An alle mit Schwiegerfamilie im Ausland, wie Besuche und generelle Erwartungen händeln?

    • (1) 10.06.19 - 11:01
      Vivelafrancee

      So, in zwei Monaten steht bei uns die Geburt des ersten und wahrscheinlich einzigsten Kindes an. Die Schwiegerfamilie lebt im EU Ausland 700 km entfernt und hat mir gestern freudig mitgeteilt, dass sie planen, ungefähr drei Wochen nach der Geburt zu kommen, um das neue Enkelchen zu begründen. Zu zweit oder noch mit Schwager und Anhang (2 kids).

      Sie würden im Hotel wohnen und eine knappe Woche bleiben. Dann wird wohl auch ganz natürlich erwartet, dass wir spätestens Weihnachten hinfahren.

      Sie haben schon zwei kleine Enkel, die in derselben Gegend leben und sehr oft auch über länger bei ihnen sind, neulich zehn Tage am Stück, damit der Schwager renovieren kann. Gehen sehr in der Rolle als Großeltern auf.

      Sie freuen sich sehr aufs Enkelchen, ich fühle mich aber gelegentlich etwas belagert damit, da ich generell gern meine Ruhe und meinen Rhythmus habe und mich nicht gerne verplanen lasse.

      Für mich sind die Besuche bei der Schwiegerfamilie schon immer ohne Kind anstrengend, weil es rund um die Uhr Verwandtschaft gibt, die kommt oder zu denen man fährt. Es gibt nie eine Pause und da es eine sehr ländliche Gegend ist, wohnen wir immer bei der Familie, hier gibt es keine Hotels.
      Ich mache es meinem Mann zuliebe gerne mehrmals im Jahr für 4-5 Tage mit, da er ja weit weg von ihnen wohnt und die Zeiten mit Familie sehr genießt. Ich mag sie alle gerne, aber es ist nicht so wirklich meine Welt.

      Meine Frage an alle Schwiegereltern oder auch Eltern in ähnlicher Situation ist nun, wie ich ihnen ohne sie zu enttäuschen mitteilen kann, dass ich einfach so kurz nach der Geburt noch keinen Besuch möchte oder wenn, dann spontan. Ich hab ja keine Ahnung, wie wir dann beisammen sind! Vielleicht läuft alles einfach, vielleicht auch nicht.

      Wärt ihr als frischgebackene Großeltern beleidigt, wenn ihr einige Monate warten müsstet, um den neuen Enkel zu sehen?
      Sie sind eigentlich immer höflich und respektvoll und wir kommen sehr gut aus, aber nu hab ich hier so oft gelesen, dass es plötzlich zu viel Ärger und Missverständnissen kommt, wenn ein Enkel geboren wird.

      Mir ist auch mulmig bei dem Gedanken, mit Baby hier zu seiner Familie zu fahren, denn da haben wir dann wirklich gar keine Ruhe mehr. Müssen wir wahrscheinlich einfach ausprobieren, aber ich stelle es mir anstrengend vor. Möchte aber auf jeden Fall, dass sowohl unser Kind als auch seine Familie im Ausland eine schöne Beziehung zueinander aufbauen können, auch wenn es nicht so ganz meine Welt ist.

      Danke schonmal

      • Hi,
        erstmal wünsche ich dir alles gute für den Rest der Schwangerschaft!
        Wenn die Familie im Hotel wohnen wird, würde ich das entspannt sehen, wenn du noch Ruhe brauchst, reicht es ja, wenn sie immer nur kurz kommen, oder dein Mann sich mit Ihnen außerhalb trifft, ggf wenn das Baby grad gestillt wurde zum Spaziergang.
        Ich denke Sie freuen sich einfach sehr und wollen euch auch unterstützen.
        Vllt kann man aus den drei Wochen nach Geburt auch fünf machen bzw ihr redet über den Zeitpunkt nach der Geburt, dann weißt du auch wie es dir geht.
        lg

      Hier prallen dann vor allem die ausländische (französische?) und deutsche Vorstellung von Familie aufeinander !

