Uneinigkeit über Beruf, Familie ,Beruf

    • (1) 09.06.19 - 23:37
      Terrain 19

      Mein Partner und ich haben fest gestellt dass unsere Vorstellungen wie Beruf und Familie vereinbart werden können, ziemlich auseinander liegen.
      Wenn ein Kind kommt, bin ich bereit beruflich etwas kürzer zu treten.... Obwohl ich damit meine Stelle aufgeben muss und mich nach 6 Monaten Pause und einer 30 Stunden Woche mit weniger Geld aufgrund der schlechter bezahlten Position ( quasi eine Etage unter meiner jetzigen) und weniger Stunden zufrieden geben muss.
      Er möchte nur 2 Monate aussetzen, am liebsten gar nicht.
      Möchte keinen Karriere Knick riskieren, wenn er ebenfalls 6 Monate Pause macht.
      Das ärgert mich, denn wo ist da sein Beitrag?
      Zum Geldverdienen brauche ich ihn nicht, ich verdiene mit 30 Stunden immer noch mehr als er in Vollzeit.Diese klassische Rollenverteilung kommt für mich nicht in Frage, Frau dauerhaft Teilzeit, Mann Vollzeit ohne Rücksicht auf die Kinder.
      Wie seht ihr das?
      Ich kann mir so kein Kind vorstellen.

      • Zuhause bleibt wer weniger verdient, würde ich mal sagen.

        Wer „nur arbeitet“, aber keine „Karriere macht“ sollte dem anderen nicht unnötig Stolpersteine in den Weg werfen.

        • Na dann haben mein Mann und ich es wohl verkehrt gemacht. Er arbeitet " nur" und war 8 Monate in Elternzeit, während ich in meinem schlechter bezahlten Beruf tätig war.

          (4) 10.06.19 - 12:48

          Dann muss also mein Mann zu Hause bleiben weil ich mehr verdiene und ich Karriere orientiert bin und er nur arbeitet...was für ein Schwachsinn.
          Er arbeitet genauso wie ich und ich würde nie erwarten dass er dauerhaft zu Hause bleibt oder weniger arbeitet.

      Ich würde das dann auch lassen.

      Hast Du auch richtig gerechnet? Liest sich so, als hättest Du JETZT mehr Geld mit 30 Stunden. Wie sieht es denn nachher in der Realität aus, wenn Du nur noch 30 Stunden schlechter bezahlt bist?

      Ich würde auch mehr Augenmerk auf die langfristigen Dinge legen. Erziehung, Betreuung im Krankheitsfall, Wer bringt das Kind wann, wo hin.

      Im Grunde kommt's nicht auf 6 Monate daheim bleiben an... Das Kind wird erst mit 18 volljährig - bis dahin seid ihr verantwortlich.

      (6) 10.06.19 - 07:37

      Warum wollt ihr überhaupt Kinder? Ihr liebt beide eure Arbeit, keiner will zu Hause bleiben, das Kind würde sehr wahrscheinlich früh in den Kiga kommen, also lasst es einfach. Man muss ja keine Kinder haben um glücklich zu sein. Ein Kind verändert nun mal alles.

      • (7) 10.06.19 - 09:42

        War klar, dass diese dämliche (anders kann man das langsam nicht mehr nennen) Frage wieder kommt.

        Ihre Vorstellung ist es, dass sie ein halbes Jahr sie zu Hause bleibt und anschließend er. Sie würde sogar nach der Elternzeit nur noch 30 Stunden auf einer schlechteren Position arbeiten. Wo nun die Arbeit vor dem Kind kommt, kann ich nicht erkennen.

        Aber ja, am besten bekommen nur noch Leute Kinder die diese mindestens 3 Jahre zu Hause betreuen können und wollen. Hat man Pech gehabt, wenn das Einkommen nicht für 3 Jahre Auszeit reicht. Muss man halt so glücklich werden

        • (8) 10.06.19 - 13:45

          Ich finde die Frage völlig berechtigt. Jeder darf seine eigenen Vorstellungen haben und wenn die TE unter diesen Umständen keine Kinder bekommen möchte dass soll sie es bleiben lassen. Dann kann mir aber auch keiner erzählen dass der Kinderwunsch unglaublich groß wäre.

          Ich selbst hätte mir nie vorstellen können mach 6 Monaten wieder arbeiten zu gehen. Ich bin nach 12 Monaten in TZ wieder eingestiegen und werden die nächsten Jahre TZ arbeiten (25 Stunden). Ich bin also keine „bloß keine Fremdbetreuung vor 3 Jahren“ Tante.

          Aber es ist nun mal so: wenn man sich für Kinder entscheidet verändert sich das Leben. Und entweder möchte man das und lässt sich vollen Herzens drauf ein oder man lässt es bleiben. Oder man sucht sich einen Partner der die gleiche Meinung wie man selbst vertritt.

          • "wenn man sich für Kinder entscheidet verändert sich das Leben." Genau und scheinbar hat die TE das ja begriffen, ihr Partner aber nicht. Und deshalb ist die Frage an SIE nicht berechtigt, wohl eher dem Partner gegenüber.

            Diese Pauschalisierungen tragen zu keiner sachlichen Diskussion bei, denn das würde implizieren, dass nur derjenige KInder bekommen darf, der sich völlig aufopfert, egal zu welchem Preis. Das kann ja wohl nicht ernstgemeint sein.

      (10) 10.06.19 - 10:05

      Darf man heutzutage eigentlich nur noch Kinder bekommen, wenn man bereit ist, jahrelang zu Hause zu bleiben und dann anschließend maximal ein paar Stündlein vormittags zu arbeiten, damit man ja pünktlich wieder zu Hause ist, um das Schulkind mit einem frisch gekochten Mittagessen zu erwarten?

