Wohnsituation

Hallo an alle!
Der Titel ist etwas blöd gewählt, mir ist nichts besseres eingefallen.
Ich versuche auch alles nicht ganz so kompliziert zu schreiben. 🙈

Also, folgendes:
Mein Mann und ich wohnen in einem Haus das auf dem gleichen Grundstück steht wie das seiner Mutter. Sein Papa (leider bereits verstorben) hat das Hinterhaus (in dem wir wohnen) gebaut mit der Absicht, dass mein Mann dort mal einzieht. Sind wir dann ja auch.

Vorne in dem Haus wohnen seine Mama und seine Schwester. Das Haus wurde vor fünf Jahren umgebaut und aus einer großen Wohnung wurden zwei gemacht.
Unten seine Mama mit 90qm, oben seine Schwester mit 120qm, beide teilen sich den Keller.
Wir haben ebenfalls 120qm und Kellerräume (ca 60qm soweit ich weiß).

Meine Schwägerin ist auf der Suche nach einem Haus mit ihrem Verlobten, will dann ihre Wohnung vermieten. Der Plan ist also dass mein Mann das Hinterhaus bekommt, seine Schwester vorne die Wohnung, die Mama hat lebenslanges Wohnrecht.
Alle zusammen teilen wir uns einen großen Hof.

Morgen wollen wir uns zusammen setzen und besprechen wie es weiter geht. Da die Häuser bzw Wohnungen jetzt bald auch wirklich überschrieben werden sollen.

Nun meine Frage, vielleicht kennt sich jemand aus:
Wäre es meinem Mann auf lange Sicht gesehen möglich, unser Haus zu verkaufen? Oder geht das nicht weil es auf gemeinsamen Grundstück steht? Bzw müssten dann die beiden Parteien vorne einem Verkauf zustimmen?

Bei dem Thema gibt es für uns eigentlich noch tausend andere fragen, aber das ist jetzt erstmal die wichtigste 😄 wir verstehen uns alle gut, es gibt keinen Streit, aber auf lange Sicht gesehen wäre etwas
Abstand vielleicht doch sinnvoll.

Gäbe es denn eine Möglichkeit den dazugehörigen Grund zu teilen?
Wer steht im Grundbuch? Bzw. wer soll nach der Übergabe drinnen stehen?
Ist ja alles nicht so einfach in eurer Konstellation. Ich wäre für eine klare Trennung der Objekte in welcher Form auch immer. Sodass jeder im Zweifelsfall seinen Teil veräußern kann.
Am Besten beraten seid ihr natürlich von einem Notar.

Im Grundbuch steht derzeit nur meine Schwiegermutter. Sie war schon mal beim Notar, dort wurde das ganze in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Der Hof ist derzeit als Gemeinschaftseigentum geplant. Das müsste man dann ja irgendwie ändern lassen für einen Verkauf denke ich.
Ich finde es auch wahnsinnig kompliziert. Die Idee war theoretisch gut, in der Praxis aber irgendwie alles schwieriger.
Meine Schwägerin möchte außerdem auch eine Schätzung der ganzen Häuser bzw Wohnungen.
Sie denkt dass ihre Wohnung und unser Haus nicht gleich viel wert sind, da muss dann evtl ein Ausgleich gezahlt werden.
Mein Mann meinte schon dass er am liebsten auf alles verzichtet bevor es Streit gibt 😂

Ich kann nur immer wieder in solchen Fällen raten, alle zusammen zum Notar zu gehen und sich aufklären zu lassen. Alles andere kann nur in lebenslangem Knatsch enden, weil in jeder Familie ein Neider ist, der sich benachteiligt fühlt. Hab in meinem Leben da schon sehr viel mitbekommen, sodass ich froh bin, dass mir mangels Haus so ein Durcheinander erspart bleibt.
LG Moni

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Was ist daran kompliziert?. Der Hof bleibt Gemeinschaftseigentum - dieses teilen sich im Prinzip die Eigentümer. Wenn Du eine Eigentumswohnung hast , gehört dir theoretisch ja auch was vom Hausflur und Hof.
Die Häuser unddie dazugehörigen Grundstücksanteile gehören den jeweiligen Eigentümern.

Stimmt, an das Beispiel mit der Eigentumswohnung habe ich gar nicht gedacht.

Um zu verkaufen, muss eine Teilung erfolgen, am besten reell. Zufahrt muss eingeplant werden. Dann kann verkauft werden. VG

Was genau bedeutet Zufahrt?
Eine direkte Zufahrt zu unserem Haus gibt es nicht. Man geht von der Straße durch ein Tor am Haus meiner Schwiegermutter vorbei und durch den Hof und ist dann bei unserem
Haus angekommen.
Die beiden Häuser stehen hintereinander, nicht nebeneinander leider.

