Einladung kurz vor ET

    • (1) 29.06.19 - 19:51

      Hey
      Ich habe eine gute Freundin aus Kindheitstagen. Wir waren gemeinsam in der Grundschule, dann ist sie mit ihren Eltern zurück in deren Heimat (450 km entfernt). Wir haben immer Kontakt gehalten und ich würde sagen, wir haben eine wirklich gute Beziehung.
      Jetzt heiratet sie recht spontan diesen Herbst. Kleine Kinder gibt es bei den beiden einige wenige, von Cousinen und Tante/Onkel. Im Freundeskreis gibt es ein paar Kinder.
      Sie möchten ohne Kinder feiern. Für mich ok, jeder kann und soll feiern wie er will.
      Aber hier kommen wir zum Problem: ich habe 2 kleine Kinder und meine Partnerin ist schwanger. Der ET ist 12 Tage vor der Hochzeit. Das wusste sie auch.
      Sie hatte mich schon fest als Trauzeugin eingeplant... und ist jetzt ziemlich enttäuscht. Ich wäre sehr gerne ihre Trauzeugin und wäre auch sehr gerne bei der Hochzeit dabei. Aber in unserer Situation, werde ich erst kurz vorher schauen können, ob ich kommen kann. Als Trauzeugin will ich nicht eingeplant werden, um ihr eine Enttäuschung in letzter Minute zu ersparen. Helfen oder einen Junggesellinnenabschied nach ihrem Geschmack planen (keine peinlichen Aktionen, nichts verkaufen,..), würde ich natürlich machen. Das habe ich ihr gleich gesagt. Für sie ist das alles sehr wichtig, auch der Abschied.
      Aber egal was ich sagte, sie ist einfach richtig enttäuscht und wirklich untröstlich.
      Auf der einen Seite kann ich es verstehen, auf der anderen muss ich hier meine Kernfamilie an erste Stelle stellen. Für meine Partnerin ist es das erste leibliche Kind, also die erste Geburt. Schwanger mit den 2 alleine lassen, ist für mich zu diesem Zeitpunkt keine Option. Könnte ich die Kids mitnehmen, wäre es gegebenenfalls etwas leichter. Dann würde ich sie mitnehmen und wir würde nur die eine Nacht bleiben und Zug fahren. Je nach Situation zuhause natürlich.
      Sie stellt es, aus meiner Sicht, alles etwas einfach hin. Als Mutter sollte ich schließlich einen Notfallplan haben. Großeltern sind vorhanden, aber am Tag der Hochzeit im lange geplanten Urlaub. Wir reisen alle an und ich gehe früher zurück ins Hotel. Meine Partnerin bleibt mit den Kinder einfach alleine daheim. Ich komme alleine mit den 2 Kindern und irgendwie findet sich schon jemand zum aufpassen. ... ? :-(
      Ich frage mich mittlerweile, ob ich mich wirklich zu doof anstelle. Wie seht ihr das? Wie würdet ihr in der Situation handeln?

      Liebe Grüße

      • (2) 29.06.19 - 20:16

        Hi,
        ich sehe das so wie du.
        Klar kann man ohne Kinder feiern, dann muss man aber eben auch damit leben können, wenn wie bei euch die Eltern nicht kommen.
        Wäre es die Ecke wäre es auch kein Problem, aber bei der Entfernung würde ich moch hochschwanger auch bedanken, wenn ich dann im engen Hotelzimmer mit zwei kids sitze.
        Also, für mich, entweder sie lädt euch mit Kindern ein, oder du kommst halt nicht.
        Ich finde es übrigens sehr rücksichtsvoll, dass du nicht als Trauzeuge eingeplant werden willst, wenn das Kind früher zur Welt kommt, müsste sie umorganisieren (oder eben ohne heiraten...ist ja nur Beiwerk).
        lg

        (3) 29.06.19 - 20:30

        Enttäuscht sein ist ok.
        Aber als Braut sollte sie einen Notfallplan haben, wer Trauzeugin wird.

        Es ist schön, dass sie dich fragt. Fragen heißt für mich: die Antwort kann auch anders sein, als erwartet. Sonst würde man nicht fragen, sondern befehlen.

