Baby und Geschwisterkind

    • (1) 26.06.19 - 17:10

      Hallo an die Mamis
      Nicht mehr lange und unser 2. Kind bereichert unsere kleine Familie.
      Jetzt stellt sich mir immer mehr die Frage wie meine große Tochter wohl damit umgehen wird und wie ich ihr bei der Veränderung so gut wie möglich helfen kann.
      Jetzt freut sie sich natürlich. Ich bin mir aber auch bewusst das die Freude nicht lange währt wenn das Baby da ist und sich Eifersucht und Wut ausbreiten werden.
      Welche Erfahrung habt ihr gemacht und welche Tipps könnt ihr weitergeben?
      Klar ist es wichtig sie mit einzubeziehen aber was könnte noch helfen und wie geht ihr dann selber mit der Eifersucht und Wut eures Kindes um?
      Ich möchte nicht, dass sie sich benachteiligt fühlt.😕

      • (2) 26.06.19 - 17:26

        Hallo.

        Lass es doch einfach auf dich zukommen. Es bringt doch nichts, dir jetzt unnötig den Kopf zu zerbrechen. Meist kommt es doch ganz anders als erwartet und es gibt keine, oder aber auch ganz andere Probleme, als erwartet.

        Bei mir ist es anders gekommen als erwartet und ich war total überfordert mit dem zweiten Kind, weil es nur schrie. Ich musste unsere Große sehr vernachlässigen und wenn die Kleine endlich schlief, war ich wie ein Schießhund hinterher, dass die Große mucksmäuschenstill ist. Sie hätte allen Grund gehabt, das Baby nicht zu mögen, weil ihr Leben extrem umgeschlagen wurde mit der Geburt. Aber eifersüchtig war sie nie und Konkurrenz gibt es auch kaum. Dafür natürlich andere Probleme und Herausforderungen ;-)

        Ich wünsche euch alles Gute!

        (3) 26.06.19 - 18:05

        Warum gehst Du davon aus, dass sich in jedem Fall "Eifersucht und Wut ausbreiten werden"? Das klingt furchtbar negativ!

        Meine Große (4) wird auch in wenigen Wochen große Schwester. Im Moment freut sie sich auch sehr darauf. Mir ist natürlich trotzdem klar, dass sie die Situation noch nicht einschätzen kann und feststellen wird, dass ein Baby auch ziemlich langweilig sein kann und sie außerdem lernen muss, dass sie auch mal zurück stecken muss. Ich erkläre ihr das zwar auch jetzt schon, frustriert sein wird sie trotzdem mal.

        Großartige Strategien dagegen überlege ich mir nicht im Vorfeld. Ich werde versuchen, ihr auch Exklusivzeiten einzuräumen, den Rest entscheide ich spontan. Ich weiß schließlich noch gar nicht, was passieren wird.

        Versuch dich zu entspannen und nicht allzu negativ zu denken. Es ist gut, sich keine Friede, Freude, Eierkuchen-Welt einzureden, aber man muss auch nicht gleich vom schlimmsten ausgehen. 😉

        Übrigens: wie alt ist dein erstes Kind? Davon hängt ja auch vieles ab. Eine Zweijährige braucht andere Zuwendung als eine Sechsjährige oder eine Zehnjährige.

        • (4) 26.06.19 - 21:49

          Meine Tochter ist 3 Jahre alt und ich kenne sie sehr gut. Sie fährt schnell bei Kleinigkeiten aus der Haut und hat häufig starke Wutanfälle, die wir aber hin und wieder gut in den Griff bekommen.
          Bsp. Sie hat Hunger und will jetzt was essen. Ich sag ihr das ich ihr was mache und biete ihr eine Kleinigkeit an aber sie lehnt dann alles ab und steigert sich da rein, selbst wenn ich nur 3 min brauche um ein Brot zu schmieren...das zum Thema Wut.
          Eifersucht ist jetzt schon oft da wenn wir mit dem Nachbarskind spielen und ich mich mal mehr mit diesem beschäftige bzw.irgendwo helfen oder unterstützen muss...von daher kann ich mir gut vorstellen, dass es sicher auch mal solche Situationen gibt.
          Negativ klingt es für mich daher nicht. Ich werde auch das akzeptieren und mich drauf einstelle nicht Friede Freude Eierkuchen denken.
          Natürlich lasse ich es auf mich zu kommen und wollte mal ein paar Erfahrungen hören.

