Ist Blut immer dicker als Wasser?

    • (1) 09.07.19 - 13:07

      Hallo zusammen!

      Ich möchte mal die unter euch fragen, die viel mit ihren Geschwistern zu tun haben.

      Was verbindet euch? Habt ihr viel gemeinsam? Gleiche Hobbys? Ähnliche Ansichten? Steht ihr am gleichen Punkt in eurem Leben? Habt ihr ähnliche Ziele?

      Und wie läuft das bei euch? Wisst ihr alles voneinander? Seid ihr neidfrei untereinander? Gibt es lästereien? Schluckt ihr viel runter des lieben Friedens wegen?

      Oder verbindet euch lediglich eine gemeinsame Vergangenheit und ein paar Gene?

      Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr glücklich so, wie es ist?

      #danke und liebe grüße
      Hopsi, deren Blut zusehends verwässert

      • (2) 09.07.19 - 13:17

        Hallo,

        Ich habe eine ältere Schwester, uns trennen aber nur 17 Monate.
        Wir haben uns immer gut verstanden. Sie hat im April ihr erstes Kind bekommen, ich bin zur Zeit in der 33ssw. Unsere Mama ist vor 18monaten plötzlich verstorben. Ohne meine Schwester würde ich mich sehr einsam fühlen, auch wenn uns mittlerweile 60km trennen. Gerade jetzt in der Schwangerschaft fehlt die eig Mutter sehr u ich bin so froh sie zu haben

        Geschwister sind so wichtig, ich bin froh kein Einzelkind zu sein u wünsche mir für meinen Sohn das Gleiche.

        Alles Gute!

        (3) 09.07.19 - 13:19

        Hallo,

        ich habe einen 5 Jahre jüngeren Bruder. Ich bin Anfang vierzig.
        Wir wohnen, noch, 80 km auseinander. Ich habe Mann und Kind (13 J.), er ist auch verheiratet und hat 2 Kinder (5 J. und 1,5 J.)
        Wir haben die Liebe zu einem Fußballverein gemeinsam und gehen auch hin und wieder gemeinsam ins Stadion.

        Nein, ich weiß nicht alles von ihm und er nicht von mir und das ist auch gut so. Unser Verhältnis ist toll, meine Schwägerin mag ich wie eine Schwester. Wir gehen völlig neidfrei miteinander um. Die beiden haben durch ihre Berufsbildung monatlich mehr Geld zur Verfügung, wollen aber demnächst in unserem Heimatort ein Haus bauen.
        Wir leben in dem Elternhaus meines Mannes, das ihm kostenfrei überschrieben wurde (von Steuern usw. mal abgesehen)
        In die Kindererziehung des anderen mischen wir uns nicht ein, dafür sind die Kinder auch vom Alter zu weit auseinander. Alle Kinder sind gut geraten und von den jeweils anderen gern gesehen und geliebt.

        Das Verhältnis zu unseren Eltern ist ebenso super. Alle Kinder und Enkel werden gleich behandelt und niemandem wird in den Lebensplan geredet. Ist Hilfe und Rat von Nöten wird sich gegenseitig geholfen.

        Ich liebe meine Familie so wie sie ist und würde nie tauschen wollen.

        LG
        Tanja

        Hallo!

        Mich verbindet nicht viel mit meinem Bruder. Es gibt viele nichtverwandte Menschen, die mir wesentlich näher stehen.
        Das war auch schon immer so. Wir sind einfach so grundverschieden, verschiedener können zwei Menschen gar nicht sein. Ich könnte bei vielen Themen mega ausrasten (andersrum nicht, mein Bruder sieht das viel lockerer), deswegen klammern wir die ärgsten Reizthemen aus, wenn wir uns sehen. So funktioniert das gut, ich mag ihn ja und freu mich, wenn wir unns besuchen (das ist leider nicht so oft, wir wohnen recht weit auseinander)!

        Also: Teilweise gleiche Hobbies, völlig unterschiedliche Ansichte. Wir haben beide Familie, die Ziele im Leben sind ähnlich. Wirklich Persönliches erzählen wir uns nicht. Neid und Lästereien gibt's aber keine. Wir sind quasi gute Bekannte ;-). Trotzdem ist es natürlich anders ;-). In Notsituationen haben wir uns immer unterstützt, und das wird auch in Zukunft so sein! Ich sag mal so: In Extremsituationen ist unser Blut dicker als Wasser, im normalen Leben nicht.