Naja, die neuen Besitzer müssten ja über EUER Grundstück. Und wenn euch deren Nase nicht passt oder jeden Montag, sagt ihr "nein". Das will ja keiner. Also muss die Auffahrt oder der Zuwegung geteilt werden, jeder 50%. Ihr teilt dann sämtliche Nutzen und Kosten. Oder das hintere Haus wird ein Pfeifengrundstück, dann gehört es nur dem Hinteren.

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Hallo #winke
Ich kann euch ebenfalls nur raten alles zusammen beim Notar abzuklären.
Es gibt sooo viele Details bei "so etwas", was man gar nicht weiß.
Oder woran man nicht denkt.

Bezüglich der Wohnung deiner Schwägerin/Schwiegermutter:
- gibt es getrennte Eingänge?
Da bleibt schon die Frage, ob man es so vermietet bekommt. Falls man immer durch den Flur der Schwiegermutter muss als Mieter (wäre bei uns zu Hause z. B.so)
- deine Schwiegermutter sollte dann nämlich auch Zugangsrecht bekommen, zu Kellerräume, Dachboden, usw.

Das sind zum einen Beispiele, die mir aus unserem Notargespräch ganz spontan einfallen.

Schätzen lassen macht Sinn, dann ist es vermutlich am gerechtesten zu handhaben.

Ich würde auch alles schriftlich fest halten. Mit allen zusammen besprechen wie es weiter gehen kann/soll.
Das ist alles keine leichte Geschichte...

Wir stecken grade mitten in sowas. Und ich sage soooo oft "am liebsten würde ich gar nix 'erben'/in dem Fall ist es eine Schenkung/Überschreibung.
Allen gerecht machen kann man es nämlich eh nicht allen, befürchte ich.
Aber drüber reden...

Alles Gute.

Meine Schwägerin und Schwiegermutter teilen sich eine große Eingangstür. Danach geht eine Treppe nach oben zur Wohnung meiner Schwägerin und eine Abschlusstür zur Wohnung meine Schwiegermutter. Diese hat von ihrer Wohnung aus einen Zugang zum Keller. Es gibt noch einen Zugang von außen. Dieser müsste dann von etwaigen Mietern benutzt werden.
Wobei mein Mann und ich bei dieser Geschichte eher raus wären, wir waren gegen diesen Umbau.
Nach dem Tod meines Schwiegervaters war das Haus zu groß und die beiden hatten dann diese Idee. Unserer Meinung nach ist der Umbau nicht stimmig, bzw ist das Haus einfach nicht als zwei Parteien Haus gemacht. Aber da haben wir uns rausgehalten. Weil eben immer gesagt wurde „mein Mann hinten das Haus, meine Schwägerin dann vorne Wohnung plus kelleranteile“

Hmmm.
Das klingt nicht ganz unkompliziert.
Ich finde es wirklich immer schwierig zu vermieten, WENN NICHT klare Trennungen sind.
Sowohl das Grundstück als auch die Wohnung bzw.Eingänge.

Wir haben auch ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Wenn ich mir vorstelle, wir würden die obere Etage vermieten und da laufen ständig Mieter durch... Ich fände es nicht so toll.
Das muss ja letzten Endes deine Schwägerin/Schwiegermutter wissen.
Aber ich kann mir grade irgendwie auch nicht ganz vorstellen wie es bei euch ausschaut (habe nicht so das räumliche Vorstellungsvermögen #rofl - vielleicht liegt auch daran)

Ist ja auch die Frage... Wer hat den Umbau damals bezahlt?
Hat deine Schwägerin da noch viel Geld rein gesteckt?
Ich kann das schon irgendwo nachvollziehen, dass sie dann auch gerecht "ausbezahlt" werden möchte.
Wobei wie immer hier die Frage ist, was ist gerecht?!?

Wünsche euch jedenfalls ein gutes Gespräch.

Mit Blick auf zukünftigen Verkauf an Außenstehende sollte das große gemeinsame Grundstück irgendwie sinnvoll aufgeteilt werden und auch mit einem Wegerecht zur Straße angebunden werden, wenn es nicht direkt an die Straße angrenzt.

Die Lebensläufe entwickeln sich verschieden, wer weiß wie lange die Wohnsituation so bleibt wie sie ist.

Und da Ihr jetzt den Notar wahrscheinlich sowieso bezahlen müsst, sollte sofort eine saubere Lösung mit klarer Zuordnung von Flächen im Grundbuch stattfinden.

Ob man das dann tatsächlich trennt oder zunächst den Garten wie bisher gemeinsam nutzt, kann erst mal dahingestellt bleiben.

