Nach Trennung wieder zusammen kommen?

    • (1) 04.06.19 - 20:28
      elisekk

      Hi
      Ich bin schwanger und bekomme unser 4 Wunschkind. Am Anfang der Schwangerschaft hatten wir eine schwere Krise und ohne die Kinder hätten wir uns wohl sofort getrennt. Weil es am einfachsten gewesen wäre. Betrug oder andere schwerwiegende Vertrauensbrüche gab es nicht. Wir haben uns einfach nicht mehr als Paar gesehen und waren nur noch Eltern. Die Kinder waren und sind alle absolute Wunschkinder, aber wir haben das über die letzten Jahre schlecht gemanaged und auf Paarebene war nicht viel.
      Mein Mann war sich nicht sicher ob noch genug Liebe da war und auch ich war niedergeschlagen. Aber ich wusste dass ich ihn liebe und dachte, wir können an unserer Beziehung arbeiten.Er brauchte Bedenkzeit und dann haben wir uns entschieden an uns zu arbeiten. Eins war uns beiden klar: eine Beziehungspause ist mit Kindern nicht. Es gäbe nur die Möglichkeit der Trennung und das wäre endgültig. Damit hätten wir uns nicht vorstellen können, jemals wieder zueinander zu finden.
      Mal ganz abgesehen, von dem Rattenschwanz den eine Trennung nach sich ziehen würde. Für unsere Kind, uns, Wohnsituation,... So weiß tatsächlich kaum einer von unserer Krise, deshalb muss ich auch Anonym schrieben.
      Wir sind so gut gefahren und konnten schon schnell merken, was auch kleine Änderungen ausmachen können.
      Jetzt lese ich hier oft von UserInnen, die wieder mit dem Partner zusammen kamen. Teils auch nach Betrug und ähnlichem. Wie geht das?
      Wie war das für euch und euer Umfeld? Für die Kinder? Habt ihr euch nicht nach der Trennung so richtig aus den Augen verloren???

      GLG

      • (2) 04.06.19 - 21:16

        Seid Ihr denn jetzt getrennt oder nicht?
        Wie alt sind die Kinder?

        • (3) 04.06.19 - 21:24

          Nein. Ich schreibe doch dass wir uns entschieden haben an uns & unserer Beziehung zu arbeiten und dass wir schnell schon merkten was kleine Änderungen ausmachen. Wir haben die Krise überwunden und machen vieles anders und besser.
          Wir haben 3 Kinder unter 6 und das Baby ist unterwegs. Es ging also schnell, was wir so wollten. Aber wir haben uns selbst mächtig schleifen lassen.

          • (4) 04.06.19 - 23:02

            Ich frage, weil die Überschrift darauf hindeudet, nicht aber der Text.

            Wie dem auch sei, ich lebe seit 2 Jahren getrennt, bei uns gab es aber massive Trennungsgründe und keiner will den anderen zurück.
            Trotzdem haben wir ein fast freundschaftliches Verhältnis zueinander.

            Ja, als Paar habt Ihr es wohl schleifen lassen, ich frage mich nur, ob es überhaupt geht, dass man eine Paarebene behält, wenn man bald 4 kleine KInder zu Hause hat.
            U.U. muss eine Ehe auch mal eine Phase aushalten, in der es andere Prioritäten gibt.
            Man sollte nicht alles hinschmeißen, weil die Paarebene im Moment leidet.
            Das ändert sich ja auch wieder.

            • (5) 05.06.19 - 08:30

              <<<Ja, als Paar habt Ihr es wohl schleifen lassen, ich frage mich nur, ob es überhaupt geht, dass man eine Paarebene behält, wenn man bald 4 kleine KInder zu Hause hat.>>>

              Genau das wäre jetzt in diesem Falle auch mein Bedenken. Anstatt erst mal die Paarebene wieder herzurichten kommt das vierte Kind. Ich denke, das wird schwer(er) umsetzbar sein.

              • (6) 05.06.19 - 10:18

                Hast du meinen Beitrag gelesen? Die Krise war direkt am Anfang und ich stehe kurz vor der Entbindung.
                Wie hatten also schon einige Zeit, die wir auch intensiv genutzt haben. Wir müssen weiter an uns arbeiten um nicht in den alten Alltag zu verfallen. Aber bisher klappt es gut. Das Baby wird nochmal die Familie ändern, aber wir wissen was auf uns zukommt und worauf wir achten müssen.

                • (7) 05.06.19 - 12:27

                  Er war sich seiner Liebe nicht mehr sicher und brauchte Bedenkzeit. Und das bei der vierten Schwangerschaft. Wenn ihr das ändert, was die Liebe auf Eis gelegt hat, dann könnte es klappen. Aber wenn nur du kämpfst, dann macht es keinen Sinn. Man kann nur hoffen, dass der alte Alltag nicht wieder kommt, da die Paarebene erst mal wieder auf der Strecke bleibt. Dass du kurz vor der Entbindung stehs stand nicht im Ausgangsthread. Aber dafür alles gute und viel Glück.

