Ehe am Ende?

Hallo zusammen

Ich bin mit meinem Mann seit 7 Jahren zusammen und 6 Jahre verheiratet. Wir haben 3 Kids im Alter von 6,3 und 7 Monate. Wir haben überhaupt keine Zeit mehr füreinander und leben nur noch nebeneinander her. Er is von morgens bis Abends auf der Arbeit. Die Kinder haben kaum Bindung zu ihm und wir haben zu zweit bestimmt seit 4 Jahren nichts mehr gemacht weil uns keiner die Kids mal für ein paar Std abnehmen möchte. Macht das alles überhaupt noch Sinn? Bin absolut unglücklich mit der Situation. Kennt das wer? Wie seid ihr damit umgegangen?

Was hast du denn erwartet, wenn ihr so schnell hintereinander drei Kinder bekommt, davon das erste kurz nach dem Kennenlernenlernen?

Andere Väter gehen auch arbeiten und trotzdem haben die Kinder eine Bindung zu ihm.
Vier Jahre nichts als Paar zu machen, ist schon heftig, warum habt ihr euch nicht um einen Babysitter bemüht?

Habt ihr euch überhaupt umeinander bemüht?
Du kannst jetzt nur auf die Zeit setzen, vielleicht wird es besser...

Da Frage ich mich auch... wo kommt dann das Baby her ?

Okay, normal mag ich solche Fragen nicht, aber jetzt muss ich selbst mal eine stellen :

Wenn ihr seit vier Jahren nichts mehr zusammen richtig macht, wieso dann noch ein zweites und ein drittes Kind?
Hast du ihn dann nur zum Kinderkriegen genutzt?

Wir haben drei Kinder, das jüngste 4 Monate alt. Mein Mann arbeitet auch viel. Aber him und wieder, wenn er von der Arbeit kommt und die Kinder endlich alle schlafen, kommt es vor, dass ich in der Küche sitze und er sich dazu gesellt und wir einfach 1-2 Stunden reden. Dafür braucht es keinen, der die Kinder abnimmt und es tut unglaublich gut :) ich denke, das kommt so 1-2 mal die Woche vor.
Wenn wir abends zusammen Fernsehen, schlafe ich zwar immer ein, aber auch das ist irgendwie schön.

Wir sind beide nicht die Typen, die viel raus müssen, Unternehmungen brauchen usw.
Aber wenn es so wäre, würden wir einen babysitter suchen. So dass man vielleicht ein mal im Monat einen richtig schönen Abend erleben kann.

Das wichtigste finde ich aber, dass ihr miteinander redet.

Ach ja, und auch die Zeit mit Kindern kann man als Paar nutzen. Am Wochenende was zusammen machen, die Kinder spielen lassen und man selbst kann sich unterhalten, beim Spaziergang Händchen halten oder ähnliches.

Manchmal sind es Kleinigkeiten..

Aber nichts machen und irgendwann sagen, dass man nichts mehr zusammen macht und man sich deshalb trennen wird, finde ich unfair dem Partner und den Kindern gegenüber.

Es kam einfach nichmehr dazu das wir fort gegangen sind weil immer irgendwas war und ich bezüglich Babysittern bissl skeptisch bin. Vertraue nich Fremden meine Kinder an. Naja warten wir mal ab.

Ja das kenne ich, aber ich zweifle nicht an unserer Ehe.
Im Gegensatz zu euch waren mein Mann und ich schon 8 Jahre zusammen bevor unser erstes Kind geboren wurde. Es gab somit genug Zeit zu Zweit.
Ihr hattet nur kurz eine Beziehung bevor euer erstes Kind kam. Kann gut sein, dass dir da was abgeht.
Wir haben wie ihr auch niemanden, der uns die Kinder mal abnimmt. Aber das wussten wir. Wir wollten Kinder, also nahmen wir es in Kauf, dass wir beide einige Jahre auf der Strecke bleiben werden. Sprich nachts sind wir k.o. und tagsüber ist so gut wie immer einer arbeiten und der andere bei den Kindern, wenn nicht gerade Kiga oder Schule ist. Wir sehen uns nur kurz, tauschen das Wichtigste aus und dann geht der andere arbeiten. An den Wochenenden siehts meist genauso aus.
Aber es ist ein Ende in Sicht. Wenn die Jüngere in 2 Jahren auch in die Schule kommt, dann werden die Kinder hoffentlich soweit selbstständig sein, dass sie über Mittag ein zwei Stunden alleine zu Hause sind. Dann kommt auch wieder mehr Zeit zusammen zustande.
Also wirklichen Rat hab ich keinen, nur in etwa denselben Alltag.

