Würdet ihr euch wieder für Geschwisterkinder entscheiden?

Hallo zusammen,

der Titel ist sehr krass gewählt. Ich weiß.

Dieses Thema gab es zu Hauf. Und sind es immer wieder andere Ausgangssituationen.

Unser Kind ist ein absolutes Wunschkind. Wir lieben es abgöttisch. Das vorne weg.

Meine Schwangerschaft empfand ich die meiste Zeit als furchtbar. Ich konnte wochenlang nur liegen, weil mir so was von übel war. Da kam die ärgste Magen-Darm-Grippe, die ich hatte, nicht ran. Die Geburt war, trotz Einleitung und PDA, echt ok. Das Stillen fand ich schrecklich. Ich habe nach 6 Monaten abgestillt. Bin wieder arbeiten gegangen, mein Mann nahm 1,5 Jahre Elternzeit.

Unser Kind (3) ist ein viel schlafendes, aufgewecktes Wesen, das nicht sonderlich bockt und trotzt. Von außen hören wir immer wieder wie lieb sie sei. Und wenn ich mir andere Storys so anhöre, haben wir es wirklich gut. Krank ist sie auch kaum. Sie hat keine Allergien, etc pp.. Sie geht gern in die Krippe, auch dort gibt es überhaupt keine nennenswerten Probleme.

So.... mein Mann und ich leben ganz allein. Ohne Familien und Freunde (wohnen alle sehr weit weg). Wir arbeiten 37h und 40h. Unsere Arbeitgeber sind sehr Familienfreundlich und wir haben flexible Arbeitszeiten. Haushalt machen wir ebenfalls selbst. Aber wir sind am Limit. Vor allem da mein Mann gerade einen höheren Posten bekommt und dafür büffeln muss. Freizeit also nur, wenn die Kleine schläft (ab 19:00 / 20:00). Oder mal am Wochenende, wenn die Großeltern zu Besuch sind, oder einer von uns allein weg fährt. Wir leben in einer 3-Zi-Whg in einer sehr teuren Gegend (Münchner Umland). Der Immobilien-Markt ist schrecklich. 4 Zimmer oder gar Haus trotz gutem Einkommens viel zu selten und dann zu teuer.

Also, wir sind eigentlich voll ausgelastet und ich habe bis vor einem Jahr noch gesagt, dass ein Kind vollkommen reiche. Mein Mann sagt ganz klar, er wolle kein zweites Kind mehr.
Aber mittlerweile und trotz aller rationalen Gründe, die dagegen sprechen, ist mein Kinderwunsch so groß, dass ich immer kurz vorm Heulen bin, wenn ich erfahren dass Kollege xy oder eine Freundin ihr zweites Kind erwarten.
Mein Mann bleibt hart: Eins reiche ihm vollkommen.

Unsere Kleine redet ständig davon, dass sie eine Schwester möchte und von allen Seiten werde ich regelmäßig gefragt, wann denn nun unser zweites kommt.

Es tut mir in der Seele weh. Ich bin selbst Einzelkind und war schon immer irgendwie einsam. Trotz der vielen Freunde und Cousins.

Ich weiß nicht, was ich lesen will. Vll, dass jemand sich meinen Post durch liest und schreibt: "Was? Allein, VZ arbeitend, Kind abgeschoben und trotzdem noch ein zweites wollen? Warum habt ihr überhaupt das erste bekommen?"

Aber eigentlich möchte ich Erfahrungsberichte, von Eltern die ähnlich leben. Eine Hausfrau, die auch noch Familie im selben Haus hat, die sie mehrmals wöchentlich unterstützt, kann unsere Situation nicht nachvollziehen.

Und gibt es Eltern hier in ähnlichen Lebensumständen, die sagen: Wären wir bloß bei einem Kind geblieben? Ich kenne sogar einen Kollegen, der allein mit Frau und Kindern hier lebt, der sein zweites "bereut".

Wahrscheinlich musste ich es mir einfach mal von der Seele schreiben. Ich weiß weder aus noch ein, in dieser Sache. Hoffe immer, dass mein Mann sich noch mal umentscheidet, glaube aber eigentlich nicht daran.

Wie seid ihr damit klar gekommen, dass euer Partner nur ein Kind will und sich daran bis heute nichts geändert hat?

Viele Grüße

Würdet ihr euch wieder für Geschwisterkinder entscheiden?

Mit 2 x Vollzeit wäre ich persönlich kinderlos geblieben, für mich fällt da immer etwas/jemand hinten über, meist sind das die Kinder.

Von Großeltern/Familie in der Nähe würde ich Familienplanung nie abhängig machen.

In unserer Situation würde ich auf jeden Fall wieder mehrere Kinder bekommen wollen :-).

Grüsse

... 2 x Vollzeit ist keinesfalls ein Hindernisgrund, Kinder zu haben, was ein Blödsinn, der lediglich einige Damen seit den 50er Jahren und vor allem nur in den alten Bundesländern umtreibt ... Milliarden andere Familien in Tausenden Jahren davor und in nahezu allen anderen Ländern dieser Welt machen es anders, da arbeiten beide Elternteile, die Kinder wachsen trotzdem zufrieden auf. Da können es die betreffenden Damen noch so oft schreiben und herumschreien, um sich selbst eine Selbstbestätigung zu geben, weil sie ja sonst woanders keine bekommen: eine Kindheit ist nicht verloren, nur weil die Mutter arbeiten geht.

