Kommentare arbeiten in/nach EZ

    • (1) 03.07.19 - 12:55
      -baldArbeit-

      Hallo!

      Mein Kleiner wird im Dezember 2 Jahre. Ich habe 2 Jahre EZ genommen. Ich werde aber schon ab September in der EZ TZ arbeiten. Es werden 35 betreuungsstunden. (Eigentlich waren 25 geplant, aber die TM macht nur 35).
      Von meiner Mutter und Schwester bekomme ich nur Mitleid und immer wieder Kommentare, dass man so ein kleines Kind doch nicht so lange, so früh abgeben kann. In dem alter muss es von der Mutter betreut werden, ich solle doch länger zu Hause bleiben usw...
      Das macht mich echt traurig. Jetzt bekomme ich schon ein schlechtes gewissen, obwohl ich mich vorher sogar ein bisschen gefreut habe, bald wieder arbeiten zu können.

      Ich weiß nicht so recht was ich von euch hören will. Vielleicht: Bin ich jetzt eine schlechte Mutter? Oder was kann ich ihnen entgegnen bei weiteren Kommentaren?

      Lasst einfach eure Meinung da.
      Danke!
      Lg

      • Dass frau (nie Mann) sich so einen Mist von Fremden anhören muss, ist ja schon schlimm genug. Aber dann aus der Familie? Ätzend!!

        Irgendwer meint immer, Dein Leben besser beurteilen zu können, als Du. Du musst Dich mit der Situation wohl fühlen, und es ist auch nicht verkehrt, sich wieder auf die Arbeit zu freuen. Wenn Dein Kind sich bei der Tagesmütter wohl fühlt, ist alles super. Je gelassener Du mit der Situation umgehst, umso entspannter wird Dein Kind sein.

        • (3) 03.07.19 - 20:39

          Danke. Ja das stimmt, alles müssen sich immer einmischen🙈
          Ja genau, unser Leben. Wenn wir alle gut so zurechtkommen (werden), ist alles bestens😊

      Hallo,

      zuerst mal eine Frage: Hat deine Schwester selbst Kinder? Manchmal sind das nämlich die tollen Ratschläge von Kinderlosen.

      Meine Mutter ging ab meinem 3. Geburtstag nicht mehr arbeiten. Das war damals halt noch häufig, dass es die Hausfrau gibt. Sie war 35 und hat danach nie wieder ins Berufsleben zurückgefunden, was ich überhaupt nicht gut für sie empfinde und für mich als schade, weil ich es heutzutage schon besser finde mit Eltern aufzuwachsen, die beide arbeiten. Einfach um ein Bild vermittelt zu bekommen, dass es normal ist, zu arbeiten.

      Deswegen möchte ich dich in deiner Entscheidung bestärken, das Richtige zu tun.

      Ich selbst studiere seit dem 1. Geburtstag meiner Tochter. Es tut wirklich gut, mal an was anderes zu denken, als an Schnuller, Stillen und volle Windeln. Für meine Tochtet (sie wird jetzt 4) ist es ganz normal dass Mama studiert (das ist für sie wie arbeiten) zumal ich nebenbei auch noch einen Minijobs habe.
      Wie willst du - wenn du zuhause wärst - denn später deinem Kind erklären, dass es wichtig ist in die Schule zu gehen und einen beruf zu erlernen. Und bei 35 Betreuungsstunden heißt es ja nicht, dass du sie auch voll ausschöpfen musst. Du kannst dein Kind sicher je nachdem wie es dir passt auch früher abholen. Zumal es sie sicher fördern wird mit anderen Kindern zusammen zu sein.
      Schau auch mal in unsere Nachbarländer. Die Franzosen geben die Betreuung noch im ersten Jahr in die Hände von anderen um zu arbeiten.... dann wirst du die Zeit, die du mit deinem Kind hast auch qualitativ besser gestalten und geniessen können.

      Alles Gute Dir und lass dich nicht verunsichern

    • Also meine mutter hat aufgehört zu arbeiten als mein bruder kam da war sie 21 . Heute ist sie 60 und sie ging nie wieder fix arbeiten.

      Wenn sie was redet vom guten job durch gute noten nahm ich sie nie ernst. Im Gegensatz wenn es mein vater sagte war das eine ganz andere Geschichte.

      Und ich finde es übertrieben so lange wie du Zuhause zu sein. Dir fehlen die ganzen pensionsjahre. Sollte dich dein partner verlassen stehst du blöd da... aber ok deine Sache.

      Ich wollte immer unabhängig sein. Und niemals so wie meine Mutter...

      • Aus der Sicht hast du Recht. Aber sollten wir uns trennen, kann ich jederzeit für meine Kinder selbst sorgen. Zudem ist mein Mann genau so abhängig. Würde ich nicht Zuhause bleiben, könnte er nicht den Beruf ausüben, so wie er es macht.

        Ich bleibe für meine Kinder Zuhause. Ich möchte an ihrer Grundschuldzeit teilhaben. Und wenn ich in den Job zurückgingen, den ich gelernt habe, wäre das nicht möglich. Würde ich zur Krankenkasse, wo ich zuletzt war und jederzeit zurückkönnte, müssten sie für 2-3 Nachmittage in die Betreuung bis 16 Uhr. Und das möchte ich einfach nicht. Es wird noch die Zeit kommen, in der sie nach der Schule allein sein werden. Aber jetzt bin ich gerne da, hole sie ab, machen Hausaufgaben gemeinsam, und haben Zeit ab Mittags. Sie sehen ihren Papa nur Abends, da möchte ich zumindest da sein.