          • (5) 28.06.19 - 07:13

            Ich glaube, allein die Tatsache, dass du dich damit auseinander setzt, ist der wichtigste Schritt.

            Das meinte ich nämlich damit, dass es grundsätzlich gut ist, nicht davon auszugehen, dass immer nur alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Eben weil dann natürlich das böse Erwachen kommt, wenn die Kinder nicht nur begeistert sind vom Geschwisterkind. Du stellst dich aber genau darauf schon ein.

            Was Wut und Eifersucht angeht: natürlich beides möglich. Für mich las es sich im ersten Beitrag nur so sehr "schwarzmalerisch". Als wenn plötzlich Krieg ausbricht. 😉

            Mir steht die Situation ja auch noch bevor, aber meine Erfahrungen aus dem Umkreis zeigen, dass es meist doch ganz ok abläuft. Mit 3 kannst Du deine Tochter ja auch schon gut einbinden und ihr das Gefühl geben, dass sie die Große ist und deshalb auch mehr darf als das Baby und viel mehr kann. Gerade in dem Alter legen die Kinder ja wert darauf, schon "groß" zu sein. Und wenn sie dann auf der anderen Seite trotzdem noch "klein sein" darf (kuscheln, nicht zu viel erwarten, was sie plötzlich leisten muss), dann klappt das auch.

      (6) 26.06.19 - 18:10

      Bei uns das gleiche.
      Nr.2 kommt bald und ich bin gespannt, wie Sohnemann (dann 21Monate) reagieren wird.

      Ich lass es einfach auf mich zukommen- bleibt mir ja auch nichts anderes übrig.

      Mein Plan ist es einfach, ihn möglichst überall miteinzubeziehen und dass er als „großer Bruder“ merkt, dass er gebraucht wird und auch helfen kann- zumind.jetzt will er immer sehr viel helfen und viel alleine probieren.

      Ich glaube, es ist auch wichtig, dass man „Babybesuchern“ ggf.vorher sagt, dass sie nicht unbedingt zuerst auf das Baby stürmen und der totale Fokus darauf liegt... das finde ich auch noch ganz wichtig- ich selbst kenne es nämlich so, dass erstmal alles „aufs Baby stürmen“. Ich persönlich gehe immer erst zum Geschwisterkind und frage ihn, wie es als großer Bruder/ große Schwester ist und sowas und in der Regel waren die dann immer super stolz und ha en mir dann das kleine Geschwisterchen gezeigt ;).

      Ich glaube mit diesen Kleinigkeiten fährt man ganz gut.

    • (7) 26.06.19 - 18:28

      Hallo, unsere zwei jüngsten sind knapp 2 Jahre auseinander. Als ich mit dem Baby heim kam, hat die mittlere kurz geschaut und ist dann spielen gegangen. Ab dem Zeitpunkt hat sie sehr die Nähe zum Papa gesucht. Wir haben es einfach laufen lassen. Hat gut funktioniert. Seitdem die kleine laufen kann und überall hinkommt ist öfter mal Stress. Sie versteht unter spielen nicht das was ihre ältere Schwester darunter versteht. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt um gerecht zu bleiben. Aber die meiste Zeit ist hier viel Trubel und es wird viel gelacht und zusammen getobt.

      (8) 26.06.19 - 18:42

      Lass doch einfach auf dich zu kommen und keinen Stress verbreiten. Meine beiden sind über 5 Jahre auseinander. Und der Große bekam genug Exklusivzeit. Wenn er gerne mit mir irgendwo hin wollte, wie ins Kino, blieb der Kleine beim Vater oder bei meiner Schwägerin. Die Omas waren leider nicht mehr so richtig im Stande dazu.

      Mach doch mit deiner Tochter weiter wie bisher. Wenn sie mit dir alleine irgendwo hinmöchte, bleibt Baby eben bei dem Papa oder bei den Omas. Falls du stillst, Milch abpumpen und den genannten Menschen mitgeben. Das wäre das einfachste.

