Geldhahn zudrehen?

    • (1) 03.06.19 - 14:34

      Es geht um meine Schwiegereltern samt Schwager und seiner Familie.

      Die Schwiegereltern haben ein eigenes Haus gegenüber von uns und wohnen dort mit ihrem jüngeren Sohn (35), seiner Frau und deren zwei Kindern.
      Meine Schwiegereltern sind beide Rentner, der Schwager arbeitet selbständig am Bau, die Schwägerin ist Hausfrau.

      Jetzt ist es so, dass mir so langsam die Hutschnur platzt, weil wir ständig finanziell in die Bresche springen müssen. Hier nur ein KLEINER (!) Auszug:

      Der Schwiegervater braucht ein neues Auto, er leiht sich 500€ von uns, verkauft seines und legt noch 2.500€ drauf. Gleichzeitig erfahren wir, dass ihnen bald der Strom abgestellt wird, sollte nicht mal Geld fließen. Frage - warum braucht's da ein neues, teureres Auto?? Ratet mal, wer schon wieder ihnen was leihen soll? Eine Woche drauf - der Schwager braucht auch plötzlich ein neues Auto (!) weil die Schwägerin anscheinend ihren Führerschein macht (bekomme ich zufällig mit, weil ich sie in der Stadt bei der Fahrschule sehe). Also dafür scheint Geld da zu sein. Und dann ständig kommt der Schwiegervater und will hier 50€, da 100€, das geht jetzt seit Jahren so und ich bin zunehmend genervt, auch, weil wir da so gut wie nie etwas zurückbekommen. Im Grunde finanziere ich/wir eine weitere Familie mit und habe da eigentlich keine Lust drauf.

      Mein Mann ist zwar einerseits meiner Meinung, aber so richtig kommt von ihm nix, also dass er mal sagt, jetzt ist genug und sich auch dran hält.
      Heute sind wieder 100€ an den Schwiegervater gegangen und ich bin am Ende meiner Weisheit.

      Jetzt überlege ich wirklich, meine Finanzen von denen meines Mannes strikt zu trennen und dann kann er (nach Abzug eines festen Betrags für alle anfallenden Kosten) da mit seiner Familie walten wie es ihm beliebt.

      Meint ihr, das sei eine Lösung? Oder habt ihr andere Vorschläge?

      • Hallo, unbedingt Geldhahn zudrehen. Deine Schwiegerleute leben ja scheinbar total über ihren Verhältnissen. Ich würde nochmal ernsthaft mit deinem Mann darüber reden , dass du das - zurecht - nicht in Ordnung findest. Wenn er darauf nicht eingeht würde ich tatsächlich den Schritt wagen und das Vermögen von deinem Mann trennen . Vllt merkt er dann , was hier alles schief läuft mit der dauerhaften Finanzierung seiner Familie. Ihr seid doch keine Bank ! Auf jeden Fall auch zu Papier bringen wie viel Geld ihr denen schon gegeben habt, wie viel noch offen ist . Und nochmal ernst mit seinen Eltern - mit deinem Mann - darüber reden. Eine achuldnerberatung könntet ihr auch vorschlagen. Und wenn das alles nicht fruchtet, wäre es wohl besser , wenn seine Eltern und deren Sohn samt Frau mal zu spüren bekommen welche Konsequenzen es haben könnte wenn sie ihre Rechnungen gar nicht bezahlen können - zb wenn der Strom abgestellt wird etc.

        (3) 03.06.19 - 15:22

        Das Spiel hätte ich von vorneherein nicht mitgespielt und freundlich an einen Kleinkredit bei der Bank verwiesen, denn nach NOTfall klingt das alles nicht.....wenn dein Mann absolut uneinsichtig sein sollte, würde ich alles Finanzielle strikt trennen. Nicht leicht, aber machbar.

        (4) 03.06.19 - 15:29

        Geldhahn zudrehen. Das was deine Schwiegerfamilie dort macht ist einfach nur Ausnutzerei. Dein Mann kann nicht nein sagen. Rede mit deinem Mann, dass es so nicht weitergeht. Und vielleicht hast du recht, richte, wenn du es noch nicht gemacht hast, ein eigenes Konto ein. Da geht dein Gehalt oder Lohn rauf.

