Haustier gestorben - Und nun?

    • (1) 11.06.19 - 10:36

      Guten morgen
      mein Sohn (8Jahre) ist derzeit sehr traurig, sein geliebter Hamster ist gestern gestorben.
      Es war bzw ist das erste mal das er mit dem Thema Tot konfrontiert wurde..
      Nun wollen wir ihn heute beerdigen.
      Er wünscht sich sehr wieder ein Haustier..aber hat totale Angst davor das es dann wieder stirbt..
      Wann ist denn ein guter Zeitpunkt für einen neuen Mitbewohner für ihn?
      Sofort? aber das käme mir wie ein billiger Ersatz vor..
      Wie habt ihr das gelöst?
      LG

      • (2) 11.06.19 - 10:47

        Ich würde mit ihm gemeinsam den Hamster beerdigen und dann erstmal ein paar Tage verstreichen lassen.

        Es ist ja nicht grundsätzlich verwerflich nach dem Tod eines Haustieres ein neues anzuschaffen. Aber ein wenig Zeit dazwischen vergehen lassen finde ich wichtig, genau aus dem Grund, den du genannt hast: ein Lebewesen wird nicht einfach ausgetauscht.

        Du kennst deinen Sohn am besten und merkst, ob er vielleicht nach ein paar Tagen gar nicht mehr so dringend einen Hamster/ein Haustier möchte.

        Sterben wird dieses natürlich auch irgendwann. Das gehört dazu, aber "Angst" muss man davor nicht haben. Es ist traurig, aber Menschen können das verarbeiten. Auch Kinder.

        (Wobei ich jetzt ein bisschen Off-topic erwähnen möchte, dass Hamster nachtaktiv sind und daher nicht unbedingt für Kinder geeignet. Stress kann ihre Lebenserwartung- die ja eh schon nicht so lang ist- deutlich verkürzen).

        (3) 11.06.19 - 10:52

        Huhu,

        ja, es ist schwer, wenn man das erste Mal im Leben mit dem Tod konfroniert wird.
        Ihr macht das schon sehr gut, mit der Beerdigung. Dann kann euer Sohn nochmal richtig Abschied nehmen.
        Für viele Erwachsene mag die Trauer über einen toten Hamster lächerlich wirken, doch das ist es nicht.

        Ich würde erst mal ein paar Wochen abwarten und erst dann wieder über ein neues Haustier nachdenken.

        Vielleicht solltest du noch darüber nachdenken, ob ein Haustier mit einer höheren Lebenserwartung in Frage käme...ein Meerschweinchen zum Beispiel?

        LG

        • (4) 11.06.19 - 11:21

          Hi,

          "Vielleicht solltest du noch darüber nachdenken, ob ein Haustier mit einer höheren Lebenserwartung in Frage käme...ein Meerschweinchen zum Beispiel?"

          Nur, damit hier keine falschen Erwartungen aufkommen:

          Meeries müssen IMMER mindestens zu zweit gehalten werden und brauchen einen großen und abwechslungsreichen Auslauf. Die Käfighaltung, wie sie in Zoohandlungen regelmäßig empfohlen wird, ist absolut nicht geeignet für ihre Bedürfnisse. Aber wenn man sich dafür entscheidet, dann kann man sehr viel Spaß mit diesen intelligenten Tieren haben - sie kuscheln nicht unbedingt gerne (kommt aufs Tier an), aber man kann Tricks üben etc.

          • (5) 11.06.19 - 11:34

            Hallo,

            Ich hatte viele Jahre lang mehrere Meerschweinchen, deshalb ist das, was du mir schreibst, nichts Neues für mich.;-)

            Wir hatten einen sehr großen Eigenbau aus Holz, halb draußen halb drinnen.🏡
            Das was natürlich Luxus für meine Schweinchen...😁

            Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass die TE sich genauestens über eine artgerechte Haltung informieren wird, bevor sie sich ein neues Tier (welches auch immer) entscheiden sollte.

