Wieviel „allein Beschäftigung“ am Wochenende?

    • (1) 16.06.19 - 08:29

      Hallo an alle
      Wir haben dieses Problem Phasenweise immer wieder und heute ist wieder so ein Tag wo ich schon vor 8 Uhr absolut genervt bin.
      Unser 7- jähriger Sohn steht jeden Tag zwischen 5:30 und 6:00 auf. Er macht dann (ich gehe von Absichtlich aus) irgendwas lautes um seine 4-jährige Schwester aufzuwecken. Ja gut, dann stehen wir halt auf. Ab dem Zeitpunkt (also 6:00) geht’s los. „Liest du mir was vor? Spielen wir ein Spiel? Mir ist langweilig, was machst du?“ Wenn ich mich weigere ihn zu bespassen, geht er in der Regel dazu über, seine Schwester oder mich zu ärgern. Wenn ich duschen oder aufs Klo gehe, legt er sich vor die Badezimmer Tür und wartet...
      Ich finde ich mache wirklich viel mit den Kindern, wir machen oft Ausflüge, er hat Zeit mit mir allein, mit dem Papa ebenfalls, am Wochenende bestimmt jeweils eine Stunde pro Tag und Elternteil exklusiv. Dazu kommen gemeinsame Unternehmungen.
      Wie ist das denn bei euch so? Unser Sohn geht um 20:30 ins Bett. Er hat also eine Präsenzzeit von ca.15 Stunden. Wieviel davon kann man erwarten, dass sich allein beschäftigt wird? Und wie setzt ihr das durch?
      Erschwerend dazu kommt noch, dass die kleine Schwester auch schon damit anfängt. Wenn Sie nicht bespielt wird, liegt sie auf mir drauf, turnt an mir rum und wartet drauf, dass der Grosse auch kommt und an mir rumklettern will. Er will übrigens nicht mit ihr spielen „nur wenn Mama auch mitspielt.“ Da lass ich mich in der Regel nicht drauf ein und dann sind wir wieder beim Anfang. Hilfe...
      Wie ist das denn bei euch so?
      Ich bin für jeden konstruktiven Tipp dankbar.

      Wir haben übrigens ein grosses Haus mit Garten, altersgerechtes Spielzeug etc. daran liegt’s sicher nicht.

      • (2) 16.06.19 - 08:41

        Guten Morgen, ich kann dich gut verstehen. Vor allem wenn der Tag so früh beginnt. Bei uns besteht das Problem beim Papa. Wenn ich mit den Kids alleine bin spielen wir zusammen und auch mal die beiden zusammen oder jeder für sich. Ich kann nebenbei noch tun was getan werden muss. Ist mein Mann heim, geht's los. Der hat Tatsache keine ruhige Minute. Ich finde es persönlich nervig und würde es nicht tolerieren aber er kann sich da nicht den nötigen Raum schaffen. Wehe er geht mal auf Toilette da lauern die schon. Da wirst du dich mehr durchsetzen müssen. Der große kann es ja auch schon gut verstehen.

        Wenn ich was im Haushalt mache hat meine Tochter(3) die Wahl entweder sie hilft mit oder sie spielt alleine. Oft machen wir auch Kompromisse, dann stelle ich die eieruhr und wenn die bimmelt spielen wir zusammen etwas.

        • Solange ich Haushaltszeug mache besteht das Problem nicht. Aber ich putze nicht 15 Stunden am Tag. Allerdings muss ich zugeben, dass ich manchmal unnötigerweise Staub sauge um meine Ruhe zu haben;-)

          • Es geht also wenigstens "nur", um die Zeit, in der du mal durchatmen möchtest? Soll keine Abwertung sein, aber wenigstens geht es bei Haushaltsaufgaben.
            Vielleicht kannst du eine Eieruhr einführen. Wenn er fragt, gibt es eine Eieruhr mit 10 Minuten. Er schenkt dir die 10 Minuten Ruhe und im Gegenzug schenkst du ihm, danach eine Spielzeit, so als Anfang. Ich selbst würde an den Morgenstunden anfangen, weil die mich am meisten schlauchen würden, klar formulieren, dass ich nicht vor 08:00 Uhr aufstehe, zum Beispiel. Spielen tue ich vor einer Zeit, zu der ich annehmbare Laune habe nicht. Annehmbare Laune habe ich nie vor 07:00 Uhr.

