Ist das schon Kindeswohlgefährdung?was kann ich tun? Seite: 2

        • (26) 02.07.19 - 07:35

          Kindeswohlgefährdung bedeutet auch nicht, dass dann das Kind "weggenommen" wird. In der Regel leiten sich daraus Maßnahmen ab. In den seltensten Fällen muss ein Kind aus der Familie dann fremd untergebracht werden.

          #winke

          Und es gibt dir nicht zu denken, dass man bereits am Monatsanfang kein Geld mehr hat und Freunde nach Geld fragen muss? #kratz

          Wie sieht es mit Essen/Hygieneartikeln fürs Kind aus?

          Ich würde mich als Freundin da sehr wohl Gedanken machen und hätte Angst um das Kind. Vor allem, wenn das ständig der Fall ist...

      (28) 01.07.19 - 21:29

      Haben sie wirklich kein Geld mehr dieses Monat, oder war ihr Geld noch nicht auf dem Konto?

      (29) 01.07.19 - 21:55

      Also es geht mir nicht darum das das Kind aus der Familie genommen wird, sondern das sie ihr Leben auf die Reihe bekommen.Soweit ich weiss war am Freitag Geld da.Und heute ist schon nichts mehr da.....Und ja leider war es nicht das erste mal das ich gefragt wurde wegen Geld.Selbst wenn sie sich woanders welches leihen möchten die wo sie sich das leihen ihr Geld zurück.Das ist doch ne Endlosschleife.....ich mische mich auch nicht ein aber hier ist ein Kind involviert......
      Soweit ich weiss gibt es in dieser Familie schon eine Familienhilfe nur wie nehme ich zu dieser Kontakt auf?

      Ich will einfach nur helfen ......

      • (30) 01.07.19 - 22:08

        DU gar nicht, warum willst du das machen...wenn die Familie eine Hilfe hat, dann werden die das doch sicherlich mitkriegen. Dann mischst du dich ja doch komplett ein, als Freundin würde ich die Krise kriegen, wenn ich so eine hätte wie dich. Verstehe sowas nicht, Helfen ist das eine, ankacken das andere. Besprich das doch mal mit ihr und mache bitte keinen Alleingang, findet sie bestimmt nicht so geil.

        • Genau - irgendwer anderes wird schon was tun...die Ergebnisse dieser Denkweise sieht und hört man dann schlimmstenfalls in den Nachrichten.
          Wie die Mutter des betroffenen Kindes das sieht, ist hier zweitrangig, weil ein Kind involviert ist. Ich bin wirklich niemand, der Leute anschei...t aber wenn in Familien mit Kindern am 01. des Monats das Geld schon alle ist, würde ich nicht davon ausgehen, dass es dem Kind an nichts fehlt und schon gar nicht, dass es eine funktionierende Hilfe bereits gibt.

          • (32) 02.07.19 - 17:37

            Also ich sage dazu jetzt nix mehr, wird hier alles überzogen und was weiß ich.
            Ihr schreibt ja alle so, als ob das Kind nix hat und schon halb verhungert ist. Darüber weiß hier niemand was , außer der Verfasserin vielleicht.
            Die Familie hatte vielleicht 1-2 Rechnungen wie sonst und vielleicht haben sie auch was und wollen nur auf Nummer sicher gehen, wer weiß das denn schon.

            Und für mich ist und bleibt es einmischen , da gehe ich auch nicht von ab. Das sowas gleich als Kindeswohlgefährdung gilt, denke ich nicht !!!! Sie ist eine Mutter und wird wohl essen Zuhause haben, so handelt doch kein Mensch, auch wenn man mal knapp bei Kasse ist.

            Jede Diskussion hier, ist eh vollkommen überflüssig weil wir nichts genaues wissen und uns das auch nix angeht.

            Man kann nur mutmaßen und ich finde immer noch, helfen ist das eine , anscheissen das andere.

            Statt irgendwelchen Alleingängen , würde ich der Familie Unterstützung als Freundin anbieten und nix hinterm Rücken machen. So, war jetzt hier mein letztes Wort, scheinbar ist das Kind ja halb verhungern, wie hier alle schreiben.

      (33) 01.07.19 - 22:18

      Wenn du helfen willst, warum redest du nicht mit deiner Freundin?
      Frag sie doch, was bei ihr im Leben gerade so passiert!
      Biete ihr eventuell Hilfe an. Ihr könntet ja zusammen ein Haushaltsbuch anlegen. Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen und Sparpotenziale aufdecken. Das kann ja manchen auch schon helfen....
      Oder bieteihr an, dass ihr bei pro familia einen Termin macht. Vielleicht stehen ihnen noch irgendwelche Hilfen zu, die sie noch nicht kennen.

      Mache bitte nichts hinter dem Rücken. Das ist so ein enormer Vertrauensbruch, auch wenn du es gut meinst. Ihr ist es sicher auch nicht angenehm nach Geld zu fragen. Mache die Situation nicht schlimmer.

      • (34) 01.07.19 - 22:21

        Ganz deiner Meinung!!!!

