Die lieben Erben... (sorry, leider etwas länger)

    • (1) 09.07.19 - 10:57
      einAutofueralle

      Hallo Ihr Lieben, in unserer Familie geht es gerade etwas drunter und drüber - wäre sehr dankbar für eure Einschätzungen.... Der Onkel meines Mannes ist leider sehr plötzlich verstorben, hatte keine Kinder. Er hinterlässt ein Haus und Bar-Vermögen - und ein Auto (ca. 4000,- €).
      Der Onkel hat noch 2 Geschwister, zum einen meinen Schwiegervater und noch eine Tante. Als Erben hat er meinen Schwiegervater und einen Neffen aus der Familie seiner Frau (leider auch schon verstorben) eingesetzt.
      Es wurde nun überlegt, wie der Hausstand etc. aufgeteilt werden soll etc. Mit dem Auto konnte keiner etwas "anfangen". Daher hat Schwiegervater gefragt, ob wir es haben möchten. Da unser Sohn demnächst einen relativ langen Weg zum Ausbildungsplatz hat und der Wagen ein Diesel ist, haben wir uns natürlich gefreut, vorher aber gebeten, dass auch die Geschwister meines Mannes etc. gefragt werden, da wir nicht einfach etwas "abgreifen" wollten...
      Also alle anderen haben abgewunken und wollten es nicht haben. Das Auto steht jetzt bei uns - Aussage von Schwiegervater als wir es abgeholt hatten: Das schenken wir XY zum Abitur. Wir haben uns tausendmal bedankt und würden es jetzt zulassen.
      Nun ist meinem Schwiegervater eingefallen, dass es ja doch irgendwie ungerecht gegenüber den anderen (sind insgesamt 6) Enkeln wäre. Also möchten sie unseren Nichten/Neffen (4) jeweils 2.000,- geben und XY soll seiner Schwester/unserer Tochter dann 2.000,- auszahlen.
      Und jetzt geht das ganze Drama los... wir möchten einerseits nicht, dass unser Sohn XY mit gerade 18 schon "in der Kreide" bei seiner Schwester steht, können aber auch nicht mal eben 2.000,- hierfür auf den Tisch legen....
      Alles ist extrem unschön geworden - und wäre bestimmt nicht im Sinne des verstorbenen Onkels...
      am liebsten würden wir das Auto verkaufen und meinen Schwiegereltern das Geld geben - wir wollen uns nicht bereichern und vor allem wirklich nichts annehmen, das nicht gerne gegeben ist...
      Das Verhältnis war übgrigens schon immer sehr schwierig...
      DANKE für eure Meinung!! Würdet ihr es auch verkaufen oder sollen wir es einfach dabei belassen?
      LG!!

      • Ich finde es sehr fair, das Opa auch an die anderen Enkel gedacht wird. Meiner Meinung nach wäre es ungerecht den anderen gegenüber wenn sie nichts bekommen.

        Ich würde das Auto aber auch nicht wieder verkaufen. Euer Sohn benötigt es ja.

        Kann er evtl monatlich 50 - 100 Euro an seine Schwester zurück zahlen? Du weist vermutlich wie viel er verdient und ob das mit drin ist.

        (3) 09.07.19 - 11:38

        Rollt das Ganze bitte richtig auf. Der Onkel hat keine eigenen Kinder, da sind die Geschwister als Pflichtteilserben nicht "rausschreibbar"".
        Der Neffe und der Onkel sind die Haupterben. Zusätzlich steht der Tante (Schwester) ein Pflichtteil zu. Wenn es fair sein soll muss zuerst mal das berücksichtigt werden, denn sie hat einen Anspruch.

        Wenn das mit dem Auto so Wellen schlägt dass Dein Sohn doch Geld für das Auto zahlen soll und ihr das nicht könnt, würde ich das Auto zurückgeben und mich bedanken.
        Ich finde es nicht ok, ein Geschenk machen zu wollen und dann hintendrin eine so hohe Zahlungsforderung an den Jungen zu stellen. Da brecht das Ganze lieber gleich ab.

