Tochter möchte ins betreute Wohnen

Hallo

Ich habe heute erfahren das meine 12jährige Tochter ins betreute wohnen/ in ein Heim möchte.

Ich weiß das in den 12 Jahren viel schief gelaufen ist obwohl ich mir die größte Mühe gegeben habe.

Richtig blöd wurde es für sie als ihr kleiner Bruder größer wurde. Er hat einige schwierigkeiten. Ich bin mit ihm wieder mal in der Diagnostik und es läuft auf adhs und eine Impulskontrolle Störung hinaus mit Verdacht auf leichtem Asperger Syndrom.

Nun ist es so das wir alle unter ihm leiden. Unter seinen gewaltätigen Wutausbrüchen am meisten. Mit seinen 6j hat er verdammt viel Kraft.

Meine Tochter sagt sogar das sie ihn hasst.

Ich weiß das sie nicht glücklich ist zuhause und das tut mir weh. Ich habe in den letzten 3 Jahren alles versucht um dies zu ändern.

Unsere Beziehung ist zwar stärker geworden aber am Problem hat es nichts geändert.

Nun sagte mir eben meine Freundin das meine grosse weg möchte. Sie kann mir das aber nicht sagen weil sie weiß das es mir weh tut.

Und ja, es tut verdammt weh aber ich versuche mich mit dem Gedanken zu arrangieren.

Ich möchte nur das sie glücklich ist und ihren Platz im Leben findet.

Ich habe mit meinem ex Mann geteiltes sorgerecht aber diesen möchte sie überhaupt nicht sehen.

Weis jemand was wir tun müssen um ihr den Wunsch zu erfüllen? Kann ihr Vater etwas dagegen tun??? Also ihr Steine in den Weg legen?

P.s. der Wunsch besteht nicht erst seit heute das sie weg möchte.

Wenn er Sorgerecht hat, kann der Vater das natürlich verhindern. Es sei denn, es wird vom JA/Gericht so beschlossen.

Aber wieso möchtest Du das wirkliche Problemkind zu Hause behalten und Deine Tochter verabschieden? Weil sie älter ist?

Ich möchte keins meiner Kinder hergeben.

Ich möchte ihren Wunsch respektieren. Ich liebe meine Kinder. Ob es nun Probleme hat oder nicht.

Ich kann natürlich auch sagen nein du darfst nicht weg. Nur das würde unsere Bindung auch wieder kaputt machen.

Ihr Bruder empfindet sich selbst als bösen jungen und leidet ebenfalls unter seinem Verhalten. Dafür werde ich ihn nicht bestrafen und ihn abschieben.

Ich sagte auch das bei meiner großen einiges schief gelaufen ist. Es sind viele kleine Dinge die sich gestaut haben und das Fass läuft nun mit ihrem bruder über.

Ja ich habe Fehler gemacht. Dazu stehe ich und sie weiß das.

Und wenn sie Abstand braucht möchte ich ihr diesen geben. Ich weiß das sie mich liebt. Und sie weiß das ich sie liebe.

Es ist kein abschrieben oder was auch immer.

Ich möchte ihrem Wunsch respektieren und das sie glücklich ist.

Ich würde die Flinte nicht so leicht ins Korn werfen.
Was auch immer bei euch vorgefallen ist. …. Das Mädchen hat scheinbar keinen Menschen, dem sie absolut vertraut und bei dem es sich geborgen fühlt.

Was heißt, du hast dich die letzten 3 Jahre bemüht?? #schock Hat sie vorher nicht bei dir gelebt?? #gruebel


Ich würde mir externe Hilfe holen, z.B. eine Familientherapie o.ä.

Hallo erstmal, mannomann was für eine verfahrene Situation.

Bei gemeinsamer elterlicher Sorge geht ein Umzug des Kindes nur mit Zustimmung beider Eltern. Also ja, er kann eurer Tochter Steine in den Weg legen.

