Interesse am Enkelkind?

Hallo zusammen,

Ich würde gerne einmal eure Meinung zu folgenden Thema hören. Im November letzten Jahres sind mein Mann und ich stolze Eltern einer Tochter geworden.
Wir haben unseren Eltern davon erzählt und sowohl seine als auch meine Eltern haben sich gefreut. Seine Eltern haben schon 2 Jungs (5 und 11) als Enkelkinder, für meine Eltern ist es das erste.
Seit unsere Tochter auf der Welt ist, scheint sich das Interesse von meinen Schwiegereltern aber eher in Grenzen zu halten, weil sie sie im Schnitt nur alle 4-6 Wochen einmal sehen für ca 2 Stunden. Immer ist irgendetwas wieso es nicht klappt (beide Rentner), oder sie springen wieder für den jüngeren Bruder meines Mannes und seine Söhne und tragen ihm den Po hinterher.
Wenn sie unsere Tochter dann sehen, ist Schwiegervater anständig und "bemüht", Schwiegermutter eher übergriffig und ignoriert Bitten von uns, weil sie ist ja Oma und darf ja alles, wenn sie da ist. Von banalen Kleinigkeiten bis, dass ich auch beim dritten Mal anständig drum bitten, meine Tochter nicht zurückbekomme, weil aie so müde ist, dass sie sich schon wehrt in Schwiegermutters Armen; ist alles dabei.
Mein Mann ist traurig, dass praktisch das Verhältnis seiner Eltern zu ihm und seinem Bruder sich jetzt 1 zu 1 auf die Enkel überträgt. Während der Bruder von meinem Mann sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und immer das Sorgenkind war (keine dramatischen Probleme) und nun geschieden ist und seine Söhne in der Woche zu seinen Eltern abschiebt komplett, hat mein Mann früh eigenständig sein wollen, auch weil er oft wegen der Ignoranz seiner Mutter genervt war und sich abgekapselt hat. Trotzdem war das, Verhältnis nie schlecht, aber emotional nicht unbedingt das was man liebevoll nennt.
Jetzt habe ich am Wochenende meine Meinung ggü. Schwiegermutter gesagt, weil wir seit 2 Wochen einen Besuch angekündigt haben (der letzte war 6 Wochen her) und sie uns am Tag des Besuchs gesagt hat wir können nur 2 Stunden bleiben, XXX hat darum gebeten seine Jungs zu ihm zu fahren.
Das war der Moment in dem ich ausgerastet bin. Uns praktisch vor die Türe setzen, obwohl sie ihr Enkelkind seit 6 Wochen nicht mehr gesehen haben und dann aber mich kritisieren, warum ich unsere Tochter nicht ohne dass sie fragt der Oma auf den Arm gebe, sie wären noch die Großeltern. Ich bin weder beleidigend geworden, noch habe ich meine Stimme erhoben, aber man hat deutlich gemerkt wie sauer ich war und Schwiegermutter ist heulend rausgerannt und beschwert sich wie respektlos ich mit ihr umgehen würde. Natürlich würde sie sich für unsere Tochter interessieren und möchte nicht, dass sie mal fremde Leute für sie sind.
Aber ihr jüngerer Sohn und seine Jungs brauchen sie jetzt halt bis eine Betreuung geregelt ist navh der Scheidung und ansonsten haben sie ja auch noch andere Verpflichtungen (beides Rentner).
Dieses Verhalten unserer Tochter gegenüber war aber schon bevor die Scheidung auf dem Tisch war und es noch gar nicht um eine Betreuung ging. Sie haben unsere Tochter erst 5 Wochen nach der Geburt gesehen, weil Thomas Bruder ja Urlaub hatte und da war und das dann nicht ging??
Mein Mann wusste sofort sie hat geheult, weil ich ihr Ego gekränkt habe umd ist sich nicht sicher ob das anschließende Gespräch etwas gebracht hat. Es kam immer nur ein: Ja, aber...
Versteht jemand dieses ambivalente Verhalten? Ich habe schon gar keine Lust mehr, dass sie alle paar Wochen mal Oma und Opa spielen wollen und meine Schwiegermutter dann einen auf: "Ich bin die komische Oma, du kennst mich ja gar nicht" macht und ihr auch so sagt... noch versteht sie es ja nicht. Ja, Großeltern haben Rechte, aber muss man sich nicht diese Rechte irgendwie auch "verdienen"? Haben die Schwiegereltern nun Interesse oder nicht? Schwiegervater äußert sich nicht wirklich, er haut die ganze Zeit zu Hause ab, weil er seine Frau nicht erträgt und arbeitet noch nebenbei freiberuflich in seinem alten Job. Er ist auch oft über Nacht weg für Seminare.

