Krippe & Familienleben

    • (1) 23.06.19 - 20:24
      Krippenkind

      Hallo zusammen,

      mein kleiner Krümel ist nun 15 Wochen alt und ich habe mir schon Krippenplätze angeschaut. Ich arbeite derzeit 4 Stunden von zu Haus und Anfang 2021 dann wieder im Büro halbtags.
      Nun mache ich mir jetzt schon einen Kopf( ja ich weiß es ist noch so lange hin)
      Das blöde ist, meine Arbeitsstelle liegt 45-60 min. entfernt, je nach Verkehr( einfache Strecke)
      Ich würde wieder 25 Stunden arbeiten, das heißt die kleine wäre von ca. 08:00 -15:00 in der Krippe ( sie ist dann fast 2Jahre). Meine Freundin meinte gestern ganz böse, dann hättest du ja auch keins bekommen müssen, wenn es 7 Stunden in der Krippe ist.
      Jetzt mache ich mir Gedanken , andere Mamis müssen nach 1 Jahr wieder arbeiten. Ich muss sowieso mit meinem Chef dann reden wegen Teilzeit. Vielleicht kann ich dann 1,2 Tage von zu Hause arbeiten und sie nur bis 12 da lassen.
      Wie war das bei euch, hattet ihr ein schlechtes Gewissen wegen der Krippe? Wenn das Geld nicht wäre würde ich ja nicht arbeiten, wie die meisten wahrscheinlich. Danke euch,

      • Dieses schlechte Gewissen ist so typisch deutsch. 🙈 in der Schweiz haben die Frauen Mutterschutz und können danach entweder unbezahlt daheim bleiben oder das Kind in die Krippe geben. Da sind unter 1jährige an der Tagesordnung. Ich habe mal einen Bericht einer deutschen Mutter gelesen die in Frankreich lebt und die erzählte dass hier immer die Mütter die kurz vor Ende der Öffnungszeiten kommen ein schlechtes Gefühl haben als Rabenmutter dazustehen. In Frankreich freuen sich die Mütter wenn die Kinder exklusiv Zeit mit pädagogisch Fachpersonal haben.

        Meine Große ist mit 1 Jahr zur Tagesmutter gekommen. Mo-Do von 08:00-15:30. meine kleine geht jetzt auch mit 12 Monaten in die Krippe (gleiche Einrichtung wie der KiGa der Großen). Basierend auf den Öffnungszeiten eben von 07:15-14:15.

        Ganz ehrlich: wenn du sie um 12:00 abholst fährst du mit ihr heim, kochst schnell was zu essen und legst sie dann zum Mittagsschlaf. Ich finde es für alle Parteien entspannter wenn das in der Kita gemacht wird. Ich hole sie dann um 14:15 ab und kann den Nachmittag genießen.

        2 Jahre ist ja nun auch nicht so früh. Hier auf dem Dorf das „Standardalter“ für den Krippenstart.

        Wenn du Home Office machen kannst würde ich das trotzdem nutzen. Die fehlenden Fahrzeiten würde ich dann für einkaufen oder Haushalt nutzen.

        Dein Kind wird von den 7 Stunden vermutlich mindestens eine Stunde schlafen, eher länger! Und überhaupt, lass dich von deiner Freundin nicht verunsichern, es ist unfair, was sie sagt (ehrlich gesagt hätte ich sie ordentlich in ihre Schranken verwiesen). Natürlich ist es für ein Kind auch anstrengend, eine Krippe zu besuchen, aber nicht nur. Zudem hast auch du noch ein Leben außerhalb dem Muttersein. Neben dem finanziellen Aspekt finde ich es persönlich wichtig, unabhängig zu bleiben und einen Ausgleich zu haben zum Familienleben. Mein Kind kam mit einem Jahr in die Krippe, ist mittlerweile 4,5 und alles ist „gut“. Mein zweites Kind wird mit 1,2 Jahren in die Eingewöhnung starten. Alles gute- betreuungszeiten werden ähnlich sein, wobei ich einen Tag mit beiden Kindern zuhause bleiben möchte. Das hatten wir bei der großen aufgrund von dauernden Infekten während der Krippenzeit angefangen. Da es sich bewährt hat, möchte ich es, sobald die kleine startet auch wieder so halten.

