Immer gibt es Alkohol

    • (1) 13.07.19 - 06:59
      allesaufenzuviel

      Liebe Forenmitglieder,

      Ich beobachte seit einiger Zeit, dass in meinem privaten und beruflichen Umfeld nichts mehr ohne Alkohol zu gehen scheint. Ständig finden sich Gründe, mal wieder auf irgendetwas anzustoßen. Kein gemeinsames Kaffetrinken, ohne dass jemand eine Flasche Sekt aufmacht.

      Versteht mich bitte nicht falsch, ich lebe in keinem sozial randständigen Milieu. Die Leute von denen ich spreche, sind überwiegend Akademiker, im öffentlichen Dienst oder in der Pflege tätig.

      Ich finde es befremdlich, mit welcher Selbstverständlichkeit, die meisten sich nach einer Flasche Wein noch hinters Steuer setzen oder nach zwei Gläschen Sekt zur Spätschicht aufbrechen.

      Auch die Gespräche drehen sich häufig ums trinken und die meisten sagen ganz offen, dass sie täglich Alkohol konsumieren.

      Eine Bekannte erzählte, dass es ihr neulich morgens nach übermäßigem Alkoholkonsum am Vorabend (es war mitten in der Woche) so schlecht ging, dass sie zwei Biere getrunken hat. Dann fühlte sie sich gut genug um das Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen. Ich war ziemlich entsetzt und habe sie gefragt, was sie gemacht hätte wenn der Lehrer oder andere Eltern bemerkt hätten, dass sie alkoholisiert war. Sie hat das runtergespielt und damit argumentiert, dass sie ja vorsichtig gefahren wäre.

      Ich trinke aus gesundheitlichen Gründen zurzeit gar keinen Alkohol, wahrscheinlich fällt es mir deswegen so sehr auf.

      Mein Partner trinkt ebenfalls seit mehreren Jahren täglich und ist momentan enttäuscht von mir, weil ich nicht mehr mit trinke.

      Ich glaube fast, dass ich mir gerade meine Partnerschaft kaputt mache.

      Habt ihr so eine Situation schon erlebt? Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Er ist richtig sauer auf mich.

      • (2) 13.07.19 - 07:19

        Ich kann dich total verstehen. Ich finde den Alkoholkonsum in Deutschland auch viel zu hoch und das wird ständig verharmlost.
        Trinkt man nicht mit, werden häufig auch noch Witze gemacht. Man wird als Außenseiter hingestellt. Das ist traurig. Ich bin schwanger und trinke nicht mal alkoholfreies Bier oder Sekt , weil ich auch einfach keinen Ersatz brauche.
        Unschwanger trinke ich gelegentlich mal etwas. Vielleicht 10 mal im Jahr bei einer Hochzeit oder mal an einem netten Abend mit meinem Mann in einem Restaurant im Sommer einen Cocktail.

        Mein Vater ist Alkoholiker, weshalb ich mich extrem gut zu dem Thema informiert habe.
        Ich kenne leider auch eine Mutter, die viel und regelmäßig trinkt und dann die Kinder fährt. Meine Tochter darf nicht mehr mitfahren. Ansprechen konnte ich das Thema nie, weil sie sofort blockt.

        Mit Deinem Partner solltest Du offen darüber sprechen, denn wie ich an Deinem Text merke, bewegt es Dich sehr und es kann ja wohl nicht sein, dass es für ihn Eure Beziehung ausmacht, ob Du mittrinkst oder nicht. Umgekehrt wird für mich eher ein Schuh draus.
        Mein Mann hatte mal längere Zeit mehr (und täglich) getrunken als ich das je von ihm kannte. Da habe ich ihm, auch wegen meiner familiären Vorgeschichte, ein Ultimatum gestellt. Entweder er reduziert es oder ich bin weg, mit unserer Tochter.
        Ich kann aus Erfahrung sagen „währet den Anfängen!“.
        Leider verstehen es 90 % aller mir bekannten richtigen Alkoholiker selbst dann noch nicht.
        Aber er war Gott sei dank noch nicht so tief drin und hörte sofort damit auf. 🙏
        Fahren nach Alkoholkonsum ist immer grob fahrlässig. Der Körper kann täglich anders auf Alkohol reagieren und man weiß erst, dass heute ein schlechter Tag war, wenn man schon einen Unfall hatte. 😥
        Liebe Grüße alles gute und bleib so aufmerksam wie Du bist !