Ich habe geschrieben "für mich persönlich" - daran gibt's gar nichts zu bemängeln. Was "du persönlich" findest, steht auf einem ganz anderen Blatt, das entscheidet jeder für sich und nicht ausgerechnet du für die Allgemeinheit #kratz. An einer persönlichen Erfahrung oder auch Meinung ist nichts "Blödsinn" oder "Quatsch" oder "kein Hinderungsgrund" :-)!

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Ja, wir würden uns jederzeit wieder für unseren Sonnenschein entscheiden.

Wir sind beide berufstätig im Homeoffice, mein Mann 40h, ich 30h. Keinerlei Kinderbetreuung, nicht mal Kindergarten gibt es. Schwiegerfamilie ist zwar gegenüber, aber keinerlei Unterstützung.
Auch kein Babysitter o.ä.

Gut, wenigstens ist das Haus gebaut, abbezahlt, das passt.

Wir haben lange überlegt, ob wir wirklich noch mal ein Baby haben wollen, obwohl der Große mit seinen fast 10 Jahren schon wirklich sehr selbständig ist. Nochmal Windeln & Co antun, ich müsste Arbeitszeit reduzieren etc. Aber letztendlich sind wir sehr froh, dass wir uns für ein Baby entschieden haben. Jetzt sind wir einfach komplett :)

Worauf wir aber beide bestanden haben - eine Haushaltshilfe musste her, sonst wäre das alles nicht zu wuppen. Haushalt ist somit - bis auf's Kochen - komplett geoutsourced.

Hallo
Generell solltest du dir bei deiner Aussage „einsam trotz Freunden und Cousins“ bedenken, dass du hier die Bilderbuchvorstellung vom Leben mit Geschwisterkind im Kopf hast. Wie es wirklich gewesen wäre, kannst du nicht wissen.
Dann sagst du, ihr seid aktuell (noch) total ausgelastet und auch die Schwangerschaft und die erste Zeit ist noch nicht so lange her. Zusätzlich ist dein Mann gerade wegen der neuen Position sehr beschäftigt. Du sagst ja auch, rational ist es, alles in allem, gerade kein guter Zeitpunkt.
Vielleicht sieht das bei deinem Mann auch wieder anders aus, wenn alles etwas ruhiger ist.
So ging es uns. Im ersten Jahr hatten wir zwangsweise einiges an Unterstützung, hatten aber dennoch viel Stress. Dann standen wir auf eigenen Beinen und haben einige Jahre viel geackert. Unsere Tochter war vom Typ her sehr unkompliziert. Trotzdem konnten wir uns einige Jahre absolut kein weiteres Kind vorstellen.
Ich will dir natürlich nicht sagen, dass dein Mann sicher auch seine Meinung ändert. Aber in der Situation kann ich mir gut vorstellen, dass er gerade einfach keinen Kopf dafür hat. Wie alt seid ihr denn?

LG

Hallo,

Danke für deine Antwort mit einigen Denkanstößen.

Mein Mann ist 35, ich bin 33. Unsere Kleine wird nächstes Jahr 4. Ein paar Jährchen hätte ich noch.

Das ist die Hoffnung, die ich habe. Dass mein Mann, wenn er erst mal fertig und alles ruhig ist, seine Meinung ändert. Aber daran will ich mich nicht klammern, da er sehr straight ist.

Ja, das kenne ich aus dem familiären Umfeld. Es gibt da einige Geschwister, die sich nie leiden konnten oder keinen Kontakt mehr habe.


LG

Ich weiß, dass man beim Kinderwunsch nicht unbedingt mit Logik rangehen kann, aber du warst ungern schwanger, dein Mann hat den größten Teil der Elternzeit genommen, weil dir das offensichtlich auch keinen Spaß gemacht hat und auch mit vier Jahren seid ihr gefühlt noch am Limit.

Bis dahin kann ich mich gut hineinversetzen - aber meine "Konsequenz" war eine andere - nämlich ICH kein Kind mehr. Und da dein Mann die EZ genommen hat, kann er ja auch nachvollziehen, was es heißt, von daher verstehe ich ihn, dich aber so gar nicht. Manche sind gerne schwanger, manche wollen gerne nochmal ein Baby, manche freuen sich, wenn die Babyzeit vorbei ist (ich) - aber auf dich trifft offenbar gar nichts davon zu, deshalb kannst du dich nur selbst fragen, was genau du da eigentlich möchtest und das meine ich nicht abschätzig.

Dass dein Mann kategorisch nur eins will, scheint mir ein größerer Hinderungsgrund als alles andere, denn das kann man alles irgendwie regeln.

Wir würden uns jederzeit wieder für (viele) Kinder entscheiden, wir bekommen gerade das Vierte.. Ich bin Einzelkind und wollte immer Geschwister bzw. selbst mal mehrere Kinder. Familie / Unterstützung vor Ort haben wir auch nicht.

Allerdings arbeite ich nur 20 - 25 Stunden, und hab nicht vor, das in absehbarer Zeit zu steigern. Wobei ich nicht finde, dass man sich rechtfertigen muss, wieso man Kinder kriegt und trotzdem VZ arbeitet, das würde für uns bloß nicht passen.

Ich drück dir die Daumen für eine Lösung!

Danke für deinen Erfahrungsbericht.

