Gleichberechtigung der Frau in der Ehe und der Gesellschaft...

Wie seht ihr das?
Findet ihr das Modell der Gleichberechtigung fair oder nur mehr oder weniger als Blende gedacht um viele Freiheitsliebende ruhig zu stellen?

Ich verstehe die Frage nicht ...

In einem anderen Thread schreien soooo viele was von Gleichberechtigung.
Wo genau liegt denn nun die Gleichberechtigung?

Vermutlich, dass niemand in eine klassische Rolle gedrängt wird, sondern sein Lebensmodell frei wählen kann.
Und sich am besten für das entschiedene Lebensmodell nicht rechtfertigen muss.

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Ich finde gleichberechtigung fair.
Nehmen wir das Beispiel jobwahl:
Da gibt es ja "typische Männer-" und "typische frauenberufe"
Wenn frau/Mann die gleiche Arbeitsleistung ect erbringen, sollte dies auch gleich "belohnt" werden (Gehalt).
Es muss sich auch keiner rechtfertigen weil z.b eine Frau maurer/tischler/Spengler ect. ist oder ein Mann hebamme/Erzieher ect. ist.

Das wird es nicht geben, weil wa nun mal in der Natur der Sache liegt, dass Frau eher mal ausfällt, Teilzeit will oder sonstwas.
Ansonsten Verhandlungssache.

Aber darum geht es ja....es gibt die Sogenannte Gleichberechtigung nicht....
Eine 50kg Frau ist in viele Bereichen Körperlich gar nicht in der Lage sogenannte Männerberufe auszuüben.

Ich finde gleichberechtigung liegt darin, alles was ein Mann leisten muss, soll bitte auch von der Frau verlang werden wie auch umgekehrt.

Findet ein keinen passenden Job wird er früher oder später auf den Bau geschickt....warum Frau nicht?

Und in wievielen Branchen verdient eine Frau das gleiche wie ein Mann?
Oder wie oft wird ein Mann der ja nie gebären und ausfallen wird einer Frau als Führungsposition vorgezogen?

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Für mich bedeutet Gleichberechtigung, dass jeder Mensch sich seinen Talenten und Vorlieben nach Entfalten kann.
Gleichberechtigung heisst für mich aber nicht, dass alle das "Gleiche" tun müssen oder können, sondern das jeder die gleichen Chancen hat. Es beudetet für mich auch nicht, dass jeder das Gleiche bekommt, sondern, dass jeder das bekommt, was er braucht.

Wie das jetzt in der Praxis aussieht ist völlig egal. Wenn es einer "klassischen" Rollenverteilung entspricht, toll - wenn nicht, genauso toll. Ein Team muss funktionieren, wie es das tut ist mir egal.

Naja aber es wird oft auf den Job und co ausgelegt. Und darin besteht immer noch keine Gleichberechtigung.

Ich kann das nur aus meiner Perspektive beantworten. Ich arbeite als Bauingenieurin, also in einer ziemlichen Männerdomäne. No nie habe ich mich nicht Gleichberechtigt gefühlt. Natürlich geht es manchmal taff zu, aber das ist die Branche, das wusste ich vorher und damit kann ich umgehen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen wurde ich immer ernstgenommen und wenn nicht konnte ich mich trotzdem durchsetzen. Wo genau konkret siehst du zum Beispiel ein Problem?

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Ich finde die Frage, die du stellst, sehr merkwürdig. Gleichberechtigung ist kein Modell, sondern sollte Norm sein. Was meinst du mit "Freiheitsliebende"? Was haben die genau mit Gleichberechtigung zu tun?
Geht es um den Thread, in dem der Ehemann das Essen bemäkelt? Da hakt es doch an was ganz anderem.