            • Die Kleine ist schon vier. Dann würde ich sogar eiskalt im Bett bleiben. Morgens bekommen meine beiden 6 und 3 einen Teller Obst hingestellt, wenn sie so früh aufstehen und ich schlafe weiter. Tagsüber spielen sie meistens zu zweit. Wir erwachsenen spielen eigentlich vor allem mit, wenn wir das wollen. Natürlich lesen wir auch mal etwas vor, wenn sie fragen. Aber größtenteils spielen sie zusammen.

            • Die erste Uhrzeit die ich gelernt habe war 9h.

              Sonntags wurde an meiner Kinderzimmeruhr zwei Pfeile aufgeklebt. Erst wenn die Uhrzeit erscheint, darf ich ins Schlafzimmer kommen. Frühstück darf gerne vorher gemacht werden von mir (hab ich immer gerne gemacht).


              lg lene


              PS "Gemeine" Anekdote am Rande: Wir hatten damals natürlich noch eine Filterkaffeemaschine. Ich hab in der Früh alles Mögliche aufgeführt damit (Kaffeedosierbecher abgestreift, besseres Wasser genommen, Filter gefaltet, ....) weil meine Mama immer sagte, wenn ich den Kaffee mache, schmeckt er um so viel besser als bei ihr.
              Ja, aber eigentlich meinte sie, weil er ihr gemacht wurde, wie war ja egal. Aber ich war sooo stolz auf mich und meine Kaffeekochkünste! 😂

      (8) 16.06.19 - 09:12

      Meine Standardantwort ist immer, es gibt genug zu tun (Saugen, wischen, Geschirrspüler etc.), wenn jemand Langeweile hat kann er dies gerne erledigen. Meist hat sich dann die Langweile erledigt.
      Mein Vater ist übrigens genauso. Der lädt sich gerne selber ein (wenn ich ihn einladen würde, würde ich mich ja sogar zur Unterhaltung verplfichtet sehen) und klagt dann über Langeweile weil ich halt meinen Kram erledigen muss. Dann zähle ich auf was er erledigen könnte, und siehe da, keine Langeweile mehr.

      Als der Große letztens mit Langeweile ankam, hab ich ihn gefragt ob ich mir für ihn ein paar französisch Übungssätze ausdenken soll (da stand die letzte Arbeit an), und oh Wunder, Langweile sofort verflogen.

      (9) 16.06.19 - 09:40

      Oh je, das klingt anstrengend! Ich würde auch schon mal morgens auf 7Uhr ausweiten (meine zwei, 4 und 6, sind bei 8Uhr, aber schlafen auch erst 21/21.30). Bis dahin Hörspiel an, Bücher gucken, spielen. Auf jeden Fall uns Eltern in Ruhe lassen. Ich habe tatsächlich 1-2 Mal den ganzen Tag meine schlechte Laune durchgezogen, als ich extra um 6.30 geweckt wurde. Wenn ich jetzt sage, dass ich den ganzen Tag nichts mit ihnen machen kann, weil ich müde bin, wenn sie mich nicht schlafen lassen, riskieren sie es lieber nicht.🙈
      Und ich stelle sie auch vor die Tür, wenn sie an mir rum zerren und nichts mit sich anfangen können. Witzigerweise finden sie dann immer was, was sie im Garten machen können. Bei uns läuft es jedenfalls recht gut, wenn ich meine Grenze auch deutlich und ausdauernd vertrete.
      Alles Liebe!

      Ich habe das Problem mit dem Fernseher gelöst. Nicht umsonst ist Samstag und Sonntag die begehrteste Werbezeit.

