Vollzeit arbeiten mit 2 Kids

Hallo,

ich bin aktuell etwas in der Zwickmühle

Kurz zu uns

Ich gehe aktuell 30 std die Woche arbeiten
Mein mann Vollzeit in Schichtdienst ( morgen früh, spät)
Wir haben 2 Kinder. 8 Jahre und 2 Jahre

Die jüngste ist seit ihrem ersten Lebensjahr in der Grippe. Klappt alles sehr gut
Die große ist in der GTS

Nun gibt es eventuell eine neue Stelle bei uns im Betrieb die ein Traum wäre

( der Job ist sehr interessant und etwas besser bezahlt )
Es stimmt alles. Der einzigste - Punkt ist das die Stelle auf 39 std die Woche ausgeschrieben ist.


Nun bin ich mir etwas unsicher ob wir das schaffen, ob es die Kinder schaffen.

Für Betreuung wäre von Oma und Papa ( da er Schicht arbeitet ) abgedeckt.

Gibt es hier Familien die es hin bekommen ohne am Stock zu gehen

Lg

Ich würde es nicht machen, 2 vollzeitarbeitende Eltern, da fallen die Kinder hinten über. Das führt nur zu Stress und Unzufriedenheit, das ist das Geld nicht wert. Meine Meinung.

Hey,

viele machen da aus eine Mücke einen Elefanten.
Meine Eltern haben damals beide Vollzeit gearbeitet und ich war super bei einer Tagesmutter betreut. Die gemeinsame Zeit haben wir dann in vollen Zügen genossen (habe auch noch einen jüngeren Bruder).
Klar, die Hausarbeit musste größtenteils am Wochenende erledigt werden, aber wenn die ganze Familie etwas mithilft, dann ist das auch schnell zu schaffen.
In deinem Fall sind die Kinder sogar von der Oma und dem Papa betreut, wo ist also das Problem? 😀

Wenn Dir der Job Spaß macht, warum also nicht? Warum sollte nur die Mutter immer zurückstecken?

LG

Danke für deine lieben Worte

Ich bekomme im Umfeld nur die Augen gedreht. Wie willst du das schaffen die armen Kinder etc.

Hach ja.... das sind meistens Mütter, die in dem Glauben sind, dass nur sie sich adäquat um ihr Kind kümmern können.
Es gibt so liebe Tagesmütter, Familienmitglieder etc. ... früher hatte die Mama meist auch keine Zeit ihre Kinder den ganzen Tag zu betüdeln.
Um Kknder zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf, so ähnlich heißt es doch. Und ein bisschen was ist auch dran finde ich...
lass dir kein schlechtes Gewissen einreden.

LG

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Warum sollen es die Kinder nicht schaffen? Sie sind doch gesund? ich hatte keine Großeltern zur Verfügung, nur die Tagesmutter - und habe lebenslang Vollzeit gearbeitet, und das obwohl auch vieles dazwischenkam. Krankheiten, Probleme - aber irgendwie gimg es immer weiter. Geputzt/gewaschen wurde am Wochenende, alle mussten mithelfen je nach Alter. Mein Mann hatte neben seinem Job auch noch ein Nebengewerbe, wo ich mithalf. Trotzdem hatten wir auch unsere Urlaube - alles eine Sache der Organisation.
LG Moni

Ich würde es machen! So eine Chance bekommt man nicht ständig und muss man nutzen (wenn man wert auf einen guten Job legt und mir scheint, das tust du). Ich arbeite auch Vollzeit. Meine Kinder sind beide unter fünf und ich habe nicht mal eine 39 Stunden Woche, sondern arbeite locker 50 Stunden die Woche (mein Mann ist dafür Beamter und lässt um 16 Uhr den Stift fallen ☺️). Ich liebe unser System. Mein Job ist toll, wenn auch stressig und ich verdiene gutes Geld. Wenn ich daheim bin, bin ich völlig ausgeglichen und auf meine Kinder fokussiert, die ich natürlich nicht weniger liebe als eine „Vollzeit-Mama“.
Ich würde es machen! Dein Mann und deine Eltern unterstützen dich, das ist doch super!