Gleichberechtigung bedeutet, dass jeder das Lebensmodell führen kann, wie gewünscht, und niemand das kritisiert. Sei das als Hetero, Homo, Transgender oder was es sonst noch alles gibt. Sei es als Hausmann/-frau oder als "Ernährer", sei es als halbtags Arbeitende(r) etc.
Alles, was Lebensumstand ist, sollte gleich behandelt werden - Hautfarbe, Ethnie, Geschlecht, usw.
Es geht darum, Respekt voreinander zu haben und das Leben so gestalten zu können, dass man damit glücklich ist. Wenn mir die Lebensweise nicht gefällt, muss ich sie nicht unterdrücken, sondern kann sie ignorieren und diese Menschen ihr Leben so gestalten lassen, wie es ihnen passt. Ausnahmen dazu entstehen, wenn das Lebensmodell andere gefährdet.
Solange niemand zu Schaden kommt, kann es mir doch piepswurstegal sein, wie jemand lebt.

Meine Meinung zum Thema. Oder hab ich was falsch verstanden?

Ja mehr oder weniger geht es darum.
Warum ist man der Meinung, Frau ist gleichberechtigt, weil sie null Bock hat auf die wünsche des Mannes einzugehen?
Warum ist eine Frau 50er wenn sie z.b ihm gern was gutes tut und ihm lecker nach seinem Geschmack kocht?
Ist ein Mann der auf seine Frau eingeht und ihr was gutes tut ein Pantoffelheld?

Weisst du wie ichs meine?

Es geht nicht um „null bock“ sondern dass in dem Thread erwartet wird, dass JEDEN tag Essen, das ihm zusagt auf dem Tisch steht. Warum sollte sein Tag anstrengender sein als ihrer mit einem 4 monate altem Baby?
Traditionelle Rollenverteilung hin oder her aber ich kann doch kein gekochtes Essen stehen lassen und rumzicken dass es nicht schmeckt?! Was zur hölle?? Das hat mit Respekt zu tun und mit nichts anderem.

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Gleichberechtigung in der Ehe wäre zb wenn der Mann seiner Frau und seinem 4 Wochen alten Baby auch mal kocht und nicht gekochtes Essen, das ihm nicht passt, stehen lässt. Gehts noch kindischer und respektloser??
Wenn meiner das machen würde wäre ich weg. Wir kochen beide mal und wenn ich mit Veggie zeug ankomme isst er das auch und ihm würde nie einfallen sich zu beschweren, auch wenn ich genau weiss dass ihm ein Stück Fleisch lieber wäre. Essen vom Partner zu „erwarten“ ist sowieso Wahnsinn 2019.

Viele Frauen merken erst mit der Zeit, wie die Mechanismen gegen sie arbeiten. Im Studium sind alle noch gleichberechtigt, beim Berufseinstieg auch. Und ab einer gewissen Hierarchiestufe sind dann praktisch nur noch Männer da. Auch in den Gremien, die entscheiden, wer befördert wird. So ist es zumindest bei uns im Betrieb. Sicher sind die meisten gute Leute, aber ob sie ihre Position auch hätten, wenn sie sich gegen eine Überzahl an Frauen und ein rein weibliches Entscheidungsgremium hätten behaupten müssen, ist sicher nicht in jedem Fall gegeben.

Ich bin Mann und habe Informatik studiert. Kein einziges Mal habe ich Zweifel hören müssen, ob ich als Mann da am richtigen Platz sei. Meine Frau hat auch Informatik studiert und hat sich allerlei anhören müssen. Solchen Widerstand habe ich erst erlebt, seit ich als einziger Mann mit meiner Tochter im Babyschwimmen war. Ich habe mich auch schon darüber aufgeregt, dass Babyprodukte wie eine Trinklernflasche als "für Mutter und Kind" beworben werden, obschon sie offensichtlich nur für das Kind sind und auch Väter diese Produkte kaufen können.