      Viel Glück mit dem neuen Baby

      LG Hinzwife

      (9) 26.06.19 - 18:58

      "Ich bin mir aber auch bewusst das die Freude nicht lange währt wenn das Baby da ist und sich Eifersucht und Wut ausbreiten werden."
      Wie kommst du denn darauf? Das ist doch absolut kein Muss. Bei uns gab's z.B. nie groß Eifersucht. Ich habe mich bemüht, nie das Baby als Grund zu nehmen. Nicht mehr tragen? Mein Rücken/ meine Füße tut heute weh. Buggy/Kinderwagen 6 Mon. vor Geburt in den Keller, damit es nicht das Baby ist, das ihn wegnimmt.
      Kind helfen lassen beim Wickeln, Dinge anreichen, um Rat fragen ("Meinst du, xy ist müde oder eher hungrig?), mit Baby kuscheln lassen, Kinderwagen schieben lassen usw.usf.
      Lass es auf dich zukommen :-)
      LG
      P.S.: Für's Stillen hatte ich einen "besonderen Korb" für die Große mit attraktiven leisen Spielsachen, Büchern, Schleichtieren, Buntstiften und ab und an auch mal ein Minitütchen Haribo oder so. Dieser "besondere Korb" wurde nur zum Stillen aus dem Schrank gehilt und war seeeeeehr lange attraktiv :-)

      • (10) 26.06.19 - 21:54

        Ich werde es auch auf mich zu kommen lassen. Mich hat nur interessiert wie es so bei anderen läuft.
        Meine Tochter fährt schnell bei Kleinigkeiten aus der Haut und hat häufig starke Wutanfälle, die wir aber hin und wieder gut in den Griff bekommen.
        Bsp. Sie hat Hunger und will jetzt was essen. Ich sag ihr das ich ihr was mache und biete ihr eine Kleinigkeit an aber sie lehnt dann alles ab und steigert (schreien, hauen, beißen, auf den Boden schmeißen) sich da rein, selbst wenn ich nur 3 min brauche um ein Brot zu schmieren...das zum Thema Wut.
        Eifersucht ist jetzt schon oft da wenn wir mit dem Nachbarskind spielen und ich mich mal mehr mit diesem beschäftige bzw.irgendwo helfen oder unterstützen muss...von daher kann ich mir gut vorstellen, dass es sicher auch mal solche Situationen gibt.
        Es schwingt natürlich immer ein bisschen Angst mit und man will ja alles richtig machen...aber es kommt eben wie es kommt.

    (11) 26.06.19 - 19:06

    Hallo!
    Unsere zweite Tochter kam am 9.juni zur Welt. Die große wurde am 18.juni zwei.
    Bisher klappt es eigentlich ganz gut.
    Die große war uns im Krankenhaus besuchen und da haben wir ihr einen teddy gegeben, den ihr die kleine "mitgebracht" hat. Das hat ihr gut gefallen und der teddy ist jetzt immer in ihrer Nähe.
    Wie wir nach Hause gekommen sind war sie die ersten Tage schon quengeliger als sonst und hat immer geweint, wenn ihr etwas nicht gepasst hat.
    Sie ist aber ur lieb zur kleinen und mag sie immer streicheln und küssen. Sie sagt auch immer wenn die kleine spuckt. Man muss nur aufpassen, dass sie nicht doch zu grob ist oder ihr Spielzeug ins bettchen wirft, weil sie teilen mag.
    Wenn Besuch das erste mal kommt darf der das Baby anfangs nicht anschauen (gehört nur ihr ihre kleine Schwester). Bei weiteren Besuchen ist es aber okay und gestern fand sie es sogar toll, dass meine Schwester die kleine oben hatte.
    Ich versuche sie immer einzubinden.
    Die kleine stillt sehr viel und so schaue ich immer, dass ich mit der anderen Hand gleichzeitig mit der großen was spiele. Memory, duplo und vorlesen geht so ganz gut.
    Man kann es eh nur auf sich zukommen lassen.
    Das einzige was mich nur etwas fertig macht ist ihr inkompatibeler schlafrhythmus. Die kleine stillt am Abend bis 12 und die große mag zur Zeit spätestens um halb 6 aufstehen. Hoffe das ändert sich bald!
    Lg

    (12) 26.06.19 - 19:15

    Hallo,

    Wie es sein wird, wirst du sehen wenn die Situation da ist. Nichtsdestotrotz habe ich ein paar Tipps, die bei uns gut geholfen haben. Ich habe drei Kinder (7 Jahre, 23 Monate und 7 Monate).

