Einmischen oder nicht?

    • (1) 22.06.19 - 22:09
      Ratlos1205

      Guten Abend,

      ich brauche mal Meinungen.
      Ich habe eine Tochter (5 J.), sehr schüchtern und sensibel. Sie hat aber einen tollen, stabilen Freundeskreis und ihren Platz in der Kitagruppe. Es gab bisher nie Streitigkeiten oder Ärger mit Freunden. Nur gelegentlich mal ein wenig Ärgern von Kindern die nicht zu ihren Freunden gehören und das juckt sie nicht groß. Sie wehrt sich grundsätzlich nie. Meldet es aber den Erziehern.

      Ich habe auch schon alles versucht, sie dazu zu bringen sich mit Worten vehement zu wehren. Aber sie hat mir jedes Mal deutlich gemacht, dass sie sich das nicht traut und es nicht ihre Art sei.

      Nun kam es bei den letzten 4 Treffen mit einer Freundin zu Sticheleien durch ihre Freundin. Die Treffen waren allesamt bei der Freundin. Mein Kind möchte dort nun nicht mehr hin. Sie leidet nicht extrem. Versteht nur dieses andere Verhalten plötzlich nicht. Sie sagt auch, dass sie sich trotzdem noch treffen könnten aber lieber bei uns zuhause dann. Bei uns würde sie sich sicher nicht so gemein verhalten.

      Kurz zur Erklärung wegen der Sticheleien. Meine Tochter wird alles aus der Hand gerissen, womit sie spielen möchte. Sie wird plötzlich herum kommandiert usw. Trotzdem möchte das Mädchen meine Tochter ständig sehen. Sie ist 1 Jahr älter und sehr selbstbewusst. Ein toller Typ und ich mag sie sehr!

      Bisher liefen die Treffen (seit Jahren) immer sehr harmonisch und gleichberechtigt ab. Meine Tochter lässt sich auch nicht unterdrücken. Sie traut sich nicht, sich in der Situation selbst zu wehren aber sie macht dann dicht und zieht sich zurück und redet kaum noch. Und dann zieht sie halt die Konsequenz daraus, dass sie dort nicht mehr hin möchte.

      Der Vater des Kindes ist der beste Freund meines Mannes und ich verstehe mich sehr gut mit der Mutter. Ich möchte mich grundsätzlich nicht in das Verhältnis zwischen den Kindern einmischen und auch nichts den Eltern “petzen“. Aber es wird sehr schnell auffallen, dass meine Tochter dort nicht mehr hin möchte. Ich möchte keine Ausreden erfinden aber gleichzeitig alles versuchen, dass es unsere Elternfreundschaft nicht belastet.

      Von meiner Seite aus gibt es da keine Probleme. Auch wenn es andersrum wäre. Aber ich weiß nicht wie unsere Freunde reagieren.

      Also wie würdet ihr begründen, warum Euer Kind dort nicht mehr hin will? Hat einer eine Idee was mit dem andren Kind los sein könnte?

      Danke und lg

      • Hm, ich weiß nicht, ob ich wegen so einer Lappalie aufhören würde Freunde zu besuchen. Sie wird dort ja nicht misshandelt von dem anderen Kind.

        Sie kann ja auch nicht in der Schule oder später bei der Arbeit sagen, dass sie da nicht mehr hin will, weil einer gemein zu ihr ist.

        Ich würde nochmal mit ihr reden und ihr erklären, dass sie zu dir kommen soll, wenn das andere Kind sie ärgert und du sie dann „beschützt“. Ich würde meine Kinder wohl nicht entscheiden lassen, wo wir hingehen und wo nicht.

        • (3) 22.06.19 - 22:37

          Es geht hier lediglich um Treffen wo die Kinder sich allein verabreden. Ich bin nicvt dabei gewesen.
          Gemeinsame Treffen finden natürlich noch statt.