        Ein Partner der sauer auf mich ist weil ich nicht zum spiegeltrinker mutiere wäre ruckzuck mein ex. Und in meinen Bekanntenkreis kenne ich niemanden der die ganze Zeit trinkt

        Hm, ist mir nicht so aufgefallen. Ist bei uns auch nicht so. Mein Bekanntenkreis setzt sich sowohl aus Handwerkern als auch aus Akademikern und Pflegepersonen zusammen,also bunt gemischt und alles dabei. Alkohol ist kein großes Thema und wird auch nur auf Feiern konsumiert.
        Ich trinke übrigens seit mittlerweile 5 Jahren gar nicht mehr.

        • (5) 13.07.19 - 08:17

          Ich finde es toll, dass es bei Euch nicht so ist. Vielleicht findet langsam ein Wandel statt aber leider ist es in vielen Kreisen immernoch nicht normal nichts zu trinken. In meinem Bekanntenkreis wird auch wenig getrunken aber den habe ich mir ja auch so gesucht. 😊
          Alkohol ist einfach eine Droge, die immer noch akzeptiert und von der Politik nicht als solche eingestuft wird.

      Also auch in meinem Freundes- und Familienkreis wird gern was getrunken und es gibt immer einen Grund, anzustoßen. Ein geselliges Zusammensitzen in meiner Familie ohne Alkohol wäre undenkbar. 😅
      Ich kenne allerdings niemanden, der täglich trinkt und erst recht niemanden, der hinterher noch Auto fährt. Das finde ich verantwortungslos und dazu würde ich auch was sagen. Und wenn man morgens zwei Bier braucht, damit es einem gut genug geht, das Kind in die Schule zu fahren, dann läuft da irgendwas gewaltig schief.
      Mit deinem Partner würde ich ein ernstes Gespräch führen und von ihm verlangen, den täglichen Alkoholkonsum zu stoppen. Und vor allem sollte er akzeptieren, wenn du nicht mittrinken möchtest, das ist ja wohl deine Entscheidung.

    • Es ist entsetzlich! Jetzt hast Du mir fast Angst gemacht. Ich habe z.B.keine Ahnung ob die Mütter oder Väter, die meinen Sohn mal in ihrem Auto haben, sich so verhalten, wie Du beschreibst. Ich ging immer davon aus, wer fährt, ist nüchtern, vor allem wenn man andere im Auto mitfahren lässt.
      In meinem Beruf ist schon immer viel Alkohol geflossen. Die Leute fühlen sich so frei und selbstbestimmt dass sie meinen es unter Kontrolle halten zu können. Leider beobachte ich einige, die wirklich jeden Abend etwas trinken müssen. Einige andere haben " die Kurve gekriegt" und trinken nur noch bei Anlässen. Aber dann ordentlich.
      Ich trinke wenig und wenn, dann genieße ich es bewusst.

      • (8) 13.07.19 - 13:23

        Ha... das ist eone Traumwelt... due meisten Alkoholiker fahren alkoholisiert Auto und nehmen Menschen mit. Was denkst du, wieso so viele alkoholkontrollen statt finden und so viele Menschen dann den Führerschein abgeben müssen.

        • (9) 13.07.19 - 13:55

          Da hast Du recht. Ich dachte, ich konnte es bisher gut bei Mitmenschen einschätzen. Es gibt Bekannten wo ich nicht mitfahren möchte. Aber die Geschichte mit den 2 Bieren in der früh schockiert mich..

    Wahrscheinlich ist es hauptsächlich ein Problem mit Deinem Partner. Da kriegst Du es ja ungefiltert direkt mit. Sowohl Menge als auch Häufigkeit.

    Meine Erfahrung ist, dass man sich gerade in den „besseren Kreisen“ bei Feierlichkeiten gerne mal etwas „gönnt,“ dazu gehört dann auch Alkoholisches.
    Meist sind es aber eher hochwertige Getränke, die man in kleinen Mengen bewusst genießt und sich bei weitem (!) nicht voll laufen lässt.

    Wenn Du die Leute nur bei Feiern siehst, kannst du doch gar nicht erkennen wie oft und wie viel sie in der Summe konsumieren (von Schnapsleichen mal abgesehen).

    Morgens schon für die Stimmung zu konsumieren oder um „in die Gänge zu kommen“, halte ich persönlich allerdings bereits für schweren (!) Grad des Alkoholismus.