Hallo,
Unsere 3 sind in exakt dem
gleichen Alter und es ist einfach anstrengend und viel zweisame Zeit bleibt uns auch nicht momentan. Selbst längere Autofahrten sitze ich zur Zeit hinten beim Baby und die Große vorne, das waren sonst im
Trubel immer so unsere Gesprächsgelegenheiten. Abends sind wir oft zu müde wenn alle Kinder schlafen und es ist auch meistens noch etwas zu tun, Hausarbeit oder Arbeit meines Mannes, ein Telefonat oder irgendeine Planung. Oft bin ich ehrlich gesagt auch einfach froh um ein Stündchen Zeit für mich und habe keine Lust zu reden.

Aber ab und an gibt es die Gelegenheit für eine längere Unterhaltung in der Küche, einen Film, ein Brettspiel. Das ist dann immer sehr schön und wir merken dass unter all dem Alltagsstress die gemeinsame Basis noch da ist. Zwischen Kind 2 und 3 hatten wir auch einige Abende an denen wir ausgegangen sind und das war total schön, das werden wir wieder aufnehmen sobald die Kleinste groß genug ist.
Nehmt euch Zeit füreinander, das ist total wichtig. Und ansonsten ist es momentan einfach anstrengend und es kommen wieder leichtere Zeiten!

"Pflege die Liebe wie eine Pflanze, denn ohne Pflege stirbt die Pflanze."

Dieses Zitat hat mir mal meine Tante auf eine Karte geschrieben, als ich damals auszog und mit meinem Mann zusammen. Das ist 12 Jahre her... und sie hat Recht damit. Das gilt im Übrigen nicht nur für Ehen oder Paarbeziehungen. Es gilt für jegliche Art der Beziehung und gerade eine Ehe ist etwas mehr, als nur gemeinsam Kinder in die Welt zu setzen. Sie bedeutet "Arbeit " auf beiden Seiten. Sich nicht aus den Augen zu verlieren. Klar, man ist sicherlich nicht so verliebt wie am ersten Tag. In der Regel entsteht ein festes Band, eine richtige Liebe. Wo man den anderen schätzt, respektiert und sich zu 100% drauf verlassen kann. Es bedeutet füreinander da zu sein und sich seines Gefühls sicher zu sein, auch wenn man nicht 24 Stunden aufeinander hockt. Es bedeutet Zeit füreinander zu nehmen.

Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wie man das in 4 Jahren nicht hinbekommt. Wir haben 2 Kinder. 7 und 9 Jahre alt. Mein Mann ist von 8.30-19.30 Uhr aus dem Haus. Dennoch haben die drei eine enge Bindung. Er ist ein toller Vater, dem es wichtig ist, gerade Die Zeit am Wochenende gemeinsam zu verbringen. Und auch wir als Paar unternehmen mal was allein. Kino, Essen gehen, Theater oder auch einfach Zuhause einen Film schauen oder ein Spiel spielen, uns auf die Terrasse setzen und quatschen.... wir haben uns immer etwas zu erzählen. Dennoch haben wir Zeit für uns allein, gehen beide abends abwechselnd zum Sport....

Man muss sich halt bemühen. Beide natürlich. Es kommt einem nicht zugeflogen. Wie denkt denn dein Mann darüber? Zu den Babysittern. Was ist denn mit Freunden? Oma/Opa? Es gibt doch mittlerweile auch zertifizierte Babysitter... wenn man will, findet man Wege, wenn man nicht will, findet man Ausreden.

