An die Schwiegermutter Geplagten

    • (1) 10.07.19 - 05:54
      Melaniaxyz

      Hallo zusammen, ich bin schon länger stille Mitleserin hier im Forum. Lese ständig nur Jammer/Meckerposts über die Schwiegerfamilie.
      Mir stellt sich die Frage, warum man das mit sich machen lässt. ZB. ständige Besuche, Bevormundung, oder wie in einer Story die Ortung.
      Warum machen die hier meckernden Personen nicht einfach den Mund auf und sagen, was sie stört??

      • Das mit der Ortungsschwiegermutter fand ich auch heftig.
        Meine Ex-SM war damals auch manchmal nervig. Entweder sie stand ständig unangemeldet vor der Terrassentür, oder sie hat meinen mittleren als Baby ständig aus dem stubenwagen genommen, obwohl ich ihr lang und breit erklärt habe, das er Wahrnehmungsstörungen hat, und er deshalb auf ihrem Arm schreit 🙄🙄
        Ich habe meinem ex dann gesagt, er soll ihr das erklären, sonst macht sie keinen Schritt mehr in die Wohnung. Hat dann auch funktioniert.
        Heute habe ich eine tolle , weltoffene, locker 70 jährige SM, mit der ich über alles sprechen kann.
        Wenn mir etwas missfallen würde, würde ich sie einfach ansprechen.

        (3) 10.07.19 - 06:37

        Hallo, reden funktioniert auch nur, wenn die andere Person zuhört! Bei einigen könnte man aber auch mit der Tapete an der Wand reden.
        Sich hier aus zu kotzen, kann die eigene Seele entlasten. Durch das niederschreiben werden manchmal die Gedanken sortiert.

        Ich habe keine Probleme zu Zeit, es herrscht Funkstille. Und diese haben mein Mann und unsere Tochter, jeder für sich, ebenfalls beschlossen. Bei unserer Tochter hat ihr Vater und das Jugendamt beim durchsetzen geholfen.

        Gruß Sol

        Das mit der Ortung fand ich auch extrem, das würde ich mit niemandem machen, weder mit Schwiegereltern, noch sonst jemandem.
        Wir sagen meiner Schwiegermutter schon, was uns stört, es bringt nur nicht so viel. Sie hat sich über den Geburtstag unserer Tochter selbst eingeladen, obwohl wir ihr vorher schon gesagt haben, dass es nicht passt. Ein paar Wochen später kam sie mit „ich habe dann für die Tage zwei Übernachtungen gebucht“ um die Ecke. Da haben wir ihr nochmals gesagt, dass es uns nicht passt, ich hatte etwas vor mit unserer Tochter und der Papa muss arbeiten. Aber nun hatte sie schon gebucht.
        Nun ist es wahrscheinlich so, dass der Papa spontan seinen Urlaub verschiebt, sodass es sein kann, dass wir über den Geburtstag unserer Tochter nochmal ein paar Tage wegfahren. Es ist die letzte Gelegenheit, bevor im August dann unser zweites Kind kommt. Dann sind wir im Urlaub und Schwiegermutter bei uns in der Stadt. 😅 Ist zwar blöd, aber ich denke, so versteht sie, sich nicht gegen unseren Willen selbst einzuladen.

        • Ihr verschiebt sogar extra Urlaube, um der Schwiegermutter eins reinzuwürgen? Wow, muss ja wichtig sein.

          • Das klang jetzt tatsächlich so im Text. 😂
            Nein, nicht deswegen. Er verschiebt den Urlaub, weil er jetzt mehr Sinn macht als zu dem Zeitpunkt, an dem er eigentlich geplant war. Es steht auch noch nicht fest, ob er ihn in die Geburtstagswoche oder doch noch in die Woche davor schieben kann.
            Also nein, wir verschieben den Urlaub nicht wegen der Schwiegermutter.

      Weil es bei manchen keinen Sinn hat ständig das zu erzählen - Beratungsresistent könnte man es nennen.

      Wir haben kein Kontakt mehr, das war für uns letztendlich die zielführende Lösung. Entschieden von meinem Mann!

