Opa „Recht“ von Enkeln zu wissen?

    • (1) 04.07.19 - 13:01
      Vaterlos

      Hallo,

      ich habe vor 21 Jahren den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen. Mir geht es gut damit. Er war ein..., nunja, sagen wir, Persönlichkeiten wie seine muss man sich nicht antun, weil sie einen kaputt machen.

      Nun bin ich mit dem 3. Kind schwanger. Und wie schon die beiden Male vorher, kommen jetzt immer wieder Leute und meinen, ich müsste ihn über die Geburt informieren. Das würde sich so gehören und außerdem hätte er ein Recht drauf zu erfahren, dass sein Blut weitergegeben wird. usw

      Manchmal denke ich, vielleicht haben die recht. Grundsätzlich hätte ich kein Problem damit ihm einfach zur Info die Geburtsanzeigen zu schicken.

      ABER: ich möchte keinerlei Kontakt haben. Nur wenn er sich nicht grundlegend geändert hat, wird genau das dann nicht eintreffen. Er wird Kontakt suchen. Und zwar auf unangenehme Weise. Außer er hat sich wie gesagt geändert.

      Was meint ihr?

      LG

      • (2) 04.07.19 - 13:06

        Mach das, was DU für richtig hälst!

        Ich bin in der gleichen Situation, allerdings ist bei uns erst „seit“ 4 oder 5 Jahren kein Kontakt...

        Ich habe ihn auch nicht informiert! Wozu auch?
        Bei meinem ersten Kind hat meine Schwester ihm Bescheid gesagt, das fand ich sch****! Es kam zur Geburt ein Blumenstrauß- aber das wars auch. Wie es dem Kind geht o.ä.war dann wohl zu viel.
        Nun bin ich das 2. Mal schwanger und er weiß es nicht (zumind.nicht von mir 😜).

        Und wozu auch? Es besteht kein Kontakt und was hat mein Kind davon, wenn mein Vater ihn vllt.einmal sehen würde 🤷🏼‍♀️... auf regelmäßigen Kontakt, den ich dann ja auch mit ihm haben müsste, habe ich keinen Bock drauf.

        Ich bin mit nur einer Oma aufgewachsen und habe es super überlebt 😁

        Ich finde nicht, dass Großeltern da irgendein „Recht“ drauf haben.

        Alles Gute dir!

        (3) 04.07.19 - 13:08

        Hallo,
        Ich kenne meinen leiblichen Opa nicht, da meine Mutter zu ihrem Erzeuger keinen Kontakt hat. Meine Oma hat nochmal geheiratet und mein "Stiefopa" ist quasi mein Opa. Und ganz ehrlich? Mir fehlt es an nichts. Soweit ich weiß, weiß er von uns, weil meine Mutter wohl mal mit einem seiner Brüder gesprochen hat, aber da ist wohl seinerseits auch kein Interesse da. Und so lassen wir das einfach stehen. Wenn du keinen Kontakt möchtest und du hast sicherlich deine Gründe dafür, würde ich es auch in dem Fall, einfach so stehen lassen.
        LG

        (4) 04.07.19 - 13:30

        Was sind denn das für Leute? Scheinbar welche, denen Deine Gefühle und Dein Wohlergehen mal so richtig egal sind. Hauptsache, der äußere Anstand wird gewahrt und Du machst gefälligst das, was sich "so gehört".

        Klar, sie müssen ja die Konsequenzen dann auch nicht ausbaden.

      • (5) 04.07.19 - 13:32

        Ich denke, er würde eine Geburtsanzeige so deuten, dass du einen Schritt auf ihn zu machst und dir wieder Kontakt wünschst. Wenn du also keinen Kontakt möchtest, lass es einfach.
        Ich weiß auch nicht, warum manche Außenstehende meinen, sie müssten sich da einmischen. Lass sie reden, das geht sie nichts an.

        (6) 04.07.19 - 13:48

        Nein, dieses Recht, dass "sein Blut weitergegeben wurde" gibt es nicht! Wer meint, es deinem Vater mitteilen zu müssen, kann das ja gerne von sich aus tun - aber da du keinen Kontakt wünschst, solltest du selbst es lassen.
        Überlege dir nur sehr genau, wie du dich fühlen würdest, wenn dein Vater an Tag X verstirbt. Ist es dann okay für dich, dass er von den Enkeln nichts weiß, oder hast du dann doch ein schlechtes Gewissen? So würde ich es machen. Geh in dich und überlege. Alles Gute!

      • Ich würde es so sehen.

        Nach 21 Jahren ist er ein Fremder, der zufällig eine ähnliche DNA wie du hat.

