"Erstlingseltern"

Huhu
Ich weiß ja nicht, ob es nur mir so geht. In letzter Zeit beobachte ich vermehrt Kommentare in die Richtung "Ach, warte mal ab, bis dein Kind in dem Alter ist...", "Putzige Erstlingseltern..." oder "Mit einem Kind .....". In Foren und im echte Leben, gerne sofort, ohne mehr Infos. Vielleicht weil es schön ist eine Belehrung (meist) oder ähnliches mit so einem Satz zu beenden?
Folgt dann die Antwort dass das nicht der Fall ist, mehrere Kinder vorhanden sind, die am Ende sogar älter sind als die Kids der anderen Person,herrscht Stille.
Mir selbst ist das kürzlich im Mutter Kind Turnen passiert. Dort war ich mit meiner 2 jährigen Tochter (aktuell die jüngste von 4 Kindern). Einige der Mütter kenne ich schon länger, gegen Ende erzählte ich dass ich schwanger bin. Eine Mutter, die seit kurzem dabei ist, lachte mich dann aus. Ja, sie lachte mich wirklich aus. Sie hat 2 Kinder (etwas über 1,5 Jahre und 4 Monate) und erzählte mir dann dass ich mich umschauen werden, mit 2 so kleinen Kindern. Wenn SIE das mit ihren 2 Kindern stressig findet, heißt das etwas (ihre Worte). Als "Erstlingsmutti" sollte man lieber abwarten, bevor man große Reden schwingt #kratz
Ok #gruebel Ich hatte lediglich erzählt, dass ich schwanger bin. Nicht mehr als das.
Ich bedankte mich für ihren Hinweis und erwähnte, dass wir uns bei unseren dann 5 Kindern bewusst für größere Altersabstände entschieden haben und das für uns so passt.
Da kam ich mir auch etwas blöd vor, denn auch diese Keule ("Ich habe x Kinder...") mag ich eigentlich nicht.
Wie seht ihr das? Fällt euch das auch vermehrt auf oder sehe ich es einfach so, weil ich mehr drauf achte?

GLG

Hallo,

nein, mir fällt so ein Verhalten nicht vermehrt auf - ich habe aber auch keine so kleinen Kinder mehr. Ich glaube gerade die ersten zwei Jahre sind anfälliger für derlei Bemerkungen.

Ich kann mich an sich schon an solche Bemerkungen erinnern - ab dem zweiten Kind könne man sein Baby nicht mehr immer tragen, nach Bedarf stillen, das Kind trösten wenn es weint... Das waren aber v.a. Leute, die das generell ablehnen und mit diesen "Argumenten" rechtfertigen wollten, dass sie z.B. ihr weinendes Baby nicht hochnahmen. Meschen, die uns dafür belächelt haben, dass wir keinen Kinderwagen nutzen wollten. Als Kind zwei da war, war aber auch Ruhe.

LG

Auch da ist wohl was dran. Jetzt wo du es sagst, ich kann mich nicht erinnern, das so jenseits dem Kindergartenalter gesehen zu haben. Im Schulalter sind es, wenn überhaupt, andere Themen die gebracht werden.

Das gibt es sicher auch, wenn die Kinder schon älter sind. Ist mir aber zum Glück noch nicht begegnet. Zumindest erinner ich mich nicht, während das aus der Baby- und Kleinkindzeit hängen geblieben ist.

So groß sind meine Kinder allerdings auch noch nicht. Vielleicht höre ich bald: "Warte mal ab, bis er in der Pubertät ist." Ich wüsste sogar, wer das sagen könnte.

Hallo
Bei Kindern mir großen Altersabstand begegnet man solchen Kommentaren eher mal. Empfinde ich zumindest so.
Ich habe das bisher nur von Menschen gehört oder gelesen, die ohnehin genau der Typ Mensch sind, mit dem ich sicher nicht befreundet wäre. Wirklich hartnäckig war bei mir eine Mutter bei so einer Eltern Kind Aktion im Kindergarten. Sie hat sich immer wieder in unser Gespräch gedrängt und hat mitbekommen wie wir uns über das älteste Kind der Familie gesprochen haben. Sie war schon fast schockiert und war wohl überzeugt, dass das Kind auch im Kindergartenalter ist. Auf die Frage mit wie vielen Monaten ich denn mein Kind mit gutem Gewissen alleine zu Freunden schicken würde, konnte ich mir ein „Mit 264 Monaten sollte das Kind alt genug sein.“ nicht verkneifen.