        • (15) 03.07.19 - 22:17

          Ich kriege es hin trotz drei Kindern voll zu arbeiten.
          Bis 20.00, jeden Tag.
          Niemand hält mir den Rücken frei damit ich arbeiten kann.
          Mein Vater hat meine Schwester und mich in den 70ern auch alleine groß gezogen....
          Ohne Frau die zu Hause ist und die Kinder betreut.

(16) 03.07.19 - 20:27

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
Das hast du super erläutert, danke 😊

(17) 03.07.19 - 20:30

Achso wegen meiner schwester: ja sie eine Tochter knapp über zwei und eine mit 8 Monaten. Sie ist von einer elternzeit in die andere über gegangen, so dass sie sich noch keinen Kopf über arbeit macht😉
Meine Mutter hat 7 kinder😅 auch alle im ca 2 jahres abatand. aber sie ist auch erst wieder arbeiten gegangen, als der kleinste schon in der weiterführenden Schule war. Mein Vater verdient auh sehe gut; ca so wie mein Mann und ich vollzeit zusammen... die konnte es sich sowieso leisten zu Hause zu bleiben😉

Lass dich nicht verwirren von anderen Leuten. Das sind Kommentare, die gehören in die alte Mottenkiste und sind eben Schnee von gestern. Solche Sprüche musste ich mir damals bei meinen Großen auch anhören. Und er wurde damals noch nicht mal richtig fremdbetreut. Man kann doch nicht arbeiten gehen, wenn das Kind erst 14 Monate alt ist, auch wenn der Vater den Großenteil der Betreuung macht. Das ist bald 20 Jahre her. Da hatte man das Gefühl, Frau darf hinterm Herd versauern. Meine Mutter war damals auch skeptisch, bot sich aber an im Notfall einzuspringen.

Beim Jüngsten war es leider anders. Da musste ich leider eher unfreiwillig länger zu Hause bleiben. Der Große wurde eingeschult und brauchte damals auch viel Hilfe. Erst als der Kleine 2,5 Jahre alt war zur Tagesmutter und er Große 2 Nachmittage in der Schule betreut wurde ging ich wieder stundenweise arbeiten. Richtig Teilzeit war erst möglich als der Kleine ganztags in der Kita betreut wurde. Damals gab es erst einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz mit 3 Jahren. Krippenplätze waren sehr rar und Alleinerziehenden als Bevorzugte vorbehalten.

LG Hinzwife

Hör bitte nicht auf diese Vorwürfe! Du bist ne absolut tolle Mutter. Gerade, dass du so lange Elternzeit genommen hast ist doch wunderbar. Ich für meinen Teil werde (auch aus finanziellen Gründen) nach dem Mutterschutz wieder bisschen arbeiten. So wie mein Freund Zeit hat aufzupassen. Da ich noch studiere und das auch weiterhin tun werde und den Minijob brauche geht das nicht anders. Einem Kind schaden die Fremdbetreuungsstunden auf jeden Fall Mal nicht. Im Gegenteil. Gerade in dem Alter wird es sich freuen mit gleichaltrigen zu spielen. Und du gibt's nebenbei ein gutes Beispiel ab, dass eine Frau immer mehr ist als "nur" Mutter. Bei einem Mann würde man wahrscheinlich in Lobesgesang ausbrechen, wenn er nur Mal nen Tag zu Hause bleibt und davon 5 Minuten mit Wickeln verbringt. Einer Frau wird immer vorgeworfen zu wenig zu machen. Wenn du länger daheim geblieben wärst hätten sie dir gesagt, dass du ja auch Mal wieder arbeiten könntest.

  • (21) 03.07.19 - 20:20

    Danke😊
    Ja das stimmt, da gibt es noch ziemlich unterschiedliche Rollen Bilder bei Mann und frau. Und irgendjemandem macht man es immer nicht recht😅

Und ich kriege genau das Gegenteil zu hören 🙄. Mein Knirps ist jetzt fast 10 Monate alt und meine Mutter und meine Schwester haben mich genervt ich müsste ihn daran gewöhnen woanders zu bleiben, er würde mir nur am Rockzipfel hängen und ich könnte sonst mit ihm zusammen im Kindergarten sitzen und die Hand halten. Ich könnte nie wieder arbeiten weil ich mit ihm in dem Kindergarten gehen müsste 🙄🙄🙄

  • (23) 03.07.19 - 20:19

    Wie man es macht, man macht es falsch...oder😉
    Warum müssen sich andere nur immer einmischen?!

    • Genau so ist es!
      Gehen sie mit einem Jahr (oder noch früher, gaaaanz ganz schlimm) zur Tagesmutter und man geht arbeiten, heißt es Rabenmutter. Geht man erst später arbeiten, macht man sich einen Lenz, verwöhnt die Kinder. Egal wie, die Leute haben immer was zu reden.... Deshalb mache ich es so wie ich es für richtig halte.

Hallo,

ich würde ihnen entgegnen, dass sie bitteschön in diesem Jahrhundert ankommen sollen.

Woher nehmen sie denn das Wissen, dass Kinder in dem Alter unbedingt von der Mutter betreut werden "müssen"??? Frage sie doch im gleichen Atemzug, ob sie dir dann dein Gehalt zahlen, wenn du weiterhin zu Hause bleibst.
Mich würde es echt wütend machen, wenn aus meiner Familie solcher "Müll" kommen würde, der wahrscheinlich darauf abzielt, mir meine Freude am beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit zu nehmen.

Du musst kein schlechtes Gewissen haben, hier kommen fast alle Mütter nach 12 Monaten wieder zur Arbeit. Läuft ...

LG

Nici

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