Vielen Dank für eure Meinung!

Hi, also meine Frage wäre eher warum du da noch hinterherläufst? Anscheind ist ihrerseits kein wirkliches Interesse vorhanden.

Und zum Thema Großeltern und Rechte, da kann ich nur die Augen verdrehen, google mal ein wenig, da gibts Interessantes zu zu lesen..

Ich hatte nie ein Problem mit den Schwiegereltern, aber auch keinen besonderen Bezug zu ihnen. Mein Mann hofft auf eine normale Beziehung, weil sie auch regelmäßig anrufen und nach unserer Tochter fragen und sich wirklich gefreut haben über die Schwangerschaft... zumindest schien es uns so. Und er hofft das gibt sich wenn alles mit der Scheidung und den Jungs geregelt ist.

Ich verstehe dich da voll. Bei uns läuft genau das selbe Spielchen ausser dass die Schwiegereltern noch keine anderen Enkelkinder haben. Sie wohnen im Ort und wir sehen sie alle 6-10 Wochen. Wenn sie dann mal da sind meinen sie die Kinder müssen wie irgendwelche Circustiere vorgestellt werden " Lass ihn mal runter, ich will auch mal sehen, wie er krabbelt..." etc. Echt ätzend. Ich wollte auch keiner Oma das Kind vorenthalten aber irgendwan fangen sie an zu fremdeln. Ich habe ihr dann gesagt das Kind muss nicht auf den Arm wenn es nicht will wenn es sie nicht kennt. Mein Mann hat ihr dann verklickert dass sie wenn sie das ändern wolle eine bessere Beziehung aufbauen könne und dann eben öfter kommen. Da meinte sie sie könne ja alle paar Wochen allein mit dem Kind spazieren gehen. Als ob das Kind dann mit hr ALLEIN spazieren will. Immer hat sie es mit ihrem allein. Naja, war ihr nicht so wichtig. Ich ertrage sie jetzt eben alle 6-10 Wochen. Was bleibt mir denn sonst übrig?

Ich frag mich bei Leuten, die solche Verwandtschaft haben immer nur eind: Warum hat man zu solchen Menschen Kontakt und lässt sich das Leben schwer machen.

Mein Mann hofft, dass sich das in Zukunft gibt wenn der Kleine von seinem Bruder eingeschult wird und der Große zu seiner Mutter zieht... wenn wir sie mal sehen und sie voll auf unsere Tochter fixiert sind, ist mein Mann glücklich.

Dann lass doch deinen Mann mit eurer Tochter alleine hinfahren

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Ich würde auch nicht mehr hinfahren. Es klingt zwar so wie wenn deine SM auch nicht glücklich über die Situation ist, aber das ist ihr Problem und da muss sie was dran ändern (wenn sie will). Wenn sie ihre Enkelin sehen wollen können sie ja zu euch kommen.

Dass sie es in der Hand hat, haben wir ihr auch gesagt und sie meinte nur, das sagt man so leicht, wir würden unser Kind doch auch nicht hängen lassen. Das geht schon seit über 20 Jahren so mit dem Bruder meines Mannes.

Bisher sind wir lieber zu denen gefahren, weil wir dann auch jederzeit nach Hause können. Wir setzen den eigenen Besuch nicht gerne vor die Tür.

Diese Situation kenne ich, wobei es bei mir eher meine Eltern sind und es nicht ganz so krass ist. Als ich mal angedeutet habe, dass es mir ungerecht vorkommt hat mir meine Mutter vorgerechnet, dass die anderen Enkel ja schon älter sind und dementsprechend mehr Zeit bei Ihnen verbracht haben bzw. verbringen.
Und zudem haben sie das Gefühl, wir bekommen es gut alleine auf die Reihe und unsere Kinder haben alles was sie brauchen.
(Unausgesprochen: mein Bruder schafft es nicht so gut, sich um seine Kinder zu kümmern, darum springen meine Eltern den Enkeln zuliebe eben ständig ein. Ich will ja auch nicht dass meine Neffen und Nichten leiden weil mein Bruder und seine Frau überfordert sind.)
Also vielleicht tröstet es dich es so zu sehen. Auch wenn es sehr schade ist :-(. Ich würde es mir auch anders wünschen...

