Vollzeit arbeiten mit 2 Kids

    • (1) 31.05.19 - 21:53
      Mami mit 2 Kids

      Hallo,

      ich bin aktuell etwas in der Zwickmühle

      Kurz zu uns

      Ich gehe aktuell 30 std die Woche arbeiten
      Mein mann Vollzeit in Schichtdienst ( morgen früh, spät)
      Wir haben 2 Kinder. 8 Jahre und 2 Jahre

      Die jüngste ist seit ihrem ersten Lebensjahr in der Grippe. Klappt alles sehr gut
      Die große ist in der GTS

      Nun gibt es eventuell eine neue Stelle bei uns im Betrieb die ein Traum wäre

      ( der Job ist sehr interessant und etwas besser bezahlt )
      Es stimmt alles. Der einzigste - Punkt ist das die Stelle auf 39 std die Woche ausgeschrieben ist.


      Nun bin ich mir etwas unsicher ob wir das schaffen, ob es die Kinder schaffen.

      Für Betreuung wäre von Oma und Papa ( da er Schicht arbeitet ) abgedeckt.

      Gibt es hier Familien die es hin bekommen ohne am Stock zu gehen

      Lg

      • Hey,

        viele machen da aus eine Mücke einen Elefanten.
        Meine Eltern haben damals beide Vollzeit gearbeitet und ich war super bei einer Tagesmutter betreut. Die gemeinsame Zeit haben wir dann in vollen Zügen genossen (habe auch noch einen jüngeren Bruder).
        Klar, die Hausarbeit musste größtenteils am Wochenende erledigt werden, aber wenn die ganze Familie etwas mithilft, dann ist das auch schnell zu schaffen.
        In deinem Fall sind die Kinder sogar von der Oma und dem Papa betreut, wo ist also das Problem? 😀

        Wenn Dir der Job Spaß macht, warum also nicht? Warum sollte nur die Mutter immer zurückstecken?

        LG

        • Danke für deine lieben Worte

          Ich bekomme im Umfeld nur die Augen gedreht. Wie willst du das schaffen die armen Kinder etc.

          • Hach ja.... das sind meistens Mütter, die in dem Glauben sind, dass nur sie sich adäquat um ihr Kind kümmern können.
            Es gibt so liebe Tagesmütter, Familienmitglieder etc. ... früher hatte die Mama meist auch keine Zeit ihre Kinder den ganzen Tag zu betüdeln.
            Um Kknder zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf, so ähnlich heißt es doch. Und ein bisschen was ist auch dran finde ich...
            lass dir kein schlechtes Gewissen einreden.

            LG

            • (5) 01.06.19 - 08:35

              Was mir bei dieser Diskussion ehrlich immer auffällt das Engagement mit den Kindern immer als "Bespaßung, Betüdeln" verglichen wird. Was ist mit Fördern? Bildung? Übernehmen das die Tagesmutti und die Familenmitglieder in dem Maße in dem es das Elternhaus eigentlich übernehmen sollte? Ich finde es erschreckend wenn ich in meinem Bekanntenkreis erlebe dass eine Mutter die schlicht mit ihren Kindern lernt, das Einmaleins übt und Vokabeln abfragt schon als Helikoptermutti verschrien wird. Wir können lange diskutieren wie man Kindern aus sozial schwachen Familien zu Chancengleichheit verhelfen kann wenn selbst gebildete Eltern das "Betreuen" von Kindern nur mit "Betüdeln" in Verbindung bringen.

