Ein Kind (etwas)ausschließen

    • (1) 10.06.19 - 18:22

      Ich brauche dringend Meinungen von außen und weiß nicht ob ich da nicht falsch liege😑🙄Es geht um Folgendes:Wir waren heute bei Mutter meines Freundes zu Besuch.Alles super und schön,die Kinder haben sich sehr auf ihre Tante(so nennen sie)gefreut.Sie und Stiefvater meines Freundes waren die letzten 2 Wochen auf eine Tour im Ausland gewesen und sie hat paar Geschenke für die Kinder besorgt.Bin zur Zeit in der 30 Ssw und wir erwarten einem Jungen.Mama meines Freundes freut sich sehr auf ihrem ersten Enkel und hatte sehr viel für den kleinen gekauft.Für meine Tochter und ihre Nichte(die bald zu Besuch kommt)auch.Es waren sehr viele Sachen.Während die Mutti im Ausland war,hatte mein Sohn Geburtstag gehabt.Es kamen keine Wünsche ihrerseits,auch nicht nachträglich.Aus ihrer Reise brachte sie ihm nur ein einziges Hemd,was aber sehr schön war.Ich konnte irgendwie nicht zusehen,wie sie die Sachen rausgeholt hatte,und sagte das ist für x,das ist für y,das ist für z...wie gesagt es waren Unmengen an Sachen.Nur mein Sohn stand mit einem Hemdchen da.Ich weiß nicht...hat Sie ihm etwas vernachlässigt in dem Moment?🙄Natürlich,sie ist nicht seine Oma,das ist mir klar,aber sie möchte gern eine für meine Kinder sein und wiederholt immer "Wir sind eine Familie"...Ich weiß nicht,vielleicht sind das nur meine Hormone🙄wie sieht ihr das?

      • (2) 10.06.19 - 18:32

        Du hast „Unmengen“ für Dein Ungeborenes bekommen, das ein leibliches Enkelkind wird,
        und für Dein älteres Kind (aus anderer Beziehung?) nur ein Teil?

        Fände ich ehrlich gesagt ok und nett, dass das Kind auch bedacht wurde.

        Gleichbehandlung von leiblichen Enkelkindern und Bonus-Enkelkindern aus anderen Beziehungen halte ich nicht für selbstverständlich.
        Allenfalls ein extra i-Tüpfelchen.

        Eigentlich müsste man ein Bonus-Enkelkind nicht beschenken, da es ja normalerweise eigene Großeltern haben müsste.

      (4) 10.06.19 - 18:40

      Vielleicht ist das eine Sache, die ihr zuerst einmal für euch als Paar klären solltet, wie und wer für wen in welchem Umfang Geschenke "erbringt" und welche Situationen dabei vielleicht vermieden werden sollten.

      Und dann kann dein Partner mit seinen Eltern sprechen und sie darum bitte sich an diese und jene Regel zu halten.

      So wie ich das herauslese, seid ich Patchwork und das ist immer schwierig. Da müssen faire und zumutbare Lösungen für eben alle gefunden werden. Und sich auch neu finden.

      Bei uns z.B.haben wir uns im Gespräch mit den Großeltern aller Patchworkkinder darauf geeignet, dass gleichwertig geschenkt wird, dafür der Betrag aber weniger ist, da ja mehr Kinder beschenkt werden und dass sich die Omas und Opas auch ein wenig untereinander absprechen, damit es eben nicht zu solchen Situationen kommt.

      Wenn das bei euch partout nicht geht, würde ich mit ihnen zumindest vereinbaren, dass sie ihre Geschenke dann in einer Situation überreichen, wo das nicht leibliche Kind nicht blöd daneben steht.

      Und wenn bekannt ist dass Oma von A einen Roller schenkt, kann man ja mit Oma von B besprechen, dass ihr Geld auch in z.b. einen Roller investiert wird und am gleichen Tag geschenkt wird, sodass alle Kinder am selben Tag etwas gleichwertiges bekommen, aber dann jeder von seiner richtigen Oma. Ist kompliziert und eine Organisationsfrage. Aber wir versuchen das schon im Vorfeld zu koordinieren.

    Hallo also bei uns ist das klar geregelt aber eben auch unter meinem Mann und mir.
    Die große nicht leiblich und die kleine dürfen sich nicht unterscheiden in sachen Geschenke.
    Ansonsten kann der jenige gern alles behalten.
    Ich verstehe die Enttäuschung also sehr gut

    Lg

    • Super,dass ihr euch so abgesprochen habt💪und ich merke jetzt wirklich,dass bevor unser gemeinsames Kind auf der Welt ist,müssen wir auch noch einiges Absprechen(obwohl er bis jetzt nie Unterschiede machte und hat meine beiden Kinder unglaublich lieb).Aber eben über solche Sachen muss man reden.