Ich bin nun keine Expertin und ihr steckt ja noch mitten in der Diagnostik, aber ich habe im Bekanntenkreis einen Jungen erlebt, der mit ähnlichen Symptomen in einer Einrichtung untergebracht werden musste. Seitdem er dort ist, geht es ihm besser, vor allem hat er keine aggressiven Ausbrüche mehr.

Die Eltern konnten das Kind nicht mehr adäquat betreuen und erziehen, die gesunden Kinder konnten in der Familie bleiben.

Es kommt mir ein wenig unfair vor, dass deine Tochter die Familie verlassen soll.

Sie soll uns nicht verlassen, ich versuche mich lediglich zu informieren.

Das soll natürlich auch nicht heißen das ich sie hier morgen raus schmeisse. Das würde ich nie tun.

Ich hoffe das ich mit der neuen Psychologin endlich Hilfe für meinen Sohn bekomme (was ich seit 3 Jahren versuche) und es besser wird.

Aber wenn nicht kann ich nicht zusehen wie alle zugrunde gehen. Und bevor eins meiner Kinder mich hasst lasse ich es ziehen wenn es das möchte. Bin aber weiterhin immer für dieses Kind erreichbar und da. Denn es ist mein Kind.
Und wenn es zurück möchte darf es jederzeit kommen.

Also ganz ehrlich...
Du hast noch nicht einmal mit ihr darüber gesprochen, hörst über dritte, dass sie ins betreute Wohnen will und planst jetzt quasi ihren Auszug? Das klingt für mich nicht, als würdest Du irgendwie verhindern wollen, dass es so weit kommt. Das arme Mädchen.

Was hast Du denn versucht, um ihr das Leben zu Hause angenehmer zu machen?

Nein, ich informiere mich damit ich in einem Gespräch vorbereitet reagieren kann.

Vorallem kam das Gespräch schon öffter zustande. Sie sagte es mir früher aus trotz das sie ins Heim möchte. Dies habe ich aber nicht so ernst genommen und weiter an unserer Beziehung gearbeitet was ja auch geklappt hat.

Sie möchte nicht mehr gehen um mir weh zu tun sondern weil sie denkt das es für sie besser ist.

Oh Mann, das hört sich echt schlimm an. Holt euch Hilfe vom Jugendamt. Vielleicht ist es über eine Familienhilfe möglich etwas Entlastung zu bekommen. Übrigens ist das Jugendamt für seelische Behinderung
wie ADHS, Asperger Autismus zuständig. Eine stationäre Unterbringung sollte wirklich das letzte Mittel sein. Für deinen Sohn sollte es einen strukturierten Tagesablauf geben , die Möglichkeit gegeben sein sich auszupowern. Vielleicht auch mal über Pflegegrad nachdenken. Ist alles nicht so einfach. Habe selber einen Sohn mit frühkindlichen Autismus.
Lg Hinzwife und viel Kraft

Deine Tochter ist 12.
Ich glaube kaum, dass sie weiß was betreutes Wohnen heißt. Sie wird gerade dort wieder auf sog. Problemkinder stoßen.
Ob das das Richtige ist?

Habt ihr vielleicht die Möglichkeit, dass sie um sich zu erholen erstmal für eine gewisse Zeit zu den Großeltern oder so ziehen kann?

Ich stell mir deine Situation sehr schwierig vor.
Einerseits dein Sohn, der dringend Hilfe braucht. Andererseits deine Tochter, die sich nach einem ruhigen Leben sehnt.
Hat sie ein eigenes Zimmer in das sie sich zurückziehen kann?
Sie ist eigentlich in einem Alter wo sie verstehen müsste, dass ihr Bruder eigentlich am Meisten in seiner Situation leidet und er es demnach nicht mit Absicht macht, sollte er wirklich eine Störung haben.
Wie zeigen sich seine Wutanfälle? Wie oft kommen sie vor?
Könnten Medikamente helfen?
Du schreibst es ist noch mehr schief gelaufen. Was? Vielleicht kann man auch dort zur Abhilfe ansetzen?

Ja, sie haben getrennte Zimmer aber sie treffen eben auch mal aufeinander. Und selbst das möchte die grosse nicht mehr.