      • Hallo
        Danke für deinen Tipp.
        Fernsehen vereinfacht das Leben mit Kindern ungemein und natürlich hab ich das schon ausprobiert, allerdings wird das Problem dadurch keineswegs gelöst, sondern einfach nur auf nach dem Fernsehen verschoben;-)
        Liebe Grüsse

    (12) 16.06.19 - 09:51

    Mit sieben Jahren kann er begreifen, ab wann sein Erscheinen und das Wecken seiner Schwester erwümscht sind. Ich weiß, "das macht man heute nicht mehr" - aber meine Tochter hatte die Macke auch eine Zeitlang, ihren älteren Bruder in aller Herrgottsfrühe am Wochenende zu wecken, wenn wir mal ausschlafen wollten. Als die netten Bitten nicht mehr halfen, gab es ein geharnischtes Donnerwetter am hellen Morgen und sie durfte erstmal ein paar Stunden in ihrem Zimmer bleiben. Dann war das Thema durch und sie stand erst auf, als die Zeiger auf der Uhr so standen, wie ich es erklärt hatte.
    Ich bin auch kein Daueranimateur von Kindern - da machte ich es wie die anderen hier. Wem langweilig ist, darf aufräumen, Lego mal sortieren, ausmisten, saugen, Unkraut zupfen #schein ich habe genug gespielt mit meinen Kindern, aber wenn ich nicht mehr wollte, habe ich das unmissverständlich klargemacht. Dauerndes Genöle erreicht bei mir nichts #cool das lernen Kinder sehr schnell. Habe übrigens erst gestern drei Jungs stundenlang mit beaufsichtigt, wo die Eltern den Umzug bewältigen, klappte prima. LG Moni

    (13) 16.06.19 - 10:16

    Hallo


    Unsere Kinder sind 6j, 4.5j und 1.5j.
    Es gibt bei uns keinen festen Plan wann sie alleine spielen "müssen" das ergibt sich einfach.

    Unsere Wochenenden werden "spontan" und wetterabhängig geplant.

    Die großen gehen Fr Abend schlafen wann sie wollen. Da ich sa Nacht arbeiten muss gehen sie gegen 21 Uhr hoch. Wann sie schlafen weiß ich ehrlich gesagt nicht.

    Sa morgen kommen sie gegen halb 7 runter. Meist ist mein Mann da wach. Ich nicht weil ich erst um halb 6 nach Hause komme.
    Mein Mann macht Frühstück und die essen gemeinsam in Ruhe. Dann gehen sie meist hoch schonmal ihre Zimmer aufräumen.

    Ich stehe gegen 9 auf. Dann beginnt hier zunächst die wöchentlich putzrputine wo jeder mithilft.

    Im Anschluss müssen sie sich etwas selbst beschäftigen weil ich dann koche, oder sie helfen mit, das ist aber ihnen überlassen. Solange sie nicht im weg stehen dürfen sie mitmachen.


    Nach dem Mittagessen gehen wir oftmals noch einkaufen und sobald das daheim verräumt ist beginnt für uns das wirkliche Wochenende.

    Samstags machen wir in der Regel nur noch kurze Ausflüge, wenn überhaupt. Meißt ist im garten was zu tun wir machen Radtouren fahren Erdbeeren pflücken etc.

    Abends ist Spiele Abend. Vor den Abendessen spielen wir "baby" Spiele mit der kleinsten.
    Meißt Klink ich mich mit einer großen aus und mache Abendessen während Papa noch weiter spielt.

    Nach dem Essen wird dann die kleinste bettfertig gemacht und hingelegt und wir spielen ausgiebig mit den großen "Spiele für ältere".

    23 Uhr ist hier unten Schicht.
    Schlafen müssen sie noch nicht aber sie müssen sich bettfertig machen und haben oben zu bleiben weil Mama und Papa auch noch etwas Zeit zu 2. möchten.

    Sonntags stehen wenn dann die längeren Ausflüge an die entfernteren Ziele oder eben so Sachen wie Freizeitpark, märchenwald, schwimnbadbesuche, sommerrodelbahn etc.