          • (5) 10.07.19 - 13:46

            Doch haben sie, der Gesetzgeber hat das ganz bewusst so festgelegt im Falle der Kinderlosigkeit des Erblassers... selbst deren Kinder sind noch stellvertretende Pflichterben wenn die Geschwister vorher verstorben sind.
            Die Erbfolge geht hoch zu den Eltern und dann seitwärts zu Geschwistern, Nichten Neffen.

      Auto verkaufen, der Schwester die 2000 Euro auszahlen und für den Sohn einen finanzierbaren Wagen suchen? Das würde mir jetzt spontan einfallen.

      Mein erstes Auto hat 500 Euro gekostet, damit bin ich 4 Jahre jeden Tag 100km( einfacher Weg) zur Arbeit gefahren.

      • (8) 09.07.19 - 11:44

        Generell finde ich die Sache nicht in Ordnung. Warum muss dein Sohn jetzt schon Schulden bei seiner Schwester haben? Das Auto war ursprünglich doch ein Geschenk. Was kann er dafür, dass es 4000 und keine 2000 Tacken wert ist?
        Außerdem wollte niemand sonst den Wagen haben. Verstehe nicht, weshalb das dann jetzt aufgerechnet wird.

        Lg

        • (9) 09.07.19 - 11:52
          einAutofueralle

          Danke für eure Antworten!! Ja, so sehen wir es halt auch, möchten uns aber unbedingt NICHT um Geld streiten... Wir haben uns einmal von Schwiegereltern Geld geliehen, es dann aber inkl. 10% Zinsen zurückgezahlt... Also daher ist das Ganze etwas vorbelastet und wir möchten nicht der Auslöser für Ärger sein... Sie hätten den anderen Enkeln ansonsten eher nix von dem Erbe abgegeben, fühlen sich jetzt aber im Zugzwang... und das wollten wir ja natürlich auch nicht.. also liegen wir wahrscheinlich garnicht so falsch, wenn wir das Ganze jetzt "rückabwickeln", haben ihnen ja damit auch den Tanz um den Verkauf etc. erspart,
          LG!!

      (10) 09.07.19 - 13:28

      Mein Sohn hat zu Beginn der Ausbildung auch nen Wagen bekommen,der hat 2000 € gekostet und hielt auch 4,5 Jahre.

      @TE:
      Aber ich würde das Geld vom Verkauf nicht behalten, sondern dem Opa geben. der dann euren Kindern die 2000 € geben kann. Sollte der Wagen für mehr verkauft werden, kann dein Schwiegervater dann nicht meckern, eure Beiden hätten mehr als sie anderen Enkel bekommen, sondern soll den Rest gleich selber behalten.

      • (11) 09.07.19 - 14:36
        einAutofueralle

        Ja genau, so wollen wir es machen, wir verkaufen das Auto und geben alles an meinen Schwiegervater zurück - er hat ja schon darauf hingeweisen, dass - sollten wir das Auto verkaufen wollen und es mehr als 4.000,- € wert sein würde, er das übrige Geld gerne hätte bzw. es dann weiter aufgeteilt werden muss... Also alles ziemlich ohne "Herz" oder "gerne geben", deswegen möchten wir auch mit dem ganzen Zauber nichts mehr zu tun haben... War mir nur unsicher, ob wir überreagieren, denn die Familie hat sich ziemlich auf uns eingeschossen... DANKE!! LG!

        • (12) 09.07.19 - 16:12

          Sorry, auch wenn dein Schwiegervater ja recht hat, dass alles unter den Enkeln gerecht verteilt werden sollte. Hätte er das vorher bedenken sollen und können. Nicht erst nachdem das Auto bei euch steht.
          Ich würde das Auto nicht verkaufen, sondern es ihm wieder vor die Tür stellen. Soll er sich darum kümmern und das Geld dann gerecht verteilen. Ich würde mir die Arbeit nach der Aktion dann auch schenken!
          Ich finde man sollte schon erst überlegen und dann schenken, bevor man Geschenke wieder zurück zieht. So provoziert man auch miese Stimmung!

          Das Auto würde ich ihn schön selber verkaufen lassen - entweder er gibt danach gerne oder er lässt es. Seine Sache.

          (14) 10.07.19 - 13:49

          Ich würde mir nicht sie Arbeit mit dem Verkauf machen sondern es zurückgeben.

