Meine Mutter bringt mich zur Weißglut

    • (1) 12.07.19 - 15:20

      Hallo zusammen, meine Mutter bringt mich allmählich zur Verzweiflung...
      Sie benimmt sich als wäre ich ein kleines Kind. Kürzlich bestellte sie für mich fünf Kilo Beeren obwohl ich keine Zeit hatte diese zu verarbeiten... Als ich ihr sagte, dass sie das in Zukunft besser mit mir absprechen sollte, ob ich Beeren brauche oder nicht, flippt sie komplett aus und vermixte die ganzen fünf Kilo Beeren und hat die eingefroren und zu mir in herischen Ton gesagt, die Beeren seien eh nicht für mich gewesen. Dann die letzte Aktion sie war bei mir und sagte ich solle meine Rest Müll Tonne regelmäßig auswaschen, was ich mache. Dann legte sie mir Zeitungen in die Tonne, weil man das anscheinend so macht... Ich sagte ihr das ich das nicht möchte. Darauf hin flippt sie völlig aus und machte wie eine Furie, dass sie so nicht mit sich reden lässt und sie nicht mehr kann. Ich würde immer nur schreien, was ich nicht tue. Sie schreit, ich habe einfach eine sehr laute Stimme. Wenn sie schreit, dann ist es schrill ich rede einfach sehr bestimmt. Seit diesem Vorfall spricht sie nur noch mit meinem Mann und meinen Kindern. Ich habe ihr auch schon mehrfach gesagt, ich bin kein Kind mehr. Dann kommt die Antwort, dass ich mich aber so verhalten.

      • Wohnt ihr zusammen?

        Klare Ansage: Mama, etwas Abstand von dir tut mir die kommenden Wochen gut. Nimms nicht persönlich.

        (3) 12.07.19 - 17:17

        war sie schon immer so?
        - dann lerne, wie man selbst erwachsen wird und verhalte dich ihr gegenüber auch so. Ggf. mit Distanz

        ist sie erst seit kurzem so?
        - dann schlepp sie zum Arzt oder verhalte dich erwachsen
        - rede mit ihr, dass ein Arztbesuch sinnvoll wäre und informiere dich as Angehörige, was in welchem Fall zu tun wäre


        Neu !! auftretendes aggressives Verhalten kann auch Diabetis, Schilddrüsenprobleme, Demenz oder sonstige Erkrankungen hindeuten.

        Lange bestehendes aggressives Verhalten .... nun ja, siehe oben.

        Ganz ehrlich: dein Post hört sich wirklich so an, als wärst du ein Kind. Ich habe durch deinen Post das Bild vor Augen, wie du neben ihr stehst und auf sie einredest, während sie die Tonne auslegt oder mit den Beeren da steht. Klar solltest du deine Meinung vertreten können, aber dazu gehört auch, das im passenden Ton zu machen und im Blick zu behalten, dass es das Gegenüber oft erst mal gut meint.
        Wieso darf sie denn derart in deinen Alltag eingreifen? Woher kommt denn das?
        Und wenn sie Bock hat, deine Mülltonne mit Zeitungspapier auszulegen, dann lass sie den Quatsch doch machen. Damit richtet sie keinen Schaden an. Wenn du diesem Verhalten neutral gegenüberstehst, wird sie es irgendwann lassen. Oder sie macht es eben. Tut niemandem weh.
        Vielleicht neigt sie dann nach der Mülltonnengeschichte dazu, dir vorwürfe zu machen. Auch denen kannst du begegnen, indem du kurz sagst, dass du eine andere Einstellung hast und dann sollte dir ein anderes gutes Thema einfallen.
        Wann habt ihr denn zum letzten Mal einfach miteinander geredet? Geht das denn?
        Was gäbe es denn für Themen, über die ihr ein angenehmes Gespräch führen könnt?

        Wegen der Beeren hättest du einfach sagen können, dass du sie nicht haben willst. Sie braucht da keine Diskussion darüber, sie muss auch nicht belehrt werden, dass du keine Zeit hast. Einfach kurz bedauern, dass du keine Zeit für die Beeren hast und ob sie was damit anstellen kann.

        Nicht sie macht dich wahnsinnig, sondern deine Einstellung ihr gegenüber.
        Wenn sie so schlecht ist, wie du sagst, wieso hast du denn dann Kontakt zu ihr?

      • (5) 12.07.19 - 19:02

        Hallo

        meine Mutter ist auch sehr übergriffig und hat vermutlich eine Form einer narzistischen Persönlichkeitsstörung. Auch ich kann nicht wirklich erwachsen reagieren wenn sie loslegt. In ihrer Anwesenheit bin ich gefühlt ein kleines Kind. Im restlichen Leben bin ich durchaus mündig.