      (8) 10.07.19 - 07:34

      Ich kann nur von mir sprechen, denke aber anderen geht es ähnlich.

      Kurz gesagt, weil es nichts bringt. Einige Eltern/Schwiegereltern stellen sich einfach taub.

      Meine Schwiegermutter stand auch !täglich! Vor der Tür. Ein Tagesablauf war teilweise überhaupt nicht möglich. Auch keine Baby/spiel/Turngruppen, weil sie uns belagerte. „Ihr könnt doch Oma nicht allein lassen nicht wahr“, „du kannst ja mit der Mama einen anderen Tag zur Gruppe gehen“. Solche Texte liefen nonstop. Sie redete durch mein Baby mit mir. „Sag der Mama mal, sie soll der Oma einen Kaffee kochen“.
      Erwachsen ist das nicht sonderlich.
      Ich habe mir das eine Zeit lang angesehen und dann die Notbremse gezogen.

      Oft möchte man das nicht, weil es ja die Familie ist und nicht xyz, wo es völlig egal ist. Man bemüht sich ja, miteinander auszukommen, möchte niemanden verprellen, bis man merkt, es geht wohl nicht anders und irgendwann auch soweit ist, dass sich soviel angestaut hat, dass es dann sogar egal wird.
      Oft liest man ja auch, dass das Verhältnis vorher gut gewesen ist.

      Ich hab auch gehofft, dass sich das übergriffige und kindische Verhalten von selbst legt, nachdem die erste Euphorie verpufft ist. Warum muss man denn dazu kommen, so extrem deutlich zu werden?
      Mir können einige Menschen nicht wirklich sagen, dass sie all die vorsichtigen Andeutungen und bitten nicht verstanden haben!?

      Schwiegertöchter werden in solchen Konsternationen oftmals, als Mutter, nicht respektiert. Daher ist es egal, was gutmütig gesagt wird. Es gibt nur, richtig Krach oder weiter wie bisher.

      Jedesmal wenn ich was sagte, hieß es, „ach, was weißt du schon, es ist das erste Kind“... das zeigt dann wenig Respekt.

      Es ist ja auch eine Charaktereinstellung, ob man gleich Grenzen setzt oder es mit sich machen lässt. Einige können überhaupt nicht so deutlich werden, sowas fällt einigen Menschen sehr schwer.
      Dieses Forum bietet dann ein Gehör und einen Ort, wo sie es mal frei rauslassen können.

      Ich glaube das einige sich auch einfach mal Luft verschaffen, danach ist gut. Ich ärgere mich auch über allerlei, deshalb würde ich jetzt aber keinen Kleinkrieg auslösen. Dann tauscht man sich mal aus, schimpft sich mal aus und gut ist.

      Wir sind ja alle verschieden und auch die Partnerschaften sind verschieden. Einige Männer sind regelrechte „Muttersöhnchen“, die sich vor der eigenen Mutter nicht positionieren können, wie soll es da teilweise die Partnerin. Da hat ja jeder so seine Konstellation.

      Lg

      Weil man die Beziehung riskiert, wenn man den Mund aufmacht. Manche Schwiegermütter nehmen es zu persönlich. Auch dann wird es rum erzählt, wie falsch man alles macht und man ist nun die böse Schwiegertochter, die nichts zulässt. Man kann mit Ihnen manchmal nicht reden, denn dann bekommt man gar keine Rückmeldung und man bekommt zu hören, es sei alles gut und hinter dem Rücken wird es gelästert mit viel Emotionen. Mit meinen Schwiegereltern kann man nicht diskutieren. Sie sagen zu allem "ok" und dann wird es im Familienkreis gelästert.

      (10) 10.07.19 - 09:06

      Mit manchen Schwiegermüttern kann man nicht so gut reden. Meine ist so weit schon in Ordnung. Hat zwar einige charakterliche Schwächen, die macht sie aber durch andere Vorzüge wieder soweit wett, dass ich mich nicht unbedingt beklagen kann.

      Das eine Mal als ich sie auf ein paar negative Dinge ansprach, sagte sie doch aber glatt zu mir, sie habe so viele Freunde, wenn sie schlechte Seiten hätte, würden die ihr das sagen, demzufolge kann das gar nicht sein, dass sie schlechte Seiten hat.

