Gelassener im Umgang mit der SM werden

    • (1) 28.07.19 - 22:57
      Inaktiv

      Hallo zusammen,

      ich weiß nicht ob ich zu streng bin mit meiner Schwiegermutter:

      Mein Mann und ich haben eine 9 Monate alte Tochter. Sie ist unser ganzer Stolz.
      SE (knapp 70) sehen wir i.d.R. einmal im Monat, was für sie von deren Interesse her vollkommen ausreicht. Wir haben am Anfang unsererseits bemüht den Kontakt hochzufahren.
      Wenn sie unsere Tochter dann sehen ist SV höflich und zurückhaltend und wartet auf die Reaktion von unserer Tochter und auf die von mir und meinem Mann, wenn er sie gerne auf den Schoß nehmen will oder so.
      SM nicht. Egal wie unsere Tochter drauf ist, sie begrabbelt sie die ganze Zeit, egal was wir sagen (sie fremdelt bei ihnen gerade) und auch wenn unsere Tochter ihr signalisiert es ist ihr zu viel und weint. Sie fragt auch nicht ob sie ihre Enkelin halten darf, sie nimmt sie meinem Mann einfach nach Ankunft aus dem Arm, bei mir macht sie das nicht; oder wenn sie gerade zufrieden spielt, nimmt sie sie einfach direkt hoch. Sie meint als Oma darf sie das. Sie bringt Spielzeug mit was für ihr Alter nicht mehr optimal ist oder Klamotten in zu kleiner Größe. Sie ist einfach zu stolz uns zu fragen ob unsere Tochter nicht schon so ein Spielzeug hat oder wie die Kleidergröße ist. Obwohl wir oft drum gebeten haben. Sie sagt dann immer nur woher sie das auch wissen soll.
      Wenn ich unsere Tochter gerne von ihr wiederhaben will, weil sie überreizt ist und schlafen muss z.B., werde ich ignoriert, bis ich sie mir einfach nehme und bekomme dann die Aussage: Ja sag doch was! Tipps zum Stillen und zum Haushalt führen bekomme ich auch immer noch und wenn ich mal den Mund aufmache, wenn mich etwas stört, dann bin ich die respektlose ST. Kritik kann sie weder von meinem Mann/ihrem Mann und schon gar nicht von mir hören.

      Mein Mann steht hinter mir, findet das Verhalten seiner Mutter auch nicht ok, ist aber gnädiger, weil er froh ist, dass seine Eltern unsere Tochter regelmäßig einmal im Monat sehen und dann ihre volle Aufmerksamkeit hat. Das war mal anders, das ist aber eine andere Geschichte.

      Ja, ich bin meiner SM gegenüber voreingenommen wegen der Geschichte damals und es sind Dinge passiert, die ich nicht vergessen kann, aber unabhängig davon, kann man sich doch an ein paar Kleinigkeiten halten, wenn man sein Enkelkind so selten sieht (wir wohnen 15 Minuten auseinander). Letztens stand ein riesiges QVC Paket vor unserer Tür mit ganz vielen Flamingo Sachen und Glitzer Einhorn Kram und wir wussten von nichts. SM meinte sie hatte Langeweile und im Fernsehen dann die Sachen für XXX bestellt.

      Das ist einfach nervig und anstrengend und sie nehmen außer dem monatlichen Treffen nicht Teil am Leben ihrer Enkeltochter, sie fragen am Telefon immer nur: Wächst die Kleine? Was macht die Familie? Aber wirklich zuhören tun sie nicht. Deshalb ärgern mich diese Dinge.

      Ich würde mich über Tipps freuen gelassener zu werden. Mein Mann sagt immer es ist ja nur ein Treffen im Monat, und meine Mutter wirst du eh nie ändern. Er ist ein sehr gelassener Mensch mit langer Geduldsspanne.

      Vielen Dank!

      • Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber hoffentlich bekommst du nie ernsthafte Probleme im Leben.

        (3) 29.07.19 - 01:59

        Meine SE sind auch um die 70 und wohnen weiter weg. Manchmal sind auch geschenke doppelt oder kleidung passt nicht. Ich tu das dann einfach in die kiste für den babybasar. Natürlich könnten sie fragen aber die sind halt schon älter und peilen das nicht mehr so. Is ja auch nicht immer der fall.