      Es nützen Dir wenig Tipps wie man das mit deutschen Schwiegers händelt, wenn Deine Schwiegers eine ander Menthalität haben.

      Gerade in Frankreich 🇫🇷 hat man ja eine ganz andere Einstellung zu Familie, auch in südlicheren Ländern, in Osteuropa sowieso, und von Muslimischen Familie gar nicht zu sprechen.

      Deutsche Kälte in Familiensachen ist schon sehr speziell.

      Mit kategorischen „Bleibt weg“ könntest Du es Dir so ziemlich verscherzen.

      An Deiner Stelle würde ich das ausgiebig mit dem Mann klären, wie er den gedenkt die Zeit mit der Familie zu organisieren, sie versorgen, verköstigen, bei Laune halten, Dir den nötigen Freiraum geben.

      Er soll nicht erwarten, dass Du 3 Wochen nach der Geburt fit bist und alles alleine hinbekommen musst.

      Erst recht nicht wenn sich die Familie eine Woche abwechslungsreichen Urlaub in Deutschland erhofft, zu Sehenswürdigkeiten kutschiert und mit Spezialitäten verköstigt werden will.

      • "Er soll nicht erwarten, dass Du 3 Wochen nach der Geburt fit bist und alles alleine hinbekommen musst. "

        Steht das hier irgendwo?

        Meine Schwiegerfamilie kommt auch aus einem anderen EU Land. Allerdings leben wir hier, also sind es meine Eltern, die regelmäßig zu Besuch kommen.

        Manches ist anstrengend, sowohl bei den Besuchen meiner Eltern, als auch bei den Kontakten mit der Schwiegerfamilie, aber insgesamt fällt es mir nicht so schwer, mal tief durch zu atmen, und halt zu akzeptieren, dass manches anders läuft als ich es machen würde.

        Ich finde, drei Wochen nach der Geburt für eine Woche mit Hotel ziemlich OK. Ich fände es nicht in Ordnung, von den Großeltern zu verlangen, dass sie monatelang warten, bis sie ihr Enkel hen kennen lernen.

        Ebenso mit dem Weihnachtsbesuch. Wir feiern abwechselnd bei seinen und meinen Eltern Weihnachten und dann bei den anderen Sylvester. Das gehört nicht unbedingt zu meinen Jahreshighlights, aber ich finde, das gehört halt dazu. Seine Familie ist jetzt halt irgendwie auch meine, und deren Kultur ist halt auch Teil meines Sohnes.

        Manches ist für mich natürlich anstrengend, aber nur, weil ich anders aufgewachsen bin, ist das ja nicht unbedingt besser. Also atme ich tief durch und lasse sie machen.

        Die Art, wie in Deutschland mit Kindern umgegangen wird, ist nunmal im internationalen Vergleich ziemlich ungewöhnlich. In den meisten Ländern sind Kinder halt ein bisschen "Allgemeingut" und werden von vielen beknuddelt und bespielt. Wenn man mit einem nicht-deutschen Partner ein Kind bekommst, dann muss man diesen Aspekt ein bisschen mit einplanen.

    "Wärt ihr als frischgebackene Großeltern beleidigt, wenn ihr einige Monate warten müsstet, um den neuen Enkel zu sehen?"


    Ja, wäre ich.

    (9) 10.06.19 - 11:44

    Das sie ins Hotel gehen ist doch schon mal.super. Vielleicht fuer dich daheim ein Ruhezimmer festlegen,.wo dich keiner stört? Ruckzugsmoeglichkeit fuer dich und dein Baby. Vorher der Familie erklärten, dass du jemand bist der einfach mal kurz Ruhe braucht. Wegen Weihnachten. Koennt ihr auch ein Hotel buchen. Babyhotel in dem du dich um wenig kümmern musst. Auch mal rueckzugsmoeglichkeit?