              • (6) 01.06.19 - 08:48

                Wenn ich unseren Kindergarten ansehe, dann weiß ich, dass da sehr viel gefördert wird. In der Gruppe werden leichter Lieder gelernt, es wird gebastelt, gemalt, es werden Themenkoplexe erarbeitet (Urwald, Umgang miteinander, Länder und ihre Sitten etc) Die Kinder lernen voneinander. Wenn Opa mit den Kindern im Wald Holz transportiert und den Kindern die verschiedenen Baumarten erklärt, Tierspuren untersucht oder die Oma Spätzle macht und Zutaten abwiegt. Der Vater Mathe mit den Kindern übt und der Onkel seine Fußballtricks zeigt. Was ist daran auszusetzen, dass ein Kind in einer Gemeinschaft groß wird? Ich empfinde das als Panikmache und es wird den Frauen ein schlechtes Gewissen eingeredet, weil sie sich nicht als einzig wahre Betreuungsperson verstehen. Ich finde das nur logisch und gesund. Dabei ist es auch völlig normal, dass die Mutter auch mit seinem Kind lesen übt. Das Eine schließt aber das Andere nicht aus.

                • (7) 01.06.19 - 09:33

                  Leider spricht unser Bildungsstandard und unsere Lehrer da ne ganz andere Sprache. Diese Eltern und Grosseltern gibt es immer weniger. Das was Du hier beschreibst passiert in den wenigsten Familien die ich kenne. Wenn das so ist spricht ja nichts dagegen, deswegen fragte ich ja ob die Betreuungspersonen auch den Bildungsauftrag übernehmen.

                  Im Kindergarten bei uns im Ort gibt es sogar Sonderelternabende weil die Eltern der Meinung sind der Kindergarten würde nicht genug üben. Alles muss der Kindergarten, Zählen, Monate, Wochentage, Schleife binden, Ernährung, Alphabet, Purzelbaum können einige auch noch nicht. Da sind keine liebevollen Opas die Bäume erklären, da wird alles an den Kindergarten rangetragen.

                  Ich sehe Frauen eben NICHT Als die einzig wahre Betreuungsperson, und auch Frauen die zu Hause sind übernehmen nicht immer den Bildungsauftrag. Es geht mit eben genau darum ob das was Du hier unter anderem nennst von der liebevollen "Tagesmutti" auch übernommen wird. Ich kenne Tagesmuttis die noch nicht mal ne Meise von nem Spatz unterscheiden können. Die Gesamtkapazität muss da sein und das Engagement, wer das macht ist egal.

                  • Ich habe mal eine Frage. Alphabet im Kindergarten? 🤨

                    Ich stimme vollkommen zu, dass man Kinder zu Hause auch fördern sollte, keine Frage. Mal in den Zoo gehen und Tiere in der Realität anschauen, in den Wald gehen und verschiedene Bäume/Blätter/Früchte anschauen und benennen, Farben kennen, Fragen beantworten und Interessen fördern, klar keine Frage. Aber das Alphabet?
                    Ich finde es vollkommen ausreichend, wenn ein Kind mit Schuleintritt seinen Namen malen (schreiben möchte ich es nicht nennen) kann. In der Schule finde ich es auch eher hinderlich für die Kinder, wenn sie die Buchstaben können. Mit Buchstaben lässt es sich schlechter lesen lernen. In der ersten Klasse lernen die Kinder die Laute kennen (also M ist nicht „em“ sondern „mmm“). Das Alphabet mit seinen Buchstaben in der richtigen Reihenfolge ist erst in der zweiten Klasse dran.
                    Wenn man ein Kind hat, das sich schon vor dem Schuleintritt total für Buchstaben interessiert, dann soll man das nicht bremsen, klar. Aber hier verstehe ich es gerade so, dass jedes Kind im Kindergartenalter schon das Alphabet können sollte.
                    Über Wochentage und Monate kann man sich streiten, finde ich. Ja, das kann man schon hin und wieder ein bisschen üben, wenn es gerade passt, aber wenn ein Kindergartenkind noch nicht sicher alle Monate kann, finde ich das nicht bedenklich.
                    Motorische Geschicklichkeit sollte natürlich geübt werden (Purzelbaum, rückwärts laufen, ausschneiden, kleben, falten, ordentlich ausmalen, ...).
                    Aber ich finde, man sollte eben auch aufpassen, dass man nicht zu viel fördert und erwartet.