    • Das stimmt so auch nicht. Gerade in den besseren Kreisen ist das ein Wohlstandsalkoholismus.... man kann es dich halt leisten.

      • Die Frage ist, wie Du da die Grenze ziehen willst.

        Sind Leute, die alle 8 Wochen circa. 4 Gäste mit gesetztem Essen empfangen, schon Alkoholiker, wenn zum Anstoßen ein Champagner oder Cremant für 6 Personen geöffnet wird und zum Hauptgericht noch eine Flasche Rotwein?

        Was ist, wenn die Häuftigkeit auf alle 4-6 Wochen ansteigt? Schon Alkoholiker, oder noch nicht?

        Wie willst Du das vergleichen und ins Verhältnis setzen mit einer Grillparty für 20 Personen und Konsum von 5 Flaschen billigem Sekt für 2,49 Euro pro Flasche und dazu noch 5 Kisten Bier?

        • Nur weil der Alkohol teurer ist, wird sein Konsum nicht besser oder ordentlicher.

          Es geht ja um die Menge die der einzelne trinkt. Nicht um die Kosten.

          Einer Bekannten wurde erst mit 14 klar, dass es nicht normal ist, wenn bei jedem Essen Alkohol auf dem Tisch steht. Und das waren nie billige Weine. In ihrer Welt war es normal, dass Erwachsene zu jedem essen Alkohol trinken und Kinder Softgetränke.

          Auch wenn die Flasche 15 Euro kostet ist es bei regelmässigem Konsum und vor allem wenn es nicht mehr ohne geht genau Alkoholismus wie bei billigem fusel.

          • Wenn es die gleiche Menge und Alkoholgehalt ist, mag das ja stimmen.

            In der Realität wirkt der höhere Preis allerdings schon regulierend und bremst oft das Öffnen der zusätzlichen Flasche Champagner oder
            Euro 30plus Weins aus.

            Und diejenigen, die das Kleingeld übrig haben, steigen oftmals dann von „einfachem“ Moët auf eine exklusiver Marke, Weingut oder Destillerie um. Ich erlebe es oft, dass man nicht in die Mengen investiert, sondern eher Erlesenes sucht - und da bleibt es auch nur bei gleicher Menge.

            An studentische Parties zurückdenkend, erinnere ich mich schon noch an Bierkonsum von 5-6 Flaschen pro Mann (!) und mehr an einem Abend.
            Das ist nur billiges Vollaufen lassen, immer über die Menge.

Hallo


Ich glaube wirklich du lebst im falschen Umfeld!

Ich kenne keinen einzigen im privaten und beruflichen Umfeld der öffentlich Alkohol trinkt! Bei der Arbeit würde das zur Kündigung führen!
Privat kenne ich ebenso niemanden der täglich Alkohol konsumiert.

Es fängt ja schon mit deinem Partner an. Ich hätte nie einen Partner der regelmäßig Alkohol trinkt!
Wir trinken mal was zu Feierlichkeiten.
Wir würden NIE mit einem tropfen Alkohol im Blut auto fahren.
Du bewegst dich schlicht in den falschen Kreisen.

Alles Gute

  • Und ich denke, dass du in ner etwas zu heilen Welt lebst.
    Mach mal die Augen auf, wie täglich gebechert wird.
    Eine Frau, die problemlos nen ganzen Piccolo verträgt, oder so Sätze sagt "die woche war so stressig, ich brauch mal nen Sekt" hat gut trainiert.
    Und ja. Viele Leute steigen nach Alkoholkonsum ins Auto, "weil sie noch alles unter Kontrolle haben". Ich habe es letztens erlebt. Ein Unfall am späten Nachmittag. Der Mann erwischte mehr oder weniger unverschuldet einen Radfahrer, der wie ein irrer aus ner Straße geschossen kam.
    Mag sein, dass er so und so nichts hätte tun können, aber er hatte über 0,5 promille.
    Und das am frühen Nachmittag!

