Angst um unseren Sohn - 10 Jahre

Ihr Lieben Eltern (und ich bitte hier nur Menschen, die Respektvoll mit anderen umgehen)

Jahrelang war ich nicht mehr bei Urbia aktiv, aber ich bin zzt so verzweifelt, dass ich mich an Euch wende.

Ich habe heute der KLLehrerin meines Sohnes eine lange email geschrieben, wer Zeit und Muße hat, darf gerne weiter lesen. Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrung und kann mich etwas stärken. Ich danke Euch!

Sehr geehrte Frau X, 


Seit geraumer Zeit mache ich mir vermehrt Sorgen um unseren Sohn.

Schulisch, sowie in seinem sozialen Auftreten, hat xy sich seit Beginn der 5ten Klasse stark verändert. In meinen Augen zum Negativen.


Wir haben hier zu Hause vermehrt Probleme mit ihm, er ist frech, respektlos, lügt usw und seine Gewichtszunahme macht mir zusehents Sorgen. Seit er auf die ... geht, hat er stark an Gewicht zugenommen, isst heimlich und versteckt Süßigkeiten. 


Bei dem damaligen Beratungsgespräch mit Frau xyz, sagte diese mir dass Matteo auf der GSS gut aufgehoben wäre und man sich um ihn kümmern würde. Das Zweifel ich mittlerweile stark an.


In meinen Augen macht er nach wie vor seine Hausaufgaben nicht, lernt nicht ohne Wutanfälle, gibt Elternpost weder bei uns, noch wieder in der Schule ab.


Ich fühle mich hilflos, da ich absolut keine Ahnung habe was das Kind machen/lernen soll und / oder wo es steht.


Der ständige Unerrichtsausfall, trägt meiner Meinung nach nicht positiv dazu bei - auch das soziale Klassengefüge scheint nach wie vor schwierig zu sein.


Mein Mann und ich haben eine absolut andere Vorstellung vom Leben und Achten auf-und miteinander. 

Xy findet sich zZt nur noch in der Position: alle sind gegen mich.

Dass er aber einen sehr großen Anteil daran trägt, begreift er nicht.


Er hält uns als Familie, für ihn als Unzumutbar. Nichts ist ihm genug, wir sind furchtbare, ungerechte Eltern für ihn. Alle anderen Kinder haben es besser.


Ich weiß, dass das kindliches Verhalten ist, aber ich fühle mich zzt sehr überfordert mit der Situation, da ich das Gefühl habe mein Kind entgleitet und wir haben mit der Entscheidung der Schulwahl einen großen Fehler begangen.


Ich weiß dass Sie als Lehrerin sehr eingebunden sind, ich würde mich jedoch sehr über ein persönliches Gespräch freuen um Ihre Einschätzung zu erfahren.

Ausserdem bitte ich Sie um Diskretion, da ich mich wirklich aus der Not heraus an Sie wende.

Sie erreichen mich gerne jederzeit telefonisch unter

Oder ich komme gerne zu einem persönlichen Gespräch in die Schule.

Gerne auch mit Frau xyz oder Sozialarbeiterin.

Ich danke Ihnen für Ihre Zeit

Hallo.

Ich muss ehrlich sagen, so eine E-Mail würde ich nie im Leben abschicken.
Wenn Du diese Nachricht an die Schulpsychologin geschickt hättest, dann würde ich das ja noch verstehen.
Da wird doch sehr privates und schulisches vermischt.

Wenn er sich bei Euch zu Hause nicht benimmt, was soll denn die Lehrerin machen, ihm eine Standpauke halten oder anderweitig bestrafen?

Wenn er heimlich isst und dadurch schon ein erkennbares Geschwichtsproblem hat, erwartest Du von der Lehrerin das sie kontrolliert was er isst und woher er das bekommt?