        Generell müssen bei uns alle grosseltern nicht fragen ob sie ihr enkel halten dürfen, das fände ich komisch. Ich freu mich über jeden der uns das baby mal abnimmt. Sie freuen sich doch auch und sind stolz auf ihr enkel, sind doch die meisten.
        Finde ich gar nicht schlimm. Ausnahme wäre wenn oma dreckig, krank oder angetrunken is.

        (4) 29.07.19 - 04:50

        So richtig dramatisch finde ich das jetzt alles nicht.

        Die Familie meiner Exfrau wohnt 400 km entfernt und von jeher schenken sie Spielzeug, was völlig an den Interessen unserer Tochter vorbei ist oder Klamotten, die viel zu groß oder völlig unpraktisch sind. Mich hat das nie gestört. Die Geste ist ja trotzdem da und ich glaube, die wollen einfach nicht immer fragen, weil es ja eine Überraschung sein soll.

        Wieso die Oma fragen soll, ob sie das Kind nehmen darf, verstehe ich auch nur bedingt. Ok, beim Spielen einfach hoch nehmen finde ich auch doof. Aber das kann man ja entweder einmal erklären oder für das eine mal im Monat auch ignorieren. Das Kind erleidet keinen Schaden dadurch und solche Dinge erledigen sich eh bald mit steigendem Alter eurer Tochter. Sobald sie mobiler wird und spätestens wenn sie laufen kann, will sie eh nicht dauernd rum getragen werden.

        Klar, ungefragte Haushaltstipps oder ein "Wieso sagst du nichts?" obwohl man schon mehrfach gesagt hat, man hätte sein Kind jetzt gern wieder, können nerven. Aber dann sagt man zum Haushaltstipp: "Aha" und zum anderen: "Hab ich doch" und kümmert sich nicht weiter darum.

        Irgendwie hat dein Mann doch recht: es ist ein mal im Monat. Das kann man mit einer gewissen Portion Gleichmütigkeit doch händeln.

      • (5) 29.07.19 - 06:47

        Glaub würde das aussitzen, einmal im Monat paar stunden ist ja nicht so viel.. Wenns dich zu sehr störrt soll dein mann mit ihr reden, denke sie freut sich über die kleine und denkt nicht nach

        (6) 29.07.19 - 07:24

        Meine Mutter ist genauso wie deine SM und dieses übergriffe nervt etwas, das stimmt.

        Sie nimmt mir auch immer ungefragt das Kind vom Arm und ja, ich gebe zu, dass es mich nervt aber : irgendwann bin ich hoffentlich auch mal Oma und will ich tatsächlich meine Tochter fragen müssen ob ich das Kind mal auf den Arm nehmen kann ?

        Wobei ich glaube, dass es mich vor allem so stört, weil unser Verhältnis nicht das beste ist.

        Was meine Mutter auch immer macht und was mich wirklich nervt ist :
        Wenn die kleine anfängt zu weinen und ich sie auf dem Arm habe, dann ruft sie gleich: ja schatz, Oma kommt gleich und nimmt dich.

        So als würde sie sie besser beruhigen können als ich. Zumal die kleine sich Von ihr eh nicht beruhigen lässt.

        Aber ich denk mir immer : wir sehen uns selten, das Kind nimmt keinen Schaden davon und ich muss halt mal die Zähne zusammen beißen.
        Niemand ist perfekt, wir werden es später auch nicht sein, deswegen muss man einfach über einiges hinwegsehen.
        Es ist ja nix wirklich schlimmes, was die Omas machen.

      • (7) 29.07.19 - 07:47

        Ich glaube, ohne die Vorgeschichte zu kennen, werden viele die Dinge, die Deine Schwiegermutter macht, als Lappalien betrachten. Daher fällt es auch mir schwer, da Tipps zu geben, wie Du gelassener werden kannst.

        (8) 29.07.19 - 07:59

        Verstehe dein Problem nicht wirklich ganz. Du siehst sie einmal im Monat, sie möchte eh nicht mehr Kontakt haben. Sei doch froh darüber. Dann gehst du halt einmal im Monat mit deinem Mann dahin, dein Kind hat Kontakt zu den Großeltern, bekommt Geschenke. Ist doch alles in Ordnung? Die Sachen die du nicht möchtest, verschenkst du einfach weiter oder kloppst die halt in die Tonne. So einfach ist das.

        Ich schließe mich an. Ich finde es jetzt nicht so dramatisch.

