Alkoholproblem! Ignorieren?

    • (1) 17.06.19 - 12:34
      Inaktiv

      Hallo!

      Ich muss mal wieder hier schreiben weil ich mir sonst keinen Rat weiß da ich mit niemand außenstehendem darüber reden kann.

      Ich habe meinen Papa 2005 verloren, aufgrund einer Alkoholabhängigkeit. Ich lebe mit bei meiner Schwiegermutter und seit einem halben Jahr bekomme ich hautnah mit dass sie ebenfalls trinkt! Einige Flaschen die sie mal versteckt hat, habe ich schon gefunden. Zu gern würde ich ihr „Hauptversteck“ wissen! Sie trinkt hauptsächlich Wein, hat unglaubliche Stimmungsschwankungen und ist sonst auch keine einfache Person. Mein Problem ist auch dass sie mein Kind ab und zu hat und ich eigentlich nicht möchte dass sie z.B mit ihr losfährt wenn sie getrunken hat.
      Ich weiss garnicht wie ich mich verhalten soll! Ein Alkoholproblem zuzugeben ist sicherlich nicht einfach, um davon wegzukommen muss man es selbst wollen, da bringt einem reinreden nichts, aber ich möchte dass sie es weiß dass ich es weiß!
      Mein Partner (ihr Sohn) meint, wir sollen es einfach akzeptieren da sie es niemals zugeben würde.
      Ich habe dieses Versteckspiel satt, was ich jetzt leider schon zum 2. Mal mitbekommen muss. Bitte gebt mir nen Rat!

      • (2) 17.06.19 - 12:43

        Ich bin da sehr rigoros. Ich würde mal in einer ruhigen Minute mit Ihr reden und Ihr sagen, dass du mitbekommst wieviel Sie wohl trinkt und du dir Sorgen machst. Und dass du Ihr unter diesen Umständen auf keinen Fall weiter dein Kind gibst!!
        Als nächstes redest du mit deinem Mann und setzt Ihn aufn Pott. Es kann Ihm ja wohl nicht sein, dass euer Kind Gefahren ausgesetzt ist, nur weil er den Mund nicht aufbekommt.
        Ihr wirst du nicht helfen können, jeder Suchtkranke muss alleine an den Punkt kommen wo er etwas ändern möchte- oder eben nicht. Aber schütze bitte dein Kind!!

        (3) 17.06.19 - 12:43

        Hi, hier ist es die SM meines Mannes, die trinkt. Sie leben in gehobenen Kreisen und da wird schon mittags Sekt getrunken...aber wehe, man hat damit dann ein Problem wie meine SM. Das wird dann totgeschwiegen. Mein SV ist schon völlig verzweifelt und kontrolliert sie wie ein kleines Kind, aber sie findet ihre Wege.
        Was du machen MUSS: Verhindern, dass sie mit deinem Kind durch die Weltgeschichte fährt. Da muss du hart sein: Sage ihr auf den Kopf zu, dass sie trinkt und dass du nicht zulässt, dass sie besoffen Auto fährt.
        Dann solltest du mit deinem Mann mal über Co-Alkoholismus sprechen...ihr müsst da echt ne Lösung finden!
        Wir wohnen nicht mit meinen SE zusammen und trotzdem beknien wir SV immer wieder, dass er sie zwangsweise einweisen lässt.

    (10) 17.06.19 - 12:44

    Also erstens in einer fremden Wohnung nach "Alkohol-Verstecken" suchen geht gar nicht! Stell dir mal vor jemand würde deine Wohnung durchwühlen! Es ist nicht dein Problem und lass sie bitte so leben wie sie möchten!

    Und das wichtigste: Lass dein Kind nicht bei solchen Leuten! Ihr Alkoholkonsum geht dich nix an, Allerdings dass sie mit deinem Kind betrunken Autofahren schon und so eine Schwiegermutter würde mein Kind nie bekommen!

    Ps. Meine Schwiegereltern haben auch ein Alkoholproblem, aber ich misch mich nicht ein, aber meine Kinder bekommen die ganz bestimmt nicht!

    • Fremde Wohnung....#kratz
      Sie wohnt doch schon ein halbes Jahr mit ihrer SM zusammen dort und so dicht an dicht kann man das doch nicht ignorieren.

      • (12) 17.06.19 - 13:41

        Klar aber wenn ich bei jemand wohne, wühle ich doch trotzdem nicht in Fremden Sachen Rum! Privatsphäre sollte doch wohl jeder haben und wenn es die TE stört zieht man halt weg und fertig.

        • Sie hat doch nicht geschrieben, wo sie die Vorräte gefunden hat. Es sind die absurdesten Plätze, wo die Alksachen versteckt werden--auf dem Dachboden, im Keller, im Topfschrank etc.

          • (14) 17.06.19 - 14:08

            Es wäre ja was anderes wenn die TE zufällig was gefunden hätte, aber so wie ich verstanden habe sucht sie ihre Wohnung absichtlich nach ihren "Geheimverstecken" ab. Und sorry ich weiß dass sieht jeder anders aber für mich geht das gar nicht, die Privatsphäre des anderen soll man respektieren!

