Was ist so anstrengend an Schulkindern?

    • (1) 04.06.19 - 14:27

      Weil ich es immer wieder in Diskussionen um die richtige Kinderanzahl lese:
      "Kinder bleiben keine Babys sondern man muss sie auch noch durch die Schule bringen..."

      Was ist denn so anstrengend an der Schulzeit?
      Meine Kinder sind noch kleiner, 2 und 4 Jahre aber ich bin und war immer überzeugt, dass es dann einfacher wird!
      Klar, man muss evtl. etwas mehr organisieren, diskutieren und es kostet mehr. Aber sonst?
      Die Kinder sind doch selbstständiger, machen (hoffentlich) weniger Dreck, brauchen viel weniger Aufsicht, sind rücksichtsvoller und können auch mal abwarten. Und man hat selbst mehr Spaß an Spielen/Basteln/Hobbys mit Ihnen.
      Warum empfinden es viele Eltern trotzdem als so anstrengend?

      Ich muss dazu sagen, dass ich beruflich viel mit Schulkindern gearbeitet habe und mir diese Altersklasse total liegt :-)
      Und bzgl. Schule und Hausaufgaben vertrau ich darauf, dass es meine Kinder zu 90% ohne meine Unterstützung schaffen werden und sie sollen auch selbst für ihre Hausaufgabrn verantwortlich sein.

      Also bitte erklärt es mir doch mal;-)
      Viele Grüße
      lattemachiatto

      • Nicht alle Schulkinder sind automatisch schwierig ;-) Hier laufen der Große und der Kleine (Oberstufe/3. Klasse GS) recht problemlos durch, machen ohne Schwierigkeiten ihre Hausaufgaben (OK, beim Großen bin ich raus, da vertraue ich, dass er seinen Kram macht). Der Mittlere war immer schon schwierig, hat eine leichte ADS und konnte sich in der GS sehr schlecht konzentrieren. Da musste ich echt 3,5 Schuljahre das Händchen halten beim Hausaufgaben machen und er war trotzdem erst abends fertig. Das war eine echte Belastung für die Familie. Lernen nur mit viel Protest, auf der weiterführenden Schule auch viel Theater....jetzt ist er in der 8. und es läuft. Fragt sich natürlich wie lange ;-)
        Ich hänge mich aber auch sehr in die Schuldinge rein muss ich sagen. Daher belastet mich dann auch mal schnell etwas. Das kann man dann auch nicht mit den Kleinkinderproblemen vergleichen, die du grade durchmachst. Das hat mich psychisch eher kalt gelassen. Interessant wird noch, wenn die Jungs sich bewerben, das wird auch noch spannend.
        Also immer vorsichtig mit den Prognosen--beim Mittleren hätte ich im Kindergartenalter auch noch nicht gedacht, dass es schwierig wird ;-)

        • Naja nicht jedes kind kann für die schule alles alleine machen. Meine zwei grossen mädels sind sehr selbständig, die ganz grosse ist SEHR ARG ehrgeizig, mit ihr musste ich noch nie was für die schule machen, ausser mal vokabeln abhören oder irgendwas mal erklären (mathe, physik) aber das macht sich fast nebenher und ist wirklich selten. Die kleinere tut sich etwas schwerer, da müssen wir manchmal am abend noch hausis machen aber auch das hält sich im rahmen und ich empfinde es nicht als anstrengend.

          Es gibt aber auch kinder, die tun sich einfach schwer, lernen und lernen und haben trotzdem nur schlechtere noten, machen stundenlang hausaufgaben wo klassenkameraden ne halbe stunde brauchen. Man kann das halt vorher nicht wissen... und dieses immer "ich tu doch so viel und trotzdem kommt nix dabei rum" oder auch "ich hab aber keinen bock und es ist mir egal" der kinder ist auch für die mütter/eltern belastend. Schliesslich wollen wir alle unseren kindern eine vernünftige (aus)bildung zukommen lassen.

