Alkoholproblem! Ignorieren? Seite: 2

      • (26) 17.06.19 - 14:36

        Liebe TE,

        was du beschreibst kommt sehr häufig vor. In etwa jeder 3. Familie in Deutschland liegt missbräuchlicher Alkoholkonsum vor.

        Das, was leider viel zu oft passiert ist, dass solche Probleme tot geschwiegen werden und niemand den Mut findet, es anzusprechen. Und dabei geht es nicht darum, dem Betreffenden Vorwürfe zu machen, sondern die eigenen Sorgen und Ängste auszusprechen und überhaupt erstmal ins Gespräch zu kommen.

        Was definitiv nicht hilft, ist Kontrolle und Vorhaltungen. Alkoholabhängigkeit ist eine Erkrankung und lässt sich in den seltensten Fällen "einfach so" abstellen.
        Für Angehörige ist es immer schwer, dabei zusehen zu müssen.

        Vielleicht hilft es dir, bei deiner nächstgelegenen Suchtberatungsstelle einen Termin zu machen. Die Mitarbeiter dort haben Erfahrung im Umgang mit Suchtproblemen und können dir sicherlich gute und hilfreiche Tipps für den weiteren Umgang mit deiner Schwiegermutter geben.

        Hallo,

        trinkt dein SM offensichtlich schon am Tag, riecht sie nach Alkohol oder wie kommst du darauf, dass sie die Flaschen "versteckt" hat?
        Ich persönlich würde z. B. Weinflaschen niemals an zugänglichen Orten stehen lassen, wenn ein Kleinkind im Haus lebt.
        Wieso denkst du, dass deine SM ein "Hauptversteck" hat? Willst du deiner SM als erwachsener Frau mit eigener Wohnung, in der du offensichtlich dazugezogen bist, absprechen, dass diese ein paar Flaschen Wein auf Vorrat lagert?

        Weißt du, wir bekommen unseren Wein von unserem Weinhändler geliefert, geh in meinen Keller, dort würdest du mein "Hauptversteck" finden. Allerdings bin ich kein Alki, sondern die Flaschen werden dort für Geburtstags- und andere Feiern gelagert. Mein Mann trinkt gar keinen Alkohol.
        Bei meinen Schwiegereltern/Eltern beispielsweise stehen immer Sekt/Weinflaschen, Kräuter im Keller bzw. der Vorratskammer. Dabei trinken beide Paare gar keinen Alkohol. Meine Mutti trinkt aufgrund ihrer schweren Erkrankung schon viele Jahre überhaupt keinen Alkohol mehr, mein Vati am WE vielleicht ein oder zwei Bier.
        Hier ebenso wie bei mir: das sind Vorräte zum Anbieten bei Feiern.

        Ich finde es schon sehr merkwürdig von ein paar Flaschen Wein, die du in einem "Versteck" vermutest, auf eine Alkoholabhängigkeit zu schließen.
        Warum sprichst du sie nicht einfach darauf an bzw. dein Mann tut dies?
        Was erwartest du denn hier für Tipps? Du wirst deinen Mund aufmachen müssen, warum die ihr euer Kind nicht mehr allein geben wollt...

        LG

        Nici

        (28) 17.06.19 - 15:21

        Der scheiß Alkohol ist echt teuflisch..... Ich weiß, wovon du sprichst.....

        Gut, die Frau ist erwachsen und es kann sie keiner dazu zwingen damit aufzuhören. Aber mein Kind würde ich ihr definitiv nicht mehr anvertrauen. Sollte sie dich dahingehend ansprechen, dann würde ich ihr ganz ehrlich von meinem Verdacht erzählen.

        LG

        (29) 17.06.19 - 15:25

        Warum sagst du es ihr nicht? Mit dem Ansatz von dein Sohn vermutet auch sowas? Wie siehst du es? Auch, dass du Sorge hast, wegen deinem Kind?
        Einfach ansprechen.

      • (30) 17.06.19 - 15:56

        Also ich würde da mit ihr reden und fragen wie sie das sieht. Vielleicht nicht direkt eine Abhängigkeit unterstellen, sondern sagen, dass ein hoher Konsum aufgefallen ist. Wenn sie sich rigoros weigert etwas dagegen zu tun, dann würde ich Konsequenzen ziehen. Und zwar mit Mann und Kind ausziehen. Und sie das Kind nicht ohne eure Aufsicht sehen lassen. Natürlich ist es ab nem gewissen Punkt einfach ihre Sache, aber ihr seit nicht gezwungen das so hautnah mitanzusehen. Abgesehen davon ist es schlicht gefährlich und kein gutes Vorbild für euer Kind. Ich verstehe auch nicht was hier Leute sagen dass ihr sie weiter machen lassen und schön weiter da Leben sollt. Absolut unverständlich gerade wenn ein Kind mit im Spiel ist. Außerdem teilt dein Mann ja deine Meinung. Es ist also offensichtlich keine Paranoia. Lass dir da nichts einreden. Sowas ist ne Ernste Sache.