Ich habe noch nie ein Problem in meinem Umfeld gehabt, bei Treffen nach einem alkoholfreien Bier zu verlangen - und wurde deswegen auch noch nicht belächelt oder ähnliches. Auch in meinem Verein trinke ich nur das, weil ich mit dem Auto heimfahre.
Da sind auch "gute" Trinker dabei, sie haben aber alle Fahrgemeinschaften, denn jeder hängt an seinem Führerschein.
Deinem Partner würde ich unverblümt sagen, wenn ihm sein Führerschein unwichtig ist oder der Umstand, dass er Unfälle verursachen kann, ist das seine Sache und nicht Deine. Täglich zu trinken ist kein Kavaliersdelikt sondern bereits Sucht, dafür spricht auch seine "Enttäuschung", dass Du nicht mittrinkst. ER hat ein massives Problem, nicht Du. Er will Dir den schwarzen Peter zuschieben, damit er "normal" dasteht, ziemlich typisch - leider. Lass Dich auf das Spiel nicht ein.
Wenn alle um mich herum meinen, saufen zu müssen, mach ich noch lange nicht mit und das vertrete ich schon immer so. Ich bin absolut kein Kostverächter, aber ich genieße mein Glas Bier oder Wein (auch mal zwei) dann, wann ICH es will - und nicht, wenn andere meinen, dass ich mitzutrinken habe.
Positionier Dich klar und deutlich, Mitläufer um "des Friedens willen" würde ich sicher nicht werden.
LG Moni

Da ich noch Studentin bin kenne ich das auch Recht gut. Allerdings von früher, als man noch jeden Sonntag flach lag wegen der Partys. Mittlerweile wird bei uns im Bekanntenkreis auch gern was getrunken, mein Freund trinkt ab und zu, wenn er mit seinen Freunden ihre Videospiele spielt Bier oder auch Mal ein Glas Wein dabei. Bevor ich schwanger war hab ich auch gerne abends zu Feierabend ein Glas Wein getrunken. Ich finde auch, dass dieser tägliche Konsum bei Akademikern weiter verbreitet ist als man denkt. Bei Juristen und Lehrern sehr stark. Ich hatte damit nie ein großes Problem. Vor allem, da ich niemanden kenne, der tatsächlich einen problematischen Konsum hat im Sinne von betrunken fahren etc. Die Fahrer haben bei uns immer nur Limo getrunken. Und es würde nie einer den anderen zum trinken überreden. Für mich selbst muss ich aber sagen, dass ich mich schon freue, wenn ich nach der Stillzeit dann auch Mal guten Wein mit Käseplatte genießen kann (lebe in einer Weinregion, Recht nah an Frankreich. Gewisse Essgewohnheiten übernimmt man.) Aber ich hab jetzt kein Problem immer nüchtern sein zu müssen, da ich auch vor allem den Geschmack vermisse.

Hm, wenn ich so drüber nachdenke.

Wenn man essen geht, ist es selbstverständlich, sich ein Bier zu bestellen dazu. Aber zB mein Vater würde sich zu Hause nie eine Flasche öffnen.
Genauso mein Mann, der trinkt beim Auswärts essen gern ein Glas Wein. Aber daheim eine Flasche köpfen? Eher nicht.

Ab und an mal ein Glas Whisky trinken die beiden, wenn sie einen anstrengenden Tag auf der heimischen Baustelle geschafft haben. Aber auch nur, wenn keiner mehr fahren muss.

Mein SchwiVa ist da eher so ein Kandidat, er betont immer, er bestellt sich jetzt sein dritten Bier, weil er ja eh was gegessen hat und man noch sitzt und blablabla. Ich finde, wenn man was trinken will muss man keine Rechtfertigung dafür rumposaunen. Man tut es einfach. Er weiß anscheinend selbst, dass sein Konsum zu hoch ist. Darum wird er meine Tochter nicht alleine betreuen dürfen.
Er könnte nämlich sicher nicht nichts trinken während der Aufsicht, etwas dass bei meinem Vater selbstverständlich wäre.


Ich selbst habe durch Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillen knapp 2 Jahre nichts getrunken. Vor kurzem mal am Wein meines Mannes genippt. Puh! Der war stark wie ein Schnaps. Dürfte nichts mehr vertragen, vermisse es aber auch nicht.

