Bin nur traurig und w√ľtend zugleich ūüėĘ

    • (1) 12.07.19 - 11:42

      Hallo,

      ich muss mir einfach etwas von der Seele schreiben. Heute hat unser befreundetes Pärchen die Freundschaft per Mail beendet.
      Und ich bin traurig und w√ľtend. Wir kennen uns schon seit 13 Jahren. Damals hatten wir keine Kinder, sie haben eins,welches jetzt schon erwachsen und aus dem Haus ist. Wir haben jetzt drei Kinder. War bis jetzt immer kein Problem. Die Treffen fanden immer Abends bei uns statt. Denn Nachmittags st√∂rten die Kinder sie und sie waren der Meinung,dass man sich nicht in Ruhe unterhalten kann. Somit war es entspannter. Es ist sonst nichts vorgefallen. Sicher haben sie sich auch ver√§ndert. Er lie√ü sich die Haare lang wachsen, sie kleidete sich bi√üchen verr√ľckter. Aber das haben wir akzeptiert. Jeder wie er m√∂chte.
      Wir haben uns Abends dann bei uns getroffen und einfach √ľber alles gesprochen. Da sie aber eine schlimme Lebensmittelallergie hat und nur ganz bestimmte Sachen essen kann,ist sie sehr eingeschr√§nkt. Familienfeiern sind bei denen immer mit sehr viel Aufwand verbunden und Abends mal Essen gehen keine Chance. Wir haben ihre Lebensgeschichte uns immer angeh√∂rt und versucht zu helfen.
      Und jetzt haben wir nachgefragt ob wir uns wieder treffen wollen und es kam eine eindeutige Antwort,dass sie die Freundschaft beenden,denn wir w√ľrden uns in verschiedene Richtungen entwickeln.
      Was ist denn nur los mit manchen Leuten? Wem ist es auch so ergangen?
      Ich muss ehrlich gestehen, es verletzt mich.

      LG Lady-3

      • (2) 12.07.19 - 11:57

        Hi,

        ich verstehe, dass dich das traurig macht, aber sei doch froh, dass sie so ehrlich sind. nun wei√üt du, woran du bist. Schlimmer w√§re es, wenn sie euch immer wieder vertr√∂sten w√ľrden.

        Es kommt im Leben eben vor, dass man sich unterschiedlich entwickelt. So habe ich schon einige Freundschaften verloren. Bei einigen √§nderte es sich mit dem Partner, durch finanzielle Unterschiede, es stellte sich heraus, dass man unterschiedliche Anspr√ľche an eine Freundschaft hat, bei anderen war die Gemeinsamkeit haupts√§chlich das gemeinsame Hobby - fiel es weg, verlief sich irgendwann die Freundschaft - nicht von jetzt auf gleich, aber √ľber die Jahre hinweg.

        Wichtig finde ich einfach, dass man sich auf der Straße begegnen kann und Smalltalk halten. Zumindest, solange nichts gravierendes vorgefallen ist.

        Gruß
        Kim

        (3) 12.07.19 - 12:04

        Ein Freund von uns war schwer krank und hat zum Gl√ľck √ľberlebt.
        Als es ihn wieder gut ging haben Sie (Er und seine Frau) auch ihre Freunde/Bekannten ausgemistet.

        Er erzählte uns das er da gemerkt hat wer die wahren Freunde sind.Er hat noch eine Chance bekommen und die wollen Sie nutzen und haben angefangen alle Altlasten im aus dem Haus und Leben zu verbannen.

        Sie haben sich auf äußerlich verändert , waren Sie erst ein "altes Ehepaar"strahlen sie jetzt Jugendlichkeit , Frische und Verliebtheit aus .
        Auch so hat er sich ver√§ndert.hat er sich fr√ľher √ľber Gott und die Welt ge√§rgert, st√∂rt ihn jetzt so gar nichts.Er war fr√ľher ein Brummb√§r hat selten gelacht ,jetzt ist er eine Ulknudel.

        Vielleicht ist es bei deinen Freunden ähnlich, aus welchen Grund auch immer

        (4) 12.07.19 - 12:22

        "dass sie die Freundschaft beenden,denn wir w√ľrden uns in verschiedene Richtungen entwickeln."

        Das ist oft so im Leben.

        Es gibt Menschen, da haben wir uns aus den Augen verloren. Nicht absichtlich, sondern weil wir uns in andere Richtungen entwickelt haben.