Nein grosseltern gibt es nicht.

Sie hat lange versucht ihn und seine "macken" so zu akzeptieren. Aber sie möchte das nicht mehr. Sie möchte nicht mehr geschlagen werden. Was völlig verständlich ist.

Ich bin schon sehr hinterher die 2 strickt zu trennen. Aber das geht nicht immer.

Es reicht manchmal wenn sie nur sagt : geh weg.

Da flippt er schon völlig aus. Denn er sucht den Kontakt zu ihr aber sie will nicht.
Er sucht nach Liebe und stößt auf Ablehnung.

Ich rede mir bei beiden den mund fusselig.

Sie ist wütend und er traurig.

Den ersten Bruch zwischen meiner Tochter und mir gab es als sie 5j alt war.

Ich war in Scheidung als ihr Vater in die jva kam wg verkauf von Drogen.

Vorher war er auch nie für sie da. Er versetzte sie laufend und sie hat verdammt oft wg ihm geweint. Bis sie ihn nicht mehr sehen wollte.

Mein ex Mann kam in der jva auf die Idee Umgang einzuklagen.

Jugendamt, Psychologe, ich und mein Kind waren dagegen. Der Richter entschied für den Vater.

Ich musste meine Tochter mit betreuten Umgang in die jva zwingen. Sie wollte es nicht. Ich aber war gezwungen sie zu schicken.

Also war ich die böse. Mama sagt sie muss da hin. Das hatte unser verhältniss extrem gestört. Sogar teilweise zerstört.

Die Bindung besteht wieder aber das Gefühl sie muss alles aushalten ob sie will oder nicht ist geblieben. Ich denke sie möchte einfach mal raus. Sie möchte von diesem zwang weg.

Sie möchte ihn z.b. immernoch nicht sehen. Aber sie möchte auch nicht vor Gericht gehen da ja eh alle nur für Papa sind. Einglück nimmt er seine umgänge extrem unregelmäßig war.

Das Problem ist, das damals das Verfahren war. Gleichzeitig war ich schwanger und sie kam in die Schule. Das war alles zu viel für sie.

Der Richter damals war auch der Meinung das sie keine begleitende Therapie braucht.

Die Situation.damals hat so viel in meinem damals glücklichen Kind zerstört.

Und ihr Bruder ist das i Tüpfelchen.

Er sucht nach Liebe und stößt auf Ablehnung.
Ich weiß nicht, aber dieser Satz lässt mich irgendwie nachdenken.
Wäre dein Sohn denn entspannter, wenn seine Schwester mehr auf ihn zugehen würde?
Hast du eventuell jemanden in der Familie oder im Freundeskreis dem dein Sohn vertraut?Wo er eventuell mal hin kann? Vielleicht kannst du so mal ein paar Stunden Zeit nur mit deiner Tochter rausschlagen?
Ansonsten würde ich dir auch raten Kontakt zum Jugendamt aufzunehmen.
Möglicherweise würde deiner Tochter eine Therapie helfen, denn ich habe auch den Verdacht, dass sie mit ihrem Erlebten nicht abgeschlossen hat. Wie auch?
Ihr braucht alle dringend Hilfe. Auch du, denn du leidest genauso in dieser Situation. Es zerrt auch an deinen Kräften, das merkt man. Ich denke, dass das Jugendamt euch wertvolle Tipps oder Anlaufstellen nennen kann um euch zu helfen.

weiteren Kommentar laden

Sorry was ich nicht verstehe du möchtest deine gesunde Tochter "loswerden" und dein behindertes Kind behalten. Darf ich fragen warum du das genau so machst und nicht eine Einrichtung für deinen behinderten Sohn suchst? Es steckt doch bestimmt was anderes dahinter habe ich recht? Darf ich fragen ob die beiden Kinder den selben Vater haben? Lebst du mit dem Vater deines behinderten Kindes (noch) zusammen? Wenn ja kann es sein dass es "sein" Plan ist deine Tochter loszuwerden, weil sie seinen behinderten Sohn nicht so akzeptiert?