Das tut mir sehr leid. Ich hoffe für euch, dass sich das auf Dauer bessert. So kann man das Ganze natürlich interpretieren, aber es ist trotzdem traurig für euch.

Hallo,

ja, ich verstehe so ein ambivalentes Verhalten. Unsere Verhältnisse bzw. Probleme sind fast die gleichen wie bei euch. Vor 5 Jahren ging es mir genauso wie dir. Ich konnte einfach nicht verstehen weshalb sich Großeltern so unterschiedlich zu ihren Kindern und Enkelkindern verhalten. Inzwischen kann ich sie verstehen ...
Du schreibst ja selbst, der Bruder deines Mannes bzw. seine Söhne sind sehr auf die Hilfe und Unterstützung der Eltern angewiesen, und deine Schwiegereltern machen auch das einzig richtige und unterstützen und helfen ihm. Den einzigen Fehler den sie dabei machen ist die mangelnde Kommunikation. Wenn sie euch ihre Beweggründe offen kommunizieren würden, hättet ihr die Chance sie zu verstehen.
Die beiden Kinder deines Schwager müssen die Trennung ihrer Eltern verstehen und überwinden, dazu fehlt es durch eine Trennung an Betreuung, wahrscheinlich auch an Geld...alles keine schöne Zeit für die zwei Jungs und ihren Vater.
Und nun ist da eure Tochter, erst wenige Monate alt, Mama und Papa sind glücklich zusammen ... alles, so wie es sein soll ...

Merkst du was ... sie kümmern sich gerade um das „schwächere“ Kind. Gibt der ganzen Situation etwas Zeit. Ich denke sie lieben eure Tochter ebenso, aber sie braucht sie zur Zeit nicht so sehr. Dir wird spätestens beim zweiten Kind bewusst, dass man nicht immer gleich behandeln kann.

Ich würde etwas abwarten, bloß nicht den Kontakt abbrechen. Wenn eure Tochter älter wird, wird sie automatisch mehr Oma und Opa einfordern.

Magnumweiss

Danke sehr, das klingt sehr reflektiert :) ich glaube das Problem ist, dass das Thema Bruder schon immer ein Dauerthema war/ist, seit all den Jahren und er den Eltern auch gerne auf der Nase rumtanzen lässt und sich aushalten lässt. Das ist aktuell auch leider so, obwohl die Situation für die Kinder natürlich sehr unschön ist. Die Eltern sagen selber sie hätten damals viel früher die Reißleine ziehen müssen, jetzt ist es zu spät.
Und trotzdem kommt da noch die Sache hinzu, dass sie dann die paar Male die man sich sieht, halt nicht daran hält was wir ihr sagen und beleidigt ist, wenn ich ihr z.B. sage, dass ich mich nicht wiederholen will, wenn ich meine Tochter zurückhaben möchte. Das ist halt Charaktersache und wird sich wohl nicht ändern.

Es klingt ein bisschen so, als ginge es eigentlich vor allem um die Gefühle deines Mannes: offenbar war er immer benachteiligt gegenüber seinem Bruder und das hat ihn über all die Jahre verletzt. Und jetzt setzt deine Schwiegermutter die Ungleichbehandlung bei den Enkelkindern fort, obwohl dein Mann hofft, dass sie es an eurer Tochter wieder gut macht (= du schreibst, er ist glücklich, wenn seine Mutter voll auf eure Tochter fixiert ist). Und natürlich beschäftigt dich das, wenn du erlebst, wie dein Mann darunter leidet.

Ich finde das Verhalten deiner Schwiegermutter auch nicht in Ordnung, und es tut mir leid, dass dein Mann die ungleichbehandlung erleben musste. Aber ihr seid jetzt erwachsen und mit eurer Tochter eine Familie. Und der Familienkonflikt sollte nicht weiter getragen werden über eure Tochter, die müsst ihr davor schützen. Sie hat erst mal nichts damit zu tun, dass dein Mann immer benachteiligt wurde.
Wenn man Eltern wird, kochen ja oft eine Menge Gefühle zur eigenen Kindheit und der Herkunftsfamilie hoch. Wichtig ist, dass man sich dann vor Augen hält, dass das Kind nicht das Leben seiner Eltern fortführt, sondern als eigenständiges Individuum unbelastet seinen Weg geht. Selbstverständlich sollte man aus den Fehlern der eigenen Eltern lernen - und seine eigenen Fehler machen (denn leider macht man die immer irgendwie irgendwann als Eltern, man kann nur auf geringe Folgen hoffen).

