Brauche dringend Rat, Scheidung/Narzisst?

    • (1) 25.07.19 - 20:30

      Ich brauche dringend einen Rat und weiss nicht bei wem ich mich melden soll. Eine Cousine hat gesagt, dass ja mein Privatleben ist daher sie keine Meinung äußern wird bzw. Muss ich selber wissen. (Hat sie ja recht) trotzdem weiss ich nicht was tun also schreibe ich hier.

      Ich habe ein Narzisst als Mann. Seit 5 Jahren geheiratet und habe ein 2 jähriges Kind. Erst vor ca. 3 Monate habe ich verstanden, dass er mich komplett ausgenutzt hat nur um den Schweizer Pass zu bekommen. (Einfache Einbürgerung). Das ganze nach eine Burnout phase mit Psychloge fest gestellt.

      Ich möchte nun Scheiden lassen und auf keinenfall ihn dabei helfen. Nur, ich wollte es Schrittweise machen. Ein Kita habe ich gefunden und geht in August los. Danach erst mit Anwalt sprechen, Wohnung suchen usw. Erst wenn ich ein bisschen organisiert und informiert bin, wollte mit mein Mann sprechen und auch gegen seinen Willen die Scheidung durchsetzen. Das dauert bestimmt 6 Monate.

      Nun hat der kluger Kopf (mein Mann) meine Gedanken herraus gespürt. Jetzt möchte er mich herausfordern. Und zwar: er wollte erst nächstes Jahr April für Einbürgerung bewerben und Ich wollte vorher Scheidung einreichen. (Dez/Januar). Nun will er unbedingt in August bewerben. Innerhalb von nächsten 3 Wochen.

      PROBLEM: Er zwingt mich dazu dass ich spätestens morgen bei der Gemeinde einige Papiere für ihn sammle und unterschreibe. Ganze Woche habe ich immer eine Ausrede gehabt, weil ich immer beschäftigt war. Aber er hat heute mein Kalender genauestens angeschaut und sogar einen Termin mit outlook geschickt, genau dann wenn ich so wie so Zeit habe. (So viel zu Kontrolle durch einen Narzisst).

      Ich weiss nicht was ich machen soll. Ich möchte Ihn nicht helfen einerseits. anderseits hab ich ein riesiges Angst vor seiner Reaktion, wenn ich nicht mache was er befohlen hat. Über die Scheidung möchte ich auch noch nicht äussern, dannach kann ich nicht mal einen Tag bei Ihm schlafen. Lande entweder auf der Strasse oder er wird richtig gewalttätig. Ist noch zu früh dafür.

      Wir haben einen Kind zu Hause und Ich möchte es verhindern dass es laut wird. Ich muss erstens das Kind schützen. Mein Plan war einmal laut das grosse Streit wegen Scheidung, (was ich nicht verhindern kann) dann raus aus der Hölle. Geplant habe ich alles schon ganz genau wie. Nur ich brauche ein paar monate Zeit für die Umsetzung.

      Was soll ich tun? Ihn ganz klar sagen nein und ein grossen Streit riskieren. Oder eher die Papiere holen und schnellstmöglich im Nachhinein Scheidung einreichen?

      • (2) 25.07.19 - 20:53

        Du brauchst Rückendeckung vor Ort. Gibt es in der Schweiz vielleicht Hilfsorganisationen für Frauen? In Deutschland wäre es auch so, wenn ein Mann seine Frau bedroht, kann sie die Polizei rufen und ihn ggf. des Hauses verweisen lassen.

        Ich persönlich würde ihm sagen, dass er sich seine Papiere selbst holen kann, er ist ja schon groß. Mir wären die Konsequenzen egal, ich kann mich prima wehren. Du hast aber Angst vor ihm und er hat Dich offenbar schon mehr als eingeschüchtert. Und Dir fehlt eben besagte Rückendeckung. Dann lass ihn auch lieber im Glauben, Du bist das brave Eheweibchen und spiel ihm noch eine Weile etwas vor.

      (4) 25.07.19 - 21:04

      Hallo,
      wäre es nicht sogar ganz gut, wenn er eine Einbürgerung bekäme. Immerhin ist er doch der Vater deines Kindes. Oder könnte er auch ohne Einbürgerung Kontakt mir dem Kind halten? Liebe Grüße

      • (5) 26.07.19 - 07:07

        Es geht nicht zwingend um Kontakt bzw. Umgang, es geht vielleicht auch darum, ob sie mit dem Kind von ihm wegziehen darf, um sich zu schützen, wenn er ihr weiter droht oder sie gar stalkt.

    So ganz spontan hätte ich morgen derbe Magen-Darm-Grippe und käme den ganzen Tag nicht aus dem Badezimmer raus... oder müsste beim Arzt sitzen.

