Sohn will Namen des Vaters annehmen...

    • (1) 11.06.19 - 07:44
      Nachname

      Guten Morgen,

      mein Sohn (12 Jahre) hat einige Male beiläufig geäußert, dass er gern den Namen seines Vaters annehmen möchte.

      Hier die wichtigsten Fakten:
      - getrennt seit mein Sohn 5 Jahre alt ist
      - gemeinsames Sorgerecht
      - Sohn hat seit seiner Geburt meinen Mädchennamen
      - ich bin seit 3 Jahren verheiratet und trage den Namen meines Mannes

      Nun hat sein Vater mich ebenfalls angesprochen, dass er das auch möchte. Aber ich möchte es partout nicht, will nicht seinen Namen an meiner Tür sehen.

      Ich befürchte, dass es nur ein Floh im Kopf meines Sohnes ist. Im Netz steht, dass es nur geht, wenn ich dem auch zustimmt, was ich aber nicht möchte.

      Wisst ihr, was mir "blüht", sollte ich mich weiterhin weigern? Ich meine gerichtlich?

      P.S. Der Kontakt beläuft sich sporadisch auf 3-4 mal im Jahr zu seinem Vater. Die Bindung ist nicht innig. Ich schätze mein Sohn möchte seinem Vater einen Gefallen tun....

      • Hallo hast du mal ein gespräch mit deinem sohn geführt wieso er das möchte?

        Deiner Schilderung nach würde mir sofort einfallen das er keine Zugehörigkeit verspürt da du mittlerweile auch anders heißt.
        Eine einbennenung kam nicht in frage oder wollte er nicht?

        Lg

        • (3) 11.06.19 - 08:38

          Ich kann ein bisschen verstehen, dass mein Sohn nicht namentlich ausgeschlossen fühlt. Er wollte damals den Namen meines Mannes nicht annehmen und ich habe es auch nicht auf biegen und brechen weiter versucht sondern seinen Wunsch akzeptiert. Schließlich habe ich ja nichts gegen meinen Mädchennamen.

          Natürlich müsste ich den Wunsch meines Sohnes auch akzeptieren, dass er den Namen seines Vaters annehmen möchte. Aber ich hab nunmal große Probleme damit und mein Mann auch. Wir haben in der Vergangenheit immer nur Stress und großen Ärger mit dem Vater meines Sohnes gehabt. Immer waren irgendwo Baustellen. Das lastet sehr auf unseren Schultern. Mein Sohn weiß von alledem nichts und ich möchte ihm das auch nicht erzählen. Warum sollte ich seinen Vater jetzt schlecht machen? Das ist wirkich das Letzte, was ich möchte. Mein Sohn kann ja nichts dafür.

          Wir stehen alle noch am Anfang dieser "Baustelle". Ich werde mir das erstmal eine Weile anhören. Aber ich glaube fast, dass es nur eine Laune ist.

          • Warum hast DU dich denn gegen einen gemeinsamen Namen mit deinen Sohn entschieden?
            Warum sollte er den Namen deines Mannes annehmen wollen???

            Sorry. Du hast den Namen deines Mannes angenommen, noch nichtmal ein doppelname und du wunderst dich bin das seine einige "Verbindung" namentlich sein Vater ist?

      (5) 11.06.19 - 08:07
      Das-wird-nichts

      Also, ich glaube du brauchst überhaupt keine Angst haben, denn Name vergeben, ist Name vergeben. Leider, denn in meinem Fall ist es andersrum. Ich hätte gern die Zustimmung vom KV, dass mein Sohn aus 1. Ehe auch unseren Familiennamen hat. Gemeinsames Sorgerecht und er hat aber seinen Namen. Aber leider... Er gibt mir seine Zustimmung nicht und ich müsste "klagen". Naja tue ich aber nicht, denn ich weiß das es erfolglos ist! ;-)

      (6) 11.06.19 - 08:17

      Hallo,

      Die Eltern meines Mannes sind getrennt, die Söhne tragen/trugen den Namen der Mutter. Betreut wurden sie im Wechselmodell.

      Mein Mann wollte nie den Namen der Mutter tragen. Er hatte aber auch eine deutlich bessere Bindung zur Familie des Vaters.