Wahrscheinlich will ich deswegen irgendwas gegen ein zweites Kind lesen. Damit mir seine Entscheidung nicht mehr so weh tut.

Hi,

ich hab 2 (11 und 13) Kinder und bin seit 8 Jahren allein erziehend. Ich hab dabei nie weniger als 80 % gearbeitet, zum Glück oft bei zumindest teilweise freier Zeiteinteilung, aber mit großer Verantwortung. Der Kleine hat einen Pflegegrad von 3, die Große ist nur durchschnittlich betreuungsintensiv. Meine Eltern konnten in Notfällen helfen, oft gab es aber auch Vereinbarungen mit anderen Eltern zur gegenseitigen Hilfe, eine Weile hatten wir auch ein Au-pair.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, jongliere ich mein Leben meistens am Rande des Wahnsinns. Irgendwo herrscht immer Chaos, ständig muss umorganisiert werden, Ruhe ist im Prinzip nie. Die Kinder haben und hatten immer Priorität, die Arbeit musste manchmal eben auch bis 11.00 Uhr nachts warten. Ich selbst bin mir nicht ganz sicher, wie hier überhaupt alles so klappen kann, aber ich frage da lieber gar nicht nach. Es läuft gut und das reicht. Das ist so ähnlich, wie die Hummeln, die eigentlich nicht fliegen können :-D.

Unser Leben ist verrückt, chaotisch, aufregend und wundervoll und es führt mich regelmäßig an meine Grenzen. Aber ich wollte diese beiden Kinder. Unbedingt! Und ich würde sofort wieder beide bekommen. Ich liebe die Dynamik, die sie untereinander haben und die wir als Familie haben. Ich liebe, wie unterschiedlich sie sind und wie sie sich ins jeweilige Leben entwickeln. Und ich weiß, das sich alles irgendwie regeln lässt, heute, morgen, irgendwann... Egal. Die beiden sind mein Glück und zurzeit auch das Zentrum meines Universums.

Ich glaube aber auch, dass ich die Kraft für dieses Leben daraus ziehe, dass es meine ureigene Entscheidung war. Ich wollte das. Und ich hab jedenfalls mein zweites Kind schon sehenden Auges bekommen. Es stand um meine Ehe da schon wirklich schlecht. Aber ich wollte zwei Kinder. Unbedingt. Das macht es leicht. Und am Ende hab ich einen Haufen Geschichten zu erzählen, wenn ich alt und gelangweilt bin. Wer will später schon immer nur übers Wetter reden ;-).

Wenn einer von Euch nicht will und der andere nicht sicher ist, lasst es vielleicht lieber. Offensichtlich ist es ja jetzt schön.

Liebe Grüße
die Landmaus

Wow, Du bist eine starke Frau. Alle Gute weiterhin!

Danke :-)

Ich wollte Dir noch sagen, dass ich Dir von Herzen wünsche, dass Du Dir erlaubst mit Deiner Entscheidung, wie auch immer sie ausfällt, glücklich zu werden. Hadere nicht zu lange, das Leben entwickelt sich immer anders als man denkt. Es gibt einen Spruch, den ich sehr gerne mag. Vielleicht hilft er Dir ja auch weiter: Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, mach ein paar Pläne...

Zunächst: Das ist immer eine gemeinsame Entscheidung. Vielleicht kannst du deinen Mann mit Argumenten überzeugen, aber wenn du ihn überreden musst, ist es, denke ich, auch nicht gut.

Das Gerede von anderen würde ich getrost ignorieren (ist schwer), aber die haben sich nicht in euer Leben einzumischen und gerade Kinder sind ein sehr persönliches Thema.

Eigene Erfahrungen habe ich nur indirekt über meine Eltern:
Die nächste Familie hat nähestens 1,5h Autofahrt entfernt gewohnt.

Nr. 1 kam im Studium meines Vaters - meine Mutter hat aufgehört zu arbeiten.
Nr. 2 kam direkt nach Studienende - Umzug, erster Job, meine Eltern waren nicht steuerpflichtig ...
Nr. 3 kam ebenfalls in dieser Phase
Nr. 4 kam bei besserem Verdienst
Nr. 5 dann auch ...
Meine Mutter hat nur kurzzeitig einen Minijob angenommen (450€). Möglich für sie, weil ich im ländlichen Bereich aufgewachsen bin (Miete ziemlich niedrig) und abzusehen war, dass mein Vater irgendwann auf ein angeglichenes A14-Gehalt hochgestuft wird.

Das Geld war nie Dicke, aber genug.

Bereut haben sie keinen von uns;-)

Es gibt natürlich auch einige Unterschiede zu eurer Situation, aber vllt. hilft es trotzdem.

Wenn ich mich GEGEN Geschwister entschieden hätte, dann hätte ich statt 3 Söhnen nur einen und das bedeutet 2 wundervolle Kinder wären nicht geboren worden.
Egal wie anstrengend die 3 waren/sind--ich bereue nichts #schein
Aber klar, grade die 2 Großen mit ihren 2 Jahren Abstand waren schon Stress pur, das war mir vorher so in der Form nicht bewusst.

Ich bin gluecklich mit meinen 4. Wohne in deiner Gegend. Ganztags arbeitend. Genauso wie mein Mann.