        Aktiv beendet wurden nur sehr wenige "Freundschaften". Diese gingen dann im Streit auseinander. R√ľckblickend waren es keine echten Freunde. Der Streit war nur der Ausl√∂ser, nicht die Ursache.

        Jeder Mensch entwickelt sich weiter. Bei Kindern sieht man es deutlich.
        Bei Erwachsenen sieht man es oft nicht oder will es nicht wahrhaben.

        Bei mir gingen einige Bekanntschaften in die Br√ľche, als ich krank wurde/war. Auf die Nase gebunden habe ich es nicht jedem.
        Von denen, die bescheid wussten, waren die Reaktionen unterschiedlich.
        Manche waren pikiert, weil ich nicht mehr so funktionierte, wie sie mich kannten, andere meckerten, dass es nicht sein könne usw.

        Geblieben sind die, die es erst mit mir meinten. Auch jene, die nicht wussten, was los ist.
        Manche sind auch wieder gekommen. Da baut sich der Kontakt wieder auf. In der Zeit hatte ich keine Kraft den Kontakt zu halten und/oder sie hatten keine Kraft mit meiner Krankheit umzugehen.
        Da sie mir das beste w√ľnschten und auch sonst super sind, bauen wir den Kontakt wieder auf.


        Ehrliche Menschen finde ich f√ľr mich wichtiger.
        Dieses ja, wir treffen uns - aber nur wenn die anderen 35 nicht können, finde ich anstrengender. Dann lieber ein: es war eine schöne Zeit, aber es passt nicht mehr.

        Manche sehe ich nach Jahren wieder - und es entwickelt sich was / oder wir können einfach freundlich zueinander sein. Zufälliges sehen, meine ich.
        Andere habe ich seither nicht mehr gesehen. Das ist ok so. Ich freue mich, wenn es ihnen gut geht.


        Entwickeln tut sich jeder. Nur sieht man es vielen nicht an. Erst wenn sie die scheinbare Komplettveränderung vorlegen.

        Schwieriger finde ich, und das mag ich gar nicht, wenn sich bei jemandem viel ver√§ndert und dann Vorw√ľrfe kommen: nicht verstehen, du tust nie, warum bist du so usw. :-[
        Es ist ok, wenn sich andere entwickeln, nur die Erwartungshaltung, dass ich mich in die gleiche Richtung zu entwickeln habe, damit kann ich nicht umgehen.

        Oder auch nicht, wenn Vorw√ľrfe kommen und die ganze Zeit pl√∂tzlich alles schrecklich war.
        Das waren dann so die Streits, bei denen es aktiv auseinander ging.

        Sonst hat es sich verlaufen oder ich habe gesagt, dass ich keine Kraft f√ľr Kontakte hatte.

      • (5) 12.07.19 - 12:25

        was ist denn mit den unterschiedlichen "Richtungen" gemeint? Sind sie jetzt voll die √Ėko-Hippies und ihr seit die Stadt-Banker? (ganz ganz b√∂se ausgedr√ľckt ja ich weiss ;-))
        Nat√ľrlich muss man so ein Schlussmachen akzeptieren, trotzdem w√ľrde ich an eurer Stelle auch gerne die Gr√ľnde daf√ľr wissen. Haben sie etwas angedeutet was sie mit den "Richtungen" meinen?

        • (6) 12.07.19 - 12:38

          Die einzige Entwicklung,die sie gemacht haben ist, dass er beruflich sehr viel k√ľrzer tritt. Er hat seine Arbeitsstunden drastisch reduziert und aufgrund seiner Anf√§llen ( die er aber schon seit Kindheit hat) einen h√∂heren Behinderungsgrad erworben hat. Somit hat er alle 3 Wochen Urlaub. Aber viel weg fahren tun sie auch nicht, weil sie eine sehr schlimme Allergie und ist somit im Leben sehr eingeschr√§nkt. Diese Einschr√§nkung hatte sie aber schon als wir uns kennen gelernt haben.

          • (7) 12.07.19 - 12:43

            das beantwortet aber immer noch nicht die 'Richtung'? Haben sie die Richtung erklärt im Mail oder einfach nur 'Richtung' geschrieben?

            • (8) 12.07.19 - 13:01

              Nein. Haben nur geschrieben,dass wir uns in verschiedene Richtungen entwickeln.Mehr nicht.
              Dann kam nur:"Warum
              schreiben und nicht besprechen? Weil besprechen fast immer in
              Rechtfertigungen und/oder Schuldsuche endet und das liegt nicht in
              unserem Sinn und sicher auch nicht in Eurem."