        (31) 17.06.19 - 18:40

        Trinkt sie in eurer Gegenwart? Hat sie eine Fahne? Sind die Flaschen eventuell so gelagert, dass euer Kind nicht ran kommt?
        Wenn sie alleine in ihrer Wohnung lebt, warum sollte sie Flaschen verstecken?
        Hat sie zittrige Hände?

        Gerade, wenn ich selbst nicht trinke, erkenne ich einen Alki sofort. Alleine der Geruch und die Körperausdünstungen. Das Reden, das gesamte Verhalten.

        Mein Vater war ein sogenannter Pegeltrinker bis zu seinem Tod. Einsicht gleich null.
        Er war kein heimlicher Trinker. Dazu neigen eher Frauen.

        Wenn du also wirklich den Eindruck hast, dass sie tagtäglich trinkt, dann such erstmal im Guten das Gespräch mit ihr. Mit ich hab das und das gefunden wirst du nicht weit kommen. Sei Vorwurfsfrei. Sie muss erstmal Vertrauen fassen und sehen, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine ist.
        Sprich offen über deine Sorgen mit ihr. Somit bekommt sie ein gewisses Gefühl der Wertschätzung. Frag sie was genau sie belastet. Womit sie in ihrem Leben nicht zufrieden ist. Denn da liegt der Hund begraben. Vielleicht hast du Glück und sie öffnet sich dir gegenüber.
        Man sollte nicht wegsehen.
        Vielleicht ist sie gerade der Typ, der Hilfe annimmt? Nicht jeder Alkoholiker verwehrt ausnahmslos jede Hilfe von außen. Manchen ist ihre Sucht durchaus bewusst, aber sie schämen sich nach Hilfe zu fragen und trauen sich nicht den Teufelskreis zu brechen.
        Auch wenn sie jegliche Hilfe verweigert, dann hast du es wenigstens versucht.
        Gerade innerhalb der Familie sollte man sich helfen.

      • (32) 17.06.19 - 19:58

        Ich würde sie in einem Gespräch schon darauf aufmerksam machen. Sie wird bestimmt alles verleugnen, aber zumindest hast du sie dann darauf angesprochen, dass ihr Alkoholkonsum dir Sorgen bereitet. Was sie dann daraus macht ist ja tatsächlich ihre Entscheidung. Wie schon in einem Kommentar vorher geschrieben, ist es manchmal gar nicht so schlecht, wenn einen jemand auf ein 'Fehlverhalten' aufmerksam macht. Vielleicht ist sie ja auch einsichtig...

        Ich würde ihr auch gleichzeitig sagen, dass du nicht möchtest, dass sie euer Kind beaufsichtigt, wenn sie getrunken hat, egal wie viel.

        (33) 18.06.19 - 08:02

        Warum lebt ihr bei deinen SM? Wäre es nicht möglich eine eigene Wohnung zu mieten/kaufen, so dass ihr nicht den täglichen Umgang mit deine SM haben muss? Ich hätte nicht und schon gar nicht mit meinem Kind, im gleichen Haushalt gelebt wie eine Person der offensichtlich ein Alkoholproblem hat.

        Nie im Leben hätte Ich zugelassen dass eine Person der Weinflaschen verstecken und somit ganz deutlich ein Alkoholproblem hat, auf mein Kind aufpasst und sogar ab und zu irgendwo mit mein Kind hinfährt#schock Nicht 2 Sekunden hätte Ich mein Kind alleine bei dieser Person allein gelassen..

        Warum seid ihr so abhängig von deiner SM? Such euch ein eigenes zu Hause und findet eine andere Person der auf eure Kind ab und zu aufpassen kann. Mach euch unabhängig.. Ich würde es in deiner Stelle meine SM sagen .. Ich würde ihr sagen dass jede Form von aufpassen auf ihr Enkelkind erstmal eingestellt ist, bis sie nicht mehr trinkt.. Ob sie sich ins Therapie begibt oder nicht ist alleine ihre Sache, aber so ist die Lage im Moment..

        Die Einstellung deines Mannes verstehe Ich beim besten Willen nicht..

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