          • (4) 22.06.19 - 22:40

            Ich finde sie darf im privaten Bereich natürlich selbst entscheiden mit wem sie sich trifft und ob sie jmd besuchen möchte. Denke dass kam im Ausgangspost falsch rüber.

            Danke Dir trotzdem sehr für Deine Nachricht.

          Ah soooo. Ich habe das komplett missverstanden. Na ich würde der Mama ehrlich sagen, dass deine Tochter sich nicht mehr bei denen treffen will, ihre Tochter aber gern zu euch kann.

          Wenn das Verhältnis zwischen den Eltern wirklich gut ist, dann kann man das doch kurz ansprechen, dass die Tochter sich zunehmend kommandiert und bedrängt gefühlt hat und nun hadert da wieder hin zu gehen.

          Vielleicht hatte die Mutter die Mädchen einfach spielen lassen ohne ständig dabei zu sein und sich einzumischen. Dann fällt ihr das nicht sofort auf.

          Genau so wie Du Deine schüchterne Tochter ermutigen musst, sich verbal zu wehren,
          muss das das dominante Mädchen vielleicht auch mal ermahnt werden, nicht so gemein zu sein zu anderen.
          Kinder haben nun mal unterschiedliche Charaktere und die Eltern dann das entsprechende Erziehungspäckchen zu tragen.

      „Sie kann ja auch nicht in der Schule oder später bei der Arbeit sagen, dass sie da nicht mehr hin will, weil einer gemein zu ihr ist. “

      Ein privates Treffen findet auf freiwilliger Basis statt! Schule und Arbeit können damit nicht verglichen werden! Ich finde es sehr hart und absolut unverständlich, dass du das Kind zwingen willst, zu einem Kind zu gehen, wo es nicht mehr hin möchte!

(17) 23.06.19 - 15:02

"sie macht dann dicht und zieht sich zurück und redet kaum noch."
Ein Kind, dass so reagiert, steht emotional NICHT vor einer Lappalie. Es ist abwertend die Gefühle eines Kindes zu missachten.

"Sie wird dort ja nicht misshandelt von dem anderen Kind."
Da würdest du erst die Grenze respektieren? Was darf man eigentlich alles mit dir machen?

"Sie kann ja auch nicht in der Schule oder später bei der Arbeit sagen, dass sie da nicht mehr hin will, weil einer gemein zu ihr ist."
Privat ist erwas völlig anders als Schule.
Aber natürlich sollte ein Kind zu Hause genau das sagen dürfen. Und manchmal ist dann ein Schulwechsel sinnvoll.
Es gibt genug Arbeitnehmer welche ihre Anstellung aus ähnlichen Gründen wechseln.
Gemein ist nicht gleich gemein, dazwischen können Welten liegen.

  • (18) 23.06.19 - 16:36

    Ich hatte das so verstanden, dass das Kind mit seinen Eltern dort ist und dann ja Hilfe hat. Alleine würde ich mein Kind dort auch nicht mehr hinschicken.

    Und ich bleibe trotzdem dabei. Man kann nicht wegen jedem Pups alles hinschmeissen. Aber ich schrieb ja, das wundert mich heutzutage nicht.

    (19) 23.06.19 - 17:11

    Sie gehört wohl zu den Eltern, die ihren Kindern keine Rechte zugestehen 🤷‍♀️
    Sie ist Boss! Sie entscheidet! Das Kind muss gehorchen und spielen mit wem die Mutter es will. 🙄

(21) 22.06.19 - 23:11

Wenn es auffällt und du darauf angesprochen wirst, dann würde ich es erwähnen. Meine Tochter ist ein Jahr jünger (4,5) und ihr Freund (3,5) ist der Sohn unserer besten Freunde. Sie hat ihm im Kindergarten auch die Freundschaft gekündigt (auf Grund einer dominanten Freundin) . Die Mutter/meine Freundin hat es mir erzählt. Für uns war es gut, denn ich wusste nichts davon und hatte so die Gelegenheit ganz allgemein zu besprechen das man sich nicht von Freundinnen komplett dominieren lassen muss, man mehrere Freunde haben kann und man selbst entscheidet wen man mag und wen nicht etc. Unsere Erwachsenen Freundschaft hat es nicht geschadet. Die Mutter hat es aber auch nicht anklagend erzählt. Die Kinder verstehen sich übrigens wieder super.