    • (10) 10.06.19 - 12:49

      Ja, sie müssen allein deshalb schon ins Hotel, weil wir gar keinen Platz haben, ist eine kleine Wohnung mit einem Schlafzimmer. Hier bei den Schwiegereltern ist das nächste Hotel fast eine Stunde Fahrt entfernt und wir wohnen immer bei ihnen, das würden sie bestimmt sehr persönlich nehmen, wenn wir uns plötzlich ausquartieren.
      Sie haben auch alle möglichen Utensilien fürs Baby im Haus, da ja die Neffen oft dort übernachten.
      Mit Kindern umgehen können sie, da mache ich mir gar keine Sorgen. Eher um mich selbst, ich halte mich dort doch immer sehr zurück, was meine eigenen Bedürfnisse angeht und passe mich mehr an den Rhythmus der Familie an, aber habe etwas Bedenken, dass ich vielleicht als frische Mutter irgendwie dünnhäutiger bin.

(12) 10.06.19 - 11:54

Da ist dringend Gesprächsbedarf mit deinem Mann.
Welche Vorstellung hat er? Welche Du? Und dann reden, reden, einen gemeinsamen Nenner finden. Aber nicht so, dass nur einer Kompromisse macht!

Und dann ist es an IHM das mit seiner Familie klären.

Naja der grundsätzliche Punkt ist für mich, dass Du über die Familien und Besuchsverhältnisse zuvor schon im Bilde warst. Dass das mit Kind etwas mehr wird war doch von vorne rein klar oder ?

Die Familie möchte das Kind kennen lernen und regelmäßig zeit mit dem Kind verbringen. Durch die Entfernung eben immer mehrere Tage. Mal nur für ne Stunde auf n Kaffee ist halt nicht drin.

Wenn man sich gegen Kinder entscheidet ist das noch nicht so dramatisch. Da kann der Mann seine Familie besuchen ohne dass es für Dich lästige Pflicht wird.

Mit Kind ist das schon schwieriger. Es sei denn der Vater fährt mit dem Kind allein zur Familie. Er macht die Besuche ja scheinbar sehr gern.

Übrigens finde ich es schon sehr rücksichtsvoll von der Familie dass sie sich nicht selbstverständlich selbst einladen sondern ins Hotel gehen.

Da gibts ganz andere...

  • (14) 10.06.19 - 12:43

    Sicher, ich kenne meinen Mann und seine Familie ja nicht erst seit gestern und war schon oft dort mit ihm. Allerdings sind dann Theorie und Praxis immer noch zwei verschiedene Dinge und über viele Details, die sich plötzlich mit Kind ergeben, denkt man einfach vorher nicht so nach, weil man nicht in der Situation steckt.
    Übrigens war es gar nicht klar, dass und ob wir überhaupt Kinder bekommen, daher sind jetzt natürlich alle doppelt erfreut... und eben auch aufgeregt.
    Finde ich ja auch schön, nur weiss ich nicht so genau, wie ich mit einigen Dingen umgehen soll. Wird sich dann wahrscheinlich aus den Situationen ergeben... und ja klar, manches muss vorher einfach besprochen werden.

    Schwiegermutter ist z.B. schon traurig, dass sie das Baby anfangs nicht füttern kann, weil ich stillen möchte. Hier in der Familie wurde seit den 70ern kein einziges Kind gestillt, aber dadurch ist die Betreuung natürlich flexibler.

    • (15) 10.06.19 - 18:32

      Kenne ich. Ausschließliches Stillen ist ja normalerweise nur 6 Monate. Meine Schwiegis durften dann Brei fuettern. Habe auch 6 Monate voll gestillt.

Hallo.

Als ich den Titel gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass die Familie gewisse Erwartungen an dich hat. Aber beim Lesen wurde klar, dass es genau umgekehrt ist. Du hast gewisse Erwartungen an sie. Und ja, bei deinen Erwartungen wäre ich als Großeltern bzw Schwiegerfamilie enttäuscht.