Täglich ein Viertel Wein und ein Cocktail gehörte bis jetzt immer im 2wöchigen Jahresurlaub mit meinem Mann dazu, das geb ich zu. Aber unterm Jahr sonst fast nichts. Das finde ich ok für uns.


lg lene

(21) 13.07.19 - 09:55

Hi, ich kenne das von früher, als ich Kind/Jugendliche war, von meinen Eltern. Sekt / Bier am Strand, abends, mit Freunden. Kein Treffen ohne Alkohol. Ich fand das so widerlich, dass ich beschloss, zu meinem täglichen Leben wird NIE NIE Alkohol gehören.
Meine Beobachtung heute ist eine andere als deine. Wir trinken z.B. 2-3 Gläser Wein - im JAHR! Radler, wenn dann alkoholfrei. So ähnlich handhaben es auch unsere Freunde. Alkohol gehört unausgesprochen einfach nie dazu.
Es würde mich stark stören, wenn mein Partner Alkoholiker wäre, er müsste absolut einsichtig sein, damit ich das mit ihm durchstehe.
Freunde: Du kannst doch einfach etwas ohbe Alk trinken. Ich mag allerdings schon nicht das Wesen, was Alk hervorbringt...glasige Augen, sooo "lustige" Sprüche, lautes Getede und Gelache. Ich denke, auf Dauer würde ich mich da insgesamt rausziehen.
Schlimm finde ich, dass dein Freund sauer ist, weil du nonAlk trinkst #contra
Alles Gute für dich!

Ich kenne das aus der Verwandtschaft und Bekanntschaft eher nicht... Mein Mann und ich trinken gar nicht, wenn dann nur mal einen Sekt zum Anstoßen oder ein Radler beim Grillen... Auch sonst kann ich keinen übermäßigen Alkoholkonsum beobachten. Klar, bei Familienfeiern wird schon mal der selbstgemachte Likör verkostet und das endet in durchaus mal in Übertreibung - jedoch passiert das dann eher selten und dann sind zum Glück auch alle versorgt mit Hol- und Bringdiensten (das wird vorher abgesprochen).

Mit der Einstellung deines Mannes könnte ich absolut nicht leben! Rede mit ihm klar und deutlich darüber. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass nicht der mangelnde Alkoholkonsum das ist was ihn stört, sondern vermutlich hat sich ja dein "Feierverhalten" insgesamt geändert... Wenm man seine Vorstellungen anderen aufdrängen will, ist das nämlich in keine Richtung schön...

Ich kenne wirklich viele Menschen, die gerne viel trinken. Egal wer, Akademiker, Ärzte, Anwälte, Handwerker, Krankenpfleger, Universitätsdozenten..

Aber niemand, wirklich niemand von denen wäre "enttäuscht", wenn der Partner oder jemand anderes nichts trinkt.

Ich bin selbst jemand, der die Feste gerne feiert, wie sie fallen und gern mal einige Gläschen Wein trinkt. Mein Mann hat noch nie Alkohol getrunken und hat es auch nicht vor. Wo sollte da das Problem sein?

Abgesehen von deinen Freunden und dass ich deren (täglichen?) Konsum auch fragwürdig finde, wäre der Hauptpunkt für mich dein Mann der offensichtlich erwartet, dass du auch trinkst

Sowas kenne ich überhaupt nicht und habe ich in den letzten 40 Jahren in der Form auch noch nicht erlebt.

Ich arbeite im ÖD und hier ist Alkohol am Arbeitsplatz schlichtweg verboten. Wir dürfen auch kein Fläschchen selbstgemachten Eierlikör von der netten Oma als Dankeschön annehmen.

Ich verstehe auch nicht, warum Alkohol bei euch ein Thema ist. Seit der Volljährigkeit interessiert das gar nicht. Man dürfte alles konsumieren und jeder lebt nach seiner Facon.
Wenn gefeiert wird, fährt immer irgendwer. Dann hat man alkohlfreie Getränke ganz selbstverständlich da. Man fragt oder wird gefragt, was man trinken möchte und gut. Niemand wird belächelt oder hinterfragt. Ob man nun alkoholfreies Bier, Weizen und alkoholfreien Sekt im Glas hat oder die alkoholfreie Variante, sieht doch sowieso niemand. Weder im Restaurant noch sonstwo.

Du scheinst ein unreifes Umfeld zu haben, wenn bei Erwachsenen der Alkohol so thematisiert wird wie bei Teenagern, die beratschlagen, was bei der nächsten Feier eingekauft werden soll und wer es macht bzw. darf.

Wenn eine Frau morgens Alkohol braucht, um überhaupt in die Gänge zu kommen, dann ist sie alkoholabhängig.
Und was mit deinem Mann los ist, erschließt sich mir nicht. Fehlt ihm das Ritual.....abends bei einem Glas zusammenzusitzen oder braucht er dich als Verbündete, um seinen Alkoholkonsum zu rechtfertigen?

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