3 und mehr Kinder! Seid ihr berufstätig ?

    • (1) 11.07.19 - 14:58
      Inaktiv

      Hallo,

      Meine Frage richtet sich vor allem an die Mamas die mehr Kinder haben.
      Als ich noch „nur“ 2 Kinder hatte war alles ein eher kleineres Problem. Ich war Teilzeit berufstätig (Büro) und habe mir nach der Arbeit 1-2 Stunden für die Hausarbeit genommen, danach die Kinder geholt etc ...

      Nach Nummer 3 und dem Umzug war eine Rückkehr an meinen Arbeitsplatz nicht mehr möglich. Durch die veränderte und deutlich schlechtere Betreuungssituation hat sich das mit der Berufstätigkeit zunächst als sehr schwierig heraus gestellt. Da wir nun 3 Kinder mit zahlreichen hobbies, Schule, Hausaufgaben, lernerei, sowie Haus und Garten hatten/haben war der Entschluss erst mal zu Hause zu bleiben.
      Das war und ist eigentlich auch immernoch ok für uns.

      Nun wird Nummer 3 (5jahre alt) im Sommer Vorschüler und ich habe das mit dem Job nochmal in Angriff genommen. Betreuungstechnisch gestaltet es sich nach wie vor schwierig, daher habe ich mir überlegt zunächst auf 450€ Basis einzusteigen. Wie erwähnt habe ich im Büro gelernt und auch die meiste Zeit gearbeitet, würde jetzt aber nicht zwingend drauf bestehen auch künftig im Büro zu arbeiten.

      Ist jemand von euch nach „längerer Zeit“ in einen 450 Euro Job eingestiegen?
      In meinem Bekanntenkreis heißt es mehr als Mindestlohn würde in diesen Jobs nicht gezahlt ?
      Lohnt sich das?

      Mag jemand berichten ?
      Ich danke euch schonmal 🤗

      • (2) 11.07.19 - 15:00

        Hey,

        ich habe 3 Kids (13,9,3) und bin mit unserem 4. Kind in der 10. Woche schwanger. Ich arbeite als Sachbearbeiterin im öffentlichen

        • (3) 11.07.19 - 15:03

          ausversehen abgeschickt.....

          Dienst mit 30 Stunden, bis vorletzten Monat sogar 36.

          Mach meiner Elternzeit werde ich hoffentlich wieder als Schulsekretärin arbeiten können. Ich werde mich dort rechtzeitig während der Elternzeit bewerben. Da wir jetzt umgezogen sind und mein AG nun 1,15 Stunden entfernt ist.

          Bei einem 450€ Job bekommst du in der Regel 10€ pro Stunde. Also 45 Stunden in Monat. Das kann man mit dem AG aber auch besprechen. Da es zu wenig ist, könnte ich persönlich es nicht. Haus usw.

          • (4) 11.07.19 - 18:43

            Wieso denn in der Regel 10 Euro? Das stimmt eigentlich gar nicht. Der Stundenlohn wird wie in einem normalen Job ausgehandelt. Je höher er ist desto weniger Std braucht man eben um auf 450 Euro zu kommen.
            Ich bekomm 22 Euro auf die Stunde für meinen 450 Job. Sicher ne Ausnahme aber das generell 10 Euro gelten ist Quatsch

            Und an die TE: lohnen tur sich der Job immer wegen der fehlenden Abgaben. Außer natürlich du musst für die Zeit Fremdbetreuung bezahlen

            • (5) 11.07.19 - 18:56

              Bei uns bekommen alle 450 Euro Jobber 10€ die Stunde. Ich kenne einige Leute die einen 450€ Job haben und auch nur 10€ bekommen. Natürlich ist das nicht überall so. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber leider machen das nicht viele Firmen und man wird nur so gering pro Stunde bezahlt.

              Ich arbeite normal, bzw. nicht Geringfügig. Aber selbst mein AG (Stadtverwaltung ÖD) zahlt den Verkehrszählern z.B. nur 10€ die Stunde beim Minijob.

              • (6) 12.07.19 - 17:07

                Hallo,

                Also ich arbeite neben meinem normalen Job (Teilzeit, 15 Stunden) gelegentlich noch zusätzlich auf 450 Euro Basis - im selben Bereich, aber anderer Arbeitgeber - und bekomme da sogar 9 Euro mehr die Stunde. Die Chefin sagt, weil sie da halt keine Sozialbeiträge zahlen muss, kann sie sich das leisten.
                Also 26Euro/Stunde regulär, 35Euro/Stunde beim "Minijob".

