Die lieben Erben... (sorry, leider etwas länger)

Hallo Ihr Lieben, in unserer Familie geht es gerade etwas drunter und drüber - wäre sehr dankbar für eure Einschätzungen.... Der Onkel meines Mannes ist leider sehr plötzlich verstorben, hatte keine Kinder. Er hinterlässt ein Haus und Bar-Vermögen - und ein Auto (ca. 4000,- €).
Der Onkel hat noch 2 Geschwister, zum einen meinen Schwiegervater und noch eine Tante. Als Erben hat er meinen Schwiegervater und einen Neffen aus der Familie seiner Frau (leider auch schon verstorben) eingesetzt.
Es wurde nun überlegt, wie der Hausstand etc. aufgeteilt werden soll etc. Mit dem Auto konnte keiner etwas "anfangen". Daher hat Schwiegervater gefragt, ob wir es haben möchten. Da unser Sohn demnächst einen relativ langen Weg zum Ausbildungsplatz hat und der Wagen ein Diesel ist, haben wir uns natürlich gefreut, vorher aber gebeten, dass auch die Geschwister meines Mannes etc. gefragt werden, da wir nicht einfach etwas "abgreifen" wollten...
Also alle anderen haben abgewunken und wollten es nicht haben. Das Auto steht jetzt bei uns - Aussage von Schwiegervater als wir es abgeholt hatten: Das schenken wir XY zum Abitur. Wir haben uns tausendmal bedankt und würden es jetzt zulassen.
Nun ist meinem Schwiegervater eingefallen, dass es ja doch irgendwie ungerecht gegenüber den anderen (sind insgesamt 6) Enkeln wäre. Also möchten sie unseren Nichten/Neffen (4) jeweils 2.000,- geben und XY soll seiner Schwester/unserer Tochter dann 2.000,- auszahlen.
Und jetzt geht das ganze Drama los... wir möchten einerseits nicht, dass unser Sohn XY mit gerade 18 schon "in der Kreide" bei seiner Schwester steht, können aber auch nicht mal eben 2.000,- hierfür auf den Tisch legen....
Alles ist extrem unschön geworden - und wäre bestimmt nicht im Sinne des verstorbenen Onkels...
am liebsten würden wir das Auto verkaufen und meinen Schwiegereltern das Geld geben - wir wollen uns nicht bereichern und vor allem wirklich nichts annehmen, das nicht gerne gegeben ist...
Das Verhältnis war übgrigens schon immer sehr schwierig...
DANKE für eure Meinung!! Würdet ihr es auch verkaufen oder sollen wir es einfach dabei belassen?
LG!!

Ich finde es sehr fair, das Opa auch an die anderen Enkel gedacht wird. Meiner Meinung nach wäre es ungerecht den anderen gegenüber wenn sie nichts bekommen.

Ich würde das Auto aber auch nicht wieder verkaufen. Euer Sohn benötigt es ja.

Kann er evtl monatlich 50 - 100 Euro an seine Schwester zurück zahlen? Du weist vermutlich wie viel er verdient und ob das mit drin ist.

Rollt das Ganze bitte richtig auf. Der Onkel hat keine eigenen Kinder, da sind die Geschwister als Pflichtteilserben nicht "rausschreibbar"".
Der Neffe und der Onkel sind die Haupterben. Zusätzlich steht der Tante (Schwester) ein Pflichtteil zu. Wenn es fair sein soll muss zuerst mal das berücksichtigt werden, denn sie hat einen Anspruch.

Wenn das mit dem Auto so Wellen schlägt dass Dein Sohn doch Geld für das Auto zahlen soll und ihr das nicht könnt, würde ich das Auto zurückgeben und mich bedanken.
Ich finde es nicht ok, ein Geschenk machen zu wollen und dann hintendrin eine so hohe Zahlungsforderung an den Jungen zu stellen. Da brecht das Ganze lieber gleich ab.

