Welcher Nachname für's Kind?

    • (1) 27.06.19 - 10:33

      Hallo.

      Mein Freund & ich sind immernoch unsicher, welchen Nachnamen unser Kind haben soll.

      Nun haben wir erfahren, dass es auch möglich ist, dem Kind beide Nachnamen zu geben, ohne Bindestrich.
      (Italienisches Namensrecht)

      Also zb "Otto Meier Müller"
      1. Name =Name des Vaters
      2. Name= Name der Mutter

      Als benutzten Ruf-Nachnamen hätten wir aber gern nur meinen Nachnamen (Mutter).

      Aber schön ist doch auch wenn das Kind beide Namen hat...

      Ist es zb einfacher, wenn mein Freund Mal mit Kind allein ins Ausland reisen möchte?

      Aber wie ist das denn im Alltag?
      Mit welchem Nachnamen wird man dann angesprochen?

      Auf offiziellen Dokumenten müssen dann ja beide Nachnamen stehen? Ist das zu umständlich?

      Hat jemand Erfahrung? Wie findet ihr das mit mehreren Nachnamen?

      Danke!

      • (2) 27.06.19 - 10:42

        Das ist ja interessant, wir hatten nämlich gerade dieselbe Diskussion! Unser Kind wird bald geboren und da wir noch nicht verheiratet sind (angedacht, aber nichts Festes geplant bis jetzt), würden wir dem Kind gern beide Nachnamen geben. Allein schon, weil ich meinen nicht abgeben würde im Falle einer Hochzeit und er seinen auch nicht, aber einen Doppelnamen können wir uns als Ehepartner vorstellen.

        In Deutschland ist ja Doppelname für Kind eigentlich nicht mehr erlaubt, aber wenn ein Partner aus dem Ausland kommt, kann man das dortige Namensrecht wählen. Wäre bei uns auch der Fall, dann hätte das Kind beide Nachnamen ohne Bindestrich. Finde ich sehr gut, denn so gibt es bestimmt weniger Probleme mit Ämtern und Reisen und es bekommt einen Teil beider Familien mitgegeben.

        Kenne auch andere Paare, die das so gemacht haben.

        Zwei andere unverheiratete Freundinnen von mir hatten zugestimmt, dass ihr Baby jeweils den Nachnamen des Vaters bekommt und sich dann ziemlich geärgert, als die Trennung anstand und das Kind nicht ihren Namen trug.

        Meine persönliche Meinung: Solange unverheiratet, bekommt das Kind meinen Namen. Auf ev. Heiratsversprechungen in der Zukunft würde ich nicht bauen. Wäre dem Mann wichtig, dass das Kind seinen Namen (bzw einen gemeinsamen Familiennamen trägt), hätte er vorher heiraten müssen.

        Bin kein Freund von Doppelnamen (egal ob mit oder ohne Bindestrich), ich selbst möchte auf keinen Fall einen und fände es für das Kind auch doof und umständlich - insbesondere, da hier Doppelname ohne Bindestrich ungewöhnlich sind und niemand weiß, wie die nun korrekt verwendet werden.

        Andere Menschen entscheiden anders.

        (4) 27.06.19 - 11:07

        Dass die Kinder zwei Namen annehmen können, ist mir neu.

        Bei uns hat das Kind den Namen des Vaters. Bislang läuft alles problemlos (sind aber auch noch nicht getrennt :-p).

        Einzig wenn ich Arzttermine mache, melde ich mich oft mit falschem Nachnamen. .Dann geht es schneller und ich muss mich nicht erklären. Die KiÄ nennt mich zwar immer beim falschen Nachnamen, stört mich aber nur bedingt.
        Ansonsten haben mich die Kindergärtnerinnen und auch die Betreuer in der Schule mit meinem richtigen Namen angesprochen.

        • (5) 27.06.19 - 12:53

          "Dass die Kinder zwei Namen annehmen können, ist mir neu."