Hi ebenfalls aus dem Münchner Umland 🤗
Mein Mann muss sich damit abfinden, dass ich kein Kind mehr will.
Es spricht einfach zu viel dagegen, ich bin auch nicht bereit, nochmal so eine HorrorSchwangerschaft durchzumachen, gekrönt von der schrecklichen Geburt.
Wir haben weder das Geld noch den Platz noch die Möglichkeit umzuziehen, ich arbeite, KiGa läuft, nächstes Jahr Schule, ich will nicht nochmal komplett von vorn anfangen.
Wir haben ein gesundes Kind, wir können gut leben, zwar kein Luxus wie Urlaub etc, aber es mangelt an nichts wichtigem. Es wäre egoistisch und unfair gegenüber meiner Tochter das alles für noch ein weiteres Kind aufs Spiel zu setzen. Den Löwenanteil an Erziehung, Betreuung, Haushalt etc mache ich allein. Ebenso die Schwangerschaft. Genau so habe ich es meinem Mann gesagt, der gern noch eins hätte.
Manchmal reicht ein Wunsch leider nicht aus.

So wie Du denke ich auch meist. Wir müssen trotz der hohen Kosten hier mit 2mal VZ den Euro nicht zweimal umdrehen. Wir leben gut.
Und dann kommen wieder die Fragen, nach weiteren Kindern, oder die Bekannten bekommen Geschwisterkinder. Ich bin noch nicht ganz angekommen anscheinend. Unzufrieden an sich wahrscheinlich.

Naja, da dein Mann absolut gegen ein zweites Kind ist, stellt sich ja die Frage gar nicht, ob du ein zweites Kind bereuen könntest. Es müssen natürlich beide das Kind wollen. Du könntest natürlich auch einfach noch ein paar Jahre warten, dass er seine Meinung vielleicht ändert.
Wir haben eine ähnliche Situation wie ihr. Keine Großeltern, die regelmäßig da sind, 3-Raum-Wohnung, berufstätig (Freund Vollzeit, ich 80%). Wir bekommen jetzt unser zweites Kind und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich es jemals bereuen werde, zwei Kinder zu bekommen. Im Gegenteil, ich wollte immer mehrere Kinder haben und hätte es bereut, kein zweites Kind zu bekommen. Ob Geschwister eine gute Beziehung zueinander haben oder nicht kann man vorher nie wissen. Aber das Risiko gehe ich ein. Bei uns sind sogar drei Kinder angedacht. Allerdings haben wir die Möglichkeit, in absehbarer Zeit zu bauen. Auf Dauer mit zwei, geschweige denn drei, Kindern in einer Drei-Raum-Wohnung käme für uns nicht in Frage.

Ich weiß selbst nicht was ich will. Das ist mein größtes Problem. Mal Hü mal Hott. Aber dieser Thread hilft ungemein.

Alles Gute für Deine Schwangerschaft :-D

Also nicht deinen Text lese… Dann wäre es wohl das Beste, wenn ihr kein zweites Kind in diese Katastrophe Fahrt. Offensichtlich hast du keinerlei Interesse an deinem Kind. Das ist o. k. Nicht jeder muss Mutter sein. Nicht jeder muss Vater sein. Am besten gibst du dein Kind in ein Internat und schaffst kein zweites dazu an.

Wir persönlich finden ein Kind allein unglaublich anstrengend. Wir haben drei. Wenn wir mal 4 Stunden nur eines haben sind wir total genervt. Da kann man lange darüber reden, das Einzelaufmerksamkeit mal toll wäre… Wir sind einfach Eltern von drei Kindern… Und wenn wir damals Klug gewesen wären hätten wir noch ein viertes und ein fünftes bekommen. Altersabstand keinesfalls über zwei Jahre. Dann ist das richtig toll.

Wir lieben es drei Kinder zu haben. Ich habe es geliebt schwanger zu sein. Es gab keine schönere Zeit als zu stillen. Ich habe jetzt drei wunderbare super tolle Kinder.

Akzeptier drin Schicksal

Also nicht deinen Text lese… Dann wäre es wohl das Beste, wenn ihr kein zweites Kind in diese Katastrophe Fahrt. Offensichtlich hast du keinerlei Interesse an deinem Kind.

Woher liest du das denn raus?

Wow, was man alles durch einen einzigen Beitrag in einem Forum rausfinden kann... Wahnsinn woher du dein Wissen nimmst wie die TE zu ihrem Kind steht 👌👍

Und dann selber hinten dran hauen, dass ein Kind alleine total anstrengend ist ohne Geschwister 🤣👍
Muss man sich wohl selbst um das eine Kind kümmern, wie nervig? 🤔



Nun an die TE: zum einen ist Kinderwunsch natürlich immer eine gemeinsame Entscheidung, wenn dein Mann nicht möchte, muss man das erst einmal so akzeptieren.

Und nun zu anderen Familien, schau da nicht so drauf. Jede Familie, jedes Kind, jede Mutter und jeder Vater sind unterschiedlich.
Manche fühlen sich mit einem Kind komplett, manche erst mit dem fünften. Ihr müsste für euch den besten Weg finden.
Wenn ihr euch doch für Nummer 2 entscheidet, würde ich persönlich ja immer am Punkt Haushalt sparen, im Sinne von einer Haushaltshilfe. Hierbei kann man viel Zeit und Nerven sparen, nur leider kein Geld 😅
Wohnraum lässt sich auch immer ändern, da müsst ihr für euch aber auch entscheiden inwiefern ihr umziehen würdet, den Job anpassen würdet etc... Es ist alles so individuell.