        Warum sollst du einen Notfallplan haben für ihre Hochzeit?

        Warum hat sie selbst keinen Plan B?

        Wenn es ihr sooooo wichtig ist, dass nuuuuuuur du diiiiiiie Trauzeugin bist, dann sollte sie das Datum mit dir abstimmen.

        Wenn ihr die Hochzeit wichtig ist, an diesem Tag (nachvollziehbar), dann kann sie andere Menschen aber nicht ohne deren Zustimmung einplanen und muss damit rechnen, dass es eben nicht geht.



        Anbieten würde ich das, was ich sicher leisten kann.
        Will sie das dann nicht, weil sie nicht alles bekommt, dann hat sie Pech. Dann feiert sie eben doch mit kleinem Kind - wenn sie sich selbst so aufführt.

        Wenn sie ohne Vorwürfe mit dir reden kann, ohne was du für sie zu tun hättest, dann wäre ich wieder offen. Bis dahin würde ich sie ausbocken lassen und warten, ob sie sich einkriegt.

        Bedauern ausgedrückt hast du schon, ehrlich warst du auch. Möglichkeiten geprüft auch. Klappt eben nicht - wie sie es will. Ihre Hochzeit, ihr Plan B. Du hast schon gesagt, was möglich ist, was nicht.

        (4) 29.06.19 - 20:32

        Ich sehe das auch so wie du. Du bist Mutter und deine Partnerin zu der Zeit hochschwanger.
        Deine Freundin weiß das alles und kann nicht verstehen, warum es für dich unter den Voraussetzungen vielleicht sogar gar nicht möglich ist zu kommen.
        Sorry, aber ich finde das etwas egoistisch von deiner Freundin, denn jeder normale Mensch hätte dafür absolutes Verständnis.
        Da frag ich mich eher warum sie ihre Hochzeit um euren Entbindungstermin plant, wenn sie dich gern als Trauzeugen gehabt hätte?
        Denn wenn ich unbedingt eine bestimmte Person als Trauzeugin haben möchte muss es obwohl es ihre Hochzeit ist, auch zeitlich für beide passen.

        • (5) 29.06.19 - 20:45

          Hallo
          Das habe ich sie so nicht gefragt. Allerdings weiß ich, dass das Restaurant in den sie feiert, so kurzfristig nur zwei Termine freihatte. Der eine war für sie keine Option, der andere ist der, an dem jetzt gefeiert wird.

          Liebe Grüße

          • (6) 29.06.19 - 21:24

            Wie gesagt, wenn sie unbedingt dich will, dann hätte sie es mit dir auch absprechen müssen. Sogar vielleicht den Termin verschieben,damit es dir auch passt.
            Darum finde ich ihre Reaktion jetzt reichlich überzogen.
            Klingt nämlich so, als wäre es ihr egal, dass ihr ein Baby bekommt. Hauptsache du bist ihre Trauzeugin und wenn nicht ist sie beleidigt.
            Ich muss ehrlich sagen, ich hätte an deiner Stelle Zweifel an der Freundschaft.

            • (7) 29.06.19 - 21:32

              Wir hatten noch nie Streit oder irgendwelche Probleme. Als es mir vor 2 Jahren richtig schlecht ging, hat sie sich spontan frei genommen und ist zu mir gefahren. Das mal als Beispiel. Es ist also auch keineswegs eine einseitige Freundschaft.

              • (8) 30.06.19 - 08:38

                Such mit ihr nochmal in Ruhe das Gespräch.
                Du verstehst ihre Seite, aber sie muss auch deine Seite verstehen.
                Teil ihr mit, dass du sie so nicht kennst.
                Eventuell musst du sie noch etwas wachrütteln und ihr klar machen, dass ein Baby sich selten an den ET hält, dass es früher oder später kommen kann, dass es im schlimmsten Fall auch zu Komplikationen kommen kann und du deine Freundin deshalb ungern alleine lässt.
                Gut möglich, dass sie so sehr auf ihre Hochzeit fixiert ist und gar nicht weiter denkt.