          Dazu kommen natürlich noch überehrgeizige eltern, die ihre kinder durch die schule trietzen, für die ist die schulzeit sicher auch sehr anstrengend.

          Für mich persönlich ist es nicht die schule an sich sondern die pubertät, die ich als anstrengend empfinde. Diese ständige reiberei und explosive stimmung ist schon nervenaufreibend aber bei der dritten werd ichs wohl gelernt haben... 😂

          LG Bianca

      Hallo,

      na ja, anstrengender als ein Baby oder Kleinkind finde ich das jetzt nicht mit Schulkindern. Wobei ich den Übergang des Großen aufs Gymnasium jetzt auch deutlich schwieriger fand als den Wechsel von Kindergarten zu Grundschule. Das liegt allerdings daran, dass mein Sohn bislang noch nie irgendwas gelernt hat für die Schule und damit erst jetzt anfangen musste. Da waren wir doch ein wenig unvorbereitet #schein

    • Dass du beruflich mit Schulkindern zu tun hast und Dir diese Altersklasse liegt ist toll. Da ist aber immernoch ein riesen Unterschied zu EIGENEN Schulkindern daheim mit entsprechendem Hausaufgaben, Noten und allgemeinem Leistungsdruck. (Der Druck ist auch das was ich am anstrengendsten empfinde. Bzw die Aufgabe den Kindern den Druck zu nehmen und trotzdem die Haltung zu unterstützen dass Schule natürlich dennoch ernst genommen werden soll)


      „Und bzgl. Schule und Hausaufgaben vertrau ich darauf, dass es meine Kinder zu 90% ohne meine Unterstützung schaffen werden und sie sollen auch selbst für ihre Hausaufgabrn verantwortlich sein.“

      Na dann stehen Dir ja rosige Zeiten bevor *hüstel*

      • Warum so negativ?
        Ich erlebe mit meiner Tochter genau das wovon die TE schreibt. Selten, dass sie mal meine Hilfe braucht. Ich bin aber auch mit dem Lehrer sehr zufrieden. Er macht viel spielerisches mit den Kindern und nimmt somit viel Druck raus.

      • Warum denn nicht?
        Meine Schwester z.B. war ein Nachzügler, meine Mutter hat gearbeitet und nur abends kurz gefragt, ob die Hausaufgaben fertig waren. Nur wenn ich zuhause war, saß überhaupt jemand dabei, wenn sie die Hausaufgaben gemacht hat (meine Schwester ist eingeschult worden, als ich mit dem Studium begonnen hab). Obwohl bei meiner Schwester keiner großartig nach den Schulsachen geschaut hat, hat sie problemlos den Sprung aufs Gymnasium gepackt, Abi gemacht und studiert.
        Meine Kinder sind jetzt in der ersten und in der vierten Klasse, von Anfang an habe ich es so gehalten, dass sie natürlich mit jeder Frage zu mir kommen können, sonst aber die Hausaufgaben selbstständig bearbeiten. Die Große muss ich mitunter ein wenig antreiben, damit die Aufgaben auch erledigt werden (sie ist unterfordert und sieht den Sinn in den Hausaufgaben nicht - "das ist schon in der Schule langweilig genug, warum muss ich mich zuhause nochmal damit rumärgern?"), der Kleine macht ohne Erinnerung absolut selbstständig seine Aufgaben, lediglich lesen üben wir regelmäßig mit ihm (das sollte man bei jedem Erstklässler machen). Gerade unser Kleiner ist absolut zuverlässig was seine Hausaufgaben angeht, im ganzen Schuljahr waren die Aufgaben genau 3 Mal unvollständig - da hatte er nur Deutsch oder nur Mathe gemacht.