    Die Mädels stehen gegen 7 auf. Essen erst ne Kleinigkeit. Wir Eltern werden sonntags nicht geweckt. Insbesondere Papa nicht weil das der einzige Tag ist wo er ausschlafen kann.
    Sie hauen sich meißt poptarts in die Mikrowelle und spielen automatisch selbst. Gegen 8 steht aber spätestens eine am Bett und möchte iwas. Da ich ausgiebiger morgenmuffel bin wissen sie das ich meine Zeit brauche um auf Touren zu kommen und das dies automatisch bedeutet wenn sie einen schönen Tag haben wollen das sie mich in ruhe wach werden lassen und zunächst mal irgendwas zum spielen suchen.

    Die kleine liebt derzeit Puzzle und ist selbst ein morgenmuffel.
    Die beiden großen ziehen sich meißt mit dem schachbrett zurück Oder bespaßen sich mit lük.


    Aber es ist nicht so das wir jeden Sonntag einen Ausflug machen. Manchmal "gammeln" wir zu Hause ab und genießen einfach das beieinander sein und hier und da spontan noch was zu spielen usw. fahren spontan in den Wald wenn das Wetter schlechter als erwartet wird oder oder oder.

    Ein explizite Zahl kann ich nicht nennen. Also bezogen auf "sie müssen sich alleine beschäftigen" hier mal 10 min dort mal ne Std, da mal 15 min und dort mal 20. Das ergibt sich einfach.

    Wobei ich wirklich selten sage "geht mal alleine spielen" meißt spielen sie von sich aus iwas und ich mische mich einfach nicht ein.
    Gestern zb habe ich sie sich beschäftigen geschickt weil wir was umgeräumt haben und sie wirklich permanent nur im weg standen.

    Aber das kommt eher selten vor. Sie sind automatisch viel im garten oder die großen gehen zum spielplatz. Sehr oft entwickelt sich einfach ein selbstständiges Spiel und da greife ich dann auch nicht ein.

    Also um dir einen Anhaltspunkt zu geben. Sie müssen sich hier am Wochenende gut 2 Std selbst beschäftigen. Eben weil Grad was ansteht wie Spülmaschine, kochen, Wäsche, duschen, ...
    Selbst beschäftigen tun sie sich aber (unternehnungstage ausgenommen und nur fürs Wochenende gesprochen) rund 3-5 Std am Tag. Eben weil sich wie erwähnt ein selbstständiges Spiel entwickelt und wenn sie halt im Sandkasten sitzen und Bäckerei mit Feuerwehr spielen dann quatsche ich nicht dazwischen und reiße sie aus dem Spiel.

    Mal Spiele ich einfach spontan mit. Mal genieße ich 20 min Ruhe Ehe es zu einem kleinen Streit kommt 😊



    Sie müssten jedoch von Anfang an lernen das ich keine 24/7 bespaßung durchführe. Auch beim 1. Baby nicht als ich die Zeit gehabt hätte. Wenn die wäsche fertig ist wird sie aufgehängt ob das Kind Grad puzzeln will oder nicht. Entweder wartet es oder fängt alleine schonmal an. Meist fingen alle alleine ein und wollten dann auch garnicht mehr das ich mitmache 😂

    Die kleinste hat den Vorteil das eg immer eine Schwester zusätzlich Lust hat und sie viel mehr betüddelt wird.




    LG

    (14) 16.06.19 - 10:27

    Guten Morgen,

    ich will ehrlich sein. Meine Kinder (2 1/2 und 7) dürfen am Wochenende, wenn sie zeitig wach sind (gegen 6 Uhr meist) Fernsehen. Wir Eltern stehen wochentags kurz nach 5 Uhr auf und sind dankbar für 1-2h mehr Schlaf. Meine Kleine ist immer kurz vorm verhungern, wenn sie wach wird, also bekommt sie noch eine Banane oder auch mal ein Milchbrötchen. Spätestens 7 bis 7:30 stehen wir dann aber auf.
    Meinem Großen muss ich ab und an mal in Erinnerung rufen, dass wir Eltern nicht dafür da sind ihn zu bespaßen. Er hat seinen besten Freund direkt gegenüber, wir haben einen großen Garten und sicher auch ausreichend Abwechslung. Er darf sich auch mal langweilen. Mir beim Haushalt zu helfen oder mir was vorzulesen, wird meist dankend abgelehnt 😂

    LG

    (15) 16.06.19 - 10:31

    Ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung!