      (9) 29.06.19 - 20:56

      Ich würde sie an deiner Stelle nicht so ernst nehmen. Angehende Bräute eskalieren meistens.. Besonders diejenigen, die dann noch einen Mega Wind drumrum machen.

      Du brauchst dir nichts vorwerfen lassen, den Termin hätte sie mit dir raussuchen müssen. Habe ich auch damals gemacht, weil es mir eben wichtig war, dass meine beste Freundin auch Zeit hat.

      • (10) 29.06.19 - 21:34

        Für sie ist das alles sehr wichtig und dementsprechend plant sie auch, das stimmt schon. Aber so kenne ich sie eigentlich überhaupt nicht.

        • Ich versuch mal eine Lanze für die Freundin zu brechen. Bisher hat hier noch niemand ihre Position eingenommen, was die ganze Argumentation sehr einseitig werden lässt.

          Ich hab auch keine Kinder und verstehe auch nicht ganz, wo nun eigentlich das Problem liegt. Bzw. würde ich mir von einer engen Freundin schon erwarten, dass sie es zumindest versucht(!) zu meiner Hochzeit zu kommen. Insbesondere, wenn eigentlich nichts dagegen spricht.

          Wenn ich die Hochzeit so kurzfristig plane, muss ich natürlich damit rechnen, dass nicht alle Zeit haben. Du hast jedoch Zeit, über dir schwebt "nur" das Damokles-Schwert der Geburt. Deine Partnerin könnte sogar auf eure beiden anderen Kindern aufpassen, während du allein zur Hochzeit kommst - aus Sicht deiner Freundin eine win-win-Situation.

          Ich kann schon nachvollziehen, wenn man um den ET rum nicht mehr zu weit weg will von seiner Partnerin. Aber deswegen einen Monat lang (bei ET +/- 14 Tagen) alle sozialen Aktivitäten auf Eis zu legen, kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Dienstreisen etc. muss der nicht-gebärende Elternteil ja auch wahrnehmen, da wäre ich wohl auch gekränkt, wenn ein enger Freund deswegen (in vorauseilendem Gehorsam) nicht auf meine Hochzeit käme.

          Um den Zwist mit deiner Freundin zu lösen: Könntest du ihr sagen, dass du sehr gerne kommen würdest, aber leider nicht fix zusagen kannst, da du einfach nicht voraussehen kannst, wie sich der Gesundheitszustand deiner Partnerin bis dahin entwickelt? Und wenn der allg. Gesundheitszustand gut ist und sich bzgl. Entbindung noch nichts tut, du auch kommen wirst? Unter der Voraussetzung, dass das auch wahr ist.

          • >>>Könntest du ihr sagen, dass du sehr gerne kommen würdest, aber leider nicht fix zusagen kannst, da du einfach nicht voraussehen kannst, wie sich der Gesundheitszustand deiner Partnerin bis dahin entwickelt?<<<

            Genau DAS hat die TE doch vor, wenn ich sie richtig verstanden habe. Sie möchte halt nur nicht als Trauzeugin fungieren.

            • Soweit ich verstanden habe, ist das Trauzeugen-Amt bereits vom Tisch. Ist vermutlich die richtige Entscheidung. Derzeit geht es der Freundin um eine verbindliche Zusage oder eben Absage. Seit Wochen scheint es sich um diese Frage zu drehen.

              Daher rate ich dazu, die Karten auf den Tisch zu legen:
              Falls es irgendwie möglich ist, wird die TE kommen.
              Falls der ET spürbar nahe rückt bzw. die schwangere Partnerin gesundheitliche Probleme hat - wird sie nicht kommen.
              (wie gesagt unter der Annahme, dass die TE überhaupt kommen will. Wenn sie eh nicht will, wäre eine ehrliche Absage fairer als dieser Eiertanz.)

              "Generell möchte ich sie zu dieser Zeit tatsächlich am liebsten nicht über Nacht und große Entfernung alleine lassen. Auch weil ich weiß wie schnell es gehen kann und ich die Geburt nicht verpassen möchte.
              Sieht alles gut und nicht nach einer nahen Geburt aus, könnte ich mich schon überwinden."
              Die Antworten der TE lesen sich aber, als ob sie eh nicht wirklich will und sie sich "überwinden" (sic!) müsste. Die Freundin wird die Vorbehalte der TE mitbekommen haben. Ich kann die Enttäuschung der Freundin schon nachvollziehen.