LG

(22) 23.06.19 - 00:49

Ich würde einfach ganz selbstverständlich die Wahrheit sagen. Wenn die Eltern fragen, warum eure Tochter nicht mehr hin möchte, sagst du, was vorgefallen ist.
Sehe da überhaupt kein Problem 🤷‍♀️. Erst recht nicht, wenn die Väter beste Freunde sind!

Ich lese in deinem Beitrag sehr viele Entschuldigungen bzw. Erklärungen weshalb deine Tochter eigentlich keine Probleme hat, wenn sie in Streitigkeiten verwickelt ist und es sie dann nicht "groß juckt".
Sie geht zu den Erziehern/ zu ihren Eltern um sich Hilfe zu suchen um ihre Probleme zu lösen, was prinzipiell ja nicht verwerflich ist, sie ist noch klein. Sie holt sich was sie braucht um die Situation nicht selbst angehen zu müssen. Nur weil sie "dicht macht und kaum noch redet" und "sich nie wehrt", bedeutet es nicht, dass sie nicht leidet. Manche Menschen zeigen es nicht. Sie hat eine andere Form der Verteidigung gewählt und legt es in die Hände von vertrauten Personen. Sie könnte ebenso zu den Eltern des betreffenden Mädchens gehen und sie um Hilfe bitten, davor scheint sie aber Angst zu haben, ebenso wie du, nur eben aus anderen Gründen.

Eine gute Freundschaft sollte es aushalten können, wenn man ein Problem anspricht, es sollte selbstverständlich sein und zum guten Ton gehören. Ausreden zu suchen, weil man sich der Reaktion nicht sicher zu sein scheint, hat in einer Freundschaft nicht zu suchen. Keine Elternfreundschaft sollte mehr Wert sein das das Wohlbefinden des eigenen Kindes. Sie möchte nicht hin, dann sollte sie es nicht, aber besser würde ich es finden, wenn du ihr immer wieder Verhaltensregeln näher bringst (auch wenn sie sich nicht wehren möchte), die ihr den Umgang mit Problemen in Zukunft erleichtern können.
Sie kam vertrauensvoll zu dir, jetzt ist es an dir zu zeigen, ob du der richtige Ansprechpartner warst. Was das andere Kind betrifft, so nutzt sie aus, dass deine Tochter sich nicht wehrt und auch wenn die Dame "ein toller Typ ist" ist und du sie sehr magst, muss sie auch lernen, dass man auch (oder gerade mit) mit schwächeren Kindern nicht so umspringen darf. Es ist nie zu früh respektvollen Umgang zu lernen.

Einen schönen Sonntag.

Hallo wenn ihr so gut befreundet seit wie du sagst dann geh doch einfach zu den Eltern sag die Wahrheit und gut ist.
Sag das es gar nichts mit euch als Erwachsene zu tun hat sondern du es nur ansprechen wolltest das sich niemand wundert.
Thema erledigt.
Lg

(25) 23.06.19 - 08:45

Hallo, wenn sie da nicht hin will dann ist das halt so. Wenn die Familie fragt sagst du das nicht will weil die zwei sich gezofft haben. Am Ende muss man aber sagen muss deine Tochter etwas robuster werden. In der Schule sind die Verhältnisse deutlich anders als im Kindergarten. Habt ihr es mal mit Karate probiert. Ich habe da einige sehr schüchterne Kinder aufblühen sehen. Das gibt Selbstvertrauen.

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