3-Jährige wird ausgeschlossen

    • (1) 16.06.19 - 18:51
      Ausgeschlossen

      Hallo,
      kurze Frage: in unserer Straße gibt es einige Kinder, die älter sind als meine Tochter. Meine Tochter ist sehr offen, kommuniziert gerne mit Kindern und geht immer freundlich auf sie zu. Leider merkt sie dabei nicht, dass nicht alle freundlich reagieren. Das ist ja auch verständlich, die anderen Kinder sind nun mal älter.
      Neben uns wohnt ein Geschwisterpaar, welches sozusagen in der Straße das Regiment führt. Sie versuchen dabei andere Kinder auf ihre Seite zu ziehen und gegen mein Kind aufzuhetzen. Warum das so ist, werde ich nicht näher erläutern, da der Post sonst ausufern würde.
      Es wurden auch schon andere Kinder ausgeschlossen, nun ist meins aber das jüngste und ist leider in die Außenseiter-Rolle gerutscht. Sie versucht immer wieder Kontakt aufzunehmen, aber ohne Erfolg.
      Mittlerweile bemerke ich, dass es sie auch sehr beschäftigt. Oftmals weint sie am Abend, kann aber natürlich noch nicht genau benennen, warum.

      Ich erwarte nicht, dass die anderen Kinder mit ihr spielen, allerdings ist es schon ein aktives bewusstes Auschließen.

      Würdet ihr mit den Eltern reden?

      • Wie geschieht das Ausschließen?

        Wie alt sind die anderen Kinder?

        • (3) 16.06.19 - 19:15

          Die aktivste, die andere Kinder tatsächlich aufhetzt ist 6 (ich nenne sie mal Lilly).
          Beispiel: meine Tochter ist mit dem 5-jährigen Nachbarsjungen sehr gut ausgekommen und hat täglich mit ihm gespielt.
          Seit einigen Tagen aber mag er gar nicht mehr mit ihr spielen. Ich weiß, dass Lilly versucht, den Jungen von meiner Tochter fernzuhalten und hat es mittlerweile geschafft. Er möchte nicht mehr mit ihr spielen.

          Wenn meine Tochter auf eine Gruppe von Kindern dazu stößt (und meistens ist Lilly dabei), stehen sie entweder auf und gehen weg oder ignorieren sie.

          Ich muss dazu sagen, dass Lilly die gleichen Erfahrungen im Kindergarten und nun in der Schule gemacht hat. Sie kann dort keine Freundschaften schließen und ist deshalb sehr frustriert. Ich denke, dass sie das in der Schule Erlebte hier an jüngeren Kindern auslässt.

          Ein anderes Nachbarsmädchen war auch mal in der gleichen Situation und wurde ausgeschlossen. Die betreffenden Mütter sind nun verstritten. Mehr weiß ich aber nicht darüber.

      Klar würde ich mit den Eltern sprechen und v.a. meine 3Jährige draußen begleiten und sofort einschreiten!
      Ansonsten würde ich einfach eigene Freunde aus dem Kindergarten einladen und dann kann ihr das dominante Geschwisterpaar mal den Buckel runterrutschen.
      VG

      • (5) 16.06.19 - 19:18

        Sie spielt tatsächlich mehrmals die Woche mit Kindern aus dem Kindergarten. Dennoch geraten wir immer wieder in die Situation auf der Straße. Ich kann sie kaum drinnen halten, weil sie noch so unbedarft ist und jeden Tag aufs Neue versucht, mit den Kindern in Kontakt zu kommen.
        Ich habe mich immer versucht ein wenig rauszuhalten, weil ich dachte, meine Tochter könnte sie mit ihrer positiven Art überzeugen. Manchmal muss man Kinder ja auch mal machen lassen. Aber da es immer schlimmer wird, werde ich wohl was tun müssen.

        • Sie ist erst 3 und muss, finde ich, noch nicht alleine draußen herumstromern. Begleite sie doch einfach! Ansonsten kann ich mir gut vorstellen, dass 5- und 6Jährige (vor allem, wenn sie jemanden auf Augenhöhe haben) keine Lust auf "so ein Baby" haben ;-). Oft ist es so, wenn kein anderer verfügbar ist, ist das deutlich jüngere Kind gern gesehener Spielpartner, da besser als Langeweile. Kaum kommt aber ein gleichaltes oder älteres Kind, ist "das Baby" unattraktiv und wird nur zu gern fallen gelassen. Weißt du, was ich meine?
          VG

    Hallo

    Einerseits erwartest du nicht, dass sie mit ihr spielen, aktiv ausschließen ist aber nicht OK?
    Ist doch das gleiche?