    (14) 29.06.19 - 21:06

    Bei uns ist wegen solcher Sachen eine Freundschaft zu Ende gegangen. 12 Tage vor ET kannst du deine Freundin nicht mit den Kindern alleine lassen. Das ist ja sogar die heiße Phase, wo es schon los gehen kann oder vielleicht schon da ist. Das würde ich auch nie bringen. Wenn sie ohne Kinder feiern möchte und du an dem Tag nun einmal deine Kinder betreuen musst, dann lässt sich das halt nicht miteinander vereinbaren. Da muss sie durch.

    • Hi
      Echt? Das wäre wirklich schade. Damals waren wir ja doch noch jung, ohne Handys. Dennoch hat uns die Entfernung nichts ausgemacht und Mutter bin ich nun auch schon seit 3,5 Jahren.
      Konflikte gab es eigentlich noch nie. Deshalb bin ich auch etwas verwundert #gruebel
      Ich hoffe sehr, wir bekommen das wieder hin.

      Liebe Grüße

(17) 29.06.19 - 21:14
anonym anymous

Prinzipiell hat bei mir schwangere Partnerin und kids Vorrang. Das Einzige was mir noch einfiele. Babysitter vor Ort haben.

(18) 29.06.19 - 21:18

In ihrer Welt dreht sich gerade alles um die Hochzeit - in deiner Welt eben um die Kinder und Deine Partnerin. Alles hat ja seine Zeit aber eure Prioritäten sind gerade eben nicht deckungsgleich. Sag ihr freundlich ab und hoffe darauf, dass sie es später mit klarem Kopf einsieht.

(19) 29.06.19 - 21:57

Den Job als Trauzeugin hätte ich an deiner Stelle sowieso abgelehnt.
Wer weiß, vielleicht kommt euer Baby eher und dann verpasst du die Hochzeit sowieso.

So kurz vor ET würde ich auch meine Partnerin nicht allein lassen. Und mitnehmen wäre mir auch zu risikoreich.

An deiner Stelle würde ich nicht zur Hochzeit fahren, selber wenn deine Kinder nicht ausgeladen wären.

(20) 30.06.19 - 00:56

Die Hochzeit ist 450km weit weg, richtig?
Und sie wusste dass ihr ET habt.
Ja da kann ihr keiner helfen... Das geht nicht ohne vorheriges Go von Dir wenn du den Job machen MUSST.
Ich finds gut dass du das Amt abgelehnt hast. Lieber gleich als kurzfristig. Kann aber sein dass dir die Freundschaft um die Ohren fliegt.

  • (21) 30.06.19 - 21:09

    Sogar etwas mehr, da sie nicht direkt im Heimatort stattfindet.
    Das wäre wirklich traurig :-( Ich dachte nicht, dass wir jemals so einen Konflikt haben werden.

    • (22) 01.07.19 - 23:19

      Eigentlich solltest Du grantig statts traurig sein.
      Das ist sehr ignorant und selbstbezogen von Deiner Freundin.
      Da hat vorher schon jemand die richtige Diagnose gestellt,
      Bridezilla.... tut mir leid für Dich.

(23) 30.06.19 - 07:37

Hallo,

Wie alt sind deine beiden Kinder?

Ich habe auch 3 kleine Kinder und kann dich verstehen.
Erklär ihr doch in Ruhe dass du die beiden kleinen mitbringen musst, da du keine Betreuung hast.... 🤷🏻‍♀️

Lg

  • (24) 30.06.19 - 08:07

    Aber selbst dann, 450 km brauchen ab Info mit Auto voll laden und Pipipause für die Kinder und Kinder irgendwo unterbringen und zum Geburtsort hechten mindestens 5 Stunden, eher deutlich mehr. Es gibt viele Geburten, die nicht so lange dauern. Ich wäre an einem Tag, an dem die Geburt bereits termingerecht wäre, einfach extrem ungern so weit weg.

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