    Es zeichnet sich ab, dass das Problem wohl global ist und an mir liegt. In manchen Sätzen erkenne ich mich 1:1 wieder und wenn ich meine Reaktion mit euch vergleiche... uiuiui, hier besteht tatsächlich Handlungsbedarf.
    Liebe Grüsse an alle

    (16) 16.06.19 - 10:48

    Ganz ehrlich--da würde es Konsequenzen hageln! Von einem Kleinkind würde ich nichts anderes erwarten, wobei wir unseren Kindern schon sehr früh beigebracht haben, sich morgens LEISE zu verhalten, noch ein wenig liegen zu bleiben, ein Hörspiel zu hören oder was weiß ich.
    Aber ein 7(!!) Jahre alter Junge sollte mit so einem Verhalten echt nicht durchkommen.
    Du kannst es ja erstmal mit positiver Verstärkung versuchen...also ihr backt z.b. mittags zusammen einen Kuchen, wenn er seine Schwester und dich in Ruhe lässt und sich leise beschäftigt.

    (17) 16.06.19 - 10:55

    Mhhh einfach keine zeit haben evtl 🤷‍♀️ ich weiß noch, dass meine mutter uns ab einen bestimmten alter oft raus geschickt hat (wohnsiedlung. Da gab es neben dem haus gleich einen kleinen spielplatz), weil sie nach der arbeit noch haushalten musste. Vater war vollzeit auf der arbeit. An die Zeit davor kann ich mich kaum erinnern.

    Bei meinen kindern handhabe ich es in etwa auch so. Vormittags ist selbstbespaßungszeit. Hab da von anfang an immer den haushalt durchgezogen. Entweder mit baby/kleinkind in der trage oder ich sagte irgendwann, sobald die große es verstehen konnte "ich muss noch dies und das tun." Dann hat sie geholfen oder ich hab ihr was zur selbstbeschäftigung gegeben. Seifenblasen, malen, kleine aufgaben, die sie machen kann, wie tisch abwischen etc. Der kleine machtda meistens die große nach. Also kennen meine kinder das nicht anders 😅 gegen mittag bin ich dann mit allem fertig (zich unterbrechungen, weil immer irgendwas ist, deswegen dauert das etwas) Der kleine geht schlafen und ich beschäftige mich mit der großen. Buch lesen, spiel spielen, basteln. Worauf wir eben lust haben. Sobald der kleine ausgeschlafen hat, gehts raus. Einkaufen oder spielplatz oder treffen. Was eben so ansteht. Und ab 5 ca. Mach ich das abendessen.

    Seit der kleine laufen kann, spielen sie aber viel miteinander. Da ist es dann oft sehr laut, weil sie dann durch die wohnung toben 😅

    Versuch also auch mal zu sagen, dass du mal keine zeit zum spielen hast, dafür später und mach dann vorschläge was er machen kann. Dann kommt das von selber. Er kann ja bestimmt helfen und hilft dann gerne. Mit 7 kann er bestimmt mehr als nur den tisch zu wischen. Kannst ja auch sagen "wenn du mir hilfst, bin ich schneller fertig und wir können eher was zusammen spielen" und wenn er versucht das durch sein Verhalten zu erzwingen, dann ignorier es und wiederhole eben nochmal, was du gesagt hast. Er ist ja 7, also müsste er verstehen, was du sagst. Aber genauso weiß er, was er tut. Er ist ja defintiv kein kleinkind mehr. Das musst du dir auch vor Augen halten. Und bei geschwister ist es oft so, dass die jümgeren die älteren nachmachen. Sie sieht ja, dass das beim bruder klappt, also macht sie das auch. Und deine kinder kennen es vermutlich nicht anders, als dass die mama immer zeit für einen hat.