Rede mit deinem Mann in Ruhe über deinen Wunsch, schau was die Zukunft dann bringt und achte nicht auf andere Familien.
Wenn dein Mann im tiefstem Inneren doch einen Wunsch hat und nur die Argumente wiee Zeit, der Haushalt, der Wohnraum etc dagegen spricht... Ja dann gibt es immer Lösungen so wie oben schon ein bisschen beschrieben.

Wie es letztendlich in eurer Familie mit 2 Kindern wird, kann niemand vorhersehen.

Alles Liebe 🍀

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Ja, jederzeit wieder. Die große ist 4, junior 8 Monate. Es ist hart und wird noch härter aber ich würde es immer wieder machen. Wir leben im Umland Frankfurt, Kurstadt. 3 Zimmer Wohnung. Eine 4 Zimmer Wohnung im Moment aussichtslos. Ab November gehe ich wieder arbeiten, 32 Stunden. Mein Mann vollzeit. Beide Hotellerie. Ich arbeite Gott sei Dank nur vormittags und nur unter der Woche, mein Mann gefühlt immer im Schichtdienst. Ich bin die hauptverdienerin und es war eine harte Entscheidung Stunden zu reduzieren, aber es bringt den Kids nicht wenn Mama nur noch gestresst ist und keift, dann lieber weniger Geld aber mehr Zeit.
Und so hart es auch ist, jeder Morgen wenn die beiden aufwachen und sich begrüßen ist unbezahlbar. Die beiden sind ein Herz und eine Seele ❤️

Hallo,
Auch wenn hier gleich alle mit Steinen werfen.
Ich denke oft "warum haben wir uns das zweite Kind nur angetan".
Mein großer ist 7 und der kleine fast 3.
Es ist so anstrengend, ich bin total am Limit.
Sie sind beide so fordernd und wild und nur am streiten. Man kann sie keine Minute aus den Augen lassen, sie gehen sich buchstäblich an die Gurgel, ständig. Keine Geschwisterliebe. Niemand der Großeltern möchte sie zu zweit nehmen, wenn nur einen. Wir haben seit 3 Jahren keine wirkliche Paarzeit mehr, kein Ausschlafen, seit 7 Jahren keine durchgeschlafene Nacht, nur fremdbestimmt.
Ach ich bin es leid. Ich freue mich auf die Zeit wenn sie mich nicht mehr brauchen. Und traurig bin ich auch, dass es nicht so ist wie ich es mir gewünscht habe.

Liebe Grüße.

kein an die Gurgel gehen, nur Mitgefühl, das klingt wirklich hart. Meine sind fast 6 und 3 Jahre alt und ich empfinde das auch immer noch als Arbeit, die ich jeden Tag leiste.

Hallo,

danke für Deine Offenheit. Wenn hier einer mit Steinen wirft, soll sein Glashaus bitte auf ihn nieder stürzen. :-)

Was Du beschreibst, ist meine Sorge. Wir haben so schon kaum Zeit für uns. Aber viele sagen ja, das ginge nur die ersten Jahre so, danach würde es einfacher. Ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Kraft und Energie!

#liebdrueck

Hallo,
Mein Mann und ich arbeiten Vollzeit, wir haben aktuell 1 Kind und ich erwarte gerade das Zweite. Wir bauen Haus und Vollzeit schaffe ich mit einem Zweiten dann höchstwahrscheinlich nicht mehr und werde auf 30 Stunden runter gehen. Und ganz ehrlich? Keine Ahnung, ob das die richtige Entscheidung war. Wir freuen uns jetzt auf unser Baby und hoffen, dass alles gut geht. Was mich immer beruhigt ist, dass es immer irgendwie weitergeht 😅.
LG

Viel Glück im neuen Haus und Gesundheit für die Schwangerschaft. :-D

Ich bin in genau der Situation, die du suchst. Ich habe zwei Kinder. Wir arbeiten beide Vollzeit, mein Mann im Schichtdienst. Unterstützung durch die Familie haben wir selten, nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie selbst noch arbeiten.
Es ist definitiv manchmal hart. Um den Kindern das bieten zu können, was ich ihnen bieten möchte, muss ich schon manchmal Selbstausbeutung betreiben und nachts im Home Office weiterarbeiten. Aber die Frage, die sich mir stellt, ist ob es, abgesehen von den ersten 1-2 Jahren, viel einfacher wäre mit nur einem Kind? Ich muss ja nicht plötzlich 2 Nachmittage pro Tag die Kinder betreuen, sondern es bleibt ja ein Nachmittag pro Tag. Es ist schon irgendwie kräftezehrender zwei Kinder morgens davon zu überzeugen, die Schuhe anzuziehen. Aber organisationstechnisch bleibt es ja das Gleiche.
Aber Wohnraum ist natürlich ein gutes Argument und das Wichtigste, dein Mann möchte kein Kind mehr.

Genau diesen Gedanken habe ich auch öfter. Unser zweites Kind kommt jetzt erst, aber ich frage mich auch oft, gerade am Wochenende, wenn wir frei haben, macht es doch eigentlich nicht so viel Unterschied, ob man mit einem Kind um 6 aufsteht oder mit zweien. 😅 Klar, es dauert länger, bis man sie angezogen und fertig gemacht hat, aber so in der Betreuung zu Hause stelle ich es mir nicht wesentlich anstrengender vor als mit einem Kind. Na vielleicht falle ich ja auch in ein paar Wochen aus allen Wolken. 🤣 Wobei ich die Babyzeit da nochmal außen vorlassen würde.