      • Werden sich einige Einrichtungen sicher auch freuen, wo Frauen hauptsächlich arbeiten.

        Kann der Handel auch nur noch Vormittags öffnen, da ja am Nachmittag alle Muttis zu Hause sind.

        Oder Spitäler. In der Nacht ein Notfall? Tut mir leid, unsere Ärztinnen arbeiten nur von 8-12, dann sperren wir zu.


        🤣🤣🤣

    (12) 10.06.19 - 11:04

    Diese Denkweise ist an Dreistigkeit echt nicht zu überbieten. #putz

    (13) 10.06.19 - 12:15

    Und warum ist das schlimm, dass ein Kind früh in den Kindergarten kommt?

(14) 10.06.19 - 07:37

Welches Modell gewählt wird, ist relativ egal.
Für beide Elternteile sollte es passen.

Ist er nur widerwillig zu Hause / ist sie nur widerwillig zu Hause, kann das eine Menge Frust aufbauen, das sich auf die Beziehung/das Familienleben überträgt.


Geht vorher verschiedene Modelle durch. Lehnt er alle ab/lehnt sie alle ab, würde ich davon Abstand nehmen.

Gibt es Punkte, bei denen Kompromisse möglich sind oder Alternativen oder Möglichkeiten, wie man es anders lösen könnte, dann prima.
Wenn es dann anders kommt, als geplant, ist zumindest eine sehr wichtige Grundlage da: darüber reden können! Lösungen finden.


Warum kann er/sie es sich nicht vorstellen? (welches Modell auch immer)
Welche Gefühle stecken dahinter?
Manchmal hilft es darüber zu reden.

Blockt er/sie komplett ab: es hat so zu sein, weil so ist, würde ich Abstand nehmen.

Lasst es lieber mit einem Kind. Ihr seid beide zu sehr auf euch fixiert. Wenn ihr ein Kind bekommt, ist es mit der Elternzeit nicht getan.
- wer betreut das Kind hinterher?
- wer kümmert sich darum, wenn es krank ist (und gerade Kindergartenkinder sind oft krank)?
- wer geht mit zu Kindergarten-/Schulaufführungen?
- wer hilft bei Hausaufgaben?
- wer begleitet zu Arztbesuchen und Hobbies?
- wer beschäftigt es, wenn ihr von der Arbeit nach Hause kommt und müde seid?

Wenn jetzt schon keiner von euch bei der Elternzeit zurück stecken will, dann lasst es lieber. Ein Kind bedeutet so viel mehr als das.

  • (16) 10.06.19 - 09:28

    Das wäre ja möglich wenn wir beide 30 Stunden machen, dauerhaft.
    Finanziell kein Problem, ich denke nicht einer von beiden ist hauptsächlich fürs Kind bzw für das Geld verdienen verantwortlich, sondern beide zu ungefähr gleichen Teilen.
    Zumindest sollte jeder einen gewissen Beitrag zur Kinderbetreuung leisten und natürlich auch zur Finanzierung der Familie.
    Ich habe einen zwölf Jahre alten Sohn, mit dem Vater hab ich es so gemacht, und ja, er war mit 1 Jahr 45 Stunden im Kiga.

    (17) 10.06.19 - 09:55

    Wie meinen?
    Nicht zurück stecken?
    Ich würde ein halbes Jahr zu Hause bleiben und danach 30 Stunden machen....was denn noch...3 Jahre?
    Oder 6 , oder 18?...oder gar nicht mehr arbeiten bis das Kind erwachsen ist?
    Dann dürfte mein Sohn der 12 ist, ja gar nicht existieren.
    Denn da habe ich es mir meinem Ex Mann so gemacht deshalb weiß ich dass es geht.

    Wo liest du denn, das keiner zurückstecken möchte? Wieder diese typische Denkweise, bei der mir die Hutschnur hochgeht. Es muss doch nicht nur ein Elternteil zurückstecken, beide sind für die Kinder zuständig, auch wenn das bei vielen Frauen anscheinend einfach nicht ankommen will #augen

    • Sie streiten sich darum, wer wie beruflich zurück steckt.

      Wo genau liest Du in meinem Beitrag, dass ich nicht der Meinung bin, dass beide Elternteile für die Kinder zuständig sind? Das hätte ich gerne mal erklärt.

      • So klingt es einfach, unterschwellig. Dass die TE zurückstecken will, registierst du zum Beispiel überhaupt nicht. -> "Wenn jetzt schon keiner von euch bei der Elternzeit zurück stecken will, dann lasst es lieber."

        Deine Aufzählung suggeriert, dass keiner von beiden zu diesen Aufgaben bereit wäre, obwohl die TE ganz klar sagt, dass sie Elternzeit nehmen möchte und ihre Arbeitszeit nach der Elternzeit runterschrauben wird.

        Nur weil man nicht drei Jahre zu Hause bleibt, ist man auch nicht auf sich fixiert. So klingt das aber bei dir, auch wenn du es nicht explizit so schreibst. Der Vater findet mal wieder keine Erwähnung, obwohl er es ist, der nicht zurückstecken will - im Gegensatz zur TE.

Wo liest du im Eingangspost, dass die TE nicht zurückstecken will?

Vielleicht wäre eine Kinderfrau eine Option für Euch? Die kostet natürlich einiges, hat aber den Vorteil, dass sie bei Euch zu Hause arbeitet.

(23) 10.06.19 - 08:44

Ich verdiene mit 30 Stunden immer noch mehr als in Vollzeit.

Das klingt ziemlich überheblich und zeugt von wenig Wertschätzung. Von dir würde ich auch nicht abhängig sein wollen.

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