Mein Mann ist mit Babysittern auch kritisch. Seine Eltern leben mit uns in einem Haus möchten uns die Kids aber nicht mal abnehmen weil sie sagen ihr wolltet sie also kümmert euch. Wir hatten früher auch keine Zeit für Unternehmungen. Meine Mama würde gerne aber mein Vater stellt sich quer. Ich würd auch gern mal wieder mit ihm ins Kino oder so....naja....so isses leider

Warum so skeptisch? Was soll passieren?
Lasst jemanden erstmal so zu euch kommen zum spielen wenn ihr da seid.

Das ein paar mal, irgendwann gehst du dann mal kurz was erledigen. Sobald sich die Kinder daran gewöhnt haben kann man es auf den Abend ausweiten. Damit ihr beide mal rauskommt.

Und zu deinen Schwiegereltern: sie sind doch die Familie von den Kindern? Was spricht dagegen das sie Zeit mit den Kindern verbringen? Wenn nicht Abends dann tagsüber...
Wir haben 1 mal die Woche Oma/Opa Tag. Da spielt er mit den Großeltern und wir gehen in die Sauna oder machen uns so einen schönen Tag. Nur wir zwei.

Irgendwie Hör ich bei dir nur raus dass sich die Situation nervt. Nicht dein Mann! Wenn er sich nicht verändert hat, dann ist es doch immer noch der Mann den du geheiratet hast! Und ja, er arbeitet jeden Tag, sieht die Kinder wahrscheinlich unter der Woche kaum- was aber soll er denn dagegen tun? Nichts- einer muss ja schließlich arbeiten. Dass ihr nix mehr miteinander macht, daran ist sicher er auch nicht (alleine) schuld. Zudem ist diesen “etwas miteinander unternehmen/weggehen” fuer mich zu hoch aufgehängt. Man muss nicht ins Kino oder die Oper zusammen gehen um zu merken dass man noch ein paar ist. Paarsein spielt sich im Alltag ab! Tut es das bei euch nicht- so wie du es schreibst- dann muesst ihr Dafuer sorgen dass es wieder so ist. Einfach sagen “nö, jetzt ist die Ehe aber blöd so mit drei Kindern und dem Stress jetzt mag ich nicht mehr”, das ist weder fair noch durchdacht. Was machste denn wenn du ihn vor die Tür setzt? Alimente kriegen, noch mehr Stress haben, das ganze schreckliche trennungsdrama bezüglich deiner Kinder mitansehen und vllt irgendwann nen neuen kennenlernen mit dem es exakt genauso läuft. Ich verstehe es einfach nicht wie man an Trennung denken kann mit drei kleinen Kindern nur weil einem der Alltag auf den Sack geht und es mal nicht alles so super rosa verliebt ist.
Gelegenheiten fuer die Liebe schaffen (und sei es das Glas Wein mit Gespräch wenn die Kids alle im Bett sind, Händchen haltend zum Spielplatz gehen etc) es akzeptieren dass es nun mal die ersten Jahre so ist und sich vor Augen halten dass man das alles so wollte: die Kinder und auch den Mann- genau diesen!

Er bemüht sich aber auch nicht drum. Warum soll ich ihm immer hinterher krabbeln? Bei uns is einfach die Luft irgendwie raus hab ich das Gefühl...es kommt mir wirklich so vor als wären wir nur noch der Kinder wegen zusammen

Ihr sed extrem schnell Eltern geworden und kanntet euch kaum als Paar. Ein Kind ist schon eine Probe für eine Beziehung, ganz besonders für eine nicht gefestigte.
WOLLT ihr denn an der Beziehung noch arbeiten? Falls ja: Nehmt euch einen Babysitter, redet, evtl. auch mit einem Mediator oder Eheberater.....
Liebt ihr euch noch?
LG

Ich lieb ihn schon noch. Wie es bei ihm aussieht keine Ahnung.

Liebe fühlt man doch. Oder nicht? Wie geht er denn mit dir um?

Ich bin jemand, der mit diesem "ich liebe dich" nicht inflationär umgeht. Es gibt viele, die sich das nur noch aus Gewohnheit um die Ohren werfen. Routine, weil man es ja so macht. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die es ihrem Mann tagtäglich sagt. Umgekehrt genau so. Es war, ist und bleibt etwas besonderes. Aber ich spüre es. Ich spüre jeden Tag, dass wir uns lieben. Ohne dass er es sagt und umgekehrt ist es genau so.