      Seine Mutter hat ihm auch untersagt des Namen zu wechseln. Förderlich für die Beziehung zwischen Mutter und Sohn war das nicht!

      Sobald er volljährig war und die Zustimmung der Mutter nicht mehr brauchte hat er die Namensänderung beantragt und vollzogen.

      An deiner Stelle würde ich versuchen zu ergründen wie wichtig ihm das tatsächlich ist und es dann erlauben, zumal du ja eh einen anderen Namen trägst.

      Liebe Grüße

    • (7) 11.06.19 - 08:33
      IchIchIchIchegoist

      Du kannst nicht einen anderen Namen annehmen als dein Sohn hat und ihm dann seinen Wunsch nach Zugehörigkeit ausschlagen nur weil DU den Namen seines Vaters an deiner Tür nicht schick findest.

      Dann hätte sich dein Partner Dir und deinem Kind, das nebenbei erwähnt zuerst da war, anpassen müssen und DEINEN Namen annehmen müssen.

      Was du machst ist in erster Linie eins: die reinste Ego Tour 🤷🏼‍♀️

      Was erwartest du???

      Dein kind trägt einen Nachnamen den NIEMAND von euch trägt! Er hat keinerlei Verbindung zu deinem mädchennamen. DU hast ihn abgelegt. Das mindeste wäre wohl ein doppelname gewesen damit dein kind auch namentlich dazu gehört.

      Er möchte jetzt den Nachnamen seines leiblichen Vaters, völlig legitim.


      Das hätte dir von anfang klar sein müssen.

      Was du nun "willst" sollte zweitrangig sein. Du hast dich schließlich auch für einen anderen Namen entschieden.

      Ich verstehe hier gerade nicht, warum die TE so angegriffen wird !
      Ego Tour ? ernsthaft ? Sehe ich nicht so !
      Warum soll Sie den vom Ex den Namen an Ihrer Tür klatschen ?
      Ich würde es auch nicht wollen ! #klatsch Manche denken hier anscheinend nur einseitig ! Die Frage ist eher, wurde vor der Hochzeit mit dem Kind das ganze Thema inkl
      Ausmaß thematisiert ???
      DAS wäre erstmal die Frage zu erfragen.... Wusste das Kind, worauf es sich da einlässt? Sprich, das es mit dem Namen der Mutter zbsp "alleine" dasteht ?
      Somit hätte man diese "ausgrenzung" umgehen können.
      Mein Tipp:
      Suche das Gespräch mit deinem Sohn ! Frage ihn über das ganze Thema aus und entscheidet dann... sucht ggf nach einem Kompromiss.
      Falls noch fragen sein sollten, einfach PN an mich ;-)
      Wir hatten das Thema bereits so, aber die Hochzeit kommt noch und mein Kind weiss über alles bescheid und wir haben die Einigung, das wir es später besprechen, damit genau sowas nicht passiert.
      Ansonsten alles gute fürs erste #winke

      • >>Wusste das Kind, worauf es sich da einlässt? Sprich, das es mit dem Namen der Mutter zbsp "alleine" dasteht ? Somit hätte man diese "ausgrenzung" umgehen können.<<

        Was ist denn das für eine Alternative? #kratz
        "Entweder du nimmt den Namen meines neuen Partners an, oder aber du stehst ganz alleine mit deinem Nachnamen da. TADA!"

        Du bist der Meinung, dass man dadurch eine "Ausgrenzung" umgehen hätte können? #kratz

        • Du hast das ganze zu kompliziert umdacht...

          Man sollte dem Kind (aufgrund des Alters) offen und ehrlich darlegen,
          was eine Hochzeit alles verändern kann.... sprich NAMENSÄNDERUNG !
          So und dann überlegt man sich erstmal, wie soll der zukünftige Namen aussehen?
          Wenn die Kindesmutter sich für den Namen des Mannes entscheidet, sollte Sie dem
          Kind erklären warum und weshalb es ihr Wunsch ist, aber auch das Kind fragen,
          wie seine Sicht der Dinge ist !
          Und dann kommt es drauf an, wie die Antworten liegen und wie man beide Wünsche so zusammenlegen kann, damit beide zufrieden sind. Somit hätte die Kindesmutter ja auch dann letzlich den neuen Namen ohne spätere Irretationen nehmen oder als Doppelnamen behalten können....
          Es ist ein sehr schwieriges Thema und die TE sollte sich halt nun über eine Lösung bemühen,notfalls mit einer Erziehungsberatung der Diakonie ect , wo man sowas ebenfalls verarbeiten kann.