        (4) 23.06.19 - 20:40

        Nach der Geburt meines 1. Habe ich nach dem Mutterschutz wieder Vollzeit gearbeitet. Mein Mann auch. Er war 7.30 bis 17 Uhr in der Krippe. Eine kleine private Krippe. Er war bestens versorgt.

      • (5) 23.06.19 - 20:54

        Hallo,

        lass dich nicht ärgern. Jeder macht es wie er er/sie es für richtig hält, sich leisten kann und oft auch so wie er/sie es von zu Hause kennt.

        Meine Bekannte gibt Ihre Kinder garnicht in den Kindergarten, hat aber Opa, 2 Omas, mehrere Tanten und Nachbarn mit gleichaltrigen Kindern in direkter Nähe, die sich alle kümmern. Dadurch kann meine Bekannte Vollzeit arbeiten.
        Sie hat das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen, das sie ihre Kinder nicht in die Kita bringt.

        Meine Kinder waren mit 5 Monaten bzw. 12 Monaten in der Krippe. Ich habe kaum regelmäßige Unterstützung durch Familie (außer bei kranken Kindern, dann reist meine Mutter an).

        Sind halt völlig andere Bedingungen. Es hilft nichts zu vergleichen. Und jeder muss es so machen, wie es für die jeweilige Familie am besten ist.

        • (6) 23.06.19 - 20:59

          Es ist echt lustig wie die Leute ticken. Ein ständig wechselnder Betreuungsplan zwischen Eltern/Großeltern/Tanten etc. gilt dann als „besser“ als eine feste Tagesstruktur im der Kita. Jeder wie er mag aber für mich wäre das a)zu kompliziert und b) hat es für mich ist was von hin und her schieben.

          • (7) 23.06.19 - 21:09

            Ist nicht kompliziert, weil wirklich alle ständig da sind und auch zusammen arbeiten.
            Opa nimmt z.B. das Kind morgens für eine halbe Stunde mit, dann kann es mit der Tante spielen, Mittagessen bei Oma usw.

            Und Kinder zur Kita fahren und abholen ist ja auch ein Zeitaufwand.

            Ich will garnicht bewerten was besser ist. Ist eben anders.

            • (8) 23.06.19 - 21:33

              Ich meinte auch eher dass ich persönlich es als kompliziert für das Kind empfinde. Ständig ist jemand anderes in der Verantwortung. Meistens hat jeder leicht abgewandelte Regeln und Vorlieben und permanent auf Achse (von der Oma zur Tante dann mit dem Opa und zwischendurch nochmal Mama und Papa).

              Wie schon gesagt: jeder wie er mag, aber ob das wirklich besser ist als ein strukturierter Kita Tag mag ich in Frage stellen.

              • Aber in der Krippe gibt es doch auch mehrere Erzierher 🤔

                • (10) 23.06.19 - 22:34

                  Also zum einen hat jedes Kind in der Regel eine Bezugserzieherin an die es sich vornehmlich wendet und zum anderen gelten da die gleichen Regeln und das Kind befindet sich an einer Örtlichkeit. Das halte ich schon für was anderes als morgens grade mit dem Opa ne Runde mitzugehen, dann zur Tante, dann zur Oma. Evtl. hat die Tante morgen nen Termin, dann muss man mal schauen wie es gemacht wird.

                  Wie gesagt, jedem das seine und beide Modelle haben sicherlich Vor- und Nachteile aber die Eltern die die Kinder in der Familie betreuen lassen neigen eher zu Kritik an Kitas als Eltern mit Kita Kindern anders herum. Und das finde ich eben nicht gerechtfertigt.

                  • (11) 23.06.19 - 22:45

                    Ich möchte Krippen hier auch keinesfalls verteufeln!
                    Es war eine ernst gemeinte Anmerkung.
                    Ich denke, dass „Bezugserzieher“ halt die Eingewöhnung übernehmen und im besten Fall bleibt eine innige Verbindung.
                    Dass Kinder sich aber hauptsächlich an ihre
                    Bezugserzieher wenden ist doch in der Praxis gar nicht umsetzbar. Donst müssten ja alle Erzieher den ganzen Tag, 5 Tage die Woche in der Einrichtung sein.
                    Übrigenbs unterscheiden sich Einstellung und Arbeitsweise der einzelnen Erzieher innerhalb einer Einrichtung oft enorm.