        Und deine Schwägerin kann sich zumindestens einen Minijob suchen und ihren Führerschein selber bezahlen.


        LG Hinzwife

      • Hallo,

        natürlich steht mit deinem Mann ein letztes klärendes Gespräch an. Da es sich meiner Meinung nach auch nicht um Notfälle handelt (außer Strom), muss der Geldhahn zugedreht werden bzw. eine Rückzahlung über die bisherigen Gelder (sofern geliehen und nicht geschenkt) eine vereinbart werden.

        Wenn sich dann dein Mann nicht an die Abmachung hält und wieder Geld gibt, dann sofort Maßnahme einleiten, strikte Trennung der Finanzen, so wie du es vorschlägst.

        Obwohl es nur eine untergeordnete Rolle spielt, wie sieht es denn überhaupt finanziell bei euch und der Schwiegerfamilie aus. Es scheint sich ja eingebürgert zu haben, meistens passiert sowas schleichend ... und der Empfänger hält es für selbstverständlich, dass der, der hat auch mehr gibt ... wie gesagt es gibt Familien, da ist das durchaus üblich

        • Natürlich stehen wir finanziell weit besser da, auch, weil wir beide berufstätig sind. Und natürlich hilft man sich innerhalb der Familie, das war irgendwie auch selbstverständlich. Aber mittlerweile, wenn solche Sachen da rauskommen, wie ein Autokauf und Führerschein, obwohl man es nicht schafft, die Stromrechnungen zu zahlen, da krieg ich halt auch nen Hals. Letztendlich haben wir auch keinen Goldesel in der Garage versteckt und haben dafür, was wir erreicht haben, hart gearbeitet, bzw. tun es noch.

      (7) 03.06.19 - 15:47

      Deine Lösung finde ich gut. Sag es aber vorher. Alles Gute

      (8) 03.06.19 - 16:22

      ....deine Überlegung klingt doch fair! Oder jeder hat ein Taschengeld und nur von dem geht auch was zu den Eltern...

      Weisste, ich kanns schon bisschen verstehen. Meine Schwester brauchte Geld für ein Haus. Hat auch gedauert, bis es retour kam. Und meine Mutter war mal für 2 Monate arbeitslos und hatte nichts. Da wollte ich auch helfen.
      Mein Mann hat einen Neffen, der bis fast 30 nie wirklich arbeiten konnte (musste die Lehre abbrechen, weil er gegen die Farbe allergisch war, Umschulung kam erst ein Jahr später zustande, dann bestand er erst die Prüfung nicht weil er halt so viel lieber Lackierer geworden wäre...) Da wollte dann er gerne wenigstens zum Erhalt der Wohnung beitragen. Ist ja doof, mit 29 wieder heim zu müssen...

      Na und bei so Mini-Beträgen wie bei euch, macht man ja nicht immer was schriftliches oder eine Quittung. Da verläuft sich das Gefühl dafür, wie viel es schon ist/war.

      Ich finde, ein Taschengeld wäre der bessere Ansatz. Sonst müsst ihr aufbröseln, was wer verdient, wer wie viel im Haushalt macht, wer was fürs Essen zahlt, wer zahlt im Restaurant.... Also Taschengeld.

      Wie wäre es, wenn du ihn aber trotzdem dabei bestärkst, den Eltern mal den Riegel zu schieben. Wenn ein echtes Problem da ist, solltet ihr daswissen. Wenn das Geld einfach zu den Schwägern rüberfliesst, geanuso. Also reden...

      • (9) 03.06.19 - 18:41

        Ich kann meinen Mann natürlich verstehen und Familie ist wichtig! Was mir halt stinkt ist nicht mal so sehr, dass wir seinen Eltern Geld geben - sie haben ihn großgezogen, es sind seine Eltern, die halt auch schon sehr betagt sind und da bin ich durchaus sehr verständnisvoll - aber dass wir dadurch indirekt auch den Bruder samt Familie mitfinanzieren, einen erwachsenen Mann, der es sich anscheinend leisten kann, dass seine Frau (die übrigens kein Wort mit mir oder meinem Mann spricht) zuhause bleibt und dass sie sich zwei Kinder leisten können, das geht mir irgendwie gewaltig gegen den Strich...