An eurer Stelle würde ich das ganze distanzierter betrachten und entzerren. Und nichts erwarten. Ob deine Schwiegermutter selbst irgendwann reflektiert und einsichtig wird, könnt ihr wahrscheinlich nicht beeinflussen. Konzentriert euch einfach auf eure Kleinfamilie und räumt ihr emotional nicht zu viel Raum ein.

Alles gute, c

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Ich finde dein Verhalten kindisch und du rechnest auf... Nicht schön.
Es ist ihre Entscheidung wie sie ihre Zeit verbringen will
Und wenn ihr die anderen Enkel wichtiger sind oder sie meinen, dass ihr anderer Sohn mehr Hilfe benötigt ist das ihre Sache.
Da mit Unmut zu reagieren ist nicht angemessen.
Zieh deine Konsequenzen und gut ist.
Du kannst andere und ihr Verhalten nicht ändern , nur dein eigenes.

Kindisch wäre mein Verhalten, wenn ich den Kontakt zu meinen Schwiegereltern wie ein bockiges Kind boykottieren würde. Tu ich aber nicht. Ich kann es nur nicht leiden sich aufspielen wenn man sich sieht und dann zu ignorieren was wir sagen, weil Oma die Enkelin ja so selten sieht. Dann muss sie mit meinem Unmut rechnen. Unsere Tochter fremdelt mittlerweile bei ihren Großeltern und dann hat meine SM sich entweder angemessener zurückzuhalten oder sorgt dafür sich regelmäßiger zu sehen.

Ganz ehrlich: würde Dich das Verhalten der Eltern/ Schwiegereltern nicht sehr verletzen?

Es sagt sich so einfach, dann ist man halt nicht das Lieblingskind und nur zweite Wahl. So what?! Aber wenn man selbst das ungeliebte Kind ist und bleibt, ist das sicher wahnsinnig verletzend.

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Wenn ich mal in Rente bin, hätte ich auch gern noch ein eigenes Leben. Und würde gern selbst bestimmen, mit wem ich es wann teile.

Das mit der Übergriffigkeit versteh ich nicht ganz. Wenn mein Kind auf einem "fremden" Arm weint, geh ich hin und nehm es zu mir!?

Ja, (Schwieger-) Eltern sind oft nervig.. Aber sollten wir nicht eher froh sein, dass wir sie noch haben?

Bevor ich meine Tochter ihr aus dem Arm nehme, bitte ich in der Regel drum sie wiederzubekommen, und bei jeder anderen Person funktioniert das auch. Ich sitze ja in der Regel greifbar in Reichweite.

Klar, jeder darf seine Zeit frei einteilen, dann soll man sich aber später nicht beschweren wenn die Enkel nicht entsprechend enthusiastisch sind Oma und Opa wiederzusehen.

Und, tut mir leid es so sagen zu müssen, ob wir die Schwiegereltern sehen oder nicht macht momentan kaum Unterschied. Sie reden eh nur von dem Bruder meines Mannes und seinen Problemen und fragen gar nicht wie es uns eigentlich geht oder was es Neues gibt. Und wenn wir was erzählen, wird nicht darauf eingegangen. Aber wenn sie was benötigen, kommen sie immer zu meinem Mann, weil sein jüngerer Bruder das ja nicht hinbekommt.

Hallo
Du betonst das sie Rentner sind.
Tatsächlich gibt es aktive Rentner die Termine haben.
Habt ihr euch vorher öfters gesehen? Ich denk mal nicht.
Deine Erwartungen sind falsch.
Es ist nur Ihr Enkel das man nicht ständig sehen muß und wohl auch nicht sehen will.

Der Bruder braucht eben mehr Unterstützung als dein Mann Menschen sind eben verschieden.
Gönne es deinem Schwager und den Kindern einfach

Nein, wir haben uns nicht öfter gesehen, weil zugegebenermaßen nicht der Bedarf war und mein Mann auch über ein Jahr im Ausland beruflich war vor unserer Hochzeit und selten nach Deutschland gekommen ist. Ich war dann häufiger alleine zu Besuch.
Vielleicht stört es auch einfach nur, dass man weiß dass der zweite Sohn die Situationen auch immer überspannt und ausnutzt und es sich dann halt auf Kosten der Eltern mal eine Weile gut gehen lässt.
Und ich gebe zu, es stört nicht wie gesagt auch, wenn man sich so selten sieht, und dann praktisch hier steht und sagt so jetzt ist Oma da, jetzt schalte ich auf Durchzug. Und besonders nach der Situation, dass sie ihr Enkelkind erst das erste mal knapp sechs Wochen nach der Geburt gesehen haben. Deshalb hat mein Mann sich halt auch über die Jahre immer mehr distanziert, weil er seine Art der Mutter auch nicht jede Woche ertragen konnte, aber trotzdem sind es seine Eltern und und das Verhältnis nie schlecht. Wir bitten ja auch überhaupt nicht um Hilfe, wir haben ja nur gehofft, dass man sich zumindest ein bis zweimal im Monat sieht, ohne dass man dann selbst bei den geplanten Besuchen Bescheid bekommt, man muss ja erst einmal mit dem Bruder Rücksprache halten was er vorhat