            Wenn ich sowas mitbekommen hätte dass mir da jemand in meinen privat Sachen rumwühlt, würde ich an der Stelle der Schwiegermutter die TE schon lange rausschmeißen!

    (15) 17.06.19 - 12:52

    Hallo,
    Ich wundere mich doch sehr über diese Ansicht. Wieso ist es nicht das Problem der TE? Gehört es nicht dazu dass man sich innerhalb einer Familie umeinander sorgt?

    • (16) 17.06.19 - 13:06

      Bei Süchten sind die Grenzen zwischen "sorgen" und "kontrollieren" aber sehr schwammig.... nach Alkoholverstecken zu suchen ist dagegen ganz klar übergriffig und kontrollierend. wenn man das regelmässig macht (wie im Zwang) dann hat man selbst ein Problem und zwar Co-Abhängigkeit.

      Hilfe zur Selbsthilfe: www.Al-anon.de

      • (17) 17.06.19 - 13:14

        Ja nach verstecken suchen befürworte ich auch nicht, aber den Satz finde ich nicht richtig: „Ihr Alkoholkonsum geht dich nix an“

        • (18) 17.06.19 - 13:33

          Im Grunde ist es aber so.
          Ihr Fleischkonsum, tomatenkonsum oder nikotinkinsum geht sie ja auch nix an.

          • (19) 17.06.19 - 19:30

            Ich finde es nicht verwerflich Sätze fallen zu lassen wie „oh in letzter Zeit isst du aber ganz schön viel Fleisch/rauchst wieder viel mehr/trinkst jeden Abend eine halbe Flasche Wein.“ einfach um die Person darauf aufmerksam zu machen sodass sie sich reflektieren kann.

            (20) 17.06.19 - 19:47

            Hallo,

            solche Aussagen sehe ich immer dann anders, wenn andere Menschen involviert sind und man über Sicherheit und Fürsorgepflicht sprechen muss:

            Z. B.

            Teilnahme am Straßenverkehr
            Beaufsichtigung Schutzbefohlener
            Führen /Bedienen von Maschinen
            Mefizinische Berufe
            Personal im Schwimmbad

            Etc.

            Es ist ein Unterschied ob man sich im stillen Kämmerlein betrinkt, oder ob man alkohilisiert Auto fährt und das Enkelchen hütet.

            In dem Moment, wo andere betroffen sind, geht es andere auch an, ob nun als Schwiegertochter, Sohn, Chef etc.

            Mit Tomaten essen gefährde ich potentiell niemanden.

            Mit Fleischkonsum beeinflusse ich evtl die Co2 Bilanz etc.

            Beim Nikotin gibt es das Passivrauchen.

            Und beim Alkoholismus leider die Co-Abhängigkeit und großes Fremd-Gefährdungspotential...

            • (21) 17.06.19 - 22:33

              Eben... dass man kein Kind bei einer alkoholisierten Person lässt ist ja mal selbstverständlich. Wenn es um Kinder geht trägt man ja immer die Verantwortung.

              Ein erwachsener kann entscheiden. Ob er passiv rauchen oder weggehen möchte. Ein Kind kann das nicht.

    (22) 17.06.19 - 13:42

    Aber ein Erwachsener Mensch kann doch bitte selber entscheiden ob er trinkt oder nicht das geht die TE doch nix an! Das einzige was sie machen kann ist sich eine Wohnung suchen und ihr Problem ist gelöst!

(24) 17.06.19 - 14:24

Das mit den Alkoholverstecken sehe ich anders. Sie wohnt in der Wohnung und ihr Kind dann wohl auch. Würdest du Alkoholflaschen womöglich in Reichweite des Kindes lassen? In den gemeinsam genutzten Räumen würde ich da sehr wohl zumindest die unteren Schränke kontrollieren. Von den privaten Zimmern sollte man aber tatsächlich die Finger lassen.

(25) 17.06.19 - 14:18

Hi du! Ich kann verstehen das du wegen ihrer Trinkerei kein gutes Gefühl hast. Du hast schließlich schon erlebt was es mit deinem Vater gemacht hat. Doch ganz direkt gesagt: DIE SAUFEREI IST IHRE SACHE! Du kannst ihr was sagen aber was sie draus macht geht dich nichts an. Wo ich aber rigoros einschreiten würde ist wenn es um mein Kind geht. Dein Kind würde ich nicht mehr bei ihr lassen solange sie trinkt. Da gäbe es für mich keinerlei Diskussionsgrundlage. Ich weiß nicht ob dein Mann dann hinter dir stünde aber das wäre mir egal.

Was sie mit sich macht ist ihre Sache dein Kind jedoch ist deine Verantwortung. Sie wird möglicherweise 1. sagen das sie nicht trinkt oder 2. sie trinkt nicht wenn dein Kind da ist. doch ein Süchtiger, sage ich, hat seine Sucht ja nicht unter Kontrolle sondern die Sucht ihn!

Von daher kannst du nur dein Kind schützen sie ist alt genug. Hilfe anbieten kannst du aber mehr wohl nicht. Ob sie diese annimmt obliegt ihr selbst.

Liebe Grüße und viel Glück

Ela

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