Vater bricht Kontakt ab trotz Enkel

    • (1) 13.06.19 - 23:33
      Lokiotis

      Hallo Ihr Lieben zu später Stunde,

      ich erhoffe mir einfach mal ein offenes Ohr... letztes Jahr im September hat mein Vater den Kontakt mit mir abgebrochen, nachdem ich im Mai bei meiner Oma (haben im selben Haus gewohnt, sie mit Partner als Vermieter und ich alleine) ausgezogen bin weil ich zu meinem Partner gezogen bin. Nach meiner Wohnungskündigung bin ich 3 Monate durch die Hölle gegangen, weil sie mir das Leben so schwer gemacht hat und ihr Freund mir dann auch noch unbegründet einen Anwalt auf den Hals gehetzt hat(wurde nach Schreiben von meinem Anwalt dann ad acta gelegt) . Ich war super bedient und Froh Abstand zu haben. Kurz nach meinem Geburtstag habe ich mich mit meinem Vater getroffen zu einem klärenden Gespräch - hoffte ich - das in einem MC Café stattfand, an sich schon völlig daneben. Er tat alles was ich sagte zwecks Umzug etc. als Blödsinn ab und wurde extrem persönlich und gemein, und meinte dann, dass er keinen Kontakt mehr mit mir will und seine Seite der Familie auch nicht mehr. Ich war wirklich sprachlos, wie eine Gehirnwäsche von meiner Oma, kannte ihn so gar nicht. Wir waren davor extrem eng miteinander, bin die älteste von drei Töchtern und tolles Verhältnis trotz Scheidung von meiner Mutter als ich klein war.
      Seitdem habe ich ein paar Anläufe genommen und ihm geschrieben, aber ausser einzeiler nie antworten bekommen oder interesse von ihm. Als ich ihm von meiner schwangerschaft erzählt habe, auch null Interesse. Als meine Oma von der schwangerschaft Wind bekommen hat, hat sie mir einen zweiseitigen vorwurfsvollen Brief geschrieben und mich verantwortlich gemacht, das ich nicht für sie da war, als ihr Alkoholiker-Freund verstorben ist Ende des Jahres und das Baby eine fürchterliche Mutter haben wird weil ich ein schlechter Mensch bin. Mittlerweile bin ich im 7. Monat und noch immer extrem verletzt. Heute erfahre ich von meiner Schwester, daß mein Vater vor zwei Tagen zwei Bypässe am Herzen bekommen hat und sie ihn besuchen darf... (sie wurde auch erst heute informiert.) Ich aber wohl nicht, seine Frau hat mich nicht mal erwähnt zwecks besuch. Ich bin wirklich am Boden zerstört und fühle mich total hilflos und ratlos der ganzen Situation gegenüber. Ich weiss, daß meine Oma die ganze Familie gegen mich aufgehetzt hat wegen nichts und jetzt sowas. Ich weiss nicht mal, wie ich meinem Vater gegenüber reagieren soll.

      Was würdet Ihr machen? Ihn kontaktieren oder nicht?
      Danke euch schon mal :)

      • (2) 14.06.19 - 00:02

        Hallo,

        es tut mir leid, wie du von diesem Teil der Familie behandelt wirst. Hat deine Großmutter eine psychische Krankheit oder so? Was du über sie schreibst, klingt ziemlich ungesund. Natürlich kenne ich nur deine Seite der Geschichte, aber die Sache mir dem bösen Brief und dem Anwalt finde ich ziemlich seltsam, wenn ich davon ausgehe, dass du keine Schwerverbrecherin bist. Den Kontakt mit ihr würde ich an deiner Stelle vermeiden, sie scheint dir nicht gutzutun.

        Das Verhalten deines Vaters finde ich in der Heftigkeit auch schwer nachvollziehbar und habe nicht wirklich verstanden, was Dir eigentlich zur Last gelegt wird. Zur konkreten Situation: ich würde ihm eine Karte mit genesungswünschen und evtl eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen, damit er sieht, dass du an ihn denkst und ihm alles Gute wünschst. In seiner derzeitigen gesundheitlichen Verfassung würde ich nicht auf ein Treffen drängen, falls er das nicht wünscht - im Augenblick steht seine Genesung im Vordergrund und sein (wenn auch schwer nachvollziehbarer) Wunsch sollte m.E. respektiert werden.