Das stimmt allerdings. Bei uns im Entscheidungsgremium gibt es eine Frauenquote, die wir nur mit Hängen und Würgen überhaupt erreichen. Die "Spitze" dieses Gremiums wird nur aus Männern gebildet. Als Projektmanagerin habe zwar in der Realität die Zügel in die Hand und kann maßgeblich beeinflussen, was in dieses Gremium gebracht wird und wie, ich führe die Verhandlungen mit Bezirksregierung und Ministerien u d halt den Laden am Laufen, aber meine Chefs halten mich für eine Tippse. "Verwaltungsarbeit".
Schade, jetzt bin ich ein Jahr in Elternzeit und Chef hat nach 4 Wochen schon merken müssen, dass der Laden ohne die Tippse, mit männlicher Vertretung, nicht mehr läuft. Darf sich dann überlegen, wie er mich dort hält ;)
Aber auch da merkt man sofort.... nur Männer in den augenscheinlichen Führungspositionen. Und alle so flexibel, wie Bahnschienen....... mit Gleichberechtigung, Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit hat das nix zu tun.

Ich erlebe es so, dass es einfach weniger Frauen gibt, die in Führungspositionen wollen.
Ich habe da auch keinen Bock drauf.
Warum soll ich mich mit Leuten herum ärgern und Überstunden ohne Ende machen? Das steigert meine Lebenszufriedenheit überhaupt nicht.

Als in meiner Abteilung hier (IT) der Abteilungsleiter ging, hatten die Probleme, eine Vertretung aus der Abteilung zu finden, weil fast alle ganz schnell in irgendwelchen Löchern verschwunden waren, weil sie keinen Bock darauf hatten. #rofl
Außer mir waren das alles Männer.

Der einzige, der wollte, hatte keinen Studienabschluss. Deswegen wollte die Firma ihn erst nicht, hat ihn aber dann doch zähneknirschend akzeptiert. Der verdiente auf dem Posten, auf die Stunde gerechnet, weniger als ich und ist dann anderswo Karriere machen gegangen. Er hatte ja dann Berufserfahrung als Führungskraft. ;-)

Auf Führungspositionen gehören die Leute, die das am besten können und nicht irgendwelche Quotenfrauen, die als einzige "Hier!" geschrieen haben.
Wenn sich 1/4 Frauen und 3/4 Männer bewerben, ist die Wahrscheinlichkeit nunmal höher, dass die qualifizierteste Person ein Mann ist.
Ich wäre, ehrlich gesagt, beleidigt, wenn ich nur wegen einer Frauenquote an einen Job gekommen wäre. Ich frage mich immer, ob diese Damen eigentlich gar keinen Stolz haben...

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Gleichberechtigung fängt für mich schon im Kleinen an:
Sohn und Tochter müssen beide die Spülmaschine ausräumen oder aufräumen.
Jeder darf sein Hobby frei wählen, der Sohn darf reiten, die Tochter Fußball spielen
Jeder darf seinen Beruf frei wählen. Da fällt mir gerade auf, dass ich nicht Mal weiß wie eine männliche Krankenschwester heißt 🤭
Gleichberechtigung heißt für mich nicht, die Frau ist den ganzen Tag zu Hause und du Mann muss abends nach der Arbeit im Haushalt helfen.
Für gleiche Arbeit sollte gleicher Lohn gezahlt werden, unabhängig vom Geschlecht
Oft verdienen Männer einfach mehr, weil sie mehr Stunden in besser bezahlen Jobs arbeiten. Ich glaube nicht, dass ein Verkäufer in der Bäckerei mehr verdient als seine weiblichen Kollegen.
Ich habe bisher nie weniger verdient als Männer im gleichen Job.

>>Ich glaube nicht, dass ein Verkäufer in der Bäckerei mehr verdient als seine weiblichen Kollegen. Ich habe bisher nie weniger verdient als Männer im gleichen Job. <<

Ich glaube, das fängt auch erst ab einer ganz anderen Hierarchiestufe an. Nach meinem Studium hat sich mein Studienkollege mit mir in einer Firma beworben. Wir hatten beide ein Vorstellungsgespräch. Obwohl ich die den besseren Abschluss hatte (er war immer der "ewige Zweite"), bekam er das höhere Einstiegsgehalt angeboten...