          (12) 30.06.19 - 09:59
          Laleluuuuuuuuuuuu

          Was denkst du was in vielen kitas los ist?

          Personalmangel... bezugserzieher krank durch überbelastjng. Springkräfte die die kinder kaum bis gar nicht kennen übernehmen die gruppe... kennen dementsprechend abläufe und tagesstruktur sowie rituale nicht. Oftmal werden vielzuviele kleinkinder/babys durch nur eine person betreut wegen des hohen krankenstandes in den einrichtungen.

          Es kann für so kleine zwerge in einer einrichtung ganz schön zur sache gehen.

          Verstehe mich nicht falsch, ich bin nicht gegen krippe. (Bin selber krippenerzieherin) aber ich sehe halt das manche kleinen solche situationen gut wegstecken und manche eben nicht. Und in einrichtungen gibt es auch viel hin und hergeschiebe. Allein schon weil viele kinder länger in der einrichtung sind als ich, die vollzeit arbeitet. Und dann müssen die kinder an kollegen die sie kaum kennen abgegeben werden.

          Jeye familie muss es so machen wie es für sie am besten ist. Wenn sie sich damut wohl fühlen wird es gut sein... es überträgt sich aufs kind.

          Richtig und falsch gibts nicht finde ich.

      (13) 23.06.19 - 21:04

      Ach so, ich würde auch arbeiten, wenn wir das Geld nicht brauchten.

      Meine Gründe zu arbeiten:
      Kontakt zu Erwachsenen, Anerkennung im Job, Erholung von der Familie (ich erhole mich auf der Arbeit vom Mutter sein) und etwas mehr Rente später.

      Ich bin zufriedener, wenn ich nicht „nur“ Mutter bin. Das kann für jeden anders sein. Bitte nicht als Kritik verstehen.

      Jede Mutter sollte glücklich sein, egal ob mit Arbeit oder ohne, Teilzeitarbeit, Vollzeit usw.

(14) 23.06.19 - 21:01

Also, ich arbeite selbst in einer Krippe und die meisten Kinder unserer Gruppe werden um 15.00 Uhr abgeholt und packen das sehr gut. Meine eigenen Kinder hatten ähnliche Betreuungszeiten und meiner Tochter war ich manchmal sogar zu früh da, wenn ich schon um 14.30 Uhr kam.🤦Lass dich nicht verunsichern, wenn das Kind sich wohl fühlt, spricht absolut nichts dagegen. LG Aureli

Mein Sohn kam mit 11 Monaten in die Kita, angemeldet auf 45 Stunden. Hier aufm Dorf sind kaum Kinder so lange angemeldet, erst recht nicht die ganz Kleinen. Effektiv ist er aber viel kürzer da. Ich bringe ihn zwischen halb 9 und 9. Dann spielt er bis um 11. Dann Mittagessen und Mittagsschlaf, häufig bis halb 3 / 3. Um 3 hole ich ihn ab. Wenn man sich das mal vor Augen hält, ist er effektiv 2 bis 3 Stunden zum Spielen da...

(16) 23.06.19 - 21:09

Moin,

bei 7 h wurde bei uns 30 min gefrühstückt, 30 min Mittag gegessen und 30 min nachmittags gesnackt, plus jeweils Zähne putzen, Hände waschen... wickeln.. waren schon mal locker 2 h "weg" für Essen und Wickeln, dazu noch 60- 90 min Mittagsschlaf ... bleiben noch 3.5 h für' s Spielen, Spazieren gehen, Liederkreis, Basteln, An- und Umziehen, das ist in meinen Augen super

Meine 3 Kinder waren alle in der Krippe zwischen 12 und 18 Monate.... und es sind gesunde , kluge Kinder bzw. Teenager geworden.

Lass dich mal nicht verunsichern.