Geschwister sind zwar in der Erbfolge dran, wenn keine Kinder vorhanden und die Eltern schon verstorben sind. Sie haben aber keinen Pflichtteilsanspruch.

Doch haben sie, der Gesetzgeber hat das ganz bewusst so festgelegt im Falle der Kinderlosigkeit des Erblassers... selbst deren Kinder sind noch stellvertretende Pflichterben wenn die Geschwister vorher verstorben sind.
Die Erbfolge geht hoch zu den Eltern und dann seitwärts zu Geschwistern, Nichten Neffen.

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Auto verkaufen, der Schwester die 2000 Euro auszahlen und für den Sohn einen finanzierbaren Wagen suchen? Das würde mir jetzt spontan einfallen.

Mein erstes Auto hat 500 Euro gekostet, damit bin ich 4 Jahre jeden Tag 100km( einfacher Weg) zur Arbeit gefahren.

Generell finde ich die Sache nicht in Ordnung. Warum muss dein Sohn jetzt schon Schulden bei seiner Schwester haben? Das Auto war ursprünglich doch ein Geschenk. Was kann er dafür, dass es 4000 und keine 2000 Tacken wert ist?
Außerdem wollte niemand sonst den Wagen haben. Verstehe nicht, weshalb das dann jetzt aufgerechnet wird.

Lg

Danke für eure Antworten!! Ja, so sehen wir es halt auch, möchten uns aber unbedingt NICHT um Geld streiten... Wir haben uns einmal von Schwiegereltern Geld geliehen, es dann aber inkl. 10% Zinsen zurückgezahlt... Also daher ist das Ganze etwas vorbelastet und wir möchten nicht der Auslöser für Ärger sein... Sie hätten den anderen Enkeln ansonsten eher nix von dem Erbe abgegeben, fühlen sich jetzt aber im Zugzwang... und das wollten wir ja natürlich auch nicht.. also liegen wir wahrscheinlich garnicht so falsch, wenn wir das Ganze jetzt "rückabwickeln", haben ihnen ja damit auch den Tanz um den Verkauf etc. erspart,
LG!!

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Auto verkaufen und das Geld gerecht zwischen Bruder und Schwester aufteilen.

Ist dein Sohn denn schon Eigentümer des Autos oder nur Besitzer? Das wäre ja erst mal zu klären. Wenn er schon Eigentümer ist, dann kann er es verkaufen und das Geld was dabei rausspringt fair unter den Enkeln aufteilen. Damit wäre allen gedient.
Ist er noch nicht Eigentümer würde ich das Auto zurückgeben oder dem Eigentümer genau den Vorschlag mit dem Verkauf machen.

Hallo, ja, er ist schon Eigentümer, daher wollen wir das Auto auf ihn zulassen, verkaufen und das Geld komplett zurückgeben. Damit sind meine Schwiegereltern auch nicht mehr im Zugzwang irgendjemand etwas zu geben.. Danke!! LG

Ehrlich gesagt finde ich es nur fair,der Sohn hat ja schon ein Auto welches sicher mehr wert ist als 2000€.
Oder?
So ist es im Leben,der Junge kommt in die Ausbildung um dann durchaus seiner Schwesetr etwas von seinem Gehalt abgeben.
Das ist Leben!

Anderer Vorschlag: Wir haben einen Zweitwagen, den niemand mehr braucht. Der Große wird im März 17 und dann machen wir begleitetes Fahren etc. Aber der Wagen gehört dann trotzdem nicht dem Großen. Wenn der Mittlere in 3 Jahren 17 wird, dann darf er auch damit fahren. Gleiches gilt für den Jüngsten. Der Zweitwagen wird also zum "Kinderauto". Wäre das eine Option, dass sich Bruder und Schwester das Auto teilen?

Warum 2000, - Euro für JEDEN der 6 Enkel? Das Auto wenn der Wagen z.B. 4200 € wert wäre stände jedem ein Sechstel zu, das sind nach meiner Rechnung 700 €. im Beispiel.