LG

Falls das nicht klar ist. Das ging in die Richtung „Warte mal ab bis dein Kind so alt ist“. Sie hat neben dem Kind ein Grundschulkind.

Es fängt ja meist schon in der Schwangerschaft an, das einige Mütter meinen andere (bald) Mütter belehren zu müssen.
Da hört/liest man dann "Warte mal ab bis dein Kind da ist, dann...", "ohne Kind kannst du da noch gar nicht mitreden" etc.
Das setzt sich dann halt fort indem dann Mütter mit mehreren Kindern die mit einem Kind belehren

Beispiel:
Ich durfte mir während der Schwangerschaft ständig anhören, dass ich meine Einstellung "Keine Wippe!" und "Kein elektrisches Spielzeug!" schnell ändern werde, wenn erst das Kind da ist.
An meiner Einstellung hat sich nichts geändert, mein Sohn hat bisher 6 Monate super ohne Wippe und elektrisches Spielzeug "überstanden".
Aber jetzt hab ich schon gehört, ich änder das dann bestimmt, sobald Nr. 2 da ist.

Generell habe ich noch nie so viel Missgunst, Belehrung, Be-/Verurteilung, Lästereien, Vergleiche etc. erlebt wir unter Müttern.
Im Forum meist noch schlimmer als in der Realität, vermutlich weil man sich hier so schon hinter einem anonym Profil verstecken kann.

"Generell habe ich noch nie so viel Missgunst, Belehrung, Be-/Verurteilung, Lästereien, Vergleiche etc. erlebt wir unter Müttern"
Das stimmt, wahrscheinlich ist das was ich beschreibe, einfach nur eine Sache von vielen.

Mir fällt eher generell auf, dass Mütter untereinander (bewusst und manche sicher sogar unbewusst) einen ordentlichen Konkurrenzkampf verspüren.
Es ist so schön einfach über andere zu urteilen. Bloß nie sich selbst reflektieren...

Das stimmt. Oben hat jemand geschrieben, dass das was ich anspreche, vor allem im Kleinkindalter vorkommt. Später sind es wohl einfach andere Themen, aber das Prinzip ist das gleiche.

Zu früh abgeschickt...
Mütter untereinander "gönnen" sich oft nichts. Alles ist ein Wettbewerb. Hier im Forum natürlich noch viel mehr, als in meiner Realität... Hier kann man schließlich jedem ungeniert alles mögliche auftischen.
Geht es einer Mutter schlecht, heißt es: Ist doch nichts was du leisten musst, ICH hab es viel schwerer. Geht es einer Mutter gut, heißt es: Warte erstmal ab, bis die Zähne kommen / die Trotzphase beginnt / es in die Schule kommt oder - wie in deiner Frage - das erste / zweite / dritte Kind kommt...

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Ja hier im Forum habe ich sowas auch schon öfter mitbekommen. Beispiel: Eine Erstlingsmutter hatte eine Frage zu einer organisatorischen Sache (es ging um Babys Schlafenszeit und die Babyschwimmenzeit). Da kam dann eine Mutter mehrerer Kinder daher und meinte, solche Probleme könnten nur Erstlingseltern haben und bei mehreren Kindern müsste das Kleinste dann halt einfach mitlaufen. War natürlich null hilfreich für die TE und schließlich war jeder mal Erstlingsmutter (abgesehen von Mehrlingsmüttern).
Ich empfinde solche Bemerkungen auch immer als sehr von oben herab. Aber die begegnen einem ja in vielen Lebenslagen. Wenn man mit dem ersten Kind schwanger ist, kommen die Sprüche eben von Menschen, die schon mindestens ein Kind haben: „Genieße es noch. Wenn das Baby erst mal da ist...“
Wenn man noch studiert, darf man sich anhören: „Na warte ab, wenn du erst mal einen festen Job hast, dann...“

Hallo!😊
Seit der Verkündung meiner Schwangerschaft, werde ich auch immer wieder mit Belehrungen und "Zukunftsvorhersagen" gesegnet.
Familie, Freunde, Bekannte und ja, auch völlig fremde Menschen an der Supermarktkasse haben mir einiges zu meinem Kind zu sagen.🤣

Generell stehe ich dem aber nicht unbedingt negativ gegenüber, da es meist doch gut gemeint ist.