        Wie ist denn dein Verhältnis zu deiner Mutter und deinen Schwestern? Und zu deiner Stiefmutter? Wie bewerten sie die ganze Situation zwischen euch?

        Ich kann gut verstehen, dass dich die Situation mit deinem Vater traurig macht, insbesondere in der Schwangerschaft, aber würde dir raten, dich zu schützen vor Menschen, die Dir nicht gut tun. Offenbar ist eine Klärung nicht möglich, und ich finde die Haltung deines Vaters aufgrund deiner Schilderungen nicht nachvollziehbar.

        Alles gute und eine schöne Schwangerschaft, c

        • (3) 14.06.19 - 04:41

          Lieben Dank für deine Nachricht :)
          Eigentlich war vor meinem Umzug das Verhältnis mit meiner Oma sehr gut, wir haben viel zusammen gemacht und wirklich ein Herz und eine Seele. Sie hat dort wo sie wohnt allerdings keine bekannten oder Freunde, nur ihren Freund gehabt. Mein Vater und meine Tante sind nie vorbeigekommen, also war eigentlich nur ich da für sie. Ich kann mir nur vorstellen, daß sie persönlich getroffen war, das ich dann weggezogen bin, aber ich kann ja schlecht mein Leben nach ihr ausrichten..?!
          Das Verhältnis zu meiner Mutter ist sehr gut, ebenso zu meinen Schwestern. Allerdings will sich meine leibliche Schwester in die Angelegenheit nicht einklinken, da sie selbst wenig Kontakt mit meinem Vater hat durch meine Stiefmutter, die da schon immer gegen uns Kinder aus 1.Ehe wettert. Meine Stiefschwester aus seiner aktuellen Ehe ist zehn Jahre jünger als ich und weiss glaube ich gar nicht auf welcher Seite sie steht oder stehen soll bzw. meine Mutter konnte noch nie so richtig mit meiner Oma und weiss wie jähzornig und berechnend diese werden kann...
          Den Tipp zu meinem Vater finde ich toll, danke dir dafür!

      Ich würde den kontakt ruhen lassen .was willst du mit solchen Menschen. Hör auf dich anzubiedern. Suche dir Hilfe um das ganze therapeutisch aufzuarbeiten. Alles gute dir und viel Kraft

    • (5) 14.06.19 - 06:39

      Ich würde das so akzeptieren und ihn nicht mehr kontaktieren. Das wäre es mir nicht wert.
      Du hast dir nichts vorzuwerfen. Zum Erwachsenen werden gehören eben auch Dinge wie Auszug und Co., da kann die Oma noch so wütend sein. Konzentriere dich auf die Verwandschaft die dich lieb hat, das ist so viel mehr wert. Will man wirklich einen Vater der nur wegen des Enkelkindes Kontakt hat und gar nicht wegen einem selbst?

      Auch wenn das böse klingt... Omas leben nicht ewig. Vielleicht wird ihm irgendwann klar wie blöd er war.

      Gar nix!

      Sie wollen kein Kontakt fertig aus, akzeptier es!

      Du bist eine erwachsene Frau und wirst sich sicher alleine bsw mit deinem Freund zurecht kommen!

    • Ausgehend von deinem Text (ich gehe einfach mal davon aus, du hast keine wichtigen Details vergessen, wie z.B. Omas Haus abgefackelt zu haben) kann ich absolut nicht nachvollziehen, warum sich deine Oma und dein Vater so schäbig verhalten.

      Von der Oma würde ich (größtmöglichen) Abstand wählen, sie scheint ein Mensch zu sein, der vorne herum freundlich ist und dir hintenrum eins reinwürgt - auf die kann man verzichten. Falls dir viel an ihr liegt und sie früher anders war (laut deiner Mutter war sie schon immer so?) - ev. ansprechen, ob ihre geistige Gesundheit bergab geht (Alter, Demenz, fortschreitende Hirnerkrankung,...).