          Das geht, wenn ein ein Elternteil die entsprechende Staatsbürgerschaft hat. Sowohl Ehepartner als auch Kind können den Nachnamen dann nach entsprechendem Recht es Staates (hier z. B. Italien) bekommen.

      Ich finde mehrere Nachnamen besonders dann irreführend, wenn man einen "Rufnamen" haben möchte. Das führt im Regelfall bei ALLEM zu Verwunderung und Diskussionen, wenn man sein Kind irgendwo anmeldet (KiGa / Schule / Verein) oder auch später bei allen Behördengängen, Kontoeröffnungen, Bewerbungen und so weiter. Das Kind wird dann eventuell auf seinem Rufnamen bestehen, was aber bei allen behördlichen Dingen sowieso nicht geht. Meist führt es auch zu Irritationen, wenn im Schriftverkehr nur der Rufname aufgeführt wird und sich dann aber aus den offiziellen Dokumenten etwas anderes ergibt.

    • Habe ich noch nie davon gehört oder gelesen, dass ein Kind Hans Meier Müller heißen darf. Ich denke hier zuerst an das Kind, wie das damit zurechtkommt in Kiga und Schule. Ich finde es verwirrend und unnötig - auch die ewigen Fragen bei Arzt usw. "heißt er nun Meier oder Müller?"
      Noch ist es nur Dein Freund - ich sehe es wie eine andere Schreiberin, die sich nicht nur auf Versprechen verlassen würde.....Nachher hat das Kind dieses Namensmonstrum und ihr trennt euch.
      LG Moni

      (8) 27.06.19 - 12:08

      Ich würde nur einen Nachnamen geben.
      Ich denke sonst könnte euer Sohn immer wieder Probleme kriegen.

      Die Behörden haben sogar oft mich und meinen Bruder vermischt (Name des einen, Geburtsdatum des anderen), nur weil wir beide diesselben 2 Anfangsbuchstaben haben.

      Da tippt der Sachbearbeiter nur die Hälfte ein und denkt das passt so. Und du hast nachher die Rennerei die Daten an den unterschiedlichsten Ämter wieder zu korrigieren.

      Unterschreiben müsste er auf offiziellen Dokumenten immer mit beiden Nachnamen.

      Und welchen Namen nimmt dann seine Frau oder seine Kinder dann an?

      Mann heißt Müller Meier
      Frau heißt Trabatoni Sardini

      Tochter heißt Meier Trabatoni
      Sohn heißt Müller Sardini

      :)

      Meier Trabatoni heiratet dann Imamoglu Valescu und heißt dann Trabatoni Imamoglu

      :)

      • Schlimmer geht's immer - furchtbar.
        Nicht nur dass die Vornamen oft ein lebenslanger Buchstabiermarathon sind, nun noch solche Nachnamenvarianten - und keiner denkt an das arme Kind, welches oft noch als Erwachsener damit kämpft. Ist kein Einzelfall - im Dienst x mal erlebt. LG Moni

    (10) 27.06.19 - 12:14

    Ursprünglich wollte ich bei der Heirat meinen Nachnamen behalten. Mein Mann seinen.
    Dann war eben die Frage wie die Kinder heißen sollten. Meinem Mann war es völlig egal, wie wer heißt, aber meinen Nachnamen wollte er nicht annehmen. Soviel zu ist ihm egal😂
    Eine gute Freundin hat mir den Floh "eine Familie, ein Name" ins Ohr gesetzt.
    Das hat mich völlig davon angebracht meinen Namen zu behalten, oder gar die Kinder mit Doppelnamen zu versehen.
    Jetzt tragen wir alle einfach seinen Namen.
    Sollte es irgendwann zur Trennung kommen und ich komm mit seinem Namen nicht mehr klar, können die Kinder und ich wieder meinen alten Familiennamen annehmen.

    Die Rennerei zu den Ämtern war etwas lästig, da hab ich mir insgeheim schon gedacht "hätten ich und die Kinder meinen Namen behalten" 🤭

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