Zu dem Wegerecht müssten dann noch sämtliche Rechte und Grunddienstbarkeiten hinzukommen, die die Erschließung des hinten gelegenen Grundstücks sicherstellen (Wasserleitung, Strom, Abwagger, Telekommunikationsleitungen (Glasfaser etc).)

Je nach Lage der zwei Grundstücke kann das auch mal nötig werden, dass diese Rechte wechselseitig eingeräumt werden.

Wer bitte sollte SO etwas denn kaufen?
Alleine "alle teilen sich den Hof" ist ein absolutes no go.

Ich würde komplett umziehen 😅 ein gesunder Abstand braucht der Mensch.

🤨

Falsch?

Welchen Grund hat man in so ein geflecht zu ziehen 🤔

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Was passiert denn dann mit seiner Mama? Habtbihr sie überhaupt schonmal gefragt, ob sie das gut findet?
Schwester geht aus dem haus ihr geht aus dem Haus sie soll alleine da wohnen bleiben und ihr kassiert das geld?
Fraglich...

Seine Mama hatte das Hinterhaus früher auch vermietet, bevor wir eingezogen sind.
Der Umbau vom vorderen Haus erfolgte in Absprache mit meiner Schwägerin, sie haben beide investiert. Die beiden haben auch schriftlich festgehalten dass sie ein Mitbestimmungsrecht über evtl Mieter vorne hat. Sie weiß das also alles.
Aber ich denke auch, dass ihr nicht so ganz klar ist, was es bedeutet wenn wir evtl alle weggehen.
Es geht uns nicht ums kassieren.

Das alles geschätzt werden soll, sollte auch in eurem Sinne sein.

Allerdings befürchte ich auf Dauer eh Ärger so wie du es beschreibst.

- Du deutest an, dass etwas Abstand gut tun könnte
- Die Schwestern kam auf die Idee und möchte alles schätzen lassen
- Sie hatte vorab schon Bedenken gehabt übervorteilt zu werden
- Dein Mann würde verzichten bevor es zum Streit kommt

Einzeln geshen kein Thema, aber zusammen...naja.

Ich würde mit allen Leuten zu Notar gehen.
Dann würde ich sehr darauf achten dass dein Mann nicht um des lieben Friedens Willen, auf etwas verzichtet.Denn dadurch wird die Schwester mit Sicherheit nicht einsichtiger oder sonstwas, eher das Gegenteil wird passieren...und die Dummen seid zum Schluss ihr.

Die Schwester wird schon gucken das sie nicht zu kurz kommt, das hat sie doch sicherlich bis jedetzt auch nicht, oder?!

Man kann auf etwas verzichten, kein Problem, aber man sollte doch darauf achten bei wem und in der Familie besonders.

Dass mein Mann bereit wäre wirklich zu verzichten finde ich auch nicht toll. Er will keinen Ärger, das ist schön aber nur den Kopf einziehen ist auch blöd.
Wie gesagt, bisher läuft das alles gut, ich denke aber auch dass es irgendwann zu Problemen führen könnte.

So ein Kostrukt funktioniert auch nur, solange man sich versteht. Spätestens, wenn ie Schwägerin auszieht und dort Mieter rein sollen wäre es für mich kritisch.... dann habt ihr da immer "Fremde" mit drin.

Ich denke, es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand so ein "Hinterhaus" kaufen würde mit Familienanhang davor. Wahrscheinlicher wäre noch, wenn man es im ganzen verkaufen würde, oder eben komplett vermieten.

Wollt ihr dort noch eine größere Summe an Geld investieren?

Wir investieren nur, wenn wir uns endgültig entschieden haben auch dort zu bleiben. Dann würden wir im Hof und am Haus evtl noch etwas ändern.
Wir haben schon Geld ins Haus gesteckt, es ist fast 15 Jahre alt, nicht alt aber dennoch musste an der ein oder anderen Ecke schon was gemacht werden.
Es ist jetzt top in Schuss und zum vermieten sozusagen „fertig“, allerdings sind wir nicht ganz sicher ob wir wirklich Vermieter spielen wollen.
Für zwei Immobilien zuständig zu sein stelle ich mir auch nicht so leicht vor.

Ein paar Ideen. Hof gehört der Schwester/Mutter und es wird für das hintere Haus ein Wegerecht eingeräumt.
Hof als Gemeinschaftsbereich. Dann gehen auch Kosten 50:50 und man muss sich einigen.
Ggf kann man später für die obere Wohnung eine externe Zugangstreppe anbauen. Das kann dann schon genug Entzerrung sein. Müsst ihr wissen.
Ich würde jetzt alles so regeln dass alles fair und für einen Verkauf vorbereitet ist.
Lasst Euch auch ein Vorkaufsrecht einräumen. Gemeinsame Beratung wäre sinnvoll....