Es gibt einfach typische Frauen- und Männerberufe. Und das ist auch ok so. Viele Frauen arbeiten in der Bäckerei, weil ihnen der Bau körperlich zu anstrengend wäre. Oder, weil sie gar nicht Vollzeit arbeiten möchten etc. Aber ab gewissen Positionen herrscht einfach keine Gleichberechtigung. Habe ich leider zuhauf in Großkonzernen mitbekommen.

Krankenpfleger :-)

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Du verwechselst Gleichberechtigung mit Gleichmacherei, das machen viele, die Gleichberechtigung ablehnen. Sie fahren dann so absurde Beispiele an wie du: Frauen sollen auf den Bau und dort Zentnersäcke schleppen und Männer, OMG, die können ja keine Kinder kriegen und gar nicht stillen, also kann es eh keine Gleichberechtigung geben. Also kann man das Projekt, weil absurd, beerdigen und die Frauen am Herd belassen, wo sie ihrem Mann jeden Tag ihr Fleisch brutzeln.
Gleichberechtigung bedeutet aber, dass weder Mann noch Frau aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden (Stichwort Gender Pay Gap). Im privaten Kontext heißt Gleichberechtigung für mich, dass man als heterosexuelles Paar Rollenzuschreibungen kritisch hinterfragt und losgelöst davon, ob jemand Mann oder Frau ist, die optimale Arbeitsteilung findet.

"Freiheitsliebende ruhig stellen"

Kannst du bitte mal erklären, was du damit meinst?

"das Modell der Gleichberechtigung fair oder nur mehr oder weniger als Blende gedacht um viele Freiheitsliebende ruhig zu stellen?"

Welches "Modell der Gleichberechtigung"? Wovon redest du #kratz? Ja, es ist hier auch sehr heiß.

Für mich bedeutet Gleichberechtigung, dass Mädchen die gleichen Chancen haben wie Jungs, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, sich ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechend zu entwickeln, egal ob ein Mädchen Ballett tanzen und ein Junge sägen und hämmern möchte oder umgekehrt.

Es bedeutet für mich, dass Männer und Frauen für den selben Job gleich bezahlt werden. Mehr noch, ich wünsche mir, dass Jobs, die eine ähnlich aufwendige Ausbildung und ähnliche Verantwortung erfoldern, ähnlich bezahlt werden,egal, ob es typische Männer- oder Frauenjobs sind. Unser Modell bezahlt körperliche, "männliche" Arbeit eher gut, "weibliche" Pflege- und Versorgungsarbeit hingegen hat ein niedriges Ansehen und wird schlecht bezahlt.

Gleiberechtigung bedeutet für mich, dass beide Partner Verantwortung für die Familie übernehmen, sowohl finanziell, als auch für Haushalt und Kinder. Für mich sollte eine gleiberechtigte Partnerschaft so funktionieren, dass gesichert ist, dass beide Partner auf lange Sicht gesichert sind. Entscheidungen über das Familienmodell sollten gemeinsam getroffen werden.

Gleichberechtigung heißt für mich nicht, dass in allen Familien beide Eltern in gleichem Umfang arbeiten und sich im gleichen Umfang Haushalt und Kinderbetreuung teilen, obwohl wir für uns dieses System gewählt haben. Aber ein Modell, in dem die Frau auf Karriere, finanzielle Absicherung und Rentenansprüche verzichtet, während der Mann 60h pro Woche arbeitet, aber nicht annähernd weiß, wie der Alltag seiner Kinder aussieht, ist für mich eher nicht gleiberechtigt.

Gleichberechtigung heisst für mich nicht, dass Männer und Frauen überall alles gleich machen müssen.