    Ist einfach eine erziehungsfrage...

    Und ja: meine kinder können auch ganz schön stur sein. 😂

    • (18) 16.06.19 - 11:55

      Ach was mir noch einfällt: die große wird ja 3. Da hat sie schon ihre phasen, wo sie dann auch mal handgreiflich wird. Da kommen dann konsequenzen. Bockig sein darf sie, aber schlagen verbiete ich hier. Da bekommt sie dann auch mal ne auszeit, wenn es mir zu bunt wird. Ich kündige es aber auch immer an. Wie z.b. beim spielen, wenn sich beide ständig um 1 spielzeug streiten. Da hagelt es auch schnell mal schläge untereinander. Da warne ich dann und dann kommt das eben für den restlichen tag weg, wenn sie so weiter machen. Oder wenn sie was nicht bekommt, dann bekommt sie mal ke auszeit auf der couch oder dem tisch.

      Mit knapp 3 versteht sie nämlich schon alles was ich sage und weiß auch, dass ich das durchziehe. Aber ich erklär eben auch alles.

      Was aber wichtig ist: du musst beide gleich behandeln. Also wenn es bei ihm verboten ist, bei ihr nicht erlauben. Sonst kann das eben schlimmer werden. Bei uns wars mal ganz schlimm, wo ich den kleinen noch als "baby" angesehen habe und ihn dadurch automatisch bevorzugt habe. Seit dem ich dem kleinen eben auch nicht mehr alles erlaube, ist es wesentlich friedlicher. Z.b. dass wenn er was spielen will, womit sie spielt, ich eben sie dazu ermuntert hab, es ihm zu geben, weil er gleich geheult hat, als ob die welt untergeht. So hat er irgendwann immer gleich losgeheult, sobald ihm was nicht gepasst hat. Ja auch 1,5 jahre alte kinder merken sich das, wie die eltern auf was reagieren. Dann hab ich ihn auch mal von ihr weg genommen, auch wenn er lange dannach geweint hat und sich übelst aufgeregt hat. Hab ihm aber auch immer gesagt "jetzt spielt deine schwester damit und möchte nicht teilen". Seit dem ist die große entspannter.

      Kann evtl auch daran liegen, dass er bei euch so drauf ist, weil du unterbewusst die kleine bevorzugst, weil sie eben kleiner ist.

(19) 16.06.19 - 11:27

Huhu! Ich persönlich bin der Ansicht, dass du dich nicht damit quälen musst dein Kind zu bespaßen. Er ist mit 7 alt genug sich alleine zu beschäftigen. Wenn er seine Schwester mit Absicht weckt sollte es da auch eine Konsequenz nach sich ziehen. Aufstehen würde ich um diese Uhrzeit auch nicht. Da braucht ihr glaube ich feste Regeln und auch ein Nachspiel wenn er sich nicht daran hält.

Es liest sich für mich auch so raus, als wenn er dir auf dem Kopf tanzt. Wortwörtlich. Trau dich ruhig auch nein zu sagen und es dabei zu belassen. Das wird er glaube ich brauchen.

(20) 16.06.19 - 12:12

Hallo, also mit 7 erwarte ich schon Selbstbeschäftigung, muss ich sagen. Die Uhr können die meisten in dem Alter (grob) lesen. Vor 8 kommt niemand ins Schlafzimmer und bis dahin wird auch kein anderer gestört. Punkt. Er kann sich ein Toast oder ein Müsli machen, lesen, leise CD hören, basteln oder etwas abschreiben ;-). Im Laufe des Tages kann er bei Tätigkeiten helfen, sich verabreden oder draußen spielen gehen. Ich war von ganz klein auf kein expliziter Entertainer meiner Kinder und habe mir immer meine halbe Stunde Pause genommen zum Lesen, für einen Kaffee oder Telefonieren. Für mich ist sowas reine Erziehungssache und es würde mich immens stören, so fremd-diktiert zu werden von einem so großen Jungen.
Überlege, was dir wichtig ist und setze da an. Grüsse

(21) 16.06.19 - 12:43

Unsere Große wird demnächst 7 und die Mittlere ist 4,5 Jahre alt.
Die Große würde zur Zeit gern dauerbeschäftigt werden und weckt dann auch gern die Schwester. Wenn wir das raus kriegen, gibt es auch mal ein Donnerwetter (, von wegen, so etwas gibt es heutzutage nicht mehr ;)). Das Wecken ist viel weniger geworden.
Und wenn die dann zusammen spielen und streiten, dann im Zimmer der Großen, da das weiter vom baby - und vom Schlafzimmer weg ist.