            (8) 05.06.19 - 10:15

            Sie hat nicht nur gelitten, sie hat nicht existiert. Wir haben uns keine Zeit für uns genommen, keine Zeit nehmen wollen weil die Kinder nur einmal klein sind. Wir hatten 3 Termine bei einer Paarberatung die uns sehr geholfen haben. Jetzt nehmen wir uns bewusst Zeit, haben kein schlechtes Gewissen wenn der Babysitter mal kommt und wir einfach so etwas für uns machen,.. Und das wichtigste sind natürlich die Veränderungen im Alltag. Das Baby werden wir natürlich am Anfang im Schlepptau haben, aber auch da werden wir es anders machen als mit den anderen.

    Hallo!

    Ich kann dir gerne mal berichten, wie es bei meinem Mann und mir ist/war..

    Ich habe mich getrennt, weil ich nicht mehr glücklich war in der Ehe und wir auch nur noch Eltern waren..Irgendwie hatten wir uns als Paar total aus den Augen verloren, womit ich irgendwann nicht mehr klar gekommen bin..
    Die Trennung war alleine vom Organisatorischen her schon nicht einfach, ich musste mir einen neuen Job suchen, eine neue Wohnung mit unserem Kind, das Finanzielle musste getrennt werden usw usw..Für unser zu der Zeit 5 jähriges Kind war es natürlich auch nicht einfach, das musste ich auch irgendwie auffangen und trotz allem Normalität herstellen..
    Mein Mann war nach der anfänglichen „Trauerphase“ von 3 Wochen dann irgendwann froh um seine neue Freiheit, war viel feiern und hat seine neue Freundin kennengelernt..
    Prinzipiell ging es mich nichts mehr an, aber er hat unser Kind von Anfang an mit in seine neue Beziehung rein gezogen - was natürlich für viel Ärger gesorgt hat, da ich dann das weinende Kind zu Hause sitzen hatte und auch das wieder auffangen musste..

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Trotz des ganzen Ärgers den wir hatten, konnten wir nie wirklich emotional voneinander los lassen..Irgendwann haben wir uns wieder angenähert, sind öfter abends mal was essen oder trinken gegangen oder einfach nur mal spazieren - ohne Kind..
    Wir sind dann nach längerer Zeit wieder zu ihm gezogen und es funktioniert bis heute..Allerdings ist es jeden Tag verdammt harte Arbeit, nicht wieder in alte Muster zu rutschen und, jetzt in unserem Fall, auch Vertrauensbrüche und Verletzungen „auszublenden“ und nicht immer wieder hoch zu holen..
    Meiner Erfahrung nach müssen beide bereit sein an sich und der Beziehung zu arbeiten, sonst sehe ich keine Chance, den Karren aus dem Dreck zu ziehen!

    Ich wünsche euch, dass ihr es schafft!

    LG
    rote.kirschbluete

    • Bei uns war es ähnlich. Wir hatten aber größere Probleme, komplette Trennung mit zwei Kindern durchgezogen, Hausverkauf, alles drum und dran. Nur die Scheidung war noch nicht beantragt.

      Allerdings ging es mir sehr schlecht ohne meinen Mann. Als er dann auch eine neue hatte, hätte ich sterben können vor Schmerz.

      Wir haben etztendlich auch wieder zueinander gefunden, wohnen wieder zusammen und es funktioniert. Genau wie du es beschreibst, ist es immer wieder die Aufgabe, gegen alte Gewohnheiten zu kämpfen, nicht die gleichen Fehler zu wiederholen, und auch, zu verarbeiten, dass da Jemand anderes zwischen war.

      Aber der Kampf lohnt. Familie ist ein hohes Gut! Und die Kinder freuen sich sehr.

      LG

      • Ja genau, so ging es mir auch - obwohl ich diejenige war, die sich getrennt hat.
        Im einen Moment war ich unfassbar sauer auf ihn, weil er sich so ätzend benommen hat und im anderen Moment habe ich ihn wahnsinnig vermisst und hätte nur heulen können..
        Dieses Wechselbad der Gefühle habe ich als sehr anstrengend empfunden, weil ja niemals irgendwie Ruhe eingekehrt ist..

        Aber nun läuft es umso besser und wie du schon sagst, die harte Arbeit lohnt sich!

        Ich wünsche euch, dass ihr es auch weiterhin zusammen schafft! #liebdrueck

        LG

(12) 05.06.19 - 09:06

Hallo.

Bereits am Anfang der 4. Wunschkind-Schwangerschaft dachtet ihr an Trennung, weil ihr keine Paarebene mehr hattet? #gruebel

Sorry, aber das eine schließt doch wohl das andere komplett aus?!?