                Ich denke, man kann ja auch in seinem normalen Beruf einen 450 Euro Job machen, dann sinds sicher mehr als 10 Euro die Stunde. Wenn man halt was passendes findet.

                Liebe Grüße,
                Alegra

              • (7) 21.07.19 - 08:14

                Interessant das du ALLE 450 Euro Jobber bei dir in der Stadt kennst. Zeigen die Menschen dir auch regelmäßig ihre Abrechnungen?

                • (8) 21.07.19 - 14:33

                  Ja die kenne ich. Denn ich bin Personalabrechnerin! Ich sagte ja, bei uns in der Stadt/ bzw. bei meinem Arbeitgeber. Und ich habe die Minijobber in der Abrechnung. Und die Minijobber in unserer Stadtverwaltung bekommen 10€/Stunde.

      (9) 11.07.19 - 15:03

      Also ich habe momentan 4 Kinder (20,19,9&6) und studiere gerade. 2017 habe ich eine Ausbildung in Teilzeit erfolgreich beendet und nach meinem Studium (im Oktober) werde ich erstmal Zuhause bleiben. Meine beiden Großen sind mittlerweile ausgezogen und wir möchten noch ein Kind. Nächstes Jahr ziehen wir in unser Haus, das heißt dann neue Schulen, neue Umgebung etc, daher würde es jetzt gut passen mit einem Baby da ich eh erstmal Zuhause bleiben möchte. Ich baue nebenbei meine Selbstständigkeit auf, daher würde ein Minijob reichen, sobald alles andere eingespielt ist.

      (10) 11.07.19 - 16:10

      Einige Freunde (Mütter/Väter) haben ab der Grundschule ihre Stunden reduziert. Jeweils ein Elternteil der Familie, wobei es auch Väter gibt, die das machen.

      U3 Betreuung wurde massiv ausgebaut. Zeiten passend zu einem Vollzeitarbeitstag
      Ü3 Betreuung oft bis mittags oder etwas länger, ein paar Kindergärten haben ausgebaut. Abends jedoch nicht soooo lange wie U3 Betreuung

      Grundschule: hier haben sie die Räume an die U3 Betreuung abgegeben. Personalkosten aus der Hortbetreuung umverteilt.
      Weniger Räume als vorher, viele Kinder, weniger Personal.
      Betreuung deutlich kürzer als Ü3 Betreuung und noch sehr viel kürzer als U3 Betreuung.

      Hausaufgaben im Hort zu machen ist utopisch. Laut, kein Platz.

      Verlässliche Grundschule heißt zwar das Konzept. Die Realität sah dann aber so aus, dass es alle Nase lang Zettel gab, ob Kinder bitte früher nach Hause gehen dürfen, weil Unterricht ausfällt.

      Einige Klassen waren davon betroffen, dass mehrmals im Schuljahr der Stundenplan geändert wurde.
      D.h. 5 Wochen lang hatten die Kinder montags ihren kurzen Tag, dann wurde geändert auf donnerstags kurzer Tag, dann wiederum auf mittwochs und freitags kurzer Tag mit der Bitte sie an anderen Tagen früher nach Hause gehen lassen zu dürfen.

      Im Hort ummelden ging zwar, war aber schwierig.

      Für dienigen Eltern, die feste Arbeitstage hatten, war das durchaus schwierig.
      Daher gab es dann einige, die dann ihre Stunden reduziert hatten oder vorübergehend ganz zu Hause blieben.

      Meist so zwischen 1. und 7. Klasse.

      Bei den 450,- Euro Jobs kommt es echt darauf an.
      Manche bieten nur Mindestlohn und höchste zeitliche Flexibilität wird vorausgesetzt, Studium erforderlich.

      Andere sind froh, wenn sie jemanden finden und bieten etwas mehr.

      450 Euro ist ja das monatliche Höchstmaß, der Stundenlohn errechnet sich ja dann aus den geleisteten Stunden.

      Was es bei euch so gibt, weiß ich nicht.
      Das einfachste ist wohl, die Augen offen zu halten, dir verschiedene Stellen anzusehen.
      Auch mal bewerben und Vorstellungsgespräche annehmen. Wenn es passt, prima. Wenn nicht, musst du nicht automatisch den Job annehmen. zumindest nicht, so lange es finanziell machbar ist.

      Probier, was für euch passt. Manches wird passen, manches passt nicht.

      Neben der Arbeitszeit kommt ja noch Fahrtweg, Verteilung der Stunden und einiges mehr an Faktoren zusammen, die entweder passen oder auch nicht.