Wie hättest du es denn gerne?

Willst du jede zweite Wochen einen Samstag bei den Schwiegereltern verbringen, oder, noch schlimmer , sie bei dir zu hause haben? Und das vielleicht die nächsten 15 Jahre?
Das wäre doch einschränkend ohne Ende... sämtliche Aktivitäten würden darunter leiden.
Vor dem Kind werdet ihr deine Schwiegerelter auch nicht häufiger gesehen haben, ja warum denn jetzt?
Man muss sein Enkelkind nicht ständig sehen und gezwungen Zeit damit verbringen. Viele Großeltern leben so weit weg, dass das gar nicht möglich wäre, und dennoch kennen und mögen sich Großeltern und Enkelkinder und haben ein gutes Verhältnis.
Ich würde da überhaupt nichts erzwingen, es kommt, wie es kommt. Und ob die Schwiegereltern irgendwann mal gute bzw beliebte Großeltern werden, hängt sicherlich nicht davon ab, wieviel Zeit sie mit einem Baby verbringen.

Ich muss da immer an meine Schwiegermutter denken. Sie wohnt vielleicht 10 Minuten von uns weg, aber meine Kinder sind Enkel Nr 5 und 6. Häufiger als alle 6-8 Wochen sehen wir uns auch nicht. Und das reicht auch, obwohl sie eine nette Person sind und die Kinder sie lieben.
Häufgerer Treffen würden gar nicht funktionierern, denn auch meine Schwiegermutter hat ständig Termine und ist immer unterwegs. Und sie ist auch Rentner.
Aber wir sind froh drum. Sie ist aktiv, kommt unter Leute, genießt ihr Rentnerdasein...passt doch;-)

Deshalb wäre mein Tipp, entspann dich einfach und lass es so laufen, wie es kommt. Ohne Stress, weder für euch noch für die Schwiegereltern. Interesse am Enkelkind zeigt sich sicher nicht an der Dauer und Häufigkeit von Besuchen.

Also, ich habe auch schon meine Vorredner geantwortet, aber noch zusätzlich zu deiner Antwort: Entfernung spielt bei uns jetzt auch keine große Rolle, wir wohnen auch in einem nahen Umkreis, aber man hat einfach nur gedacht man sieht sich ein bis zweimal im Monat und selbst dann müssen wir immer abwarten, bis sie Rücksprache mit dem Bruder gehalten haben ob sie dann Zeit für uns haben und wir kündigen den Besuch wirklich schon im Vorfeld immer ein bis zwei Wochen an zu Sicherheit. Dann kann man den Bruder auch einfach einmal sagen, wir treffen uns jetzt mit der Familie deines Bruders und stehen mal nicht die nächsten drei oder vier Stunden auf Abruf bereit.

Hallo
ich kenne die Situation die Du beschreibst in ähnlicher Weise.
Meiner Schwägerin wurde immer bevorzugt. Emotional, zeitlich und finanziell.
Das hat sich so auch auf die Enkel übertragen. Während Sie bei ihr regelmäßig die Betreung übernehmen, finanziell den Baukredit unterstützen und jeden Wunsch erfüllen. Kommt hier absolut Nichts.
Gespräche sind erfolglos.
Mal 3 oder 4h nicht für die Schwägerin zu Verfügung stehen, unmöglich.
Sie und ihre Familie stehen an 1.Stelle.

Für meinen Mann war es ein schmerzhafter Prozess. Er hatte lange noch Hoffnung.
Du kannst sie nicht ändern.Nur deine Erwartungen kannst du ändern.

Wir erwarten nichts mehr, rennen ihnen nicht mehr hinterher und wenn man sich dann nur sporadisch sieht, ist es halt so.