                    • Bei uns im Waldkindergarten lernen die Kinder durchaus Buchstaben in der Vorschularbeit, spielerisch und nicht alle, aber die, die am meisten vorkommen. Sie legen Buchstaben aus Stöcken oder Zapfen, finden Wörter, die mit dem Buchstaben anfangen, sie klatschen Silben im Lied, malen Buchstaben. Dort ist das "M" auch ein "M" und kein "Emmmm". Das Alphabet-Lied ist einfach ein Lied. Mein 5Jähriger kommt nächstes Jahr in die Schule, er spielt Klavier und da ist das "G" ein "Geeee" und kein "G". Der Unterschied von "Geee" im Alphabet und "Geee" beim Notenlesen stellt überhaupt kein Problem zum "G" beim Lesen dar, kurze Worte wie "GUT" oder "GAR" kann er lesen :-). Aber du hast natürlich recht, dass das Alphabet ansich kein Muss ist im Kindergarten. Durch das Lied prägt es sich einfach gut ein, genau wie die Monate im Lied "Die Jahresuhr".

                      • Das mit eurem Kindergarten finde ich ziemlich cool, aber wie du selbst sagst, da lernen sie ja eher nicht das Alphabet, sondern einzelne Laute und wie sie aussehen.
                        Beim Lernen eines Instruments sehe ich die Sache nochmal anders. Die Noten spricht natürlich niemand als Laute aus. 😉 Aber da werden die Buchstaben ja auch eher losgelöst vom Alphabet und dem eigentlichen Lesen betrachtet, sondern eben als Name einer Note, die eine bestimmte Taste auf dem Klavier hat.

                  (12) 01.06.19 - 12:54

                  "Ich kenne Tagesmuttis die noch nicht mal ne Meise von nem Spatz unterscheiden können."

                  Ich kenne Muttis die das nicht können... Dürfen die ihre Kinder jetzt nicht mehr betreuen 😉?

                  Meine Eltern haben beide Vollzeit gearbeitet und meine Großeltern haben auf uns aufgepasst. Ich denke es ist ziemlich egal wer die Kinder betreut solange derjenige das mit Liebe macht und auf eine gute Erziehung achtet.

              Wenn ich mir unseren Kindergarten anschaue, muss ich ehrlich sagen, dass die dort mehr Erziehungsarbeit leisten, als ich je könnte. Ich wäre nie im Leben Auf die Idee gekommen, meinem Einjährigen nicht nur die Tiere zu erklären und deren Laute beizubringen, sondern auch zu erklären, was ein Euter ist, dass daraus Milch kommt und welche Produkte aus Milch hergestellt werden. Nie hätte ich gedacht, dass mein Sohn sowas mit seinen mittlerweile anderthalb Jahren versteht. Er kann mit seinem begrenzten Wortschatz im Supermarkt mir ganz klar erklären, welche Produkte von der Kuh kommen. Milch, Butter, Joghurt.... und nur, weil die Erzieherinnen das so toll und kindgerecht mit den Kleinen erarbeiten.

          (14) 01.06.19 - 09:56

          Ja und es gibt hier auch immer wieder Leute, die jedes Wort auf die Goldwaage legen und kein Fünkchen Humor mehr aufbringen können. Alle Facetten des Lebens können doch nicht in ein paar Sätzen beleuchtet werden.
          Bildung findet natürlich auch im Elternhaus statt, aber das heißt nicht, dass Tagesmütter etc es nicht auch können.

          Damit mich alle richtig verstehen: selbstverständlich werden Kinder zu Hause nicht nur betüdelt. Nein, da findet auch jeden Tag wertvolle Bildung statt, pädagogisches Spielen... all das, was ich anscheinend vorhin vergessen habe.

          Ich möchte hier niemanden auf eine Tätigkeit reduzieren, ich wollte damit lediglich sagen, dass eine Betreuung der Kinder und auch die Durchsetzung eigener Interessen nicht verwerflich sind.