Meine beste Freundin wies mich z.B. immer wieder darauf hin, dass ich meinen Baby unbedingt den Schnuller angewöhnen muss, weil ich sonst später mal richtige Probleme bekommen werde, sie zu beruhigen.🤤
Mein Baby nahm den Schnuller aber nicht und es klappt auch prima ohne!😁
(Das ist nur ein kleines Beispiel unter Vielen.)

Und so gibt es eben einige Mütter, die ihre eigenen Erfahrungen als einzig wahren und richtigen Weg ansehen und das auch (sicher nur in guter Absicht) weitergeben möchten.

Vielleicht fühlen sich manche Mütter auch irgendwie wichtiger, besser etc., wenn sie sich vor anderen Müttern als "absoluten Profi für Erziehungswesen" ausgeben können, weil sie ein Kind mehr haben. Das ist dann aber evtl. eher ein Problem des eigenen Selbstbewusstseins.🤷‍♀️

Oft hilft da nur nicken und lächeln.😊

Liebe Grüße

Sowas ist mir auch passiert mit meinem Jüngsten. Ich brachte ihn in den Kindergarten und dort war eine Mutter mit 2 Kindern (3 und 5), die ständig ihre Mutter mit im Schlepptau hatte, weil sie Hilfe brauchte mit den Beiden. Wir kamen dann ins Gespräch und ich sagte der Oma, dass ich das ganz toll finde, dass sie so viel hilft.
Dann grätschte die Tochter rein und sagte schnippisch, dass es mit nur einem Kind ja auch viel einfacher wäre. Dann sagte mein Jüngster, dass er noch 2 Brüder hat und sie zischte wieder, dass sie wahrscheinlich einen viel größeren Abstand haben vom Alter her und sie fragte, wie alt die Brüder sind...er antwortete wahrheitsgemäß (die Großen sind auch nur 2 Jahre auseinander)
Danach hat sie kein Wort mehr mit mir gewechselt, dafür bin ich jetzt mit der Oma befreundet #rofl

Ich habe das so ähnlich nur bei Müttern erlebt, die sonst kein individuelles Kompetenzfeld und kein eigenes Thema hatten. Habe solche Unterhaltungen dann immer vermieden.

Als ich schwanger war und in der Babyphase, haben wir gebaut. Da hatte ich den Kopf komplett voll mit anderen Diskussionsthemen und habe meine Zeit auch viel im Baustoffhandel, Fliesen-, Parkett-, Tapetengeschäften, Zaunausstellungen etc. verbracht.

Bin dadurch dann auch nur selten irgendwelchen Müttern begegnet, deren Welt sich nur ums Kind dreht. Babykurse und ähnliches habe ich nie besucht.

Ich rede nicht gern mit anderen Müttern, weil es meistens irgendwo hakt. Entweder Erziehung ist nicht gleich oder Werte sind anders, die eine hat 3 und ich nur 1 und sie meint, sie weiß es besser...
Da mag ich kinderlose lieber 😊

Mir fällt vor allem auf, dass die paar seltenen Fälle, wo ich als Mann mit Kind allein unterwegs auf einen anderen Mann in der gleichen Situation treffe, viel entspannter sind, als das, was anscheinend unter Frauen ab und zu abläuft. Wenn wir im Zoo am Aquarium stehen, freuen wir uns einfach, dass sich unsere Kinder freuen, und uns ist es egal, ob der andere noch weitere Kinder hat oder wessen Kind früher laufen oder sprechen kann.