....hast du denn mit deinem Mann einmal darüber gesprochen, wie empfindet er?
Ich finde es sehr traurig die Ehe in Frage zu stellen, ohne das du diese "Banalität" mit deinem Mann bereden hast. Banalität deshalb, weil es sich einfach lösen lässt.

Das man einem Babysitter kritisch gegenüber steht verstehe ich. Dennoch lässt sich auch da etwas machen. Wir hatten unsere erste Babysitterin aus dem Kindergarten, Praktikantin. Nun ist es der Nachbarsjunge. Und meist kennt doch immer wer irgendwem. Man muss es aber wollen, versuchen und sich drauf einlassen.

Es wäre eine Schande alles hinzu schmeißen, weil man zu bequem ist einen Weg zu finden. Gemeinsame Zeit lässt sich immer einbauen, wenn es einem wichtig ist.

Ich wünsche euch alles Gute und hoffe das ihr es schafft.

Du schreibst, dass ihr beide keinen Babysitter wollt.

Auf der anderen Seite habt ihr natürlich kaum Zeit, auch für eure Ehe nicht.

Tja, bei einer Trennung wird das alles nicht besser. Einen neuen Partner zu finden, der mit dir praktisch nicht außer Haus gehen kann wird auch nicht leicht. Dein Problem wirst du mit einer Trennung kaum lösen.

Also schau zuerst was in deiner Ehe wirklich los ist. Das kein Zeit Problem lässt sich lösen. Und dann würde ich schauen ob es sonst noch Probleme gibt. Aber nicht jetzt schon alles aufgeben.

LG

Hallo,

dir Kinder schlafen auch mal... da kann man was kochen, eine Flasche Wein aufmachen und miteinander reden. Wenn man das miteinander Reden verlernt haben sollte, gibt es mittlerweile sehr viele Kommunikationsspiele für Paare....

Z.B. das Spiel "Erzählt euch mehr " kann ich empfehlen.

Eine Beziehung muss man pflegen!

Unsere Kinder sind nur 15 Monate auseinander... mittlerweile aber 6 und 5 Jahre alt. Und schon von Anfang an, dass wir uns,am Wochenende bewusst Zeit für einander nehmen.

LG

Liebst du ihn noch? Alles andere hört sich nämlich "normal" an für eine Familie mit 3 kleinen Kindern.

Du sagst, dass du mit der Situation unzufrieden bist. Aber nicht, dass du ihn nicht mehr liebst oder ähnliches.
An deiner Stelle würde ich mir erstmal bewusst werden, was mich genau stört. Ist es der Alltagstrott? Dann weiß ich nicht, was eine Trennung daran ändern sollte, außer, dass du dann allein mit 3 Kindern da stehst, was den Stress nicht minimieren wird.
Sollten deine Gefühle für ihn abgenommen haben, dann würde ich erst einmal dafür sorgen, dass ihr ein bisschen Paarzeit bekommt. Mit 3 Kindern sicherlich schwierig, aber machbar.
Dann könnt ihr mal miteinander reden. Wie ihr euch als Paar noch seht. Was ihr euch voneinander wünscht usw.

Dass einem der Alltag mal auf die Nerven geht und man am liebsten seine Sachen packen und abhauen würde, ist normal, denke ich.
Das ist aber genau der Zeitpunkt an dem man reagieren und gegensteuern sollte, bevor alles den Bach runter geht.

Und was ändert sich daran, wenn ihr euch trennt? Genau, nämlich nichts. Dass ihr kaum Zeit füreinander habt, ohne Unterstützung und mit 3 Kindern welches eines davon ein Baby ist, ist doch nicht ungewöhnlich. So geht es 1.000 anderen Paaren auch. Vorallem im ersten Babyjahr. Aber deswegen gleich seine Ehe in Frage stellen? Verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Ich bin echt immer wieder erstaunt, wie voreilig Ehen geschlossen und hernach "als gescheitert" bezeichnet werden.....#schock

Wieso hat dein Mann, denn keine Bindung zu den Kindern? Meiner arbeitet auch wirklich viel oft bis spät abends und dennoch haben die Kinder eine Bindung zu ihm. Warum bekommt man denn noch mehr Kinder, wenn es ja beim ersten schon so ist?