        Ein Vater hätte es vielleicht verdient, für mich klingt es aber eher nach Erzeuger bei dir. Und das du da keinen Wert auf Kontakt legst, ist verständlicher als die Aufforderung, was schicken zu müssen.


        lg lene

        (8) 04.07.19 - 14:41

        Hi,

        Du hast seit 21 Jahren keinen Kontakt mehr und es geht dir gut dabei.

        Würde es deinen Vater interessieren, wie dein Leben verlaufen ist oder wie es dir geht oder ob er vielleicht Enkelkinder hat - dann hätte er sich selbst gemeldet.

        Und genau das würde ich den Leuten antworten, die der Meinung sind, dass du ihn informieren musst:

        Ich will keinen Kontakt - dafür gibt es sehr gute Gründe und ihn interessieren weder seine Tochter noch die Kinder, denn sonst hätte er schon seit 21 Jahren Zeit gehabt, den kontakt wieder aufzunehmen.

        (9) 04.07.19 - 15:07

        Frag doch beim nächsten Mal direkt zurück, ob es sich wohl gehört, sich so in Dinge einzumischen, die einen nichts angehen.

        LG

        (10) 04.07.19 - 15:10

        Ich gehe davon aus, dass er das Recht verwirkt hat, dein Vater zu sein, damit hat er keinen Anteil an deinem Leben. Damit hat er auch kein Recht, von deinen Kindern zu wissen.
        Eine andere Situation wäre es, wenn deine Kinder irgendwann den Kontakt haben wollen - da weiß ich selber nicht, wie ich es handhaben würde.

        Wenn es dich beschäftigt, könntest du höchstens überlegen, ob du noch irgendjemanden kennst, der Kontakt hat, der dir sagen könnte, ob er sich geändert hat, aber das ist nicht deine Pflicht.

        Alles Gute dir!

        • (11) 04.07.19 - 15:14

          Und ich würde mich ja selber als konservativ und etwas altmodisch bezeichnen, aber "dass sein Blut weitergegeben wird" ... #zitter#augen
          Wir sind mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen ...
          Es muss kein Blut mehr weitergegeben werden, ein Mann braucht keinen Stammhalter und ein Ehepaar darf auch den Namen der Frau annehmen .

      Hey,

      ich denke die, die so klug auf dich einreden, haben keine Ahnung von familiären Kontaktabbrüchen und wie es einem so gehen kann...

      Du MUSST ihn nicht informieren und er hat keinerlei Rechte und Ansprüche auf irgendwelche Infos.

      Mir wurde ganz deutlich eines gesagt: wenn du keine Reaktion vom anderen möchtest, also wirklich deine Ruhe vor der Person, dann kontaktiere sie auch nicht. Mit welcher Begründung soll er vom Enkel auch erfahren? Soll / darf er das Kind kennenlernen? Ist ein Brief, ein Anruf, ein Besuch erwünscht? Oder gibts auf mögliche Nachfrage sofort eine Abfuhr, das man keinen Kontakt möchte?

      Wenn du nicht kontaktiert werden möchtest, dann bekomme in Ruhe dein Kind, informiere die Menschen, die du gerne informieren möchtest und lass die anderen reden. Sie haben einfach keine Ahnung davon.

      Ich habe selbst seit 4,5 Jahren keinen Kontakt zu meiner Mutter und kenne diese Kommentare und das drumherum. Hadere auch gerade mit mir, ob ich sie nun informieren sollte oder nicht, wenn unser Baby da ist... #gruebel Aber auch ich möchte keinen Kontakt, weiß jedoch, dass ich von anderen Seiten (Geschwister u.a.) dann auch nicht in Ruhe gelassen werde...

      LG erdbeerchen mit 4 Kindern an der Hand, #stern fest im Herzen und Ü-Ei (32+1)

      (13) 04.07.19 - 17:02

      Nein, mußt du nicht. Wenn du keinen Kontakt zu deinem Erzeuger hast, dann würde ich den auch nicht unformieren über deine erneute Schwangerschaft wrum auch?

      Frei nach den Ärzten: "Lass die Leute reden"

      (14) 04.07.19 - 17:11

      Ein Kontaktabbruch innerhalb der Familie - vor allem zu den Eltern - erfolgt ja in der Regel nicht aufgrund von Kleinigkeiten. Deshalb sehe ich keinen Grund, deinen Vater zu informieren. Egal, was irgendwer dazu sagt.

      Es gibt nun mal Dinge, die zwischen zwei Menschen passieren, mit denen eine Partei jedes Recht verwirkt, Anteil am Leben der anderen zu haben.

      Wenn du keinen Kontakt willst, dann such nicht aus Pflichtgefühl Kontakt und reiß damit im Zweifel alte Wunden auf.