        Ich möchte nur eins hinzufügen. Meine Schwiegereltern musste mich NIE um Erlaubnis fragen, ob sie mal unsere Kinder auf den Arm nehmen dürfen. Ich lese das hier so oft und kann damit einfach nichts anfangen. Ich kann es überhaupt gar nicht nachvollziehen. Es sind doch keine fremden Leute von der Straße.

        Und ja, Kinder fremdeln. Aber wenn man sie den Großeltern bei jedem kleinen Quieken direkt wieder aus der Hand nimmt, wird sich das nicht ändern. Unsere haben bestimmt auch mal bei Oma geheult. Sie hat das aber schon hinbekommen... da muss man dann nicht direkt eingreifen.

        Und statt nur zu meckern über Spielzeug oder Klamotten oder was auch immer. Einfach mal danke sagen. Ist gar nicht schwer. Und wenn du es nicht gebrauchen kannst, verschenke es für einen guten Zweck.

        (10) 29.07.19 - 11:57

        Ich würde dir raten, eine Liste zu machen, schriftlich, und diese deiner SM auszuhändigen.
        Welche Kleider und welches Parfum sie zu tragen hat.
        In welcher Tonlage sie mit deiner Tochter zu sprechen hat.
        Auf welche "Jetzt darf ich sie hochnehmen"-Merkmale sie zu achten hat.
        Welche Gesten sie einsetzen darf.
        Selbstverständlich im Anhang noch eine Wortliste der Ausdrücke, die in Gegenwart deiner Tochter verboten sind.

        Die Liste händigst du am besten auch sämtlichen Nachbarn und der Kassiererin im Supermarkt aus.

        Spaß beiseite: Ihr seht die SM einmal im Monat. Lass ihr ihren Umgang mit dem Enkelkind. Wenn dein Kind zu sehr weint, nimm es, bis es sich beruhigt, und gib es der Oma wieder. Ihre Tipps überhörst du und legst dir ein dickeres Fell zu.
        Du wirst es mit Kindern immer wieder brauchen.

        (11) 29.07.19 - 13:10

        Ich kann dich verstehen. Ich bin aufgrund von vielen Dingen, die vorgefallen sind, bei meinen Schwiegereltern und auch bei meiner eigenen Mutter sehr schnell innerlich auf 180, obwohl sie rational gesehen nichts schlimmes machen, aber im Kontext es mich/uns einfach nur nervt und traurig macht. Einfach lächeln und winken und hinnehmen, blöde Kommentare ignorieren und hoffen dass es bald wieder vorbei ist...
        Und bei meiner Mutter muss ich gucken, dass den Kindern nichts passiert (hat neulich den kleinen schwer überhitzen lassen) aber auch da einfach durchhalten, lächeln und winken und sich über Besuch von anderen Verwandten und Freunden freuen. Ich denke manche Sachen muss man einfach mal hinnehmen und aushalten.

        (12) 29.07.19 - 15:20

        Könnte fast unsere Sitaution sein. Meine waren gestern wieder da. Mit 2 grossen Müllsäcken voll Geschenke. Eins hatten sie abgestimmt. Der Rest waren Püschis, Sommerklamotten in Wintergrösse, ein Ess-Set aus Bambus mit den Worten "hatte ich gekauft bevor ich von dem aktuellen Test gelesen habe, aber ich hab's Mal mitgebracht", Duplo was wir schon haben. Damit lebe ich, bedanke mich, behalte was sinnvoll ist und verschenke es oder werfe es weg. Weil das tut niemandem weh.
        Aber sie grabbeln ständig und in allen Lebenslagen am Kind herum. Ob er weint. Müde ist. Trinkt oder isst. Sie kommen so selten dass er sie nicht wiedererkennt. Er kriegt keine Chance mit ihnen warm zu werden. Das stresst ihn und er heult dann viel. Ich hab abends und teils die ganze Nacht das Gebrüll.
        Sagen wir was hören sie nicht, giften uns an oder versuchen uns zurecht zuweisen.

        Reden hilft bei uns nicht. Wir haben uns jetzt auf Taten verlegt und in Besuche werden Ausflüge eingeplant, daheim sind wir mit ihnen 1-2 Stunden zum spielen und sonstiges. Ansonsten unterwegs.
        Ggf ist das auch eine Lösung für Euch.

        Ich wäre wahrscheinlich öfter mal "krank" an diesem Tag im Monat, würde meinen Mann alleine mit dem Kind zu den Eltern schicken und mich in der nächsten Therme verwöhnen lassen. Herrje, wie gelassen ich abends wäre :)

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