Und dieser Satz :“ Mein Mann und ich haben eine absolut andere Vorstellung vom Leben und Achten auf- und Miteinanders“, da finde ich kaum ein richtiges Wort für. In der 5. Klasse ist die Klassenlehrerin meist nicht mehr jeden Tag mehrerer Stunden in ihrer Klasse, dazu hat sie eine große Anzahl am Schüler zu betreuen und ihnen den Stoff zu vermitteln. Glaubst Du im Ernst das sie dann jeglichen Lebensaspekt jedes Schüler allzeit „überwachen“ kann?

Wenn ihr solch gravierenden Probleme ( die Hälfte gehört für mich zur einsetzenden Pupertät) im privaten Bereich mit Eurem Kind habt, dann wendet Euch an einen Psychologen.

Stimme Ich vollkommen zu#pro

Die Email hört sich gut an und die kannst du so abschicken. Vielleicht weiß die Lehrerin mehr zu seinem Verhalten.

Wisst ihr, ob es ein Problem mit Mobbing gibt?

Nein, ich weiss es leider nicht.
Er war immer schon ein sehr sensibles Kind und wollte immer schon von allen gemocht werden.
Zudem haben wir seid einigen Jahren Probleme mit dem kleineren Bruder (er wird gerade auf Autismus bzw Hochbegabung getestet). Auch das belastet ihn sehr. Es gab viele Tränen in unserer Familie. Aber erst seit dem Schulwechsel ist es so schlimm 😢

Habt ihr schon mal ein Gespräch bei einem Therapeuten in Erwägung gezogen? Wenn du sagst, dass dein Sohn sensibel ist, kann es auch Hochsensibilität o.ä. sein.

Also das mit den Hausaufgaben verstehe Ich nicht so ganz.. Es ist doch eure Aufgabe als Eltern dafür zu sorgen dass euren Sohn seine Hausaufgaben macht. Wenn Du ständig feststellen muss dass die Hausaufgaben nicht gemacht wurden, muss Du irgendwelche Konsequenzen ziehen. Das gleiche gilt wenn deinen Sohn Wutanfälle bekommt wenn er lernen muss. Wenn euren Sohn euch anlügt indem er sagt dass er keine Hausaufgaben auf hat und Du später feststellen muss das es gelogen war, hat es eben Konsequenzen.. Welche Konsequenzen bei deinen Sohn am besten funktionieren, muss Du selbst wissen.

Welche Konsequenzen hat sein Verhalten bis jetzt gehabt?

Was den Rest betrifft kann Dir vielleicht die Klassenlehrerin sagen..

Manchmal erreicht man sein Kind aber nicht mehr, das kann viele Gründe haben. Und mit Hilfe der Lehrerin oder Schulpsychologin können diese vielleicht gefunden werden. Oder es können Tipps gegeben werden, was man als Eltern besser machen könnte.

Das stimmt aber es wäre hilfreich zu wissen ob seine Lügen und seine nicht gemachte Hausaufgaben Konsequenzen bedeutet haben bis jetzt.. Man kann ja schon verlangen von ein 10 Jahre altes Kind dass er aufschreibt was er auf hat in Hausaufgaben, so dass man es als Eltern kontrollieren kann ob die Hausaufgaben gemacht würden. Stellt man dann fest dass die nicht aufgeschrieben würde, muss man dann handeln. Eine enge und regelmäßigen Kontakt zu den Lehren ist der richtige Weg.

Nicht immer muss man eine Psychische Ursache vermuten, Mobbing etc, manchmal ist Inkonsequente Erziehung die Ursache, was nicht bedeuten muss dass es so bei TE ist.. Deswegen habe Ich gefragt.. Alles auf die Schule zu schieben ist nicht immer korrekt, obwohl es natürlich sein kann dass das Kind Probleme mit den Schulkameraden hat etc.. Darüber wird die Lehrerin bestimmt mehr sagen können.