Was hast du denn erwartet wie es mit 3 Kindern wird? Wir haben zwar nur 2, aber vor der Geburt des Nachzüglers war uns von Anfang an bewusst, dass wir weniger Zeit füreinander haben werden. Dennoch schaffen wir es uns Zeit für uns zu nehmen.

Dass ihr keinen fremden babysitter wollt ist auch euer Problem. Großeltern sind nicht dazu verpflichtet ihre Enkel zu hüten damit die Eltern mal wieder einen drauf machen können. Ganz ehrlich 3 kids würde bei uns auch keiner gleichzeitig nehmen.

Solltest du dich trennen stehst du auch nicht besser da. Im Gegenteil, dann kommst du auch nicht mehr raus als vorher und stehst mit allen 3en ganz allein da.

Ich denke ihr wollt euch einfach beide nicht eher groß miteinander beschäftigen. Eine Beziehung ist nunmal Arbeit für beide. Ja neben Kindern und den alltäglichen Verpflichtungen ist es nicht so einfach sich Zeit für einander zu nehmen, aber wo ein Wille ist ist auch ein Weg.

Die Kinder haben keine richtige Bindung bzw Interesse an ihm...wenn er Zuhause ist wird trotzdem immer nur nach Mama geschrien. Zu Papa wollen sie gar nicht wirklich...wennn sie was brauchen kommen sie eher zu mir als zu ihm. Und meistens wenn er Zuhause ist verkriecht er sich in seinem Garten oder hinter der Playstation.....genau gleiches tut er Abends wo wir was gemeinsam vill machen könnten...ja dementsprechend setz ich mich dann auch an den Laptop und zocke mein Spiel wenn kein Interesse an gemeinsamen Aktivitäten besteht

Dass die Kinder nur zu dir kommen ist auch etwas, was sich so entwickelt hat, ihr könnt da aber dran arbeiten.

Zum Beispiel unternimmt dein Mann am Wochenende mehr Ausflüge, auch alleine, mit den beiden Großen.

Oder er kommt von der Arbeit heim und hat etwas Zeit anzukommen und verbringt danach ganz bewusst Zeit mit den Kindern.

Also es tut mir leid, aber was genau TUST du denn, um an der Ehe zu arbeiten?
Ich lese hier nämlich nur was von 'abwarten' und 'mal gucken' und 'wenn er das so und so macht, dann ich eben auch'. Und zu reden scheinst du ja auch kein stück mit ihm.
Klar wird es dadurch nicht besser. Probleme lösen sich nicht von selbst.

Statt nur zu warten und zu gucken krieg doch mal den Hintern hoch und TU auch was!

Wenn er an der Konsole hockt, geh auf ihn zu und versuch aktiv gemeinsame Zeit zu schaffen.
Rede mit ihm über deine Gefühle!

Und vor allem: lass dich nicht sofort entmutigen.
Ihr habt da scheinbar total festgefahrene Positionen, da wird es zunächst schwierig sein, auch für ihn, aus dieser Komfortzone raus zu kommen. Aber versuch es regelmäßig und mit der Zeit wird es wahrscheinlich immer leichter und ihr werdet neue, gesündere Rituale und Kommunikationskulturen entwickeln.

Ich habe schon mehrere Versuche gestartet mit ihm da drüber zu sprechen. Er sagt für ihn is alles in Ordnung er hat nix zu kritisieren warum ich so negativ eingestellt bin....entweder ist er wirklich zufrieden so wie es is oder er sieht die Wahrheit nich

Dann kannst du aber immer noch selber versuchen etwas zu ändern.
Und was du deinem Mann klar machen musst ist, dass nur weil er zufrieden ist, es nicht bedeutet, dass alles in Ordnung ist. Schließlich bist du nicht zufrieden und deswegen müsst ihr da für euch einen Kompromiss finden. Sein Empfinden ist nicht das einzige, was zählt, deines ist genauso wichtig!