      Was will man darauf erwidern?

      (11) 10.07.19 - 09:55

      Ich wundere mich auch manchmal, mit was für einer (Schwieger-) Familie einige offenbar gesegnet sind und wie man manches überhaupt so weit kommen lassen kann.

      Ich glaube aber auch, dass wir ja immer nur Ausschnitte präsentiert bekommen und es demnach nicht immer klar ist, wie viel oder wenig vorher schon versucht wurde. Außerdem schreibt man ja, weil man sich gerade sehr aufregt und dann wirkt es manchmal so als wäre absolut jede Situation mit den Schwiegereltern so.

      Wenn ich nach einem Streit mit meinem Partner unmittelbar hier im Forum schreiben würde, würdet ihr euch auch fragen, warum ich mit dem Kerl überhaupt zusammen bin. Weil man in Wut oft Verallgemeinerungen wie immer, nie oder ständig benutzt. 😉

      Ich glaube, ähnlich ist es bei den Schwiegereltern-Beiträgen.

      Dazu kommt natürlich, dass viele wirklich das offene Wort scheuen. Aus Angst, wie sich das langfristig auf die Beziehung auswirkt oder weil sie es nie gelernt haben.

      (12) 10.07.19 - 10:13
      Reaktionsurprise

      Hallo,

      ich dachte immer wir hätten ein entspanntes Verhältnis.
      Klar fand ich es schade, dass keinerlei Interesse für meinen Mann oder mein Kind gezeigt wurde. Aber gut, das ist ihr Leben und ich kann es bedauern, aber auch gut damit leben, dass ein oberflächliches Verhältnis besteht.

      Leben und leben lassen...

      Tja und dann kam dieser eine Tag...

      Mein Schwiegervater ist völlig ausgerastet. Was er mir alles vorgeworfen hat. Ich wäre schuld, dass der arme Sohn Depressionen hat und das der arme Junge im Haushalt „mithelfen“ muss, würde er sich nicht bieten lassen. Ich wäre nur zu faul mich um den Haushalt zu kümmern und „meine“ Arbeit zu erledigen. Ich wüsste alles besser und müsste mich dringend psychologisch behandeln lassen.

      Da hat es UNS erstmal gereicht.

      Ich habe viel darüber nachgedacht, warum das so gelaufen ist.
      Die Strukturen in meiner Schwiegerfamilie sind ziemlich ungesund.
      Männer gehen arbeiten und die Frauen machen ALLES andere. Kinder werden einerseits klein gehalten, andererseits mit Dingen konfrontiert die sie maßlos überfordern.

      Tja und dann komme ich und mit mir verändert sich auch der Sohn.
      Er frägt nicht mehr zuerst seine Eltern, sondern bespricht Dinge mit mir. Ich erziehe mein Kind, wie ich es für richtig halte und ob die SE Tragetuch für sinnvoll halten ist mir völlig egal.
      Ich provoziere nicht absichtlich, aber alleine, dass ich vieles anders mache als sie erleben sie als Provokation. Sie sehen ihre eigenen Verhaltensweisen bezügl. Erziehung und Beziehung in Frage gestellt und vor allem abgewertet, nur weil wir es anders machen.

      Außerdem wage ich es tatsächlich ab und an eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu äußern. Bei der SF gibt es tatsächlich einen Großvater der IMMER Recht hat.
      Ihr ahnt es - er kann mich nicht leiden 😄