      Manche Familien machen es auch so, dass ein Elternteil einen Tag ganz arbeitet und die anderen zu Hause ist und das andere Elternteil an diesem Tag Home office macht oder bestimmte Termine macht oder die Großeltern einen Tag einspringen oder es mit Hort und kürzerem Arbeitstag des anderen Elternteil zusammen passt.

      (11) 11.07.19 - 16:25

      Wir haben drei Kids (8,5 und 1). Mein Mann ist selbstständig und ich bin auf Führungsebene im öff. Dienst tätig mit derzeit 25h auf 4 Tagen verteilt.
      Ohne Arbeit wäre ich dem Wahnsinn Nahe. Ich brauche das einfach. Es tut mir unheimlich gut raus aus dem Haus zu kommen.
      Alle Kids gingen ab 1 Jahr in die Kita und ich wieder arbeiten, bis zum dritten Kind war ich auf 36-38h tätig. Beim dritten Kind habe ich Nach dem Mutterschutz direkt wieder mit 10h im Homeoffice angefangen.
      Die Große kommt jetzt in die dritte Klasse und ist bis 15:30/16 Uhr in der Schule. Hausaufgaben werden in der Schule gemacht. Für die Schule mussten wir noch nie wirklich viel tun. Sport machen die beiden großen freitags mit dem Papa im Verein.

      Ich hätte gerne eine Haushaltshilfe, aber da findet sich nichts anständiges. Letztlich kommen wir aber ganz gut zu Recht. De facto habe ich aber ein großes Stresslevel und habe mir angewöhnt im Haushalt nicht superwomen sein zu wollen.

      (12) 11.07.19 - 16:47

      Also wir haben drei Kinder und teilen uns die Betreuung unserer Kinder nahezu paritätisch, ebenso Haushalt, Garten, Bürokratie und so weiter und sofort. Die Kinder sind bis 13:00 Uhr im Kindergarten/Schule. An einem Nachmittag ist die Oma da. Letztendlich wäre es allerdings auch möglich, dass mein Mann diesen Nachmittag übernimmt. Ist aber auch einfach schön für die Oma und insbesondere für die Kinder!
      Wo ein Wille, da ein Weg. Trau es dir zu, dass du mit dem Beruf auch zufrieden bist.

      (13) 11.07.19 - 16:58

      Hallo,
      hier drei Kinder, alles Schulkinder. Ich habe nie aufgehört zu arbeiten (selbstständig), sondern einfach meine Arbeitszeiten den Gegebenheiten angepasst. Z. B. eben am Wochenende gearbeitet oder am Abend. Derzeit arbeitet mein Mann ca. 50 bis 60 Stunden und ich zwischen 30 und 40 Stunden pro Woche je nach Arbeitsaufkommen. Unser jüngstes Kind ist 8 Jahre alt und hier auf dem Land ist die Schule spätestens um 13.15 Uhr aus (Grundschule), Kindergarten geht bis max. 13.30. Wir haben keine verfügbaren Großeltern. Haushalt sieht manchmal schlimm aus, aber so ist es eben, dann nehme ich mir lieber Zeit für die Kinder und gehe mit ihnen ins Freibad. Außerdem haben alle zahlreiche Hobbies, so dass ich da auch immer zum Fahren verfügbar sein muss. Ich habe gelernt, dass nicht alles perfekt sein kann, sonst würde ich verrückt werden.

      • (14) 11.07.19 - 19:01

        Ja, alles geht nicht. Da versuche ich gerade auch entspannter zu werden. Zumal man als Eltern ja auch mal eine Auszeit braucht und Hobbies nachgehen möchte. So egoistisch bin ich dann auch...

    (15) 11.07.19 - 17:28

    Da Dir niemand zu dem 450 Euro Job antwortet. Häufig sind die Mindestlohnjobs (9,19 ), ABER eben nicht immer. Je nach Anforderung wird auch in diesen Job unterschiedlich gezahlt. Bei uns erhalten diese Beschäftigten zwischen 11 und 20 Euro Stundenlohn.

    Am besten schaust Du einfach mal, welche Jobs für Dich in Frage kommen. Neben dem Geld ist ein Faktor nicht nur KK zu haben.