Was zieht dein Schwiegervater denn mit deinem Sohn ab, allen anderen gibt er 2000 €, aber der Schwester soll dein Sohn 2000 € gebenI
Ich würde das Auto verkaufen und dem Opa das Geld geben; oder er soll es selber verkaufen. Sehe das genau wie du, dein Sohn muß keine Schulden machen, nur weil der Opa vorschnell ihm allein das Auto gegeben hat. und dann erst nachgedacht hat, dass die anderen Enkel benachteiligt sind.finde ich ehrlich sogar etwas unverschämt, was dein Schwiegervater da von deinem Sohn verlangt!

ich glaube es wurde so gerechnet.
Jeder bekommt 2000€, das Auto ist 4000 Wert, der Sohn zahlt seiner Schwester 2000.
Also 4000€ (wert Auto) -2000 an die Schwester = 2000€ Sohn

Hi,

ich würde das Auto dankend zurückgeben. Soll er damit machen was er will.
Dein Sohn kommt auch anders an die Arbeit. Günstige Autos gibt es auch als Diesel und er muss dann nicht ewig vor dem Opa oder anderen buckeln. Und Deinem Sohn aufzuerlegen, dass er seiner Schwester Geld geben soll, finde ist völlig falsch. Er hat ja nicht um das Auto gebeten.

Und ich würde - obwohl wir nicht im Geld schwimmen - jedewedes Geschenk aus dem Erbe ablehnen.

Gruß
Kim

ICH würde das Auto wieder dorthin zurück stellen, wo es vorher stand und meinem Sohn ein Auto kaufen, das ich mir leisten kann. Alles andere wäre mir in dem Fall zu dämlich.#cool

Ich würde das Auto einfach zurück geben. Auf keinen Fall selbst verkaufen, das gibt doch wieder nur Ärger.

Ja, absolut. Wenn Opi verkaufen will, soll er sich auch mit den "was letzte Preis?" rumschlagen oder es bei "wirverramschenDeinAuto.de" stressfrei für unter 2.000€ verkaufen. Realistisch bei so einem Auto ist der Händler-Einkaufspreis.
Ich würde mir daran nicht die Hände schmutzig machen.

Ich verstehe nicht, wieso die eigenen Familien manchmal so kleinkariert sind.

Mein Opa hat vor Jahren das Autofahren aufgegeben, kurz zuvor ist meinem Bruder das Auto kaputt gegangen. Also hat er es logischerweise übernommen. Jetzt nach dem Tod meines Opas wird es komplett auf meinen Bruder geschrieben.
Wir sind 3 Enkel. Weder meine Schwester noch ich haben jemals daran gedacht, auch was „abzugreifen“. Wir haben beide ein Auto. 🤷🏻‍♀️ Mein Bruder brauchte eins. Verliere ich jetzt was, nur weil er es aus praktischen Gründen bekommt?!

Meine Güte sind manche Menschen anstrengend. Und gierig. Und das in der eigenen Familie. Traurig.

Ich würde entweder das Auto verkaufen (lassen) und dem Sohn eine günstigere Alternative kaufen oder sogar mit den Erbe nichts mehr zu tun haben wollen. Je nach dem, wie sich der Umgang weiterhin gestaltet....

Wir hatten einen ähnlichen Fall, als mein Opa vor 23 Jahren gestorben ist. Er starb mit 68 an Krebs. Wir waren 3Enkel. Ich, 27, mein Bruder, 17, und mein Cousin, 15.Mein Opa hatte vorher schon festgelegt, dass ich sein Auto bekomme (ich war damals das einzige Enkelkind mit Führerschein). Die anderen beiden, waren damit einverstanden, ich habe damals entschieden, dass ich meinem Cousin für sein Mofa 600DM zuschieße und mein Bruder das Auto mit benutzen kann, wenn er eins braucht. 2007 war mein Bruder dann mit dem Studium fertig und brauchte für sein Ref dringend ein Auto. Ich hab mir dann ein neues gekauft und Opas inzwischen 17Jahre altes Wägelchen meinem Bruder geschenkt. Das hab ich dann quasi als "späte Auszahlung des, Erbes" an ihn gesehen.
Von daher finde ich es nicht verkehrt, wenn Dein Sohn , seiner Schwester etwas zuschießt, ob das, zwingend 2000€ sein müssen oder eine "Mitnutzung" o. ä. solltet Ihr entscheiden. Die Frage ist ja, auch, was ist das Auto überhaupt wert und wie sieht es die Schwester. Der Opa, sollte sich hier zurückhalten, das ist Sache zwischen den Geschwistern und evt noch Euch Eltern