        (35) 02.07.19 - 14:29

        Für diesen Monat ist das Thema Haushaltsbuch gelaufen, weil kein Geld mehr vorhanden...das wäre ein langfristige Möglichkeit, die kurzfristig dem Kind nicht hilft..

        Da aber schon eine Familienhilfe vorhanden ist, scheinen solche Hilfen nicht direkt zu helfen und in dem Fall sollte vorrangig sichergestellt werden, dass das Kind versorgt ist und auch jemand von außen ein Auge darauf hat.

    (36) 02.07.19 - 03:43

    Okay das heißt es ist diesen Monat schon alle, oder sie weiß das es eben eng wird diesen Monat.

    Ruf bei der Tafel an und frage wann ihr einen Ausweis machen könnt und dann nimm deine Bekannte an die Hand und begleite sie die ersten paar male dorthin.

    (37) 02.07.19 - 05:33

    Mit Geld hilfst du nicht! Das geht so weiter.
    Warum arbeiten sie nicht?

    (38) 02.07.19 - 07:55

    "Soweit ich weiss gibt es in dieser Familie schon eine Familienhilfe nur wie nehme ich zu dieser Kontakt auf?"

    DU gar nicht misch dich nicht ein und bekomme erst mal DEIN Leben auf die Reihe!

    Echt schlimm sowas. Hoffentlich kriegt deine Bekannte raus was du abziehst!

Lass dich von den ganzen ätzenden Kommentaren hier nicht fertig machen.

Das sind alles Leute die nicht nachvollziehen können das man helfen möchte und eben nicht wegschauen will wenn Kinder betroffen sind. Und ich finde du darfst dich schon einmischen da sie dich mehrfach um Geld gefragt hat...

Du hast dich vielleicht nur etwas unglücklich ausgedrückt das du gleich das Jugendamt genannt hast..das ist hier ein rotes Tuch.

Wenn du mit deiner Freundin bereits geredet hast wovon ich ausgehe kannst du ihr nochmal anbieten mit ihr zur Tafel zu gehen oder wirklich bei der Caritas ect nachfragen was man machen kann.

Mit diesen Lösungsvorschlägen kannst du dann wieder hingehen und versuchen den beiden zu helfen.

Manchmal hilft leider reden nicht mehr und viele trauen sich auch nicht was zu sagen sondern pumpen lieber Freunde an.

Wenn sie sich wirklich nicht helfen lassen wollen, du aber das Gefühl hast das Kind ist trotz allem gut ernährt und versorgt dann kannst du nichts machen...

  • Das Jugendamt sollte doch aber nur für Leute ein rotes Tuch sein, die etwas zu verbergen haben...
    Es ist in erster Linie genau die passende Anlaufstelle und bietet genau in solchen Fällen auch die passende grundsätzliche Hilfe an.

Ich würde über das Jugendamt Kontakt aufnehmen.

Hallo Ella,

zunächst einmal finde ich es gut dass du dir Gedanken machst!
Grundsätzlich fällt es nicht unter Kindeswohlgefährdung wenn eine Familie MAL knapp bei Kasse ist. Es liest sich bei dir allerdings so, als wäre das kein Einzelfall.... Die Frage, die sich mir stellt ist: Was bekommt das Kind denn diesen Monat zu essen wenn schon jetzt kein Geld mehr da ist? DAS kann dann nämlich schon eine Meldung nach §8a SGB VIII sein.

Wenn es, wie du schreibst, schon eine SPFH gibt, dann kannst du diese über das zuständige Jugendamt versuchen zu erreichen (wobei oftmals werden SPFHs durch externe Anbieter eingesetzt, aber das sollte die Sachbearbeiterin ja wissen). Andernfalls würde ich der Familie mal ein gemeinsames Gespräch im Beisein der SPFH vorschlagen....

Falls du noch Fragen hast, kannst du mich auch per PN anschreiben (bin selber in dem Bereich tätig ;-))
Lg
Sandra

(46) 02.07.19 - 01:35

Hallo,

In finanziell schlechten Zeiten bin ich am Monatsanfang auch manchmal aus allen Wolken gefallen wenn ich die Buchung von Versicherungsbeiträgen oä. vergessen habe. Und habe dann gedacht, ich würde das Monatsende nicht erleben ;-) Bist du dir denn sicher, dass sie keinen Cent mehr hat oder könnte sie nur fürchten/wissen, dass es am Ende eng werden kann? Vielleicht kennt sie niemanden, der ihr etwas leihen würde und macht sich schon frühzeitig "auf die Suche".

Ich würde mich da auf die eigene Menschenkenntnis verlassen und mir das Kind anschauen. Ist es Normalgewichtig, ordentlich gekleidet und altersgemäß entwickelt? Traue ich den Eltern wirklich nicht zu, genügend Lebensmittel für das Kind zu kaufen ( oder anderweitig zu organisieren) Dann würde ich persönlich mich nicht einmischen

(47) 02.07.19 - 07:34

Hey,

1) Nein, keine Gefährdung des Kindeswohls? Warum auch?