          (9) 12.07.19 - 14:22

          Das ist doch eine ganz klare Richtung:

          Krankheiten entwickeln sich. Manchmal auch nervenaufreibender.

          Als ich anfangs krank wurde, lebte ich meinen Alltag weiter. Eingeschränkter, aber es ging irgendwie. Ich hielt Kontakte aufrecht, die mir wichtig waren.

          Irgendwann konnte ich das nicht mehr!
          Freunden sagte ich noch, dass sie sich gerne bei mir melden k√∂nnen. Ich freue mich √ľber jedes an mich denken. Auch dann, wenn ich 100 mal absage, so freue ich mich, dass sie an mich denken.

          Mehr ging nicht mehr. Ab da sagte ich auch sehr oft ab.
          Sie verstehen erst jetzt nachdem es mehr sehr viel besser geht, wie schlecht es mir gegangen sein muss. Jahre später!
          Den Kontakt haben sie gehalten, so gut ich es aufnehmen konnte.

          Sie konnten nur akzeptieren, dass es mir schlecht ging.
          Erkl√§ren h√§tte ich es nicht k√∂nnen. Das war schon bei √Ąrzten schwierig.


          Manche Kontakte haben sich dadurch erledigt, weil sie wissen wollten, warum es mir schlechter ging. Verstanden haben sie es nicht. Also fragten sie weiter nach oder wurden unangenehmer. Die Veränderung war nicht greifbar, aber sie war da.

          Die Angst, es könnte vielleicht nicht mehr besser werden oder nur schlechter, verdrängten sie und ließen es an mir aus. Das war auch beängstigend.

          Die Kraft zu erkl√§ren oder zu √ľberlegen, warum ich Dinge nicht mehr tun kann, die mir wichtig sind, hatte ich nicht. Ich suchte nach √Ąrzten, die mich ernstnahmen.

          Das Bild: geh zum Arzt, dann wird alles gut, hängt noch in vielen Köpfen.

          Oder auch: das war doch schon vorher so / jeder hat mal ein Tief und rafft sich auf.
          Was es aber bedeutet, Monate lang auf einen Arzttermin zu warten und nicht zu wissen, ob der jetzt was tun kann oder nur die Situation lindern, stressig.

          F√ľr andere ging der Alltag weiter, was auch ok ist.
          Was es aber bedeutet, wenn sich das eigene Leben v√∂llig √§ndert, ist f√ľr andere oft nicht vorstellbar (feststellung, kein Vorwurf)

          Versuchte ich zu erklären, warum es nicht vorstellbar ist, kostete mich das Kraft.
          Versuchte ich es nicht zu erkl√§ren, kam es als Vorwurf r√ľber.


          Was ich bei Freunden meiner Eltern oft erlebt habe: bei Krankheit/Schicksalsschlag ziehen sich viele erst mal zur√ľck.
          Selbst herausfinden, was sie brauchen.
          Kontakte mit Menschen, die ihre Situation verstehen/kennen!
          Andere mögen sie trotzdem, es passt nur oft nicht mehr.
          Das ist dann nichts pers√∂nliches den anderen gegen√ľber, sondern etwas pers√∂nliches mit sich selbst.

          Aber genau das wird dann oft nicht verstanden. der verändert sich!!! oder eben : warum ist der so, der hat sich doch nicht verändert.

          Dass die Welt dahinter völlig anders geworden ist, sieht man nicht.
          selbst wenn sie einem gezeigt wird, ist es anders.


          Welche Gr√ľnde w√ľrdest du denn akzeptieren? Besser gefragt, mit welchen Gr√ľnden k√§mst du besser klar?

          - sind nicht mehr so belastbar
          - wir haben Angst vor dem Tod
          - die Arzttermine schlauchen uns
          - ich habe meine Allergie schon immer, aber jetzt macht sie mich kaputt
          - ich habe keine Nerven mehr, jede Stecknadel die zu Boden fällt, schmerzt mich im ganzen Körper (nein, keine Übertreibung, mir selbst ging es zeitenweise wirklich so)
          - ich wei√ü nicht wie es weitergeht (finanziell, gesundheitlich usw. Spr√ľche von au√üen tun mir weh)
          - auch wenn du es ernst meinst, aber Floskeln nerven mich

          usw.

          Welche Diagnose wäre anerkannt?