        LG

        Du sprichst mir aus der Seele und hast den Nagel auf den Kopf getroffen!;-)#winke

        Ja, hüstel, ich habe zwei Söhne auf dem Gymnasium. Noch nie habe ich mich um Hausarbeiten und Klassenarbeiten gekümmert. Ich bin nämlich immer davon ausgegangen, dass Schule für Kinder und nicht für Eltern gemacht ist und ich habe sowohl Lehrern als auch meinen Kinder vertraut. Sie sind selbstbewusste Einser-Kandidaten, ohne dass sie sich groß anstrengen müssen.

        Einmal gab es ein Lehrergespann, dem wir nicht vertraut haben, da hat hat das Kind dann flugs die Klasse gewechselt, was eine astreine Entscheidung war.

        Von dem Druck haben wir uns nie beeinflussen lassen. Der ist hausgemacht und meist kommt er von den Eltern, nicht von den Lehrern.

        Schon klar, ich habe einfach nur Glück, aber vielleicht hat es doch ein wenig damit zu tun, dass wir unseren Kindern immer alles zugetraut haben?

        LG

        • (10) 05.06.19 - 14:39

          Und Eltern deren Kinder irgendwelche Probleme haben trauen ihnen nur nicht genug zu? Sorry, das ist schon ziemlich ignorant und arrogant. Wenn Kinder alles können und alles nach Plan läuft ist es ehrlich auch keine große Kunst ihnen alles zuzutrauen. Und von außen kommt meist auch nur positives.

          Das andere, einem Kind mit Defiziten zu vermitteln dass es toll ist und trotzdem alles schaffen kann, DAS ist die wahre Kunst! Hilft aber gegen das Defizit nur begrenzt, anstrengend bleibt es bzw das macht die Förderung gerade so anstrengend. Und dumme Kommentare von Außenstehenden die sowohl einem selber, als auch dem Kind das noch zusätzlich erschweren gibts dann gratis noch dazu.

          • (11) 05.06.19 - 18:28

            Wer hat gesagt, dass alles nach Plan lief? Lief es nicht.

            Ehrlich gesagt, kann ich nicht mehr hören, dass wir einfach Glück hatten. Als es nämlich nicht nach Plan lief, da waren wir "Schuld", wenn es jetzt gut läuft, dann haben wir eben Glück?

            Nur war ich als das große Kind nicht "rund" lief ganz bei ihm. Es war schwer, dem Druck standzuhalten, aber mein Kind hat mir vertraut und ich ihm. Ich empfand im Gegensatz zu unserem Umfeld sein Defizit nicht als Defizit. Ich habe ihm zugetraut, mit oder ohne "Defizit" durchs Leben zu kommen. TADAAA! Es läuft.

            • (12) 05.06.19 - 20:01

              Sorry, aber jetzt widersprichst Du Dir total. Ein Einserkandidat der sich nicht anstrengen musste ist jetzt auf einmal ein Kind mit Defiziten? Die nur verschwanden weil Du an ihn geglaubt hast? Sonst musstet ihr nichts tun? Erst schreibst Du der Druck wäre hausgemacht und ihr hättet ihn nicht an Euch rangelassen, im zweiten Post schreibst du dem Druck war schwer standzuhalten? Und wenn dem Druck nur schwer standzuhalten war war es doch irgendwo anstrengend oder?

        (13) 05.06.19 - 21:53

        Hier ebenso nur mit Mädchen.
        Wir sehen die Grundschulzeit aber auch als Chance, um zu lernen, Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen. Die Fallhöhe war ja noch harmlos, falls es mal nicht so klappte. Das Resultat ist, dass unsere Kinder sehr gut in der Lage sind, selbstständig und ohne große Hilfe von uns zu lernen und verantwortungsvoll regelmäßig Hausaufgaben usw. machen, ohne dass wir etwas dazu beitragen mussten.
        Dagegen sitzen die Eltern auch heute noch daneben, die bereits in der Grundschule Wesentliches für die Kinder organisiert haben. Und oft bekommen diese Kinder dann später noch größere Schwierigkeiten. Denn ewig lassen sich Kinder nicht von Mutti durch die Schule ziehen.