      • Hallo

        ich weiß ja nicht um was es bei Dir/Euch genau geht, aber ich finde man muss das differenzieren oder vielleicht auch gar nicht so strikt trennen.
        Ich habe Geschwister, aber auch einige sehr gute Freunde. Es war für mich z.B. immer klar, dass meine Freundin meine Trauzeugin wird und nicht meine Schwester. Auch bespreche ich Alltagsschwierigkeiten eher mit Freunden, eben weil mich mit denen mehr alltägliches verbindet als mit meinen Geschwistern.
        Aber Dennoch gibt es Situationen im Leben bei denen Familie einfach zuerst kommt, bzw. bei denen nur die Familie zählt.

        #winke

        Ich habe zwei Geschwister, beide deutlich älter (12 und 13Jahre). Zu meiner Schwester habe ich nur selten Kontakt (3-4Mal im Jahr), mit meinem Bruder öfter, aber auch nicht oft, wobei ich aber einmal die Woche mit seiner Frau telefoniere und so immer auf dem Laufenden bin, was sein Leben angeht.
        Gerade meinem Bruder bin ich extrem dankbar, weil er in ganz besonderer Weise die Vater-Rolle übernommen hat, denn mein Vater hat sich sehr bald als Total-Ausfall entpuppt. Weder mein Bruder noch meine Schwester sind einfache Menschen, die beiden sind sich spinnefeind, ohne das es dafür ein konkreten Grund geben würde.

        Trotzdem ist für mich in Bezug auf beide Blut dicker als Wasser, auch wenn wir keinen intensiven Kontakt haben und erst Recht keine ähnlichen Werte, Ziele, Lebensentwürfe. Als es mir vor ein paar Jahren aber mal schlecht ging, stand mein Bruder ungefragt vor der Tür, packte mich ein und verordnete mir Heimaturlaub, damit ich zur Ruhe komme. Und genauso wäre ich für meine Geschwister da, wenn sie in Not geraten.
        Ich habe auch gute Freunde, aber irgendwie gibt es da nicht diese Selbstverständnis bei mir, Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen, wenn ich sie brauche, was vermutlich Quatsch ist. Es fällt mir aber deutlich leichter, mich an Familie zu wenden, wenn es mal nicht weitergeht. Die sind irgendwie dafür da und ich für sie.

        Nickeligkeiten gibt es bei uns auch, auch um Erbe etc.. Ich halte mich da komplett raus.

      • (7) 09.07.19 - 14:01

        mMein 2 Jahre älterer Bruder und ich haben keine Beziehung. geht aber von meinem Bruder aus.

        Er ist der Meinung, Blut ist nicht dicker als Wasser. Dies hat er vor einigen Jahren mal gesagt: " Nur weil wir in die selbe Familie geboren wurde, müssen wir uns nicht mögen!" und in Bezug auf Besuche bei unserer verwitweten Mutter kam diese Aussage: " Lust habe ich nicht,, sie zu besuchen, aber 1 x im Jahr muß ich das ja machen."

        Als ich ihn bat, Pate bei unserem Soh, n zu sein (seinem erster Neffen überhaupt), kam die Anwort " Nein, ich werde lieber Pate bei dem Sohn meines Freundes. Da ist ne viel engere Verbindung da.""

        Was soll ich da noch machen? Als er dann nicht mal zur Beerdigung unserer Mutter kam ("Ist mir nicht nach."), habe ich den Kontakt quasi abgebrochen. Obwohl da nichts mehr abzubrechen war, wir haben wir uns schon lange nicht mehr gesehen bzw. gehört. Aber nach der Beerdigung meiner Mutter vor 5 Jahren habe ich für mich damit abgeschlossen .Und kann gut damit leben, dass ich keinen Kontakt zu meinem einzigen Bruder habe. besser als mich immer zu bemühen, und enttäuscht zu werden.

        (8) 09.07.19 - 14:01

        Hi,

        ich kann nur aus Sicht meines Mannes reden, da ich (glücklicherweise) Einzelkind bin.

        Mein Man hat einen fast 18 Jahre jüngeren (Halb)Bruder, um den er sich von Geburt an viel gekümmert hat und meine Schwiegermutter auch beim Problemen mit der Schule etc unterstützt hat. Wir haben auch nach unserer Hochzeit (da war mein Schwager 11) immer versucht ihn in unser Leben mit einzubeziehen, ihn bei Ausflügen mitgenommen, er konnte zu uns, wenn Schwiegermutter arbeiten war und er das wollte, etc. Wurde aber von meiner Schwiegermutter nicht gefördert sondern eher torpediert.