Genau so habe ich es auch erlebt und erlebe ich es immer noch. Die Babyzeit ist da halt anders.

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Hallo!
Wir haben bisher auch nur einen Sohn, im Dezember wird er 2 jahre. Wir versuchen schon knapp ein Jahr ein zweites zu bekommen, aber bisher hat es nicht geklappt. Ich werde im September wieder TZ arbeiten. Kind wird dann 35 std betreut. Vorher war immer ganz klar, ich möchte unbedingt dieses 2.kind. komme was wolle und egal wie, wir werden das schon hinbekommen!
Tja jetzt die letzten tage wo ich alles fertig gemacht habe für kinderbetreuung, arbeit usw... da denke ich mir plötzlich: wie sollen wir das nur alles hinbekommen mit einem 2. Kind. V.a. das finanzielle, da wir dann im Moment nur das min. Eg bekommen würden, da ja EG als 0 Monate zählen. Ich müsste also rein logisch gesehen, erst wieder ein Jahr arbeiten.... aber der Wunsch nach einem Kind, lässt sich halt nicht einfach so auf Knopfdruck ausschalten😉

Vielleicht müsste man einfach mehr im hier und jetzt leben?! Wer weiß schon, ob das 2.kind pflegeleicht wird oder anstrengend? Wer weiß wie es jobtechnisch in ein paar Jahren aussieht, oder wie sich der Wohnungsmarkt wandelt usw... außerdem weiß man ja auch nie, wann es denn nun wirklich mit dem schwanger werden klappt.

Ich denke, wenn man sich etwas wünscht und es nicht tut, wird man sich sein Leben lang fragen, wie es geworden wäre, hätte man sich getraut🤷🏼‍♀️

Vielleicht waren da ein paar Denkanstöße bei😉

Und ganz davon ab gehören aber zum schwanger werden zwei. Da dein mann gerade kein zweites möchte, scheint es leider gerade keine Option zu sein, es sei denn du stimmst ihm um.😅
Lg

Kleine Anmerkung: Die Monate mit Elterngeld kannst du ausklammern lassen. Wir planen Nummer 2 noch in der Elternzeit von Nummer 1, da ich dasselbe Geld bekommen würde.

Du kannst aber nur maximal 14 Monate ausklammern. Um also das gleiche Elterngeld zu bekommen, müsstest du nach mindestens 5 Monaten wieder schwanger sein.

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Unsere Situation ist eine ganz andere. Aber ich sehe einfach wie gut es meinen Kindern mit ihrem Bruder/Schwester geht.
Das merk ich vor allem wenn eins von beiden nicht zu Hause ist. Dem anderen Kind ist immer langweilig und nörgelig. Ich muss mich dann ununterbrochen mit dem Kind beschäftigen. Mach ich ja gerne, aber die Kids sind einfach viel entspannter, wenn sie miteinander sind.
Und ich muss auch sagen, ich hab mehr ruhe, wenn beide zu Hause sind.

Aber es gehören zum Kinderwunsch immer zwei. Wenn dein Mann es Kategorisch ablehnt, dann wird es schon schwer.

Schwierig
Ich bleibe 3 Jahre zuhause, finanzielle geht es uns gut so daß wir immernoch Urlaub etc machen können. Dein Mann war ja quasi in Elternzeit und er hat Wahrscheinlich gesehen wie anstrengend es für ihn war. Schlag ihm doch vor, dass du diesmal in Elternzeit gehst??

Wenn es möglich ist, würde ich evtl in eine andere Wohngegend ziehen, wo es nicht allzu teuer ist und man sich ein Haus leisten könnte...

Sieh doch auch mal die schönen Seiten daran, nur 1 Kind zu haben bzw. Einzelkind zu sein.

Du schreibst selbst, ihr seid mit einem Kind ausgelastet. Da ist es doch logisch, kein weiteres zu wollen. Deine Kleine wünscht sich eine Schwester? Sie hat aber keine Vorstellung davon, was das wirklich bedeuten würde, sie kriegt einfach nur mit, dass die meisten ihrer Freunde Geschwister haben.

https://planet-einzelkind.blogspot.com/

Hallo,
Wir waren im weiteren Sinne in eurer Situation, mit gemeinsamen 180% Arbeit, im Ausland lebend und daher keiner familiären Unterstützung.
Der Unterschied war allerdings dass wir beide ein zweites Kind wollten. Die Schwangerschaft ging gut, die Babyzeit war anstrengend (2,5
Jahre Abstand). Danach war es einfach toll mit 2en, da sie sich wirklich gut verstehen und viel miteinander spielen. Aber schon auch mehr Bedürfnisse die unter einen Hut gebracht werden müssen und wieder Jahre des Verzichts unsererseits.
Nun haben wir sogar Nr 3, diesmal eine anstrengende Schwangerschaft und das Babyjahr über fragt man sich eh regelmäßig „was tue ich den Großen da an“? Aber sie lieben die kleine Schwester und haben sich von Anfang an riesig gefreut. Und für uns ist es eben nochmals eine Durststrecke was „eigene Zeit“ angeht.
Wir sind aber selber beide mit mehreren Geschwistern aufgewachsen und sind auch im Erwachsenenalter dankbar dafür. Auch wenn das Verhältnis teilweise durchwachsen ist und nicht immer einfach, sind unsere Geschwister der Teil der Familie, der uns am längsten durchs Leben begleitet. Mit dem wir Erinnerungen an unsere Kindheit und die Sorgen um unsere älter werdenden Eltern teilen können. Die uns auf einer anderen Ebene nahe sind und verstehen als unser Partner oder Freunde. An denen wir uns reiben und die uns trotzdem immer verbunden bleiben. Also von daher ein ganz klares Nein, bei aller Mühe und Anstrengung und manchmal auch Verzicht - wir bereuen es definitiv nicht!!