Natürlich weiß man nie, wie vorher alles wird und was da auf einen zukommt, aber ich kann nicht nachvollziehen, warum man ab dem Zeitpunkt der Geburt des eigenen Kindes nur noch sich selbst als Familie sieht. Für MICH bedeutet Familie viel mehr. Dazu gehören ganz klar Oma und Opa. Und zwar von Anfang an. Daher ist ein Besuch für mich, meinetwegen auch im Krankenhaus, völlig selbstverständlich. Sollte einem etwas Zuviel sein, kann man es dann immer noch klar äußern. Aber diese ständigen Posts "wir bekommen und ein Baby und die Familie will teilhaben", sind mir teilweise doch sehr suspekt.

Für mich haben Oma und Opa einen großen Stellenwert. Sie sind doch nicht irgendwer. Und die Großeltern eures Kindes nehmen dafür einen relativ langen Weg auf sich. Und übernachten dann auch noch im Hotel, für das sie die Kosten sehr wahrscheinlich selbst tragen. Ich finde das toll von deinen Großeltern.

Ein Teil der Familie meines Mannes lebt noch in Bosnien. Zum Zeitpunkt als unsere große Tochter geboren wurde, auch noch die Oma. Für mich war es selbstverständlich, dass wir runterfahren im ersten Sommer. Da war sie 3, 5 Monate alt. 18 Stunden Fahrt. Und auch die nächsten Jahre sind wir(dann schon mit zwei Kindern)immer jedes Jahr hin um hauptsächlich sie zu besuchen, damit unsere Kinder diese wunderbare Frau kennenlernen und sie unsere Kinder. Heute ist sie seit 4 Jahren verstorben, aber unsere Kinder können sich so gut an sie erinnern. Und das finde ich ganz wichtig und schön.

Lass es auf dich zukommen. Und schätze es ein wenig mehr. Bemühte Großeltern sind nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Viele Grüße

  • (17) 10.06.19 - 13:08

    Ich will seine Familie ja gar nicht ausschließen, aber habe eben einige Bedenken. Was du von deiner Schwiegerfamilie in Bosnien schilderst, kommt mir sehr bekannt vor aus meiner eigenen Kindheit. Hatte ein tolles Verhältnis zu meinen Großeltern und war jedes Jahr öfter und länger dort, obwohl sie über tausend Kilometer entfernt gelebt haben.

    Der grundlegende Unterschied ist wahrscheinlich, dass meine Mutter damals auch alleine zu ihren Schwiegereltern gefahren ist und sie ein enges Verhältnis und ganz ähnliche Vorstellungen von Freizeit und Lebensgestaltung allgemein hatten. Sagen wir mal so, sie hätten auch einfach sehr gute Freunde sein können, ohne dass sie mit meinem Vater verheiratet gewesen wäre.

    Mit meiner Schwiegerfamilie verstehe ich mich gut, aber es ist eben überhaupt nicht meine Welt. Daher muss ich mich auch öfter selbst zurücknehmen, da ich die Dinge ganz anders gestalten würde.
    Ich respektiere aber natürlich ihren Alltag und ihre Lebensweise, auch wenns nicht meine ist.
    Mein Mann ist da sehr flexibel und passt sich meist überall problemlos an. Ich krieg nach ein paar Tagen bei den Schwiegereltern aber immer einen starken Freiheitsdrang und obwohl ich mich vorher immer auf den Besuch freue, will ich dann nach ein paar Tagen weg. Sage ich natürlich so nicht!

    Ich weiß engagierte Großeltern durchaus zu schätzen, hatte ja selbst welche. Meine eigenen Eltern wohnen ganz in unserer Nähe, haben aber schon klargestellt, dass sie auf keinen Fall Babysitten werden... ist natürlich das andere Extrem.