            Es ging mir in meiner Anmerkung rein um die Lebenserwartung, die bei Hamstern nun mal nicht allzu hoch ist.🤷‍♀️

            Vermutlich hat dich irritiert, dass ich "ein Meerschweinchen" geschrieben hatte...das war aber gat nicht auf die Anzahl bezogen.
            Wie gesagt, natürlich soll jedes Tier artgerecht gehalten werden.😊

            • (6) 11.06.19 - 14:05

              "Vermutlich hat dich irritiert, dass ich "ein Meerschweinchen" geschrieben hatte...das war aber gat nicht auf die Anzahl bezogen."

              genau das! Leider denken eben viele noch, dass man Meeries, Kaninchen etc alleine oder in der Kombi Meerie + Kaninchen halten kann. Deshalb hab ich so ausführlich geschrieben.

      (9) 11.06.19 - 11:38

      Dann aber mindestens 2 Meerschweinchen! Und viel Platz.

      Grüße
      BiDi

    (11) 11.06.19 - 20:22

    Viele fanden es sicher lächerlich, als mein Wellensittich mit 3 Jahren starb und ich Rotz und Wasser heulte, obwohl ich 22 war. 😅
    Aber es stimmt, was die einen nicht tendiert, ist für andere sehr aufreibend.



    lg lene

    • (12) 11.06.19 - 23:46

      Das verstehe ich nur zu gut...

      Meine Mutter konnte einmal nicht mit zu einer lang geplanten Veranstaltung in einem Verein, weil eines unserer Meerschweinchen kurz zuvor verstorben war.:-(
      Sie war so in Trauer, dass mein Vater alleine gehen musste. -Er erzählte damals, meine Mutter sei krank. Vermutlich hätten die meisten Menschen nicht verstanden, dass ein erwachsener Mensch wegen eines Kleintieres so trauert...

      Ich selbst war damals ungefähr 11 Jahre alt und erinnere mich, dass ich im ersten Moment alle Tiere am liebsten abgeben wollte, damit ich nie wieder diesen Schmerz spüren muss, wenn ein geliebtes Tier stirbt.

      Es ist faszinierend, wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Tiere sind. Natürlich erkennt man das nur, wenn man sich sehr intensiv mit den Tieren beschäftigt und "einer von ihnen" wird.

      Zu einem bestimmten Böckchen hatte ich eine ganz besonders innige Verbindung.#herzlich
      Er war stubenrein (machte sich vorher bemerkbar, wenn er mal musste) und lief mir immer hinterher, hörte auf seinen Namen und verstand vieles, was man ihm sagte.
      Er wurde 12 Jahre alt und manchmal träume ich heute noch von ihm...

      Liebe Grüße#blume

(13) 11.06.19 - 11:18

Hi,

es tut mir leid, dass euer Hamster gestorben ist.

Mein Sohn war etwas jünger als deiner, als unser Pancho ("sein" Hund - Pancho kam mit 10 Jahren zu uns, als Fabian 4 Wochen alt war) starb. Wir alle waren natürlich traurig, aber Fabian wusste, dass Pancho alt gewesen ist. Wir haben ihm alle Fragen beantwortet, die er hatte und haben ihn gemeinsam beerdigt.

Auch bei Fabian kam schnell der Wunsch nach einem neuen, eigenen Haustier auf (wir hatten noch zwei Hunde und zwei Pferde). Kinder sind da etwas pragmatischer als wir Erwachsenen. Und ich glaube auch nicht, dass das was mit "Ersatz" zu tun hat - jedes Tier ist ein Individuum.

Mein Mann und ich haben uns zunächst erst einmal die Frage gestellt:
Wollen WIR ein weiteres Tier haben und Fabian seinen Wunsch erfüllen? Wenn ja: was ist uns wichtig dabei, denn WIR haben die Verantwortung und müssen uns kümmern, falls Fabian wieder Erwarten das Interesse verliert.