Hallo, vielen Dank! Naja, seine Schwester ist erst 9, also würde es noch etwas dauern, bis sie es nutzen kann ;-) Deswegen auch der finanzielle Ausgleich.. es war halt anders gedacht, daher waren wir schon etwas vor den Kopf gestossen, dass er einen Ausgleich für sie auf den Tisch legen soll... Naja, mal sehen... nächste Woche ist auch noch die Goldene Hochzeit der beiden, die Stimmung ist nicht so prall, aber ich glaube, das kriegen wir schon hin... wobei ich heute Abend auch noch dringend anrufen soll wegen der Deko etc., die anderen bekämen das nicht hin und Schwiegermama möchte alles schick und ihr Hochzeitskleid von damals noch irgendwie in Szene setzen... #augen

Dann ist das ja ähnlich wie bei uns, mein Bruder ist ja 10 Jahre jünger.
Aber dann finde ich die Forderung deines Schwiegervater wirklich nicht gerechtfertigt, zumal es ihn auch nichts (mehr) angeht. Wenn er die Enkel gleich behandeln will, muss er das Auto verkaufen und aufteilen.
Erfahrungsgemäß weiß ich, dass gerade bei so einem großen Altersunterschied ist eine absolute Gleichbehsndlung schwierig ist, weil ja die Bedürfnisse völlig unterschiedlich sind.
Bei uns war es z. B. so, dass ich im Studium ein Auto brauchte und mein Opa daher beschloss, sich ein neues zu kaufen (das ich dann später erbte) und mir sein altes schenkte, dazu noch für 2 Jahre Versicherung sponsorte. Mein Bruder und mein Cousin waren da mit 12 und 10 Jahren noch meilenweit davon entfernt ein Auto zu benötigen und sie bekamen auch keinen Ausgleich dafür, dafür bekamen sie dann eben später was zum Führerschein dazu bezahlt.
Ich sehe das komplett wie Du, dass Dein Sohn da jetzt nicht in die Pflicht genommen werden soll, irgendwelche Ausgleichszahlungen zu leisten.mit der Deine Tochter momentan ja eh nix anfangen kann
Übrigens ist mein Bruder mit meinem geerbten Corsa beim Ausparken in die Seite gefahren, den Schaden hab dann ich mangels Reichtümer bei meinem Abiturienten übernommen. Da hatte er dann seine Ausgleichszahlung
😂

Das Auto würde am nächsten Morgen wieder vor deren Tür stehen. Sowas kann ich gar nicht ab. Da stehe ich lieber auf eigenen Beinen und weiß, was woher kommt. Der Sohn dürfte sich im übrigen sehr großzügig selbst am Autoksuf beteiligen oder Öffis benutzen.
VG

Hallo, ja, das war auch meine erste Reaktion.... allerdings liegen halt 500km dazwischen... umso ärgerlicher, da mein Mann mit unserem Sohn einen ganzen Tag auf der Autobahn verbracht hat, um das Auto zu holen... Unser Sohn hat garkein Problem mit den Öffentlichen, ist halt immer ne Stunde unterwegs, aber alles kein Problem, obwohl er so ein Auto-Freak ist... War mir halt nur unsicher, ob wir überreagieren (wie dort immer behauptet wird) oder nicht... DANKE!!