        (10) 03.06.19 - 21:08

        50 oder 100 Euro sind doch keine minibeträge

    (12) 03.06.19 - 16:35

    Natürlich nur mit getrennten Konten. Sprich Ihn an und sag ab sofort finanzierst Du seine Familie nicht mehr mit,
    Ich verstehe sowieso nicht warum Mann und Frau ein gemeinsames Konto haben müssen.
    Einfach drei Konten einrichten - Jeder seins und davon geht ein Betrag auf ein gemeinsames Konto für den Haushalt.

    • (13) 03.06.19 - 18:35

      Wir haben getrennte Konten :-)
      Aber bisher lief es halt so, dass wir nicht aufgerechnet haben, d.h. jemand zahlt eben das Benzin, jemand die Einkäufe, jemand hebt gerade Betrag x ab, wenn er gerade am Automaten ist, oft zahlen auch unsere Mieter die Miete in Bar (gegen Quittung), dann ist Bargeld im Haus...

    Weil Mann und Frau eine Familie ist und es kein mein und dein geben sollte. Schon gar nicht wenn Kinder da sind.

    Aber in so einem Fall wäre getrennte Kosten auch meine Lösung.

Dass du den Hahn zudrehen solltest brauche ich ja nicht erwähnen gär?

Aber ich würde gern ganz arg doll wissen warum du das überhaupt so lange mit machst ?!

Bevor ich erneut einen Betrag leihe erwähne ich doch dass der zuletzt geliehene Betrag noch offen ist und ich daher leider passen muss ?!

Ein bisschen ist das Problem ja schon hausgemacht. Die behandeln euch wie Goldesel und schröpfen ordentlich ... naja und ihr ... ihr lasst euch schöpfen. Warum sollten die damit aufhören wenn’s doch so herrlich klappt und der Goldesel gleich gegenüber wohnt ?

Die haben gar keinen Anreiz etwas anders zu machen wenn ihr da keine Notbremse zieht.

Wieso tut ihr das?! 🤪 Kann ich nicht verstehen...
1. mit deinem Mann Klartext reden
2. Schwiegereltern auf den Pott setzen
3. Geldhahn zu.
LG

(18) 03.06.19 - 18:42

Haben die keinen Stolz? Klaro, Geldhahn komplett abdrehen. Wenn sie mit ihrem Einkommen nicht auskommen, dann muss die Schwägerin eben auch arbeiten gehen.
Genauso würde ich es denen klipp und klar sagen.
Wenn Opa meint er braucht Auto xy, dann muss er eben sparen,aber nicht an der Stromrechnung.
Hast du dir die geliehenen Beträge notiert?
Denn wenn wieder einer schnorren kommt, dann würde ich mal vorrechnen wieviel sie erstmal zurück zahlen müssen und vorher gibt's keinen Cent.
Dein Mann ist das schwache Glied in der Kette. Warum? Warum haut er nicht mal mit der Faust auf den Tisch und redet Tacheles?
Wie kommt ihr dazu deren Luxus zu finanzieren?
Ich sag wirklich nichts, wenn jemand wirklich in Not ist, aber deine Geschichte schlägt dem Fass den Boden aus.

(19) 03.06.19 - 18:54

Ich war auch mal von so einem Fall betroffen, allerdings waren es meine Eltern, die ständig in "Geldnöten" waren. Ich gab ihnen ständig was und als ich mal etwas gebraucht hätte (zurück von meinem Geld), hatte ich natürlich das Nachsehen und musste mir selbst an anderer Stelle Geld leihen, welches ich bis auf den letzten Cent zurück gezahlt habe. Das war mir auf alle Fälle eine Lehre und ich gab meinen Eltern nichts mehr, mit dem Verweis darauf, dass ich mein Geld selbst brauche, wenn was ist. Zu mir hat mal jemand gesagt, hast du denn das Gefühl, deine Eltern haben nichts zu essen, wenn du ihnen nichts gibst?! Das war tatsächlich nie der Fall und hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich finde, es die Aufgabe deines Mannes ist, mal mit seinen Eltern zu sprechen.

  • Wenn ich das Gefühl hätte, meine Eltern hätten nix zu essen, würde ich mit ihnen einkaufen fahren und das bezahlen.
    Dann wüsste ich wenigstens, was mit meinem Geld passiert ist.

    lg lene

    • (21) 04.06.19 - 19:21

      Das ist natürlich eine Möglichkeit, mir wäre nie eingefallen, zu kontrollieren, für was sie das Geld benötigen. Man vertraut seinen Eltern eben. Ich war damals noch sehr jung und hätte für meine Eltern alles gemacht, ohne zu hinterfragen. Heute denke ich sicherlich anders.