    Schon in der Schwangerschaft habe ich darauf geachtet das Baby nicht negativ zu belegen. Also z.B. nicht "du kannst nicht auf den Arm weil das Baby im Bauch ist" sondern "...weil Mama Rückenschmerzen hat ". Auch so Phrasen wie "bald bist du großer Bruder/Schwester, dann musst du der Mama viel helfen " habe ich vermieden bzw wenn sie vom Umfeld kamen im Keim erstickt.

    Beim ersten Kennenlernen der Geschwister habe ich darauf geachtet das neue Baby nicht im Arm zu haben. Mein Ältester war bei der Geburt der Schwestern 5 bzw 6 Jahre alt, er hat uns im Krankenhaus besucht. Da habe ich die Babys dann im Bett liegen gehabt und er konnte erstmal in Ruhe angucken und kuscheln. Auch war mir wichtig dass er Ruhe zum kennenlernen hat und nicht als "einer von vielen " reinkommt.

    Als die Kleinste geboren wurde, war die Mittlere gerade 16 Monate alt. Sie hatte so gar keine Vorstellung davon was es bedeutet dass ich schwanger war.
    Sie hat mich nicht im Krankenhaus besucht, sondern die kleine Schwester erst kennengelernt als wir heim kamen. Mein Mann hat sie einfach beiläufig im Maxi Cosi ins Wohnzimmer gestellt und wir haben abgewartet was passiert. Die Süße ist dann direkt hin und war beigeistert.
    Aber ganz wichtig, keine Erwartung haben. Hätte sie sie ignoriert wäre auch gut gewesen.

    Jetzt im Alltag versuche ich die Balance zu halten zwischen Baby beschützen und Geschwistern nicht den Spaß verderben.z.B. in der Wippe wollen die Geschwister tüchtig anwippen, ich lasse sie solange die Kleine Spaß hat, auch wenn ich sie nicht so dolle anwippe.

    So klappt es meist ganz gut.

    Liebe Grüße und alles Gute

    • (13) 26.06.19 - 19:18

      Achso, der Tipp der schon kam, dass Besucher erstmal nicht aufs Baby sondern aufs Geschwister zugehen, ist auch super! Das haben wir auch so gemacht und die Geschwister waren darüber sehr stolz

      (14) 26.06.19 - 20:04

      Stimmt......das erinnert mich an etwas. Ich habe ambulant entbunden, um Mitternacht waren wir zuhause und gg. 7 wurde die Große (24 Mon.) in ihrem Zimmer wach und wusste noch von nichts. Mein Mann hat das Stillkissen auf dem Boden drapiert, Neugeborenes eingekuschelt darin und DANN erst die Große geholt. So waren wir Eltern nicht gleich "belegt" sozusagen. Die Große konnte das Baby bestaunen und dann habe ich erstmal mit ihr gekuschelt, kurz danach wir dann zu viert :-). Hach, schöne Zeit war das :-)

(15) 26.06.19 - 19:18

Ich würde es auch auf mich zukommen lassen.

Nr. 2 ist zwar erst 4 Wochen alt aber ich habe wirklich mit mehr Schwierigkeiten und Eifersucht gerechnet. Hatten wir bisher Null. Unser Sohn liebt seine Schwester abgöttisch, hängt immer in ihrer Nähe rum wenn sie wach ist, läuft direkt hin wenn sie weint und möchte sie immer kuscheln.

Ich denke aber, dass sich das nochmal ändert wenn sie mobil wird und mit seinem Spielzeug spielen will. 😄 bis dahin bleibe ich erstmal entspannt.
Ansonsten haben wir:

- Monate vor der Geburt schon mehrere Bücher gelesen („Wir sind jetzt vier.“)
- ihm sehr früh erzählt, dass wir bald ein Baby bekommen und schon in der Schwangerschaft viel drüber gesprochen
- ihm klar gemacht, dass er der große Bruder ist - mit besonderen Aufgaben aber auch Privilegien 😉
- soweit es möglich ist immer mal kurze Momente mit Exklusivzeit in den Alltag eingebaut. Besonders ich als Mama stille halt viel und schleppe das Baby rum, bin nicht so greifbar für ihn. Ich versuche, mir immer mal ein paar Minuten zu nehmen.