Auto verkaufen und das Geld gerecht zwischen Bruder und Schwester aufteilen.

Ist dein Sohn denn schon Eigentümer des Autos oder nur Besitzer? Das wäre ja erst mal zu klären. Wenn er schon Eigentümer ist, dann kann er es verkaufen und das Geld was dabei rausspringt fair unter den Enkeln aufteilen. Damit wäre allen gedient.
Ist er noch nicht Eigentümer würde ich das Auto zurückgeben oder dem Eigentümer genau den Vorschlag mit dem Verkauf machen.

  • (17) 09.07.19 - 14:49

    Hallo, ja, er ist schon Eigentümer, daher wollen wir das Auto auf ihn zulassen, verkaufen und das Geld komplett zurückgeben. Damit sind meine Schwiegereltern auch nicht mehr im Zugzwang irgendjemand etwas zu geben.. Danke!! LG

Ehrlich gesagt finde ich es nur fair,der Sohn hat ja schon ein Auto welches sicher mehr wert ist als 2000€.
Oder?
So ist es im Leben,der Junge kommt in die Ausbildung um dann durchaus seiner Schwesetr etwas von seinem Gehalt abgeben.
Das ist Leben!

Anderer Vorschlag: Wir haben einen Zweitwagen, den niemand mehr braucht. Der Große wird im März 17 und dann machen wir begleitetes Fahren etc. Aber der Wagen gehört dann trotzdem nicht dem Großen. Wenn der Mittlere in 3 Jahren 17 wird, dann darf er auch damit fahren. Gleiches gilt für den Jüngsten. Der Zweitwagen wird also zum "Kinderauto". Wäre das eine Option, dass sich Bruder und Schwester das Auto teilen?

Warum 2000, - Euro für JEDEN der 6 Enkel? Das Auto wenn der Wagen z.B. 4200 € wert wäre stände jedem ein Sechstel zu, das sind nach meiner Rechnung 700 €. im Beispiel.

Was zieht dein Schwiegervater denn mit deinem Sohn ab, allen anderen gibt er 2000 €, aber der Schwester soll dein Sohn 2000 € gebenI
Ich würde das Auto verkaufen und dem Opa das Geld geben; oder er soll es selber verkaufen. Sehe das genau wie du, dein Sohn muß keine Schulden machen, nur weil der Opa vorschnell ihm allein das Auto gegeben hat. und dann erst nachgedacht hat, dass die anderen Enkel benachteiligt sind.finde ich ehrlich sogar etwas unverschämt, was dein Schwiegervater da von deinem Sohn verlangt!

  • (21) 09.07.19 - 13:46

    ich glaube es wurde so gerechnet.
    Jeder bekommt 2000€, das Auto ist 4000 Wert, der Sohn zahlt seiner Schwester 2000.
    Also 4000€ (wert Auto) -2000 an die Schwester = 2000€ Sohn

Hi,

ich würde das Auto dankend zurückgeben. Soll er damit machen was er will.
Dein Sohn kommt auch anders an die Arbeit. Günstige Autos gibt es auch als Diesel und er muss dann nicht ewig vor dem Opa oder anderen buckeln. Und Deinem Sohn aufzuerlegen, dass er seiner Schwester Geld geben soll, finde ist völlig falsch. Er hat ja nicht um das Auto gebeten.

Und ich würde - obwohl wir nicht im Geld schwimmen - jedewedes Geschenk aus dem Erbe ablehnen.

Gruß
Kim

ICH würde das Auto wieder dorthin zurück stellen, wo es vorher stand und meinem Sohn ein Auto kaufen, das ich mir leisten kann. Alles andere wäre mir in dem Fall zu dämlich.#cool

Ich würde das Auto einfach zurück geben. Auf keinen Fall selbst verkaufen, das gibt doch wieder nur Ärger.

  • (25) 09.07.19 - 17:24

    Ja, absolut. Wenn Opi verkaufen will, soll er sich auch mit den "was letzte Preis?" rumschlagen oder es bei "wirverramschenDeinAuto.de" stressfrei für unter 2.000€ verkaufen. Realistisch bei so einem Auto ist der Händler-Einkaufspreis.
    Ich würde mir daran nicht die Hände schmutzig machen.

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