"Unser Modell bezahlt körperliche, "männliche" Arbeit eher gut, "weibliche" Pflege- und Versorgungsarbeit hingegen hat ein niedriges Ansehen und wird schlecht bezahlt. "

Das durfte historische Gründe haben, weil die Männer früher die Familie ernähren mussten, und die Arbeit der Frauen nur ein Zubrot war.

Aber wer zwingt eigentlich die Frauen in diesen schlecht bezahlten Berufen zu arbeiten?
Die wissen vorher, was für Löhne da gezahlt werden, gehen trotzdem in diese Berufe und jammern dann, dass sie benachteiligt werden.
Das muss man nicht verstehen, oder? #kratz

Unter den Berufen mit den besten Einstiegsgehältern ist keiner mit körperlicher Arbeit verbunden. Fondsmanager, Fluglotsen, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Juristen, Controller, Unternehmensberater usw. usw.

So verallgemeinert stimmt die Aussage nicht, wonach körperliche Arbeit ein höheres Ansehen hat und besser bezahlt wird. Ich weiß auch gar nicht, woher diese positive Bewertung von körperlicher Arbeit kommt, dazu gibt es doch genau das umgekehrte Bild (wer malochen muss, hat es zu nichts gebracht). Oder gab es wirklich eine Zeit, in der das Berufsbild des Bauarbeiters höher bewertet wurde als der des Richters?

Bezogen auf die historischen Gründe, würde mich interessieren, welche Zeit vor der Nachkriegszeit das gewesen sein soll. Früher haben die Frauen in der Landwirtschaft ebenso gearbeitet wie die Männer, die Kinder liefen nebenher. In Handwerksbetrieben war es nicht anders. Das gilt ebenso für die Zeit der Industrialisierung. Der Brühwürfel war nicht umsonst ein Riesenfortschritt, nachdem die Frauen sich nach einem 12-Stunden-Fabriktag nicht auch noch beim Kochen verausgaben mussten.

Nur wer es sich leisten konnte, musste nicht arbeiten, das betraf dann aber überwiegend auch die Männer.

Ich finde es immer schade, wenn der Blick in die Geschichte Frauenarbeit so abwertet.

"Aber wer zwingt eigentlich die Frauen in diesen schlecht bezahlten Berufen zu arbeiten?"

Eine berechtigte Frage. Ich arbeite in einem Beruf, in dem sich Männer und Frauen mittlerweile endlich die Waage halten, obwohl man Frauen die Befähigung für mein Berufsbild früher grundsätzlich abgesprochen hat.

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Gleichberechtigung ist auf jeden Fall fair, bitte nicht mit Gleichheit verwechseln. Ich denke allerdings, dass wir da in Deutschland hinterherhinken, v.a. im Vergleich zum “Osten“.
Gleichberechtigung bedeutet für mich, dass ich jeden Beruf ergreifen kann, wählen gehen kann und genauso frei bin, wie ein Mann. Im Gegenzug ist es normal, dass Mann Teilzeit arbeiten geht, Elternzeit nimmt und Aufgaben im Haushalt hat.

Bei urbia habe ich aber gelernt, dass viele Frauen gern zu Hause sind und Hilfe vom Mann einfordern, das Finanzieren der Familie aber dem Mann überlassen.

Thumbnail Zoom

Bei der Frage fiel mir spontan ein Bild ein, das ich mal als Screenshots samt Quelle angehängt habe. Gleichbehandlung bedeutet nicht in allen Fällen Gerechtigkeit. Aber das wurde hier ja schon stark diskutiert.

Das Beispiel passt perfekt!

Deine Wortwahl und das oberflächliche Anreißen eines großen gesellschaftspolitischen Themas lässt überdeutlich erkennen, dass du gar keine vernünftige Diskussion führen möchtest.

Das zeigt sich vor allem, wenn du auf konkrete Frage antwortest, dass "In einem anderen Thread soooo viele was von Gleichberechtigung schreien". Ein Einzeiler als Ausgangsbeitrag und abwertende Sprache - ja, so macht eine Diskussion Freude.