        Die beiden haben einige Wesenszüge gemeinsam, aber das war es schon. Mehr als Smalltalk bei geplanten oder zufälligen Besuchen bei meiner Schwiegermutter gibt es nicht. Wir kennen weder die Handynummer meines Schwagers noch seinen Familienstand. Mein Mann weiß zumindest, wo er wohnt, war aber noch nie in der Wohnung. Ich weiß nicht einmal das. Es gibt auch keine Anrufe zu den Geburtstagen mehr - mein Mann hat jedes Jahr gratuliert (und früher auch Geschenke gemacht), mein Schwager macht das bei meinem Mann nur, wenn er daran erinnert wird (anrufen - Geschenke erwartet man bei einem Kind ja noch weniger als bei Erwachsenen).

        Mein Schwager kommt auch nicht auf die Idee, wenn er Freunde in unserem Ort besucht, vielleicht mal zu klingeln und auf einen Kaffee rein zu kommen. Und das seit 10 Jahren nicht (seit dem hat er einen Führerschein).

        Wir haben aber keinen Streit oder so. Im Gegenteil, wenn man sich sieht, dann unterhält man sich nett, lacht zusammen - und unser Sohn ist meinem Schwager wichtiger, als er zugibt ;-). Das merkt man immer dann, wenn wichtige Ereignisse anstehen. Meinen Mann verletzt dieses seltsame Verhältnis, aber er hat es akzeptiert. Vielleicht sieht mein Schwager es irgendwann anders, wenn er selbst Familie hat oder meine Schwiegermutter nicht mehr lebt. Ich hoffe nur, dass es dann nicht zu spät ist.

        Mein Verhältnis zu meiner besten Freundin ist definitv enger und besser als das von meinem Mann zu seinem Bruder. Selbst von Kollegen weiß ich mehr.

        Gruß
        Kim

        (9) 09.07.19 - 14:13

        Meine Schwester hasst mich schon seit ich auf der Welt bin. Wir haben keinen Kontakt.
        Mein Bruder und ich sehen uns alle paar Monate mal, obwohl er im Nachbarort wohnt. Is aber nicht so schlimm. Wir verstehen uns zwar, aber mehr Kontakt würde mir auf die Nerven gehen. Er is für mich sehr anstrengend.
        Was soll ich sagen: es is wie es is und das passt so. Ich würde es nicht ändern wollen.
        Wir sind 88/89/91 geboren.

        Hallo,

        ich habe eine 7 Jahre ältere Schwester und wir sind sehr verschieden, aber wir akzeptieren uns so wie wir sind. Ich muss nicht alles toll finden was sie macht und sie muss nicht alles toll finden was ich mache. Trotzdem haben wir einigermaßen die gleichen Vorstellungen vom Leben und wenn sie oder ihre Familie Hilfe brauchen würde, dann wäre ich natürlich da. Sie wohnt 450 km entfernt aber wir sehen uns ca 3 bis 4 Mal im Jahr für ein Wochenende, vor allem wegen der Kinder, damit Cousine und Cousins Kontakt miteinander pflegen, da sie im etwa gleichen Alter sind. Klar habe ich mit meinen Freundinnen mehr Kontakt und vielleicht auch mehr gemeinsam, aber ja, ich finde schon, dass Blut dicker als Wasser ist und man innerhalb der Familie mehr Kompromisse machen sollte als mit Freunden, die z.B beliebig austauschbar sind. Allerdings sieht sie das genauso und wir sind weder neidisch auf den anderen noch leben wir in völlig unterschiedlichen Welten. Was ist denn dein Problem mit deinen Geschwistern?

        • Huhu!

          #danke für deine Antwort. Es ist interessant, wie unterschiedlich das so gehandhabt wird.

          Ich mag meine Schwester. Grundsätzlich. Aber sie erdrückt mich, nimmt mir die luft und überrollt mich mit ihrer omnipräsenz.

          Sie äußert ihre Meinung ohne Rücksicht, erwartet aber auffallend viel davon von allen anderen. Ich habe mich gefühlt mein leben lang zurückdrängen lassen und plötzlich ist in mir dieses Gefühl, dass ich das nicht mehr möchte.