2) An wen du dich wenden kannst? An niemanden? Allenfalls an die Telefonseelsorge, falls sich diese Anfrage der Bekannten bedrückt. Sie selber kann sich an die Hausbank, an die Schuldnerberatung oder das Jobcenter wenden. Je nach aktueller Lage.

Schöne Grüße

  • (48) 03.07.19 - 10:55

    So ein Quatsch.
    Selbstverständlich kann es Kindeswohlgefährdung sein, wenn die Eltern die grundlegenden Bedürfnisse nicht sicherstellen. Wenn zu Anfang des Monats schon so wenig Geld da ist, dass Bekannte angebettelt werden, ist das durchaus möglich.

    Und an Stelle der TE würde ich mich ans Jugendamt wenden. Die Eltern sind da ja schon als betreuungsbedürftig bekannt. Wenn es nun auch noch finanziell knapp ist, brauchen sie wohl intensivere Betreuung, zB bei der Finanzplanung. Da kann die Familienhilfe effektiver helfen als eine Bekannte. Sie muss aber Bescheid wissen.

(49) 02.07.19 - 15:09

Kommt auf die Situation an.

Eine Freundin hatte einen finanziellen Engpass:
Waschmaschine kaputt, Zahnspange des Kindes, Schulausflug... unvorhergesehene Abbung und das Geld das kommen sollte, kam erst einen Tag später.

am besten alles gleichzeitig.

Geld war keines da...
Essen noch etwas im Vorrat und irgendwas für's Kind musste noch bezahlt werden. Da hat sie durchaus um Hilfe gefragt.

Danach (nach dem ersten Schock)
- mit den Versicherungen gesprochen (Geld ging nicht raus)
- bei Schule um Ratenzahlung gebeten
- Waschmaschine günstig gefunden
usw.

nach ein paar Monaten Engstpässen, ging es dann wieder aufwärts. Gestellte Anträge wurden dann so langsam bearbeitet, mit der Info, dass sie ja jetzt aus dem Gröbsten raus sei.


Kindeswohlgefährdung lag nicht vor. Wohl aber hatte sie Angst, dass ihr Kind nicht versichert sei, wenn das Geld irgendwo hängt und nicht an die richtigen Stellen geht. Krankenversicherung läuft im Hintergrund ab, für sie jedoch eine andere wichtige Versicherung, die bei chronischer Erkrankung einiges übernommen hatte....



In einem anderen Fall konnten die Eltern nicht mit Geld umgehen. Sie verdienen beide sehr gut, haben Ende des Monats Minus. Das meiste kaufen sie für's Kind. Das Kind muss das teuerste und beste zum Anziehen haben.

Da habe ich nichts gegeben. Auch nicht mti der Begründung, ihr Kind hätte nicht genug zu essen, weil das Geld schon weg sei. .
Großeltern haben dann ausgeholfen - mit Nahrung und Einladungen zum Essen.



Geld allein sagt also noch nichts zu der Liebe und Versorgung zum Kind aus.

Je nach Bezug / Dringlichkeit

Tipps an die Fragende Person
- pro Familia (unerwartete Situationen)
- Tafel (wenn das Geld zum Essen nicht reicht)
- Gemeinde (manche Gemeinden bieten Vergünstigungen an, dass Kinder satt werden)
- Schuldnerberatung (wenn es langfristig ein Thema ist)

- Jugendamt
egal ob Geld da ist oder nicht. Wenn das Kind Probleme hat. Unterstützung innerhalb der Familie, die mal mit draufschaut und Tipps geben kann

Direkt handeln, wenn
- das Kind offensichtlich unterernährt ist (und das nicht auf Grund von Erkrankung, sondern weil Geld für anderes ausgegeben wird)
- das Kind verwahrlost aussieht (nicht nur Dreck vom Spielplatz oder Kindergarten, wo wir um löchrige Kleidung gebeten wurde, die kaputt gehen darf; sondern Gesamtzustand)

Anfrage beim Jugendamt. Ist dort schon eine Familienhilfe in der Familie, kann das Jugendamt die Infos an die zuständige Familienhilfe weitergeben und diese sieht genauer hin.


In extremen Fällen auch die Polizei.
Das hat eine Bekannte einmal gemacht, weil das Kind in sehr schlechtem Gesamtzustand war, medizinische Versorgung unklar war und Jugendamt nicht reagierte. Danach hat das Jugendamt dann reagiert. Das war dann aber schon offensichtlich und mehrere Versuche direkt über das Jugendamt scheiterten. Der ruhigere Weg wäre ihr auch lieber gewesen.
Nur so viel: am Geld lag es in der Familie nicht. Die Eltern hatten genug zu essen; nur die Kinder waren es ihnen nicht wert.

Ich kann die ganzen bösen Kommentare nicht verstehen.
Schön, dass du helfen und nicht weg schauen willst!
Und tatsächlich KANN Geldmangel EIN Faktor für eine Kindeswohlgefährdung sein.
Ansonsten hast Du hier ja auch schon viele hilfreiche Antworten bekommen, alles Gute für das Kind.

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