Bei uns funktioniert es: mein Mann auch in Schicht, meine VZ sind aber 36h - fühlt sich für mich nach einer gewohnten durchschnittlichen 50h-Woche aufwärts im KH aber immer noch nach TZ an. Die Oma springt mal mit ein, ansonsten Kiga und Schule. Beide Kinder haben das bei uns gut mitgemacht und sind immer gerne in die Betreuung gegangen. Ich bin aber auch nicht der Typ für Rollenspiele, Dauerbespaßung o.ä. im Kleinkindalter, daher glaube ich nicht, dass sie mit mir alleine so gut gefahren wären (Baby ist ok und ab Vorschulalter mit richtigen Spielen auch wieder, aber die Zeit dazwischen liegt mir bzgl. der Bespaßung einfach nicht).
Meine 2 sind jetzt 8 und 5, Nr. 3 kommt Ende des Sommers. Ob das Konstrukt dann weiterhin so klappt, müssen wir schauen.
Klar, es ist anstrengend. Es gibt Tage, an denen ich eigentlich nur noch aufs Sofa will, aber stattdessen stehen Chaffeurdienste, kochen etc. an. Es gibt Tage, an denen ich völlig fertig bin. Aber die sind in der Minderheit. Die meiste Zeit läuft es, ohne dass wir groß darüber nachdenken.
Ich arbeite gerne, außerdem brauche ich dieses Gefühl der finanziellen Sicherheit, mein Mann genauso. Wir sind in Familien aufgewachsen, in denen jeder Pfennig 2x umgedreht werden musste. Die Sorgen meiner Eltern (die ich natürlich mitbekommen habe), haben auch mich bedrückt - und dass obwohl beide gearbeitet haben.
Schwierig könnte es werden, wenn du sehr perfektionistisch bist, denn man muss Abstriche machen, um nicht kaputt zu gehen.
Unser Haushalt ist aus meiner Sicht in Ordnung, aber es sieht natürlich nicht geschleckt aus wie bei Bekannten. Wenn ich nach dem Baby wieder arbeite, werde ich mir zur Unterstützung eine Putzfrau gönnen (wobei mir aber trotzdem wichtig ist, dass wir noch einiges selbst machen und die Kinder sehen, dass das nicht von alleine geht). Allerdings hab ich auch einen Mann, der mir nicht den Haushalt überlässt; je nach Berufsbelastung macht mal der Eine, mal der Andere mehr.
Freizeit für mich kam erst mit größeren Kindern wieder. Hängt aber von eurer familiären Aufteilung/Absprache ab.
Außerdem die Frage: 39h, die idR eingehalten werden oder mit regelmäßig Überstunden? Dann wird es schwieriger.
Stehen dein Mann und die Oma hinter dir? Was passiert schlimmstenfalls, solltest du nach einiger Zeit merken, dass es nicht für euch funktioniert? Sprich: wie schaut Plan B aus, bzw. macht euch einfach Gedanken. Was muss im Alltag laufen, was ist nur nice-to-have, worauf kann man verzichten, welche Lösung hätte man für Notfälle/Krankheit/Unvorhergesehenes. Und: fühlt ihr euch dann noch wohl mit dem, was es für euren Alltag bedeutet?

Geht alles, ist v.a. ein Organisationsthema und man muss es wollen und dahinter stehen.

Alles Gute für euch

Mein Mann und ich sind beide Schichtler. Derzeit bin ich in Karenz aber auf lange Frist will ich wieder auf Vollzeit kommen.
Pension, laufende Kosten jetzt, mal sich was gönnen - das sind schon wichtige Themen finde ich.

Was wir uns schon vorm Kind alles anhören konnten von anderen. Schichtdienste sind nicht familienkompatibel. Die armen Kinder, wo Mama mal an Heiligabend arbeiten muss. Ja und? Dafür bin ich unterm Jahr öfter präsent, mein Mann sieht seine Kleine öfter als manch ein Werktagsarbeiter, der um 18h heimkommt. Weil er ganze Tage zu Hause ist. Dafür ist er in der Nacht zB weg, das stört ja das Kind nicht.

Ich finde, Arbeitszeiten von 50 Wochenstunden sind weniger familienfreundlich als meine 12h Schichten 3-4x die Woche und den Rest bin ich daheim.