      Und "dass sein Blut weiter gegeben wird"... Das ist doch pathetischer Unfug. Familie definiert sich nicht in erster Linie über Blutsverwandtschaft. Das mag vor Gericht relevant sein, aber nicht im Alltag.

      • (15) 04.07.19 - 18:20

        "Das mag vor Gericht relevant sein, aber nicht im Alltag. "

        Selbst da ist es nur bei Vaterschaftstests und Kuckungskindern zur Klärung relevant.

        Sonst gilt da die gesetzliche Situation. Adoptivkinder, gesetzliche Eltern, wer als Vater eingetragen ist etc.

        Bei "verwandt oder verschwägert" ist auch schon mit drin, dass Verwandtschaft nicht nur aus Blutsverwandten besteht. Verschwägerte sind heute hier eher selten blutsverwandt. Gibt es auch, aber eben auch viele, die es nicht sind - und trotzdem vor Gericht als verwandt gelten.

        • (16) 04.07.19 - 19:03

          Genau darauf wollte ich ja hinaus. Wenn sie mal für oder gegen ihren Vater aussagen müsste, wäre die Verwandtschaft relevant (Aussageverweigerungsrecht). Aber ansonsten ist ein Vater, zu dem man zig Jahre keinen Kontakt hat, als Vater nicht relevant.

    (17) 04.07.19 - 18:16

    Was andere Leute denken oder meinen es "gehört" sich so, geht mir am A*** vorbei.


    Manchmal frage ich sie auch ganz direkt zurück: würdest du das bei deinen Geschwitstern, Eltern, Nichten etc. auch so machen?

    Meist kommt dann ein erstarrtes Gesicht mit offen stehendem Mund
    "das steht hier doch gar nicht zur Debatte, hier geht es um DICH" #schock

    war durchaus schon dir überrascht-überrumpelt-direkte Antwort.

    Als die Person kapierte, was sie da sagte, hatte ich die Antwort schon aufgenommen, bei mir im Gehirn gespeichert und fortan die Sprüche der Person (die fortan beleidigt war) nicht mehr ernstgenommen.


    Mein Kind hat keinen Kontakt zum Vater. Er möchte nicht und das ist ok so.
    Mein Kind da nichts dafür und nichts ändern. Ich könnte auch nichts ändern; unabhängig davon was das Umfeld will oder nicht will.

    Da kamen auch schon die Blödesten Sprüche.

    Einmal konterte ich auf "du musst doch wollen, dass dein Kind Kontakt zum Vater hat" mit:
    na, wenn du möchtest, dass mein Kind .... kaputt geht ....

    Aber du könntest doch mal mit ihm reden?
    Klar, könnte ich, nur würde er trotzdem dem Kind sagen, dass er nicht will.

    -Meine Eltern haben das NIE zu mir gesagt.
    - Ist doch supper. Übernimmst du dann die Nächte mit Alpträumen? wenn der Kontakt nicht so schlimm ist, wie du meinst, kannst DU gerne die Folgen übernehmen.

    Dann war Ruhe.
    wer selbst für etwas die Konsequenzen zu tragen hätte, was von anderen verlangt wird, weil es sich so gehört (weil es einfacher ist, andere daran zu erinnern, was man selbst nie/nicht tun würde), der kann der gerne die Folgen tragen. Das finden die meisten doof.

    Na, scheint ja auch ohne Papa ganz gut zu klappen. dein Kind hat ja genug andere Bezugspersonen (1. abschwächen, was so dringend geraten wurde, um selbst nicht zu müssen 2. Bezugspersonen sind ja dann auch gleich andere und die haben vorgeschoben vorrang als so plötzlich fremde Bekannte, die nun von sich meinen doch nichts zu sagen zu haben #rofl)



    Dass es dich trifft ist verständlich. Deine Vergangenheit wirst du nicht los
    Bis du gelernt hast damit umzugehen, so dass sie dich bei Antriggerung nicht mehr eiskalt erwischen, braucht es viel Übung, Zeit, Lernen, Stabilität.
    Und selbst wenn man diese hat, manchmal erwischt es einen dann doch... es ist dann eher eine Frage des damit umgehen lernens. Schwierig und weh tun, wird es noch oft. Nur dass man hoffentlich aus dem Schmerz schnell wieder herausfindet

    und vor allem sich selbst schützen lernt. vor dem Trigger kann man sich nicht schützen, aber vor den Folgen sich wieder auf die alten Muster, Gedanken (tiefergehend) einzulassen, davor etwas zu zu lassen, was man nichtwill, weil andere einen glauben lassen versuchen, man würde wollen, was einem schadet, nur weil sie meinen dass ..... und selbst nicht tun würden, was sie eigentlich verlangen.