Wir sind im selben Alter, mein Kind ist 5 Jahre alt, Großeltern leben weiter weg, ansonsten haben wir keine Familie hier, wir leben in einer 3-ZKB-Wohnung im Münchner Umland und werden hier auch nicht wegziehen.

Wir wollten ganz lange kein 2tes Kind und ich hatte auch keinen Kinderwunsch. Und wie bei dir hat unser Kind dann angefangen, nach einem Geschwisterkind zu fragen und mein Kinderwunsch wurde stärker.

Jetzt bin ich schwanger mit dem zweiten. Keine Ahnung wie es wird. Wir bleiben auf jeden Fall in unserer Wohnung und schauen, was die nächsten Jahre so bringen.

Kenne von Freunden ganz unterschiedliche Geschichten von "Kinder streiten den ganzen Tag" über "Sie sind ein Herz und eine Seele". Meine Schwester und ich sind nur 2 Jahre auseinander und es hat einfach nie gepasst. Heute haben wir keinen Kontakt mehr...

Das Leben ist oft nicht planbar und manche Entscheidungen erkennt man erst im Nachhinein als "gut" oder "nicht gut". Viele Entscheidungen (wie ein Kind) kann man auch nicht rückgängig machen.

Die Phase im Lebenszeitstrahl mit (wirklich anstrengenden und "bedürftigen") Kindern ist jedoch sehr kurz und wir lassen uns auf diese Experiment ein.

Ich wünsche dir ganz viel Glück bei eurer Entscheidung. Sei mutig #blume

Danke für deinen Erfahrungsbericht. Alles Gute für die Schwangerschaft! :-D

Ich finde das eine sehr interessante Diskussion.
Vorweg: ich habe 4 Kinder und werde ab nächsten Monat wieder Vollzeit arbeiten, wobei mein Vollzeit 26 Stunden außer Haus und Rest "Home Office" bedeutet. Mein Mann geht voll in Schichten.

Ich habe mich oft gefragt, wie es ohne Geschwister gewesen wäre. Mein Problem ist, ich kann nicht gut rational denken und dann auch nur danach handeln. Nach meiner 1. Schwangerschaft habe ich lange gehadert und überlegt, ob ich wirklich noch mal möchte. Irgendwie habe ich mich von der Norm leiten lassen, zu einer Familie gehören 2 Kinder, ein Kind braucht ein Geschwister. Also bekamen wir 3 Jahre später geplanten Nachwuchs. Ich bereue es, dass ich nicht auf mein Gefühl gehört hatte. Zu diesem Zeitpunkt war es einfach nicht richtig. Ich habe große Probleme von Geburt an mit meinem zweiten Kind gehabt (auf emotionaler Ebene). Ich bin froh, dass mein Mann das abgefangen hatte.
Komischerweise bin ich Jahre später zwei Mal ungeplant schwanger geworden und beide Nachzügler haben nicht diese emotionalen Widersprüche in mir ausgelöst. Die Kleinen stellen mich auch immer vor neue Herausforderungen, aber es fühlt sich immer richtig an. Trotz aller Widrigkeiten kann ich mir aber nicht vorstellen, dass eines der Kinder nicht da wäre. Ich habe gelernt, dass jedes Kind eine neue Aufgabe mit sich brachte und ich mich mit mir intensiver auseinandersetzen musste. Mittlerweile sage ich mir, das Leben gibt mir nur die Aufgaben, die ich auch schaffen kann. Und das gibt Zuversicht...
Nun zu dem Punkt, ob sie sich als Geschwister brauchen. Das ist schwieriger zu beantworten. Meine beiden Großen haben sich geliebt als sie kleiner waren. Jetzt in der Pubertät wechselt es zwischen gegenseitiger Verachtung und Hochachtung. Wahrscheinlich wäre es ohne Geschwister für uns weniger nervaufreibend, aber ich denke auch, dass meine Kinder an ihren Geschwistern die Vielfalt der menschlichen Eigenschaften kennenlernen können. Sie können im Kleinen lernen, sich zu reiben, streiten und zu versöhnen, im Team zu agieren aber auch zu kontrahieren. Ich hoffe, es wird eines Tages Früchte tragen. Aber, glaub mir, romantisch geht es bei uns seltenst zu.... Eher wild, chaotisch,... Aber im Grunde wissen wir, wenn es drauf ankommt, dann ist keiner alleine.

Danke für Deinen Erfahrungsbericht.

Das mit dem rationalen Denken ist bei mir auch oft ein Problem. Gerade bin ich wieder recht "klar" und denke: Mein Mann hat doch recht. Eines reicht uns vollkommen. Aber das kann sich nach der nächsten neuen Schwangerschaft im Bekanntenkreis schnell wieder ändern.