      Lg

      (13) 10.07.19 - 11:44
      Soodersoverkehrt

      Ich hab hier auch so eine SM, mit der es schwer ist zu reden. Generell kommen wir gut aus. Sie unternimmt gerne kleinere Fahrten mit meinem Sohn (einkaufen o.ä.) und spielt auch gerne mit ihm, sodass ich was im Haushalt erledigen kann. Dafür bin ich ihr sehr dankbar und sag ihr das auch. Andererseits mischt sie sich oft zu sehr in die Erziehung ein. Hab ihr des öfteren schon zu verstehen gegeben, dass wir unsere Regeln und Grundprinzipien haben und sie diese, wenn der Kleine bei ihr ist, auch einhält. Möchte, dass wir an einem Strang ziehen. Momentan macht sie wieder nur das, was sie für richtig hält. Nur Saft zum Trinken, vor dem Mittagessen Eis, Fernsehschauen 😧 könnte die Liste noch weiter fortsetzen. Hab es wieder mal angesprochen. Resultat: sie schreit mich an (!!!), fühlt sich angegriffen, sagt meinem Sohn lautstark ins Gesicht: Mama erlaubt dir das wieder mal nicht und lässt mich dann mit tobenden, schreienden Kind stehen. Als ich meinen Sohn beruhigen möchte, kommt sie an und herrscht mich an, ich soll ihn doch in Ruhe lassen! Bitte was?!?!?! 😨
      So... Jetzt siehst du mal, wie es laufen kann, wenn man die Probleme anspricht. Darauf hab ich eigentlich keinen Bock. Wenn es sich nicht um mein Kind handeln würde, würd ich mir einfach meinen Teil denken. Aber so geht das natürlich nicht. Es muss wieder mal ein klärendes Gespräch her: das 5. Innerhalb von 3 Jahren, dann läuft es ein paar Wochen wieder gut, dann geht's wieder von vorne los.
      Fazit: in manchen Fällen hilft drüber reden genauso wenig wie es einfach hinzunehmen 🙈

      (14) 10.07.19 - 13:31

      Warum in schwarz und so schwarz-weiss?
      Wenns denn immer so leicht wäre wie du dir das vorstellst... Was machen denn die bei denen Mund aufmachen nicht hilft? Hast Du da auch gute Ratschläge?

      Wir werden nicht belagert aber reden uns - im Guten - seit das Kind auf der Welt ist den Mund fusslig. Wir sind sehr klar und deutlich mit unseren Ansagen, werden aber trotzdem permanent übergangen.
      Als wir davon genug hatten und wir sie in ihrem tun - immer noch freundlich weil wir um das Dramapotenzial der Seite wissen - aber sehr bestimmt unterbunden haben sind sie mit einem riesen Drama und Tamtam abgereist.
      And guess what?
      Es ist als wäre der Eklat nie passiert. Kärtchen. Etwas Blabla a la ja wir ham uns ja so gefreut ihn zu sehen...Und nun läuft es genauso weiter wie vorher.
      Nur dass ich als Schwiegertochter jetzt die Hexe bin, obwohl es von uns beiden fast im selben Wortlaut das gleiche "STOP" gab.

      Diese beiden Exemplare WOLLEN nicht zuhören. Soll ich sie jetzt rauswerfen und den Kontakt abbrechen? Sie lieben das Kind ja. Da ist ja nix falsch dran und das sollen sie ja auch...

      (15) 10.07.19 - 20:46

      Mir sind diese Probleme mit Eltern/ Schwiegereltern zum Glück auch fremd!

      Ich glaube es liegt bei uns sicherlich ein Stück weit am Alter und der Entfernung.
      Und ganz sicher auch daran, wie unabhängig man von den eigenen Eltern war bevor man selbst Kinder bekommt!

      Ich bin 37 und einfach schon sehr lange in jeglicher Hinsicht unabhängig, da käme niemand in der Familie auf die Idee ich müsste bevormundet werden oder wäre hilflos! 😂

      Im Gegenteil, es ist ja iwann eher andersrum: ist Eltern, Schwiegereltern, Großeltern brauchen eher unsere Unterstützung.

      Vieles was ich hier lese, finde ich aber auch schon wirklich RICHTIG gruselig und Frage mich wie man es soweit kommen lässt...

      Ich glaube es ist wichtig sich frühzeitig klar abzugrenzen & es gar nicht so weit kommen zu lassen.
      Klare Worte finden, auch wenn's im ersten Moment nicht angenehm ist! Langfristig hilfreich.
      Ich gehe aber Konflikten auch nicht aus dem Weg & habe das Urvertrauen dass meine Familie mich trotzdem liebt.

      Und für mich & meinen Partner ist klar, dass unsere kleine Familie das wichtigste ist.
      Da haben wir beide das Vertrauen uns gegenseitig zu unterstützen & an einem Strang zu ziehen.