Heute morgen habe ich einen Zettel vorgefunden "wir sind trausen".
Die beiden haben insgesamt heute schon über drei Stunden draußen gespielt. Kamen vorhin klitschnass und dreckig rein und das abendliche Duschen hat sich nach vorne verschoben xD

Wenn die Mittlere noch schläft oder Ruhe braucht, muss sich die Große halt langweilen. Sie hat genug in ihrem Zimmer, um sich zu beschäftigen. Hin und wieder muss man sie dran erinnern, dass man mit Spielsachen auch spielen kann und mit Malsachen malen xD und dann klappt das auch.

Das Baby und dadurch, dass mein Mann zur Zeit oft weg ist, zwingen die Großen quasi dazu, sich selbst zu beschäftigen und ruhig zu sein. Vorher ging das zwar auch relativ gut, aber jetzt sehen sie auch einen sinn da drin.
Vorher war der sinn nur, dass wir schlafen wollten.
Jetzt ist der Sinn :wenn baby geweckt wird, ist es schlecht drauf, schreit viel, mama ist genervt und letztendlich gibt es viel weniger zeit mit mir für die beiden Großen.

Mit einem guten Sinn ist die Motivation viel größer. Vielleicht findet ihr ja auch einen..
Ihr seid ausgeschlafen besser drauf und könnt später dann dies und das machen oder schimpft nicht so viel oder sonst was.
Die sind ja alt genug, um solche Zusammenhänge zu verstehen :)

(22) 16.06.19 - 14:08

Oje, das hört sich echt anstrengend an bei euch. 😅
Bei meiner Kleinen ist es ähnlich, allerdings ist sie noch nicht mal zwei, da habe ich Verständnis, auch wenn ich hin und wieder versuche, sie zum alleine spielen zu motivieren. Für Haushalt hat sie Verständnis, da hilft sie entweder mit oder setzt sich neben mich und beschäftigt sich mit irgendwas, was sie gerade spannend findet. Morgens ist das natürlich schwieriger, wir holen sie zu uns, wenn sie wach wird (zur Zeit ca um 7) und kuscheln noch ein bisschen. Aber sobald sie alt genug ist, darf sie sich morgens gern noch eine Stunde vor den Fernseher setzen.
Da eure Kinder ja schon 4 und 7 sind, würde ich auch einen Wecker oder etwas ähnliches zur Hilfe nehmen und damit anfangen, dass sie sich mal 15 Minuten allein beschäftigen sollen. Und das dann eben immer weiter ausweiten. Den Tipp mit den Haushaltsaufgaben gegen Langeweile finde ich auch gut, das werde ich auch umsetzen. 😜

(23) 16.06.19 - 15:05

Es gibt Wecker für Kinder mit Farbcodes. Damit kann ein Kind in dem Alter locker lernen, dass er vor einer bestimmten Uhrzeit nicht zu euch kommt. Oder als Signal die geschlossene Schlafzimmertür. Wenn die zu ist, dann darf er nicht rein.

Unsere 5jährige spielt morgens durchaus schon 1 bis 2 Stunden alleine bis zum Aufstehen und beschäftig sich auch untertags viel alleine. Ich muss das nicht durchsetzen. Sie versteht, dass ich nicht immer Zeit habe und nicht dauernd kann. Entweder ist sie dann selbstständig und spuelt alleine oder sie langweilt sich eben. Das mache ich dann aber nicht zu meinem Problem.