    Das sollte doch wohl selbstverständlich sein, dass sich die Kids zu 90% um ihr Schulzeug selbst kümmern, warum musst du da *hüsteln*?

    Erziehung zur Selbstständigkeit heißt das Zauberwort..

    • Ich weis nicht wie du darauf kommst dass meine Kinder Ihr Schulzeug nicht selbstständig erledigen.

      Wenn man aber Kinder im Alter von 2 und 4 zu Hause hat wie die TE und dann die Erwartungshaltung hat das schule ein Selbstläufer wird, da kann ich leider leider nur milde hüsteln!!

      Und das Recht wirst du mir doch nicht streitig machen wollen?!

      Btw gehört zur Schule auch noch ein tacken mehr als nur Hausaufgaben!

(16) 04.06.19 - 14:56

Was willst Du jetzt hören???

Deine Kinder sind klein und Du hast keine Ahnung von einem Leben mit Schulkindern, lass es doch einfach auf Dich zukommen.
Und dann liest Du Dir Deinen Beitrag nochmals durch und wirst selber merken, wie unnötig diese Frage war,

Wenn Du ganz viel Langeweile hast ( hatte ich während des Kleinkindalters meiner Kids weniger) , dann lies Dir doch einfach ein paar Seiten in der Rubrik „Kids und Schule“ durch, vielleicht kommt dann etwas Licht ins Dunkel.

(17) 04.06.19 - 15:05

....ich fand auch die babyzeit nicht anstrengender als anderes.

die schulzeit ist dann einfach anders: sie sind klar mehr unterwegs, sind aber auch mit einem wochenende daheim im hof nicht mehr total zufrieden. im idealfall sind sie wissbegierig und man hüpft in musen und an konzerte.
sie beginnen hobbies zu haben- wo sie zuerst ggf. alleine noch nicht hinkommen. sie werden sich in technik verlieben und man muss um bildschirmzeit feilschen.

sie haben hausaufgaben, liebeskummer, krach mit lehrern... das ist alles auch nicht soooo gar nichts. dass sie vernünftig reden können heisst noch lange nicht, dass sie auch artikulieren können was ihnen fehlt. oder es dir sagen wollen.

sie sind nicht mehr wie ein teil von dir - sondern haben interesse, die du irgendwie mitleben darfst und musst.

und nein - bei uns wurde es preiswerter: Kinderkrippe war 1200 pro Kind im Monat (mit 2-3 Tagen Aufsicht). Wir hatten zeitweise dann 2 Kinder dort. Heute zahle ich noch den Mittagstisch... da liegt locker Musikstunden und Hobbies wieder drin...

  • (18) 05.06.19 - 06:34

    1200 Euro im Monat pro Kind für 2-3 Tage? Und das zeitweise x2. Also 2400 euro? Wo wohnst du?

    • (19) 05.06.19 - 06:46

      ...in einer normalen schweizer krippe ohne subventionen, vollzahler.
      hier zahlst du dein einkommen quasi direkt an die krippe.
      war keine luxuskrippe, unterscheidet sich aber komplett von einigen in DE. Bei den jüngsten ist ist der Schlüssel etwa 1:5 dann 1:7. Erst bei den Vorschülern 1:15.

      war toll für die kleinen. haben heut noch freunde von dort.
      aber eben. kein luxus wie frühenglisch etc. dafür tagesthemen - sie gingen in die turnhalle im winter (vom nahen schulhaus) 1 tag komplett in den wald,...

      aber ja - bei mehreren kids ein vermögen.

      gibt auch bei uns versch. kripoen. aber 95-120.— pro tag ist normal. oder du bekommst subventionen. aber die plätze sind dann nicht gerade dort wo man will.