Hallo, ich glaube das gibt es schon immer!
Es fällt mit kleinen Kindern nur vermehrt auf, weil man mehr Kontakt hat zu anderen Müttern.....
Ich habe bei der Einschulung meines großen Sohnes so etwas erlebt.
Ich war mit meinem großen Sohn am schulhof gestanden. Hinter mir eine Mutter mit ihrer Tochter und einem schreienden Säugling im Tuch.
Irgendwann meinte sie zu mir : naja, ein Kind ist kein Kind und rümpfte die Nase.
In dem Moment haben meine Zwillinge die unter einem Baum im Kinderwagen geschlafen haben angefangen zu schreien, da hat sie dann echt blöd geschaut 😂

Als ich noch kein Kind hatte, hieß es ständig: warte mal ab bis duuuu ein Kind hast! Und als ich dann ein Kind hatte: also ein Kind ist kein Kind! Das weiß man erst wenn man zwei hat!

Wieviele Kinder sind denn der heilige Gral der Allwissenheit? ;-)

Ich habe nur 1 Kind und mir gehen die ganzen Mehrlingsmüttern mit ihren Kommentaren und Ratschlägen auf die nerven. Manchmal hab ich das gefühl als Mutter mit nur einem Kind wird man gar nicht ernst genommem.

Oh ja, „ein Kind ist kein Kind“, mein Lieblingssatz. Was habe ich mich dadrüber schon aufgeregt. Das ist so eine dumme Pauschalaussage, die einfach NICHT auf alle Familien und Kinder zutreffen KANN. Dazu sind Kinder und deren Eltern/Familien viel zu verschieden.

Ich habe ja ein sehr temperamentvolles, gefühlsstarkes, ehemaliges Schreibaby und ein sehr ausgeglichnes, recht pflegeleichtes Baby. Ich finde aktuell die Zeit mit dem großen, inzwischen nicht mehr so anstrengendem Kind und kleinem (noch) pflegeleichtem Baby sehr viel entspannter als die ersten 1,5 Jahre mit dem ersten. In der Zeit bin ich echt verzweifelt. Insofern finde ich diese Aussage „ein Kind ist kein Kind“ absolut schwachsinnig und unpassend.

Einzig bei einer Sache erwischt ich mich inzwischen, dass ich schmunzeln muss wenn „Erstlingsmamas“ davon reden. 😉 Und zwar: „Ich habe ja so ein pflegeleichtes Kind, das liegt bestimmt daran, dass ich so entspannt bin.“. Äh, nun ja. Ich bin eine recht entspannte Mama und habe beides. 🤷🏻‍♀️ Das ist reine Glückssache. Ich würde mich aber nie dazu herablassen, der Mutter irgendeinen Spruch zu drücken.

Also ja, ich verstehe dich und gerade hier im Forum ist es zum Teil echt schlimm.

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Kenn das Phänomen nicht ... mach dir nix drauß

Hi, ich finde diesen Beitrag sehr interessant und du hast Recht. Ich bin auch Mama einer kleinen 19 Wochen alten Tochter und hatten es die ersten Wochen sehr schwer, schreistunde und Koliken. Selbst aus der eigenen Familie kamen dann Kommentare, wie aber von deiner Schwester das Kind hat überall geschlafen und musste nicht immer mit Körperkontakt schlafen(wie bei uns). Da wird dann gerne mal vergessen, dass sich ihr Kind in den Schlaf brüllen musste, damit er durchschläft. Davon wird dann nicht mehr geredet sondern nur xyz hat ja mir x Wochen durchgeschlafen.

Das schlimme ist man denkt dann als Erstlingsmama man mache etwas falsch.
Dieser Konkurrenzkampf ist schon bitter, dass musste ich auch erst lernen.
Was ich gelernt habe, lächeln und weitermachen und mit denken, es ist dein Kind deine Entscheidung, aus die Maus.

Hi, es hat zwar nix mit deiner Frage und dem eigentlichen Thema zu tun, aber Wörter wie Erstlingseltern oder Herkunftsfamilie 🙄 Ich weiß nicht welches Wort schlimmer ist. Kenne das auch nur aus diesem Forum

Hallo.

Tatsächlich muss ich zugeben, dass mir oft solche Sprüche rausrutschen. Wie sagt man so schön? Ich trage das Herz auf der Zunge. Oft sollte ich mich da lieber beherrschen.

