Umgang verweigern?!

    • (1) 24.06.19 - 18:01
      bettinafraglos

      Hallo zusammen! Ich bin seit einigen Tagen am überlegen, ob es richtig ist meinen Schwiegervater den Umgang mit unseren Sohn zu verweigern! Das Grundproblem ist, dass er Alkoholiker ist!

      Ich selbst habe es als Jugendliche miterleben müssen anhand meines Vaters was das bedeutet!

      Mein Mann ist der gleichen Meinung wie ich!

      Einerseits möchte ich unser Kind schützen, auf der anderen Seite hat er ja ein Recht seinen Opa kennen zu lernen!

      Wir haben ihn bereits schon mitgeteilt, dass wir es nicht tolerieren werden, wenn er weiter trinkt! Auch meiner Schwiegermutter haben wir es gesagt! Die Reaktion selbst hat mich sehr überrascht, denn es kam die Antwort, dass es ihm egal sein wird, es ist ja immerhin nicht sein erstes Enkelkind!

      Mir ist bewusst er muss es selbst wollen trocken zu werden und man kann keinen zu was zwingen

      Hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir sagen, wie derjenige damit umgegangen ist?!

      • Wenn es ihm ergal ist, ob er sein Enkelkind sehen kann, ist das Thema doch erledigt.

        Es ist richtig und wichtig Süchtigen Grenzen zu setzen. Es wäre falsch das Kind als Druckmittel zu benutzen (Wenn du nicht aufhörst zu saufen darfst du dein Enkelkind nicht sehen.), aber es ist richtig das Kind zu schützen (Du darfst dein Enkelkind nicht sehen wenn du gesoffen hast, weil du dann soundso bist, ihm Angst machst, nicht auf ihn aufpasst...) ich hoffe, man versteht den Unterschied.

        Schütze dein Kind. Die Oma kann ja zu euch kommen um den Kleinen zu sehen. Als Familie muss man Alkoholiker nicht noch unterstützen sondern darf Ihnen zeigen das sie selbst entscheiden, es aber Konsequenzen hat.

        LG
        Muriel 🐇

        Also nach der Antwort hätte sich mein kontaktwunsch sowas von erledigt

      • Wenn wir Besuch von der Oma kriegen oder sie besuchen fahren, dann nur wenn diese auch nüchtern ist. Ansonsten wird es abgebrochen.

        Ich finde ihr könnt nicht verlangen, dass er trocken werden muss um seinen Enkel sehen zu dürfen.
        Aber ihr könnt verlangen, dass er (halbwegs) nüchtern ist bei den besuchen.
        Um deinen Sohn zu schützen.

        Wenn ihm der Enkel das nicht wert ist, dann hat der den Kontakt auch nicht verdient.

      • Hey,
        ich würde nicht den Umgang komplett verweigern, aber natürlich auch nicht das Kind unbeaufsichtigt dort lassen.
        Dazwischen gibt es aber noch Möglichkeiten...aus eigener Erfahrung, ein Treffen, z.b. in der Stadt, zum Kaffee oder Eis am Vormittag ist meist möglich, da ist der Pegel noch nicht so hoch.
        Letztlich ist es auch nicht eure Aufgabe ihn trocken zu bekommen, schon gar mit dem Kind als Druckmittel.
        Lg

        Vin einer Freundin die Mutter ist auch Alkoholikerin. Sie wollte sich ebenso wenig von der Flasche trennen. Folge: sie hat schon seit vier Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter und ihren Enkeln. Ebenso keinen Kontakt zu ihren anderen zwei älteren Kindern, der eine hat auch schon Kinder. Die zwei jüngsten der Geschwister nabeln sich gerade auch von ihr ab. Alles reden und helfen hat sie nicht interessiert. Sie verliert ihre fünf Kinder plus deren Familien, aber es ist ihr egal. Hauptsache alk, wer das nicht akzeptieren kann, ist für sie gestorben. So sind uneinsichtige Suchtkranke, du kannst sie nicht überzeugen, wenn sie es nicht selber wollen.

        Also ich bin entgegen manchen anderen hier der Meinung dass ein absolutes Kontaktverbot durchaus legitim ist. Du bist dem Mann nichts schuldig. Und er hat, wenn er so ein Verhalten an den Tag legt auch kein Recht seinen Enkel zu sehen. Außerdem ist ihm das Kind offensichtlich sowieso egal.

        (10) 25.06.19 - 11:19

        Ja, Du hat recht. Vor allem vor dem Hintergrund dass er jahrelanger Alkoholiker ist. Selbst wenn er mal nüchtern ist, ist er nicht so zurechnungsfähig wie ein Nicht-Süchtiger und hat mit Sicherheit seine "Ausfälle".


        Andrea

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