Schnell war klar: kein neuer Hund, keine Katze (wegen der vorhandenen Hunde) und aufgrund der Allergien meines Mannes auch kein Tier, welches im Haus Heu & Stroh etc. benötigt. Zudem sollte es trotzdem interessant sein, eine höhere Lebenserwartung als Hamster, Maus & Co haben, aber keinen großen zeitlichen Aufwand erfordern (wie z.B. Spaziergänge, etc.). Als diese Kriterien für uns klar waren, haben wir mit unserem Sohn gesprochen, was er sich vorstellt: soll nicht so schnell sterben, muss nicht zum Kuscheln sein. Wir haben ihm erklärt, dass kleine Tiere wie Hamster, Mäuse etc oftmals mit 2-3 Jahren schon sterben und damit auch alt sind. Es aber auch bei anderen Tieren keine Garantie dafür gibt, dass sie gesund bleiben - auch wenn wir alles dafür tun - und sterben können.

Geworden ist es dann nach Beratung und Anschauen in der Zoohandlung eine Zwergbartagame (allerdings aus 2. Hand übernommen, weil der Züchter sich verkleinert hat). Die Vorbereitungen waren teurer als gedacht und dauerten deshalb fast 6 Monate, aber wir haben Fabian aktiv mit einbezogen. Sydney lebt heute noch bei uns und wird bald 12 Jahre alt. Unser Sohn ist jetzt gut 16 Jahre alt und kümmert sich immer noch alleine (manchmal mit Erinnerung) um seinen Syd. Er äußerte jetzt den Wunsch, ein größeres Terrarium für ihn zu bauen (hat bisher "nur" die Mindestmaße 120x80x60cm, weil wir damals nicht ganz richtig beraten wurden) und bat mich um Hilfe. Der Wunsch wird natürlich gerne erfüllt und das Terrarium wird auf 180-200x80x60cm vergrößert, denn Sydney hat eine Lebenserwartung von mindestens 15 Jahren.

Ich finde es ganz wichtig, dass ihr als gesamte Familie dahinter steht, wenn ein neues Tier einzieht. Falls es wieder ein Hamster werden soll, muss ich sagen, dass ich sie nicht so als ideale Tiere für Kinder sehe, da sie dämmerungs- und nachtaktiv sind. Vielleicht entscheidet ihr euch dann diesmal für tagaktive Tiere? Fall euer Sohn aber trotz kurzer Lebenserwartung wieder einen Hamster haben möchte: es gibt ganz tolle Hamster-Nothilfen, die auch sehr oft junge Tiere in der Vermittlung haben. Vielleicht schaut ihr dann dort einmal.

Gruß
Kim

(14) 11.06.19 - 11:54

Ich würde ihn die Trauer um das Tier erstmal verarbeiten lassen und dann nach den Sommerferien in Ruhe gucken. VG

(15) 11.06.19 - 13:02

Wir haben elf Tiere, Hund, Katzen, meerschweinchen und Kaninchen.
Jedes mal, wenn eins stirbt, sind die Kinder sehr traurig,vor allem, wenn es das "persönliche Tier" eines Kindes war.

Wir lassen allerdings selten viel Zeit vergehen. N nur, wenn Vorbereitungen getroffen werden müssen und deshalb ein Tier noch etwas warten muss.

Ich habe bei mir selbst und bei meinen Kindern die Erfahrung gemacht, dass ein neues Tier das alte nicht ersetzt und auch nicht die Trauer nimmt. Aber man fängt schneller wieder an, sich zu freuen. Sich vorzustellen, wie das neue Tier sein wird, was man ihm Gutes tun kann, name usw

Trauer verdrängen, ist nicht gut.
Aber Freude schaffen, ist was schönes :)

Dem toten Tier ist es auch egal, ob gleich danach ein neues geholt wird.

Ich persönlich mag diese leeren Stellen nicht.