Alles Gute

Für mich hört sich das nicht an, als ob da kein Interesse besteht.
Ich denke eher, dass der Bruder seine Eltern sehr ausnutzt und diese nie gelernt haben ihrem Sorgenkind Grenzen zu zeigen. Außerdem haben es die beiden Enkel durch die Scheidung bei so einem Papa bestimmt nicht einfach und der Halt und die Verlässlichkeit der Großeltern bestimmt wirklich nötig.
Die Großeltern wollen dann jede knappe Sekunde ausnutzen und auch durch Süßigkeiten und so in Erinnerung bleiben?!
Die komischen Äußerungen bezüglich Fremde und so zeigen ja, dass sie schon wissen, dass sie zu kurz kommt und sie vielleicht auch unzufrieden sind mit der Situation.

Ich würde mal in Ruhe ein Gespräch suchen. Was den Bruder und die Beziehung deines Mannes zu seiner Mutter angeht, ist der Zug aber wohl abgefahren. An diesen festen Strukturen des Ausnutzens wollen und können sie anscheinend nichts ändern.
Was ich nicht verstehe, warum du immer betonst, die beiden seien Rentner? Dürfen Rentner ihre Freizeit nicht verplanen? Der Opa geht noch teilweise arbeiten, die Oma schmeißt den Haushalt, sie betreuen zwei Enkel. Das ist einiges für Rentner. Ich kenne auch viele Rentner, die sich einmal die Woche zur Sauna oder zum Kartenspielen treffen, alte Sozialkontakte pflegen, im Garten arbeiten, zum Sport oder zur Wassergymnastik gehen, sich mit Bekannten zu festen Zeiten sich zum Spazierengehen treffen oder ähnliches. Ältere Menschen brauchen da auch oft feste Strukturen. Wenn Not am Man bei euch ist, ist das bestimmt was anderes, aber für einen normalen Besuch sagt man solche "Verpflichtungen" nicht ab, sondern plant drum herum.

Schwiegermutter hat leider ansonsten nichts zu tun immer außer vor dem Fernseher QVC zu gucken und der Vater halt nur arbeitet, weil er es zu Hause nicht aushält traurigerweise

Ich finde es immer wieder interessant, wie manche über den Alltag anderer Leute informiert sind.
Wenn es tatsächlich so ist, dann ist das schon traurig genug, auch ohne den ganzen Stress in der Familie.

Halli hallo!
Ich kann dich wirklich verstehen, bei uns ist es ähnlich. Allerdings haben meine Schwiegereltern keine anderen Enkel außer unseren Kindern, trotzdem ist der Kontakt eher mager. Sie melden sich so gut wie nie, eine Anfrage, ob man sich mal treffen will, kam bisher nie. Wenn sie unsere Kinder sehen, dann nur, weil wir bei ihnen vorbei kommen. Grundsätzlich stört mich das nicht, meine Eltern sind enge Bezugspersonen und immer da, wenn ich jemanden brauche. Was mich aber sehr wohl stört, ist die Tatsache, dass sich die Schwiegereltern pausenlos und bei jedem x-beliebigen Fremden darüber beschwert haben, wie selten sie die Kinder sehen und dass v.a. die Kleinste, die extrem gefremdelt hat, gar keinen Bezug zu ihnen hat.
Anfangs haben wir versucht, den Kontakt zu intensivieren. Sie wollten die Kinder auch mal alleine sehen, also haben wir den Großen hin und wieder zu ihnen gebracht. Das Ende vom Lied war, dass er von der ersten bis zur letzten Minute mit Süßigkeiten und Limo vor dem Fernseher geparkt wurde. Nachdem ich angesprochen hab, dass es doch viel schöner sei, wenn sie sich dann auch mit ihm beschäftigen würden, sie wollten ja unbedingt, dass er sie besuche, bekam ich nur zur Antwort: "Er findet Fernsehen und Süßigkeiten doch toll, Großeltern dürfen verwöhnen!" Mir kam es eher so vor, als wüssten sie gar nicht, was man mit einem Kind tatsächlich tun könnte. Also boten wir an, dass wir doch zusammen zum Spielplatz fahren könnten oder irgendwas anderes unternehmen könnten. Daraus wurde leider nichts. Sie sprachen es nie mehr von sich aus an, lästerten aber weiterhin, dass wir ihnen die Kinder vorenthalten würden.
Mein Mann suchte ein paar Mal das Gespräch und erklärte, dass wir eben zu ihnen kommen, wenn es bei uns passt, dass sie sich aber jeder Zeit gerne melden könnten, wenn sie die Kinder (oder natürlich auch uns) sehen wollten. Er hat aber auch ganz deutlich gemacht, dass wir das Gefühl hätten, dass sie sich überhaupt nicht für die Enkel interessieren würden, weil sie über die ganzen Jahre hinweg nicht ein einziges Mal selbst gefragt hätten, ob sie Zeit mit ihnen verbringen könnten. Dann zu jammern, wie fremd ihnen die Kinder seien, fänden wir unangebracht.
Inzwischen beklagen sie sich nicht mehr oder besser gesagt, wir bekommen es zumindest nicht mehr bei jeder Begegnung aufs Brot geschmiert. Sie fragen weiterhin nicht nach und wir fahren einfach hin und wieder zu ihnen, wenn es uns passt, bleiben dann aber auch dort. Solche Treffen sehen so aus, dass die Schwiegermutter großzügig Süßigkeiten verteilt und wir anschliesend selbst mit unseren Kindern bei ihnen daheim spielen. Sie schauen zu oder unterhalten sich mit uns Erwachsenen. Grundsätzlich find ich das jetzt so ganz okay. Man kann niemandem Kontakt aufzwingen, wer sich aber nicht aktiv bemüht, sollte sich dann auch damit zufrieden geben, dass das Verhältnis eben ein anderes ist als zu Personen, die täglich am Leben der Kinder teilnehmen.