Das kommt eindeutig auf den Charakter des Kinder an. Ich habe zwei ganz unterschiedliche Kinder. Bei einem Kind trifft es so zu wie du beschreibst.
Beim anderen Kind muss man sich ständig kümmern und diskutieren.
Da geht es um:
Medienkonsum
Fehlverhalten in der Schule
Strafarbeiten und Nachsitzen
Hausaufgaben kontrollieren und nacharbeiten.
Kein Bock für Klassenarbeiten zu lernen
Zahnspange
Streit mit Klassenkameraden
Umgangston
Usw.
Da wünsche ich mir oft ich müsste einfach nur Windeln wechseln und füttern

Ich fand die "Trotzphase" (Autonomiephase) am einfachsten #schein

Schulkind ist toll. Irgendwie.
Das drumherum stresst mich mehr. Feste Termine. Feste Lerneinheiten. Noten und Klassenarbeiten nehme ich nicht sooo wichtig. Gut durch die Schule kommen, reicht. Der Abschluss zählt dann wieder.
Dennoch ist der Druck spürbar. Eltern hier, Eltern da. Berufstätige Eltern haben immer Zeit! (Motto der Grundschule). Nein, ich habe NICHT Zeit. Ab und zu schon. Im Wechsel gerne. Aber nicht ständig.

Eltern haben immer ein Auto und Großeltern stehen auch zur Verfügung. Termine wurden so geplant, dass Ankunftszeit und Ort unklar waren. Stellt einfach mal einen Elternteil an jeden möglichen Ort und findet dann heraus wo die Kids ankommen.

Das Heft MUSS aber von heute auf morgen gekauft werden. Sie haben doch ein Auto, die nächste Stadt ist nur 30 Minuten weit weg. :-[
Ok, Organsiation mit anderen Eltern: wer hat an diesem Tag Zeit, dorthin zu fahren und einen Satz dieser Hefte zu kaufen?

Oh hoppla, wurde dann doch nicht gebraucht. :-[
Nicht mitbekommen, dass es SO dringend ist. Kind bekam Ärger in der Schule. Bzw. Kind hatte mir ausgerichtet, dass es SO dringend ist, ich hatte aber partout keine Zeit (Gesundheit lässt sich nicht so einfach verschieben, wenn man Monate lang auf den Arzttermin wartet). Kind bekommt Ärger in der Schule. Eltern haben gefälligst ihr Kind zu unterstützen. Schulpflicht heißt,d ass die Schule an oberster Stelle steht. Elternteil krank, muss eben so organisieren, dass die Schule trotzdem wichtig ist. :-[

Was kann denn die Schule dafür, dass sie keine Großeltern in der Nähe haben? :-[


Sportverein ließ sich ganz gut organisieren. Feste Termine, planbar.
Andere Vereine können da auch recht chaotisch sein.

Vor Weihnachten am besten x Auftritte pro Gruppe, Klasse, Verein. Ein Kind, ein Verein. Diese 5 Termine ließen sich ganz gut unterbringen.


Es gibt Lehrer mit denen ich richtig gut zusammenarbeiten konnte :-)
Die auch wirklich lösungsorientiert waren.

Und dann kam wieder ein Aktion. Pflichten für Lehrer, die sie elterngerecht umzusetzen versuchten, es aber so ausführen mussten, wie es von höherer Stelle kam.

Gesundheitstermine mit Kind sind schon nicht mehr so einfach zu koordinieren.
Augenarzt, Kieferorthopäde, Zahnarzt.
Die U-Termine waren nicht an Vereinstagen, nicht an Schultagen, nicht vor Klassenarbeiten.

Augenarzttermin mit Augentropfen .... aber bitte nicht, wenn am nächsten Tag Sport ist. Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, mit Attest. Denken Sie an die Verantwortung (Kind im Unterricht das schlecht sieht, das üben muss, weil Noten gemacht werden müssen) und die Verantwortung, dass das Kind im Unterricht gut sehen muss.

