergleicht ihr mit dem Betrag, den Euer Sohn bekommen hat. Da tun sich vermutlich Welten auf oder ?

Nun würde ich dem Sohn den Differenz Betrag geben. Und zwar hier und jetzt.
Zb mit der älteren Wohnung, die ihr davor schätzen lasst plus Bargeld.
Und die Mieteinnahmen darf dann aber der Sohn behalten, die Tochter bekommt ja auch die für die andere Wohnung.

Euer Haus und die Neubau Wohnung würde ich an eurer stelle erstmal behalten.
Ihr könnt noch gut und gerne 30 Jahre leben, bis dahin ist euer jetzt schon sanierungs bedürftiges Haus vielleicht gar nichts mehr wert ! Die restlichen Immobilien können dann ganz normal vererbt werden, einer zahlt den anderen Haus oder beides wird verkauft.

Ich würde erst mal ausgleichen was deine Tochter schon mehr hat. Wohnung inkl Miete seit ein paar Jahren plus mehr Zuschuss zum Haus. Das würde ich jetzt ausgleichen. Und den Rest erben beide wenn ihr nicht mehr lebt. Bzw ihr macht ein Testament. Evt wollt ihr noch eins der Kinder oder ein Enkelkind besonders begünstigen oder eben einen auf den Pflichtteil reduzieren. Das könnt ihr ja jetzt schon mal festhalten wie ihr es euch vorstellt aber dann kann man es ändern. Wenn ihr jetzt schenkt und es dann doch anders kommt als gedacht, z. B. ein Kind stirbt und dann der Ehepartner alles erbt ist das vielleicht nicht in eurem Interesse. Da sind so viele wenn’s dabei das kann nicht gut gehen. Und jetzt nichts ins Haus zu stecken und es verkommen zu lassen finde ich auch fraglich. Damit steigt der Wert ja nicht. Dies bezüglich hilft ja vielleicht ein offenes Gespräch mit beiden Kindern, wie es mit dem Haus weiter gehen soll und wie ihr das am besten macht.

Hallo ihr beiden.

Eine klare Tendenz bezüglich der Fairness könnt ihr hier ja absehen. Auch ich habe den Eindruck, dass in eure eigene Meinungsbildung bewusst oder unbewusst gewisse Konflikte bzw Charakterzüge der Kinder einfließen. Tut mir leid, wenn ich mich irre.

Ich selbst bin Einzelkind, aber meine Mutter und meine Tante inkl meiner Cousine haben lange nah beieinander und bei der wohlhabenden Oma gelebt. Die genannten drei gönnen sich ggs nicht den Dreck unter den Fingernägeln und melken die Oma wo es geht. Ich habe Unterstützung nie abgelehnt, aber sie nie eingefordert. Nachdem die Oma halbwegs notgedrungen aufgrund einer Krise meine Mutter finanziell zeitweise sehr bevorzugt hat, hat sie sich bei mir ausgeheult, dass bald die Ersparnisse zur Neige gingen und sie den anderen nicht erzählen dürfe, wieviele Geld meine Mutter bekam.

Zum Einen bekam sie den Rat, sich nicht weiter von meiner Mutter ausnehmen zu lassen, zum anderen geht es niemanden etwas an, wer wieviel geschenkt bekommt, das dürfen die Schenkenden getrost selbst entscheiden.

Und genau das ist der Punkt. Trefft ihr beiden gemeinsam eine Entscheidung, hinter der ihr selbst gut stehen könnt und vertretet das dann auch selbstbewusst nach aussen. Es muss nicht fair sein. Ihr habt euch dabei Gedanken gemacht und wünscht es so - fertig aus. Aber ehrlich gesagt würde ich es mir zweimal überlegen, ggf einem undankbaren Kind soviel Vermögen in den Rachen zu werfen (was ja nicht der Fall sein muss, es lässt sich nur wage zwischen den Zeilen vermuten).

LG und euch noch eine lange, gesunde Rente!

Herzlichen Dank für die vielen Antworten und Ratschläge!