Wenn ihr so gar nicht weg könnt, bringt die Kinder ins Bett und dann... Bestellt, holt, macht euch was richtig leckeres zu essen mit einem guten Wein und Film.

Oder ihr geht mal frühstücken, wenn die Kids in der krippe, Schule sind und die kleine gerade schlafenzeit hat.

oder vielleicht passt deine Schwiegermutter, Mutter, Schwägerin, Schwester wer auch immer doch mal 1-2std auf die Kids auf sie schlafen. Sonst würde ich mir extern ein babysitter holen mir ist meine Beziehung zu wichtig!

Ging ja doch alles recht schnell bei euch...

Es ist ja durchaus möglich, dass ihr euch noch nicht wirklich als Menschen, Singel-Menschen- kennengelernt habt, sondern eigentlich nur als Vater bzw. Mutter.

Ich würde mal, alleine, zu einer Bertaungsstelle gehen, mal mit einem Familienterapeuten reden. Es bestimmt neurale Punkte in eurem Alltag, die eine Änderung benötigen, damit du dich wieder besser fühlst. Und in einem solchem Gespräch wird einem ganz viel bewußt, dass zu einer Verbesserung führen kann, ohne Streit.

Versuche es mal.

Ich glaub der würde mir den Vogel zeigen wenn ich ihm mit Paartherapie käme.🤣

Damit bist du nicht allein.

Aber mal im Ernst: wenn du dich trennen möchtest, dann mach das doch einfach. Wozu brauchst du Gründe? Und wozu die Zustimmung von wildfremden Menschen aus dem Internet?

Niemand kann eine Ehe allein führen. Das gilt für beide Partner.

Das Schuldprinzip gibt es seit Mitte der 70er Jahre nicht mehr.

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Es sind ja gleich mehrere Punkt, die du ansprichst

- Parnterebene
- er hat kaum Bindung zu den Kindern

Für die Partnerebene verstehe ich den Wunsch mit externer Betreuung.

Für die kaum-Bindung mit den Kids bräuchte er Zeit MIT den Kindern. Mit der Familie/mit den Kindern.


Was möchte er denn?
Arbeitet er so viel, weil ihr das Geld braucht?
Arbeitet er, weil er glaubt, er müsse (Alleinversorger / erlernte Struktur seiner Kindheit, dass er verdienen muss -- auch dann wenn du viel verdienen würdest, das Gefühl zu müssen)

Arbeitet er so viel, als Flucht vor der Familie?


Externen Babysitter habe ich keinen. Trotzdem schaffe ich es Kontakt zu Freunden zu halten. Auch zu kinderlosen. Da mir die zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig sind, organisere ich unser Leben so, dass ich das auch MIT Kind machen kann.
Es ist nicht einfach, aber machbar. Dann, wenn mir die Bindung wichtig ist.

Freunde habe Beziehung zu meinem Kind aufgebaut. Auch wenn wir uns selten sehen. Sie zeigen Interesse, sie agieren mit dem Kind, sie nehmen sich Zeit uns zu sehen - und ich organisiere unsere Zeit, Freunde zu sehen.

Der Kindsvater hat keinen Kontakt zum Kind. Kein Interesse. Da könnte er noch so viel Zeit haben, er würde es nicht tun. Schade für's Kind. Kind hat inzwischen auch kein Interesse an ihm, sondern interagiert mit Menschen, die Zeit und Interesse haben.


Warum hat er eine Familie?

Weil man das halt so macht?
Weil er seine Kinder liebt?

Hat er wirklich keine Zeit für seine Kids oder will er sich keine Zeit nehmen?

Bei der Paarebene ist es eine ähnliche Frage.

Wie war es vor den Kindern? Welche Gemeinsamkeiten/Unternehmungen hattet ihr da? Warum klappen diese nicht mehr?
Ist das Programm nicht kindertauglich?
Ok, es ist etwas anderes, etwas als Familie zu machen, statt als Paar.

Aber hey, an Familienzeit scheint es auch nicht grade üppig auszusehen. Dann könnte man nämlich sagen: von der Familienzeit ein bisschen was abziehen und da Paarzeit daraus basteln.
Aber wo nichts ist, kann man nichts abziehen. Oder wo fast nichts ist, bleibt nichts übrig, wenn man da auch noch was abzieht.