    • Ich musste mich auch sehr an meine Schwiegereltern gewöhnen. Nicht, weil sie so schlimm sind, sondern weil sie so herzlich sind. Sie würden alles tun. Ihr letztes Hemd geben. Hinzu dann das "Körperliche ". Einfach mal so in den Arm genommen werden (meine Schwiegermutter), oder wenn man zu Besuch ist von A bis Z betüdelt und "bedient"zu werden. Das ist heute noch so. Das macht sie mit meinem Mann, mir, meinen Kindern. Das war für mich sehr ungewohnt.

      Ich habe früher auch so einiges kritisiert. Nach 12 Jahren Ehe und dem miteinander mit ihnen, bin ich entspannter geworden und belasse die Dinge und vor allem sie wie sie sind. Irgendwann werden sie nicht mehr sein und bis dahin nehme ich es an wie es ist. Denn spätestens wenn sie mal nicht mehr da sind, werden mir wahrscheinlich genau die Dinge fehlen.

      Versuche für dich, entspannter zu sein und es auf dich zukommen zu lassen. Und wenn es dann in der Situation zu viel wird, kannst du dich noch immer ausklinken.

Als Du Deinen Mann geheiratet hast, waren Dir die Lebensumstände und Gepflogenheiten seiner Familie bekannt. Wenn Dir die schon immer zu anstrengend waren, ist es für Deinen Mann auch nicht leicht, schade.
Die Großeltern quartieren sich im Hotel ein, sind bisher angenehm und respektvoll
und nun sollen sie am besten ein paar Monate warten, bis sie ihren Enkel kennenlernen dürfen. Nein, sie quartieren sich nicht für Wochen bei euch ein (wie hier schon oft gelesen)sie tun offenbar alles, um nicht zur Last zu fallen.
Du befürchtest, dass es zu Problemen kommen wird, wenn das Kind da ist.
Geh mal in Dich und überlege, an wem das liegen könnte, wenn das so kommt.....an Deinen Schwiegereltern wohl eher nicht.
Zusammen mit Deinem Mann werdet ihr die paar Tage wohl mit Anstand überstehen.
Ich bin sicher, in dieser Familie wird es nicht das erste Baby sein, welches geboren wurde - und somit bist Du nicht die erste Mutter mit Kind bei ihnen.
LG Moni

(20) 10.06.19 - 12:53

Also wir haben rechtzeitig vorher schon einen termin vorgeschlagen, a la, das kind kommt ja im dezember, dann kommt doch gleich fasching weil mann da urlaub hat etc. Wir haben mit absicht 8 wochen dazwischen liegen lassen mit der begründung dass mein mann da daheim ist, mehr zeit für den besuch hat und das baby ja schon so alt ist dass die es auch mal länger nehmen können, anlachen, spielen etc.
Wir haben einfach ruhig mit denen gesprochen und sie haben sich prima nach uns gerichtet. Habt ihr das schon probiert? Die meisten sind ja verständnisvoll wenn man es ihnen erklärt. Danach haben wir ausgemacht dass wir ca 6 monate später fliegen und die dann besuchen. Jeder besuch 4-5 tage. Mein mann hat eine Schwester die noch weiter weg wohnt in asien und die werden 1x pro jahr besucht, bleiben aber 3 wochen dort.

(21) 10.06.19 - 15:11

Wir leben auch 700km von den Schwiegereltern entfernt.
Ich habe damals gebeten dass sie entweder zur Geburt anreisen und uns sofort besuchen während wir noch im Krankenhaus sind oder nach dem Wochenbett kommen. Für die erste Zeit daheim wollte ich eine gewisse besuchsfreie Zeit und keinen direkt nachm Krankenhaus da haben. Auch nicht im Hotel. Das war gold wert rückblickend. Sie kamen dann früher. Nach knapp 4 Wochen und da ich einen Notkaiserschnitt hatte ging das gerade so vom laufen und von der Anstrengung her. Sie waren 3 volle Tage da (auch Hotel) was grenzgängig viel war.
Mein Mann war noch daheim. Ohne wäre es zu viel gewesen. Die Besuche danach waren länger. Das war dann aber ok.
Ich hatte alle gebeten dass sie nicht fest buchen bevor das Kind nicht da ist. Man weiss ja nie ob man überträgt, einen Kaiserschnitt hat... Das würde ich auch wieder so halten.
Wir hatten einige im Freundeskreis die sich sehr schnell sehr hartnäckig einladen wollten. Bin froh dass ich hart geblieben bin dass keiner vor der Geburt was bucht, die Familie kam nämlich beidseits sehr eng getaktet. Dh alle 2-3 Wochenenden war jemand da. Das war schon anstrengend genug.