          Sie kennt und teilt keine meiner Interessen. Schon allein deshalb geht es immer nur um sie. Was unsere Kinder angeht, denken wir ebenfalls grundverschieden. Ich halte dann also meist des Friedens wegen meinen Mund. Sie äußert sich aber sehr unverblümt über meinen erziehungsstil und meine kinder

          Beim letzten Telefonat war es dann soweit und ich wollte einfach auflegen. Ich fühle mich so vollgestopft mit all den Dingen, die mich nicht betreffen und interessieren und die mich zeit kosten, die ich gern sinnvoller verbringen möchte. Aber sie ruft regelmäßig an und dann häng ich die nächsten zwei Stunden am Telefon und frage mich, wofür eigentlich. Die Gespräche bringen mich nicht weiter. Ich bin wie ein Mülleimer. Und nun bin ich voll....

          #sorry nun bin ich auch nicht besser. Ich frage mich bloß, wie ich meine Situation da verbessern kann - möglichst ohne ärger.

          Liebe grüße
          Hopsi

          • Das klingt nicht so schön, aber das kannst du auch ändern indem du dich abgrenzt und den Kontakt zurückfährst. Wenn sie anruft und du hast nach 10 Minuten die Nase voll, dann musst du eben dringend ein Kind irgendwo abholen, oder noch zu Ende kochen oder keine Ahnung, dringend Ameisen auf der Wiese zählen. Ich würde mit niemandem ein ewiges Gespräch führen, das ich nicht führen will. Wenn sie etwas zu deiner Erziehung oder deinem Leben sagt, dann kannst du sagen, ja ich weiß, du siehst es anders als ich, leben und leben lassen, ich finde meinen Weg gut. Ende der Diskussion. Ich würde mir da nicht ewig anhören was sie alles besser findet. Also es liegt auch an dir was du dir alles gefallen lässt. Ich würde den Kontakt jetzt nicht im Bösen komplett abbrechen, aber mich zurückziehen und den Kontakt nur soweit zulassen wie du es gut findest. Und wenn du genug hast, dann ist erstmal wieder Ende und du hast eben gerade keine Zeit mehr. Niemand muss der Mülleimer für niemanden sein. Das gilt für Freunde genauso wie für Familie. Achso, und immer nur den Ärger runterschlucken des lieben Friedens Willen, das war noch nie gut. Schlägt nur auf den Magen.

            • Das es in meiner Verantwortung liegt, da etwas zu ändern, ist mir klar. Nur das wie ist mir noch nicht eingefallen. Taktgefühl, so dass ich mal höflich mit dem zaunpfahl winken könnte, ist eher nicht vorhanden.

              Obwohl ich sie da auch vielleicht falsch einschätze. Ich habe mich eben immer untergeordnet, allerdings seit unzähligen Jahren kein Grund dazu.

              Es wird bei uns oft das gute Verhältnis in der Verwandtschaft betont, aber manchmal glaube ich, dass es nur daher kommt, weil keiner so richtig ehrlich ist #kratz

              Liebe grüße
              Hopsi

      (14) 09.07.19 - 14:20

      Also ich habe mit meinem Bruder absolut nichts gemeinsam... wir sind sooo unterschiedliche Menschen und haben auch ganz andere Ansichten vom Leben (manchmal staune ich, dass wir verwandt sind...)
      Es ist aber ok so wies ist... klar, denke ich manchmal, wenn ich so innige Geschwisterpaare sehe, dass das auch schön wäre. Aber es ist nun halt mal so und wirs sich garantiert nicht ändern.
      Er ist eher ein "Eigenbrötler". Ist gerne alleine, lebt in einer ganz kleinen Wohnung und kann mit Kindern/Familie null anfangen...

      (15) 09.07.19 - 14:26

      Um deine Frage aus der Überschrift zu beantworten:

      ja, Blut ist dicker als Wasser. Ohne Blut kein Leben.
      Aber: dickes Blut verursacht Herzinfarkt. D.h. auch verwandtschaftliches kann krank machen.

      Manchmal braucht es auch Blutverdünner, um wieder besser leben zu können. Müssen einige Verwandte in real nehmen, aus medizinischer Sicht.
      Auf das Sprichwort übertragen passt es auch ganz gut.

      Bei mir ist es ausgeglichen: super Kontakt zu Verwandten, super-schlechter Kontakt zu Verwandten Blutverdünner durch soziale Kontakte von außen sind da echt gut.

