450€ Job + 750€ von Eltern im Studium

Machbar? 450 + 750€ Studium

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    • (1) 04.06.19 - 20:13
      ReichtDas

      Hi! Unser Sohn möchte in der nächsten Großstadt studieren, dafür in ein Wohnheim ziehen (400€ Miete). Er hat einen 450€-Job und bekommt kein Bafög. Meint ihr, es ist sehr gut / gut / mehr schlecht als recht / nicht machbar, damit ordentlich über die Runden zu kommen, wenn wir ihn mit Bafög- Höchstsatz von 750€/ Monat unterstützen? Davon müsste er dann allerdings wirklich alles selbst bezahlen (hat kein Auto). Ist das machbar?

      • Wenn man auf den Sozialstaat angewiesen ist gibt es weniger Geld. Und da müssen die Leute auch damit auskommen.

        Frage beantwortet?

        LG

        (3) 04.06.19 - 20:31

        Er würde 800 Euro im Monat zur freien Verfügung haben, natürlich reicht das!

        (Es sei denn, er trinkt jeden Morgen Champagner zum Frühstück und lässt sich täglich mit dem Taxi zur Uni kutschieren, wenn du weißt, was ich meine)

        (4) 04.06.19 - 20:36

        Kommt auf das Studium an. Brauch er dafür mehr als nur Bücher? Wobei die bei einigen Studiengänge auch ins Geld gehen können, wenn man nicht nur von der Bibliothek abhängig sein will. Es gibt eine Menge Studiengänge die an materialen relativ viel kosten.
        Aber ansonsten ja.

        • (5) 04.06.19 - 22:09

          Aber nicht von der Bibliothek abhängig zu sein und sich die Bücher stattdessen selbst zu kaufen, ist dann als Student auch schon echter Luxus und hat nichts mehr mit Lebensunterhalt zu tun. Wir haben damals alle viel Zeit am Kopierer verbracht. War halt so - nervig, aber gehörte dazu.

          • Wir haben uns im Studium auch oft innerhalb einer Gruppe zusammen ein Buch gekauft und es dann jeweils aufgeteilt und jeder hat sich dann für ein paar Euros Kopien gemacht. Oder wie du sagst, ab in die Bibliothek.

          • (7) 05.06.19 - 20:37

            Naja. Das mag in vielen Studiengängen funktionieren. In Jura und Medizin aber eher fragwürdig und sehr unpraktikabel. Zumal man diese Bücher, außer einige wenige Fächer das gesamte Studium und auch im Anschluss benötigt. Bei Jura kann man viele Kommentare auch online bekommen, aber auch das kostet. Wenn man auf den neusten stand sein will, muss man eben investieren. Erfahrungsgemäß gibt es nicht genug Exemplare in der Bibliothek. Und dann gibt es wie gesagt noch eine Reihe Studiengänge die anderen Materialien benötigen, bspw. Zahnmedizin (komplette präp. Koffer im Wert von über 1000€ und diverse Gerätschaften. Wie gesagt. Ein bwl Studiengang ist sicherlich ohne weiteres auch mit der Bibliothek machbar... aber frag mal die Medizinstudenten hier Berlin.

      (8) 04.06.19 - 20:50

      Ich habe ein duales Studium gemacht. Habe mit allem drum und dran 830 Euro im Monat gehabt. 3 Wohnsitze (studienort, praxisort (wobei ich nur hier Miete bezahlt habe) und Elternhaus, alles quer in Deutschland verteilt(also Reisekosten ohne Ende) ), Auto was Unterhalt gekostet hat, wöchentliche bis zweiwöchentliche Heimfahrten wegen Fernbeziehung, Studiengebühren, usw. Alles ohne Hilfe von meinen Eltern. Ich bin ohne Schulden zu machen klar gekommen. Also ja, es sollte für einen Studenten reichen. Die meisten müssen mit weniger klar kommen.

      Na damit sollte er doch locker klar kommen..

      (10) 04.06.19 - 21:23

      Das hat manch Familienvater mit Frau und 2 Kindern als Nettolohn. da wird dein Sohn ja wohl auch von leben können. 800 € nur zum leben, da träume ich trotz recht gutem Einkommen von.

    (12) 04.06.19 - 21:31

    Ist sein Antrsg auf BAföG abgelehnt worden?

    • (13) 05.06.19 - 08:00

      Unser Gesamteinkommen ist etwas zu hoch. Dass da ein Haus abbezahlt wird und wir mehrere Kinder haben, ist dafür natürlich nicht groß von Belang

      • (14) 05.06.19 - 12:34

        Die Geschwister werden aber beim Bafög berücksichtigt sofern sie noch in Ausbildung sind. Nochmal checken ob der Bescheid richtig ist.