Hm, wenn ich das richtig verstehe, leben die Enkel unter der Woche bei O+O? Oder verbringen zumindest viel Zeit dort? Dann noch in dieser Alterskonstellation--das ist stressig, glaube mir.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, dass sie deine Tochter so selten sehen, daher auch die Tränen. Sie wollen wahrscheinlich viel "Qualität" in diese kurze Zeit legen, daher nehmen sie dann deine Tochter viel auf den Arm.
Ich würde da jetzt keine Baustelle aufmachen ohne Not! Lass dich treiben, bleib locker und stell dich mal hinten an--es bringt ja nichts, wenn du deine SE noch mehr unter Druck setzt. Wenn ihr euch seht, dann seht ihr euch halt, schiele nicht nach links und rechts.

Hi,

ich glaube, du hast dich etwas verrannt. Warum sollte das Verhältnis der Eltern zu den Kindern (in dem Fall Dein Mann und sein Bruder) jetzt anders sein, nur weil ihr ein Kind habt? Ich finde die Wertigkeit zwar nicht gut, aber normal. Der Bruder scheint schon immer das Lieblingskind gewesen zu sein und ist es weiterhin. Das überträgt sich auch auf die Enkel. Nicht fair, aber menschlich.

Ich glaube auch nicht an echtes Desinteresse bei den Großeltern sondern denke einfach, dass ihnen diese Unterschiede die sie machen, nicht wirklich bewusst sind und auch nicht, welche Gefühle das bei deinem Mann und wegen eurer Tochter auch bei dir auslöst. Allerdings glaube ich auch, dass es nichts bringt, das zu thematisieren.

Der jüngere Bruder meines Mannes ist auch der Liebling meiner Schwiegermutter. er ist fast 28, hat eine eigene Wohnung - und Mama putzt und wäscht für ihn. Nicht mal ein Bett kann er ohne Mamas Hilfe aufbauen... Das ist eine 180 Grad Wendung zu dem, wie sie sich meinem Mann gegenüber verhalten hat und verhält. Und nein, ich hab weder etwas gegen meine Schwiegermutter noch meinen Schwager. Es sind einfach Fakten. Natürlich ärgere ich mich manchmal und würde ihr gerne mal die Meinung geigen, aber mein Mann hat es akzeptiert wie es ist, also halte ich mich zurück.

Ähnlich läuft es auch in der Familie meiner früheren besten Freundin... sie war immer das Lieblingskind (Bruder ist fast 10 Jahre älter und war nicht immer "einfach") und wird es auch bleiben. Das spiegelt sich auch im Kontakt zu den Enkelkindern wieder.

Vielleicht ist es bei deinen Schwiegereltern auch so, dass sie euch für eigenständig und "lebensfähig" halten und denken, dass ihr diese ganze Unterstützung nicht benötigt. Der Bruder war ja wohl schon immer eher unselbstständig, vielleicht auch bequem und hat den Stempel "Sorgenkind". und ich glaube wirklich, dass sowas gar nicht bewusst abläuft sondern sich über die Jahre so entwickelt hat. Sie denken darüber nicht nach und sagen sich "so, für xy machen wir jetzt z und AB braucht uns nicht".