Jede Familie muss für sich entscheiden, welchen Weg sie gehen mag. Da hat keiner was dreinzureden. Weder bei der Kinderanzahl noch der Arbeit nach der Karenz.

lg lene

Was mich dabei immer stört sind so die Wörter die fallen: "Betreuung, Dauerbespaßung ..." Kinder großzuziehen heißt auch sie anzuleiten und zu fördern. Manche sind Selbstläufer, passen ins System und entwickeln sich gut, viele brauchen aber auch Hilfestellung von zu Hause. Anleitung wie man richtig lernt, Hilfe beim Einmaleins Lernen, Vokabeln Abfragen, etc. Wenn Oma und Papa bereit sind sich ggfls mit dem Kind hinzussetzen und das zu tun ist alles ok, sehen sie die Betreuung nur als Essen kochen und aufpassen dass keiner vors Auto rennt sehe ich da ein Problem. Es wird immer nur geredet dass die Frauen / Eltern ihre Chancen in dieser Zeit nutzen sollten, aber können die Kinder ihre Chancen alle nutzen, ihre Potentiale ausschöpfen?

Hallo,

aber man kann doch nicht schonmal vorsichtshalber drauf warten, ob das Kind mehr Hilfestellung benötigt, und deshalb nicht Vollzeit arbeiten gehen???

"Wenn Oma und Papa bereit sind sich ggfls mit dem Kind hinzussetzen und das zu tun ist alles ok, sehen sie die Betreuung nur als Essen kochen und aufpassen dass keiner vors Auto rennt sehe ich da ein Problem."

Und was ist das für ein Bild von "anderen-ausser-der-Mama" betreuuenden Personen?

Wenn der Papa bereit ist sich mit dem Kind hinzusetzen?
Ernsthaft, das ist dein Weltbild von Vätern?
Ähm....
das gemeinsame lernen und lehren ist Teil des Jobs als Elternteil, pupsegal welches Geschlecht.

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Hallo,

Wir haben zu Hause 4 Kinder zwischen 9 und 12 Jahren. Mein LG geht Vollzeit arbeiten, ich habe 2 Jobs, insgesamt um die 35 Stunden.
Dazu kommt Haus, Hof, Tiere.

Bei uns klappt das, weil alle mit anpacken.
Wir erstellen jeden Sonntag Abend eine Wochenaufgabenliste, jeder, auch die Kinder, haben tägliche Aufgaben (Tisch decken, Spülmaschine ausräumen...)

Damit kein Kind zu kurz kommt, hat jedes Kind jede Woche auch mal sein Elternteil für sich alleine.
Mit meiner Ältesten gehe ich zB mind 1x Woche irgendwo eine Kleinigkeit essen.

Die Kinder wissen aber auch, warum ich soviel arbeite - weil wir einen gemeinsamen grossen Traum haben 😊

Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber WANN bringt ihr Quality Time mit einzelnen Kindern unter? Jede Woche???

Ganz ehrlich, das glaube ich einfach nicht. Vielleicht Wunschvorstellungen?

Ich habe auch 4 Kinder, arbeite nicht so viel wie du, bin sehr organisiert, aber das kriegen wir nie im Leben hin. No way - irgendwas ist immer.

Doch dies geht sogar mit 6 Kindern.
Wir haben ALLE unseren Beitrag geleistet und auch mein Mann war nicht nur Erzeuger...wie sagte er so schön“ bin ich froh das du nie einen Arbeitsesel haben wolltest und ich nie eine Putzfrau“
Wer wirklich emanzipiert in einer Beziehung lebt und wirklich sehr gut organisiert ist,der bekommt es hin 7nd hat sogar noch Freizeit.

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Ich würde es an deiner Stelle wagen!
Die Großeltern und der Papa scheinen ja alles auffangen zu können.

Vielleicht kann dein Mann Stunden reduzieren?

Macht dein Mann sich Gedanken, dass er Vollzeit arbeitet?

Gut auf den Punkt gebracht!

Guten Morgen

Ich bin mir sicher es geht alles irgendwie.
Ich selbst arbeite mit 2 Kindern 30 Std das geht schon aber wehe irgendjemand ist krank da wackelt dann schon alles. Oder ein Kind benötigt gerade einige Arzt und Physio Termine, das muss ich ja dann schon alles tagsüber machen.
Ich habe das Glück ich kann einiges im HomeOffice und auch zu randzeiten arbeiten.