(8) 10.06.19 - 19:04

Das heißt deine Tochter hat viele Geschenke bekommen und dein Sohn „nur“ das Hemd?
Hattest du in der Vergangenheit schon mal das Gefühl da sie deine Tochter mehr mag als deinen Sohn?

(10) 10.06.19 - 19:23

Hallo :)
Ich antworte dir, weil ich in der selben Situation stecke.. (mehr oder weniger)
Meine schwiegermama hat schon viele enkel auch von meinem Mann und ich bin auch schwanger (36ssw) und bringe eine Tochter aus früherer Beziehung mit.
Meine Schwiegermutter würde und hat noch nie Unterschiede gemacht jeder bekommt das selbe oder für die selbe Summe Geld, ob Geburtstag, Zeugnis oder sonst was.
Ich kann den Grund Gedanken verstehen Unterschiede zu machen auch unbewusst dad ist auch irgendwie okay ABER dann nicht vor dem Kind sprich deinem Sohn dass find ich doof dein Kind kann für die Familien Situation nichts und wird es entweder nicht verstehen warum alle so viel bekommen und er nicht (weil zu jung?) oder er wird sehr wohl verstehen warum er weniger bekommt und Das ist ein doofes Gefühl.
Trotzdem schön das sie ihn so annimmt was auch nicht selbstverständlich ist.
Schwieriges Thema.

Alles Liebe für dich

  • (11) 10.06.19 - 19:37

    Danke für deine Antwort!😊
    Ja,das Thema ist schwierig,aber ich merke momentan,dass man vielleicht durch ein Gespräch sich einigen /bzw. Regeln absprechen kann.

    Und ja,natürlich.Die Geschenke sind doch egal.Es geht doch darin,Wie sich das Kind fühlt...er hat natürlich nichts gesagt,nur sich brav bedankt.Ich weiß ehrlich gesagt nicht,ob ich nach einem Gespräch mit ihm suchen soll?

    • (12) 10.06.19 - 20:03

      Wie alt ist er?
      Also es gab mal ne Situation (kann mich nicht mehr genau daran erinnern was es genau war) und da erklärte ich nur das sie ja auch quasi leibliche Oma Opa hat, wo es ja auch was gibt...

(13) 10.06.19 - 22:06

Hallo

Für mich klingt es fast so, als hätte es eben viel mehr Auswahl für Mädchen gegeben als für Jungen. Ich weiß natürlich nicht, wieviel sie anderen Jungs mitgebracht hat.
Meine Eltern finden auch immer viel mehr Klamotten für Mädchen als für Jungen im Urlaub.

Also lieber ein schönes Teil als 5 Schreckliche.

Und der Geburtstag ging wahrscheinlich unbeabsichtigt unter im Urlaubsfeeling.

Lg

(14) 11.06.19 - 14:13

Also meine Mutter sieht die Tochter meines Partners genauso als Enkelin an, wie ihre noch ungeborenen Enkel. Sie bekommt immer ein Geschenk, egal ob zu Geburtstag, Weihnachten oder sonst wann. Wie es dann sein wird, wenn die leiblichen Enkel auf der Welt sind, steht noch in den Sternen.

Ich selbst bin geteilter Meinung hierzu. Selbstverständlich ist es nicht - meine Mutter müsste dies so nicht machen. Manchmal stört es mich sogar etwas (aber nur, weil die Geschenke der Tochter egal sind - ist ja kein iPhone - aber anderes Thema). Da meine Mutter sie aber gern hat und es so fühlt, soll sie es so machen.

Auf der anderen Seite sind mein großer Bruder und ich früher selbst von der Familie meines Stiefvaters ausgeschlossen worden. Geschenke gab es nur zu Weihnachten und Geburtstag - und hier gab es grundsätzlich 20-40€ weniger, als bei den "richtigen Kindern". Taschengeld oder Geld für gute Noten gab es bei meinem Bruder und mir überhaupt nicht - bei den anderen schon. Mit meinen mittlerweile über 30 Jahren habe ich Verständnis dafür und finde es auch nicht weiter dramatisch. Früher als Kind hatte ich eine starke Abneigung gegen diesen Teil der Familie. Nicht wegen dem Geld, das ich nie bekommen habe, sondern wegen der Ausgrenzung. Ich habe es einfach nicht verstanden. Man muss dazu sagen, wir durften auch nicht auf Familienfotos mit drauf.

Lass Deine Mutter so sein, wie sie sich fühlt. Sie ist erwachsen und es ist ihre Entscheidung. Wenn es Dich kränkt, sprich mit ihr.
Geschenke sollten von Herzen kommen, nicht aus einem Pflichtgefühl heraus. Deswegen freut Euch über das Hemd, sie hat an ihn gedacht.

Alles Gute #torte

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