Allerdings meine ich es nie böse. Ich hatte ein relativ pflegeleichtes erstes Kind, habe es natürlich meiner überragenden Kompetenz zugeschrieben, den Spruch "ein Kind ist kein Kind" belächelt, um dann vom zweiten Kind absolut überrollt zu werden. Sie war und ist noch heute so anstrengend, dass ich wirklich oft eher mitleidig meine Gedanken im Kopf habe, was wohl passiert, wenn die schwangere Erstlingsmutter dann wohl mit dem zweiten gesegnet wird. Aber natürlich projiziere ich da total meine negativen Erfahrungen hinein.

Mir passiert es also schon manchmal, dass mir im Bekanntenkreis herausrutscht, ob zB die erneute Schwangerschaft geplant war, wobei auch da wieder: ich meins echt nicht böse und hätte selbst kein Problem damit, wenn mich das Jemand fragen würde.

Blöd finde ich nur Eltern, die mich zB damals bemitleidet haben, weil ich ja so überfordert war. Zu der Zeit war ich permanent allein mit 2 sehr fordernden Kindern, während besagte Eltern ein Kind und/oder 2 Großelternpaare hatten, die rege genutzt wurden. Nun hat zumindest ein Paar ein weiteres Kind und sie sind trotz der Großeltern sichtlich gestresst.

Es geht aber auch anders. Momentan ist eine Freundin von mir total überrannt vom ersten Kind. Sie hat so Probleme mit dem Stillen und ein Alltag stellt sich kaum ein. Das tut mir auch leid, weil es mit Flaschenkind bei mir damals recht einfach war. Da kann ich ihr nicht helfen, nur mitfühlend sein. Ich erzähle, wenn sie mich etwas fragt und hoffe, ich komme nicht belehrend herüber.

Bei mir sind es also absolut keine Gehässigkeiten oder Konkurrenzdenken, sondern meine extremen Erfahrungen, die meine eigentlich mitfühlend gemeinten "Kommemtare" prägen, oder eben auch, dass manche Eltern sehr empathielos sind und ich mich eher durch sie irgendwie angegriffen fühle, obwohl sie keine Ahnung von meiner Situation haben.

LG

Ich denke auch, dass es häufig gar nicht böse oder belehrend oder im Konkurrenzkampf gemeint ist. Man sieht eine Situation, fühlt sich an eigene Situationen erinnert und möchte, vielleicht mit einem Schmunzeln, vielleicht, weil man selbst jetzt gerade nicht in der Situation ist, irgendetwas sagen. Man kann das ganze doch auch einfach mal mit Humor sehen, sich über die Kinder, auch wenn sie mal anstrengend sind, freuen und nicht jedes Wort der anderen Mütter auf die Goldwaage legen und überinterpretieren 😊

Und an die Mütter, die es wirklich so gehässig meinen: haltet euch einfach mal zurück 😜

Hi, ich kann nicht verstehen warum diese Mütter so negativ von ihren Kindern sprechen. Ich bin jetzt 2-jahre stolze mama und begegne ich eine schwangere dann sag ich ihr das eine schöne zeit ihr bevorsteht!

Hallo,

ich denke jeder fast erlebt mal solche Situationen. Man kann einfach darüber schmunzeln und sich seinen Teil denken, es ist meistens ja auch nicht böse gemeint.

Wir haben Zwillinge, eins der Kinder kam mit einer Fehlbildung zur Welt, zudem waren es Frühchen. Die erste Zeit war schon recht „sportlich“. Da gab es durchaus Situation in den ich Mütter mit einem Kind beneidet habe. Ich hatte das Doppelpack und darüberhinaus war ein Kind in der Ernährung das 1 Lebensjahr stark eingeschränkt. Da war ich manchmal auch genervt von dem Gejammer der „Erstlingsmütter“ mit einem gesunden Einling und unterstützenden Großeltern im Hintergrund. Aber das war eher ein Gefühl, das der Erschöpfung und Müdigkeit geschuldet war und nie wirklich böse gemeint.