Wobei jeder anders trauert und deshalb würde ich den Sohn einfach fragen, wann er ein neues Tier haben wollen würde.
Und ob es wieder ein Hamster werden soll (, ich halte hamster allerdings auch nicht für gute Kinder - Tiere) oder vielleicht etwas anderes besser passt usw.
Er ist ja alt genug, um vor allem wegen des Zeitpunkts mit einbezogen zu werden :)

(16) 11.06.19 - 13:40

Hey,

da meine Kinder vom ersten Atemzug an mit kleinen Tieren aufwachsen (bis letztes Jahr immer ein Zwerghamster im Haus, und draußen haben wir Meerschweinchen) und gegenüber ein Bauernhof ist, wo auch hin und wieder ein verstorbenes Tier zu sehen ist, haben sie sehr früh gelernt damit umzugehen. Die Angst, dass das neue Tier auch stirbt, gehört aber dazu, sie schließen es ja ins Herz. Ergeht uns nicht anders, würde ich sagen.

Die Tiere unserer Kinder haben auch eine kleine Grabplatte bekommen. Das hilft unseren Kindern sehr und sie sitzen oft am Grab, pflanzen im Sommer Blümchen ein,...

Ich betrachte ein neues Tier nicht als billigen Ersatz, sondern als Nachfolger. Gute Haltung vorausgesetzt (bei Hamstern natürlich kein kleines Becken, kleines Laufrad usw., sondern großzügige Haltung) gibt man einem neuen Tier die Chance auf ein schönes Leben in guten Händen.

Hier ist aber jeder Mensch anders. Der eine braucht Zeit, der andere kann besser damit umgehen, wenn zeitnah ein neues Tier einzieht. Da wirst du am ehesten merken und einschätzen können, wie es bei deinem Kind besser ist.

Uns und unseren Kindern hilft es mehr, den Platz schneller neu zu belegen. Diese Leere ist so viel schmerzhafter, aber das empfindet jeder anders.

Den Rat "ein Meerschweinchen" zu holen unterschreibe ich nicht. Das wäre Tierquälerei (Einzelhaltung) und Meerschweinchen sind in der Haltung auch viel anspruchsvoller als man meinen würde. Käfige gibts keine passenden und und und. Kaninchen toppen das alles nochmal, was den Platzbedarf angeht. ;-) Also falls es ein anderes Tier sein soll, dann bitte gründlichst gut informieren (diebrain.de). Wobei wir schon Hamster hatten, die älter wurden als das eine oder andere Meerschweinchen... #schmoll Eine Garantie gibt es leider nie.

Alles Gute und viel Kraft auch an dein Kind. So ein Verlust tut einfach furchtbar weh.

LG erdbeerchen

  • Hallo Erdbeerchen,

    da du mich explizit zitiert hast, möchte ich an dieser Stelle wiederholt darauf hinweisen, dass ich mich wohl missverständlich ausgedrückt habe.
    Das sehe ich auch ein und werde in Zukunft auf solche kleine Details achten, da es sicherlich nicht jedem hier bekannt ist, dass Meerschweinchen in Gruppen (zumindest zu zweit) gehalten werden müssen.

    Niemals würde ich dazu raten, Tiere nicht artgerecht zu halten!

    Da ich dieses Missverständnis oben bereits aufgeklärt hatte, stört es mich umso mehr von dir (indirekt) unterstellt zu bekommen, ich hätte zur Einzeltierhsltung und somit zur Tierquälerei geraten.

    Das ist nicht korrekt.

    • Du hast aber ursprünglich eben explizit EIN Meerschweinchen empfohlen und das ist für Betroffene Einzeltiere ein gravierender Unterschied.
      Leider ist es nicht für jeden selbstverständlich, dass Meerschweinchen, Kaninchen sie min zu Zweit gehalten werden müssen.

      • Und ich habe es UMGEHEND richtig gestellt!

        Nochmal für dich: Es ging mir nicht darum, ein einzelnes Meerschweichchen zu halten.
        Da das leider missverständlich war, habe ich mich nochmals dazu geäußert.

        Was kann ich sonst noch tun?

        Es ist mir leider nicht möglich ein Wort aus meinem ursprünglichen Post zu streichen.

        Hier bei Urbia muss man wirklich jedes Wort zweimal umdrehen.Furchtbar!
        Sie hat doch sofort geschrieben, dass es ein Missverständnis war.

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