    Ich denke das Problem liegt am Alter. Und deine Tochter "stört" weil die Älteren nichts mit ihr anfangen können. Verständlich und da sehe ich die Pflicht von euch Erwachsenen Spielkameraden in ihrem Alter zu finden. Wenn das nicht geht müsst ihr euer Kind anders beschäftigen, denn zum Spielen schicken wo sie keinen Anschluss hat frustriert sie doch total. Klar weint sie dann auch abends.

    Viele Grüße

    Dein Kind hat doch aber keinen Anspruch darauf, dass die Nachbarskinder mit ihr spielen, auch wenn sie nett und offen auf diese zugeht. Insofern würde ich sagen: Das ist leider eine Lektion des Lebens: Nicht alle, zu denen Du nett bist, sind auch nett zu Dir.

    • (9) 16.06.19 - 19:20
      Ausgeschlossen

      Da geb ich dir voll und ganz Recht. Allerdings hab ich in meinem Ausgangsthread noch nicht in vollem Umfang erklärt, wie das Ausschließen aussieht.
      Andere Kinder gegen meine Tochter aufhetzen, sie bewusst ignorieren, aufstehen, wenn sie kommt fällt für mich schon fast in die Kategorie Mobbing.

      • Wie inflationär heutzutage mit dem Wort „Mobbing“ umgesprungen wird, finde ich bedenklich. Es geht hier um Kindergartenkinder! Bitte lies Dir mal die Definition von „Mobbing“ durch! Das ist etwas ganz anderes!
        Das hier sind allesamt kleine Kinder. Kinder sind nicht immer fair und nett. Kinder können durchaus auch gegen andere stänkern, andere ausschließen usw. Trotzdem kann man doch hier nicht von Mobbing reden, ich bitte dich!
        Damit drängst du deine Tochter in eine Opferrolle und das ist nicht hilfreich, sondern kontraproduktiv!
        Sprich mit den Eltern von „Lilly“ und teile deine Beobachtungen (ohne Vorwürfe!) mit.
        Ihr könnt gezielt einzelne Kinder eurer Nachbarschaft zu euch einladen.
        Ihr könnt auch in die Offensive gehen und „Lilly“ zu euch nach Hause einladen. Oder aber ihr pfeift auf die Nachbarkinder und lasst eure Tochter eben andere Verabredungen (Kita, Verwandtschaft,...) treffen.

        • „Das Wort Mobbing wird heutzutage Inflationär verwendet!“

          Niemand behauptet die großen Kinder müssen mit einem deutlich jüngeren Kind spielen! Niemand! Nicht mal die TE selbst.

          Jemanden gezielt auszuschließen, dafür Sorge zu tragen dass eine ganze Gruppe Menschen sich abwendet wenn man nur das „Areal“ betritt, nicht mehr zu grüßen und die Nachbarschaft aufzuhetzen ist MOBBING und nichts anderes!

          Völlig egal ob man 3 , 40 oder über 100 Jahre alt ist.

          ****vom URBIA-Team entfernt. Bitte bleibt sachlich/höflich ****

        (17) 16.06.19 - 22:31

        Mobbing fängt sehr viel zeitiger an, als die meisten denken.
        Hier sind m.E. viele Kennzeichen erfüllt. Bildung einer Gruppe aus Rädelsführer(n) und Mitläufern (aka der Mob), Anwendung von Mobbingstrategien (hier vorrangig das nonverbale passiv-aggressive demonstrative Ausschließen) gegenüber einem Individuum, das aufgrund eines Machtgefälles (hier verursacht durch das geringere Alter) nicht dagegen ankommt. Nun sind nicht alle Mobbingsituationen gleich schlimm, und ja, das hat es immer schon gegeben.
        Nützt nur dem Mädel nichts, diese Erkenntnis.

        Deine Vorschläge finde ich aber gut, es hilft immer, wenn es ein positives Gegengewicht gibt.
        Was auch oft hilft, ist, die Mitläufer zu motivieren, über die Situation nachzudenken. Bei ihnen kann eine Verhaltensänderung oft leichter bewirkt werden.

        Jedenfalls hoffe ich, dass sich die Lage bessert.

    (25) 17.06.19 - 23:13

    Bitte les du dir den Text nochmal genau durch

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