          Wie sollen andere verstehen, was man selbst erst mal f√ľr sich nicht begreift?
          Das eigene Leben aufrecht zu erhalten wirkt nach au√üen hin so arglos, f√ľr einen selbst ist es der Versuch nicht alles zu verlieren......

          √Ąnderungen hei√üen oft: ah, Hippie, Job √§ndern, Lifestyle √§ndern .....

          Aber wie sieht es mit √Ąnderungen innen drinnen aus? Die, die man nicht sieht.
          Wenn aus dem lockeren Alltag, ein "ich will nicht alles verlieren und kämpfe daher um jedes bisschen, was ich aus dem Alltag erhalten kann" ist?

          Ist das keine Richtungsänderung?

          Wie sagte mein Vater mal: wenn er dann die Radieschen von unten sieht.....

          Auch das kann √Ąnderung sein. Richtungs√§nderung durch Perspektiven√§nderung. Kleinigkeiten nicht mehr durch vom gut gehen aus betrachtet, sondern eben "die Radieschen von unten", sofern man √ľberhaupt noch was sehen kann, genug lebendig um da zu sein und krank "genug" um es kaum zu merken.

          Auch Krankheiten, die man einem nicht ansieht
          oder die sich verschlimmern
          wenn jemand sein Leben lang damit lebt irgendwann zu erblinden. Und irgendwann ist der Moment da, dass man es noch nicht ist, aber auch nichts mehr sieht?

          Du bist doch noch nicht blind, du lebst ja noch? (die Antwort kann man sich sparen)
          aber du wusstest doch,d ass du blind werden wirst (ja, das wusste die Person, trotzdem ist es ein Einschnitt ins Leben)

          Nur weil eine Allergie weniger schlimm erscheint, weil es alltäglicher ist oder weil jemand viele Anfälle im Leben schon hatte, ist es zwar gewohnt, aber dennoch "neu" erschreckender usw.

          Was soll man da groß beschreiben? Weil jemand bei dem Wort andere Richtung an neues Leben denkt?

          Mal ehrlich und Hand aufs Herz: mit welchen Gr√ľnden k√∂nntest du GUT leben?
          Ohne, dass sie neue Fragen aufwerfen w√ľrden? Ohne dass sie dich wurmen w√ľrden?

          • (10) 12.07.19 - 15:22

            Ich w√ľrde schon gerne wissen,welcher Grund sie dazu bewegt hat,die Freundschaft aufzugeben. Vor zwei Monaten waren sie bei uns zu Besuch und es war wie immer. Die Kinder schliefen oben im Zimmer, wir konnten uns unterhalten √ľber Gott und die Welt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich zu den Gespr√§chen oder dem Verhalten etwas ver√§ndert hatte.

            • (11) 12.07.19 - 17:08

              Eben das meinte ich ja. F√ľr Au√üenstehende wirkt es oft, als wenn sich nichts ver√§ndert h√§tte. Innerlich kann da schon einiges passieren/passiert sein.

              Das zu erklären tut weh, kostet Kraft.

              Entwicklung in verschiedene Richtungen kann auch einseitig sein. Also sie selbst entwickeln sich in eine v√∂llig andere Richtung. Eine die es zu erkl√§ren m√ľhselig macht.

              Verstehen kann ich den wunsch es zu wissen schon.
              Gleichzeitig auch nicht mehr (basierend auf meiner Erfahrung, wie anstrengend es sein kann).


              Echten Freunden vertraue ich, dass sie mir die Wahrheit sagen, OHNE mir Gr√ľnde zu nennen, ohne dass ich genaueres wei√ü.

              Bei nicht echten Freunden ist es doof, aber irgendwie auch egal.

              Neugier liegt in der Natur des Menschen. Durch das Krank gewesen sein, habe ich auch gelernt zu vertrauen. Mehr zu vertrauen, dass nicht alles wissen wichtig ist, sondern dass vertrauen, dass es ernst/ehrlich gemeint auch sein kann.

              Auch vertraue ich mehr auf mich, dass Gr√ľnde anderer, nicht mein Problem ist. Dass ich als Person nicht die Ursache bin. Und wenn doch, k√∂nnen sie es sagen - oder lassen, weil es nichts √§ndern w√ľrde.


              Blöder finde ich, wenn sich jemand gar nicht äußert oder eben vorspielt Interesse zu haben und dann Treffen absagt.

      (12) 12.07.19 - 12:39

      Und wir haben drei kleine Kinder.