Gruß

(17) 23.06.19 - 21:29

Mein Sohn ging mit 3 Monaten jeden Tag 9 Stunden in die Krippe...ich komme aus dem Osten da war das normal

Es gibt Millionen Mütter, die gingen oder gehen nach 8 Wochen Mutterschutz wieder arbeiten - vollkommen egal, ob sie es möchten oder müssen. Übrigens - Erziehungsgeld gibt es noch nicht ewig. Dann müsste eure komplette Generation schlecht aufgewachsen sein - und in der Ex-DDR sogar alle Kinder über Generationen.
Eine gewagte These. In Schweden sind Frauen, die zuhause bleiben (wo dann der Mann gut reich sein muss) die Exoten.
Dort gibt es sogar 24-Stunden-Kindergärten. Lieben diese Mütter ihre Kinder weniger? Ich glaube nicht. Lass Dich nicht verunsichern. Dein Lebensmodell geht niemand was an.
Glaubt sie wirklich, ALLE Kinder von Hausfrauen sind auch automatisch die besser erzogenen und glücklicheren ? Das stimmt garantiert nicht!
https://www.sueddeutsche.de/leben/neue-wege-in-der-betreuung-von-schwedischen-kindergaerten-lernen-1.1649634
Noch was.....wie will Deine Freundin eigentlich ihre eigene Rente finanzieren? Nur über den Mann? Diese Planung kann gehörig in die Hosen gehen.....besonders wenn die Ehe platzt.;-)
LG Moni

Meine Tochtwr ging ab dem ersten Lebensjahr von.08 - 15 Uhr zur Krippe, später sogar bis 16 Uhr. Sie hatze dort sehr viel mehr Spaß ale mit mir einkaufen zu gehen oder mir bei der Hausarbeit zuzuschauen.

Ein schlechtes Gewissen muss man echt nicht haben.

Solche Diskussionen sind echt schwierig.
Kommt drauf an, wo man her kommt.
Eine Erzieherin in unserem Kindergarten kam mir auch mal so, was ich meinem Kind antu, dass es ja auch "Arbeit" für das Kind sei, etc.
Da hatte sie genau die Richtige erwischt....
Hier sind die Löhne nicht so hoch. Grad in unserem Gewerbe (Lebensmittel und Bildungsträger) siehts nicht so doll aus. Wär einer von uns Handwerker, könnte der andere halbtags arbieten. Ist aber nicht so.
Leider bin ich in dem Moment so wütend geworden, dass ich mit stottern angefangen habe (echt zum k** :-[) und ich habe mich eben damit verteidigt, dass es meine Arbeit nur in Vollzeit oder gar nicht gibt.
Klar ist sie dann mit "Jobwechsel", oder "zu hohe Ansprüche" und "Man braucht kein Auto" gekommen. Alle für sich tolle Argumente, mit denen man prima Klugscheißen kann und gegen die man objektiv auch nicht anstinken kann.
Aber nur, weil andere Leute zufällig ein besseres Gehalt haben, soll ich 2h am Tag mit meinem Arbeitsweg zubringen, statt 0,5h; soll ich daheim im Schwimmbad Urlaub machen, statt an der Ostsee; soll ich meine geliebte Arbeit und meine geliebten Kollegen aufgeben?
Nö.
Die Leute qutaschen viel, wenn sich das jemand anhört.
Ich würge seit dem solche Diskussionen ab. Das kommt oft nicht nett rüber, aber bevor ich wieder mit Stammeln anfange, dann eben so.

  • Hallo,

    „Tipp“ fürs nächste Mal:
    „Ich finanziere Ihren Job mit den Kita-Gebühren, damit SIE in den Urlaub fahren können.“
    Meine Güte, mir platzt da auch echt der Kragen, wenn ich solche Sprüche höre.
    (Bin unfreiwillig alleinerziehend, arbeite Vollzeit, weil es sonst langfristig echt eng wird finanziell, denn Arbeitsreduzierung würde aufgrund der Fahrtzeiten meine Betreuungskosten nicht wesentlich senken.)
    Abwürgen ist grundsätzlich richtig. Und nicht aufregen 😉.

    Alles Gute für dich.
    nudelsuppn

    • Puh.. ich glaube mit den Kita Gebühren die die Eltern zahlen ist mal so gar nichts finanziert!

      Aber genau so verhalten sich leider mittlerweile viele Eltern den Erziehern gegenüber.. als wären sie Personal.
      😤

      • Na, das weiß ich auch.
        Mir ging es eher um diese Aussage der Erzieherin, die einem Vorhaltungen macht, das Kind fremdbetreuen zu lassen, anstatt es selbst zu betreuen und die dadurch entstehenden finanziellen Einbußen hinzunehmen (kein Auto, nicht in den Urlaub fahren).
        So eine Aussage finde ich einfach frech.

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