Ein Kind ist kein Kind, ist totaler Blödsinn...ein Kind ist ein Kind, 2 Kinder sind 2 Kinder, 3 Kinder sind 3 Kinder ... usw

Was mich nur häufig stört ist, das ich häufig von Erstlingsmüttern darauf hingewiesen wurde, das ihr Kind ja vieeel anstrengender ist als meine zwei, scheinbar machen Zwillinge keine Arbeit und weinen nie, schlafen zur gleich Zeit. Schreilkinder kommen nicht bei Zwillingen vor ... komisch #gruebel ich hatte da ein anderes Empfinden.
Da durfte ich mir häufiger hanebüchene Theorien anhören.

Die Krönung hat eine Mitarbeiterin vom MdK gebracht, bei meinem Sohn haben wir für das 1. Lebensjahr eine Pflegstufe beantragt. Sie kam zum Termin um mein Kind zu begutachten, und hielt mir erstmal einen Vortrag was sie von der Beantragung hält. Ihre Tochter hätte auch gerade ein wenige Wochen alten Säugling. Kinder in dem Alter machen nun mal Arbeit, das wäre bei einem gesunden Kind ja auch nicht anders. Aber davon hätte ich ja keine Ahnung, sei ja mein erstes Kind. Ich hörte mir das alles geduldig an, bis das Babylon mit dem Zwilling anging #rofl (der im anderen Raum gerade seinen Mittagsschlaf machte). Ich stand auf holte den hungrigen „gesunden“ Zwilling und fragte sie: ob sie mir nochmal erklären möchte wovon ich keine Ahnung habe. Sie hat die Pflegestufe befürwortet ...

Naja, inzwischen sind unsere Kind aus dem gröbsten heraus und entwickeln sich super. Jetzt werde ich beneidet, wir haben halt immer ein gleichaltrigen Spielpartner da. Das ist natürlich nun super entspannt und entschädigt für die erste anstrengende Zeit.


Alles gute für die nächste Wochen....

Hallo! Ich habe auch Zwillinge (plus großen Bruder)
Und diese hanebüchenen Theorien! Die kenne ich!!! Furchtbar. Genauso wie dieses: meine sind nur 2 Jahre auseinander ,das ist fast wie Zwillinge.
Auch einer meiner Zwillinge wurde schwer herzkrank geboren. Und die erste Zeit war echt hart. Und dieser Müdigkeit geschuldete Neid von einlingsmamas mit 2 Omas im Haus, den hatte ich auch. Das ist aber glaub ich was anderes als das was die TE meint. Ich war so übermüdet, dass ich meinen Mann dafür beneidet habe, auf Arbeit zu gehen und er da allein und in Ruhe zur Toilette darf 😂
Mittlerweile haben auch wir den Zwillingsbonus. Sie spielen (Und streiten ) viel miteinander. Das war beim großen Sohn deutlich stressiger ständig Spielkameraden zu organisieren !
Der einzige häufige Spruch der stimmt ist, das man nur weiß wie schlimm es tatsächlich ist, wenn das eigene Kind schwerst krank ist. Wie diese Ängste sich anfühlen. Das weiß man nur, wenn man es leider erleben musste

Hallo.

Da sieht man, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind.

Mir fallen in den letzten Jahren viel mehr die Äußerungen von Muttis auf, die mehr als 2 Kinder haben und mit ihrer Berufstätigkeit "prahlen". Dass sie aber neben der Haushaltshilfe (welche täglich für die gesamte Familie mittags warm kocht und sich um den Garten kümmert) auch noch eine flexible Nanny haben, das erwähnen sie nicht...... ;-)

Gut, da könnte manch andere Frau auch neben 4 - 5 Kindern Vollzeit arbeiten gehen, wenn sie sich weder um Betreuung, Haushalt noch Hausaufgaben kümmern müsste.#schein

LG#winke

Das stimmt.
Ich bin daheim. So ist es auch bei allen Familien die ich kenne, die so 3-4 Kids haben. Ein Elternteil daheim, höchstens mit ein paar Stunden die Woche solange die Kinder noch jünger sind.
Wie wohnen aber auch ländlich. Die Betreuungsmöglichkeiten geben so viel nicht her und solch ein Personal müsste man hier auch erst suchen.