      Und zu manchen ist es recht dünn, was auch gut tut. Wir sehen uns wir grüßen uns und fertig.

      Auf meine Geschwister beziehe ich mich da nicht nur, sondern auf alle Verwandte, die ich kenne. Der Titel der Verwandtschaft sagt für mich noch nichts über den Zusammenhalt/die Nähe/den Kontakt.

      (16) 09.07.19 - 14:36

      ich habe keine Geschwister.... wenn ich welche hätte, dann würde ich mir einen guten Kontakt wünschen. Normalerweile begleitet niemand das eigene Leben so lange wie Geschwister. Ich hätte mir gewünscht, das es eng un harmonisch mit Geschwistern gewesen wäre. Man sich regelmässig sieht, austauscht und mit Freude und Wohlwollen am Leben das anderen teilnimmt und sich hilft.

      Ich habe eine Handvoll Freundinnen, die ich als meine "Herzens-Schwestern" bezeichne. Die sind mir sehr wichtig.... ohne Blutsverwandschaft stehen wir uns sehr nah.

      (17) 09.07.19 - 15:38
      Leiderjetztallein

      Hallo, bis vor ein paar Jahren hätte ich hier ein Loblied auf meinen geliebten kleinen Bruder gesungen (5Jahre jünger als ich). Tja, mittlerweile hat er unsere wirklich enge und freundschaftliche Beziehung durch seine Aktionen komplett zerstört. Ich bin wegen seiner Handlungen jahrelang durch die Hölle gegangen, er hätte uns finanziell beinahe wissentlich komplett ruiniert.
      Letztendlich habe ich aus Selbstschutz jeglichen Kontakt abgebrochen. Müsste ich ihn nie wiedersehen, würde es mir besser gehen.

      Das tut mir zwar weh, aber da ist zu viel passiert.

      Nein ist es nicht. Ich habe zu meinen Freunden/Freundinnen ein weitaus besseres Verhältnis als zu einigen Mitgliedern meiner engsten Familie. Bei manchen Leuten helfen auch die intensivsten Bemühungen nicht - leider - und wenn man nur runterschluckt, wird man höchstens krank.
      LG Moni

      (19) 09.07.19 - 15:57

      Mein Bruder und ich verstehen uns sehr gut, der Tod unserer Mutter 2010 nach: Jahren Krebs hat unsere Beziehung noch enger werden lassen. Seine und meine Kinder sind fast gleich alt, eine Woche pro Jahr plus ein Wochenende fahren wir mit unseren Ehepartnern und Kindern zusammen in den Urlaub, wir sind auch gegenseitig Paten von den Kindern. Zudem arbeiten alle im Familienunternehmen, allerdings in unterschiedlichen Filialen.

      (20) 09.07.19 - 17:05

      Hallo, ich habe einen Bruder und obwohl er im selben Ort wohnt, besteht kein Kontakt. Mir fehlt es nicht, warum auch? Ich zähle ihn auch nicht wirklich zu meiner Familie. Es gab kein Streit oder ähnliches. Nur vom Wesen her mag ich ihn halt nicht. Blut ist dicker als Wasser aber Bindung ist dicker als Blut.

      (21) 09.07.19 - 18:26

      Hey, ich selbst habe keine Geschwister, fände es aber toll, eine liebe Schwester mit ähnlichen Interessen zu haben.
      Mein Mann hat 2 Schwestern. Zur einen Schwester besteht zwischen ihr und dem Rest ihrer Familie seit fast 30 Jahren kein Kontakt (ging von ihr aus). Die andere Schwester ist deutlich jünger und außer ähnlichen Genen verbindet sie nichts miteinander. Es gibt netten Smalltalk, wenn man sich sieht, das war's.
      Ich suche mir gerne fie Menschen aus, mit denen ich Kontakt halte. Ob diese nun blutsverwandt sind oder nicht, spielt eine untergeordnete Rolle. Gruss