Ich persönlich würde es nicht machen, ich merke einfach das Zuviel Stress mir auf Dauer nicht gut tut.

#winke

Und dein Mann?

Arbeitet ebenfalls Vollzeit und übernimmt ähnlich viel Betreuungszeit.
Aber 2 Kinder die beide jeweils Logopädie und Physiotherapie brauchen, da müssen auch beide ran.

Hey,

wenn du den Job machen möchtest und dich damit gut fühlst, die Kinderbetreuung inkl. möglichen Terminen gesichert ist und alles so passt, dann würde ich es an deiner Stelle probieren.

Leider gehören verdrehte Augen oft dazu, so auch Sprüche wie "die armen Kinder" oder "warum Kinder bekommen, wenn man eh arbeiten ist" oder "Kinder brauchen ihre Mama". So erging es mir auch, als ich mit zwei Kindern Vollzeit arbeiten war. Nur dass es mir damit rundum nicht gut ging und ich froh gewesen wäre, wenn ich statt 40 nur 30 Stunden hätte arbeiten müssen (das hatte verschiedene Gründe, kam aber auch auf mehr als 40 Stunden die Woche). Aber so ist eben jeder auch anders und Freude an der Arbeit macht es auch einfacher.

Wie es wirklich klappt und wie es euch ergeht, werdet ihr nur herausfinden, wenn ihr den Schritt wagt. Jeder macht eigene Erfahrungen oder gibt Kommentare von sich.

Lass dich davon nicht unterkriegen und verunsichern. Am besten gar nicht groß mit anderen sprechen. Jeder hat eben seine eigene Vorstellung, aber ich kenne durchaus paar Familien, bei denen das so gut klappt.

#winke

LG erdbeerchen

Ich denke, da spielen auch noch andere faktoren mit, wie die arbeitszeit und der fahrtweg. Wir haben eine mama bei uns in der abteilung, die arbeitet vollzeit und hat 1 stunde einfachen fahrtweg, das finde ich schon ne zumutung ehrlich gesagt. Sie kommt mit mittagspause auf 10 stunden am tag... es kommt auch auf die organisation an. Kann papa kochen? Essen die kids mittsgs warm? Etc. Etc.

Es ist definitiv machbar, vor allem wenn papa und oma übernehmen.

LG Bianca

Wenn Papa nicht kochen kann, muss er es halt lernen.

Kann papa kochen? Essen die kids mittsgs warm? Etc. Etc.

Ernsthaft?

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Hallo,
wir haben drei Kinder (7, 5 und 2) und wir gehen beide Vollzeit arbeiten. Unsere Kinder haben alle Hobbies in der Woche, die entweder mein Mann oder ich mit ihnen wahrnehmen. Bei uns ist Kinderbetreuung Familiensache und es klappt gut. Den Haushalt teilen wir ebenfalls wie alles andere. Und ja, meine Kinder besuchen Krippe, Kindergarten und Hort. Warum denn auch nicht?
Wenn ich hier schon lese, dass nur ich als Mama die adäquate Förderung meiner Kinder übernehmen kann, muss ich sagen, nein, kann ich nicht. Meine Jungs spielen Fußball, mein Mann auch, ich nicht. Also gehe auch nicht ich mit auf den Fußballplatz, sondern der Papa. Es ist absoluter Mist, zu sagen, dass nur die Mutter fördern kann. #augen
Aber für dich: Bewirb dich, lern die Firma kennen, schau, was machbar ist und wenn es doch nicht funktionieren sollte, denke ich, kannst du bestimmt auch in einem Gespräch noch über andere Konditionen verhandeln, bzw. im alten Job bleiben. Aber bewerben kostet außer Nerven ja erst einmal nichts.
Liebe Grüße

Die Frage ist nicht die Anzahl der Stunden, sondern das Gesamtpaket?

- bleibt der Fahrtweg gleich?
- packst du das gesundheitlich? (Zusätzliche Stunden, länger außer Haus)
- tut es dir gesundheitlich sogar gut (zwar mehr Arbeitszeit, aber die Stelle ist weniger belastend?)

Freunde arbeiten lieber Vollzeit in einem unterbezahlten Job, als Teilzeit in einem sehr gut bezahlten Job. Der Unterschied: der erstgenannte entspricht ihren Fähigkeiten, Stärken, Interessen; der zweite wäre Quälerei (Aufgaben)

- Arbeitsklima (passt das neue Team zu dir?)