(13) 12.07.19 - 13:22

Es ist ok dass du traurig, verletzt und enttäuscht bist. Du hast Zeit und Energie in diese Freundschaft investiert und nun ist es einfach so vorbei.

So unsinnig es dir vor kommt: Respektier ihre Entscheidung. Wenn sie das Gef√ľhl haben dass es nicht mehr passt, dann ist das ihr Gef√ľhl und das wirst du nicht √§ndern. Du musst es nicht verstehen und sie m√ľssen sich nicht rechtfertigen. Vielleicht merken sie dass die Gespr√§chsthemen weniger werden, sie mit den kleinen Kindern nichts mehr anfangen k√∂nnen... es kann so viele Gr√ľnde haben. Klar w√§re es sch√∂ner gewesen dar√ľber zu sprechen, aber nicht jeder kann das. Und wenn ihre Entscheidung sowieso steht ist ein Dialog nicht mehr notwenig. Dann reicht auch das Monolog per Mail.

Wenn du magst schreib ihnen wie es dir damit geht. Aber steck da nicht mehr unnötig Kraft rein. Das ist es nicht wert.

  • (14) 12.07.19 - 13:27

    Genau so w√ľrde ich auch handeln.

    Wenn mir die Freundschaft besonders viel Wert w√§re, w√ľrd ich evtl. noch die Bereitschaft signalisieren, f√ľr ein Gespr√§ch immer zur Verf√ľgung zu stehen.

    Mehr bringt einfach nichts. Wenn ein Part die Freundschaft nicht mehr möchte, wird man ihn auch durch stundenlange Gespräche nicht dazu bringen, sie doch wieder zu wollen.

    • (15) 12.07.19 - 13:52

      Vor allem versteh ich auch was die ehemaligen Freunde meinen.

      Man ist schnell in der Rolle sich erkl√§ren zu m√ľssen, denn das Gegen√ľber fragt sich nat√ľrlich was es falsch gemacht hat. Aber wie erkl√§re ich meine Gef√ľhle und muss ich das √ľberhaupt?

      Wie sage ich jemandem dass ich z.B. finde, dass die Kinder in einem anstrengenden Alter sind, mich das stresst, mir das in meiner Freizeit zu viel ist...und das ohne die Eltern zu kr√§nken? Es ist mein Problem, ich bin gestresst...aber das Gegen√ľber h√∂rt nur "Meine Kinder sind stressig" und sehen das ggf als Angriff gegen die Kinder, den Erziehungsstil, usw.
      Da kann es evtl der einfachere Weg sein die Gr√ľnde nicht zu nennen.

      • (16) 12.07.19 - 14:00

        Sehe ich auch so. Auch, wenn ich den Wunsch nach dem Grund total nachvollziehen kann. Wird man "abserviert", m√∂chte man selbstverst√§ndlich wissen, was der Grund ist. Von Au√üen betrachtet ist allerdings die Nichtnennung von Gr√ľnden oft tats√§chlich sinnvoller.

        Ich wurde auch einmal von jetzt auf gleich von einer sehr guten Freundin abserviert. Ich habe daf√ľr nie einen Grund erfahren. Aufgrund der Innigkeit unserer davor bestehenden Freundschaft habe ich sehr lange gebraucht um das zu verarbeiten. Ich hab lange geglaubt, dass es mir leichter gefallen w√§re, h√§tte ich einen Grund erfahren. Aber am Ende h√§tte ich den Grund eventuell gar nicht nachvollziehen k√∂nnen und schon w√§re es nicht leichter gewesen.

(17) 12.07.19 - 13:48

"Er lie√ü sich die Haare lang wachsen, sie kleidete sich bi√üchen verr√ľckter. Aber das haben wir akzeptiert."
Was gibt's da zu akzeptieren? Warum erwähnst du sowas?

Irgendeine Bemerkung o.ä. wird wohl gefallen sein. Ansonsten, klar, jeder entwickelt sich weiter. Ihr mit 3 Kindern, sie in der Planung nach Kindern, vielleicht andere Themen oder Ansichten.....

Ich denke, es ist normal, dass Menschen kommen und gehen.

Wären sie Freunde gewesen, hätten sie euch gesagt, was sie stört. Sei nicht traurig :-)!