      Du hast deinem Vater ja nun schon mehrere Briefe geschrieben, in denen du versucht hast dich zu erklären, auf die er nicht/halbherzig reagiert hat. Wünsch ihm halt alles Gute zur Genesung, lass die Tür angelehnt. Aber wenn er nicht will, will er nicht (auch wenn ich absolut nicht verstehen kann warum).

      Achte darauf, dass dir die beiden (Oma und Vater) nicht die restliche Familie madig machen. Wenn die restliche Familie tatsächlich auch grundlos den Kontakt abbricht - joa, dann weißt du zumindest, dass du auf die nicht bauen brauchst und kannst deine Energie in "richtige" Freunde/Familie investieren.

      Ich bin übrigens ein sehr familiärer Mensch und mir würde es in deiner Position das Herz brechen. Die Enttäuschung (wortwörtlich) würde aber nur kurz anhalten und dann zu Wut und letztendlich zu Gleichgültigkeit werden. Solche Menschen braucht man einfach nicht in seinem Leben - auch wenn es die Familie ist.

      Sorry wenn ich das jetzt so direkt sage, aber solche Vollpfosten als Eltern hab ich auch. Ich weiß wieso ich keinen Kontakt mehr habe seit 16 Jahren und mein Sohn sie nicht kennt. OK mit 9 Monaten hat mein Sohn seinen "Opa" mal gesehen aber mehr auch nicht. Hier vermisst keiner was. Traurig das euer Verhältnis bisher super war und nun nicht mehr. Das ist natürlich eine andere Ausgangslage. Allerdings muss ich sagen vielleicht muss auch erstmal noch Zeit ins Land gehen, das Kind kommen und dann schaut man bei dir und deinem Vater nochmal ob eine Chance besteht. Deine Oma finde ich einfach nur gehässig und biestig. ABer alte Menschen werden manchmal seltsam.
      Ela

      Hallo,
      was genau wird dir vorgeworfen? Die Kündigungsfrist nicht eingehalten zu haben, eine Sauerei hinterlassen zu haben? Einfach nur die Tatsache, dass du weggezogen bist? ich kann die Haltung deiner Familie nicht beurteilen, ohne zu wissen, was genau dahinter steckt.

      • Hallo,

        genau das habe ich mich auch gefragt. Viellicht sollte die TE noch einmal erklären, was genau ihr die Oma zum Vorwurf macht.

        Das ein junger Mensch zu seinem Partner ziehen möchte, ist doch ganz natürlich. Das bösartige Verhalte der Oma muss doch durch irgendetwas ausgelöst worden sein.

        Nici

    (11) 14.06.19 - 14:05

    Hallo,

    Fühl dich erstmal gedrückt. Die Situation ist wirklich blöd.

    Ich denke, dass dein Vater und die restliche „Familie“ daran gewöhnt waren, dass du immer da warst und dich um deine Oma gekümmert hast, dasss war für alle natürlich viel einfacher. Nun wo du ausgezogen bist, fühlt sich vor allem dein Vater mehr in der Pflicht und das scheint ihm nicht zu gefallen.
    Immerhin wäre das eine Möglichkeit, für sein blödes benehmen. Vielleicht werden ihm auch Flöhe ins Ohr gesetzt, von wem auch immer. Aber er ist erwachsen und sollte sich dementsprechend benehmen.

    Du bist erwachsen und führst dein eigenes Leben. Für deine Oma bist du nicht zuständig. Es ist schön, wenn sich Familie kümmert, ich kenne das von uns auch so, aber dafür muss keiner auf sein eigenes Leben verzichten. Da wird geschaut, wie alle zusammen mithelfen können und wer welche Aufgaben übernimmt. Keinem wird einfach der Schwarze Peter in die Schuhe geschoben.
    Schon gar nicht bist du für die Trauer deiner Oma verantwortlich. Menschen die dass alles von dir erwarten, haben irgendwo selber ein mächtiges Problem, dass du nicht lösen kannst. Wenn du dich weiter dieser Abwärtsspirale aussetzt, schadestvdu nur Dir und deinem Kind.
    In einer normalen Familie spricht man miteinander, den Kontakt, wegen dem geschildertem einfach so abzubrechen, empfinde ich fü maßlos übertrieben und dient eher als ein Akt der Erpressung. „Wenn du dich nicht fügst, wirst du ausgegrenzt“. Für mich tuen vor allem Eltern sowas nicht, aus so niederschwelligen gründen.