          (15) 01.06.19 - 10:17

          Was verstehst du unter betüddeln?
          Das Wort bedeutet : sich hingebungsvoll um jemanden kümmern.
          Dazu gehört für mich auch gemeinsam lernen und lehren.

          • (16) 01.06.19 - 13:51

            So hatte ich es eigentlich auch gemeint... nun wird die ganze Diskussion in ein völlig falsches Thema gelenkt. Wer die Bildung übernimmt ist der TE mit diesem Thread glaube ich völlig egal gewesen 🙂 darum geht es hier doch eigentlich gar nicht.

            • (17) 01.06.19 - 13:55

              Bei der Diskussion wer wie lange arbeitet und wo das Kind wie lange betreut wird geht es nicht um den Punkt wer davon welchen Teil seiner Bildung übernimmt? Im Ernst? Worum geht es denn dann???

        (18) 01.06.19 - 20:13

        Wie lange übt ein durchschnittliches Grundschulkinder das Einmaleins oder Vokabeln?

        Ich glaube, nicht mehr als 30 min pro Tag. Das bekommen ALLE Eltern hin (sofern sie denn wollen...) - ganz unabhängig davon, wer wieviel arbeitet.

        Bei meinen Kindern hat sich das übrigens oft eher auf Lerntechniken konzentriert (also weniger WAS lerne ich als WIE lerne ich), was ihnen heute auf der weiterführenden Schule immernoch sehr hilft!

        PS: Ich und mein Mann haben immer Vollzeit gearbeitet, bis auf JE (!!!) 1 Jahr (in unterschiedlichen Phasen, wo es jedoch jeweils eher jobbedingt war, aber auch für die Kids gut gepasst hat.

    Es gibt auch noch was zwischen Vollzeitjob mit Haushalt und davon durchaus auch mal überfordert zu sein und "das sind meistens Mütter, die in dem Glauben sind, dass nur sie sich adäquat um ihr Kind kümmern können."

    Das ist schon wieder so wertend und biestig.

(21) 01.06.19 - 06:55

So ein Quatsch, meine Eltern haben beide Vollzeit gearbeitet, so wie alle Eltern, die ich aus meiner Kindheit kenne. Wir leben alle noch und hatten eine tolle Kindheit.

Wenn dir die Stelle gefällt, dann bewirb dich. Und nur nebenbei, ich habe mich auf eine Vollzeitstelle beworben und im Gespräch gesagt, dass ich gern arbeiten möchte, aber eben keine 40 Stunden. Wir hatten uns auf 30 Stunden geeinigt und ich hab den Job erhalten 😉

(22) 01.06.19 - 08:49

Unglaublich dass wir uns das 2019 noch anhören müssen. Wenn überhaupt sollte doch gefragt werden, ob nicht der Papa Stunden reduziert...

  • (23) 01.06.19 - 09:37

    Der Bildungsstand unserer Kinder wird immer schlechter, wir schneiden immer schlechter ab, ja gerade 2019 sollte man sich wieder damit auseinandersetzen wie man Kinder richtig fördert und betreut! Das momentane System scheint nicht ausreichend zu funktionieren.

    • Ja, die Menschheit geht zugrunde, weil ein paar Mütter es wagen zu arbeiten und ihre Kinder anderweitig betreuen zu lassen.

      Für viele ist es auch kein Wunsch, sondern ein Muss wieder arbeiten zu gehen.

      Ich bin mir sicher, dass die mangelnde Bildung nicht allein daher rührt, dass einige Mütter mit U3- Kindern wieder arbeiten gehen.

      • (25) 01.06.19 - 10:50

        Hab ich nicht geschrieben. Ich hab geschrieben dass sie zu Grunde geht wenn man sich keine Gedanken macht wer was macht. Da nehm ich auch keine Hausfrau aus. Es geht um das Bild was Betreuung bieten muss egal durch wen. Und da sind betüdeln und bespassen die falschen Schlagwörter.

Top Diskussionen anzeigen