  • (18) 12.07.19 - 15:14

    Deshalb habe ich es erw√∂hnt,dass wir die √§u√üeren Ver√§nderung und alles andere akzeptiert haben. Dar√ľber nie ein Kommentar los gelassen haben nach dem Motto " wie siehst du denn aus" etc.
    Wir haben es wahrgenommen und uns mit ihm gefreut, dass es ihm gut geht und er sich neu entdeckt

(19) 12.07.19 - 14:20

Ich finde das immer schwierig. Ich war auch schon in der einen und in der anderen Situation.

Ich merke, wenn ich mit Menschen nicht mehr so gut kann, dass ich anfange innerlich √ľber sie zu l√§stern. Sie doof zu finden, nicht mehr zu treffen gehen m√∂chte, sie nicht mehr verstehen kann oder ihr Verhalten auch nicht mehr tolerieren. Un ich mich daann √ľber mich selbst √§rgere, dass ich so denke und die Menschen nicht einfach so sein lassen kann. Dann finde ich es angenehmer, wenn der Kontakt reduziert wird oder auch ganz beendet.

Manchmal liegt es an mir, weil ich mich verändert habe, manchmal am anderen. Manchmal an beiden.

Ich verstehe, dass du traurig und w√ľtend bist. Ich denke auch zu Recht.

Manchmal hat sich sowas nochmal eingerenkt, wenn sich die Lebenssituationen verändert haben. Wirklich gute Freunde hat man nicht soviele und es wird auch mit dem Alter immer schwieriger welche neu zu finden.

Manchmal werden aus engen Freunen auch einfache Bekannte, manchmal umgekehrt.

Alles Gute #liebdrueck

(20) 12.07.19 - 15:05

...hoppla.

Meine Freundin hat mir auch die Freundschaft per Mail gek√ľndigt. Das hat mich recht erstaunt und ich habe es nicht kommen sehen.

Ich habe nachgefragt und das mit den Richtungen und auseinanderleben etwas genauer definiert haben wollen.
Eigentlich ging es dann eher darum, dass sie im Rahmen eines Selbstfindungs-Seminars mit "alten Z√∂pfen" enden sollte um neues Aufzubauen. Ich war dann so ein Zopf. Habs akzeptiert. Was bleibt einem anderes √ľbrig. Das Seminar fand ich wenig professionell aber sie war erwachsen....

Vlt ists bei deinen Freunden auch so.

Das andere ist : Ich habe die Freundschaft zu einer Freundin auf Eis gelegt wegen deren Kinder. Ich habe Kids, die sind genau gleich alt, 10 und 12. Aber ihre sind so quengelig, nervend und fordernd dass man wie bei Kleinstkindern nie reden kann. Macht man ab und kurz laufen zu gehen, ist das eine Kind sicher dabei - und plappert non-stopp wie doof wir sind. Macht man abends zu einem Erwachsenen-Spieleabend ab, ist es wieder dasselbe. Selbst fl√ľstern liegt nicht drin...

Sie ist geschieden, hat das nie reflektiert und nahm es halt einfach hin. Nach meinem Statement war sie vor den Kopf gestossen, hat es aber angenommen. Danach hat sie offiziell versprochen: Laufen gehen ist ohne Kinder-Überraschung und Abend spielen nur noch bei uns... denn unsere Kids pennen auch wenn wir im Salon noch bisschen lachen... Ich fand sie super. Sie hat es akzeptiert, dass ich das Verhalten ihrer Kids kritisierte und hat eine Lösung gefunden.

Genau dasselbe w√ľrde ich dir vorschlagen. Frag nach, bleib offen f√ľr die Antwort und akzeptiere es, wenn es kurzfristig keine L√∂sung gibt.

(21) 12.07.19 - 16:35

Das ist ja schon krass, so direkt die Freundschaft gek√ľndigt zu bekommen. Vielleicht wollten sie euch nicht pers√∂nlich verletzen, indem sie euch sowas sagen wie ‚Äěihr seid uns zu langweilig (oder was auch immer) geworden‚Äú? Traurig, aber immerhin habt ihr eine klare Ansage bekommen.

Mir wurde auch schon eine Freundschaft beendet, aber sie hat mich eher geghostet, was ja nicht gerade besser ist. Ich denke aber, ich weiss, warum das passiert ist. Sie kam nach der Trennung ihres Freundes nicht damit klar, dass ich noch gut mit ihm befreundet bin, dabei kannte ich ihn schon Jahre vor ihr.

Schade ist es immer, wenn Freundschaften auseinander gehen, aber auch ganz nat√ľrlich. Man entwickelt sich halt wirklich manchmal in andere Richtungen. Daf√ľr lernt man dann auch wieder neue Freunde kennen.

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