    Du musst für dich selbst überlegen, welche Rolle Dublin dieser Familie weiterhin übernehmen willst und ob du das für dich und deinem Kind auch willst. Was ist, wenn das Kind größer wird und mal nicht so will, wie der Opa und die uhroma? Wird es dann auch ausgegrenzt? Welche Signale werden da künftig gesetzt und welcher Druck wird da übertragen?
    Ich würde mir dreimal überlegen, ob ich das für den Rest meines Lebens auf diese Art und weise möchte.
    Klar tut der kontaktabbruch weh, das glaube ich dir. Vor allem wenn man schwanger ist, die Hormone verrückt spielen und man sich gerade in dieser Zeit ausgiebig mit dem Thema Familie auseinander setzt.
    Aber ich würde mir überlegen, ob ich selbst diesen Kontakt auf diese Weise halten wollen würde. Jemand der mich so behandelt, von dem würde ich freiwillig Abstand halten.

    Dein Vater hat seine Entscheidung getroffen, ich würde ihn nicht hinterher laufen. Vielleicht besinnt er sich irgendwann wieder, dann kannst du dir ja offen lassen.
    Konzentriert euch auf eure kleine Familie und lässt das andere zurück.

    Eine Therapie würde ich dir aber auch empfehlen. Meist sind solche Konstellationen, wie du sie beschreibst nicht ungewöhnlich, für vorbelastete Verhältnisse. Das würde ich schon allein für mein Kind aufarbeiten wollen!

    Viel Glück

    (12) 14.06.19 - 14:30

    Ich habe mich in deiner Überschrift wieder gefunden...
    Ein bissel anders ist es schon. Aber ich fühle mit dir!

    Ich war immer Papakind, auch noch im Erwachsenenalter.
    Meine Mutter starb unerwartet und plötzlich, hatte gerade kurz vorher noch erfahren, dass ich schwanger war - mit dem für beide bis dahin und auch bis jetzt einzigen Enkelkind...
    Bei meinem Vater ist es die neue Frau/ Freundin, die ihn so beeinflusst.
    Kein Kontakt, ich (inzwischen auch mein Bruder, der längst erwachsen ist und woanders wohnt) die Böse, nix zu machen.
    Ich hatte während der Schwangerschaft meine Mutter verloren.
    Später, als das Kind dann da war, auch noch meinen Vater...obwohl der eben noch lebt...

    Mein Rat:
    Tu das, was jetzt wichtig ist - kümmere dich um deine Schwangerschaft, dein Kind!
    Alles andere reibt dich auf und bringt nichts.
    Das Kind braucht dich, sei für es da - ja auch jetzt schon.
    Ich wünsche dir einen Partner, der für dich da ist und eine schöne weitere Schwangerschaft!
    Ihr als Familie seid jetzt wichtig!!

    Bei mir sind ein paar Jahre vergangen, geändert hat sich nichts bezüglich meines Vaters. Aber die eigene "Familie" wird größer...nein, nicht so...
    Freunde!! Freunde sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen!
    Du hast nur ein Leben, mach das Beste draus für dich!

    (13) 15.06.19 - 14:34

    Entweder hast du dir so ein Ding geleistet, dass deine Familie dir nicht verzeihen kann.
    Dann kannst du niemanden zu Kontakt zwingen & musst es wohl akzeptieren.

    Oder deine Familie reagiert völlig übertrieben.
    Dann hätte ich selbst keine Lust auf solche Menschen die irgendwas grundlos an mir auslassen.

    Du musst aber für dich einen Weg finden, mit dieser Ablehnung klar zu kommen..

    Alles Gute

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