Beim nächsten Kind an dem wir gerade arbeiten werde ich die Schwiegereltern bitten dass sie wirklich erst nach den 6 Wochen kommen, für den ersten Besuch wieder nur 3 Tage bleiben und wieder schauen dass mein Mann da daheim ist.

Wir haben Weihnachten alle zu uns eingeladen und so die Fahrerei umgangen. Es kamen allerdings nicht alle. Auch die Schwiegereltern nicht.
Eigentlich war der Plan dass wir Ostern hinfahren. Bisher sind wir noch nicht hin da unser Sohn Autofahren hasst. Er brüllt sobald er wach ist, muss brechen. Das tun wir uns uns va ihm nicht an... Wir haben das erklärt und um Verständnis deswegen gebeten und laden deswegenauch kommende Weihnachten wieder zu uns ein.

Ggf hilft dir das ein wenig weiter mit ein paar Ideen.

  • (22) 10.06.19 - 15:27

    PS. Weil du nach "Wie habt ihr erklärt" gefragt hast.
    Wir haben vorher gesagt "Wer es gar nicht aushalten mag kommt bitte sofort ins Krankenhaus und sagt unmittelbar Hallo zum Baby. Ansonsten bitten wir Euch dass ihr nicht sofort einlauft wenn wir aus dem Krankenhaus daheim sind. Wir vermuten dass wir das Wochenbett als solches wirklich brauchen zur Erholung und es wäre super wenn ihr uns die Zeit als Familie lasst und danach kommt.
    Lasst uns doch die genauen Termine absprechen wenn das Kind da ist und wir sehen wie es uns geht."

    Das haben fast alle verstanden.
    Meine Mutter wollte bei uns daheim 3-4 Tage wohnen während ich im Krankenhaus bin mit dem Kind und war sauer als ich das abgelehnt habe. Sie war mit mir 10 Tage dort da sie eine Infektion hatte. Das hat sich erst geklärt als sie verstanden hat dass man heute nach 3 bzw 4 Tagen bei Kaiserschnitt ausm Krankenhaus rausgeschmissen wird. Wir haben es dann so gelöst dass sie für einen Nachmittagsbesuch nach 10 Tagen kam. Da hat sie es dann vollends verstanden als sie gesehen hat dass ich immer noch schlecht zu Fuss unterwegs war.

    Weihnachten ist niemandem aufgestoßen. Das war für alle ok.

    Mein Rat. Frühzeitig reden. Erwartungen klären. Sie haben ja noch andere Enkel die Weihnachten da sind....

(23) 10.06.19 - 18:10

Hallo,

Ich lebe in Frankreich, meine Schwiegerfamilie ca 600 km von uns weg (in Frankreich) und meine eigene Familie 500 km entfernt in Deutschland.

Ich habe für dieses "Problem" die für uns gute Lösung gefunden: wir waren beide Familien besuchen, sobald es für mich ging. Da es mir nach den Geburten meiner Kinder immer schnell sehr gut ging, waren wir jeweils nach 3 bzw. 5 Wochen zu Besuch in der Familie (sobald die Hebamme ihr OK gegeben hatte). Ein paar Monate hätten es die Grosseltern nicht "ausgehalten" - und ganz ehrlich? Ich/Wir auch nicht.