          LG

          • Ich lese aus dem Post heraus, dass die TE den Nachnamen des neuen Partners angenommen hat. Nur seinen. Keinen Doppelnamen. Das 12-jährige Kind hatte somit einen völlig anderen Namen, ohne Bezug zu seinen Eltern.
            Für mich klingt das wenig nach „damit beide zufrieden sind“.

            Und jetzt stört es die Mutter, dass das Kind den Namen seinen leiblichen Vaters annehmen möchte? Wo ist denn da das Problem? Das Kind musste doch auch akzeptieren, dass seine Mutter nun einen völlig fremden Namen angenommen hat.

    (13) 11.06.19 - 09:21

    Ich kann mir vorstellen, dass es deinem Sohn um ein zugehörigkeitsgefühl geht. Du hast dich ja leider gegen einen gemeinsamen Namen (dass er nicht den deines Mannes, mit dem er nicht verwandt ist, wollte ist ja klar), wie du aus der Nummer nun ohne den Ärger deines Sohnes auf dich zu ziehen wieder rauskommst-ich weiß es nicht. Ich würde mit ihm das Thema Zugehörigkeit besprechen und mich ggfs für das aufgeben des gemeinsamen namens entschuldigen, offensichtlich macht es ihm etwas aus (wäre mir als Kind genauso gegangen). Hat er noch Großeltern und Tanten/onkel, die seinen Namen tragen?

    • (14) 11.06.19 - 09:36

      Hallo,

      ja seine Großeltern (meine Eltern) tragen den Namen und mein Bruder mit seiner Frau.

      Das Verhältnis zu meinen Eltern ist sehr groß. Sie wären sehr traurig :-(

      Vor der Hochzeit haben wir das alles besprochen, mehrmals sogar. Damals hieß es, dass er seinen Namen behalten möchte. Von dem Namen seines Vater war damals niemals die Rede von. Auch auf den Gedanken sind wir einfach nicht gekommen. Ich weiß, dass ich meinen Namen nicht mehr rückgängig machen kann. Das tut mir auch leid, dass es jetzt so ist, wie es ist. Aber mein Mädchenname trägt nichts Schlechtes mit sich. Und ganz allein ist er auch nicht mit meinem Mädchennamen.

      • >>>Von dem Namen seines Vater war damals niemals die Rede von.<<<

        Da war er auch erst 8/9 Jahre alt.

        >>>Das Verhältnis zu meinen Eltern ist sehr groß. Sie wären sehr traurig :-( <<<

        Damit wirst du aber hoffentlich deinen Sohn nicht moralisch unter Druck setzen. Ob deine Eltern traurig wären, ist doch irrelevant, dein Sohn ist vielleicht JETZT schon traurig, dass weder seine Mutter noch sein Vater so heißen wie er.

        Ich würde ihm einen Kompromiss anbieten: Ihr wartet bis zu seinem 14. Gebrtstag, wenn es dann immer noch sein Wunsch ist, willigst du ein.

        (16) 11.06.19 - 10:59

        Ich finde den Vorschlag

        (17) 11.06.19 - 10:59

        <<<Aber mein Mädchenname trägt nichts Schlechtes mit sich.>>>

        Aber der Name des Vaters? Wenn er sich aber damit wohlfühlt, warum dagegen halten. Gehts hier um dich oder um deinen Sohn.

        Mein Ex wollte auch nicht, dass unsere Mädchen den Namen meines jetzigen Mannes annehmen. Sie wollten es aber, sie durften nur nicht. Sie waren bitter traurig. Jetzt möchte die eine Tochter immer noch den Namen ändern, obwohl sie volljährig ist. Zum Glück braucht sie jetzt nicht mehr die Zustimmung ihres Vaters. Somit steht auch noch der Name meines Ex an unserem Briefkasten. Aber irgendwann ist er weg und solange habe ich auch noch Geduld.

        (18) 11.06.19 - 11:08

        „Aber mein Mädchenname trägt nichts Schlechtes mit sich.“

        Dann hättest du deinen Namen behalten können oder dein Mann hätte ihn annehmen können!