        Mittlerweile bin ich in Therapie. Das hat viele Gründe. Unter anderem meine Mutter. Nur darauf möchte ich jetzt eingehen. Einiges der wichtigsten Ziele der Theapie ist es, eine für mich erträgliche Beziehung zu meiner Mutter zu gestalten.
        Dazu gehört es, dass ich anfange zu bestimmen wie oft ich sie sehe. Das ist mittlerweile selten. Maximal alle 2 bis 3 Wochen und auch nie lange. Schon allein dadurch wird es besser.
        Ein weiterer Schritt bei uns ist es, dass ich sie um nichts mehr bitte. Also kein Babysitten, keine Gefälligkeiten, keine Besuche,.... nichts.
        Wenn sie mir mal wieder etwas aufdrängt, was sie durchaus macht, dann lehne ich es ab sofern ich es nicht absolut möchte. Ihre Reaktion sitze ich aus. Es ist ihr Problem nicht meines. Zumindest ist das mein Mantra währenddessen.
        Ich diskutiere nicht mehr. Nie. Egal wie wichtig mir irgendwas wäre. Bei meiner Mutter bekomme ich eh nicht recht. Sie verdreht mir die Worte im Mund, sie stellt Dinge absolut anders dar als ich (und auch andere) sie wahrnehmen. Diskussionen mit ihr kosten Kraft und Nerven. Danach geht es mir nicht gut. Wenn möglich wechsel ich das Thema auf harmloses Terrain oder ich verlasse die Situation und lasse sie giften. Ich hoffe irgendwann dahin zu kommen ihr auch Paroli bieten zu können, wenn sie mal wieder völlig daneben ist. Da bin ich noch nicht. Daher dieser Weg.

        Manche Dinge gehen schwer, wenn man eng zusammen lebt. Das habe ich zum Glück ändern können.

        Lass dich nicht unterkriegen!

        Also ich stimme meinen Vorrenderinnen da überhaupt nicht zu. Deine Mutter bestellt dir, ohne, dass du sie darum gebeten hast oder nein sagen kannst 5 Kilo Beeren, die du dann verarbeiten sollst? Was soll das denn? Und ich würde mir von meiner Mutter auch nicht reinreden lassen, was meinen Hausmüll angeht. Und dann legt sie auch noch DEINE Mülltonne mit zeitungspapier aus, pbwohl du das nicht möchtest. Und auf deinen Kommentar hin, dass du das schlicht nicht möchtest, was man durchaus zu seiner Mutter auch sagen darf, flippt sie aus, sie könne das nicht mehr. Also ich würde mich an deiner Stelle mal erstmal mit ihr zusammensetzen. Lad sie zum Kaffee ein und sprich mit ihr darüber, dass du eine erwachsene Frau bist, wenn du Beeren haben möchtest fragst du sie, oder besorgst sie dir selbst (WENN DU welche möchtest) Wenn sie sie für die Enkelkinder besorgt hat, kann sie sie auch selbst verarbeiten. Und wie dein Mülleimer aussieht ist auch deine Sache. versuch es schonend, aber bestimmt. Nach dem Motto "Mama, ich hab dich lieb, ich schätze deinen Rat, aber ich habe einen eigenen haushalt um den ich mich auch bitte selbstständig kümmern möchte ohne, dass du da ungefragt mitmischt." Ich hatte selbst mal so nen Fall. Meine Mutter míst eh ständig besorgt und hat sich nach nem Besuch darüber aufgeregt wie die Küche aussah... Weil wir unsere Einkaufstüten nicht wie sie gefaltet im Regal hatten, sondern die halt ineinandergestapelt in der Ecke standen. Da gab es dann auch stress. Meine Schwester hat zum Glück vermittelt und meine Mutter hat auch eingesehen, dass sie einfach aus Sorge, dass wir mit dem Baby und allem überfordert sein könnten in alles mögliche reininterpretiert. ich weiß wie es sich anfühlt, wenn die eigene Mutter offenbar nicht richtig loslassen kann.

      • Die Beeren und die Zeitung würden noch auch nerven. Aber von uns kann keiner wissen, wer von euch beiden wirklich schreit und ausflippt.

        So, aus eigener Erfahrung:

        Sind die Schilddrüsenwerte deiner Mutter okay?

        Wenn die neben der Spur laufen gibt es genau solche Gespräche...

        • Das ist tatsächlich ein Interessanter Ansatz. Bei meiner Mutter würde erst vor kurzem (nach dem Streit) eine Unterfunktion diagnostiziert. Würde der TE auch Mal empfehlen das Thema Schilddrüse Mal anzubringen. Aber vielleicht eher so nebenbei, dass man da heutzutage ja lieber testen lassen sollte. Sonst könnte die Mutter sich eher noch angegriffen fühlen.

          • Oh, ja - da ist ohne Frage eine ganz subtile Rangehensweise gefragt. i

            Ich würde das auch garnicht fragen, sondern meinem Bruder überlassen, wenn der solche Dinge sagt, dann ist das für meine Mutter immer okay, bei mir hingegen nie.....

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