Hört sich für mich alles ganz komisch an. Bitte überdenke deine Entscheidung!

Wäre ich an deiner Stelle würde ich nach einer Einrichtung für das behinderte Kind schauen, DAS ist ja eigentlich das Problem eurer Familie. Wenn deine gesunde Tochter weg ist, löst sich das Problem ja nicht. Und ICH würde meine Tochter niemals mit 12 (!!!) Jahren in betreutes Wohnen lassen (ich glaube das geht sogar erst ab 16, davor wird sie in ein Heim müssen, ja ich habe leider schon Erfahrung damit!). Ein Kind welches gesundheitlich nicht in der Lage ist in einer Familie zu leben, würde ich eher in eine Einrichtung geben!

Nein ich bin alleinerziehend

Wollt ihr nicht vielleicht erst mal die Diagnostik abwarten? Wenn es ADHS ist, kann es doch gut sein, dass es durch die Medikation viel besser wird.

Deine Tochter ist 12. Wenn sie sagt, dass sie ins betreute Wohnen möchte, solltest du das nicht wortwörtlich nehmen. Sie weiß doch gar nicht was das überhaupt ist.

Ihre Sorgen und Ängste, ihre Einsamkeit - ihre Gefühle solltest du sehr wohl ernst nehmen. Hinter diesem Wunsch steckt natürlich etwas, aber bestimmt nicht ernsthaft ein Auszug. Es ist ein Hilfeschrei! Sowas wie " Mama, kümmer dich um mich, sei für mich da".

Abgesehen davon kann man nicht einfach mal seine Kinder fürs betreute Wohnen anmelden. Solche Einrichtungen sind für Kinder/Erwachsene mit entsprechendem Problemen gedacht und nicht als Kinderklappen.

Anstatt dich ernsthaft zu informieren ,deine Tochter abzugeben, solltest du dich über Hilfestellung für euch als Familie informieren. Es sollte sich gerade nicht immer alles nur um den Bruder drehen.

...wäre es nicht auch eine Möglichkeit, einen Pflegedienst oder einen teilweisen Heimplatz für das jüngere Kind zu organisieren?
Wenn er so schlimm ist, fällt er ja auch in der Schule aus dem Rahmen und meist ist dann die Kostengutsprache für eine Sonderbeschulung gut drin.

Ich glaube nicht, dass das Kind "nur" wegen dem Bruders weg will. Da scheint mehr zu sein. Gerade, weil du bereit bist, "ihr den Wunsch zu erfüllen" anstatt dir andere Ideen unterbreiten zu lassen.
Sie will wohl kaum wirklich weg. Sie will weg aus der unhaltbaren Situation.

Wenn du zum Jugendamt gehst, wird keiner sagen, dass du das Mädchen wegen des Jungen vor die Türe stellen sollst. Sondern man wird empfehlen, dass abwechselnd das Mädchen und der Junge die Besuchsrechte wahrnehmen, so dass sie sich nicht immer sehen, oder dass man für den Jungen eine temporäre Fremdplazierung suchen soll oder dass er in eine Sonderbeschulung kann.
Der beeinträchtigte Sohn einer Freundin ist unter der Woche nun in einer Sonderschule und nur am Wochenende daheim. Er wird so besser beschult und professionell betreut - und der Rest der Kinder hat wieder etwas Luft zum Atmen. Natürlich wird das nicht ewig so gehen, aber es verschafft einfach zur Zeit etwas Luft.

Um eine Kostengutsprache für die ein oder andere Lösung zu bekommen (auch das betreute Wohnen wird nicht einfach so bezahlt....) wirst du ohnedies für die ganze Familie eine Abklärung machen müssen. Da werden sicher alle Themen aufgewogen und dann eine Lösung gesucht, die besser ist, als einfach das Mädchen ausziehen zu lassen.

Ansprechpartner ist eigentlich das Jugendamt.

Eigentlich. Denn, manchmal wird man da schnell weitergeschoben, wenn man selbst zu wenig informiert ist.


