Unterhaltsberechnung

    • (1) 20.06.19 - 09:46
      Unterhalt

      Hallo!

      Mein Mann hat ein uneheliches Kind mit einer anderen Frau. Mein Mann zahlt Unterhalt - mehr als er eigentlich kann. Für ein Kind, dass er nicht sehen darf. Die Frau hat nun mittlerweile ihr drittes Kind vom dritten Typen bekommen und stellt wohl mal wieder fest, dass die Moneten etwas eng sind. Nun verlangt sie mal wieder Auskunft über das Einkommen meines Mannes. Weiterhin hat ihr Anwalt einfach mal Pi mal Daumen eine ordentliche Unterhaltsnachforderung für die letzten 12 Monate verlangt. Nun frage ich mich, mein Mann bekommt vom AG den vollen Kindergartenbeitrag für unsere Kinder bezahlt. Wird dieser Zuschuss, der ja steuerfrei ist, mit in die Berechnung eingezogen? Wie schon gesagt zahlt mein Mann weitaus mehr, als ihr eigentlich zusteht. Dies ist möglich da ich das höhere Einkommen von uns habe. Sie glaubt wahrscheinlich, dass mehr zu holen ist, da wir den ein oder anderen Luxus genießen können. Natürlich geht es uns finanziell sehr gut, aber ich sehe nicht ein ihr noch mehr Geld in den Rachen zu schieben.

      (4) 20.06.19 - 10:28

      Warum lasst ihr das nicht offiziell berechnet und zahlt nur noch das was ihr müsst?
      Ich denke der Zuschuss gehört zum Gehalt, ist ja ein geldwerter Vorteil. Hätte er einen Firmenwagen würde der geldwerte Vorteil auch mit reinfließen.

      • (5) 20.06.19 - 10:31

        Vor ein paar Jahren wurde der Unterhalt in dieser Höhe mal per Urkunde festgesetzt. Mittlerweile hat sich die Lage verändert. Wir zahlen einfach, weil wir keine Lust auf Diskussionen haben, aus Gutmütigkeit und weil es uns auf lange Sicht nichts bringt eventuell Unterhaltsvorschuss nachzahlen zu müssen.

        • (6) 20.06.19 - 11:05

          <<<Vor ein paar Jahren wurde der Unterhalt in dieser Höhe mal per Urkunde festgesetzt>>>

          Die Mutter hat alle zwei Jahre das Recht nach dem aktuellen Einkommen nachzufragen und evtl. den Unterhalt zu korrigieren. Auch wird das Kind ja älter und kommt in eine nächste Stufe.

          Er zahlt nicht für ein Kind, was er nicht sehen darf sondern für SEIN Kind. Warum darf er es nicht sehen. Wurde das nicht auch festgelegt?

    Vom Arbeitgeber gewährte geldwerte Vorteile sind unabhängig von der Bezeichnung unterhaltsrechtlich relevant.

    Mir erscheint euer Verhalten widersprüchlich: Einerseits meinst du, man habe irgendwann mal einen Unterhaltstitel errichtet und zahle nun aus Gutmütigkeit, andererseits fragst du hier ja ganz konkret, ob bestimmte Gehaltsbestandteile heranzuziehen sind.

    Entweder möchte man es genau wissen, dann nimmt man eben für wenig Geld eine Erstberatung bei einem Familienrechtler in Anspruch oder man zahlt halt pi mal Daumen.

    Mir ist klar, dass dir die folgenden Anmerkungen nicht passen werden, aber du hast hier nicht neutral gefragt, sondern deine negative Haltung überdeutlich gezeigt, obwohl das für die Fragestellung nicht nötig gewesen wäre.

    Mit der Gutmütigkeit kann es jedenfalls nicht so weit her sein, so verächtlich wie du über die Mutter seines Kindes schreibst. "In den Rachen" schmeißt er der Frau die " mittlerweile ihr drittes Kind vom dritten Typen bekommen hat" rein gar nichts, hier geht es doch um Unterhalt für das Kind.

    Dass er sich um das Kind nicht kümmert, ist mehr als bedauerlich. Du schreibst nicht, warum er es nicht "sehen darf" bzw. was er konkret unternommen hat, um nicht nur Zahlvater zu sein. Jugendamt und im schlimmsten Fall eben eine Einstweilige verbunden mit einem Hauptsacheverfahren führen im ersten Schritt zu einer Anbahnung und dann zu einem geregelten Umgang. Woran scheitert das bei ihm?

(10) 20.06.19 - 11:01

Ich verstehe das Problem nicht. Für die Unterhaltsberechnung wird in der Regel nur sein und nicht dein Gehalt gewertet. Wenn er jetzt schon mehr zählt als eigentlich möglich wäre könnt ihr die Berechnung doch entspannt auf euch zukommen lassen. 🤷‍♀️

(11) 20.06.19 - 13:07

Mit einberechnet werden nicht Geldwertvorteile( also Kindergartenbeitrag von der Firma z.b.), weitere leibliche Kinder fals vorhanden, Kinderzuschlag (als volles Einkommen der Kinder die bei euch leben, ergo von deren Bedarf abgezogen, Wohngeld anteilig...
Mehr fällt mir spontan nicht ein.

Aber wenn sie nach Auskunft über das Einkommen verlangt, hat doch alles seine Richtigkeit? Dabei kommt entweder raus, dass der Unterhaltsanspruch gestiegen, gleichbleibend oder möglicherweise gesunken ist.

Dein Einkommen spielt dabei überhaupt keine Rolle, wenn dein Mann deiner Ansicht nach zuviel zahlt, wäre die Berechnung doch optimal? Ich gehe mal davon aus, dass es sich eher um dein subjektives Gefühl handelt, dass zuviel gezahlt wird.

(16) 20.06.19 - 13:51

Ich wollte doch nur darauf hinweisen. Ich finde du schreibst sehr negativ über das Kind deines Mannes. Ich finde beim Unterhalt eines Minderjährigen Kindes muss doch sicher sein, dass ein Kind von diesem Betrag leben kann. Es handelt sich hier um anteilige Miete, essen, Kleidung, schulaustattung... viel bleibt doch dann nicht mehr für die Mutter über- was sie sinnlos verprasst. Das denken immer nur alle.

Eine rückwirkende Erhöhung ist übrigens nur möglich, wenn dein Mann in Verzug gesetzt wurde d.h erst wenn er angeschrieben und um Auskunft der Verhältnisse bzw. Auf die Erhöhung hingewiesen wurde.
Du bist übrigens nicht verpflichtet Angaben über dein Einkommen zu machen. Du zählst dann nur nicht als uh berechtigte Person mit rein. Er ist dann nur euren und dem weiteren Kind zu ih verpflichtet und so wird er in die dd Tabelle eingruppiert.

Ja, der Kindergartenbeitrag wird meines Wissens mit in die Berechnung einbezogen.

Dein hohes Einkommen wiederum spielt keine Rolle (außer wenn dein Mann nicht den Mindestuntehalt zahlen könnte- dann würde ggf. sein Selbstbehalt etwas herbgesetzt, aber das hört sich bei euch nicht so an, oder?), du musst dein Gehalt in dieser Hinsicht überhaupt gar nicht offenlegen!

Wenn ihr eh schon weitaus mehr zahlt, als ihr eigentlich zusteht, dann könnt ihr doch der Einkommensauskunft ganz entspannt entgegensehen, denn dann dürfte eine offizielle Überprüfung der Unterhaltszahlungen ja ergeben, dass dein Mann weniger Unterhalt zahlen muss, als bisher....

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