    • Hehe. Es ist ist aber gar nicht soooooo schlecht. Ich glaube ich kann dieser Idee sogar nutzen. Ich war heute seit 7.30 morgens bis 10.30 abends(bin noch unterwegs) ausnahmsweise am Reisen. Morgen habe ich Kopfschmerzen.... danke.

      Das würde ich bei einem echten Narzissten nicht machen,,,ist kein Spiel
      Als TE würde ich auch nicht warten sondern zum nächsten Frauenhaus gehen und zwar sofort.

(9) 25.07.19 - 22:50

Ich verstehe die Story nicht oder sie ist unvollständig. Seit wann lebt dein Mann in der Schweiz? Ihr habt doch sicher schon vor der Hochzeit zusammen gelebt, und da hätte er sich schon früher einbürgern lassen können. Warum sollte er bis nächstes Jahr warten? Mein Mann hat auch gerade die Unterlagen zur Einbürgerung hier, da musst du erst mal gar nichts auf der Gemeinde machen, sondern er konnte sich die Formulare zuschicken lassen, resp. musste persönlich bei der Gemeinde erscheinen.

Es tut mir Leid, wenn ich dir unrecht tue, aber entweder lässt du was weg, erfindet was, oder dein Mann ist nicht ansatzweise so clever wie du schreibst. Zudem dauert ein Einbprgerungsverfahren seine Zeit, oft 1 Jahr und länger.

Zudem finde ich deine Prioritäten echt schräg: du fürchtest körperliche Gewalt, aber deine grösste Sorge ist die Einbürgerung, die dich eigentlich gar nicht tangiert?

  • Zumal er hier in Deutschland durch das gemeinsame Kind allein schon Aufenthaltsrecht hätte ... wird in der Schweiz doch sicher nicht anders sein ...

    • (11) 26.07.19 - 10:44

      Wie es tönt, will sie ihn ja gar nicht aus dem Land haben, sondern ihm nur das Leben bzw die Einbürgerung schwer machen. Das Aufenthaltsrecht würde er je nach Herkunftsland sogar unabhängig von Kind oder Ehe haben. Umgekehrt ist ein Kind aber kein zwingender Grund für das Aufenthaltsrecht.

      Gerade daher verstehe ich diese Story oder ihre Hintergründe überhaupt nicht.

      • (12) 26.07.19 - 12:30

        Du hast es fast richtig verstanden. Er kann gerne sich Einbürgern lassen. NUR nicht durch mich. Ich möchte ihn dabei nicht helfen. Unterschreiben oder Dokumente sammeln. So mache ich mein leben nur noch schwer. Er soll machen was er will, selber. Er hat ein Job und kann auch ordentlich Einbürgern lassen. Dauert halt etwas länger.

        Wenn er die Voraussetzung erfüllt, um einen Antrag auf erleichterte Einbürgerung zu stellen, hat er ohnehin nach Art. 50 Ausländergesetz auch die Voraussetzungen erfüllt, um selbst bei einer Trennung weiterhin seinen bisherigen Aufenthaltstitel aufrecht zu erhalten. Möglicherweise ist ihm diese Tatsache nicht bewusst, was Aufenthaltsregelungen betrifft, kursieren viele Gerüchte und Falschinformation.

(14) 25.07.19 - 23:15

Die erleichtere Einbürgerung dauert doch im Schnitt 1.5 Jahre. Genug Zeit vorher sie Scheidung durchzuziehen.

(15) 26.07.19 - 07:47

Hallo

Ich bin sicher keine Expertin für schweizer Migrationsrecht aber ich könnte mir vorstellen, dass er für seine Einbürgerung eine schriftliche Bestätigung von dir benötigt, dass ihr zusammen lebt.

Ich kann dir nur raten, auf gar keinen Fall falsche Erklärungen abzugeben. Sag einfach wie es ist, dann kannst du eigentlich nichts falsch machen. Wenn du versuchst ihm zu helfen, indem du etwas bestätigst, was gar nicht der Fall ist, kommst du möglicherweise selbst in Schwierigkeiten.

Alles Gute

  • Bin Schweizer und würde mich als einigermassen Experten bezeichnen, da meine Frau gerade erleichtert eingebürgert wird. Zum Zeitpunkt der Antragsstellung sowie zum Zeitpunkt Einbürgerung muss die Ehe aufrecht sein. Für die Antragsstellung muss der Schweizer Ehepartner ein Formular unterzeichnen, dass dies der Fall ist. Im Prinzip ist es strafbar, dort falsche Angaben zu machen. Sollte die Partnerin des Antragsstellers unter Druck gesetzt sein, reicht es allerdings auch, zu einem späteren Zeitpunkt dem Migrationsamt seine Trennungsabsicht bekannt zu geben, das Verfahren läuft ohnehin etwa achtzehn Monate. Es ist nicht relevant, ob man tatsächlich schon geschieden ist, die klare Aussage des Schweizer Ehepartners, die Ehe nicht weiterführen zu wollen, ist ausreichend.

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