Der Mittelpunkt bei mir sind die Kinder. Mein Tag mit den Kids beginnt um 6 Uhr und endet um 22uhr wenn das Kleinste endlich schläft. Danach geh ich auch meist ins Bett da ich vom Tag einfach k.o bin...mein Mann ist von 6:30-17:00 aus dem Haus. Danach macht er daheim noch Sachen z.b im Garten oder sonstiges. Um 18 Uhr gibts Essen und danach werden alle Kids zusammen bettfertig gemacht und er füttert die Kleinste. Und dann fordert die Kleinste bis sie schläft meine volle Aufmerksamkeit. D.h. Zeit zu zweit 0,0% und so geht das meist die ganze Woche. Er sitzt dann meist Abends an der Konsole oder am Handy während ich mich mit der Kleinen beschäftige...ja so der grobe Ablauf

Und welchen Mittelpunkt hat er?

Hätte er denn Platz bei dir, wenn er sich bei den Kindern einbringen wollen würde?
Oder geht das nicht, weil sie schon dein Mittelpunkt sind?


Mein Vater hatte lange kein Interesse an Aktivitäten mit mir, weil das Nesthäkchen der Mittelpunkt der Mutter war. Er fand es zu mühsam ihren Ablauf zu stören und mit ihr zu diskutieren.
Als ich größer war und Mutter ins Krankenhaus musste, klappte es sehr gut. Sein Mittelpunkt war ich nie, aber er nahm sich Zeit, zeigte Interesse. Als ich kleiner war, hatte das nichts gebracht, weil der Tagesabluaf meiner Mutter, sich nur um die Kinder/Teenager drehte und um ihre Arbeit.


Der Vater meines Kindes hat kein Interesse. Er könnte, er dürfte, er will aber nicht.


Was mich verwundert: ich habe danach gefragt, was die Arbeit für IHN ist?
Wie ER zu eurem Familienleben steht.

Deine Antwort beschreibt nur DEINE Tätigkeiten in der Familie. Für ihn ist da kein Platz. Bzw. er wird am Rande erwähnt.

Versucht er sich einzubringen und kommt nicht durch, da dein Mittelpunkt schon besetzt ist? Zeitlich, emotional, aktiv?

Oder sind die Kinder den Mittelpunkt, weil sie ihm (überspitzt gesagt) sch*** egal sind und er keinen Bock hat.

Bringt er die Kinder mit ins Bett? Haben die Großen ein eigenes Ritual mit ihm? Könnte da etwas möglich werden. Beim Abendessen, beim Garten helfen? Oder ist das nicht möglich, weil DEIN-euer-Familienablauf ohne ihn schon so vorgetaktet ist?


Babysitter hatte ich als Alleinerziehende auch nicht, als meine klein war.
Dennoch habe ich auch ein Leben neben meinem Kind weitergeführt. Besser gesagt: Kind stand mit Bedürfnissen zwar im Mittelpunkt, aber ich stehe mit meinen Bedürfnissen nicht außen vor, sondern setze sie dort durch, wo sie die Grundbedürfnisse meines Kindes nicht einschränken.
Ich gebe meinem Kind sehr viel, vor allem die Erfüllung der wichtigen Bedürfnisse, jedoch nehme ich mir auch Raum für die Erfüllung meiner Bedürfnisse. Nicht erst dann, wenn mein Kind gerade Platz macht, sondern dann, wenn mein Kind Mittelpunkt wäre und nicht mehr Teil der Familie.

Kompliziert ausgedrückt.

Mir fällt an deiner Antwort einfach auf, dass du von DEINEM Ablauf berichtest und ihn außen vor lässt bei der Antwort. Dabei habe ich eigentlich gefragt gehabt, ob er vor der Familie flieht. So erscheint es mir, als würde er kaum Platz darin haben.

Ob er kein Interesse hat, weiß ich nicht. Hat er schon vorher aufgeben oder erst, als sich dein Ablauf um den Mittelpunkt drehte und er sowieso raus war.....

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