Die Grosseltern waren ausser sich vor Freude und ich brauchte niemanden bewirten, betreuen oder sonstwas, und konnte mich voll auf meine Babys konzentrieren, es wurde ja für mich gekocht, gebacken und gemacht. Das war für mich viel erholsamer, als alle bei mir zu hause zu haben.

Wir hatten damals auch beengtere Wohnverhältnisse als die Schwieger- und die eigenen Eltern, da bot es sich an, zu ihnen zu fahren. Meine Kinder waren Gottseidank Reisekinder, denen die langen Fahrten nie etwas ausgemacht haben. Wir haben alle 6-8 Wochen die Reise nach D' angetreten, zur Schwiegerfamilie zugegebenerweise etwas seltener. Das gehörte für mich dazu, in die Familie eintauchen, die Grosseltern, Cousinen, Tanten und Onkel kennen zu lernen und eben auch die Unterschiede in der Lebensart kennen zu lernen und zu erleben.

Ich bin sehr froh, das wir das so gemacht haben. Mittlerweile sind meine Schwiegereltern und meine Eltern verstorben, aber die Kinder denken oft und gerne an diese Reisen/Wochenenden/Ferien zurück und hatten zu beiden Seiten ein gutes Verhältnis.

LG
ViveLaFrance

Ich finde das ist ein schwieriges Thema.
Vielleicht könntest du mit ihnen sprechen und sagen, dass sie sehr gerne kommen können aber du erstmal sehen willst wie es dir nach der Geburt geht und ob es ok für sie wäre wenn es auch 5 Wochen nach der Geburt wären.
Ich habe vor der Geburt meiner Tochter gesagt dass ich nicht weiß wie es mir geht und das gerne danach entscheiden würde.
Mein Vater wohnt ca. 600km weit weg und meine Schwiegereltern 500km.
Mir ging es nach der Geburt nicht gut und ich wollte niemanden bei nir haben weder im KH noch zu Hause. Mein Vater hat das akzeptiert und verstanden. Meine Schwiegermutter kam 2 Wochen nach der Geburt und war bitte enttäuscht. Hat geheult und fand das gar nicht gut. Sie wollten sich gleich nach der Neuigkeit ins Auto setzen und zu uns kommen. Mein Mann hat das alles abgewimmelt. Nicht nur sie, sondern jeglichen Besuch.
Habe dann versucht meiner Schiema zu erklären dass es nicht gegen sie geht. Mir war das eben alles zu viel. Ich hätte eine schwere und anstrengende Geburt. War hormonell total am Ende und hätte mein Kind niemandem in die Hand geben wollen und dafür wollten sie dann 500km fahren?
Ich fand es total doof mich zu rechtfertigen sondern hätte lieber das Verständnis von ihnen gehabt.
Also versuche dein Glück aber trotz reden muss es nicht gut laufen. Es wird eben nur das Enkelchen gesehen und nicht die Mama...
Das sich natürlich alle drüber freuen und daran teilhaben wollen ist natürlich verständlich.

(25) 10.06.19 - 20:06

Hallo,

dass deine Schwiegerfamilie von sich selber aus im Hotel übernachten wollen, ist schon mal sehr zuvorkommend. Auch, dass sie die weite Strecke auf sich nehmen möchten, um euch zu besuchen. Ich selber habe Verwandtschaft in Frankreich und gehen jedes Jahr dorthin. Von daher weiß ich, was es für ein Aufwand ist. Aufgrund dessen würde ich mich an deiner Stelle die paar Tage zusammenreißen und mich auch für deinen Mann freuen. Wann möchtest du denn sonst dein Baby deiner Schwiegerfamilie vorstellen?
Deine Eltern dürfen dich bestimmt selbstverständlich nach der Geburt besuchen oder? Warum soll es dann wiederum Schwierigkeiten bei den Eltern deines Mannes geben? Er möchte doch selber gerne sein erstes Kind seinen Eltern präsentieren.

Ein wenig egoistisch, wie ich finde..

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