    (16) 11.07.19 - 17:44

    Ich habe 3 Kinder (13,10 und 3 Jahre alt) und arbeite 30 Stunden die Woche seit der kleinste 1 Jahr alt ist.
    Mit 2 Kindern war ich vollzeit beschäftigt. Mit 3 und nach einem Umzug in einen Ort mit schlechteren betreuungsmöglichlichkeiten schaffe ich nicht mehr als 30 Stunden. Aber das ist ok denke ich.
    Ig Sarah

    (17) 11.07.19 - 18:11

    Hallo, ich habe 3 Kinder 15, 3 und 1 Jahr alt. Der große ist in der Schule die kleinen in der Kita. Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit 38,5 h. Er in Schichten und ich mit einer Kernarbeitszeit. Dadurch haben wir keinen Stress und die zwei jüngsten sind nie länger als 8 Stunden in der Kita. Haushalt und Garten wird so aufgeteilt das immer einer für die Kinder Zeit hat und der andere macht was anfällt. Wir überlegen aber schon länger uns einmal in der Woche eine Haushaltshilfe zu suchen die solche Sachen macht wie Staub wischen, Bäder putzen usw. Sodass das einfach erledigt ist.

    (18) 11.07.19 - 18:57

    Hallo, wir haben 3 Kinder. Die Jüngste ist 4 und ich arbeite seit sie 1 1/2 Jahre alt ist wieder. 50%, also 20h/w plus 450€-Job. Im Nebenjob bekomme ich 20€/h als FKS für Anästhesie. Das lohnt sich, aber da wir beide Krankenpfleger sind, wäre ein Verdienst viel zu wenig hier in BaWü, da die Lebenshaltungskosten sehr hoch sind und die Betreuung sehr teuer und großteils unflexibel ist. Das ist stressig und wegen des Schichtdienstes mit sehr viel Organisation verbunden. Zudem fehlen mir die Mitstreiterinnen, so dass die Angebote einen guten Betreuung dünn gesät sind. Marktwirtschaft eben
    Ich arbeite gerne und den Kindern schadet es nicht. Wir schaffen es doch meist alle Feste und a Bisserl Ehrenamt mit zu stemmen.

    Hi,

    Also ich habe 4 Kinder und werde jetzt im August nach 1 Jahr Elternzeit wieder voll arbeiten. Das bedeutet 26 h außer Haus und Rest meist zu Hause. In den Ferien bin ich meist zu Hause und kann meine Kinder betreuen. Mein Mann arbeitet in zwei Schichten. Dadurch müssen die beiden Kleinen im zwei-wöchigen Rhythmus wechselnd von 7 bis 14 Uhr oder von 8 bis 15 Uhr in die Betreuung.
    Haushalt und Garten machen wir gemeinsam, mit den bereits schon großen Kindern. Eingetaktet werden müssen immer noch die Therapien meiner 3. Geborenen. Hobbys suchen die Kinder selbst auf.
    Eigentlich hat sich das immer recht schnell eingependelt. Daher denke ich, dass es auch jetzt mit Nr. 4 so gut klappt.
    Aber ich brauche z. B. nicht täglich 1 bis 2 h für den Haushalt. Kleine Tätigkeiten machen wir nebenher. Hier mal schnell saugen oder so. Alles geputzt wird einmal in der Woche, wie gesagt, dann alle zusammen. Wir teilen uns da auf und dann ist das auch längstens in 2h alles rein.
    Es hängt, denke ich mal, viel mit dem zusammen, was macht und dann auch, welche Prioritäten man setzt.
    Hier um die Ecke habe ich in einem Laden einen Aushang gesehen, der jemanden für den Verkauf von 9 bis 12 Uhr jemanden sucht. Ist ja perfekt für Muttis. Schau dich doch einfach mal um bei dir in der Gegend.

    Hallo :)

    Ich habe zwar nur zwei Kinder (11, 1.5) aber antworte dir trotzdem mal. Ich fange ab August wieder in meinen gelernten Beruf für 25-27 Stunden an. Seit der jüngste aber ca. 7 Monate alt war, begann ich mit einem 450 Euro-Job und ich werde mit 15 Euro plus Weihnachts-und Urlaubsgeld bezahlt- als Branchenfremde. Es ist also nicht überall so, dass man "nur" nach Mindestlohn bezahlt wird.

    Lg

    (21) 11.07.19 - 19:32

    So richtig beantworten kann ich dir die Frage nicht.

    Ich bin aus finanziellen Gründen nach einem Jahr Elternzeit (beim ersten Kind leider eher) wieder mit halber Stelle oder 2/3-Stelle eingestiegen.
    Inzwischen ist auch die Kleinste von 3 Kindern fünf Jahre alt und so langsam habe ich wieder mehr Luft und Zeit für mich. Ich muss nicht mehr ab 20 oder 21 Uhr noch an den Schreibtisch. Das kann auch mal über Tag geschehen.