Meistens fügt sich aber alles. Und inwiefern unsere „Maßnahmen“ was gebracht haben, wissen wir nicht. Wir wissen ja nicht, wie es ohne gelaufen wäre. 😉

(16) 26.06.19 - 19:45

Hallo,

lass es auf dich zukommen. Ich kann nur den Tipp geben, das ältere Geschwisterkind mit seinen Bedürfnissen und Gefühlen auch ernst zu nehmen und es im Umgang mit dem Baby einzubeziehen.

Mein Großer war überhaupt nicht eifersüchtig als sein Bruder noch ein Baby war. Erst viel später gab es Phasen, in denen er eifersüchtig war, aber nie extrem ausgeprägt. Das betraf zum Beispiel die Hilfe beim Aufräumen und da haben wir einfach versucht einen Mittelweg zu finden. Natürlich haben wir auch dem Großen geholfen, aber wir haben ihm auch viel von der Zeit berichtet, in der er so klein war und ebenso viel Hilfe bekommen hat, wie sein Bruder und sogar mehr / länger. Generell haben wir viel über seine Zeit als Baby / Kleinkind berichtet, vor allem die tollen Dinge, aber auch mal die weniger angenehmen, damit er Verständnis für seinen Bruder aufbringen konnte. Wenn der Kleine nervt, darf der Große gerne Zeit und Raum für sich einfordern, gleichzeitig machen wir ihm aber immer klar, dass der Kleine ihn nicht ärgern möchte, sondern ihn als Großen einfach sehr mag und auch so sein möchte wie er, so viel dürfen möchte wie er. Manchmal muss man ihn daran erinnern, dass er nicht nur mehr muss, sondern auch viel mehr Freiheiten hat, aber grundsätzlich ist es mit beiden recht harmonisch bisher.

Wutausbrüche gab es hier nicht. Allerdings war mein Großer auch schon fast 4 als der Kleine geboren wurde und daher sehr verständig. Auch charakterlich ist er kein "schwieriges Kind" und war leicht zu integrieren.

LG

(17) 26.06.19 - 20:10

Wie alt ist deine Tochter? Hier war es halb so wild. Das große Kind ist allerdings schon in einem Alter, indem man Dinge erklären kann. Gehen das geschwisterchen richtete sich hier nie etwas, das wurde und wird immer gut und liebevoll behandelt (kleine aunsnahmen bestätigen die Regel). Wir als Eltern haben es etwas abgekriegt, aber auch das war aushaltbar. Es fielen ab und an Sätze wie „ich wollte kein großes Geschwister werden“. Diese haben wir mit „ja, wir wissen das, es war unsere Entscheidung. Es tut uns leid, wenn es für dich schwer ist. Wir wollten gerne noch ein Baby und ein geschwisterchen für dich“ beantwortet. Wut und Trauer durfte sein. Ich habe auch etwas um mein Einzelkind getrauert. Im Umgang mit Gefühlen helfen uns ganz gut gefühlskarten. Ansonsten hat sich der Papa nach der Geburt viel Zeit genommen, war zusammen mit meinen Schwestern samt Kindern und meiner Mama viel unterwegs, hat Ausflüge gemacht..das große Kind fing dann auch an, bei der Oma übernachten zu wollen und geniest das sehr.

Mein Großer war 19 Monate alt, als die Kleine kam. Er durfte sie direkt in den Arm nehmen und küssen und freute sich riesig über die Schwester. Ich habe ihn immer gefragt, wer zuerst umgezogen, gewickelt und sowas wird. Er durfte diese vielen Kleinigkeiten bestimmen. Durfte jederzeit kuscheln und auch mit Wickeln und Flasche geben. Die Kleine hatte manchmal ganz schön was auszustehen.
Mit dem Ergebnis: der Große vergöttert seine kleine Schwester. Er liebt sie und kümmert sich ganz toll. Nur die Mama ist total doof, an ihr kann man die Trotzphase jetzt so richtig auslassen ;)

(19) 26.06.19 - 21:55

Wie es sein wird, wirst du sehen, wenn es soweit ist. Meine Töchter sind 4 Jahre auseinander. Meine Große hat sich damals eine Schwester gewünscht. Zu ihrem Glück ist es eine geworden😂.
Eifersucht gab's bis heute nicht. Nun sind sie 8 und 4 und arbeiten zusammen gegen uns Eltern 😁
Die Größe war stolz wie Oskar, weil sie die Kleine mitversorgen durfte.
Exklusivzeit für sie gab's aber auch, indem ich nur mit ihr Ausflüge gemacht hab, die nicht babytauglich waren. Papa kümmerte sich in der Zeit ums Baby. Oder eben umgekehrt. Ich daheim und sie mit Papa auf Tour. Sie durfte immer entscheiden mit wem von uns beiden sie was machen wollte.