Dass ein Kind auf mir herumturnt, weil ich es nicht bespaße oder ihm keine Aufmerksamkeit zukommen lasse, würde ich einfach überhaupt nicht tolerieren. Wenn er damit Erfolg hat (und sei es negative Aufmerksamkeit), dann wird er das immer wieder so machen.

(24) 17.06.19 - 10:05

Meine Kinder sind 3 und 5. Wir waren nie ihr Unterhaltungsprogramm, soetwas rächt sich später, wenn die Ansprüche noch mehr steigen. Wir haben uns eben mit ihnen normal beschäftigt, als sie ganz klein waren, sobald sie aber selbstständiger wurden, haben wir die Wohnung dementsprechend präpariert. Sie dürfen auch an unserem Ereachsenenleben teilhaben, wenn sie Interesse haben. Als dann die Große noch selbstständiger wurde, wurde ebenfalls alles so vorbereitet, dass ihre Selbständigkeit uns allen hilft ;) Sie kann alleine an den Kühlschrank, also steht Milch und Obst so, dass sie gut rankommt. Wir haben einen Hocker in der Küche, sodass sie auch ggf. was höheres erreichen kann. Zudem die Belehrung, dass ein Kühlschrank immer richtig verschlossen werden muss, sonst haben wir nur noch Brot und Katzenfutter zum Essen XD. Eis darf sie auch selbst holen, aber ich hab die Übersicht darüber und sage auch, wenn es zu schnell weg ist, kaufe ich länger kein neues mehr. Hat sie hunger, erledigt die Große das also selbstständig und bezieht oft die Kleine mitein. Hat sie Hunger, will aber was anderes, hat sie meines Erachtens nicht wirklich Hunger, sondern Lust. Entweder finden wir einen Kompromiss oder sie wartet, bis zum nächsten Essen. Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt es, für das dazwischen kann sie sich Obst nehmen.
Wir haben Kindertablets, die aber Papa gehören. Wenn er nein sagt, heißt das auch nein. Beide Kinder können diese selbstständig bedienen. Die sind aber oft nur kurz ein Unterhaltungsprogramm, oft laufen nur Hörspiele darüber, wärend die Kinder spielen. Anfangs wurde aber intensiv gesehen, als sie neu waren, jetzt ist die Spannung raus.
Manchmal legen sich meine Kinder auch in den Weg, ich geh entweder darauf mit Spaß ein oder irgnoriere sie. Ich rege mich nicht darüber auf, bringt doch nur negative Stimmung für alle. Kinder wollen dann oft Aufmerksamkeit, daher frage ich meistens, was los ist.
Wenn so etwas kommt wie "mir ist langweilig", dann ist das gut. Langeweile fördert die Kreativität und das kann ich mittlerweile bestätigen. Klar kann das auch im totalen Chaos enden, aber die Kinder haben sich selbst kreativ beschäftigt. Je älter sie wurden, desto besser klappt es auch. Es ist erstaunlich, was sie mittlerweile schaffen können. Da kritisiert ich dann auch nicht das Chaos, sondern helfe beim Aufräumen.
Heute sind sie ziemlich selbstständig, die Kleine lernt es aber noch, wobei ihr die Große hilft. Dafür bekommt die Große auch Lob, also Anerkennung für die Mühe.
Wir machen auch Ausflüge, aber eben in Maßen und die Kinder bestimmen mit. Dass eigentlich alles Geld kostet, wissen sie. Wenn ich anmerken, dass es Ende des Monats ist und das zu teuer wird, suchen sie sich etwas günstigeres oder kostenloses. Sie wissen, dass Schwimmbad teuer ist, aber der freie See kostenlos ist, also geht's da hin. Mit 4/5 Jahren können Kinder Geld schon etwas einschätzen.
Klar gibt's auch mal Streit zwischen den Kindern, aber zu lernen, wie man solch einen Konflikt löst, ist wichtig. Kompromisse zu schaffen, müssen Kinder auch lernen und v.a. müssen sie lernen diese fair zu verfassen, sodass alle einverstanden sind.

Top Diskussionen anzeigen