Das gilt umso mehr, als Gleichberechtigung das Folgende für dich bedeutet:
"Ich finde gleichberechtigung liegt darin, alles was ein Mann leisten muss, soll bitte auch von der Frau verlang werden wie auch umgekehrt."

Da frage ich mich schon, ob du uns hier alle veräppeln möchtest oder das ernst meinst. Letzteres fände ich erschreckend.

Auch innerhalb der Gruppe Männer leisten doch nicht alle dasselbe. Die von dir im anderen Thread abgewerteten sich vegan ernährenden Männer in weißen Hemden im Büro wirst du auch eher im Straßenbau antreffen, wo die harten Männer sind (wie deiner, versteht sich!).

Also gibt es nach deiner - falschen - Definition von Gleichberechtigung, die sich so rein gar nicht im deutschen Recht findet, auch unter Männern keine Gleichberechtigung.

Und um es noch einfacher zu machen: Gleichberechtigung ist nicht Gleichmacherei. Im Kern geht es darum, dass niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt werden darf, sofern es keinen sachlichen Grund dafür gibt.So schwer zu verstehen? Offenbar ja. Da sind deine Vorstellungen zur gesunden Ernährung ja noch Gold gegen das hier.

Mein Fazit: Du schreibst so wunderliches Zeug im Brustton der Überzeugung, das kann hoffentlich nicht ernst gemeint sein.

Entschuldigung:

Der fünfte Absatz sollte lauten:
Auch innerhalb der Gruppe Männer leisten doch nicht alle dasselbe. Die von dir im anderen Thread abgewerteten sich vegan ernährenden Männer in weißen Hemden im Büro wirst du auch eher nicht im Straßenbau antreffen, wo die harten Männer sind (wie deiner, versteht sich!).

Meiner Arbeitet nicht im Strassenbau ^^ sitzt aber auch nicht im weissen Hemd ;)

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Gleichberechtigt bedeutet für mich, dass Männer und Frauen dieselben Rechte haben. Dass sie gleich verdienen, dass sie beide gleichermaßen frei die Entscheidung treffen können, ob sie in Elternzeit gehen wollen oder welchen Beruf sie ergreifen.

Heute sieht (auch die von der Politik unterstützte) Gleichberechtigung so aus, dass die Frau eigentlich Männer sein sollen, nur halt sich nebenbei noch um Kinder und Haushalt kümmern. Das ist keine Gleichberechtigung.

Wer auf dem Bau arbeiten kann und wer nicht, hat übrigens nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern mit der persönlichen körperlichen Verfassung. Ich habe eine gute Freundin von knapp über 1,60m, die auf dem Bau sicherlich mehr hinkriegt, als manche Männer, die ich kenne.

Es kommt mehr auf die individuelle Person an als auf das Geschlecht, und das wird meistens leider nicht wahrgenommen.

P. S.: Frau aus einem Beruf, in dem bis vor 40 Jahren noch keine Frauen erlaubt waren (in vielen anderen Ländern bis heute nicht). Besagte Freundin arbeitet in einem Beruf mit weltweiter Frauenquote von 3%.

Ach ja, das habe ich vorhin vergessen:

Bei allen Bemühungen, der Frau einen möglichst schnellen und leichten Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen, geht es nicht darum, Frauen zufriedenzustellen, oder ihnen die gleichen Rechte zuzugestehen wie Männern, sondern lediglich darum, sie möglichst schnell wieder in der Wirtschaft zu haben, damit sie dem Staat möglichst schnell wieder Geld einbringen.

Dasselbe Prinzip gab es damals schon in der DDR und wurde nach dem Mauerfall als "böses staatliches Instrument" verteufelt. Heute haben wir das Gleiche wieder, aber es wird uns als ach so fortschrittliche Gleichberechtigung verkauft.