      • (16) 10.07.19 - 21:06

        Ja, wenn ich nach nochmal drüber nachdenke:

        Ich glaube es liegt wirklich daran, wie abgenabelt man selbst von den Eltern ist!

        Wer bis zu den eigenen Kindern (und mit den eigenen Kindern) auf Unterstützung der Eltern/ Schwiegereltern angewiesen ist, vermittelt wahrscheinlich nicht den Eindruck selbständig zu sein & lädt eben auch dann dazu ein, dass diese sich mit Ratschlägen einmischen.

        Kann ich iwie sogar verstehen: wenn mein erwachsenes Kind bei Problemen & Entscheidungen immer mich um Rat gefragt hätte, hätte ich vielleicht auch nicht das Vertrauen dass dies plötzlich ohne mich klappt.
        Usw...

        • (17) 10.07.19 - 21:45
          Soodersoverkehrt

          Ich würde das nicht so verallgemeinern... Ich bin auch schon ziemlich lange selbständig, hab lange alleine gelebt, mein Leben ohne Hilfe meiner Eltern bestritten... Meine Schwiegermutter weiß das alles auch. Trotzdem mischt sie sich immer ein und man kann nicht mit ihr reden. Ich hab auch von Anfang an meinen Standpunkt klar gemacht. Interessiert sie aber trotzdem nicht.
          Sei froh, dass du keine Probleme mit den Schwiegereltern/Eltern hast... Aber wirklich fair finde ich deine Mutmaßungen nicht, es könnte daran liegen, dass die Mütter hier, die Probleme mit der SM haben, nicht selbständig genug sind 👎

          • Nee, in deinem Fall wäre meine Vermutung auch eher, dass dein Partner vielleicht zu wenig von seiner Mutter abgenabelt war. Und sie deshalb eben dann auch die gegenüber übergriffig reagiert / dich behandelt wie ihren Sohn. Sie kennt es ja nicht anders...

            Ist ja auch nur meine Idee dazu, wenn ich das hier so lese & mit meinem Leben vergleiche. Ohne Anspruch auch Richtigkeit!

            Fair finde ich aber auch vieles nicht, was manchmal über Schwiegereltern geschrieben wird: Als Unterstützung voll eingeplant aber bitte ohne eigene Meinung.
            Wer im Alltag so eng mit Eltern / Schwiegereltern ist und deren Hilfe braucht, kann eben auch nicht erwarten, dass man immer einer Meinung ist.

            • (19) 11.07.19 - 00:51

              Also ich kann diese These auch nicht bestätigen. Mein Mann ist mit 18 ausgezogen.
              Ich mit 23...
              unser erstes Kind bekam ich mit 33, da standen wir auch schon lange auf eigenen Beinen.
              Meine Eltern haben schon früh ihren Stiefel durchgezogen. Wir mussten früh selbständig werden. Bei meinem Mann sah es nicht viel anders aus.
              Im Gegenteil... wir müssen ständig etwas für unsere Eltern „erledigen“, weil sie es nicht können oder nicht wollen! Flug buchen, machen wir. Auto mieten, wir. Hotel oder sonstige Unterkunft buchen, sind wir gefragt. Steuer... machen wir. Arzttermine koordinieren, meistens ich.
              Trotzdem standen beide Seiten auf der Matte, das erste Enkelkind kam (nicht mal das erste) ... bis dato habe ich seit meinem 10 Lebensjahr praktisch für mich allein gesorgt und teilweise sogar für meinen Bruder, der zwei Jahre jünger ist, weil meine Eltern nie zuhause waren, um uns was zu essen zu machen, bei den Hausaufgaben zu helfen oder sonstiges. Aber, als ich plötzlich Mutter wurde, degradierte ich, von einer selbständigen Frau, zum kleinen Baby, dass auf einmal nichts mehr auf die Reihe bekam!?
              Da halfen auch keine klaren Worte!! Beide Seiten stellen auf Durchzug. Die eine Oma wollte das ich stille, die andere meinte ich soll die Flasche geben. Die eine schimpfte ich soll das Kind doch mal Schrein lassen, ich würde es verwöhnen. Die andere schimpfte, ich solle das Kind doch nicht so lange quaken lassen, es würde sich allein fühlen, sie könne sowas überhaupt nicht ansehen. Richtig ulkig wurde es, wenn beide zusammen trafen...
              Auch wenn es bei uns nicht zutrifft,
              Finde ich deine These aber spannend. Würde mich interessieren, wie es bei den anderen so ausschaut🤔