Jedes Baby ist anders. Da kann man keine Vergleiche ziehen und auch keinen belächeln ob er ein, zwei, drei oder mehr Kinder hat.
Ich habe mich nur in der zweiten Schwangerschaft über Einmischungen in Sachen Tochter schläft mit 1,5 Jahren noch nicht in ihrem Zimmer und durch und wieso stille ich noch geärgert. Es geht keinen etwas an, wie viele Kinder im Elternbett schlafen oder an meiner Brust hängen. Ich ändere etwas daran, sobald es mich stört oder das Kind es so will.
Belächeln tue ich aber tatsächlich Erstlingsmütter in der ersten Schwangerschaft, die alles besser wissen und sich schon so tolle Pläne gemacht haben, wie sie das Kind großziehen und erziehen bis es aus dem Haus ist. Frei nach dem Motto "Bei uns schläft das Baby von vornherein in seinem Zimmer, es trinkt abends eine Flasche ansonsten stille ich. ...." Dann muss ich schon mal grinsen und mir rutscht mal ein kleines "abwarten" heraus ;-)

Dieses "Abwarten" habe ich abgeändert in "Ein Versuch ist es wert." Das klingt nicht gar so negativ finde ich.

Und auch wenn manche Sachen dann nicht eintreten, darf man sich als Schwangere keine Gedanken machen, was man eben versuchen will? Klar, manchmal formuliert man es halt als Fakt, aber eben das passiert Müttern bei ihren Aussagen dann auch. Es wirkt nicht als Ratschlag sondern als Belehrung.

Wenn ich ein "abwarten" gesagt bekommen habe, hab ich dann im Gegenzug gefragt, wie stellen sich die Mütter das wieder arbeiten vor? Schulzeit? Also auch zukünftige Dinge. Dann hab ich auch mit "Abwarten" geantwortet. Denn auch da kann man im Prinzip nicht vorplanen.

Und nur 9 Monate da sitzen und nichts vorbereiten (physisch wie psychisch) fände ich eher verantwortungslos. Darum eben meine Abwandlung des Abwartens.

Da werden Frauen hier gefragt, ob sie denn mit ihren Partnern nicht vor einer Schwangerschaft gesprochen haben. Aber auch hier kann man nur theoretisch sagen "So stellen wir uns das vor. Denn so haben wir es gelernt, woanders gesehen oder oder" Das das Leben reinspielt, wenn man plant, trifft sowohl auf Schwangere als auch auf Mütter jeder Kinderkonstellation zu.

lg lene

Das ist auch nicht schlecht. Ich sage schon bei fast allen Themen rund uns Kind "so und so wollen wir das versuchen, sind da aber flexibel." Denn das muss man sein. Es gibt aber gerade viele beim ersten Kind, die sich alles haargenau ausmalen und dann Probleme haben davon abzuweichen, wenn es nicht klappt. Das raubt unnötig Kräfte, die man gut gebrauchen kann.

Also, ich mag auch keine Tips von "Erstlingseltern" da diese meist der Meinung sind, ihr Weg wäre der einzig richtige. Den meisten ist nicht bewusst, dass Kinder unterschiedliche Charaktere besitzen und es keinen Einheitsweg / Patentrezept wie auch immer gibt. Mit dem 2. Kind werden alle geerdet ;-)

Mehrfacheltern erklären einem eher, wie sie Probleme gelöst haben sind sich aber durchaus bewusst, dass das nicht bei jedem klappt.

Nichts desto trotz würde ich eine 1-Kind-Mama nicht dumm anmachen. Ich bedanke mich für Tips, sage ggf. dass das bei uns nichts nutzt oder probiere sie bei Aussicht auf Erfolg auch gerne aus.