    Anstrengend war die erste Zeit schon, aber machbar. Jetzt lässt es sich gut kombinieren.

    (22) 11.07.19 - 20:11

    Hallo,

    wir haben 4 Kinder - 14,12,7 und 3 Jahre und ich arbeite nicht.
    Ich mache den Haushalt, koche, kümmer mich um die Kinder, deren Hobbys, Hausaufgaben usw.
    Ich bin gut ausgelastet und mache für mich selbst noch Sport.

    Wenn die Kinder größer sind, würde ich gerne wieder arbeiten gehen.
    Aber aktuell ist ja doch immer was anderes oder jemand krank und das was ich verdienen würde, müsste ich in extra Betreuungskosten, extra Fahrkosten und Auto anlegen.

    Mein Mann ist selbstst. und verdient ausreichend und ich halte ihm den Rücken frei. So macht jeder was er mag. Für uns passts und war auch vorher so besprochen worden.

    • Ich moechte eure Modell in keinster Weise angreifen, jeder wie es passt. Aber was mir aufstößt <<Aber aktuell ist ja doch immer was anderes oder jemand krank und das was ich verdienen würde, müsste ich in extra Betreuungskosten, extra Fahrtkosten und Auto anlegen>>

      Sicherlich sind Krankheitstage Sache beider Eltern und sollten aufgeteilt werden. Ok, du bist zu Hause, aber würdest du in einem bezahlten Job arbeiten, muessen beide ran.

      Und sicherlich sind Betreuungskosten und Fahrtkosten, Kosten, die die ganze Familie betreffen und nicht nur Sache der Mutter?

      Ich hoere so oft, es wuerde sich fuer Muetter nicht lohnen zu arbeiten denn sie würden ja alles in die Betreuung stecken müssen. Also bei uns gingen die Betreunnungskosten schon immer halbe halben, sind schließlich unsere Kinder.

      Hier wünschte ich mir wirklich ein Umdenken, denn oft klingt es so, als muessen Mutter zur Strafe, weil sie wieder arbeiten wollen, die Betreuungskosten tragen. Das finde ich schlimm und dieses Denken kritisiere ich.

      • (24) 12.07.19 - 16:05

        Ich versuche es dir mal aus meiner Sicht zu erklären, weiß nicht sicher, ob efeu das auch so meint:

        Angenommen, mein Mann verdient ca 3000 netto, ich kann aufgrund der Schulzeiten nur in Teilzeit arbeiten und habe 800€ netto.
        Familieneinkommen 3.800 € (Kindergeld lasse ich jetzt mal absichtlich raus)

        Hier gibt es keine Ganztagesschule, Hort etc. Wir wohnen auf einem kleinen Dorf mit Grundschule.
        Also nur Betreuung durch Tagesmutter, Leihoma etc möglich.
        Betreuungskosten nach der Schule inkl. Mittagessen bis ca 15-16 Uhr. (Schulschluss meist 12.15 Uhr)
        Betreuungskosten von ca 400 € (das zahlen beispielsweise unsere Nachbarn an die Tagesmutter. Kind ist mit meinem in einer Klasse)
        Ich habe/hatte Benzinkosten von ca 150€ im Monat.

        Bleiben von den ursprünglichen 3.800€ Familieneinkommen, nur noch 3.250 € übrig.

        Da sind wir "günstiger" dran, ich bleibe zu Hause, wir haben dann eben nur das Einkommen meines Mannes und ich bin dafür jeden Nachmittag für unseren Sohn da. Kann mit ihm Hausaufgaben machen, im Sommer ins Freibad etc.

        • Deine Rechnung verstehe ich durchaus. Mir ging es einfach mehr um diese Denke dass Betreuungskosten Kosten sind, für die die Mutter aufkommen muss.

          Ich sehe das jedoch anders, man muss die Rechnung langfristiger machen: welche Chancen hat derjenige, der aus dem Job aussteigt später auf dem Arbeitsmarkt? In den meisten Jobs bist du nach 5 Jahren weg vom Fenster (sehe ich reihenweise im Freundeskreis meiner Mutter). Manchmal sind diese Abstriche dann auch einfach Investition in die Zukunft.

          Ich habe zB studiert und bin jeweils nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen, mir persoenlich waere es einfach nicht genug, spaeter mal irgendwo an der Kasse zu sitzen, wenn meine Kinder älter sind. Auch das soll keine Kritik sein, jeder wie er mag und kann. Aber ich denke, man muss sich gut überlegen, was in ein paar Jahren mal kommt, Kinder werden schnell groß, Beziehungen können auseinander gehen..Und dann?

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