- Betreuung und Engpässe: wie seid ihr organisiert. Betreuung, Haushalt, Zusatzaufgaben, Arzttermine, Termine, sonstiges.

Empfindest du es selbst als Belastung, wenn du weniger Zeit für diese Aufgaben hättest
oder als Erleichterung, weil andere der Familie dadurch mehr mitübernehmen würden
oder würde das keinen Unterschied machen?


- Kommst du nach der Arbeit erholt nach Hause und kannst noch einiges erledigt bekommen?
- oder ist die Arbeit eher eine Belastung, weil es notwendig ist?

- wie gut geht es dir in deiner aktuellen Stelle?


Was passiert, wenn du dich bewirbst und dann merkst es passt doch nicht zu dir?
Kannst du dann auf deinem aktuellen Posten bleiben?

Wenn du die Chance hast, dich nach der Bewerbung erst entscheiden zu müssen, dann würde ich mich bewerben. Chance nutzen und sehen, was passiert.


Wenn du dich vor der Bewerbung fix entscheiden müsstest, würde ich mir auch das Team, das neue Arbeitsumfeld ansehen.
Möchtest du aus deinem aktuellen Posten weg (fast egal wohin)
oder geht es dir eigentlich gut und die neue Stelle wäre einfach nur ein Bonus? (stimmt dann der Rest auch?)


Für mich gilt: ich verdiene lieber weniger, komme dafür erholt/tatkräftig nach Hause und spare mir enorm viel Geld an Gesundheitskosten.
Wenn ich merke, dass etwas nicht stimmt, spreche ich es an, sehe mir die Ursachen an und entscheide dann.

Geld ist nicht alles.
Anzahl der Stunden auch nicht.
Das Gesamtpaket sollte stimmen.

Betreuung ist natürlich auch ein Teil davon.

Aber ich habe schon einige Betriebe erlebt bei Bewerbungen, wo vorher als tip top 100% passen würde und vor Ort gemerkt #zitter#zitter#zitter

Umgekehrt habe ich mich auch schon auf Stellen beworben "um zu üben", da hat so gut wie nichts gepasst. Vor Ort stellte es sich als der Traumjob heraus. Gute Team, geniales Arbeitsumfeld, angenehmer Weg uvm.



Wenn du dich nicht sofort entscheiden musst: bewirb dich, sieh es dir (genauer) an!

Hinterher zu träumen mit "was wäre wenn" kann belasten.
Hals über Kopf etwas zu tun, nur weil es gut klingt, aber auch....

Prüfe, was für DICH der bessere Weg ist. Anzahl der Stunden sagen noch nichts darüber aus, ob man an einer Arbeit kaputt geht oder ob man durch die Arbeit an Qualität gewinnt.
Es kommt aufs Umfeld und viele andere Faktoren an!

"Es kommt aufs Umfeld und viele andere Faktoren an!"

Arbeitsumfeld meine ich in erster Linie damit.

Wobei das familiäre Umfeld schon auch wichtig ist.
Zu erleben, dass es meinem Kind gut geht damit, tut mir auch gut. Das hängt nicht von der Arbeitszeit ab, sondern wie erschöpft, gestresst, genervt .... oder fröhlich gut gelaunt ich von der Arbeit nach Hause komme ;-)

Ich könnte von der Karriere war völlig anders sein, aber mir war es wichtig, vernünftige Arbeitszeiten zu haben und meine Kinder zu erleben. Mein Mann könnte von der Karriere war völlig anders sein, aber ihm war es wichtig seine Kinder zu erleben.