Alles Gute

Ich hoffe, du liest das hier noch, du hast ja schon sehr viele Rückmeldungen erhalten.
Mir schwirrte das Gleiche im Kopf rum, als mein erstes Kind so alt wie deines jetzt war.
Im Grunde gab es hundert rationale Gründe gegen ein Kind und so habe ich mir das auch immer vorgebetet.
Mit den ähnlichen Argumenten wie du jetzt.
Mein Mann und ich hatten zu Beginn gesagt, Kinderwunsch ja, aber nicht auf Biegen und Brechen.
0-1 Kind war unsere Idee und danach haben wir sogar unser Haus gebaut. Mit einem Kinderzimmer und einem Schlafzimmer und einem Arbeitszimmer.
Insgesamt hat unser Haus wenige Räume, dafür aber große.
Das nur zum Hintergrund.
Allerdings bekommt man Kinder nicht aufgrund rationaler Entscheidungen und wenn doch, dann liegt es oft daran, dass man sich mit Gegebeneiten, die man nicht ändern kann nun mal abfinden MUSS.
Aber das musste ich nicht.
Neun Jahre hat es gedauert, bis mir klar wurde, dass Logik hin oder her, ein weiteres Kind zu uns gehört.
Das große Kind war knapp 10, als Mini im Januar 2019 geboren wurde.
Und es ist nicht schwieriger geworden. Im Gegenteil.
Ich weiß nicht wieso, aber alles fällt uns nun leichter, als beim ersten Mal.
Vielleicht auch weil man nun schon Routine hat und sich auch nicht mehr so verunsichern läßt.
Wir sind dank Baby tiefenentspannt, selbst die Hebamme nannte unser Kind das Wiedereinstiegsbaby :-)
Ich gehe seit dem Mutterschutz wieder arbeiten, wenn auch nur TZ, aber selbst das nächtliche Aufstehen bekomme ich hin und gehe danach gut gelaunt ins Büro (ich weiß, es hört sich verrückt an).
Wir haben ein Kinderzimmer zu wenig, egal.
Wenn das Baby nicht mehr bei uns schläft, wird das Arbeitszimmer umfunktioniert. Wir richten uns eine Arbeitsecke in der Küche ein.
Geht alles, wenn man nur will.
Du siehst, auch festgefahrene Meinungne kann man ändern.
Das ist doch das tolle im Leben: nichts ist starr oder in Stein gemeißelt (zumindest nicht bis zu den Wechseljahren...). Man kann seine Meinung ändern im Laufe der Zeit.

Wir bereuen derzeit nur, das zweite Kind nicht etwas früher, also so vor 3 Jahren bekommen zu haben.
Ansonsten sind wir jetzt super glücklich und endlich komplett!

Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich lese hier noch jeden Post, weil ich hier im Thread echt bereichert und positiv aufgefangen werde.

Ja, wenn jeder nur rational entscheiden würde, gäbe es schon lange keine Kinder mehr, oder mehr als eines.

Gerade bin ich wieder recht konform mit der Meinung meines Mannes, aber das kann sich stündlich ändern.

Wie alt bist Du, wenn ich fragen darf?

Seit kurzem 44.
Du siehst, selbst das Alter hat mich letztlich nicht mehr abgehalten.
Denn das habe ich mir auch lange gesagt: du bist zu alt, was da alles passieren kann, außerdem kann man da fast gar nicht mehr natürlich schwanger werden usw.
Ich bin mit 42 spontan im ersten ÜZ schwanger geworden ohne irgendwelche Hilfsmittel..
Bei allen Argumente gegen ein Kind wurde ich somit eines besseren belehrt.
Bei uns sollte ein zweites Kind einfach sein.

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Wir haben uns ganz bewusst für ein zweites entschieden. Keine Unterstützung von der Familie, beide arbeiten Vollzeit, Mieten sind hier auch hoch ... Also drei Zimmer Wohnung gegen vier Zimmer Haus am Stadtrand getauscht und direkt ein zweites bekommen 😉 Unser erstes Kind ist sehr anstrengenden und schläft auch mit drei weder alleine noch durch. Unser zweites ist ein Anfänger Baby 😆 Ich bleibe dieses Mal mindestens 1,5 Jahre zu Hause. Vollzeit werde ich auch erstmal nicht mehr arbeiten. Die Kinder sind mir wichtiger. Wir haben unsere Prioritäten verändert. Keine hohen Kosten für Handyvertrag oder Fitness Studio oder so, kein Auto (!) So können wir uns immer noch große Urlaube leisten. Mein Mann hat während meiner zweiten Schwangerschaft eine Beförderung durchgesetzt. Abgesehen von der höheren Miete kostet unser zweites Kind nicht mehr als eines. Wir hatten ja schon alles 😉

Das Haus am Stadtrand gibt es aber in den meisten Großstadtregionen nicht mehr da wird es im Umland generell nicht viel günstiger, plus pendeln wo man dann erst recht ein Auto braucht.

Wir sind in Hamburg in die Nähe der Arbeit meines Mannes gezogen. So musste nur ich pendeln. Nach unserem ersten Kind, habe ich auch Arbeit in unserem Stadtteil gefunden. Es war nicht einfach, aber möglich 😉