Dein Post in allen Ehren, aber wo bleiben in deiner Welt solche Frauen wie ich, die arbeiten möchten, weil sie es nicht als ihre Bestimmung sehen, jahrelang Haushalt und Kinder zu hüten - ich würde das auch nicht mal drei Jahre machen wollen. Wir haben beide VZ gearbeitet, weil wir es so wollten, die Elternzeit geteilt (weil ich es so wollte) und uns nach der Arbeit um Kinder und anfallende Dinge gekümmert. An welcher Stelle bin ICH jetzt nicht gleichberechtigt?

Wo spielt in dieser Konstellation die Politik eine Rolle, die mich schnell wieder in Arbeit haben will und möchte, dass ich außerdem noch Haushalt und Kinder allein beackere? Wie wollte die Politik mir das auch vorschreiben? Das ist eine Paarsache und keine Politikangelegenheit.

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Gleichberechtigung ist, was man selbst draus macht. Seit der Geburt unseres Babys vor 6 Monaten bin ich alleine in Elternzeit für ein Jahr. Danach werden mein Mann und ich jeweils 50% arbeiten. Ich kenne kein einziges anderes Paar, dass das so macht. Das finde ich schon komisch.

Allerdings wird es vom Staat aus natürlich auch null gefördert. Wenn ein Ehepartner daheim bleibt, gibt’s Ehegattensplitting, kostenfreie Krankenversicherung (in der GKV), manche bekommen sogar von ihrem Arbeitgeber noch extra was...

Es wäre zumindest mal schön, wenn man keinen Nachteil daraus hätte, dass man sich für 50/50 entscheidet.

Hey,

Gleichberechtigung hat für mich zwei Seiten.
Einerseits finde ich, Frauen sollten die gleichen Chancen haben, wie Männer. Das bedeutet, dass die Vereinbarkeit vom Familie und Beruf besser funktionieren soll. Dies ist aber für mich meist ein innerfamiliäres Ding. Sowas Handel ich ja mit meinem Mann aus. Wir haben die Vereinbarung, dass ich (momentan in Teilzeit mit 20 Stunden) in Vollzeit arbeiten gehen kann und er auf 20 Stunden reduziert, wenn ich einen Job finde, der mein Traum ist und bei dem ich annähernd so viel verdienen werde, wie er. Tja, mein Pech, dass das wegen meines undankbaren Arbeitsbereichs nie der Fall sein wird.

Andererseits finde ich die Frauenquote einfach scheiße. Eine Frau sollte eine Führungsposition bekommen, weil sie dafür geeignet ist und nicht, weil eing gewisser Prozentsatz weiblich sein sollen. Das diskreditiert die Leistung der Frau ja, wenn (evtl von Kollegen ) gesagt wird, du bist ja hier nur in der Position wegen der Frauenquote.

Generell denk ich, dass Männer rund Frauen die gleichen Chancen haben sollen. Bei Eltern sollte der Staat oder der Arbeitgeber dafür sorgen, dass es eine gewisse Chancengleichheit gibt. So können bei entsprechenden Arbeitszeitmodellen, Homeoffice, leistungsgerechter Bezahlung, flexible Wochenarbeitszeitmodelle Männer und Frauen sich die Familienzeit einteilen.

OffTopic: Ich hasse es, wenn Frauen damit kokettieren, dass sie nicht einparken können. Da ist dann so manch eine stolz darauf, dass ihr Mann dann beim einparken mit ihr den Platz tauscht und dies für sie übernimmt.

Schöne Grüße#winke

Zum Offtopic: Ich hasse es generell, wenn Frauen mit einer Art gespielter Hilflosigkeit kokettieren, das hat sowas Manipulatives.

Habe dann immer so din naives Blondchen im Kopf, dass mit klimpernden Wimpern und sich eine Haarsträhne um den Fingel winkelnd den Mann bitten muss, selbst die normalsten Dinge zu erledigen. Frei nach Kant: "Selbstverschuldete Unfähigkeit..."

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