        Ich finde es furchtbar egoistisch von dir!
        Ja, du magst deinen Ex wohl nicht und willst offensichtlich nix mit ihm zu tun haben, aber er ist nunmal der Vater deines Kindes und wenn dieses seinen Namen annehmen möchte, dann hast DU das nicht zu verwehren!!
        Ich glaube spätestens in 2 Jahren kann dein Sohn das ohnehin alleine entscheiden. Ohne deine Zustimmung! Du könntest ihm jetzt also einfach den Wunsch erfüllen, anstatt weiterhin auf der Egoschiene zu fahren! Oder er macht es, wenn er deine Einverständnis nicht mehr braucht! Und dann steht der Name vom Ex an deiner Tür, ob du es willst oder nicht!

        (19) 11.06.19 - 11:21

        Ich finde den Vorschlag gut, eine gewisse Zeit abzuwarten und falls der Wunsch dann noch besteht es zu machen. Alternativ müsstest du ihm eben sagen, dass er es mit 18 selbst in die Wege leiten kann, du vorher nicht dein einverständnis gibst. Falls es um Zugehörigkeit geht, kann man ihn natürlich an die zu den Großeltern erinnern, aber die hat er ja sicher selbst im Kopf. Natürlich kann es sein, dass bei ihm eine Kränkung da ist, weil du euren Namen abgelegt hast und der Vorschlag des Vaters deshalb genau den richtigen Punkt bei ihm trifft.

        Wenn das irgendwie weiter hilft: du kannst deinen Mädchennamen auch nachträglich zum Ehenamen hinzu fügen. Dann trägst du einen Doppelnamen und dein Kind ist nicht namenstechnisch außen vor.

Es ist doch sein Vater . Wieso sollte er nicht seinen Namen tragen . Er stammt von ihm.
Du hättest ihm den Namen deines neuen Mannes gegeben aber nicht den seines eigenen Vaters?
Das finde ich nicht in Ordnung

Ich würde ja sagen du gehst einen Kompromiss ein. Wenn dein Sohn in einem Jahr immer noch seinen Namen ändern will dann tut ihr das. So kannst du auf jedenfall sichergehen das es keine fixe Idee ist und dein Sohn fühlt sich vielleicht etwas mehr ernst genommen von dir.

(25) 11.06.19 - 10:28

Guten Morgen.

Meine Mutter hat auch neu geheiratet, da war ich im Grundschulalter. Ich habe aber den ersten Ehenamen behalten. Ich kann.mich an die Gespräche damals kaum noch erinnern, ich wurde aber gefragt.

Zugehörigkeitsgegühl hin oder her, das können wir hier nicht beurteilen, allerdings passt dazu nicht, dass er seinen Vater so selten sieht. Warum sehen sie sich selten? Wenig Interesse oder große Distanz? Das würde ja auch einen deutlichen Unterschied machen. Wie ist das Verhältnis zwischen den Beiden?

Bei mir kam in der Unterstufe auch das Thema auf, dass ich doch den zweiten Ehenamen annehmen möchte. Mein damaliger Name war nichts besonderes, trotzdem wurden manchmal Witze (sogar eher von einem Lehrer) darüber gemacht. Das hat mir nichtmal etwas ausgemacht, mir kam irgendwann der Gedanke, dass ich mit dem anderen Namen in vielen Dingen früher aufgerufen werden würde, weil er im Alphabet weiter vorne war und zu Schulzeiten wurde man ja ständig wg irgendwas nach Namensliste bedacht. Es wäre also ein denkbar banaler Grund gewesen.

An eurer Stelle würde ich auch erstmal abwarten. Wenn der Wunsch aber nicht verfliegt, würde ich wirklich die wahre Intention zu ergründen versuchen und meinen Sohn nicht in letzter Konsequenz hindern.

Auch, wenn ich es nicht als schlimm erachte, so fühlst du so, dass du den Namen nicht an der Tür haben willst. Du möchtest verstanden werden. Genauso möchte aber auch dein Sohn, dass seine Gefühle verstanden und beachtet werden. Wenn also herauskommt, dass er ernsthaft wie sein Vater heissen möchte, solltet ihr das akzeptieren.

LG

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