      (22) 09.07.19 - 18:32

      Hallo

      Ich habe 4 Geschwister.
      Wir sehen uns eigendlich nur auf Familienfeiern/Geburtstagen.
      Mit meiner ältesten Schwester, verbindet mich nichts.
      Die Zeite mag ich sehr gern.
      Wir telefonieren ab und an und dass sind dann auch immer 1-2 Stunden.
      Richtige '' Freundinnen'' sind wir aber nicht.
      Dafür sind wir dann doch zu verschieden.
      Der nächsten Schwester (mit der ich vom Alter her am nächsten bin) kann ich nicht viel abgewinnen.
      Wir sind wie Tag und Nacht und meiden uns.
      Mit meinem Bruder (6 Jahre jünger) habe ich auch keinen wirklichen Kontakt.
      Wenn überhaupt sieht man sich auf Familienfeiern. (Im Moment nichtmal da, da er gerade im Ausland unterwegs ist)

      Dadurch zählt für mich das Argument mit Geschwistern hätte man immer jemanden leider nicht.
      Gerade auf meine 3 Schwester hätte ich gut verzichten können.
      Mir wäre in der Kindheit und Jugend und auch teilweise heute, viel Leid erspart geblieben.
      Traurig aber wahr.

      Lg

      (23) 09.07.19 - 18:38

      Ich habe einen Bruder der etwas älter ist und eine neun Jahre jüngere Schwester. Beide sind Single und kinderlos und leben in Wohnungen, ich bin verheiratet und habe zwei Kinder und ein Haus.

      Also nicht die gleiche Situation. Mit meiner Schwester mache ich viel, wir verstehen uns sehr gut. Wenn ich mal raus will kann ich mit ihr ausgehen und mich wieder jung und frei fühlen..#schein

      Sie mag auch meine Kinder sehr, die Kinder lieben sie auch. Mein Bruder ist ein introvertierter etwas kauziger Typ. Ich mag ihn aber wir sind unterschiedlich. Ihn sehe ich nicht so oft.

      Neid ist kein Thema, wir gönnen uns alles.

      Mein Bruder ist 3 Jahre älter als ich, seine Tochter ist 2 Jahre jünger als mein Sohn und 2 Jahre älter als meine Tochter. Mein Bruder ist alleinerziehender Vater. Wir besuchen mindestens einmal im Jahr zusammen unsere Mutter, die 350km weit weg lebt.
      Sind wir dort zusammen unterwegs, denken alle, wir sind eine Familie. Sind wir ja auch, aber eben anders, als gedacht wird.
      Da paßt aber auch alles. Wir gönnen uns nichts und auch unsere Mutter kriegt ihr Fett weg, aber es ist immer urkomisch. Die Mutter meiner Nichte konnte das nicht ertragen, wie wir miteinander umgegangen sind und hat das auch nur ein oder zweimal mitgemacht. Für uns drei ist es wie in alten Zeiten. Aber nach der Woche reicht es auch wieder. Trotzdem tut es gut.

      Im Allteig sehe ich meinen Bruder regelmäßig, einmal in der Woche, weil unsere Kinder zusammen Sport machen, in der Zeit gehen wir einkaufen. Das macht auch Spaß. Herrje, welche Frau geht schon mit ihrem Bruder lebensmittel kaufen, jede Woche????

      Manchmal unternehmen wir auch was am Wochenende zuammen, dann aber mit Kindern, Wassersik, Trödelmarkt, Skydiving, etc.
      Da kommt mein Mann auch nicht mit, der kommt mit unserem Ton auch nicht klar....

      (25) 09.07.19 - 21:54

      Meine beiden Geschwister sind jeweils 14 Monate älter bzw. jünger.
      Wir ähneln einander schon, vor allem, was Werthaltungen, Ansichten und Humor angeht. Bei den Interessen überschneiden wir uns auch. Da merkt man schon, dass wir aus demselben Stall sind.
      Meine Geschwister sind die Menschen, bei denen ich mir Rat hole, die mich bestärken, auf die ich mich verlasse. Die mir nur Gutes wollen. Ähnlich wie Freunde, nur mehr, enger und vertrauensvoller. Umgekehrt bin ich für sie da und helfe, wo ich kann. Sie kennen mich halt. Schlucken muss ich da gar nicht viel, früher sind bei uns auch die Fetzen geflogen, aber Reibung erzeugt halt Wärme;)

      Ich bin verdammt froh, sie zu haben. Sie sind mit die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Wenn ich dran denke, dass unsere Mutter eines Tages stirbt, bin ich sehr froh, dann nicht alleine dazustehen. Nach dem Tod unseres Vaters ist unsere Bindung auch nochmal enger geworden.
      Also ja, sie bereichern mein Leben und ich bin glücklich, dass wir einander haben.

Top Diskussionen anzeigen