Hallo,

ich hab nicht alles gelesen, aber den Beitrag von motzgurke find ich sehr treffend. Persönlich halte ich mich zwar zurück mit ungefragten Ratschlägen oder "warte es ab" Kommentaren, aber immer wenn mir jemand so etwas sagt, antworte ich z. B.:" Bin auch gespannt was das noch für eine Herausforderung wird. / Ja, ich hoffe, ich kann das alles gut meistern." Oder in deinem Fall: "Ja, es läuft ja immer ganz unterschiedlich. Zum Glück hab ich schon einiges an Erfahrung mit meinen 4 Kindern, aber mal schauen, wie ich in ein, zwei Jahren denke. Bei dir ist es also eher schwierig?" Bestenfalls erzählt mir die Person, warum sie dieses und jenes als schwierig empfindet. Aus den Erfahrungen anderer kann man ja durchaus etwas lernen und wenn es nur die Erkenntnis ist, ein anderer Typ Mensch zu sein.

Ich glaube, die wenigsten Menschen gehen auf jemand anderen zu mit der Absicht zu verletzen. Im Grunde will jeder nur in seiner Sichtweise verstanden und anerkannt werden. Das heißt nicht, das Menschen mit der "Warte-es-ab-Haltung" nicht dazu in der Lage sind zu begreifen, dass es bei anderen anders läuft.

Liebe Grüße

Mal ganz kurz:

Mir begegnen solche Aussagen eigentlich ständig - egal worum es geht (Beruf, Kinder, Partnerschaft etc.). Ich persönlich habe für mich entdeckt:

Die Personen, die so etwas bringen, haben doch selbst irgendwo ein Problem (Beispiel bei dir: Mutter ist mit ihrer noch relativ frischen Mutter noch unsicher oder temporär überfordert).

NA UND???

Je nach Laune oder/und Gegenüber oder Situation bedanke ich mich für den Rat und ziehe weiter oder "Spiegel" das Verhalten (das hast du in der Situation getan).

Fertig. Dann nicht mehr drüber nachdenken...

Ich versteh mittlerweile die Ansage, kinderlosen gegenüber "warte mal ab bis du Kinder hast" wenn ich frühere Einstellungen von mir höre (das gäb es bei mir nicht etc) und aus Erfahrung weiß, Theorie und Praxis unterscheiden sich deutlich. Auch geb ich heute nur noch unter Vorbehalt Prognosen ab, was ich zukünftig täte, wenn meine Kinder ins Alter xyz kommen. Dennoch zum Teil haben diese Sprüche schon Bestand, zum Teil sind sie völlig daneben. Es hängt immer damit zusammen im welchem Zusammenhang sie fallen. Und unwissend darüber wie viele Kinder eine Familie hat, kann ich schon mal überhaupt nicht urteilen. Ich hab oft gehört mit 2 Kindern wird es anstrengender bla bla. Na gut mein kleiner ist erst 6 Monate. Vielleicht kommt das anstrengend werden ja noch???? Aber bisher suche ich das. Das einzige was ich festellen muss, ich muss mehr Zeit einplanen wenn ich das Haus verlassen will. Aber ich hab eher das Gefühl das es entspannter ist mit 2 Kindern. Mein großer ist aber auch erst 3 und wird zunehmend einfacher. Allerdings ist der kleine einfacher als der große als Baby, am Ende wird der mit zunehmenden Alter anstrengender. Keine Ahnung.^^

Ich hab mich bislang nur einmal ertappt, jemanden als "erstlingseltern" zu bezeichnen. Das war ne Freundin die im Urlaub mit 6 Monate alten Baby jetzt voll in den ersten Infekt vom Kind mit hohen Fieber gefallen ist und völlig fertig und hilflos war. Da hab ich eher aus Mitgefühl gesagt "ja ich kenn das, beim 1. Kind und 1. Fieber bekommt man total die Panik, wir sind damals auch direkt ins Krankenhaus, was ich jetzt beim 2. Nimmer machen würde. Daher ich kann dich voll verstehen da brauchst kein schlechtes gewissen haben." Weil sie mich fragte ob sie überreagiert hätte mit Krankenhaus. Allerdings würde ich keinem Elternqualitäten oder Belastbarkeiten einreden oder herunterspielen, nur weil jemand mehr oder weniger Kinder als ich hat. Denn nicht nur sind Eltern an und für sich einzeln betrachtet total unterschiedlich was jeden an seine Grenzen bringt, zum anderen sind Kinder so verschieden. Das zu pauschalisieren. Uff sollte man generell meiden.