Der Leistungsdruck, der unterschwellig dazu kommt. Ich kann es verstehen. Als ich mit Ausbildung anfangen wollte, hieß es oft nur noch "nur mit Abitur".
Wirklich befreien kann man sich davon nicht. Wir uns jedenfalls nicht, auch wenn ich es nicht ganz so eng sehe.

Schule und Betreuung ist auch nicht so ganz einfach.
Meine Termine koordiniere ich nach Schulzeiten, Betreuungszeiten.
Betreuung (Unterbringung nach Zeit, in kleinen Räumen, die wegen der Gesetzeslage auf U3 verteilt werden): so wenig wie möglich, so häufig wie nötig. Hausaufgaben kommen danach.
Ohne Betreuung fehlen die Freunde, mit Betreuung steigt der Stresslevel , der sich zu Hause entlädt enorm.
Termine müssen dann auch bis x Uhr fertig sein. Betreuung für Schulkinder endete um 14 / 15 Uhr. Betreuung der U3 Kinder um 17/18 Uhr.

Termine entspannen sich jetzt wieder mit der Pubertät. Es klappt gut, wenn ich nach Kind zu Hause bin. Wartezeit? Kein Problem, Kind versorgt sich selbst.

Schulausfall trotz verlässlicher Grundschule und Betreuung?
Viele Anfragezettel, ob das Kind nicht doch nach Hause kommen kann.
Der Platz ist begrenzt, Lehrer können nicht zwei Klassen betreuuen (eine unterrichten, eine beaufsichtigen), bitte lassen Sie Ihr Kind nach Hause, damit wir nur die betreuuen müssen, die wirklich betreuut werden müssen. Bei 90% der Schulklasse werden eben auch diejenigen gefragt, die eigentlich auf die Betreuung angewiesen sind.

Hormone lassen nach.
Ich liebe mein Kind! Schläft auch wunderbar durch.
Schlafarme Nächste stecke ich ohne die Babyhormone jedoch schlechter weg.


Das Alter finde ich super.
Die Koordination schwierig.
Schule ist nicht nur Schulpflicht, sondern irgendwie Lebensinhalt (auch wenn ich mich davon abgrenze), bei dem Eltern anders eingebunden werden als zu meiner Zeit. Eltern sein ist fast schon eine Wissenschaft und auch wenn mein Kind die Hausaufgaben alleine macht.... manchmal fühle ich mich so, als würde ich zur Schule gehen und nicht mein Kind. #zitter

Eltern sollen sich raushalten, aber bitte unterstützen Sie Ihr Kind bei
..... laaaaaaaaaaange Liste ..........


Die meisten Lehrer können nichts dafür!
Sie selbst stecken im Spagat zwischen elterntauglich, Herausforderungen umsetzen, neuen Herausforderungen, Nebenberufe innerhalb ihres Berufsbereichs usw.

  • Selten etwas so exakt auf den Punkt Geschriebenes gelesen. Exakt so geht es mir auch 🤷‍♀️ Mir stehen ja nur noch ... oh Gott ich lasse das Nachzählen lieber sein ... Schuljahre mit den Kindern (und vor allem dem Drumherum) bevor 🙈

    Viele Grüße

    (23) 04.06.19 - 17:51

    Perfekt geschrieben 👍. Du triffst es genau auf den Punkt.

    Du hast so recht mit diesem Besorgen von Dingen.

    Was man alles für die Schule braucht, was keine Schulsachen sind und dann müssen die von einen Tag auf den Nächsten besorgt werden.

    Das Beste war einen Tonübertopf für Pflanzen in einer bestimmten Größe. Diesen brauchten sie für Kunst und Musik.

    Das ist bei uns auch immer eine Herausforderung oder die Termine am Vormittag. Wenn beide Eltern arbeiten ist das nicht wirklich möglich.

    Danke, jetzt kann ich es mir viel besser vorstellen!

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