Faktisch läuft unsere Woche so:
Die Kinder sind Montag bis Freitag von acht bis 13:00 Uhr im Kindergarten beziehungsweise Schule. Jeden Morgen um 7:05 Uhr taucht ein Schulfreund meiner Söhne auf, sie gehen dann 8:15 Uhr gemeinsam in die Schule.
Montag Oma Tag- meine Mutter kocht und ist den Nachmittag bei den Kindern. Ich komme gegen 16:30 Uhr.
Dienstag Mama Tag – ich bin zu Hause (Vormittagsarzttermine, einkaufen, alles was so anfällt), bin mittags bei den Kindern. Um 17:15 Uhr bringe ich sie alle zum Schwimmen, der Papa holt sie 1830 dort ab (und schwimmt selber noch etwas davor)
Mittwoch Papa Tag. Papa arbeitet vormittags, ist um 13:00 Uhr zu Hause, nachmittags kommt der Klavierlehrer für alle drei und dann gehen alle drei nacheinander in zwei Chöre. Unsere Beute Sohn ist ab 1545 auch dabei. Ich bin 1730 quasi zum Abendessen zu Hause.
Donnerstag Papa Tag. Papa arbeitet vormittags, ist um 13:00 Uhr zu Hause, um 1545 kommt der Beute Sohn, Um 1625 kommt die Beute Tochter. Es gibt noch Brote bevor vier zum Taekwondo gehen und eine zum Ballett. Ich bin circa 1645 zu Hause, manchmal sehe ich die Bande noch, manchmal nicht. Richte Abendessen und mache Haushalt.
Freitag Papa Tag. Mein Mann putzt und schafft was im Haus, ist um 13:00 Uhr natürlich da. Nachmittags sind die Kinder entweder bei Freunden unterwegs, auf der Straße oder Freunde sind bei uns. Ich komme abhängig von meinem Dienstplan zwischen 16:15 Uhr und irgendwann spät abends.
Zusätzlich habe ich Rufbereitschaft, also Dienste bei denen ich zu Hause bin, aber bei Anruf zur Arbeit fahren muss. Außerdem hat mein Mann häufig Abendtermine. Weiterhin organisiert er sich ehrenamtlich und ist auch ab und an abends unterwegs.

Unsere Kinder sind also halbtags in Betreuung, die restliche Zeit zu Hause. Es gibt Wechsel der Betreuungspersonen, aber nach einer festen Regeln. Weitere Kinder kommen fest dazu.

Es klingt aufwändig und ist strukturell schwierig… Aber es war uns wichtig. Wichtiger als unsere Karriere oder das was wir arbeiten könnten, wie viel Geld wir verdienen könnten… Aber für uns ist es genau richtig.

Für unsere besten Freunde (die Eltern unserer Beute Kinder) wäre das der absolute Horror. Deren Kinder sind in Ganztagsbetreuung, der kleinere sogar in Spät Betreuung (außer Mittwoch und Donnerstag, wenn er zu uns kommt)… Das würde ich nicht akzeptieren können. Ich sehe, wie sehr die Kinder darunter leiden. Aber für diese Familie ist es genau das richtige.

Jede Familie kann ihren Weg finden. Es ist einfach eine Abschätzung wie viel Leidensfähigkeit man selbst hat beziehungsweise wie viel leiden man den Kindern zumutet.

"Ich sehe, wie sehr die Kinder darunter leiden. Aber für diese Familie ist es genau das richtige."

Das erklär mir mal. Du siehst wie sehr die Kinder leiden aber für die "Familie" ist es genau das richtige? Du meinst für die Eltern ist es das Richtige, was richtig für Kinder sein soll wenn sie darunter leiden erschließt sich mir ehrlich nicht.

Die Eltern würden nicht behaupten, dass die Kinder darunter leiden… Die Kinder würden es auch nicht behaupten… Ich sehe es so!

Und deswegen darf Sohnemann zwei Nachmittage die Woche bei uns verbringen und deswegen kommen Vater und beide Kinder demnächst zu uns zum Grillen… Ich übernehme Verantwortung.

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Wenn dir der neue Job mehr Spaß machen würde und du deutlich mehr Verdienst würde ich es machen.
Von dem zusätzlichem Geld kann man sich ja auch eine Putzfrau oder andere Haushaltshilfe (saugroboter, bügeldienst, fensterputzer oder was dich am meisten nervt, bzw was sonst eventuell liegen bleiben würde)
Und dafür die gemeinsame Zeit mehr genießen.

Lass dir nix einreden und nimm das Stellenangebot an wenn es dir Freude bereitet.