        Dass sie Eure Kredite nicht berücksichtigen ist korrekt. Ihr wisst seit 20 Jahren dass dieser Kostenblock Studium kommt und der Gesetzgeber nimmt da folgerichtig keine Rücksicht auf euren privaten Vermögensaufbau.

        • (15) 05.06.19 - 12:44

          Alles korrekt so :-). Ich habe mich auch nicht beklagt oder gemosert, dass er kein Bafög bekommt, das war uns von vorne herein klar und keine Überraschung.

          • (16) 05.06.19 - 17:32

            Dann passt es doch.
            Die Kohle reicht. Selbst wenn wir in München noch 100 Euro für OPNV drauf kommen. Wenn er sparsam ist muss er auch nicht voll arbeiten.

(17) 04.06.19 - 21:33

Wer bekommt das Kindergeld?

(19) 04.06.19 - 21:34

Minijobs werden aufs Bafög teilweise angerechnet, dass nur dazu.

Essen in der Mensa geht selten auch nur an die 4€ ran, rechne also für normale Lebensmittel vielleicht mal 150€, großzügig gerechnet.
Spritkosten wisst nur ihr, Handy/Internet sollte mit 50€ ausreichend bezahlt sein. Fehlt noch Kleidung und Uni-Bedarf.

Ich hatte 680€ bei 300€ Miete und viele studienbedingte Nebenkosten, durch Bücher, Exkursionen und Verbauchsartikeln in Praktika. Ging wirklich gut.

(20) 04.06.19 - 22:02

Gewiss.
Hat er denn immer 450 € raus? Vielleicht auch mal weniger?
Bei einem Wohnheim ist die Miete doch oft all inkl, oder? Also mit Strom und Internet?
Also zahlt er noch Lebensmittel, Kleidung, Semesterbeitrag, Materialien wie Bücher und Skripte, Handy, ...
Bücher gehen tierisch ins Geld. Zum Studienbeginn damals musste mein Mann mehrere medizinische Fachbücher auf einmal anschaffen, es hat fast 400€ gekostet.
Es gibt aber oft örtliche Büchereien, bei denen sich der Studierende "ein Konto" einrichten kann, einen monatlichen Betrag (z.B. 30€) bezahlt und sich die Bücher kauft, die er braucht. Was am Ende übrig bleibt, bekommt er ausgezahlt.
Semesterbeitrag ist bei jeder Uni unterschiedlich, bei meinem Mann bisher ca. 270€ pro Semester.

Ich denke, das reicht.

(21) 04.06.19 - 22:12

Klar, das reicht locker. Ich hatte während meines Studiums weniger als den damaligen Bafög Höchstsatz zur Verfügung und bin immer gut hingekommen.

(22) 04.06.19 - 22:20

Ich finde das ist ne wahnsinnige Menge Geld, wenn er damit nicht hin kommt lebt er auf eindeutig zu großem Fuß.

Ich war zwar über meine Eltern versichert, hatte aber nur mein Bafög (damals so 550€). Davon habe ich eine eigene Wohnung gezahlt (WG und Wohnheim wollte ich nicht), Lebensmittel, Internet, Handy, gelegentliche Partys usw. Auf Kindergeld hab ich verzichtet. Bei meinen Eltern war es eher knapp und ich fand das gerecht...Immerhin durfte ich wenn ich zu Besuch war mitessen, mir mal das Auto leihen usw.

Auf nen festen Nebenjob hatte ich keine Lust, wenn mir danach war hab ich gelegentlich bei Inventuren geholfen.

(23) 04.06.19 - 22:46

Meine Frau und Ich hatten zusammen soviel Geld als wir beide im Studium waren. Okay dass ist zwar 10 Jahre her. Aber es reicht völlig für ein entspanntes Studium.

400 Euro für ein Zimmer im Wohnheim? 🧐

Ist das von privaten „Investoren“ und muss deren Rendite-Erwartungen erfüllen? 🧐

1200 Euro insgesamt sind schon ordentlich.
Wenn man vernünftig haushaltet, reicht das allemal.

  • Teilweise zahlst Du noch mehr für ein offizielles Zimmer des Studentwerks. Schon vor 15 Jahren hast Du das je nach Studienort zahlen müssen, waren dann halt statt 9qm 18qm mit Kochnische. Aber da Du es Dir nicht immer aussuchen kannst, wo Du hin kommst (ZVS für beschränkte Studiengänge) musst Du dann meist sehr schnell nehmen was irgendwie geht. Und neuere Wohnheime haben meist gar keine 9qm-Zellen mehr, sondern immer ab 15qm aufwärts.

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