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Was ich nicht verstehe: wieso machst du die Schule für die Veränderungen verantwortlich?
Haben die Lehrer ähnliche Probleme mit ihm? Ist er reizbar, respektlos gegenüber Lehrern und Mitschülern? Ist er über- oder unterfordert und in welcher Art sollen sich die Lehrer mehr/besser um euren Sohn kümmern?

In mehreren Absätzen ist mir zu viel Vorwurf enthalten.

Dennoch kann ein Gespräch nicht schaden, um zu erfragen, welchen Eindruck er auf die Lehrer macht und wie er sich gibt.

Sehe Ich genau so.#pro

Bei der Beschreibung deines Sohnes fällt mir zuerst "Willkommen in der Pubertät" ein.
Soziale Probleme in der Klasse können dies verstärken, aber es hilft nicht die Probleme alleine bei der Schule zu suchen.
Bitte um ein Gespräch, um einen Weg zu finden, herauszubekommen, was es an Hausaufgaben gibt.
Der Rest ist eher etwas für den Psychologen.

Hallo!

Nein, so eine Mail würde ich nicht an die LehrerInnen meiner Söhne schicken. Zu viele Informationen und viel zu privat! Wenn du ein Gespräch möchtest, weil du ihre Einschätzung der Situationen kennen willst, dann bitte ohne große Worte um ein persönliches Gespräch.

An deiner Stelle würde ich in einem solchen Gespräch (und auch in einer Mail) nicht mit Schuldzuweisungen arbeiten. Ich-Botschaften!
"Ich habe ein Problem...."
"Ich möchte an der Situation etwas ändern...."
"Was kann ich tun?"
"Würden sie mich bzw, uns unterstützen?"

Erst wenn LehrerInnen dann unfreundlich und unkooperativ werden, kann man etwas "genauer" werden.

Du weißt im Grunde aber nicht, wo euer Problem liegt. Vielleicht ist auch nicht die Schule der erste Ansprechpartner, sondern vielleicht eine Erziehungsberatung.

LG

Ich verstehe auch nicht warum Du nicht schon längst die Lehrerin angerufen hast. Die Probleme bestehen ja offensichtlich nicht erst seid gestern.. Ich hätte nie so einen Mail geschrieben, Ich hätte die Lehrerin angerufen.

Du schreibst das viele Tränen in eure Familie geflossen sind, dass es Probleme mit den Bruder gab etc. Ich vermute dass dein Sohn darauf reagiert, gepaart mit bald Pubertät und vielleicht eine inkonsequente Erziehung, was Ich natürlich nicht wissen kann.. Trotzdem ist ein Gespräch mit der Lehrerin sehr wichtig um festzustellen ob er auch in der Schule auffällig ist..

Es ist eine Mischung aus allem, denke ich. Wir haben bereits verschiedenste Varianten durch. Frei nach dem Motto Belohnungssystem. Klappt es mit der Schule nicht- werden Freiheiten eingeschränkt.
Das verrückte ist: unser Sohn ist lieb, aufmerksam, hilfsbereit. Nur bei dem Thema Schule gibt es Ärger.
Mit den Lehrern sibd verschiedene Modelle der "Überwachung" besprochen worden. Sie haben aber weder die Zeit noch das Interesse das mit einem Schüler durchzuziehen.
Ja, ich weiß dass es eine Mischung aus Unruhe zuHause und Vorpupertät ist. Damit ist mir aber nicht geholfen. Ich will den richtigen Ansatz finden, um ihn unterstützen zu können. Ich will meinen aufgeweckten Sohn zurück, auch wenn das vielleicht bedeutet dass er die Klasse wechselt.

Wir haben ein gutes Verhältnis zu unseren Kindern, reden mit Ihnen. Aber trotzdem sind wir auch Eltern. Und denen wird eben nicht alles erzählt. Manchmal müssen wir Spurensuche betreiben.

Das ist un erster Linie ein Thema für die Erziehungsberatung und den kjp.