Möglichkeiten, die mir einfallen

- Erziehungsberatungsstelle: und dort fragen, welche Stellen es für euch gibt.
Für dich und deine Tochter. Für deinen Sohn läuft die Diagnostik bereits.

Deine Tochter braucht auch Hilfe, das sagt sie ja in dem sie woanders wohnen möchte.

Manche Beratungsstellen haben Tipps, welche Stelle beim Jugendamt zuständig ist, wen man wie anspricht, welche Wege man vorher gegangen sein sollte usw.

- Kinderschutzbund:
du möchtest Hilfe für eure Situation. Deiner Tochter geht es nicht gut. Ihre Idee ist Auszug. Du weißt nicht weiter.

Welche Stelle ist zuständig, welche nicht.
Welche Hilfsangebote gibt es - wie beantragt man diese - wie lässt man sich nicht abwimmeln.


- pro familia, caritas und co.

Auch hier: welche Stellen sind bei euch zuständig, wie spricht man dort etwas an, wie kommt man am ehesten zum Ziel. usw.

Aber auch: andere Möglichkeiten:
Familienhilfe,
Ferienangebote für Kinder mit kranken Geschwistern (ich hab selbst ADHS, in diesem Zusammenhang fällt nur kein anderes Wort dafür ein)
Mutter-Kind-Angebote während der Kleine Bruder "betreut" ist. So, dass sie auch Zeit für euch hat.

Unterstützung für Familien, die Schwierigkeiten haben und diese auf die Reihe bekommen möchten

usw.

Beim Jugendamt kann es passieren, dass sie notgedrungen für den Jungen was vorschlagen (weil Diagnostik läuft) und sie aus dem Rahmen fällt, weil gesund.

Im Grunde braucht sie Hilfe und das sagt sie ja. Daher würde ich auch andere Stellen abtelefonieren, Termin ausmachen, fragen - welche Möglichkeiten ihr auf welchem Wege über welche Stellen ihr habt, damit auch sie Hilfe bekommt.

Also meine Jungs (8 und 13) haben auch schon mal erwähnt, dass sie ausziehen möchten, der Ältere hat schon des Öfteren seinen Rucksack gepackt... aber bis jetzt hab ich noch nicht darüber nachgedacht, sie tatsächlich herzugeben 🤷🏼 im Endeffekt wollen sie das ja auch gar nicht...
Deine Tochter hat es einmal erwähnt, nicht mal dir gegenüber und du willst ihr sofort den Wunsch erfüllen? Rede doch mal mit ihr darüber. Oft gibt es ganz einfache Lösungen, die deine Tochter allein nicht findet und deswegen glaubt, auszuziehen zu müssen. Mit 12 ist sie noch ein Kind, so eine Entscheidung kann sie einfach noch nicht allein treffen.

Geh zum Jugendamt und lass dich beraten. Die sind für solche Situationen zuständig. Von mir gibt es eine Portion Mitgefühl. Ich finde, dass Große dazu gehört, einzusehen, dass man selbst vielleicht gerade nicht das Beste für das Kind bieten kann.

Hallo,

ich habe mir jetzt nicht alle Antworten durchgelesen.
Ich denke, dass deine Tochter nicht genau einschätzen kann, was es bedeutet in ein betreutes Wohnen bzw. in ein Heim zu gehen. Meiner Meinung nach, ist die Aussage dort hin zu wollen, eine Hilfeschrei deiner Tochter. Sie ist verzweifelt weil sie es Zuhause nicht mehr aushält und weiß sich keinen anderen Rat. An deiner Stelle würde ich einen Termin beim Jugendamt vereinbaren, die familiäre Situation schildern und um eine Familienhilfe oder Familientherapie bitten. Auch die Caritas bietet mancherorts Familienhilfe an oder kann an Familientherapeuten vermitteln. Setzt dich mit deiner Tochter zusammen, gib ihr das Gefühl, dass du ihren Hilferuf ernst nimmst. Mach ihr den Vorschlag einer Familientherapie. Eventuell wäre auch psychologische Hilfe bei deiner Tochter nötig. Sie hat viel mit gemacht und muss jetzt auch einiges aushalten. Ein Therapeut könnte ihr helfen, damit umzugehen. Ich denke, die wichtigsten Adressen bekommst du beim Jugendamt.
Was ich in einigen Antworten ganz furchtbar und schockierend finde, ist, wie abwertend über den Bruder gesprochen wird oder wie oft der Vorschlag kam, den behinderten Bruder in eine Einrichtung zu schicken. Hier geht es um ein 6jähriges Kind. Ich kann aus deinen Texten heraus lesen, dass du keines deiner Kinder hergeben möchtest, sondern nur deiner Tochter helfen willst.