    Meine Strategie ist genauer hinzuhören. Wer mir in 3 Sätzen 3x mal das volle Gegenteil sagt und indirekt oder direkt zugibt (oder im Überraschungseffekt), dass sie mit Doppelmoral messen, die können ..... mal .....


    Die anderen, die selbst umsetzen würden bei gleichen Umständen, die reflektieren, die auch die Vor- und Nachteile miteinbeziehen, die mitüberlegen, mich zu nichts drängen, mir Fragen zum denken geben (gute Fragen!), die auch die möglichen Folgen sehen und betrachten,
    die nehme ich ernst. Doppelmoralisten können mir gleich doppelt am A*** vorbei gehen #schein da halte ich gerne auch die andere .... hin: zum vorbei gehen :-p

    (18) 04.07.19 - 18:52

    Ich habe meinen Vater als junge Frau mal kurz kennengelernt. Er kümmerte sich 20 Jahre nicht um mich und dann überzeugte ich mich 1-2 Jahre selber davon wie er ist. Seitdem herrscht kein Kontakt mehr und er weiß nicht wie es in meinem Leben weiterging. Ich finde auch nicht das er dazu das Recht hat denn im Grunde bin ich zwar ein Abkömmling von ihm ... mehr aber auch nicht. Es hat ihn nie interessiert und so soll es ihn bei meinen Kindern auch nicht interessieren.

    (19) 04.07.19 - 19:21

    Lass dir da nichts einreden! Du musst dich offensichtlich vor ihm schützen (und letztlich wohl auch deine Kinder)

    (20) 04.07.19 - 21:59

    Hi,

    ich habe schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu den Geschwistern meiner Mutter. Seit meine oma gestorben war, hat man sich so nicht mehr gesehen.

    Ich habe trotzdem alle zu unserer Hochzeit eingeladen und nur einer von 3 kam, von allen anderen nicht Mal eine Karte mit Glückwünschen.
    Daher habe ich auch niemanden über meine Schwangerschaften informiert, wer sich nicht Mal für eine Hochzeit aufraffen kann, zeigt mir sehr deutlich sein Desinteresse und dann belästige ich denjenigen sicher nicht mit weiteren wichtigen Lenensereignissen.

    Dein Vater hatte 21Jahre Zeit sich mal zu melden und Interesse zu zeigen, offensichtlich hat er keines, also musst du ihn ja auch nicht mit Neuigkeiten "belästigen" 😉 Egal was andere Leute denken, was sich gehört.

    (21) 04.07.19 - 23:19

    Oh weia dein Text könnte von mir sein. Egal wann, Hochzeit, Geburten usw. Ich musste mir sogar von meiner Mutter anhören das er dazu gehört. Nein. Lass es. Keiner von ihnen weiß was er in dir zerstört, welche Wunden durch Kontakt wieder bluten. Das hat mein Mann mal zu mir gesagt und damit hat er recht. Und ich sage, das ist er nicht wert. Und Opa sein muss man sich auch verdienen.

    (22) 05.07.19 - 12:12

    Es sind deine Kinder und somit deine Entscheidung. Rechte haben die Eltern. Er hätte ja in 20 Jahren auch mal nachhaken können. Wie die Leute immer auf so etwas kommen. Manche Väter wissen nicht das sie Väter sind, die haben ein Recht darauf.

    Ganz ehrlich die Anderen haben hier leicht reden weil sie eben nicht selbst betroffen sind. Ich hab auch seit 16 Jahren keinen Kontakt mehr und mein Sohn ist 14. Ich hab meine Erzeuger auch nicht über die Geburt informiert, aber sie bekamen es auch so irgendwann mit. Mir egal. Bei mir hat sich niemand gemeldet und ich legte damals und auch heute keinen Wert drauf. Mein Erzeuger hat seinen Enkel in der Zeit einmal gesehen als er 9 Monate alt war, danach nicht mehr. Kann ich auch gut drauf verzichten. Es sind nämlich keine einfachen Persönlichkeiten. Allerdings hatte ich das Glück das mich niemand dumm anschwätzte von wegen was ich sollte und müsste und überhaupt!.

    Wenn es deinem Leben nicht gut tut das er davon weiß dann scheiß auf die Meinung der Anderen. Ich weiß wovon ich rede.

    Ela

    (24) 05.07.19 - 17:06

    Hallo!

    Nein. Du bist zu nichts verpflichtet. Habe ich auch nicht gemacht als mein Sohn geboren wurde.

    Damit wirst Du dir im Vorfeld schon eine Menge Ärger und Tränen vom Hals halten.

    Gruß

    misses_b

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