(22) 03.06.19 - 18:59

Hallo,

Also wir helfen einander, wenn eine Notsituation vorliegt oder wir merken, dass eine Situation absehbar ist. Z.b jemand verliert den Job oder eine Anschaffung steht an, wobei das eigene Geld nicht so schnell flüssig gemacht werden kann... eben Situationen, von denen man weiß, dass es eben keine pure Absicht ist und man einfach ausgenutzt wird, weil es der einfachste Weg ist und es ständig passiert.

In deinem Fall, würde ich ein klärendes Gespräch führen und kein weiteres Geld verliehen.

Ich bin jetzt auch nicht fürs aufdröseln, wer wem mal einen Kaffee bezahlt hat und welchen Blumenstrauß teurer war etc. Aber ich würde es gewiss nicht einsehen, dass ich für mein Geld hart arbeiten gehe, während meine Schwägerin zuhause ist. Wenn es so knapp wird, dass man an andere Türen um Geld fragen muss, sollte man innerhalb der eigenen vier Wände schauen, wie man das Problem selbst lösen kann. Mit einem Job hätten sie auch mehr Geld zur Verfügung. Wenn sie bei deinem schwiegreltern im Haus leben, sind ja auch sie für gewisse Kosten zuständig und müssen dafür aufkommen.

Wenn ich das selbe bei meiner Familie machen würde, würde ich von meinem Gehalt ja überhaupt nichts mehr sehen, so geht das natürlich nicht, bei aller liebe, da muss man irgendwo auch Grenzen setzen.

Ich denke, deine Schwiegerfamklie hat sich daran gewöhnt, dass es einfacher ist, sich das Geld von euch zu nehmen.
Solange ihr nichts ändert, wird es ach weiter so laufen. Wenn dein Mann nicht anders kann, würde ich die Finanzen tatsächlich trennen und dann wirklich das aufdröseln anfangen!

Ich hoffe ihr könnt die Situation klären, denn sowas bringt in den meisten Fällen wirklich Zwietracht in das eigene Familienleben. Klär es lieber, bevor ihr anfängt um jeden verliehenen Euro zu streiten. Es wäre nichts das erste mal, dass ein paar deshalb richtige beziehungsprobleme bekommt.

Alles gute

(23) 03.06.19 - 19:23

Hallo.

Also, da hätte ich schon lange den Hahn abgedreht.....

Sprich zuerst mit deinem Mann und dann gemeinsam mit der Schwiegerfamilie.

Sie hätte ja auch (neben dem Setzen von finanziellen Prioritäten:-[) noch folgende Optionen:

a) Die Schwiegereltern suchen sich einen Minijob
b) Die Schwägerin könnte sich auch einen Job suchen

Ich würde da ab SOFORT auf stur schalten und ihnen sagen, dass ihr kein Geld mehr verleiht/verschenkt. Die anderen wären ja blöd, wenn sie arbeiten gehen würden, wenn sie ansonsten nur zu euch gehen müssen #zitter

Ich bin wirklich dafür, dass man sich innerhalb der Familie,hilft, war für mich noch nie eine Frage.
Aber......Geldgaben als selbstverständlich ansehen, ist unverschämt. Egal ob von alt nach jung oder umgekehrt! Mach es so, wie Du es beschreibst. Wenn Dein Mann dann mal eines Tags im Lokal in den Geldbeutel schauen muss, ob er noch Durst hat, wird ihm schon ein Licht aufgehen.
LG Moni

Neben allem, was schon empfohlen wurde, würde ich zuerst (!) Buch führen, wann wieviel Geld zu den Schwiegereltern wandert. Vielleicht ist dein Mann selbst überrascht, wie viel es ist? Das würde im ernsten Gespräch helfen, klare Zahlen zu haben.
Und: wenn ihr erst die Konten getrennt habt, weil dein Mann seine Eltern weiterhin finanziell unterstützen will, erfährst du u.U. auch nicht mehr, wie vieles ist. Wäre das okay für dich?

LG!

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