Zu diesem Thema werden wir uns wohl nochmal Gedanken machen und mit unseren Kindern zusammen setzen.

Hallo!
Ich schließe mich der Mehrheit an: es scheint ungerecht, genau kann man es aber nicht sagen, da wir den Wert keiner Immobilie kennen.
Ausserdem sehe ich dieses Überschreiben mit gleichzeitig 100 Auflagen (Miete,...) auch problematisch.
Zumal ihr ja noch recht jung seid.
Wollt ihr ggf. 30 Jahre ohne Sanierung im Haus wohnen?
Könnte einer von euch das Haus 30 Jahre alleine halten?
Könntet ihr 30 Jahre entweder Pflegeheim mit 3000-4000€ monatlich und den Unterhalt fürs Haus, dann wahrscheinlich doch mit Sanierung zahlen oder aber 2x 30 Jahre Pflegeheim?

Mit den Mieteinnahmen zu kalkulieren ist auch schwer: Leerstand, Mietnomaden,... und natürlich auch Renovierung! Denn keine Wohnung / Haus kommt 20-30 Jahre ohne Investitionen aus! Dazu muss die Eigentümergemeinschaft bedacht werden.

Ich spreche jetzt mal aus Sicht eines Kindes.
Zum einen möchte ich, dass meine Eltern ihr Geld ausgeben und geniessen! Ich bin dankbar, dass sie gut vorgesorgt haben.
Eine Immobilie als Kapitalanlage würde uns momentan gar nicht viel bringen: Wir sind dabei unser Familienleben aufzubauen. In Elternzeit möchte ich da keinen Kredit aufnehmen um eine vermietete Wohnung zu sanieren. Ich möchte auch nicht das finanzielle Risiko tragen, dass etwas kaputt geht, die Eigentümergemeinschaft eine teure Sanierung beschliesst,...
Das ist eine Menge Verantwortung und auch Zeiteinsatz für Orga! Zumal ihr in eurem Fall die Miete bekommen wollt!
Ausserdem bringt uns Geld als junge Familie mehr, als ggf in 30 Jahren.

Ausserdem würde ich bei der ganzen Überschreiberei aufpassen: Was wenn die Kinder in finanzielle Schwierigkeiten geraten? Was wenn sich hemand trennt? was, wenn bei den Immobilien was schief geht, muss der Sohn dann ggf. Das Eigenheim verkaufen?

Alles Gute!

Hallo,

das ist nur meine bescheidene Meinung - was ich machen würde - ich würde die Wohnungen - Häuser verkaufen und von dem Erlös zusammen mit meinem Mann und meiner Familie ein paar schöne Reisen unternehmen - Eure Kinder haben schon sehr viel von Euch erhalten. Für mich zählen gemeinsame Erinnerungen als Familie mehr als dieses Betongold. Aber wie gesagt, dass ist nur meine Meinung.

Liebe Grüße

Aber dieses Betongold sichert die Existenz der nächsten Generationen.

Es schafft eine Sicherheit, die einem das Leben sehr viel einfacher macht.
Und schöne Reisen mit gemeinsamen Erinnerungen kann man auch für kleines Geld machen.

Hallo,

das ist ja auch prinzipiell in Ordnung - aber in dieser Familie sind einige Immobilien vorhanden und gewiss auch noch mehr Geld - denn die Freibeträge für Erbschaftssteuer sind ja relativ hoch, so dass die Schenkung, die man ja zu Lebzeiten macht, um Erbschaftssteuer zu sparen, nur dann Sinn macht, wenn das Erbe über den Freibeträgen liegt. Im Übrigen scheinen die Kinder der Eltern auch finanziell gut aufgestellt zu sein - wenn der Sohn die Komplettsanierung des Elternhauses so einfach wuppen kann.

Aber das muss ja jeder selber wissen. In der hier beschriebenen Konstellation wäre mir das aber auch alles zu kompliziert - die Bedingungen, die die Eltern an die Schenkung knüpfen etc. - da würde ich als Kind dankend ablehnen - das gibt nur böses Blut.