(20) 27.06.19 - 06:01

Gehe doch nicht gleich davon aus, dass es Eifersucht und Wut geben wird.
Meine Große (damals 2,5 Jahre) hat ihre Baby Schwester geliebt und fand sie voll süß.

Ich bin abends mit Baby uns großer Schwester ins Bett ... habe das Baby gestillt, während ich der Großen Gute Nacht Geschichten vorgelesen habe.

Neid und Streit gibt es erst seit sie größer sind, aber ebenso lieben sie sich und spielen auch oft toll miteinander.

Lg

(21) 27.06.19 - 06:56

Hi,

lass es auf dich zukommen und geh einfach neutral an die Sache ran.

Bei uns war es entspannt. Der Große hat seinen Alltag gehabt und wir haben da bewusst keine Kindergartenpause gemacht.
Die Kleine kam Donnerstagabend und ich bin danach direkt heim. Freitags morgens durfte er dann seine schwester begrüßen, er war 3 und fand das Baby ganz süß aber irgendwie doch suspekt.
Er ist ein Mal mit zum Windelwechseln fand es aber langweilig. Das Gleiche bei allem anderen zur Babypflege. Außer beim stillen, er fand es interessant, dass da Milch aus meiner Brust kommt 😂😂
Montags ist er schon wieder in den Kindergarten und auch sonst haben wir viel gemacht, so wie vorher. Die Kleine kam in den Kiwa oder Tragetuch und musste halt mit.
Richtig Eifersucht und Wut gab es aufs Baby nicht. Manchmal war er traurig, weil ich ihn nicht ins Bett bringen konnte, weil die Kleine gestillt wurde, aber day ging trotzdem mit Papa dann und ich bin dann noch reingehuscht, wenn die Kleine zufrieden war.

(22) 27.06.19 - 07:12

Hallo!

Ich kann deine Bedenken komplett verstehen, da ich in der selben Situation bin/war. Unsere Grosse ist 21 Monate alt und seit 9 Tagen grosse Schwester. Während der SS habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie sie reagieren wird und ob sie sich dann benachteiligt fühlt.

Jetzt ist die Kleine da und was soll ich sagen... bis jetzt waren alle Bedenken völlig umsonst. Sie geht sehr sorgsam mit ihrer Schwester um und wenn die Kleine schreit weicht sie nicht von ihrer Seite. Mein Mann und ich versuchen aber auch am Tag mal etwas ausschliesslich für und mit der Grossen zu machen. Sei es nur kurz spielen oder etwas vorlesen.

Ich bin mir sicher, dass es auch mal Streitereien geben wird und sie sich auch mal 'hassen' werden, aber ich denke das ist bei Geschwistern auch mal erlaubt und normal.

Wir haben unserer Tochter verschiedene Bücher über das Thema Geschwisterchen vorgelesen und versucht ihr spielerisch zu erklären, was da in Mamas Bauch wächst. Ich denke mehr kann man bei einer 21 monatigen nicht machen.

lg nic.ole.

(23) 27.06.19 - 11:22
anonym anymous

Hat deine Tochter mal geaeussert dass sie ein Geschwisterchen moechte? Wenn mein Aeltetster mal so.kommt oh Gott so viel.Stess wegen den nervigen Geschwistern. Sag ich immer du hast die Geschwister gewollt. Also ich wollte auch immer 4. Aber noch dazu hat mein Aeltster immer gesagt ich will unbedingt Bruder odet Schwester. Welches Buch ich super finde iat ida und minimum. Da geht es auch um stress den Babys verursachen koennen.

  • Nein geäußert hat sie das nicht Sie weiß ja auch nicht was ein Bruder oder eine Schwester ist. Das kommt jetzt erst. Wir lesen zwar auch viel Bücher über dieses Thema aber mit ihren 3 Jahren kann sie das noch nicht so einschätzen was das bedeutet.
    Sie fragt oft wann das Baby endlich da ist und dass sie es wickelt und füttert aber genauso oft sagt sie, das Baby soll weg aus dem Bauch, ich will es hauen, ich mag das Baby nicht.

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