Von daher kann ich dir nur den Rat geben: akzeptiert es, wie es ist, auch wenn es sicherlich weh tut. Lauft ihnen nicht hinterher. Bietet Besuche an, aber versprecht euch nicht zu viel davon. Deine Tochter wird "die komische Oma" auch lieben, wenn ihr das zulasst, aber die Bindung zu Deinen Eltern wird vielleicht etwas enger sein. Damit muss dann die Schwiegermutter einfach klar kommen.

Gruß
Kim

Und noch eine Bemerkung dazu, dass beide Rentner sind und aus deiner Sicht scheinbar viel Zeit haben:

Meine Mutter ist vor ca 6 Jahren vorzeitig in Pension gegangen. Seit dem ist sie schwerer erreichbar als der Papst. Wir kommunizieren mehr über Email, als telefonisch oder persönlich (sie wohnt aber auch ca 130km entfernt). Meine Mutter ist in Vereinen engagiert, verreist 3-5x oder öfter im Jahr (1x davon mit unserem Sohn) für mindestens 10 Tage und zwischendrin für ein Wochenende, kümmert sich um meine Oma und deren Belange (diese wohnt von ihr etwa 200km entfernt) etc. Ich sehe meine Mutter 3-5x im Jahr für ein paar Stunden, manchmal übernachte ich bei ihr.

Meine Schwiegermutter ist seit ein paar Jahren Frührentnerin, aber muss und will immer noch etwas arbeiten, weil die Rente sonst nicht ausreichen würde bzw. alles sehr knapp wäre, sie hat regelmäßige Termine in der Augenklinik, einen Lebensgefährten etc. Sie wohnt im Nachbarort und trotzdem sehen wir uns nicht jede Woche, weil sie eben auch Termine hat, die ihr wichtig sind.

zu beiden Omas hat mein Sohn eine sehr gute Bindung, obwohl gerade meine Mutter nicht einfach ist.

Und ich weiß eins:
Ich freue mich auf Enkelkinder (die wir hoffentlich bekommen), aber ich freue mich genauso auf die Zeit, wenn ich in Rente bin und endlich völlig frei über meine Zeit verfügen kann. Unterstützung wird unser Sohn immer bekommen, wenn nötig, aber dafür muss ich mein Leben nicht hinten anstellen.

Hallo,

ich verstehe dieses ganze Theater darum, welche Großeltern das Kind wann, wo und wie oft sehen, ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Meine Eltern leben im Ausland, wir sehen sie höchstens ein- bis zweimal im Jahr und trotzdem lieben sie einander. Die Schwiegermutter wohnt nicht weit weg und trotzdem sehen wir uns nur alle paar Monate. Das schadet dem Verhältnis zueinander trotzdem nicht. Wichtig ist meiner Meinung nach, wie man miteinander umgeht und nicht, wieviel Stunden man miteinander verbringt.

LG,

ez

Kommt mir sehr bekannt vor. Der Bruder meines Mannes ist auch der Liebling daheim. Interesse an uns war lange nicht hat vorhanden. Im Moment hängen die Schwiegereltern aber ständig da seit wir ein Kind haben. Es ist das erste Enkelchen. Hier tun und lassen sie wie ihnen beliebt auch wider deutlicher Ansagen. Im Zweifel sind sie beleidigt und machen Drama und dann geht alles von vorne los.
Wir forcieren den Kontakt nicht mehr von uns aus und grenzen uns bestmöglich ab wenn sie da sind.

Du wirst sie nicht ändern. Lebt Euer Leben und macht Euer Ding. Wenn das Kind zu dir will nimmst du es und wenn es zu bunt wird sprecht ihr ein Machtwort. Kostet manchmal Kraft. Geht aber nicht anders.

Auf der einen Seite beklagst Du mangelndes Interesse, auf der anderen Seite hat die SM Deine Tochter zu lange auf dem Arm und Dein Mann "darf" seine Eltern nicht mit Tochter besuchen.
Ja, watt denn nu?

Es geht darum, dass sie nicht auf das Rücksicht nimmt was wir ihr sagen wenn sie da ist. Sie erkennt nicht wenn unsere Tochter überreizt ist und dann hat sie uns auch unsere Tochter zurückzugeben. Solche Geschichten meine ich.
Und alleine unterwegs mit meinem Mann klappt nicht gut gerade, sie fremdelt, sie will öfter gestillt werden, sie braucht jemanden der ihr im Auto Händchen hält, und ja, das sind Gründe weswegen Schwiegereltern stattdessen mal zu uns kommen können statt mein Mann alleine zu ihnen.