LG
Michaela

Ich danke dir ❤

Danke, danke, danke....ich war auch völlig schockiert! Ich finde deinen Lösungsansatz super und ich denke, dass niemand gehen muss. Weder die "gesunde" Tochter, noch der "behinderte" (wie ich das Wort hasse) Bruder.

Wendet euch ans Jugendamt. In guten Einrichtungen wird immer sich daran gearbeitet (wenn sinnvoll), dass familiäre Konflikte gelöst werden und eine Rückkehr möglich ist. Womöglich tut euch der Schritt als gesamtfamilie gut,

Hallo,

deine Tochter ist 12 und macht sich keine Vorstellung, was sie da erwarten wird. In dem Alter gibt es kein Betreutes Wohnen, nur eine Unterbringung in einer geschlossenen Gruppe. Diese Plätze sind rar. Da wird das Jugendamt genau schauen, wer einen solchen Platz bekommt bzw. wer in dringender benötigt. Außerdem sind die Plätze teuer. Sowohl du als auch der Vater würden dafür anteilsmäßig zahlen müssen. Außerdem muss deiner Tochter klar sein, dass in solchen Heimen eher selten nette Kinder untergebracht werden, sondern welche mit (gravierenden) Problemen. Und mit denen muss sie sich dann auch ein Zimmer teilen. Ich kann nicht beurteilen, wie ihr zu Hause lebt. Aber mit Sicherheit ist das Leben in einem Heim härter. Da würde ich lieber versuchen, wenn sie denn unbedingt weg will, sie in einem Internat unterzubringen.

LG bluehorse

Ihr Lieben,

wir haben hier einige Beiträge entfernen müssen, da einige Beiträge gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen haben und der Thread keinen Sinn mehr gemacht hätte, hätten wir die Antworten darauf stehen lassen. Es tut mir furchtbar leid, wenn dabei hilfreiche Antworten verloren gegangen sind.

Wir wünschen der TE alles Gute!

Viele Grüße,
Cleo vom URBIA-TEam

Sorry, deine Tochter möchte niemals dass du Wege ins Heim ebnest... sie kommt in die Pubertät! Da sagt man sowas. Warst du nicht auch mal so alt? Ich hatte 5 Geschwister mit denen ich Mama teilen muss, deine Tochter hat einen besonderen Bruder und bekommt deshalb weniger Aufmerksamkeit, dazu noch trennungskind. Kein Kontakt zum Vater.....Sie brauch Stabilität und die ständige Bestätigung dass sie dir sehr viel wert ist, liebe und Aufmerksamkeit!!
Wenn du das erlaubst mit dem Heim glaube ich machst du sehr viel kaputt bei deiner Tochter. Da bin ich mir sehr sicher. Noch dazu ist sie ein Kind. Du bis der Erwachsene!! Nur weil sie mal sagt sie will ins Heim informierst du dich sofort wie das möglich ist? Sorry das ist krank. Deine Tochter weiß nicht was es bedeutet im Heim zu leben. Du solltest dir Hilfe holen. Familienhelfer etc

Ist es denn eine Option deinen Sohn in Ganztagesbetreuung zu geben, damit deine Tochter auch Mal Ruhe hat?
Das ist eine sehr belastende Situation, für euch alle.