Ich bin auch mit 2 vollzeitarbeitenden Eltern groß geworden und habe keinen Schaden davongetragen.
Es stimmt schon das der Kindergarten und etwaige Verwandte nicht den Erziehungsauftrag haben und auch nicht haben sollen, aber wer sagt, das man sich nicht am Abend und am Wochenende genauso intensiv um seine Kinder kümmern kann. Meine Mama hat immer mit uns (3) Kindern gelernt, wir konnten Blumen von Bäumen unterscheiden, schneiden, kleben, basteln, malen, hüpfen, tanzen, Purzelbäume schlagen und Mascherln binden.
Finde es eigentlich sogar anmaßend das vollzeitarbeitenden Eltern (die es sich manchmal finanziell auch nicht aussuchen können) fast immer eine Kindesvernachlässigung angehängt wird.
Nicht Jeder der 2 oder 3 Kinder haben möchte kann sich das als ‘Stayathomemom’ oder Teilzeitkraft leisten wenn er Diesen auch noch etwas bieten möchte.

LG und alles Gute 🍀 ❤️
Ich bin sicher, deine Kinder werden trotzdem rechtschaffende, anständige und gebildete Erwachsene werden die ohne Auffälligkeiten am sozialen Leben teilnehmen können. Sie könnten maximal etwas zuviel Selbstständigkeit davontragen.

Hallo,

Ich denke es ist machbar. Gerade wenn der Papa in Schichten arbeitet, könnt ihr euch rein teilen!

Alles geht immer ;)
Ich glaube wir Mamas stecken viel zu viel zurück! Ich würde die Stelle annehmen.

Ich wünsche dir alles gute!

Lg

Hallo... das doch eine super Chance für dich und wenn es das ist was du möchtest dann ist es doch klar, wage diesen Schritt! Kann dein Mann evtl. Stunden reduzieren? Bzw wenn du deine Kids gut betreut hast ist es doch geklärt! Selbst wenn du dich nach einer gewissen Zeit damit mich gut fühlst dann kannst du immer noch Umdenken! Ich finde jeder sollte das umsetzen was er möchte jeder hat ander Wünsche und Ziele wie auch immer! Ich habe mal 30,35 40 Stunden gearbeitet hat geklappt aber mein kleiner war schon in der Kita! Also Ü3!
Aber was mich richtig nervt diese ewige rum gezickt...!!! Und ständige Helikoptermama oder Rabenmutter... habe das Gefühl es gibt nur das eine oder das andere, warum soll das eine oder das andere schlecht sein??? Die eine Mama ist gerne Hausfrau mit vielleicht kleinem Job die andere geht eben gerne viel arbeiten und hat die Betreung anderweitig gut geregelt! Es ist doch schön das wir alle so verschieden sind und unterschiedliche Vorstellungen haben. Nun bin ich mit dem 2ten zu Hause und das bis er mindestens 2 ist weil wir es beide so wollen und momentan arbeite ich 7 Stunden und kann meinen Zwerg mitnehmen!
Dir alles gute für deinen neuen Job

Ich habe zwar nur ein Kind, arbeite aber auch in VZ und habe einen Mann der im Schichtdienst arbeitet. Wir teilen uns grundsätzlich auf, so dass unser Sohn (8) nur stundenweise im Hort ist. Hat mein Mann früh, fange ich später an. Hat er spät, dann starte ich früher. Hat mein Mann Freischichten, dann holt er ihn direkt nach der Schule ab. Wichtig ist, dass du dich mit deinem Chef über die Vorraussetzungen unterhälst und diese dann auch schriftlich fixieren lässt.

Wichtig ist nicht was das Umfeld sagt, sondern was du und deine Familie dazu sagt. Traust du es dir zu oder glaubst du dann überfordert zu sein? Hast du Lust darauf? Braucht ihr das Geld? Wie wäre es für die Kinder? 9 Stunden mehr Fremdbetreuung oder wären sie dann bei deinem Mann oder der Oma? Ich glaube ich würde eine Pro und Kontra-Liste machen.

Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, weil sich in den ersten Seiten die Mädels nur off topic anzicken.

Also, mein mann und ich arbeiten vollzeit und ich würde sofort ne 30h-Stelle annehmen, wenn es finanziell ginge.
Da kann die Arbeit toll sein wie sie will. 9h mehr in der woche sind fast 2h mehr für kinder und Haushalt und Hobbys.
Mich piept das unglaublich an.
Wenns dich erst mal weiter bringt, dann mach es. Aber kalkulier ein, dass du arg gestresst sein wirst.