Warum bekommt man ein 4. Kind, wenn man erst an seiner Beziehung arbeiten sollte/müsste/möchte?!?#zitter

  • (13) 05.06.19 - 10:06

    Wieso sollte es das? Die Kinder sind vielleicht noch jung, aber zusammen sind wir seit über 15 Jahren. Mehrere Kinder wollten wir schon immer. Unser 3 Kind kam mit einer Fehlbildung zur Welt, das hat Kraft gekostet. Dann gab es noch andere Stress Faktoren. Als Eltern haben wir immer super funktioniert und wollten ein weiteres Kind, nur als paar haben wir uns aus den Augen verloren gehabt.
    Hochgekocht ist das eben erst als ich bereits schwanger war.

    • (14) 05.06.19 - 10:34

      Das mag schon sein, dass ihr als Eltern gut funktioniert. Ich finde es aber trotzdem blauäugig, bewusst weitere Kinder in die Welt zu setzen, wenns auf der Paarebene so hapert, dass man sogar an Trennung denkt.

      Wie würde denn euer Familienleben funktionieren, wenn ihr euch trennen würdet?
      Habt ihr das schon mal gedanklich weitergespielt? Bei wem bleiben die Kinder? Wer unterstützt wen finanziell? Kann sich der, bei dem die Kinder bleiben das Haus/Wohnung weiterhin leisten? Das Ganze wird doch mit jedem Kind schwieriger.... #zitter

      Wie dem auch sei.... Ihr könnt nur versuchen, eure Beziehung wieder auf die Reihe zu kriegen. Vielleicht wäre eine Paartherapie ja ne Alternive für euch.

      Alles Gute!

      • (15) 05.06.19 - 10:53

        Verstehst du es nicht? Ich war bereits schwanger als wir die besagte Krise hatten. Bis dato war das auch nicht klar und dass es für meinen Mann so schlecht steht, hat mich überrascht. Ich vermisste uns als Paar, aber sah das anders als er.
        Nein das haben wir nicht in dem Umfang ausdiskutiert, Trennung war dann ja nicht unser Ziel. Aber finanziell kämen wir beide gut klar mit und für die Kinder.
        Paarberatung haben wir schon gemacht und wie ich oben schreibe, haben unsere Veränderungen Erfolg ;-)

        • (16) 05.06.19 - 11:34

          Scheinbar versteh ich es wirklich nicht.... #schwitz

          - Wunschschwangerschaft....
          - währenddessen dicke Krise....
          - Kind ist scheinar noch nicht auf der Welt, aber Paartherapie bereits erfolgreich abgelegt

          Respekt! Macht weiter so in der Geschwindigkeit, dann ist sicher bald wieder alles im Lot!

          Viel Glück! #winke

      (17) 05.06.19 - 12:30

      <<<Das mag schon sein, dass ihr als Eltern gut funktioniert. Ich finde es aber trotzdem blauäugig, bewusst weitere Kinder in die Welt zu setzen, wenns auf der Paarebene so hapert, dass man sogar an Trennung denkt.>>>

      #pro

      Das denke ich auch. Wie soll ein Wunschkind entstehen, wenn es keine Paarebene mehr gibt. Das beißt sich irgendwie.

(18) 05.06.19 - 10:39
Jetztverheiratet

Ich schreibe jetzt mam anonym, weil ich nicht möchte das jemand Rückschlüsse ziehen kann (wer weiß wer alles mitliest)

Nach 2,5 jahren Beziehung, hatten wir eine Krise, er fühlte sich allein gelassen, ich fühlte mich allein gelassen. Wir beide waren psychisch sehr angeschlagen. Also trennten wir uns im Streit heraus. Mir wurde ein Ultimatum gestellt, aus reiner Hilflosigkeit und ich entscheide mich immer für das "oder"...
Wir hatten schon einige Dinge gemeinsam, die wir nach und nach auflösten. Jeder in seine Wege gegangen und wir haben und freundschaftlich wieder angenähert. Nach einer Zeit funkte es wieder, etwa ein Jahr nach der Trennung. Wir haben hart an uns gearbeitet und viel geredet. Wir haben das vergangene aufgearbeitet und konnten uns wieder vertrauen und gut aufeinander einlassen. Wir sind uns heute sicher, dass wir damals einfach noch nicht so weit waren. Heute sind wir glücklich verheiratet und wir wissen, wir wollen nicht mehr ohneeinander. Das haben wir schließlich ausprobiert und fanden es beide nicht so toll.

Alles gute euch

(19) 05.06.19 - 19:58

Hallo
Uns ist es so ergangen. Vorstellen konnte ich mir vor diesen Zeit so vieles nicht. So habe ich auch am Anfang reagiert und über die Beziehung reden, ging nicht. Für mich war Schluss und dazu habe ich mir einiges eingeredet.
Für die Kinder tut es mir Leid. Mich tröstet der Gedanke, dass sie auch in dieser Zeit beide Elternteile sehr präsent hatte.
Es ist viel passiert und dann haben wir uns wieder angenähert und etlich angefangen, richtig zu sprechen. Dafür haben wir uns auch Zeit genommen. Einfach mal eben wieder zusammen sein und alles ist gut, ist nicht.
Ich bin froh dass wir uns getraut haben.

LG

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