              • (20) 15.07.19 - 23:02

                Meine Schwiegermutter bevormundet gerne und mein Mann lässt das zu. Er kennt es ja nicht anders. Sie sind alle sehr eng miteinander und erzählen sich alles. Damit musste ich erstmal klar kommen und mich „unauffällig“ abgrenzen, denn ich mache möglichst mein Ding.
                Ich habe meinen Mann mehrfach gebeten, dass manche Dinge diskret behandelt werden sollten und nicht weitergetragen werden.
                Bei der genauen Schilderung der Geburt hab ich ihn freundlich (leider vor versammelter Mannschaft) gestoppt.

                Ich habe mir also immer höflich alle Ratschläge von schreien lassen bis Flasche geben brav angehört und gelächelt. Nach drei Monaten stellte sie ganz neutral fest: Du machst sowieso was du willst, egal was ich sage.
                Richtig erkannt. 😁

                100 km Distanz zwischen den Wohnorten schaffen wunderbar Ruhe. Man stößt ja auch niemanden gerne vor den Kopf.

                Meine schwiegereltern sind tolle Menschen, was sie tun, ist nicht falsch, das ist mir nur viiiiiel zu dicht. Aber meinem Mann gefällt es und viele andere wären froh drum. Daher viele Kompromisse und wenig deutliche Worte.

            Also ich kann es auch nicht bestätigen. Bei uns besteht die Abhängigkeit eher andersrum. Mein Freund ist mit 20 zu Hause ausgezogen und war von Beginn an super selbstständig. Er hat immer alles allein organisiert bekommen.
            Meine Schwiegermutter lebt allein, hat keinen Partner und mein Freund ist ihr einziges Kind. Daher klammert sie sich sehr an uns. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sie zu uns in die Stadt ziehen wird, sobald sie Rentnerin ist.
            Meine Eltern sind da das komplette Gegenteil. Ich bin zwar auch mit 19 von zu Hause ausgezogen, allerdings frage ich sie schon öfter um Rat, wenn auch nicht auf meine Tochter bezogen. Da haben sie meist Ansichten, die so ganz anders sind als meine. 😅 Trotzdem bevormunden sie mich so gar nicht, sondern haben eher die Einstellung, dass ich erwachsen bin und eben selbst klarkommen muss.

            • Ja, stimmt.
              Mir fällt ein: in meiner Familie kümmert sich meine Tante seit ein paar Jahren intensiv um meine Oma (vorher gab es große räumliche Distanz). Und meine Tante ist auch oft genervt, dass meine Oma immer alles besser weiß & bestimmen will.

              Ich selbst bekomme das auch mit wenn ich da bin & meine Oma will das bei mir auch. Dadurch, dass ich die Oma aber selten sehe, lässt mich das ziemlich kalt. Ich sage ihr dann, dass ich es anders machen werde & sie ist dann damit unzufrieden. Stört mich dann aber nicht weiter.

              Aber wenn man das jeden Tag hat... 🙉

              Also vielleicht liegts einfach an der Enge des alltäglichen Verhältnisses! Egal wer für wen sorgt...

              Meine Familie bekommt ja meinen Alltag gar nicht mit, da wäre es für alle seltsam sich dazu plötzlich zu äußern.

              Wir können ziemlich frei von Konflikten mit Familie leben, dafür haben wir eben auch nicht die alltägliche Hilfe.
              Das ist vielleicht der Preis dafür.

              • (23) 11.07.19 - 14:08

                Aber so n Muttersöhnchen (...Töchterchen) wär trotzdem nix für mich, das gibt's ja schon wenn ich das so lese.

                Also, wenn jmd sich nie abgenabelt hat & der eigenen Familie nicht widerspricht / nicht hinter PartnerIn steht.

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